OLPC XO-1

robuster und speziell auf Kinderbedürfnisse angepasster Laptop
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Der 100-Dollar-Laptop ist ein robuster mobiler Computer. Die niedrigen Produktionskosten sollen insbesondere Kindern in der Schulausbildung die Benutzung eines Computers ermöglichen.[1]

Der 100-Dollar-Laptop – Die „Hasenohren“ sind jeweils WLAN-Antenne und Schutzabdeckung für die USB-Anschlüsse in einem.
Der E-Book-Modus des 100-Dollar-Laptops.

Weitere Bezeichnungen für den 100-Dollar-Laptop sind auch XO, Children's Machine bzw. OLPC.[2]

Träger dieses Projekts ist die gemeinnützige Gesellschaft „One Laptop per Child“ unter Vorsitz des MIT-Professors Nicholas Negroponte.[3] Sie wurde nach Abschluss eines Forschungsprojekts am MIT Media Lab gegründet. Leitgedanke des Projektes ist es, durch Zugang zu einem Computer den umfassenden und vielfältigen Zugang zu modernem Wissen zu ermöglichen. „Das Projekt ist kein Laptop-Projekt, es ist ein Ausbildungs-Projekt“.[4]

Der Laptop soll die Grundlage für so genanntes E-Learning sein, wobei dies in einem weiteren Sinn von den Verantwortlichen verstanden werden soll. Zum einen kann der Laptop als ein Hilfsmedium für den regulären Unterricht verwendet werden (siehe digitale Schulbank), jedoch kann er auch zum Lesen eines Buches (als E-Book) oder als modernes Kommunikationsmittel (netzbasiertes Videogespräch, Telefongespräch, Chat) verwendet werden. Schließlich soll die Verwendung von freier Software, welche die Einsicht in den Quellcode und dessen beliebige Veränderung erlaubt, jedem die Möglichkeit geben, Wissen über die zugrundeliegende Informationstechnologie zu erlangen.

Das Projekt wird durch Wissenschaftler und Praktiker aus dem Bereich „Schulausbildung“ und "digitales Lernen" begleitet. Bekannteste Berater sind der Kognitionswissenschaftler Alan Kay bzw. MIT-Professor und Erziehungswissenschaftler Seymour Papert. Im Rahmen seiner Forschung entwickelte Seymour Papert ein Konzept zur effektiveren Integration von Computertechnologie in den Unterricht. Die Schüler sollten demnach weniger durch Lehre (sog. Instruktionismus[5]) lernen, sondern der Lehrer sollte als Partner die Kinder lehren, selbständig zu lernen (Konstruktivistische Didaktik). Durch dieses aktive, situierte Lernen soll eine neue Qualität des Wissenerwerbs erreicht werden.[6]

Die Zielgruppe des Geräts sind Schüler aus Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern. Die durch eine hohe Stückzahl erreichte Verringerung der Produktionskosten (sog. Skaleneffekt), wird unmittelbar an die Abnehmer weitergereicht. Zwar werden Entwicklungs- und Schwellenländer beim Start der Großproduktion besonders berücksichtigt, Industrieländer sind aber auch nicht ausgeschlossen.[7]

Es ist Ziel dieses Projekts, den Prozess der digitalen Spaltung (sog. „digital divide“) der Industrieländer gegenüber den Entwicklungs- und Schwellenländer langfristig zu verringern und wird daher von den Vereinten Nationen unterstützt. Bereits im September 2000 wurde in den Millennium-Zielen der Vereinten Nationen als zweites Ziel die Bereitstellung einer primären Schulausbildung für alle bis zum Jahr 2015 durch die Weltgemeinschaft beschlossen.[8]

Bestätigt und konkretisiert wurde dieses zweite Millennium-Ziel in der Abschlusserklärung von 174 Staaten, auf dem zweiten Weltgipfel zur Informationsgesellschaft im November 2005, in Tunis, Tunesien. "Wir bestätigen, dass es unser Wunsch und unsere Verpflichtung ist, eine am Menschen orientierte, nicht ausschließende und entwicklungs-orientierte Informationsgesellschaft zu schaffen, [...], so dass Menschen an jedem Ort zu Informationen und Wissen Zugang haben, es benutzen, gebrauchen, schaffen und teilen können, damit jeder seine Möglichkeiten ausschöpft; und um die international vereinbarten Entwicklungsziele, d.h. auch die Millennium-Ziele, zu erreichen.[9] Seitens der 174 WSIS-Teilnehmer wird vom Zugang zu modernen Kommunikationstechniken erwartet, dass sich die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungschancen verbesseren und sich damit auf lange Sicht positive Impulse für die Entwicklungshilfe ergeben.[10]

Konfiguration

 
Funktionsübersicht des $100-Laptops

Den Angaben des offiziellen OLPC-Wikis folgend[11], verwendet der Laptop den Prozessor AMD Geode LX-700@0,8W mit 433 MHz Taktfrequenz, mit zusätzlichem L1- und L2-Cache mit einer Größe von insgesamt 256 KB[12]. Der Geode-Prozessor basiert auf der x86-Architektur. Die Zahl 700 gibt an, dass die Rechenleistung zumindest der eines Intel Pentium III (Celeron) mit einer Taktfrequenz von 700 MHZ entspricht. Die Größe des Hauptspeichers beträgt 256 MB. Anstatt einer vibrationsempfindlichen Festplatte wird ein stoßfester Flashspeicher mit 1024 MB eingebaut. Zur Ausstattung gehören ferner WLAN, drei USB-Anschlüsse sowie ein Anschluss für SD-Karten.

Das Display ist 7,5 Zoll groß. Die Bildschirmauflösung beträgt maximal 1200 x 900 Pixel. Der Bildschirm reflektiert das Umgebungslicht und ist damit auch im Sonnenlicht benutzbar. Die Pixeldichte beträgt 200 dpi (vgl. Laserdrucker: 300 dpi). Weiterhin verfügt der Laptop über eine eingebaute Videokamera mit einer Auflösung von 640x480 Pixel, ein eingebautes Mikrofon, zwei Lautsprecher sowie Ein- und Ausgang für Audiosignale.

Über den Signaleingang ist der Laptop auch in der Lage, Messwerte von analogen Sensoren aufzuzeichnen und automatisch in einem Programm zu verarbeiten. Denkbar wären etwa die Messwerte von einem Thermometer, pH-Messgeräte, Oszilloskop oder einem Mikroskop [13]. Der Schüler-Laptop hat ein Touchpad mit einer Gesamtlänge von ca. 15 cm, wobei das Touchpad die Eingabe mit einem Eingabestift verarbeiten kann. Somit ist auch das Schreiben von digitalen Briefen möglich. Die Tastatur und das Touchpad können mittels zweier Leuchtdioden beleuchtet werden. Damit ist die Computernutzung auch nachts bzw. bei schlechten Lichtverhältnissen möglich.

Der Laptop hat einen eingebauten Router für ein lokales Funknetzwerk nach dem 802.11s-Standard. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 2.000 KBit/s. Die Funkreichweite pro Laptop beträgt unter optimalen Bedingungen ca. 2 Kilometer.[14] Zudem kann der XO-Laptop mit anderen Laptops bei der Datenweiterleitung kooperieren. Datenpakete können über weitere 20 Laptops zum Empfänger weitergeleitet werden. Dadurch ergibt sich eine theoretische Reichweite des Funknetzes von 30 bis 40 Kilometer. Jeder Laptop kann den Zugang ins globale Internet für das gesamte Funknetz bereitstellen, bei Bedarf auch über die eingebauten USB-Anschlüsse in Verbindung mit einer Ethernet-Netwerkkarte.

Der XO-Laptop wurde für den täglichen Einsatz in der Schule konzipiert und ist daher besonders robust konstruiert. Das mobile Computersystem soll zumindest für eine Dauer von fünf Jahren ohne Funktionsausfälle einsetzbar sein (vgl. Standard-Laptop: 2 Jahre). Bei intensiver Nutzung des XO-Laptops beträgt die Laufzeit der Akkus 8-9 Stunden [15], bei durchschnittlicher Benutzung soll der Laptop bis zu 12 Stunden laufen.[16] Soweit ausschließlich der Laptop verwendet wird, um das Funknetzwerk zu stabilisieren, soll der Akku mehr als 40 Stunden das System mit Energie versorgen.[17]

Ebenso wurde der Schüler-Laptop auf eine hohe Energieeffizienz ausgerichtet. Solange der Laptop aktiv benutzt wird, verbraucht er lediglich ca. 2,5 Watt. Wenn am Laptop keine Eingaben erfolgen, arbeitet er weiterhin als Netzwerk-Router und verbraucht dabei nur noch ca. 0,3 Watt (vgl. Standard-Laptops: ca. 20-40 Watt; Desktop-Computer: mindestens 70 Watt). Daher sind zur externen Energieversorgung auch schwache Stromquellen wie etwa Solarzellen, Windgenerator bzw. handbetriebener Dynamo (sog. "human power") ausreichend.

