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Ferdinand Klitzing

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Ferdinand Klitzing im Jahr 1842 als junger Bürgermeister von Plau.

Ferdinand Klitzing (* 30. Dezember 1807 in Rostock; † 29. April 1883 in Plau am See; vollständiger Name: Carl Ferdinand Klitzing) war ein in Plau tätiger deutscher Jurist.

Ferdinand Klitzing wurde am 30. Dezember 1807 als Sohn des Rostocker Kaufmanns Heinrich Christian Klitzing (1772-1845) in Rostock geboren. Nach seinem Jurastudium an der Universität Rostock[1] (ab 1827) war er anfangs in Toitenwinkel als Auditor (1833) sowie als Beamter und Amtsverwalter (1841) tätig, ehe er am 21. Juli 1842 zum Stadtrichter und Bürgermeister der Stadt Plau ernannt wurde[2]. In seiner fast 41 jährigen Amtszeit in beiden Positionen hatte er maßgeblichen Anteil an der Gestaltung Plaus als Kurort. Es erfolgten beispielsweise die Errichtung der Stadtschule und des Stadtkrankenhauses, die Gestaltung des Klüschenberges[3] („Klitzing Höhe“) sowie die Einrichtung einer Bahnverbindung nach Güstrow[4]. Klitzing war ebenso ein Förderer des Vereinslebens und der Anfänge der Plauer Sommerfrische. Der Hofrath[5] Klitzing verstarb am 29. April 1883 in Plau. Heute trägt die Klitzingstraße in Plau seinen Namen.

Ferdinand Klitzing war seit 1841 mit der Rostocker Juristentochter Auguste Scharenberg (1808-1904) verheiratet, eine Cousine des Neustrelitzer Juristen Theodor Scharenberg (1820-1899). Eine ältere Schwester Annette Klitzing heiratete Ernst Alban (1791-1856), einen berühmter Pionier des Dampfmaschinenbaus und Ehrenbürger von Plau. Der Rostocker Stadtmaumeister Theodor Klitzing (1812-1883) war Ferdinands jüngerer Bruder.

Einzelnachweise

  1. Eintrag im Rostocker Matrikelportal
  2. Archiv für Landeskunde in den Großherzogthümern Mecklenburg. Band 20, 1870, S. 482. (Digitalisat)
  3. Amt Plau am See
  4. Amtsblatt Plau am See Nr. 1/2008
  5. Amtsblatt Plau am See Nr. 3/2002

Literatur

  • Heidemarie u. Fred Ruchhöft: Plau in alten Ansichten Band 1. Europaeische Bibliothek, 1997, ISBN 978-90-288-5473-4.