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Veer und Zaara – Die Legende einer Liebe

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Film
Titel Veer und Zaara - Die Legende einer Liebe
Originaltitel Veer-Zaara
Produktionsland Indien
Originalsprache Hindi
Erscheinungsjahr 2004
Länge 192 Minuten
Stab
Regie Yash Chopra
Drehbuch Aditya Chopra
Produktion Aditya Chopra; Yash Chopra
Musik Madan Mohan
Kamera Anil Mehta
Schnitt Ritesh Soni
Besetzung

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Veer und Zaara - Die Legende einer Liebe (Hindi, वीर-ज़ारा, Vīr-Zārā) ist ein Bollywood-Film, der in Indien und in Pakistan spielt und am 12. November 2004 in die Kinos kam. Sein englischer Untertitel A Love Legend (= eine legendäre Liebe) verdeutlicht die Haupthandlung dieses Blockbusters.

Handlung

Der Film erzählt die Geschichte von Veer Pratap Singh (Shah Rukh Khan), Geschwaderführer der Indischen Luftwaffe (Lebensrettung) und der Pakistanin Zaara Hayaat Khan (Preity Zinta).

Die beiden lernen sich in Indien bei einem Rettungseinsatz kennen. Zaara ist nach Indien gereist, um die Asche ihrer geliebten Ziehmutter Bebe in Kiritpur, bei ihren Ahnen, dem Wasser zu übergeben.

Nach einer anfänglichen Meinungsverschiedenheit beschließt Veer Zaara zu helfen und sie dahin zu begleiten. Als Gegenleistung bietet Zaara an, ihm einen Wunsch zu erfüllen und Veer bittet sie um einen Tag ihres Lebens. Er möchte mit ihr das Lodifest verbringen, ihr seine Familie vorstellen und ihr das Dorf zeigen. Während des gemeinsamen Tages bei seinen Zieheltern (in den Gastrollen Amitabh Bachchan und Hema Malini) gewinnt Zaara die Zuneigung der Beiden und Veer's Liebe. Sie verändert das Dorf, indem sie den Grundstein für die von ihr eingebrachte Anregung, eine Mädchenschule, legt.

Als Veer sie am nächsten Tag zum Bahnhof begleitet und ihr seine Gefühle offenbaren will, treffen beide auf Zaaras Verlobten Raza (Manoj Bajpai) . Während eines kurzen Augenblicks des Alleinseins, gesteht Veer Zaara doch noch seine Liebe und es wird ein trauriger Abschied. Wieder in Pakistan zurück, kann Zaara Veer nicht vergessen. Sie sieht ihn überall und gesteht sich ein, dass auch sie ihn liebt.

Kurz vor der Verlobungszeremonie kontaktiert Zaara's Freundin Shaboo (Divya Dutta) Veer und bittet ihn nach Pakistan zu kommen und Zaara mit nach Indien zu nehmen. Sofort quittiert Veer seinen Dienst und reist nach Pakistan. Als Zaara ihn in der Moschee erblickt, geht sie auf ihn zu und die beiden umarmen sich minutenlang. Noch am gleichen Abend wird Veer von Zaara's Mutter (Kiron Kher) aufgesucht, die ihn bittet, Zaara dem Wunsch ihres Vaters (Boman Irani) gemäß, Raza heiraten zu lassen, um das Leben ihres Mannes zu retten. Dieser hat nach dem Vorfall in der Moschee einen Herzanfall erlitten und befindet sich im Schockzustand. Veer willigt ein und versichert, dass Zaara nach einem Gespräch, dem Wunsch ihrer Eltern entsprechen wird.

Veer und Zaara treffen sich am nächsten Tag und besprechen, wie sie ihre Zukunft handhaben und mit ihrer Liebe umgehen werden. Nach einer letzten Umarmung trennen sich die beiden.

Als Veer am Tag danach in den Bus, der ihn zurück nach Indien bringen soll, steigen will, wird er von der Polizei verhaftet. Als man zusätzlich zu seinem eigenen einen gefälschten Pass bei seinen persönlichen Sachen findet, wird er der Spionage beschuldigt. Schnell stellt sich heraus, dass hinter der Intrige Zaara's Verlobter steckt, der die Demütigung, dass Zaara einen anderen Mann liebt, nicht ertragen kann und Vergeltung fordert.

