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Benutzer:Petermichaelgenner/Spielwiese

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„Der Mufti befeuchtet beÿ Eröfnung des Feldzuges die Kanonen mit Rosenwasser.“

Anlass des Zweiten Russisch-Österreichischen Türkenkriegs (1787–1792) war die Annexion der Krim durch Katharina II. (1783). Nachdem die Kaiserin den Ausbruch der Feindseligkeiten provoziert hatte, gelang es ihr, den Hauptteil der Kriegslasten ihrem Verbündeten Kaiser Joseph II. aufzubürden. Dessen allzu defensive Kriegführung führte zu schweren Verlusten. Später operierten die Armeen der verbündeten Kaiserhöfe erfolgreicher. Doch erwies sich Katharinas Kriegsziel, das Osmanische Reich zu zerschlagen, als Illusion. Österreich wurde durch die drohende Haltung Preußens zum Ausscheiden aus dem Krieg und zur Rückgabe der teuer erkauften Eroberungen gezwungen..

Vorgeschichte

Nach dem Russisch-Türkischen Krieg (1768–1774) war ein formell unabhängiges Khanat der Krimtataren entstanden. Sultan Abdülhamid I. (1774–1789) verfügte darin nur noch über religiöse Rechte in seiner Eigenschaft als Kalif.

Russlandreise Josephs II. (1780)

Tempel der Freundschaft in Pawlowsk, zu dem Joseph II. 1780 den Grundstein legte.

Kurz bevor Joseph II. die Staaten des Hauses Österreich erbte, reiste er 1780 nach Russland. In seinen Gesprächen mit Katharina II. ließ diese durchblicken, dass sie das Byzantinische Reich erneuern und ihren einjährigen Enkel Konstantin als Kaiser in Konstantinopel einsetzen wolle. Dem Gast versuchte sie zu suggerieren, er könne sich an Rom und dem Kirchenstaat schadlos halten.[1]

Bündnis mit Katharina II. (1781)

Obwohl Joseph die Pläne der Kaiserin für Luftschlösser hielt und ihren Absichten misstraute, schloss er 1781 ein geheimes Defensivbündnis mit Katharina. Dies in der vergeblichen Hoffnung, mit ihrer Unterstützung Bayern erwerben zu können.[2]

Kriegsziele der Verbündeten (1782)

1782 nahm Katharina angebliche Vertragsverletzungen der Türken zum Vorwand, dem Kaiser einen gemeinsamen Angriff auf das Osmanische Reich vorzuschlagen, wobei sie ihm einen Teil der Eroberungen versprach. Das „Griechische Projekt“ präsentierte sie nun in schriftlicher Form. Hinzugekommen war die Schaffung eines unabhängigen „Dakiens“.[3] Katharina behielt für sich, dass sie diesen Satellitenstaat zum erblichen Eigentum ihres früheren Liebhabers Grigori Alexandrowitsch Potjomkin bestimmt hatte.[4]

Joseph wollte keinen Krieg im Osten, der Preußen erlaubt hätte, ihm in den Rücken zu fallen. Um Katharina nicht zu brüskieren, ging er aber auf den Teilungsplan ein. Er schlug vor, Frankreich als den wichtigsten Verbündeten der Türkei mit Ägypten abzufinden. Auch meldete er Gebietsansprüche an: Chotyn (Ukraine), die Walachei westlich des Olt, einen Landstreifen beidseits der Donau von Nikopol (Bulgarien) an flussaufwärts, mit Widin (Bulgarien), Orsowa (Rumänien) und Belgrad, sowie das Gebiet westlich einer Linie von Belgrad zur Adria, einschließlich des Drin-Golfs (Albanien). Die Peloponnes, Kreta, Zypern und andere Inseln hätte er gerne mit Venedig gegen dessen Terraferma, Istrien und Dalmatien getauscht.[5]

Annexion der Krim (1783)

Johann Baptist Lampi: Posthumes Bildnis Potjomkins (1791).

Der Kaiser mobilisierte über 100 000 Kroaten und 100 000 Mann seiner regulären Truppen, von denen er weitere 180 000 Mann in Böhmen, Mähren, Österreich und Galizien zurückbehielt.[6] Von April bis August inspizierte er persönlich die 1500 km lange Grenze zwischen seinen Staaten und der Türkei. Sein Säbelrasseln ermöglichte es Potjomkin, die Krim zu annektieren. Als Vorwand dienten Familienstreitigkeiten der Khane. Der von Russland unterstützte Khan trat die Halbinsel an Katharina ab.

