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Enzkreis

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Basisdaten
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk:Karlsruhe
Verwaltungssitz:Pforzheim
Fläche:573,92 km²
Einwohner:194.216 (30.6.2002)
Bevölkerungsdichte:338 Einw./km²
KFZ-Kennzeichen:PF
Website:http://www.enzkreis.de/
Karte

Der Enzkreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Nordschwarzwald im Regierungsbezirk Karlsruhe. Sein Gebiet umschließt wie ein unten geöffneter Ring die kreisfreie Stadt Pforzheim, welche mitten im Kreisgebiet liegt. Der Enzkreis grenzt im Westen und Norden an den Landkreis Karlsruhe, im Osten an den Landkreis Ludwigsburg, im Südosten an den Landkreis Böblingen und im Süden an den Landkreis Calw.

Geographie

Der Enzkreis hat Anteil am Kraichgau und am Nordschwarzwald. Durch das Kreisgebiet fließt von Süden kommend die Enz, welche dem Kreis seinen Namen gab. Im Nordosten verlässt sie das Kreisgebiet in Richtung Besigheim (Landkreis Ludwigsburg), wo sie in den Neckar mündet.

Wirtschaft

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn A 8 Karlsruhe-Stuttgart, mehrere Bundesstraßen sowie Landes- und Kreisstraßen. Ein wichtiger Bahnknotenpunkt ist Mühlacker. Das Kreisgebiet ist auch erschlossen durch das Stadtbahnnetz Karlsruhe, von wo eine Linie bis Pforzheim und eine weitere über Mühlacker bis Bietigheim-Bissingen führt.

Geschichte

Der Enzkreis entstand durch die Kreisreform in Baden-Württemberg zum 1. Januar 1973. Damals wurde der Altkreis Pforzheim mit Gemeinden der umliegenden Kreise zum Enzkreis vereinigt. Im einzelnen wurden 20 Orte des Altkreises Vaihingen, 4 Orte des Altkreises Leonberg und 14 Orte vom Landkreis Calw eingegliedert. Der Altkreis Pforzheim wurde bis auf 3 Orte voll im Enzkreis integriert allerdings wurden bis 1975 noch 3 Orte in die kreisfreie Stadt Pforzheim eingegliedert. Die Altkreise Vaihingen und Leonberg gehen zurück auf die ehemals württembergischen Oberämter, welche 1938 die seinerzeit aufgelösten Oberämter Maulbronn und Neuenbürg aufnahmen. Der Altkreis Pforzheim war 1939 aus dem Bezirksamt Pforzheim hervorgegangen und gleichzeitig entstand der Stadtkreis Pforzheim. Seither gehört Pforzheim nicht mehr zum Kreisgebiet, blieb jedoch Sitz der Kreisverwaltung bis 1972 und wurde auch nach der Kreisreform Sitz des neuen Enzkreises. Dieser umfasst nach Abschluss der Gemeindereform noch 28 Gemeinden, darunter 5 Städte und hiervon wiederum 1 "Große Kreisstadt" (Mühlacker). Größte Stadt ist Mühlacker, kleinste Gemeinde ist Wimsheim.

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Pforzheim 1945-1972:


Die Landräte des Enzkreises seit 1973 (noch nicht komplett):

  • ? - 1995 Dr. Heinz Reichert
  • 1995 - heute: Werner Burckhart

Wappen

(hier Bild des Wappens einfügen)

Städte und Gemeinden

Städte (Einwohnerzahl am 30.6.2002)

  1. Heimsheim (5.177 Einwohner)
  2. Knittlingen (7.444)
  3. Maulbronn (6.689)
  4. Mühlacker (26.277)
  5. Neuenbürg (Württ.) (7.703)

Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Gemeindeverwaltungsverband "Heckengäu" mit Sitz in Mönsheim; Mitgliedsgemeinden: Friolzheim, Mönsheim, Wiernsheim, Wimsheim, Wurmberg und die Stadt Heimsheim
  2. Gemeindeverwaltungsverband "Kämpfelbachtal" mit Sitz in Königsbach-Stein; Mitgliedsgemeinden: Gemeinden Eisingen, Kämpfelbach und Königsbach-Stein
  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Maulbronn mit der Gemeinde Sternenfels
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Mühlacker mit der Gemeinde Ötisheim
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Neuenbürg mit der Gemeinde Engelsbrand
  6. Gemeindeverwaltungsverband "Neulingen" mit Sitz in Neulingen; Mitgliedsgemeinden: Gemeinden Kieselbronn, Neulingen und Ölbronn-Dürrn

Gemeinden

  1. Birkenfeld (Württemberg) (10.350 Einwohner)
  2. Eisingen (4.499)
  3. Engelsbrand (4.311)
  4. Friolzheim (3.551)
  5. Illingen (7.291)
  6. Ispringen (6.049)
  7. Kämpfelbach (6.137)
  8. Keltern (8.994)
  9. Kieselbronn (2.772)
  10. Königsbach-Stein (9.806)
  11. Mönsheim (2.796)
  12. Neuhausen (Enzkreis) (5.434)
  13. Neulingen (6.427)
  14. Niefern-Öschelbronn (12.080)
  15. Ölbronn-Dürrn (3.480)
  16. Ötisheim (4.784)
  17. Remchingen (11.531)
  18. Sternenfels (2.797)
  19. Straubenhardt (10.502)
  20. Tiefenbronn (5.516)
  21. Wiernsheim (6.389)
  22. Wimsheim (2.669)
  23. Wurmberg (2.831)

Sonstiges