Raza überlässt Veer die Entscheidung über Zaara's Schicksal - das Himmel oder Hölle bedeuten wird. Wenn Veer Pratap Singh den Rest seines Lebens schweigend als Spion hinter Gittern verbringt, bedeutet das für Zaara das Paradies auf Erden. Würde er Zaara mit seinem Aufenthalt in Pakistan in Verbindung bringen, um sich von dem Vorwurf der Spionage befreien und nach Indien zurückkehren zu können, käme Zaara's Leben einer Hölle gleich. Veer und Zaara stimmen gleichzeitig zu: Zaara zur Hochzeit mit Raza und Veer zum lebenslänglichen Gefängnisaufenthalt (durch die Unterschrift auf einem Dokument, in dem Veer zugibt, dass er Rajesh Rathore heißt und ein Spion ist).

Der Bus der Veer nach Indien bringen sollte, verunglückt unterwegs. Für seine Eltern in Indien ist Veer, der auf der Passagierliste stand, tot. In Pakistan hat es Veer Pratap Singh nie gegeben.

22 Jahre später betritt die Rechtsanwältin Saamiya Siddiqui (Rani Mukherjee) die Zelle des indischen Gefangenen Nr. 786 (* Allah's heilige Nummer) in Lahore und unterrichtet ihn darüber, dass einige Verfahren einsitzender Gefangener neu verhandelt werden und dass auch sein Fall darunter ist. Sie erzählt ihm auch, dass er ihr erster Fall ist und man nach vorliegender Sachlage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgeht, dass sie scheitern wird und somit der Weg in eine Männerdomäne für alle Frauen für immer verschlossen bleiben wird. Damit wäre das Lebenswerk ihres verstorbenen Vaters, der sich für die Gleichstellung der Frau eingesetzt hat, für immer zerstört. Zunächst bleibt Veer auch ihr gegenüber stumm, doch als Saamiya ihn mit seinem vollen Namen - Veer Pratap Singh - anspricht, bricht er erstmals nach 22 Jahren sein Schweigen und erzählt ihr seine Geschichte.

Saamiya ist gerührt und erkennt die damals gemachten Fehler, sowie auch ihre Chance für Veer Gerechtigkeit zu erstreiten. Sie verspricht, nicht eher Blumen auf das Grab ihres Vaters zu legen, bis Veer Pratap Singh seinen Namen, seine Identität und seine Freiheit zurück erlangt hat. In der Verhandlung trifft Saamiya auf ihren alten Lehrmeister und in diesem Fall die Anklage vertretende Zakir Ahmed (Anupam Kher), ein vor Gericht noch unbesiegter Staatsanwalt. Einst trennten sich ihre Wege, wegen der Unvereinbarkeit ihrer unterschiedlichen Auffassungen von Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit.

Bereits nach dem ersten Verhandlungstag ist die Lage für das Gericht durch das unterschriebene Geständnis eindeutig und eine Vorladung Zaara's lehnt Veer strikt ab. Er ist nicht in der Lage Zaara's Ehre, die er 22 Jahre lang durch sein Schweigen behütet hat nun mit Füßen zu treten und dann nach Indien zurück zu kehren. Saamiya's einzige Möglichkeit ist eine Reise nach Indien, um die erforderlichen Beweise für die wahre Identität Veer's zu erbringen.

Zunächst erscheint auch das auswegslos, da Veer's Eltern inzwischen verstorben sind. In seinem Elternhaus trifft Saamiya jedoch auf Zaara und Shaboo. Sie erzählt ihnen von Veer's Schicksal und erfährt wie Zaara's Leben während dieser Zeit verlaufen ist. Zaara hatte, unterstützt von ihrem Vater, die Hochzeit mit Raza annulieren lassen, als sie von Veer's Tod erfuhr. Sie ging nach Indien in Veer's Elternhaus und half dessen Zieheltern Veer's Traum, der auch der Traum seines Vaters war, zu verwirklichen. Obwohl die beiden verstorben sind, hat sie entschieden den Rest ihres Lebens in Indien zu verbringen.