Gründung von Sewastopol (1784)

Unter internationalem Druck musste Abdülhamid I. im Januar 1784 die Annexion der Krim anerkennen. Unmittelbar darauf begann Potjomkin dort mit dem Bau des Hafens Sewastopol für die russische Schwarzmeerflotte.[7]

Krimreise Katharinas II. (1787)

18. Mai 1787: Joseph II. und Katharina II. in Kodak (Hieronymus Löschenkohl).

Im Mai/Juni 1787 provozierte Katharina den Sultan erneut, indem sie sich mit großem Prunk persönlich auf die Krim begab. In Kodak am Dnipro/Dnepr stieß Joseph II. zu der Reisegesellschaft. Erneut drängte die Kaiserin zu einem gemeinsamen Türkenkrieg. Der Zeitpunkt schien günstig, da von Preußen nach dem Tod Friedrichs II. keine Störung erwartet wurde. [8]

Kriegsverlauf

Kriegserklärung der Türkei (1787)

Sultan Abdülhamid I.

Das Osmanische Reich hatte von Preußen und Großbritannien moralische, von Frankreich auch militärische Unterstützung erhalten.[9] Eine Kriegspartei drängte gegen den anfänglichen Widerstand des Sultans zu einem Präventivschlag. Mitte August 1787 wurde Russland der Krieg erklärt. General Alexander Wassiljewitsch Suworow vermochte die türkische Armee aufzuhalten. Die russische Schwarzmeerflotte jedoch wurde durch einen Sturm außer Gefecht gesetzt.

Das Bündnis mit Katharina verpflichtete Joseph zum Beistand. Dabei hätte er sich um die Österreichischen Niederlande kümmern sollen, wo Geistlichkeit und Stände gegen seine Reformen Sturm liefen. Der Kaiser beschloss, einen Kordon von der Adria bis zum Dnister zu bilden und diesen mit sechs Armeekorps zu decken[10], wodurch er dem Gegner die Initiative überließ.[11] Einzig ein Präventivschlag gegen Belgrad war geplant, doch scheiterte dieser am schlechten Wetter.

Caransebeș und Otschakiw (1788)

Nachdem Joseph II. die Kriegserklärung bis im Februar 1788 hinausgezögert hatte, inspizierte er zuerst den westlichen Teil des Kordons. Im April eroberte das slawonische Korps Šabac. Joseph übernahm persönlich das Kommando der Hauptarmee. Sein Hauptquartier schob er von Petrovaradin/Peterwardein nach Zemun/Semlin vor. Damit lag es Belgrad gegenüber, dessen Belagerung sich als aber als zeitaufwendiger erwies als erwartet.

Die Russen besetzten im Juni die Moldau und besiegten im Mündungstrichter (Liman) des Dnipro/Dnepr die türkische Flotte. Doch veränderte sich im selben Monat die militärische Lage, indem Gustav III. von Schweden auf Drängen Großbritanniens und Preußens Russland den Krieg erklärte. Die Schweden bedrohten Kronstadt, mussten sich aber wegen Unruhen im eigenen Land vorerst zurückziehen.

Türkische Hauptarmee im Anmarsch bei Sofia (Bulgarien), Mai 1788.

Für den Kaiser wurde der Feldzug zur Katastrophe, obwohl er über 280 000 Mann gebot. Einerseits erkrankte er an Tuberkulose.[12] Andererseits bekam er es mit der türkischen Hauptarmee zu tun. Im August stieß diese über einen Karpatenpass[13] ins Banat vor. Statt ihr in die Flanke zu fallen, wie ihm sein militärischer Mentor Lacy riet, begnügte sich Joseph damit, dem Banater Korps zu Hilfe zu eilen, das sich hinter den erwähnten Pass zurückgezogen hatte. Nun drang eine andere feindliche Abteilung der Donau entlang ins Banat ein. Eine dritte drohte Joseph von Siebenbürgen her in den Rücken zu fallen. Deshalb befahl er den nächtlichen Rückzug von Caransebeș/Karansebesch. In dessen Verlauf lösten ein Streit um Branntwein und ein falscher Alarm Schießereien unter den Truppen und die Flucht des Trosses aus. Die Armee flutete in Unordnung bis nach Lugoj zurück. Der kranke Herrscher wurde von seinen Offizieren, ja sogar von seinem Reitknecht getrennt und musste sich eine Zeit lang mutterseelenallein durchschlagen.[14]