Der Schülerlaptop ist 24,2 cm × 22,8 cm × 3,0 cm groß. Seine Diagonallänge beträgt 11,8 Zoll; damit ist er in die Klasse der besonders mobilen Subnotebooks einzuordnen. Durch seinen umklappbaren Bildschirm kann er ähnlich wie ein Tablet PC verwendet werden. Sein Gewicht beträgt - inklusive Akku - ca. 1,4 Kilogramm. Das Design des Geräts stammt vom renommierten Schweizer Industriedesigner Yves Béhar.[18][19]

Projektverlauf

Erste Forschungsansätze

 
Kambodschanische Schulkinder nach Abschluss des Forschungsprojektes im Jahr 2001

Erste Überlegungen bezüglich eines Wissenstransfers in Entwicklungs- und Schwellenländer gingen bereits in den achtziger Jahren von MIT-Professor Seymour Papert aus. Im Rahmen eines Forschungsprojektes brachte er Computertechnologie in ein afrikanisches Dorf und beobachtete, inwieweit die dortigen Kinder, welche vorher noch keinen Kontakt mit dieser Technologie hatten, innerhalb kürzester Zeit lernten, den Computer anzuwenden und durch ihn neues Wissen anzueignen.

Im Rahmen dieser Überlegungen entwickelte sich später am MIT die Idee, einen preiswerten Laptop speziell für Entwicklungsländer zu konzipieren. Daraus entwickelte sich später das Projekt 100-Dollar-Laptop. Dieses Projekt wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes am MIT Media Lab, Fakultät der Universität MIT in Cambridge (Massachusetts), weiterentwickelt.

Weitere Forschung wurde dann im Jahre 2001 zusammen mit einer Dorfschule in Kambodscha betrieben. Es wurde jedem kambodschanischen Kind dieser Projektschule ein damals moderner Laptop für den Schulunterricht zur Verfügung gestellt, um festzustellen, welche besonderen Anforderungen an ein solches Gerät im Rahmen des Schulunterrichts und insbesondere in einem infrastrukturell schwachen Gebiet gestellt werden. Aus diesem Projekt konnte dann geschlossen werden, welches besondere Design ein solcher Schülerlaptop haben sollte.

Spin-off des Projektes „One Laptop per Child“

Als sich abzeichnete, dass das Projekt den Rahmen eines reinen Forschungsprojektes sprengen würde, wurde zu dessen Umsetzung in die Praxis die gemeinnützige Gesellschaft One Laptop per Child (kurz: OLPC) gegründet und von der Universität organisatorisch ausgegliedert (sog. Spin-off).

 
Pressekonferenz auf der zweiten WSIS in Tunis (Tunesien), 16.11.2005: Vorstellung des Projekts $100-Laptop durch Mary Lou Jepsen, Alan Kay und Nicholas Negroponte.

Als gemeinnützige Gesellschaft ist OLPC nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Vorstandsmitglieder sind unter anderem Nicholas Negroponte (Vorsitzender), Antonio Battro (Chief Education Officer) und Walter Bender (Software and Content). Gemäß dem Kurznamen OLPC ist es das erwünschte Ziel, jedem Kind für Ausbildung und Unterricht einen Laptop zur Verfügung stellen zu können.[20]

Somit steht der Begriff 100-Dollar für den anvisierten Produktionspreis bei großen Stückzahlen und wird voraussichtlich Ende 2008 bzw. Anfang 2009 erreicht.

Das Projekt erhält seit seinem Start im Jahr 2005 Unterstützung von verschiedenen Partnern aus der Industrie wie etwa AMD, Google, Marvell, Nortel, SES-Astra, News Corp und Red Hat.

Projektstart

Im Januar 2005 wurde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) das Konzept zur Entwicklung eines Hundred-Dollar-Laptop-Project (HDLP) durch Nicholas Negroponte bekannt gegeben. Damals konnte als erster Partner AMD gewonnen werden. Noch im selben Monat folgten News Corp. und Google.[21] Zu diesem Zeitpunkt wurden jedoch noch weitere Partner für dieses Projekt gesucht.

Am 16. November 2005 stellte Nicholas Negroponte gemeinsam mit UN-Generalsekretär Kofi Annan auf dem zweiten Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) in Tunis (Tunesien) erstmals öffentlich funktionsfähige Prototypen des 100-Dollar-Laptops vor.[22] Im Rahmen einer Pressekonferenz äußerte sich Kofi Annan wie folgt: „Er [der Laptop] ist eine beeindruckende technische Leistung, in der Lage, fast alles zu tun, was größere, teurere Computer auch können. Er beinhaltet das Versprechen, große Fortschritte für wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu bewirken. Aber vielleicht am wichtigsten ist die Bedeutung der Wörter „One Laptop per Child“. Es geht hier nicht lediglich darum, einen Laptop jedem Kind zu geben, obwohl auch darin ein gewisser Charme liegt. Die Magie liegt vielmehr darin, dass jedes Kind, jeder Wissenschaftler, jeder Student oder einfach jeder Bürger wieder beteiligt ist. Diese Initiative beabsichtigt Licht in die Dunkelheit zu bringen.“[23]

In einer Pressemitteilung vom Dezember 2005 gab "One Laptop per Child" bekannt, dass als Laptop-Hersteller die Firma Quanta mit Sitz in Taiwan gewonnen werden konnte.

Auf dem Weltwirtschaftsforum im Januar 2006 wurde schließlich die Zusammenarbeit von "One Laptop per Child" mit dem UN Development Program bekanntgegeben.[24]

Entwicklung und Produktion

Entwicklung

 
Lieferung von ca. 875 $100-Laptops an das MIT im November 2006 für den ersten Beta-Test.

Im April 2006 begann der "Alpha-Test" mit der Hauptplatine für die Großproduktion und seinen integrierten Komponenten. Im Juni 2006 wurde dann die konzipierte Hauptplatine (ca. 500 Stück) an alle beteiligten Entwickler für weitere Tests übergeben.

Im Sommer 2006 wurde dann die Beta-Testphase gestartet. Dieser begann mit Beta-Test 1 im November 2006. Es wurden 875 Laptops mit allen relevanten Komponenten an die Entwickler sowie für praktische Tests in der Schulklasse (für weitere Belastungs-Tests) versendet. Nach Abschluss des Beta-Tests-1 wurden die verwendeten Laptops zusätzlichen mechanischen Belastungstest unterzogen, um weitere Erkenntnisse über die Stabilität und maximale Belastbarkeit von Konstruktion und Design zu erhalten. Mitte Februar 2007 begann dann der Beta-Test 2 zur weiteren Optimierung des Systems. Etwa 2.500 Beta 2-Laptops wurden wieder an Entwickler und zum testweisen Praxiseinsatz in der Schulklasse versandt.

Im Mai 2007 wurde ein Beta-Test 3 produziert (Stückzahl: ca. 100 Stück).[25] Ende Juni 2007 wird ein Beta-Test 4 folgen (Stückzahl: ca. 2.000 Stück).[26] Anschließend wird es noch eine kleine Auflage an "pre-production test systems" geben, den sogenannten CTest-1. Auch dieser wird nur in einer Auflage von ca. 200 Stück verfügbar sein.

Praxiseinsatz der XO-Laptops

 
OLPC-Projektschule in Galadima, Nigeria.

Parallel zur Weiterentwicklung der Prototypen zur Serienreife wurden in verschiedenen Ländern Prototypen der ersten, zweiten und dritten Laptop-Generation in der Schulklasse eingesetzt. Aus den Rückmeldungen konnte dann weitere Wünsche bei der Entwicklung berücksichtigt und die Konstruktion der Schüler-Laptops für die Großproduktion verfeinert werden. Parallel dazu konnte auch in den Abnehmerländern vor Ort festgestellt werden, in welchen Umfang der Einsatz des Laptops das Interesse der Schüler am Unterricht und damit auch im Ergebnis das Lernniveau erhöhte.

Nach einem Zwischenbericht aus einer Projektschule in Nigeria gingen dabei die Schüler über das bisherige Leistungsniveau hinaus. Nach Aussage eines nigerianischen Lehrers konnte auch in den Projekt-Schulen das Konzept des Projekts One Laptop per Child bestätigt werden: „[Meine] Schüler gehen sogar über das hinaus, was ich ihnen in der Klasse lehren kann. Der Einsatz [der Laptops] ist sehr interessant. Ich persönlich habe nun auch eine bessere Vorstellung wie ich lehre... Wir haben folgendes herausgefunden: Indem wir unseren Schülern mehr Zeit geben sich etwas selbst anzueignen und sie dies auf ihre Weise machen können, sind sie zufriedener und sehr motiviert ihn [den Laptop] einzusetzen.“

Produktion

Der Start der Großproduktion erfolgt im Oktober 2007 mit voraussichtlich einer Stückzahl von drei Millionen.[27] Voraussetzung für den Produktionsstart ist jedoch neben der Bestellung auch die Bezahlung der Laptops durch die Teilnehmerländer. Bereits jetzt liegen Zusagen von Argentinien (500.000 Schülerlaptops), Brasilien (voraussichtlich eine Million), Libyen (1,2 Millionen) und Nigeria (ebenfalls eine Million Schülerlaptops) vor. [28]

Der 100-Dollar-Laptop wird durch den beauftragten Hersteller Quanta Computer Inc. mit Sitz in Taiwan hergestellt.[29] Quanta Inc. ist Auftragshersteller, u.a. auch für Apple-Computer, und fertigt ca. 1/3 [30] aller weltweit verkauften Computer. Geplant ist eine Gesamtproduktion von weltweit insgesamt etwa 100 bis 200 Millionen Stück, verteilt über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

Die erste Auslieferung wird voraussichtlich an Argentinien, Brasilien, Libyen und Nigeria erfolgen.