Saamiya und Zaara reisen nach Pakistan und Zaara legt dem Gericht die nötigen Unterlagen zu Veer's Entlastung vor. Das Gericht entlässt Geschwaderführer Veer Pratap Singh mit allen Ehren in die Freiheit und bittet im Namen des Staates Pakistan für die verloreren 22 Jahre um Vergebung. Veer's vorgetragene Zeilen über seine Zeit in Pakistan unterstreichen die Gemeinsamkeiten seines Heimatlandes mit dem Land in dem er 22 Jahre seines Lebens verbracht hat.

Zakir Ahmed tritt als Staatsanwalt zurück. Er erkennt, dass die Zukunft dieser beiden Länder in den Händen von jungen, unbelasteten Menschen liegt, denen die Wahrheit und Gerechtigkeit über alles geht. Die nicht stets die Kriege von 1947-1965 und 1999 in jedem Vorwort mit einfließen lassen.

Saamiya hat das Lebenswerk ihres Vaters vollendet. Sie begleitet Veer und Zaara bis zur Grenze und die beiden kehren zurück nach Indien. Veer & Zaara, deren Namen nie zusammen erwähnt werden durften, waren nun für immer vereint.

Hintergrund

Nach mehrjähriger Regiepause drehte Yash Chopra eine wundervolle Liebesgeschichte, die in ihren Elementen der Trennung von Veer und Zaara durchaus auch die Trennung von Indien und Pakistan erzählt. Farbgewaltige Bilder und ein unvergesslicher Soundtrack aus unveröffentlichten Werken des 1975 verstorbenen Madan Mohan ließen den Film zu einem Blockbuster in Indien und Übersee werden.

Die Legende von "Veer & Zaara" ist ein Meisterwerk indischer Filmkunst. Regisseur und Produzent Yash Chopra ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten seines Landes. Sein Ruhm reicht auch über die Grenzen Indiens hinaus. Mit über 70 Jahren hat Chopra mehrere Jahrzehnte indische Filmgeschichte geschrieben. Sein Können und Wissen hat er an seinen Sohn Aditya weiter gegeben, der bereits ebenfalls ausgesprochen erfolgreich ist. Von ihm sind auch das Drehbuch und die Dialoge zu "Veer & Zaara" - beides ausgezeichnet.

Die Zusammenarbeit mit den bekanntesten, erfolgreichsten und besten Schauspielern des Landes, Amitabh Bachchan, Shah Rukh Khan, Rani Mukherjee und Preity Zinta ist nur ein weiteres Mosaiksteinchen, der dem Film außergewöhnliche Klasse verleiht. Ergänzt von den besten Sängern Indiens und dem Meister der Lyrics Javed Akhtar sowie den Klängen der indischen Musiklegende Madan Mohan ist ein Epos entstanden, das seines Gleichen sucht.

Jedes Merkmal für sich alleine schon sicherer Garant für Erfolg, ist die Komplexität des Zusammenwirkens aller Faktoren ein Meisterwerk der Extraklasse, das die größten Hollywoodklassiker langweilig und unterdurchschnittlich erscheinen lässt. Der Film ist Kopfkino, Augen- und Ohrenschmaus für jedermann und der Zuschauer kann individuell bestimmen welchem Kriterium er den Vorzug gibt, unter welchem Aspekt er den Film betrachtet.

Da ist zum einen die außergewöhnliche Liebe zweier Menschen, unschuldig und gottesgleich, für die die Liebe die einzige Religion ist. Der Film kommt völlig ohne direkte Erotik, nackte Haut oder eindeutigen Liebesbeweisen aus, so dass er auch mit Kleinkindern angesehen werden kann und dennoch vermittelt er Romantik in Reinform. Die Poesie der Körpersprache, Augenausdrücke, Mimik und Gestik sprechen und regen die Phantasie des Zuschauers, der keinerlei Grenzen gesetzt sind, auf's Äußerste an.

Die emanzipierte Frau wird den Film aus einer anderen Perspektive betrachten, da er die Rolle der Frau im fernöstlichen Kulturkreis anspricht. So utopisch manche Dialoge gemessen an den Sitten und Gebrächen auch sind, erscheinen sie weder verlogen, noch künstlich stilisiert. Sie sind in den Film so eingebunden, dass sie nicht direkt angesprochen werden und dennoch allzeit präsent sind. Auch das Eheversprechen der Eltern, deren eigene Interessen im Vordergrund stehen und die die wichtigste Kraft des Lebens – die Liebe – völlig unberücksichtigt lassen, wird in diesem Film in Frage gestellt.

Unter diesem Gesichtspunkt wird auch der religiöse Mensch den Film sehen, denn er setzt die Liebe, die stärkste Macht des Lebens über den Glauben und zeigt, dass Menschen unterschiedlichen Glaubens durch die Liebe vereint werden können, ohne dass der Glaube verleugnet werden muss, denn Gott ist Liebe. Es gibt nur einen Gott, der uns alle behütet, völlig egal mit welchen Namen wir ihn ansprechen oder auf welche Art wir uns an ihn wenden.

Der politisch interessierte Zuschauer mit Background wird den Film vom Standpunkt zweier Länder betrachten, durch die einst willkürlich eine Grenze gezogen wurde. Zwei Staaten die mehr gemein haben, als das was sie je ernsthaft trennen könnte. Yash Chopra hat ein sehr sensibles politisches Thema aufgegriffen und einen großen Beitrag zum Thema Völkerverständigung geleistet. Wenn auch die aktuellen Politiker den Film eventuell nicht gesehen haben, so hat es doch die junge und unbelastete Generation getan, die Politiker der Zukunft. Pakistan steht stellvertretend ebenso für Kashmir und die Geschichte auch für viele andere Brennpunkte unserer Welt. Chopra hat alle Themen und Seiten mit Respekt und ohne Wertung belegt, was den Zuschauer nicht für eine Seite einnimmt oder unbewusst manipuliert.

Shah Rukh Khan, der Hauptdarsteller, ist in diesem Film in einer besonderen Rolle. Die Wende in seinen Rollen zeichnet sich ab dem Jahrtausendwechsel und nach seiner selbst gewählten Auszeit ab. Spielte er in fast allen früheren Filmen, den Draufgänger und Herzensbrecher, so sind seine Parts ab 2000 mit Tiefgang, wesentlich anspruchsvoller und glaubwürdiger. Das liegt meines Erachtens daran, dass er nun Rollen übernimmt, die im Besonderen seinem eigenen Ich entsprechen - ein stiller, sensibler Mensch mit vielen besonderen Werten und Tendenz zum Charakterdarsteller.

Die gesamte Crew hat mit "Veer & Zaara" einen Film geschaffen, der drei Problempunkte behandelt ohne sie direkt anzusprechen. Die Beziehung zwischen Indien und Pakistan, die Rolle der Frau in der Gesellschaft und die Frage einer Beziehung zwischen zwei Menschen unterschiedlicher Religion. "Veer & Zaara" schafft den Spagat zwischen diesen drei auf eine unvergleichlich sensible und respektvolle Weise und sichert sich damit einen festen Platz im Herzen des Zuschauers und in der gesamten Filmindustrie.

Auszeichnungen

Veer und Zaara - Die Legende einer Liebe wurde während der 50. Filmfare Awards für insgesamt 15 Preise nominiert, gewann aber schließlich nur vier:

Star Screen Awards:

IIFA Awards:

Erklärung

  • 786 im Film als heilige Nummer Allah's bezeichnet hat nachstehenden Hintergrund:

Der erste Vers des Koran's lautet: "Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen." Arabisch wird das ~Bism Allah Al-Rahman Al-Raheem~ ausgesprochen. In den islamischen Ländern ist es als "Basmalah" bekannt.

Die "Basmalah" wird als "Fundament/Grundlage" für die auf der Zahl 19 basierende mathematische Zusammenstellung des Koran's bezeichnet. Sie ist der eröffnende Ausdruck im Koran und mit genau 19 arabischen Buchstaben aufgebaut. Jeder einzelne Buchstabe entspricht einem numerischen Wert. Werden diese Werte zusammengezählt, so ergeben sie in der Summe 786.

Nähere und ausführlichere Informationen findet man in "Die Wunder des Quran" von Harun Yahya