Zum Inhalt springen

Landkreis Heidenheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. Juni 2004 um 12:18 Uhr durch Waelder (Diskussion | Beiträge) (layout fix). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Verwaltungssitz: Heidenheim
Fläche: 627,12 km²
Einwohner: 136.715 (30.09.2003)
Bevölkerungsdichte: 218 Einw./km²
KFZ-Kennzeichen: HDH
Website: www.landkreis-heidenheim.de
Karte

Der Landkreis Heidenheim ist einer der kleinsten Landkreise in Baden-Württemberg. Er bildet zusammen mit dem Ostalbkreis die Region Ostwürttemberg im Regierungsbezirk Stuttgart. Der Landkreis Heidenheim grenzt im Norden an den Ostalbkreis, im Osten an die bayerischen Landkreise Dillingen an der Donau und Günzburg, im Süden an den Alb-Donau-Kreis und im Westen an den Landkreis Göppingen.

Geografie

Der Landkreis Heidenheim hat hauptsächlich Anteil an der östlichen Hochfläche der Schwäbischen Alb. Durch den Kreis fließt von Nord nach Süd die Brenz, ein linker Nebenfluss der Donau, die bei Lauingen in Bayern mündet.

Wirtschaft

Verkehr

Durch das östliche Kreisgebiet führt die Bundesautobahn A7 Ulm-Würzburg. Ferner erschließen mehrere Bundes-, Landes- und Kreisstraßen den Landkreis, darunter die B19 Ulm-Schwäbisch Hall.

Geschichte

Der Landkreis Heidenheim geht zurück auf das gleichnamige württembergische Oberamt, das schon zu Zeiten des Herzogtums Württemberg eingerichtet und 1808 um das nur kurz bestehende Oberamt Giengen erweitert wurde. Bei der Überführung des Oberamts in den Landkreis Heidenheim 1934/38 erhielt der Landkreis einige Gemeinden des aufgelösten Oberamts Neresheim sowie einige Orte aus dem Oberamt Ulm. Die Kreisreform zum 1. Januar 1973 überdauerte der Landkreis nahezu unverändert, lediglich ein kleiner Weiler wurde vom Landkreis Ulm in den Kreis eingegliedert und in die Gemeinde Gerstetten eingemeindet. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Heidenheim noch 11 Gemeinden, darunter 4 Städte und hiervon wiederum 2 "Große Kreisstädte" (Giengen an der Brenz und Heidenheim an der Brenz). Der Landkreis Heidenheim ist damit der Landkreis mit den wenigsten Gemeinden in Baden-Württemberg. Größte Stadt ist Heidenheim an der Brenz, kleinste Gemeinde ist Hermaringen.

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Heidenheim seit 1945:

  • 1945: Max Fetzer (kommissarisch)
  • 1945 - 1950: Max von Zabern
  • 1951 - 1973:Albert Wild
  • 1973 - 2004: Dr. Roland Würz
  • Seit 2004: Herrmann Mader

Wappen

Datei:Heidenheim-kreiswappen.png Beschreibung:

In gespaltenem Schild: vorne in Gold ein roter Balken, hinten in Schwarz ein goldener Zinnenturm mit schwarzem Tor und zwei schwarzen Fenstern nebeneinander (Wappen-Verleihung 12.9.1956)
Bedeutung:
Der rote Balken symbolisiert die Herren von Hellenstein, die bis in das 15. Jahrhundert im Kreisgebiet herrschten, der Zinnenturm versinnbildlicht die zahlreichen Burgen und Schlösser der anderen Herrschaften im Kreisgebiet, die Anfang des 19. Jahrhundert ebenfalls an Württemberg kamen.

Städte und Gemeinden

Städte (Einwohnerzahl am 30.6.2002)

  1. Giengen an der Brenz (20.431 Einwohner)
  2. Heidenheim an der Brenz (50.880)
  3. Herbrechtingen (13.192)
  4. Niederstotzingen (4.920)

Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Giengen an der Brenz mit der Gemeinde Hermaringen
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Heidenheim an der Brenz mit der Gemeinde Nattheim
  3. Gemeindeverwaltungsverband "Sontheim-Niederstotzingen" mit Sitz in Sontheim an der Brenz; Mitgliedsgemeinden: Stadt Niederstotzingen und Gemeinde Sontheim an der Brenz

Gemeinden (Einwohnerzahl am 30.6.2002)

  1. Dischingen (4.646 Einwohner)
  2. Gerstetten (12.143)
  3. Hermaringen (2.240)
  4. Königsbronn (7.556)
  5. Nattheim (6.335)
  6. Sontheim an der Brenz (5.677)
  7. Steinheim am Albuch (8.973)

Sonstiges