Champtoceaux

französische Gemeinde
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Champtoceaux ist eine französische Gemeinde im Département Maine-et-Loire in der Region Pays de la Loire; sie gehört zum Arrondissement Cholet und zum Kanton Champtoceaux. Sie liegt am Südufer der Loire westlich von Tours,

Champtoceaux
Champtoceaux (Frankreich)
Champtoceaux (Frankreich)
Champtoceaux ohne Koordinaten
Staat Frankreich Frankreich
Region Pays de la Loire
Département (Nr.) Maine-et-Loire (49)
Arrondissement Cholet
Kanton Champtoceaux
Gemeindeverband Communauté de communes du Canton de Champtoceaux
Koordinaten Koordinaten fehlen! Hilf mit.Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Höhe 2–86 m
Fläche 156,34 km²
Bürgermeister Jean-Yves Bourgeais
Einwohner 16.975 (1. Januar 2022)
Bevölkerungsdichte 109 Einw./km²
Postleitzahl 49270
INSEE-Code
La Loire und die Île Neuve von Champalud aus gesehen

etwa 50 Kilometer flussabwärts von Angers und etwa 30 Kilometer flussaufwärts von Nantes. Nachbargemeinden sind Oudon (am anderen Flussufer), La Varenne, Drain und Saint-Sauveur-de-Landemont.

Geschichte

Champtoceaux, früher Châteauceaux, war im Mittelalter eine der wichtigsten Festungen Frankreichs, vor allem des Anjou gegenüber der Bretagne. In karolingischer Zeit gehörte sie zur Bretonischen Mark. Ein Felssporn, der sich 70 Meter über dem Fluss erhebt, war der Untergrund der Festung.

Gregor von Tours nennt Champtoceaux (lateinisch "Castrum Sellense") eine der 25 wichtigsten Festungen der Gallier. Der dazu gehörende Hafen, "Portus selus", sicherte die Versorgung. Um 560 wurde ein Herzog Austrapius zum Bischof in Châteauceaux geweiht, das daraufhin kurzzeitig zum Sitz einer Unterdiözese des Bistums Poitiers wurde [1]. Im 8. Jahrhundert empfing Pippin der Kleine hier die Botschafter des Kalifen von Bagdad.

 
Le moulin pendu

Bis 942 gehörte Châteauceaux zum Poitou und wechselte dann in den Besitz von Alain II. Barbetorte, Herzog von Bretagne. Nach seinem Tod heiratete seine Witwe den Grafen von Anjou, wodurch Châteauceaux erneut den Besitzer wechselte. Im Jahr 988 befahl Graf Fulko Nerra von Anjou den Bau einer Festung, von der aus auch der Wegezoll erhoben wurde. Die Burg wurde im Lauf der Zeit mehrfach belagert:


Städtepartnerschaften

Bevölkerungsentwicklung

  • 1962 : 1100
  • 1968 : 1169
  • 1975 : 1252
  • 1982 : 1384
  • 1990 : 1524
  • 1999 : 1748

Ab 1962 nur Einwohner mit Erstwohnsitz

Persönlichkeiten

Notes

  1. Robert Favreau: Histoire du Poitou et des Pays charentais, Seite 126