Vertrieb

 
Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva mit einem $100-Laptop.

Einen Laptop mit diesen sehr anspruchsvollen Leistungsmerkmalen zu diesem Preis zu entwickeln war von Anfang an für die Entwickler vom MIT Media Lab eine große Herausforderung.

Möglich ist der Preis von 100 Dollar nur durch die Produktion in großen Stückzahlen und den Verzicht auf teure Vertriebskosten. Insbesondere die Staaten selbst bzw. nichtstaatliche Organisationen sollen diese Laptops in großer Stückzahl abnehmen. Die Verteilung an die Schüler erfolgt dann über das Schulsystem bzw. durch die nichtstaatlichen Organisationen selbst. [31]

Es gibt die Idee, einige Zeit nach Start der Großproduktion den Laptop eventuell auch frei verkäuflich zum Privaterwerb, also nicht zum Einsatz in der Schule, anzubieten. In diesem Fall würden die Laptops aber dann zusätzliche Hardware bekommen, wie etwa eine eingebaute Netzwerk-Karte oder mehr RAM. [32] Zudem würde ein höherer, evtl. der dreifache Preis verlangt werden. Die anfallenden Überschusse aus diesem kommerziellen Verkauf sollen dann zur Unterstützung der Entwicklungsländer verwendet werden. Es ist noch offen, inwieweit eine Umsetzung dieser Idee erfolgen wird. [33]

Im Mai 2007 teilte das Projekt OLPC mit, dass der Laptop beim Start der Großproduktion zu einem Preis von ca. 175 US-Dollar angeboten wird. Es wird jedoch weiterhin an dem Ziel festgehalten, den Preis kontinuierlich zu senken. Allerdings ist davon auszugehen, dass der Preis in US-Dollar bis Ende 2008 allein aufgrund abnehmender Hardwarepreise (Stichwort: Moore's Law) sinken wird. Dieser natürliche Rückgang der Hardwarepreise wird an die Abnehmer weitergereicht. Nicholas Negroponte teilte Ende April 2007 mit, dass eine jährliche Kostensenkung um 25% möglich sei.[34] Ob Ende 2008 der Preis bei größeren Stückzahlen bei ca. 100 Dollar bzw. im Jahr 2010 nur noch 50 Dollar betragen wird,[35] konnte seitens OLPC nicht zugesichert werden.

Phase der Nachbetreuung

Für eine nachhaltige Entwicklung und einen Zugang für gesamte Bevölkerung eines Landes ist es jedoch erforderlich auch eine nachhaltige Betreuung bereitzustellen. Daher will das Projekt One Laptop per Child, neben der erfolgreichen Übergabe der XO-Laptops an die Abnehmerländern, auch die Anbindung an das Internet über spezielle Server, den 100-Dollar-Servern, ermöglichen.

Diese 100-Dollar-Server sollen dabei in verschiedenen Konfigurationen bereitgestellt werden. Es werden derzeit drei Varianten seitens des Projekts geplant. Einen erweiterten XO-Laptop, der als Server für eine Kleingruppe dient, einen sogenannten XS-Server und schließlich das Servermodell XSX. Jedes Modell ist auf die Bereitstellung des Internetzugangs für eine bestimmte Gruppengröße ausgelegt und soll den anspruchsvollen klimatischen Anforderungen insbesondere von Entwicklungs- und Schwellenländern angepasst sein.

Für eine nachhaltige Entwicklung ist es notwendig, dynamische Lernprozesse in den jeweiligen Teilnehmerländern und vor Ort zu fördern. Durch die Benutzung des Laptops und der bewusst offen gestalteten Architektur und Software der Computer sollen die Benutzer motiviert werden, sich Wissen über die Informationstechnologie anzueignen. Beste Voraussetzungen sind dann bei Verwendung von Freier Software gegeben, welche jedem Computerbesitzer die Nutzung und das Recht zur Anpassung des Computersystems erlaubt.

Gezielt sollen dabei lokale Initiativen von Bürgern, den Kommunen und Initiativen des Staates gefördert werden. Eine Unterstützung vor Ort erfolgt dabei langfristig durch die Stiftung One Laptop per Child. Diese ortsansässigen Initiativen sollen dabei helfen, digitale Bildung nachhaltig zu gestalten und zu vertiefen. Daneben ist es Ziel der Stiftung, nach Projektstart für besonders benachteiligte Kinder in Entwicklungsländern einen Zuschuss für XO-Laptops zu ermöglichen, wobei der Zuschuss von externen Spenden abhängig sein wird. Insbesondere Flüchtlingskinder, Kindern in besonders schwer erreichbaren Regionen der Erde, und Kinder, die nicht durch das Abnehmerland berücksichtigt wurden, sollen auf diese Weise durch die Stiftung unterstützt werden.

Deutsche Beteiligung am Projekt „One Laptop per Child“

Der Laptop ist nicht nur für Kinder aus Entwicklungsländern konzipiert, sondern für das Lernen eines jeden Kindes – explizit auch in den Industrienationen. Bislang gibt es jedoch noch keine deutsche Beteiligung an dem Projekt. Selbst eine deutschsprachige Version für die im Projekt verwendete Software gibt es nicht. Dabei wäre eine Beteiligung der Industriestaaten an dem Projekt sehr willkommen.

Bezeichnend ist, dass der Deutsche IT-Verband mittlerweile irgendeine Beteiligung an einem beliebigen Laptop-Projekt fordert. Demnach soll jeder Schüler der fünften Klasse ein Laptop besitzen, ohne dass mit dieser Forderung irgendein pädagogisches Gesamtkonzept verbunden wäre. [36] Zudem wird seitens der Gesellschaft "One Laptop per Child" ein Einsatz der $100-Laptops in den Industriestaaten angeboten. Gemäß OLPC wäre eine Kooperation von Industriestaaten mit den Entwicklungsländern dahingehend vorstellbar, dass beispielsweise ein Industrieland wie etwa Deutschland eine Art Patenschaft für ein Entwicklungsland seiner Wahl übernimmt. Wenn deutsche Schulen die Schülerlaptops mit einem gewissen finanziellen Aufschlag bestellen würden, könnten im Gegenzug die Schülerlaptops des betreffenden Entwicklungslandes entsprechend günstiger sein. Auch eine Unterstützung in Form von privaten Spenden ist möglich.[37]

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dazu auf dem Technologiegipfel im Dezember 2006 in Potsdam keine Stellung genommen, obwohl es bei diesem Gipfel um eine Thematisierung solcher Fragen ging. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass Fragen der Schulausbildung, und damit auch die Frage des eingesetzten Lehrmaterials, in die Kompetenz der Bundesländer fallen. Ob und inwieweit moderne Informationstechnologie im Schulunterricht angewendet wird, werden wohl die 16 Ministerpräsidenten der Länder jeweils für sich zu entscheiden haben. Derweil sind bereits die ersten Schülerlaptops u.a. für Brasilien und Libyen produziert und verteilt für abschließende Tests.

Hardware

Flexibilität

Der 100-Dollar-Laptop ist für die flexible Verwendung auch außerhalb des Klassenzimmers konzipiert.

Bildschirm für den Innen- und Außengebrauch

 
Das OLPC-Display adressiert jede einzelne Gitterposition als ein Pixel. Daher ist die Auflösung in der Schwarz-Weiss-Anzeige doppelt so hoch. In der Farbanzeige wird ein Durchschnittswert der Farbwerte angezeigt um Artefakte zu reduzieren.

Der Bildschirm hat eine Diagonale von 7,5 Zoll. Um den Bildschirm unter verschiedenen Lichtverhältnissen nutzen zu können, existiert zusätzlich zum normalen Farbbild-Modus auch ein Schwarz-Weiß-Modus. Im Farbbild-Modus beträgt die maximale Auflösung 800x600 Pixel, im Schwarz-Weiß-Modus 1200x900 Pixel.

Im Farbbild-Modus wird der Bildschirm, wie bei Flachbildschirmen üblich, hintergrundbeleuchtet. Allerdings wird normalerweise das Bild umso blasser, je heller das einfallende Umgebungslicht ist. Im Extremfall ist bei sehr starkem Lichteinfall die Erkennbarkeit der Anzeige auf dem Bildschirm nur noch minimal. Deshalb wird der Bildschirm im Schwarz-Weiß-Modus nicht hintergrundbeleuchtet, sondern reflektiert das Umgebungslicht. Durch diese Reflexion erhöht sich sowohl Auflösung als auch Kontrast der Anzeige. Der Bildschirm ist damit auch bei direktem Einfall von Sonnenlicht einsetzbar und die Anzeige sogar noch besser ablesbar.[38]

Als Innovation ist die Kombination der Anzeige durch Hintergrundbeleuchtung und Reflexion anzusehen. Soweit bei dem verwendeten Display bei eingeschaltetem Farbbild-Modus Sonnenlicht auf den Bildschirm fällt, werden zwar die Farben blasser, weil dann zunehmend - durch die Reflexion des Sonnenlichts - die Anzeige in den Reflexions-Modus übergeht. Allerdings erhöht sich durch die Reflexion auch der Kontrast der (nun Schwarz-Weiß-)Anzeige. Zudem steigert sich die Auflösung von 800x600 Pixel auf 1200x900 Pixel, was die Lesbarkeit des Bildschirms erhöht. Bei vollem Reflexions-Modus beträgt die Auflösung 200 dpi und ist damit höher als bei 95 % aller bisher verwendeten Computerbildschirme (vgl. Auflösung eines Laserdruckers: 300 dpi).

