Unterwegs nach Bigorra
„Unterwegs nach Bigorra“ ist ein Geschichtsroman von Arnulf Zitelmann, erschienen beim Verlag Beltz & Gelberg. Er spielt im mittelalterlichen Frankreich zur Zeit der islamischen Eroberungszüge durch Europa.
Handlung
Protagonistin des Romans ist die junge Fränkin Itta, die aus bretonischer Sklaverei zu ihrem Heimathof zurückkehrt, dort jedoch ihren Mann mit ihrer Schwester verheiratet vorfindet. Um nicht erneut verheiratet zu werden, flieht sie schon am nächsten Tag und schließt sich dem jüdischen reisenden Händler Jakob an, der sie nach anfänglichem Mißtrauen unter seinen Schutz nimmt. Ittas Ziel ist Bigorra, eine Stadt am Fuß der Pyrenäen, wo ihre Tante lebt. Sie wird jedoch von ihrem ehemaligen Mann verfolgt, da sie bei ihrer Flucht ihre Mitgift hat mitgehen lassen. Unterwegs durchqueren Jakob und Itta verschiedene geschichtsträchtige Städte und werden Augenzeugen der Schlacht von Tours, in der die Sarazenen von den Franken zurückgeschlagen wurden. Bei dieser Gelegenheit retten sie den in der Schlacht erblindeten sarazenischen Prinzen Sahnun, der zu ihrem Begleiter wird. Oft geraten die drei unterwegs in Gefahr, werden überfallen, Itta und Sahnun kurzfristig versklavt, Jakob von seinen Glaubensbrüdern sogar geächtet. Es gelingt ihnen jedoch jedes Mal, die Gefahr zu überwinden und ihre Reise fortzusetzen. Durch die Rücklieferung Sahnuns an seine Landsleute bewirken sie, daß diese die Belagerung der fränkischen Stadt Toulouse abbrechen. Jakob macht Itta den Vorschlag, seinen Sohn zu heiraten, was diese zunächst ablehnt. Nachdem sie sich von ihm getrennt hat und um ein Haar doch noch von ihrem ehemaligen Ehemann erwischt worden wäre, überlegt sie es sich anders und kehrt zu Jakob zurück.
Stil
Zitelmann verbindet hier in der für ihn typischen Erzählweise geschichtsträchtige Ereignisse mit dem Schicksal scheinbar unbedeutender Leute, deren Lebensweise und Probleme (auch mit den Mächtigen) er sehr sachkundig und anschaulich schildert.