Bad Frankenhausen/Kyffhäuser
Wappen | Karte |
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Das Stadtwappen von Bad Frankenhausen | Deutschlandkarte, Position von Bad Frankenhausen/Kyffhäuser hervorgehoben |
Basisdaten | |
Bundesland: | Thüringen |
Landkreis: | Kyffhäuserkreis |
Fläche: | 56,55 km² |
Einwohner: | 8.810 (01. September 2005) |
Bevölkerungsdichte: | 156 Einwohner je km² |
Höhe: | 132 m ü. NN (Rathaus) |
Postleitzahl: | 06567 |
Vorwahl: | 034671 |
Geografische Lage: | Vorlage:Koordinate Text Artikel |
Kfz-Kennzeichen: | KYF |
Gemeindeschlüssel: | 16 0 65 003 |
Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 in 06567 Bad Frankenhausen/Kyffhäuser |
Offizielle Website: | www.Bad-Frankenhausen.de |
E-Mail-Adresse: | verwaltung@bad-frankenhausen.de |
Politik | |
Bürgermeister: | Karl-Josef Ringleb (CDU)-
Ab 1.Juli Matthias Strejc (SPD) |
Bad Frankenhausen/Kyffhäuser ist eine Stadt im thüringischen Kyffhäuserkreis.
Geschichte
Durch Ausgrabungen wurden erste Besiedlungen in der Talaue zwischen Kyffhäuser vor etwa 10.000 Jahren nachgewiesen. Der Ort Frankenhausen wird erstmals im 9. Jahrhundert in Urkunden des Fuldaer Klosters als fränkische Siedlung genannt.
Seit dem 11. Jahrhundert war der Ort im Besitz mehrerer Grafen, und zwar von Grafschaft Weimar-Orlamünde, Rothenburg und Beichlingen. 1340 kam er zur Grafschaft Schwarzburg. Von 1599 bis 1918 war der seit 1282 mit Stadtrechten versehen Ort der Hauptort der Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.
1525 fand auf dem heute so genannten Schlachtberg am Nordrand der Stadt die letzte große Schlacht des Deutschen Bauernkrieges statt.
1818 wurde das erste Kurhaus gebaut, in dem die seit 998 zur Salzgewinnung genutzte Solquelle zu Heilungszwecken genutzt wurde.
1831 wurde die erste Fabrik für Perlmuttknöpfe gegründet und damit eine Grundlage für die weitere industrielle Entwicklung geschaffen. Zu dieser Zeit hat die Stadt etwa 4200 Einwohner.
Am Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Stadt Bahnanschluss, zunächst 1894 nach Bretleben und dann 1898 nach Sondershausen.
Seit dem Jahr 1927 trägt die Stadt die offizielle Bezeichnung Bad Frankenhausen.
Im Jahr 1972 wird Bad Frankenhausen Garnisonssstadt. Die Kaserne am Südrand der Stadt trägt seit 1990 den Namen Kyffhäuser-Kaserne.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
- Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Wirtschaft
Bad Frankenhausen war früher bekannt durch seine Knopfindustrie. In der aktuellen Wirtschaft ist die Kleinindustrie vorherrschend.
Schwerpunkt ist aber der Tourismus. Nicht nur das Kyffhäusergebirge mit seinen Wäldern sondern die Solequellen sind Voraussetzung für einen intensiven Kurbetrieb in Bad Frankenhausen.
Ansässige Unternehmen
Wichtiger Arbeitgeber in der Region ist neben den Arbeitskräften für den Kurbetrieb der Standort der Bundeswehr außerhalb der Stadt.
Städtepartnerschaften
Die Stadt pflegt seit 1990 eine Partnerschaft zu Bad Sooden-Allendorf.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Am Nordrand der Stadt befindet sich auf dem Schlachtberg das Bauernkriegspanorama-Gemälde von Werner Tübke (1989). Es befinden sich in der Nähe auch die Barbarossahöhle und das Kyffhäuserdenkmal (beides brachte Bad Frankenhausen den Beinamen Barbarossastadt ein) sowie die Kyffhäuser-Therme.
- Ein Besonderheit ist der sich seit Jahrhunderten durch Gips- und Salzauslaugungen neigende Turm der Oberkirche (Unser Lieben Frauen am Berge). Die Spitze ist inzwischen etwa 4 m außerhalb des Lots und damit ist der Turm der schiefste Turm Deutschlands.
- Das Renaissanceschloss der Fürsten zu Schwarzburg-Sondershausen beherbergt heute das Kreismuseum.
- Der Hausmannsturm, aus dem 13. Jahrhundert, ehemals Teil der Stadtbefestigung, heute alleinstehender Burgturm am Hang über der Stadt.
Literatur
- Deutscher Städteatlas; Band: IV; 2 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Bad Frankenhausen, Autor: Heinz Stoob. ISBN 3-89115-032-6; Dortmund-Altenbeken, 1989.