Computerbasierter Unterricht ist damit im Freien möglich. Zudem wird im Schwarz-Weiß-Modus der Energieverbrauch des gesamten Systems erheblich gesenkt.[39] Der Bildschirm verbraucht dann 0,2 Watt, während ein Standardbildschirm durchschnittlich 7,0 Watt verbraucht.[40]

Speicher

 
Laptopunterseite: Zugang zu SD-Karten-Slot und Laptop-Akku. Oben befinden sich zwei Ösen für einen Schultergurt bzw. in der Mitte ein Haltegriff.

Das Betriebssystem belegt ca. 140 Megabyte auf dem Flashspeicher, womit noch ca. 860 Megabyte Speicherplatz für Anwendungen und Daten verfügbar sind. Soweit der Bedarf an einer Erweiterung des Speicherplatzes besteht, können sowohl über den eingebauten SD-Karten-Slot als auch über die drei USB-Anschlüsse weitere Speichermedien angeschlossen werden. Bereits über den SD-Karten-Slot ist eine zusätzliche Speichererweiterung um zumindest acht Gigabyte möglich. [41]

Nachhaltigkeit

Regen- und hitzebeständig; robust

Laut den Entwicklern ist der Laptop im geschlossenen Zustand unempfindlich gegenüber Regen und Sand. Die Tastatur des Laptops ist durch eine Gummimembran abgedichtet und dadurch auch im offenen Zustand unempfindlich gegenüber Flüssigkeiten. Um Beschädigungen durch Stöße und Erschütterungen entgegen zu wirken, kommt statt einer Festplatte ein stoßunempfindlicher Flashspeicher (sog. Solid State Disk) zum Einsatz. Der Laptop ist durch die Verwendung eines breiteren Gehäuserahmens robuster als Standard-Laptops (2-mm-Gehäuse statt üblicherweise 1,3-mm-Gehäuse).[42]

Derzeit wird der XO-Laptop zum Nachweis seiner Unempfindlichkeit gegenüber Regen, Sand und große Hitze durch die Organisation Underwriters Laboratories zertifiziert.[43]

Umweltfreundlich

Bei einer möglichen Herstellung von geschätzten 100 bis 150 Millionen XO-Laptops ist es erforderlich Auswirkungen auf die Umwelt miteinzubeziehen. Derzeit werden weltweit jährlich 230 Millionen Computer ausgemustert. Jedes Jahr werden zum Beispiel 500 Container mit Computerschrott zur Entsorgung nach Nigeria transportiert.

Aus diesem Grund arbeitet die gemeinnützige Gesellschaft OLPC mit der Organisation EPEAT zusammen, um den XO-Laptop und den Vertrieb möglichst ökologisch zu organisieren. Zur Bewertung wird das "Electronic Program Environmental Assessment Tool" nach dem IEEE 1680-Standard [44] eingesetzt. Das Bewertungsverfahren bei OLPC ist noch nicht abgeschlossen, wird aber aller Voraussicht nach als erster Computer überhaupt das Zertifikat in Gold erhalten.[45] Teilweise geht das Projekt sogar über die Anforderungen der Gold-Auszeichnung hinaus, so dass bereits an einer nachträglichen Verschärfung der Bewertungskriterien seitens der Organisation nachgedacht wird. "[Die Gesellschaft] OLPC hat einen neuen Umwelt-Standard mit dem XO[-Laptop] geschaffen."[46]

Der XO-Laptop ist unter anderem aus folgenden Gründen besonders umweltfreundlich:

  • Die Lebenszeit des Schüler-Laptops ist 2,5-mal länger als bei Standard-Laptops, nämlich fünf Jahre statt zwei Jahre.
  • Er wiegt nur die Hälfte eines vergleichbaren Standard-Laptops.
  • Die verwendeten Akkus haben eine bis zu viermal längere Lebenszeit als Standard-Akkus.
  • Der Stromverbrauch beträgt nur 10% des Verbrauchs von Standard-Laptops. Weiterhin ist sein Energieverbrauch 14-mal geringer als es die Anforderungen von Energy Star vorschreiben.[13]
  • Der XO-Laptop erfüllt die Vorgaben der Umwelt-Richtlinie der EU RoHS. Zudem ist der XO-Laptop der erste Computer weltweit, der für den Bildschirm kein Quecksilber benötigt.
  • Ausarbeitung und Start eines Recycling-Programms für alle XO-Computer, und zwar in jedem Land der Welt, in dem sie verwendet werden.[45]

Mobilität

Netzwerktechnik

In jedem XO-Laptop ist auch ein Router integriert. Dies ermöglich den Aufbau eines Funknetzwerkes, ohne dass zusätzliche Hardware benötigt wird. Der Verbindungsaufbau im WLAN zwischen den XO-Laptop erfolgt dabei automatisch. Das WLAN verwendet als Übertragungsprotokolle 802.11b und 802.11g mit Erweiterung gemäß 802.11s.

Durch Verwendung von zwei integrierten WLAN-Antennen (die „Hasenohren“) ergibt sich eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 2.000 kBit/s. Soweit eine Verbindung zwischen den XO-Laptops über große Distanzen aufgebaut werden soll, können zwei integrierte WLAN-Antennen für bessere Signalqualität ausgeklappt werden.[47] Die maximale Reichweite bei einer direkten Verbindung zwischen Sender und Empfänger beträgt dann unter optimalen Bedingungen zwei Kilometer. Nach dem 802.11s-Protokoll kann ein XO-Laptop aber auch als Vermittlungsstelle für eine Fremdverbindung zwischen verschiedenen Computern fungieren. Ein Datenpaket kann dabei über 20 verschiedene Vermittlungsstellen weitergeleitet werden. Somit beträgt die tatsächliche Reichweite des Funknetzes für eine Verbindung zwischen zwei Computer 30-40 Kilometer.

Damit jeder Laptop als Vermittlungsstelle arbeiten kann, ist die Datenweiterleitung in den XO-Laptops selbst im ausgeschalteten Zustand aktiv. Somit steht ein ständig verfügbarer Router oder eine Bridge für das Funknetz zur Verfügung und stabilisiert damit für die anderen Teilnehmer das gesamte Netzwerk.[47] Diese Routerfunktion verbraucht dabei nur Energie in Höhe von 0,25 Watt.

Integrierter WLAN-Router

Die im Schülerlaptop eingesetzten und für den Netzbetrieb erforderlichen WLAN-Mikrochips werden von der Firma Marvell produziert und haben eine Übertragungsgeschwindigkeit von maximal 2.000 Kbit/s. Für das Routing und damit zur Steuerung des eingebauten Routers verwendet der Hersteller Marvell einen Mikrochip, der auf der ARM-Architektur basiert.

Die im Mikrochip verwendete Software (sog. Firmware) basiert noch auf nicht-quelloffener Software eines Drittherstellers. Der Quellcode für diese sogenannte Firmware kann daher nur nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung eingesehen werden. Dies entspricht nach Ansicht einiger Kritiker nicht dem an freier Software orientierten Gesamtkonzept.[48]

Nach Mitteilung von Jim Gettys, Projektteilnehmer bei „One Laptop per Child“, wird allerdings bereits an einem Firmware-Ersatz gearbeitet. Dieser soll dann unter die freie Lizenz „GNU GPL“ gestellt werden. Zusätzlich befindet sich das Projekt in juristischen Verhandlungen mit Rechtsanwälten von Marvell und dem Dritthersteller über eine offenere Lizenz bezüglich der bisherigen Firmware. Die Linux-Treiber selbst waren von Anfang an GPL-konform.[49]

Netzwerkprotokoll

Für das Mesh-Netzwerk müssen drei Protokolle verwendet werden.

Als WLAN-Protokoll wird der IEEE 802.11b/g-Standard verwendet. Das IEEE-802.11b/g-Protokoll beschreibt allerdings nur den Daten-Verkehr innerhalb eines Funknetzwerkes, welches nach dem Prinzip eines kabelgebundenen Ethernet-Netzwerkes arbeitet. Nach diesem Protokoll werden die Daten lediglich zwischen Sender und Empfänger direkt ausgetauscht.

 
Funknetzwerk gem. IEEE 802.11s: Jeder Laptop ist in der Lage Datenpakete weiterzuleiten und damit eine Informationskette zu bilden.

Weiterhin können Datenpakete von dem einen zum anderen Rechner weitergeleitet werden. Für diese so genannten „Hops“ muss zusätzlich das Protokoll IEEE 802.11s eingesetzt werden. Die Datenpakete werden dann so lange weitergeleitet, bis ein Laptop im Mesh-Netzwerk das Datenpaket dem eigentlichen Empfänger zugestellt hat. Somit können Laptops, welche sich eigentlich mit ihrem Funksignal außerhalb ihrer gegenseitigen Reichweite befinden, über Vermittlungsstellen miteinander kommunizieren bzw. in das Internet „einklinken“.

