Hoher Stein (Dresden)
Als Hoher Stein wird ein Felsen mit einem Aussichtsturm oberhalb des Plauenschen Grundes im Dresdner Stadtteil Plauen bezeichnet. Wegen seiner geologischen Besonderheiten steht der Hohe Stein als Naturdenkmal unter staatlichem Schutz.
Geschichte
Besiedelt war das Areal um den Hohen Stein schon in vorgeschichtlicher Zeit. Im Mittelalter bestand am Hohen Stein wahrscheinlich ein Kalvarienberg.
Im 19. Jahrhundert wurde am Hohen Stein ein Steinbruch betrieben, der 1862 von F. A. Frohberg käuflich erworben wurde. Frohberg ließ 1864 auch den noch heute bestehenden steinernen Aussichtsturm errichten. An Fuß des Felsens entstand gleichzeitig eine Gastwirtschaft. 1882 wurden die nahe des Hohen Steins gelegenen Felsriffe über dem Plauenschen Grund als Aussichtspunkte für Besucher zugänglich gemacht. Im Areal nördlich des Felsens entstand ab 1906 der Bienertpark.
Zu Zeiten der DDR verfielen der Aussichtsturm und die ihn umgebenden Parkanlagen zusehends. Erst nach der politischen Wende 1989 wurde der Turm wieder instandgesetzt.
Geologie
Man nimmt an, dass der aus Syenodiorit bestehende Hohe Stein vermutlich eine Brandungsklippe im prähistorischen Kreidemeer war. Davon zeugen Sedimente der Kreide in den Taschen und Mulden des Felsens, die sehr fossilreich sind.
Literatur
- Alfred Hahn, Ernst Neef: Werte unserer Heimat, Band 42, Dresden, Akademie-Verlag, Berlin, 1985