Innere Neustadt
Innere Neustadt (mit Antonstadt-Süd) | ||
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Ortsamtsbereich: | Neustadt | |
Höhe: | 111 m ü. NN | |
Fläche: | 1,80 km² | |
Einwohner: | 5.510 (31. Dezember 2003) | |
Bevölkerungsdichte: | 3.069 Einwohner je km² |
Die Innere Neustadt ist ein Dresdner Stadtteil im Ortsamtsbereich Neustadt. Der Name leitet sich ab von der „Neuen Königlichen Stadt“, dem bis 1732 nach einem Stadtbrand wiederaufgebauten Stadtteil Altendresden. Die Innere Neustadt ist also entgegen ihrer heutigen Bezeichnung der ursprünglich älteste Teil der Stadt. Im Gegensatz zur Äußeren Neustadt befand sich die Innere Neustadt innerhalb der der Stadtfestung und wird daher auch als historische Neustadt bezeichnet.
Lage

Die Innere Neustadt liegt fast halbkreisförmig umschlossen in einem Elbbogen gegenüber der Inneren Altstadt. Vier Brücken verbinden den Stadtteil mit dem südlichen Ufer. Die Straßen, die über die Brücken führen, durchqueren die Innere Neustadt und laufen alle mehr oder weniger gerade auf den Albertplatz zu. Dieser befindet sich am nördlichen Ende des Stadtteils und ist der Fokus fast aller wichtiger Straßen.
Kultur und Bauwerke
In der Inneren Neustadt liegen auch einige der Museen und Kultureinrichtungen Dresdens. Am Albertplatz befindet sich das Erich Kästner Museum, im Japanischen Palais das Landesmuseum für Vorgeschichte und das Staatliche Museum für Völkerkunde. Am Neustädter Markt befindet sich das Kügelgenhaus.
An der Königsstraße befindet sich der Jazzclub Tonne. Neben dem Stadtfest, das auch vor allem auf der Hauptstraße ausgetragen wird, finden im Sommer die Filmnächte am Elbufer auf den Neustädter Elbwiesen statt.
Auch in der Inneren Neustadt befinden sich zahlreiche für Dresden bedeutsame Gebäude. Der Wiederaufbau des Viertels bis 1732 wurde im barocken Stil durchgeführt.
Die Dreikönigskirche war von 1990 bis 1993 Sitz des Sächsischen Landtags. Entlang des Elbufers erstrecken sich die Regierungsgebäude des Regierungsviertels und das Japanische Palais.
Ebenfalls in der Inneren Neustadt befinden sich der sehr bekannte Goldene Reiter und der Artesische Brunnen am Albertplatz. Auch das gegenwärtig größte öffentliche Parkhaus im automatischen Betrieb befindet sich in der Inneren Neustadt.
Verkehr

Die wichtigen Straßen sind die Hauptstraße (eine Fussgängerzone) in Verlängerung der Augustusbrücke, die Albertstraße (gegenwärtig die vierspurige B170) in Verlängerung der Carolabrücke und die Königsstraße. Weitere wichtige Straßen sind die Antonstraße (die Verlängerung der Marienbrücke, die Bautzner Straße und die Große Meißner Straße.
Auf zwei ostwestlich und drei nordsüdlichen verlaufenden Trassen verkehren insgesamt acht Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe durch den Stadtteil. Wichtigste Haltestelle ist der Albertplatz. Stadtbuslinien bedienen den Stadtteil nicht.
Westlich wird die Innere Neustadt durch den Bahndamm der Ferneisenbahnstrecke nach Leipzig begrenzt. Der Bahnhof Dresden-Neustadt im Nordwesten des Stadtteils ist ein Fernbahnhof.
Wirtschaft und Behörden

Wichtigste Wirtschaftszweige in der Inneren Neustadt sind die Gastronomie und der Einzelhandel. Wie in der Inneren Altstadt befinden sich viele Hotels und Restaurants in diesem Teil der Innenstadt Dresdens. Das größte Hotel ist das Hotel Bellevue der Westin-Hotelkette. Sowohl die Königsstraße als auch die Hauptstraße bilden wichtige Einkaufspassagen im Dresdner Stadtzentrum.
Um den Carolaplatz zentrieren sich die Staatskanzlei und alle Ministerien des Freistaats Sachsen und bilden das Regierungsviertel. Derzeit sind dies acht Ministerien, die sich in mehreren historischen aber auch neu erbauten Gebäuden befinden. Auch das Staatsarchiv befindet sich im Regierungsviertel.
Das Ortsamt für die gesamte Neustadt, genau wie das historische Neustädter Rathaus, befindet sich auch in diesem Stadtteil.