Reichweite des Netzwerks

Durch Einbau zweier Antennen (die „Hasenohren“) erhöht sich die Signalqualität und damit die Reichweite des Funksignals beträchtlich. Unterschiedliche Werte ergeben sich, je nachdem, ob Funkkontakt zwischen zwei XO-Laptops oder zwischen einem XO-Laptop und Standardhardware aufgebaut wird. Unter optimalen Bedingungen, d.h. bei Verbindungsaufbau zwischen zwei XO-Laptops mit ausgeklappten Antennen im flachem, dünn besiedeltem Gebiet, ergibt sich eine maximale Reichweite von ca. zwei Kilometer.[14]

Die XO-Laptops sind nach bisherigen Tests, aufgrund ihrer eingebauten Mesh-Netzwerkfunktion, in der Lage, Daten von einem Sender zu einem bestimmten Empfänger über bis zu 20 weitere Laptops weiterzuleiten.[50] Dadurch ergibt sich eine theoretische Reichweite des Mesh-Netzwerkes von 30 bis 40 Kilometer. Somit wird ebenfalls auf besonders effiziente Art und Weise ein Breitbandanschluss in das Internet aufgebaut. Soweit Daten über das Funknetz innerhalb eines Gebäudes weitergeleitet werden, können die XO-Laptops untereinander Kontakt zwischen den einzelnen Gebäudeetagen aufnehmen.

Netzwerkbildung

Lokales Netz

 
Räumliche Darstellung des Funknetzwerkes während des Schulunterrichts.
 
Darstellung des Funknetzes in der Benutzeroberfläche „Sugar“: Darstellung der Nutzer als XO-Figuren, angeordnet um aktive Anwendungen (in "Sugar" als "Aktivität" bezeichnet.


Über das mobile Mesh-Netzwerk (auch als mobiles Ad-hoc-Netz bezeichnet) vernetzen sich automatisch die in Reichweite befindlichen Laptops miteinander über WLAN, ohne dass manuelle Konfiguration erforderlich wäre. Damit entsteht ein lokales Netz.

Das Zuweisen einer IP-Adresse für das ineinandergreifende Netz erfolgt automatisch. Folglich ist kein Administrator oder eine zentrale Verwaltung der IP-Adressen erforderlich. Somit würde der automatische Netzwerkaufbau auch die automatische Einrichtung eines Schulnetzwerkes bzw. eines Netzwerkes für eine bestimmte Unterrichtsstunde ermöglichen, ohne vertiefte Computerkenntnisse über Soft- und Hardware.

Zudem ist der Laptop, neben dem unmittelbaren Datenaustausch, für netzwerkbasierte Videogespräche, Telefongespräche, und Netzwerk-Chat geeignet.

Globales Netz

 
Räumliche Darstellung des Funknetzwerkes: Bereitstellung des Internetzugangs für alle Teilnehmer im Funknetz.
 
Darstellung in "Sugar": Übersicht über alle Teilnehmer, durch Anklicken eines Personenicons wird Kontakt zum Gesprächspartner hergestellt.

Die XO-Nutzer können nicht nur lokal das Funknetz nutzen. Soweit ein zentraler Internetzugang in der Schule vorhanden ist, können sich die Schülerlaptops über WLAN in das globale Internet „einklinken“. Der XO-Laptop verwendet dabei bereits das neue Internetprotokoll IPv6.

Damit ist es jederzeit möglich, das Internet als Informationsquelle heranzuziehen. Wissensaneignung soll daher nicht nur auf reine Datenabfrage beschränkt sein, sondern beinhaltet auch die Nutzung des Internets als Kommunikationsmedium (z.B. Soziale Netzwerke, Chat, E-Mail).

Entstehen eines sozialen Netzes

Durch spontane Bildung von beliebigen Netzwerken ermöglicht das technische Netzwerk auch die Bildung und Vertiefung von sozialen Netzwerken. Kinder sind damit in der Lage, durch Verwendung und bei Bedarf spontane Neubildung des lokalen, aber mobilen Mesh-Netzwerkes, die Zusammenarbeit und soziale Interaktion untereinander auf neue Art und Weise kennenzulernen. Kinder sollen in der Lage sein, je nach dem zu lösenden Problem und selbst über eine gewisse Distanz, Arbeitsgemeinschaften durch spontane Neuvernetzung zu bilden.

Aufgrund seines geringen Gewichts und der erheblichen Reichweite des Funknetzwerkes können sich die Kinder auch außerhalb der Schule miteinander vernetzen. Somit kann soziale Interaktion mittels Netzwerken und damit die Bildung von Wissensnetzen auch außerhalb der Schule erfolgen. Als weiterer positiver Aspekt wird gemäß den Befürwortern von freien Funknetzen angeführt, dass durch „PicoPeering-Vereinbarungen“ und die gemeinsame Verantwortung eines Wohnviertels für die Funktionsfähigkeit des WLAN-Netzes die nachbarschaftliche Solidarität und Bürgerinitiative gefördert werden.

Energieversorgung

Als ein grundsätzliches Problem stellt sich die Energieversorgung in infrastrukturschwachen Gebieten dar. Obwohl der Computer bereits sehr wenig Energie (ca. 2,0 Watt) verbraucht, sind in der Praxis weitere Wege der Energieversorgung nötig:

  • bei vorhandenem Stromnetz direkt über einen Stromstecker. Die verwendete Lade-Elektronik kann dabei Spannungsspitzen und sonstige Schwankungen des in den Entwicklungsländern häufig instabilen Stromnetzes kompensieren.
  • Zudem ist jede beliebige Stromquelle ausreichend, die Strom mit einer Spannung zwischen 10 und 20 Volt herstellt. Spannungsspitzen bis 40 Volt werden durch die im XO-Laptop eingebaute Ladeelektronik kompensiert und können somit nicht dem System schaden. Somit kann auch sogenannter "schmutziger Strom" nutzbar gemacht werden. Als Stromquelle sind demnach Solarzellen, kleine Windgeneratoren und Autobatterien denkbar.
  •  
    Ladeelektronik mit Kammern für den Akkupack auf der Unterseite des XO-Laptops.
    Über einen eingebauten, aber auswechselbaren Akku. Der Akku selbst besteht aus einem Akkupack mit vier aufladbaren Akkus im Standardformat "AA" (Mignon).[47] Bei Bedarf kann der Laptop auch mit Standardakkus oder Batterien im Format "AA" betrieben werden. Daher braucht beim eventuellen Austausch der Akkus keine teure Spezialanfertigung verwendet zu werden, wie sonst bei anderen Laptops üblich.[51] Derzeit kommen zwei verschiedene Akkutypen in Betracht: Nickel-Metallhydrid- und Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4).
  • Über einen am Computer anschließbaren Dynamo. Dieser kann durch die Laptop-Nutzer, also die Kinder selbst, betrieben werden (sog. "human-power"). Dazu wurden verschiedene Strom-Generatoren entwickelt, welche in ihrer Bedienung speziell auf die körperliche Leistungsfähigkeit von Kindern angepasst sein sollen. Die Energieversorgung kann wahlweise mittels Zugseil, Handkurbel oder über Pedale erfolgen; somit kann der Schülerlaptop auch in abgeschiedenen Gebieten eingesetzt werden, wo es keine Stromversorgung über ein Stromnetz gibt. Einminütiges Aufladen soll die Computernutzung für eine Dauer von ca. 10-20 Minuten sichern.[54]

Software

Es muss für den effektiven Einsatz der Schülerlaptops gewährleistet werden, dass die spätere Softwarepflege möglich ist und die Weiterentwicklung der Software an die spezifischen Bedürfnisse in den Abnehmerländern erfolgen kann. Die unabhängige Veränderung und Weiterentwicklung der Software würde bei proprietärer Software jedoch ein Lizenz-Verstoß und eine Urheberrechts-Verletzung bedeuten. Anders bei Freier Software. Hier wird für jedermann der Quellcode veröffentlicht und die sog. Modifikationsfreiheit eingeräumt. Folglich wird, soweit möglich, Freie Software verwendet.

Das gesamte Softwarepaket für Linux (sog. "stabile Version") wird bereits zum Testen und Ausprobieren zum Download bereitgestellt. Der Download kann als Live-CD erfolgen (Download als "ISO-Image" hier) bzw. kann als Emulator als Anwendung auf der Festplatte installiert werden (Download als Emulator hier). Das Linux-Paket besteht aus Freier Software bzw. Open Source.

