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George Gershwin

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George Gershwin im März 28. März 1937, Fotograf Carl van Vechten

George Gershwin ['gɘːʃwɪn] (* 26. September 1898 in Brooklyn, New York City; † 11. Juli 1937 in Hollywood) war ein amerikanischer Komponist.

Leben

Geboren wurde 1898 er als Jacob Gershowitz (benannt nach seinem Großvater) in Brooklyn, New York City, als Kind russisch-jüdischer Immigranten, Morris Gershovitz und Rose Gershovitz (geb. Bruskin). George hatte zwei Brüder, Isadore (Ira, Iz) (*1896) und Arthur (*1900), und eine Schwester, Frances (*1906).

Während George Gershwin in Hollywood an der Partitur von „The Goldwyn Folies“ arbeitete, brach er am Flügel zusammen und starb am 11. Juli 1937 um 10:35 an einem Gehirntumor. Er wurde auf dem Friedhof „Westchester Hills Cemetery“ in Hastings-on-Hudson (New York) beigesetzt.

Leistungen

Gershwin komponierte sowohl Stücke für den Broadway als auch klassische Konzerte. Viele nicht nur in Amerika populäre Lieder wurden von ihm geschrieben. Teilweise wurden seine Kompositionen als Filmmusik verwendet. Andere wiederum gelten als „Jazz-Standards“; sie wurden von namhaften Stars der amerikanischen und internationalen Unterhaltungsmusik interpretiert, darunter Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Frank Sinatra, Ray Conniff, Percy Faith und Barbra Streisand. Sie fanden den Weg in den Jazz, z. B. mit Interpretationen von Herbie Hancock oder Miles Davis und in den Rock, z. B. mit Versionen von Janis Joplin (Summertime).

Das Urheberrecht an den Arbeiten, die er alleine schuf, wird 2007 in der Europäischen Union und zwischen 2019 und 2027 in den USA erlöschen.

Werke

Seine berühmtesten Werke im Bereich der klassischen Musik sind:

Wenig bekannt angesichts der wenigen Werke für Klavier, die Gershwin geschrieben hat, ist das „Gershwin Songbook“, auch herausgegeben unter dem Titel „George Gershwin at the Keyboard“, eine Sammlung seiner bekanntesten Songs, von ihm selbst bearbeitet für Klavier Solo. Darin enthalten u.a.:

  • The Man I Love
  • I'll Build A Stairway To Paradise
  • Fascinating Rhythm
  • Oh, Lady Be Good
  • I Got Rhythm
  • Liza

Die meisten seiner Werke wurden von George Gershwin mit seinem Bruder Ira Gershwin, einem Lyriker, produziert. 1910 hatten die Gershwins ein Klavier für die Musikstunden des Sohnes Ira gekauft, das aber bald nurmehr von George Gershwin gespielt wurde. Mehrere Klavierlehrer wechselten in den kommenden zwei Jahren, bis schließlich Charles Hambitzer - der zu seinem Mentor wurde (und bis zu Hambitzers Tod 1918 es auch blieb) - ausgewählt wurde. Hambitzer lehrte George Gershwin konventionelle Klaviertechniken und ließ ihn die europäischen Meister spielen. Er ermutigte ihn, Orchesterkonzerte zu besuchen (wobei er zu Hause versuchte, die gehörte Musik am Klavier zu reproduzieren). 1916 komponierte er den Ragtime „Rialto Ripples“, der ein finanzieller Erfolg wurde. 1918 gelang ihm mit dem Song „Swanee“ der erste USA-weite Hit.

1924 produzierten George und Ira Gershwin gemeinsam die Musikkomödie „Lady Be Good“. Standards wie „Fascinating Rhythm“ und „The Man I Love“ debütierten darin. Dem folgten „Oh, Kay!“ (1926); „Funny Face“ 1927; „Strike Up the Band“ (1927 und 1930); „Girl Crazy“ (1930), mit dem zum Evergreen gewordenen Song „I Got Rhythm“; „Of Thee I Sing“ (1931), die erste Musikkomödie, die mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. 1933 erschien „Pardon My English“, das einzige Musical dieser Epoche, das in Deutschland (in Dresden) spielt. Viele der Gershwin-Erfolgstitel wurden in der Ära des Bebop durch Umgestaltung und Reharmonisierung in neue Themen (bebop heads) und Songs transformiert. Oh, Lady Be Good wurde so zu Thelonious Monks Hackensack, But Not For Me zu Tadd Damerons Sid's Delight, und Honeysuckle Rose zu Charlie Parkers Scrapple from the Apple.

Commons: George Gershwin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien