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Cay Lienau

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Cay Lienau (* 3. Juli 1937 in Lübeck) ist ein deutscher Altphilologe, Geograph und Neogräzist.

Leben

Lienau studierte Klassische Philologie und Geographie in Freiburg im Breisgau, Rom und Kiel. In Kiel wurde er 1963 in Gräzistik bei Hans Diller mit der Edition der hippokratischen Schrift Περὶ ἐπικυήσιος (Peri epikyesios, Von der Überschwängerung) promoviert. Anschließend war er wissenschaftlicher Assistent für das Fach Gräzistik an der Universität Gießen, bevor er zur Geographie wechselte und sich 1974 in Geowissenschaften mit einer Arbeit über Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung im Westpeloponnes habilitierte. Von 1974 bis 2002 war er Professor für Geographie an der Universität Münster.

Lienau beschäftigt sich mit der Siedlungs-, Bevölkerungs- und Sozialgeographie, insbesondere in Bezug auf Griechenland und Südosteuropa. Er ist Mitglied der Kommission für interdisziplinäre Südosteuropa-Forschung der Göttinger Akademie der Wissenschaften.

Er ist zudem Mitbegründer der Deutsch-Griechischen Gesellschaft in Münster, die der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften als ihrem Dachverband angehört, und engagiert sich vielfältig auf dem Gebiet der deutsch-griechischen Beziehungen und des Kulturaustauschs. Er ist Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift Hellenika – Jahrbuch für griechische Kultur und deutsch-griechische Beziehungen.

Schriften (Auswahl)

  • (mit Horst-Dieter Blume): Griechenland. Der fremde und der eigene Blick. Reisen und Reisende in Griechenland. Münster 2006.
  • (Hrsg.): Raumstrukturen und Grenzen in Südosteuropa. München 2001.
  • (Hrsg., mit Ludwig Steindorff): Ethnizität, Identität und Nationalität in Südosteuropa. München 1999.
  • Die Siedlungen des ländlichen Raumes. 2. Aufl. Braunschweig 1995.
  • Griechenland. Geographie eines Staates der europäischen Südperipherie. Darmstadt 1989.
  • (mit Günter Prinzing): Albanien. Beitrag zur Geographie und Geschichte. Münster 1986.