Es ist auch grundsätzlich möglich, auf dem XO-Laptop das Betriebssystem Windows XP laufen zu lassen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass Microsoft Windows proprietäre Software ist. Inwieweit tatsächlich auf dem XO-Laptop Windows XP zum Einsatz kommt bleibt seitens Microsoft offen.[55] Seitens des Projekts OLPC wurde mitgeteilt, dass es keine Zusammenarbeit von OLPC mit Microsoft gibt, um den XO-Laptop mit dem Betriebssystem Windows auszustatten. "Wir sind Teil [der Gemeinschaft] von Freier Software und Open Source. [...] MS [Microsoft] bekommt keine Sonderbehandlung." [56]

BIOS

Als BIOS wird Open Firmware eingesetzt, welches unter der freien MIT-Lizenz bzw. BSD-Lizenz verfügbar ist. Open Firmware ist in der Lage über verschiedene Datenspeicher zu booten:

  1. Über den eingebauten Flashspeicher
  2. Über eine SD-Karte
  3. Über die USB-Anschlüsse
  4. Über das Funknetzwerk (sog. "wireless boot")

Darüber hinaus wird versucht, die Größe des Codes zum Starten des Computers zu reduzieren. Da die Speicherkapazität des BIOS bei 1024 KB liegt, wäre es dann möglich, den BIOS-Code doppelt im Firmware-Speicher abzulegen. Es wäre dann zwei Versionen im Speicher hinterlegt, eine größere Hauptversion und eine kleinere Version als Notfallsystem. Wenn dann beim Update des BIOS ein Fehler passieren würde, könnte das BIOS dann automatisch auf seine eigene Kopie zurückgreifen, den PC starten und versuchen, erneut das Update erfolgreich durchzuführen. Somit könnte sich das BIOS selbst "heilen", wohingegen bei den meisten Standard-PCs ein BIOS-Fehler zur vollständigen Unbrauchbarkeit des gesamten Computersystems führt. Da die Entwicklung des BIOS-Codes durch OLPC noch nicht beendet ist, kann OLPC diese Möglichkeit der Selbstheilung noch nicht zusichern.

Betriebssysteme

Fedora-Linux

Als Betriebssystem wird die Distribution „Fedora“ des freien Open-Source-Systems Linux installiert und basiert auf dem aktuellen 2.6-Linux-Kernel [57]. Fedora-Linux wird von der Firma Red Hat, einem Entwickler des Linux-Betriebssystems, auf besonders intelligenten Ressourcen- und geringen Stromverbrauch optimiert und damit speziell für diesen Laptop weiterentwickelt.[58] Ziel der Softwareentwickler ist es, die Zeit für einen Kaltstart des Schülerlaptops auf unter eine Minute, vielleicht sogar auf ca. 30 Sekunden zu reduzieren.[59]

Der Systemstart aus dem Ruhezustand soll, nach Abschluss der System-Optimierung, nur noch 0,1 Sekunden betragen.[60]

Besonderheiten von Fedora-Linux

Sicherheitsplattform „Bitfrost“ [61]
 
"Sugar" in der Einstellung „Zuhause“: Jedes Personenicon (Mitte), und damit jeder Netzwerkteilnehmer ist farblich bestimmt. Jede Anwendung (Rand) ist durch Icon und Farbe unterschiedlich dargestellt.
 
Systematischen Einteilung in verschiedene Netzwerk-"Größen" und damit einfache Nutzung des Mesh-Netzwerkes.

Bitfrost ist die neuentwickelte Sicherheitsplattform von OLPC. Sie vereinigt verschiedene in der Wissenschaft entwickelte und erfolgreich getestete Sicherheitskonzepte. Bitfrost soll gemäß seiner Spezifikation in der Lage sein, Computerviren und Spyware weitestgehend ohne Virenscanner zu bekämpfen.

Die Sicherheitsplattform soll folgendes ermöglichen:

  • Sicherheit bereits beim ersten Start des Computers.
  • Sicherheit ohne Eingabe von Benutzer-Passwörtern.
  • Keine Datenverluste mittels automatischer Netzwerk-Sicherungen.
  • Garantierte Virenfreiheit der Anwendung vor ihrer Installation. Die Anwendung muss die Virenfreiheit durch eine digitale Signatur nachweisen.

Dem Sicherheitskonzept liegen folgende Prinzipien zugrunde:

  • Uneingeschränkter Zugang des Nutzers zu seinem Computer.
  • Offenes Design der Sicherheitsplattform.
  • Maximale Sicherheit ohne Mitwirkung und aufwändige Konfiguration durch den Nutzer.

Das Referenzmodell unterliegt gemäß der Free-Software-Tradition einer öffentlichen Diskussion.[62] Je nach Einwände der Beteiligten werden möglicherweise bessere Alternativen diskutiert und das Referenzmodell daran angepasst.[63]

Benutzeroberfläche „Sugar“

Das Software-Design wurde auf die Zielgruppe ausgerichtet, d.h. für Schüler ab der Primarstufe, welche ggf. noch keine Kenntnisse in Lesen und Schreiben haben. Unter anderem wurde eine grafische Benutzeroberfläche namens „Sugar“ [64] entwickelt, welche die einfache Bedienung aller Funktionen ermöglicht. Allein durch Anklicken von selbsterklärenden Symbolen wird die Computernutzung, auch ohne Vorkenntnisse über Informationstechnologie, ermöglicht. Dabei soll sich die Computernutzung vorrangig durch Zusammenarbeit der Mitschüler untereinander bzw. zwischen Schüler und seinem Lehrer äußern.

Die Design-Vorgaben liegen auf Bereitstellung von „Aktivität, nicht Anwendung“, Bereitstellung von „Werkzeugen des individuellen Selbstausdrucks“ und „Möglichkeit der jederzeitigen Gruppenarbeit“.[65] Demnach können „Aktivitäten“ nicht nur durch eine einzelne Person gestartet werden, sondern auch mit anderen im Mesh-Netzwerk geteilt werden. Dazu kann der Nutzer die Aktivität für alle oder einen bestimmten Personenkreis veröffentlichen oder bestimmte Personen fragen, ob sie teilnehmen wollen. Jeder Teilnehmer kann die „Aktivität“ aufnehmen oder beenden. "Sugar" vereinigt verschiedene Konzepte der Kognitionspsychologie um die Benutzer in ihrem Lernprozess zu unterstützen.[66]

Für den Ideen- und Dateienaustausch wurde ein „Schwarzes Brett“ integriert. Zunächst wird für jede laufende „Aktivität“ ein Schwarzes Brett automatisch eingerichtet. Die hinterlegten Dateien können dann unmittelbar in das gemeinsam erstellte Dokument übertragen werden. Für effektive Zusammenarbeit ist ein Chat-Programm integriert, um Hinweise oder sonstige Informationen mitzuteilen.[67]

Durch einen übersichtlichen und einfachen Aufbau aller „Aktivitäten“ soll der Schülerlaptop auch geeignet sein für junge und in Informationstechnologie unerfahrene Kinder.[68]

Windows XP

Gegen Ende April 2007 wurde bekanntgegeben, dass der Laptop in der Lage ist, eine Version von Windows XP auszuführen. Seitens Microsoft wurde diese Mitteilung dementiert. Als Gründe wurde angegeben, dass Windows nicht unter 2 GB Speicher laufen wird und dass noch 10 Windows-Treiber angepasst werden müssen.[69]

Es wird seitens der Journalisten vermutet, dass als Betriebssystemvariante die Starter Edition von Windows XP verwendet wird. Zusätzlich soll ein Softwarepaket als so genannte "Student Innovation Suite" beigefügt werden. Sie soll die Kern-Komponenten von Word und Outlook enthalten, allerdings sind für jedes Programm und für jede Anwendung die verfügbaren Software-Funktionen eingeschränkt.[70] Zudem ist die "Student Innovation Suite" nach bisheriger Planung von Microsoft nur in den Entwicklungs- und Schwellenländern für ca. drei US-Dollar erhältlich.

Es ist bislang von Microsoft noch nicht mitgeteilt worden, inwieweit Support für die OLPC-Laptops und deren benötigten Treiber geleistet wird. Da es sich bei Windows XP um proprietäre Software handelt, kann auch durch die Entwicklungsländer keine eigenständige Anpassung des Betriebssystems erfolgen.

Die Anpassung von Windows XP seitens Microsoft wird nicht so weit gehen, um die Sicherheitsplattform Bitfrost und die Nutzeroberfläche Sugar, sowie diverse Anwendungen des Softwarepakets (siehe unten) unter Windows XP verfügbar zu machen. Demgegenüber enthält die Alternative unter Linux keine Einschränkungen in der Funktionalität.

Anwendungen

Wie auch bei einem Standard-PC können jederzeit Anwendungen installiert bzw. deinstalliert werden. Damit der Schülerlaptop ohne aufwendige Einrichtung jedes einzelnen Computers verwendbar ist, wird der 100-Dollar-Laptop unter Linux mit bestimmten vorinstallierten Programmen in den Abnehmerländern verteilt.

Installierte Anwendungen unter Linux

 
Bedienoberfläche des Musiksynthesizers TamTam (noch in der Beta-Phase): Verschiedene Tonspuren können gleichzeitig bearbeitet werden und über das Mesh-Netzwerk, etwa an Mitschüler, weitergegeben werden.

Zur Grundausstattung gehören unter anderem ein Webbrowser, der zur Darstellung die gleiche Software wie Firefox (die sog. Gecko-Engine) verwendet. Ebenso wird auf dem Laptop die Textverarbeitung AbiWord [71], eine Anwendung zum E-Mail-Versand und ein Chat-Programm mit Videokonferenz-Funktion installiert.[72] Der Laptop unterstützt verschiedene Formate zur Anzeige von Dokumenten, Bildern, zum Abspielen von Audio- und Videodateien (u.a. PDF-Dateien, Word-Dateien, ODF-Dateien, JPEG-Dateien, PNG-Dateien, MP3-Dateien, Ogg-Dateien, Video-Flash).

