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Jugoslawiendeutsche

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Geschichte

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Situation heute

Im ehemaligen Jugoslawien gibt es heute etwa 8300 Menschen, die sich noch zum deutschen Volk bekennen. Viele von ihnen unterstützen den Erhalt der deutschen Kultur und manch einer spricht noch die Sprache der ehemaligen deutschen Bevölkerung, die vor dem Ende des zweiten Weltkriegs auf dem Gebiet des heutigen Jugoslawiens ansässig war.

Die zahlenstärkste deutsche Minderheit befindet sich in Serbien und Montenegro. Dort lebt ein Großteil der verbliebenen deutschstämmigen Bevölkerung im Norden, in dem Gebiet der Wojwodina. Noch etwa 3900 Personen bekennen sich dort zum Deutschtum, obwohl die in Serbien inoffiziell meist (von sich selber und von den Ungarn und Serben in der (Wojwodina]]) als Schwaben bezeichnet werden, und deswegen Donauschwaben oder Banater Schwaben heißen. In Kroatien bekennen sich etwa noch 2800 Menschen als Deutsche und die meisten davon sind auch Donauschwaben. Ihr Siedlungsgebiet befindet sich im Randgebiet von Esseg (kroat. Osijek). In Esseg befindet sich ein deutsches Zentrum.

Eine weitere deutsche Minderheit befindet sich in Slowenien, mit einer Zahl von etwa 1600 Deutschen. Sie haben ihre Wurzeln nicht im Schwabenland, sondern in Österreich. Ihr Zentrum befindet sich in Marburg (slow. Maribor) in dem sich auch eine Privatschule befindet, in der man als Schüler Unterricht in der deutschen Sprache bekommen kann.

In Bosnien-Herzegowina existiert wahrscheinlich auch noch eine verschwindend geringe Anzahl von Deutschstämmigen, die jedoch in keiner Volkszählung mehr vermerkt wurde.

Literatur

  • Werner Conze, Hartmut Boockmann, Norbert Conrads und Günter Schödl: Deutsche Geschichte im Osten Europas, 10 Bde, ISBN 3-88680-771-1