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Doppeldominante

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Die Doppeldominante als Spezialfall einer Zwischendominante ist die Dominante der Dominante eines Musikstückes.

Beispiele:

  • Tonika: C-Dur; Dominante: G-Dur; Doppeldominante: D-Dur
  • Tonika: d-Moll; Dominante: A-Dur; Doppeldominante: E-Dur

Da eine Dominante im herkömmlichen Sinne meistens ein Durdreiklang ist, verwendet die Doppeldominante einen nicht leitereigenen Ton: D-Dur erfordert ein fis, das in C-Dur nicht enthalten ist. In Moll wird es noch deutlicher, hier muss schon die Dominante, die als Dreiklang auf der fünften Stufe ein Molldreiklang wäre, verändert werden durch die Einführung eines leiterfremden Tones. In unserem Beispiel: A-Dur benötigt cis, E-Dur benötigt gis. Beide sind nicht in d-Moll enthalten.

Sehr gerne werden (z.B. bei Ragtimes oder im Jazz) die Akkorde auch mit charakteristischen Dissonanzen verwendet. So wird für die Dominante gerne die Septime und für die Doppeldominante die Septime und die None verwendet. Damit ist eine typische Schlußpassage in C-Dur z.B.:
D7 9 - G 7 - C