Die Textverarbeitung Abiword ermöglicht das parallele Bearbeiten eines Dokuments [13] mit bis zu fünf Personen über das Funknetz und globale Internet. Die Eingabe der ersten Person ist dabei sofort auf dem Bildschirm der anderen beteiligten Mitarbeiter sichtbar.[73]

Ebenso gehören zur Grundausstattung Neuentwicklungen, etwa für den Musikbereich. Zu erwähnen sind das digitale Musikinstrument „TamTam“ und das Spiel „Musik-Memory“.[74]

„TamTam“ ist ein Musiksynthesizer, der von Musikern und Software-Entwicklern der Universität Montréal entwickelt wird.[75]. Er kann die Töne von Musikinstrumenten, aber auch von sonstigen Tönen aus der Natur verarbeiten. Es ist für die Zusammenarbeit über das Mesh-Netzwerk konzipiert. Folglich kann ein von einem Schüler begonnenes Musikprojekt jederzeit über das Mesh-Netzwerk, zusammen mit anderen Mitschülern, weiterentwickelt werden. Die entstandene Musikdatei kann ggf. über das Mesh-Netzwerk an andere weitergegeben werden.

Das Spiel „Musik-Memory“ ist das Spiel „Memory“, allerdings nicht mit Bildern, sondern mit Tönen bzw. Liedern.

Zur Förderung der Kreativität wird ein Malprogramm für Kinder beigefügt. Auf einem digitalen Blatt Papier können die Kinder verschiedene Dinge zeichnen. Das Malen kann dabei alleine oder zusammen mit anderen Kindern erfolgen. Die Kinder sind dabei über das Funknetz miteinander verbunden, d.h. mehrere Kinder können gemeinsam ein digitales "Blatt Papier" bemalen.

Logisches Denken soll durch die Anwendung Squeak gefördert werden. Auf dem Schülerlaptop werden dazu einfache, in Squeak entwickelte Bausteine (die sog. EToys) installiert.[76] Diese Bausteine dienen als Ausgangsbasis zum Ausprobieren, Erforschen und zur selbständigen Veränderung und Anpassung der EToys.[77] Auch diese Bausteine können von den Kindern über das Netzwerk getauscht werden.

Daneben werden von verschiedenen Communities Spiele-Klassiker wie Tetris oder auch Sim City auf den XO übertragen.[78]

Anwendungen für das Internet

Zudem wurden von verschiedenen Diensteanbietern weitere Nutzungsmöglichkeiten eingeräumt: Laut einem Interview mit Nicholas Negroponte stellt Google digitale Landkarten zur Verfügung, Ebay ermöglicht die Benutzung von Paypal (System für Kleingeldzahlungen) und Skype (Videogespräch und Telefongespräch über Internet bzw. Internet-Chat). News Corp stellt die Videoplattform MySpace zur Verfügung.[79] Diese Inhalte stehen jedoch nicht unter einer freien Lizenz.

Lehrmaterial

Das größte Hindernis ist die noch die geringe Verfügbarkeit von geeignetem digitalem Inhalt zur Wissensvermittlung. Da der Schülerlaptop auch für E-Learning innerhalb und außerhalb des Schulunterrichts konzipiert wurde, bedarf es noch der Generierung großer Mengen digitalen Lehrmaterials für die Schule und die unabhängige Weiterbildung.[80]

Eine Bereitstellung von digitalem Unterrichtsmaterial in Verbindung mit dem Mesh-Netzwerk würde die schnelle Verteilung innerhalb einer Schulklasse bzw. sogar innerhalb einer Schule ermöglichen. Rechtliche Bedenken bezüglich Urheberrechtsverletzungen würde durch die Verwendung flexibler freier Lizenzen, wie etwa Creative Commons, ausgeschlossen sein.

Als digitales Unterrichtsmaterial kommen folgende Materialien in Betracht:

 
Grafik der OLPC-Tastatur (Ausschnitt in thailändischer Sprache): "Zeige Quellcode"-Taste für direkten Zugriff auf den Quellcode der beigefügten Software.
  1. vom Lehrer selbst erstelltes und unter eine freie Lizenz gestelltes Unterrichtsmaterial, z.B. Textdateien, Audiodateien, Bilder, Notationen.
  2. freie Fotos von bedeutenden Orten, Personen der Zeitgeschichte, wichtige Ereignisse
  3. freie Musik bzw. Tonaufnahmen von historischen Ereignissen, als digitale Audiodatei.
  4. freie Hörbücher, etwa als digitale Ogg-Vorbis-Datei (gebührenfreies Format) bzw. als MP3-Datei (gebührenpflichtiges Format).
  5. freie Videos, etwa als digitale Ogg-Theora-Datei (freies Format) bzw. als MPEG4-Datei (proprietäres Format).
  6. freie digitale Schulbücher
  7. der eigene Quellcode des Schülerlaptops. Da der 100-Dollar-Laptop freie Software enthält, hat auch jedermann das Recht, den Quellcode einzusehen. Daher wird auch eine sog. "zeige Quellcode"-Taste der Tastatur hinzugefügt. Somit kann jeder Schüler auf einen Tastendruck, soweit er daran Interesse hat, den Quellcode des gesamten Computersystems (d.h. von BIOS, Betriebssysstem und jeder freien Anwendung) ansehen, und damit einen Blick „hinter die Kulisse“ werfen.

Für das digitale Inhaltemanagement wird darüber nachgedacht, ein Wiki-System zu verwenden, dessen Software ebenfalls unter der freien GNU-Lizenz steht.[81] Dies hätte auch den Vorteil, dass jeder Teilnehmer an dem Projekt mit seinem Wissen, gemäß der Idee von Wikipedia, zum Erfolg beitragen kann. Auf diese Weise könnten freie Unterrichtsmaterialien ausgetauscht werden.

Da das gemeinnützige Projekt auf freier Software basiert und somit der Quellcode frei verfügbar ist, arbeiten auch Freiwillige weltweit an der Entwicklung der Software mit.[82] Es ist festzuhalten, dass ohne die Vorarbeit von freier Software das gemeinnützige Projekt in dieser Form nicht möglich wäre.

Kritik

Intel-Chef Craig Barrett sagte im Dezember 2005, dass der Laptop nicht alle Möglichkeiten eines vollwertigen Computers biete und daher ein Gadget (engl. etwa technische Spielerei) sei. Er zweifele am Erfolg des Projekts. Die Presse machte für seine Haltung unter anderem den Umstand verantwortlich, dass die CPU des Laptops von Intels Konkurrenten AMD hergestellt wird.[83] Negroponte wies die geäußerte Kritik zurück ("And in fact, it's not a crippled machine at all."[84]). Zudem wies er darauf hin, dass es sich "nicht um ein Laptop-Projekt, sondern um ein Bildungsprojekt handelt".[85]

Microsoft-Gründer Bill Gates bemängelte im März 2006 die Größe des Bildschirms, das Fehlen der Festplatte und die Handkurbel zur Stromgenerierung ("Himmel, nehmt einen vernünftigen Computer [...] ").[86] Stattdessen stellte er die gemeinsam mit Intel entwickelte 1.000-Dollar-Alternative Origami vor.[87] Dieser hat ebenfalls einen Sieben-Zoll-Bildschirm, aber keine Tastatur. Stattdessen erfolgt bei dem vorgestellten "Lifestyle-Gerät" die Eingabe mit den Fingern bzw. mit einem speziellen Induktiv-Stift über den sieben Zoll kleinen Touchscreen. [88] Die Presse mutmaßte, dass die Konzeption des 100-Dollar-Laptops als Linux-System Anlass seiner ablehnenden Haltung war.[89]

Tony Roberts von Computer Aid International, äußerte im Juni 2006 Zweifel am Konzept des $100-Laptops. "Sie [One Laptop per Child] wollen eine nicht standardisierte und ungetestete Plattform einführen, die nur an Regierungen verkauft wird." Weiterhin beanstandete er, dass der 100-Dollar-Laptop von anderen Projekten mit ähnlichen Zielen ablenke.[90] Computer Aid International ist ein in London ansässiges Projekt, welches gebrauchte, aber von Firmen gespendete Desktop-Computer repariert und an Entwicklungsländer weitergibt. Pro PC wird eine Kostenerstattung von 39 Pfund (ca. 60 Euro) zuzüglich Kosten für den Versand erhoben.[91] Auf diese Weise konnten seit 1998 bereits 80.000 Desktop-Computer in Entwicklungsländer verschifft werden.

