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Alluvialboden

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Alluvialböden oder Alluvionen sind junge Schwemmböden, die von Flüssen oder anderen fließenden Gewässern abgelagert wurden. Auch Gletscher können solche Alluvialböden ablagern.

Entstehung

Durch die Strömung eines Gewässers kommt es im Verlauf eines Flusses zu einem kontinuierlichen Vorgang aus Transport und Ablagerung von Partikeln aus Gestein und Schlamm. An schnell fließenden Stellen des Flusses werden dabei mehr Partikel mitgerissen als dort wieder abgelagert werden. Erst an strömungsärmeren Stellen wie z. B. den Mündungsdeltas werden diese dann wieder abgelagert und bilden die Alluvialböden.

Die Menge an Feststoffen die von großen Flüssen transportiert und abgelagert wird ist enorm. Die Namen vieler Flüsse beziehen sich z.B. auf die Farbe des Materials, welches vom Fluss transportiert wird und welches ihm seine Farbe gibt. So bedeutet der Name des chinesischen Flusses Huang He übersetzt Gelber Fluss und der Missouri in den USA hat den Beinamen Big Muddy (wörtlich: großer schlammiger). Es wird geschätzt, dass der Mississippi in den USA jährlich 406 Millionen Tonnen Sediment befördert, der Huang He sogar ca. 796 Millionen Tonnen und der italienische Po immerhin noch etwa 67 Millionen Tonnen.

Zusammensetzung

Obwohl auch kleinere Flüsse solche Ablagerungen hervorrufen können, sind es die Alluvialböden in großen Flussdeltas, die eine gewisse geologische Bedeutung haben. Diese Böden bestehen typischerweise aus einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien. Die Feinbestandteile, auch Schlick genannt, bestehen hauptsächlich aus Sand und Ton. Aber auch größere Partikel wie z. B. Kies und Geröll, sind oftmals in einem weiten Korngrößenbereich vorhanden.

Außerdem können diese Schwemmböden größere Mengen an Erzen, Edelmetallen wie Gold und Platin, sowie Edelsteine enthalten. Solche sogenannten Seifenlagerstätten können sehr ergiebig sein.

Durch einen ebenfalls meist hohen Anteil an organischen Verbindungen sind Alluvialböden in der Regel sehr nährstoffreich. So führt beispielsweise die jährliche Ablagerung von Sedimenten an den Ufern des Nils dazu, dass in Ägypten schon seit dem 4. Jahrtausend vor Christus Getreide ohne künstliche Düngung angebaut wird.

Im Laufe der Zeit wurden viele flache Seen mit Alluvionen zugeschwemmt, wodurch sehr fruchtbare Flächen entstanden sind.