Erst im Dezember kehrte er nach Wien zurück. Zwar waren die Türken inzwischen Richtung Serbien abgezogen. Das Bukowiner Korps unter Sachsen-Coburg hatte, von den Russen unterstützt, Chotyn erobert, das kroatische unter Loudon Dubica und Novi. Doch der Feldzug hatte fast ebensoviel Geld gekostet wie der ganze Siebenjährige Krieg. Zusätzlich zu den Getöteten waren 80 000 Mann an Krankheiten gestorben oder in türkische Sklaverei geraten.[15]

Eroberung von Otschakiw durch Potemkin, 17. Dezember 1788.

Potjomkin gelang es nach langer Belagerung am 17. Dezember, Otschakiw/Otschakow an der Mündung des Dnipro/Dnepr einzunehmen.

Belgrad und Bukarest (1789)

Sieg Sachsen-Coburgs bei Focșani, 31. Juli 1789.
Einnahme Belgrads durch Loudon, 8. Oktober 1789. Avers: Joseph II.

Fortan verließ Joseph, der noch etwas mehr als ein Jahr zu leben hatte, Wien nicht mehr. Es war das Jahr der Französischen Revolution. Nicht nur in den Österreichischen Niederlanden, wo im Oktober die Brabanter Revolution ausbrach, sondern auch andernorts machte dem Sterbenden Opposition gegen seine Reformen zu schaffen.

Der Türkenkrieg allerdings verlief nun erfolgreicher. In der Moldau siegten der k. k. General der Kavallerie Friedrich Josias von Sachsen-Coburg und Suworow am 31. Juli bei Focșani und am 22. September bei Mărtinești am Fluss Râmnic/Rimnik. Belgrad ergab sich am 8. Oktober dem k. k. Feldmarschall Ernst Gideon von Laudon. Am 10. November besetzte Sachsen-Coburg Bukarest.

Friede von Värälä (1790)

Um Österreich zum Ausscheiden aus dem Krieg zu zwingen, schloss Friedrich Wilhelm II. von Preußen am 31. Januar 1790 ein Offensivbündnis mit dem Sultan. Nachdem Joseph II. am 19. Februar gestorben war, verbündete sich sein Nachfolger Leopold II. am 27. Juli mit Friedrich Wilhelm (Reichenbacher Konvention). Im Juni besiegten die Schweden die russische Flotte. Damit war Sankt Petersburg erneut bedroht. Dass Dänemark Schweden den Krieg erklärte, rettete Russlands Hauptstadt. Am 14. August schlossen Gustav III. und Katharina II. den Frieden von Värälä (Finnland), der zu keinen territorialen Veränderungen führte.

Am 8./9. September siegte die russische Schwarzmeerflotte in der Seeschlacht von Tendra. Suworow gelang am 22. Dezember die Eroberung von Ismajil/Ismail (Ukraine).

Friede von Swischtow (1791)

Nach Abschaffung der Monarchie in Frankreich schloss Leopold II. am 4. August mit der Türkei den Separatfrieden von Swischtow/Sistowa (Bulgarien). Er gab Belgrad und alle eroberten Gebiete preis und behielt nur Orșova am Nordufer der Donau. Wie schon im Ersten Russisch-Österreichischen Türkenkrieg (1736–1739) wurde der Kriegsaustritt Wiens in Sankt Petersburg als Verrat empfunden. Als Folge davon spielt die russische Geschichtsschreibung Österreichs Anteil an den militärischen Erfolgen systematisch herunter.

Die Russen setzten ihre Offensive vorerst fort. Der inzwischen an die Regierung gelangte Sultan Selim III. zeigte darauf Friedensbereitschaft. Katharina II. tat gegen den Widerstand Potjomkins ein Gleiches. Nachdem der Favorit im Oktober gestorben war, stand einem Ende der Feindseligkeiten nichts mehr im Wege.

Friede von Jassy (1792)

Im Frieden von Iași/Jassy (Moldau) vom 9. Januar 1792 erhielt das Osmanische Reich „Dakien“ zurück, anerkannte aber den Verlust der Krim und des Nordufers des Schwarzen Meeres bis zum Dnister. Die kaukasische Grenze Russlands blieb der Fluss Kuban.

Auswirkungen auf das Osmanische Reich

Der Abzug von Truppen und Kriegsschiffen nach Europa führte 1791 zum Sturz des mit den Türken verbündeten Mamluken-Emirs Ismail Bey in Ägypten. Seine Nachfolger Murad Bey und Ibrahim Bey errichteten ein von Istanbul unabhängiges Regime.

Durch die Einrichtung ständiger Botschaften in London und Wien (1794), Paris (1795) und Berlin (1796) wurde das Osmanische Reich enger mit dem europäischen Staatensystem verbunden.

Da der Krieg die Rückständigkeit der Militärverfassung gezeigt hatte, führte Selim III. eine Armeereform durch. Neue Einheiten wurden nach europäischem Vorbild ausgerüstet und ausgebildet. Zur Finanzierung dieser sogenannten Neuen Ordnung mussten die Steuern erhöht werden. Außerdem fühlten sich traditionelle Einheiten wie die Janitscharen zurückgesetzt. Beides führte 1807/08 zu einer Staatskrise.[16]

Literatur

Chronologisch aufsteigend geordnet. Die Aufnahme eines Titels impliziert keine Wertung.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Derek Beales: Joseph II, Band 1, Cambridge 1987, S. 431–438.
  2. Derek Beales: Joseph II, Band 2, Cambridge 2009, S. 104–132.
  3. Bestehend aus dem Süden Bessarabiens, aus der Walachei und der Moldau bis zum Olt.
  4. Alfred Ritter von Arneth (Hrsg.): Joseph II. und Katharina von Russland. Ihr Briefwechsel. Wien 1869, S. 143–157 (Zarskoje Selo, 10. September 1782). In ähnlicher Weise hatte Katharina 1764 ihrem ehemaligen Bettgenossen Stanisław Antoni Poniatowski den polnischen Königsthron verschafft.
  5. Alfred Ritter von Arneth (Hrsg.): Joseph II. und Katharina von Russland. Ihr Briefwechsel. Wien 1869, S. 169–175 (Wien, 13. November 1782).
  6. Alfred Ritter von Arneth, Jules Flammermont (Hrsg.): Correspondance secrète du Comte de Mercy-Argenteau avec l’Empereur Joseph II et le Prince de Kaunitz. 1. Band, Paris 1889, S. 153 f. (Wien, 12. Januar 1783).
  7. Derek Beales: Joseph II, Band 2, Cambridge 2009, S. 376–388.
  8. Derek Beales: Joseph II, Band 2, Cambridge 2009, S. 507–512.
  9. Frankreichs Außenminister Vergennes war vorher Botschafter in Konstantinopel gewesen.
  10. Die Korps standen in Kroatien, in Slawonien, in Syrmien (Hauptarmee), im Banat, in Siebenbürgen und in der Bukowina.
  11. Er stellte Kaunitz in diesem Zusammenhang die Frage, mit welchem Recht ein Souverän um unbedeutender Eroberungen willen seine Untertanen im Stich lassen könne, die ihn für ihren Schutz bezahlten. Adolf Beer (Hrsg.): Joseph II., Leopold II. und Kaunitz, ihr Briefwechsel, Wien 1873, S. 305–310 (Ticvaniu Mic/Klein-Dickwann, 26. August 1788), Zitat: S. 307.
  12. Derek Beales: Joseph II, Band 2, Cambridge 2009, S. 587.
  13. Die Poarta Orientală/Porta Orientalis.
  14. Alfred Ritter von Arneth (Hrsg.): Joseph II. und Leopold von Toscana, Ihr Briefwechsel von 1781 bis 1790, 2. Band, Wien 1872, S. 198–200 (Lugoj, 26. September 1788), hier: S. 200; Oskar Criste: Kriege unter Kaiser Josef II. (…) Wien 1904, S. 301–306 (Gefährdung des Kaisers nicht erwähnt).
  15. Adolf Beer, Joseph Ritter von Fiedler (Hrsg.): Joseph II. und Graf Ludwig Cobenzl, Ihr Briefwechsel, 2. Band, Wien 1901, S. 307–309 (Wien, 28. November 1788), hier: S. 308. Zum ganzen Kapitel vgl. Oskar Criste: Kriege unter Kaiser Josef II. (…) Wien 1904, S. 159–176; Derek Beales: Joseph II, Band 2, Cambridge 2009, S. 568–577.
  16. Christoph K. Neumann: Das Osmanische Reich in seiner Existenzkrise (1768–1826). In: Klaus Kreiser, Christoph K. Neumann: Kleine Geschichte der Türkei. Bonn 2005, S. 283–313, hier: S. 285–295.


Franz von Ittner (* 11. Februar 1787 in Heitersheim[1]; † 29. August 1821[2] in Freiburg im Breisgau) war Chemiker.

Leben

Seine Eltern waren Joseph Albert von Ittner (1754–1825), Kanzler des Großpriors der deutschen Malteser, und Maria Theresia von Frank (* 1760), Tochter des Kanzlers der Fürsten von Hohenzollern. Ittner war das jüngste von vier Kindern. Den ersten Unterricht erhielt er von Hauslehrern, vom Vater und von französischen Emigranten.

Studium

Als Ittner sechzehn wurde (1803), nahm er das Hochschulstudium auf. Zuerst verbrachte er zwei Semester in Landshut, wo er bei Mediziner Andreas Röschlaub (1768–1835) wohnte und von Botaniker Franz von Paula Schrank (1747-1835) und Pharmazeut Georg Augustin Bertele (1767–1818) gefördert wurde. In Würzburg blieb er drei Semester und wohnte bei Chemiker Franz Lothar August Sorg (1773–1827). In Göttingen blieb er zwei Jahre und hörte Physiker Johann Tobias Mayer (1752–1830) und die Mediziner Johann Friedrich Blumenbach (1752–1840), Karl Gustav Himly (1772–1837), Friedrich Benjamin Osiander (1759–1822) und Konrad Johann Martin Langenbeck (1776–1851). 1807 wurde er in Freiburg im Breisgau mit einer Dissertation über Blausäure zum Dr. med. promoviert.

Aufenthalt in Paris

Bei einem einjährigen Aufenthalt in Paris lernte Ittner … kennen. Nach seiner Rückkehr arbeitete er im Laboratorium des Pharmazeuten Maximilian Keller in Freiburg im Breisgau. Johann Rudolf Meyer aus Aarau beauftragte ihn damit, als Nachfolger des verstorbenen Ludwig von Schmidt, genannt Phiseldeck (* 1781) die Redaktion der Meyerschen Naturlehre[3] zu leiten, die dann aber aus finanziellen Gründen nicht fertiggestellt werden konnte.[4]

Professor in Freiburg im Breisgau

1808 erhielt Ittner die Approbation als Arzt. Die Universität Freiburg im Breisgau ernannte ihn 1813 zum außerordentlichen, 1818 zum ordentlichen Professor der Medizin und der Naturwissenschaften. Ein Jahr vor seinem Tod erhielt er als Nachfolger von Franz Ignaz Menzinger (1745–1830) den Lehrstuhl für Chemie und Mineralogie. Ittner war Mitglied wissenschaftlicher Gesellschaften in Sankt Petersburg, Bonn und Zürich. Er starb mit bloß 34 Jahren.

Werke

Literatur

  • J(ohann) M(atthias) Alexander Ecker: Biographische Skizze zum Andenken des ordentlichen öffentlichen Professors Dr. Franz von Ittner, vorgetragen am 6. März 1823 in der öffentlichen Sitzung der Gesellschaft für Beförderung der Naturwissenschaften zu Freiburg im Breisgau. Freiburg im Breisgau 1825.
  • Albert Ladenburg: Ittner, Franz von. In: Allgemeine Deutsche Biographie, 14. Band, Leipzig 1881, S. 646 f.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Residenz des Großpriors der deutschen Malteser.
  2. Ladenburg gibt als Todesjahr irrtümlich 1823 an.
  3. Systematische Darstellung aller Erfahrungen in der Naturlehre, entworfen von Johann Rudolph Meyer dem Jüngern, bearbeitet von mehreren Gelehrten. 4 Bände (mehr nicht erschienen), Aarau 1806–1808.
  4. Ecker, S. 10.