Die indische Regierung lehnte nach anfänglicher Zustimmung im Juli 2006 die Teilnahme am Projekt ab. Staatssekretär Sudeep Banerjee zweifelte am pädagogischen Nutzen des Projekts. Wenn jedes Kind für den Schulgebrauch einen Laptop erhielte, dann würde dies der Entwicklung von Kreativität und analytischen Fähigkeiten abträglich sein.[92] Eine Investition des Geldes in traditionelle Schulmittel wie Schulgebäude und Lehrer wäre zudem sinnvoller.[93]

Siehe auch

Videostreams

Commons: One Laptop per Child – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Verschiedene Videos über den $100-Laptop auf "OLPC.TV"
  • In einem dreiminütigen Video der Märkischen Allgemeinen Zeitung zeigt Software-Entwickler Bert Freudenberg die Ausstattung des qietschgrünen Prototyps des 100-Dollar-Laptops: "MAZvideo" , Ulrich Crüwell, 13. Juni 2007
  • CBS News.com, Reportage von "60 minutes" , 20. Mai 2007
  • Vorstellung der XO-Betriebssystems und der Sicherheitplattform Bitfrost: "Google Tech Talks 2007, Ivan Krstic, 12. April 2007
  • Vorstellung des Projekts OLPC in "Technology Review", Dezember 2006
  • Bericht von eSchool News online, "$100 laptop... Billion-dollar idea", Oktober 2006

Artikel

Einzelnachweise

  1. OLPC-Wiki: „Kurzbeschreibung und Ziele des Projekts 100-Dollar-Laptop“
  2. OLPC-Wiki: „2B1: The Children's Machine“ - übersichtliche Funktionsbeschreibung des Computers
  3. OLPC-Wiki: Homepage des Projektes „One Laptop per Child“
  4. Zitiert: Nicholas Negroponte, Videostream auf TedTalks: „Präsentation des $100-Laptops durch Nicholas Negroponte“
  5. Seminar „Lernen mit Neuen Medien“, Univ. Köln, Prof. Pätzold - Seminararbeit „Lego, Logo und Neues Lernen“
  6. OLPC-Wiki: „Constructivism and Playful Learning“
  7. OLPC-Wiki: „Ask OLPC a Question about Distribution“
  8. Relevant ist hier das zweite Millenium-Ziel der Vereinten Nationen: "Grundschuldbildung für alle Kinder", vgl. Homepage von Milleniumcampaign.de "Die UN-Millennium Campaign – weltweite Mobilisierung, um die Entwicklungsziele zu erreichen"
  9. Vgl. die Abschlusserklärung der zweiten WSIS in Tunis, Tunesien.
  10. Auszug aus der zweiten WSIS-Abschlusserklärung von Tunis, November 2005, Abschnitt 13: "Wir anerkennen, dass die Revolution in der Informations- und Kommunikationstechnologie eine überaus positive Auswirkung als Instrument der nachhaltigen Entwicklung ist. Zusätzlich kann die Schaffung einer geeigneten Umgebung auf internationaler und nationaler Ebene die soziale und wirtschaftliche Teilung sowie die Spaltung in reiche und arme Länder, Regionen und Individuen. [...], verhindern.
  11. OLPC-Wiki, Abschnitt Hardware-Angaben, Stand März 2007
  12. Advanced Micro Devices: „AMD Geode™ LX Processor Family“
  13. a b c OLPC-Wiki: "Mitteilung vom 16.06.2007"
  14. a b ZDNet Australia, 29.05.2007: "OLPC wireless tech goes the distance"
  15. Börse online.de, 07.06.2007: "Kampf um den Dritte-Welt-PC"
  16. Ecommerctimes.com, 24.05.2007: "Bridging the Digital Education Gap in Uruguay"
  17. ITwire.com, 18.02.2007: "First million OLPC laptops ordered, 2500 test units readied"
  18. Herman Miller for Business: "Yves Behar"
  19. Swissreporter.ch, mit Bericht aus dem Tagesanzeiger, 10.02.2006: "Dieser PC verleiht Würde"
  20. Wired News: „Negroponte: Laptop for Every Kid“
  21. OLPC-Wiki: Milestones[1]
  22. BBC News: „UN debut for $100 laptop“
  23. Massachusetts Institute of Technology, news office, 16.11.2005: "Annan presents prototype $100 laptop at World Summit on Information Society"
  24. UN Dispatch: „Blog Roundup #83“
  25. OLPC-Wiki: "OLPC News (2007-05-05)"
  26. OLPC-Wiki: "Mitteiung vom 02.06.2007"
  27. Golem.de, 27.04.2007: 100-Dollar-Laptop wird 176,- US-Dollar kosten"
  28. MartinVarsavsky.net: Bestellung des argentinischen Educ.ar-Projekts von 500.000 Schülerlaptops; Tecchannel.de: Kinder als Tester: Die ersten 100-Dollar-Notebooks gehen nach Brasilien; futurzone.ORF.at: Gaddafi kauft 100-Dollar-Laptops; PC-Welt: Nigeria buys into $100 laptop concept
  29. OLPC-Wiki: „FAQ - Wer ist der Hersteller des Originaldesigns (ODM) des 100$-Laptops?“
  30. Quanta Inc, Standort Aachen: „Homepage des deutschen Standortes“
  31. OLPC-Wiki:„Rollout, Marketing & Sales“
  32. OLPC-Wiki: „Retail Sales on the Open Market“
  33. OLPC-Wiki: „Our market - Will OLPC spin-off a commercial subsidiary?“
  34. golem.de (27.04.2007): "100-Dollar-Laptop wird 176,- US-Dollar kosten"
  35. Onlinekosten.de: "100-Dollar-Notebook wird ausgeliefert"
  36. Die Welt, 14.12.2006: IT-Gipfel, Potsdam: „IT-Branche fordert Notebooks für alle ab der 5. Schulklasse“
  37. OLPC-Wiki: "Participate"
  38. OLPC-Wiki: „Screen design - Introduction“
  39. OLPC-Wiki: „Our technology - How bright will the display be?“
  40. OLPC-Wiki: „2B1: The Children's Machine“ - übersichtliche Funktionsbeschreibung des Computers
  41. OLPC-Wiki: "Mitteilung vom 19.05.2007"
  42. OLPC-Wiki: "Environmental specifications"
  43. OLPC-Wiki: ["Mitteilung vom 26.05.2007" und vom ["02.06.2007]
  44. Die einzelnen Kriterien können eingesehen werden auf der Homepage von "Epeat.net"
  45. a b OLPC-Wiki: "Environmental Impact"
  46. OLPC-Wiki: "Mitteilung vom 25.05.2007"
  47. a b c OLPC-Wiki: „Abschnitt Hardware-Angaben, Stand Juni 2007“
  48. "the Jem Report", 9. Oktober 2006 - Interview mit Richard Stallman und Theo de Raadt (Vertreter freier Software) bzw. Interview mit Jim Gettys und Jonathan Corbet (Projekt OLPC): „Making sense of the One Laptop Per Child proprietary software row“
  49. Jim Getty's ramblings, 06. Oktober 2006: „Open hardware and the Marvell wireless chip in the OLPC….“
  50. OLPC-Wiki: "Laptop News vom 31.03.2007
  51. heise online: „100-Dollar-Laptop geht in die Testphase“; OLPC-Wiki: „Abschnitt Hardware-Angaben, Stand Juni 2007“
  52. Lithium-Eisenphosphat-Akkus wurden von der Universität Texas entwickelt und werden nun in Lizenz von Hydro-Québec produziert, vgl. Presseerklärung der Süd-Chemie AG
  53. Free Software Magazine, 27.02.2007: "One Laptop Per Child kicks off PyCON 2007"
  54. heise online: „Negroponte hofft auf Mitarbeit der Open-Source-Gemeinde beim 100-Dollar-Laptop“
  55. Welchen Entwicklungsstand die Windows Suite für den XO-Laptop ist bislang unbekannt, vgl. Blog des OLPC-Entwicklers Christopher Blizzard, 03.05.2007: "one laptop per child and open source"
  56. Arstechnica.com, 02.05.2007: "OLPC project clarifies: no plans for Windows support"
  57. DesktopLinux.com, 07.11.2006: "OLPC taps 2.6.19 kernel for first Linux laptop build"
  58. Red Hat Deutschland: „Red Hat verleiht „One Laptop per Child“-Initiative weitere Kraft“
  59. OLPC-Wiki: OLPC - Laptop News, Nr.7
  60. OLPC-Wiki: "Hardware Power Domains"
  61. Nachfolgende Angaben sind dem OLPC-Wiki, Abschnitt "Bitfrost" entnommen.
  62. Eine Beteiligung an der Diskussion ist durch Anmeldung auf der "Security Info Page" möglich.
  63. Einen Zwischenstand der derzeit laufenden Diskussion gibt es im OLPC-Wiki, "Correlating Bitfrost and Threats".
  64. OLPC-Wiki: „Startseite für das Betriebssystem Sugar“
  65. OLPC-Wiki: „Human Interface Guidelines“
  66. Siehe auch Viewpointsresearch.org, "UIs That Aid Learning and Doing"
  67. OLPC-Wiki: „Schwarzes Brett zum Ideen- und Informationsaustausch“
  68. OLPC-Wiki: „Designprinzipien“
  69. E-Commerce News, 13.05.2007: "OLPC and Microsoft: Happy Together?"
  70. heise.de: „100-Dollar-Laptop wird wegen Windows teurer“, 28. April 2007
  71. OLPC-Wiki: Getting involved in OLPC
  72. Eine Auflistung der im Softwarepaket enthaltenen Programme (unter Sugar als "Aktivität" bezeichnet) ist auf dem OLPC-Wiki verfügbar: "Activities
  73. Das verwendete Plug-in für die Textverarbeitung heisst AbiCollab. Seine Funktionsweise wird auf der Seite des Projeks Abiword.com beschrieben: "AbiCollab Collaboration tool"
  74. OLPC- