Außer als Werbung für die Firma "Lambion" eindeutig irrelevant ([1], [2]) -- Tvwatch 16:45, 18. Mai 2011 (CEST)
Heinrich Lambion (*18. Juli 1855 in Dortmund, † 15. Juli 1936 in Niederwalluf) war ein deutscher Erfinder und Unternehmer.
Als Sohn eines Walzmeisters, ergriff er den Beruf des Ingenieurs und Dampfkesselbauers. 1885 ging er nach Russland und wurde Teilhaber einer größeren russischen Dampfkesselfabrik (Altvater & Sohn), die Großraumwasserkessel für Kraftwerke baute. Als er 1905 nach Deutschland zurückkehrte gründete er ein Konstruktionsbüro in Kripp am Rhein. Dort vertrieb er Dampfkesselanlagen.
In 1906 erfand Heinrich Lambion die mechanisch beschickte Spänefeuerung. Mit seiner Erfindung ebnete er allen Biomasse-Kraftwerken mit Feuerungstechnologie den Weg. Schließlich gründete er 1917 mit seinem Sohn, Ingenieur Alfred Lambion (*1890 in Zeitz, † 1958 in Korbach) in Bad Arolsen die Maschinenfabrik A. Lambion. Neben dem Bau von Dampfkesseln widmete sich das Unternehmen dem Feuerungsbau. Insbesondere für die Bedürfnisse der Holzindustrie konstruierte man Spezialkessel für die Verbrennung von Holzabfällen sowie Niederdruck-Dampfkesseln.
In den 1930er Jahren entstand die Idee, mit der Erfindung „aus übrig gebliebenen biogenen Resten Energie zu erzeugen“. Die Energieerzeugung aus biogenen Reststoffen funktionierte und Lambion entwickelte sich zu einem der etabliertesten Hersteller von Feuerungs- und Beschickungssystemen.
Literatur
Seeling, Hans: Wallonische Industrie-Pioniere in Deutschland – Historische Reflektionen, Verlag Wahle & Cie, GmbH, Lüttich 1983, S. 91f. u. 141f.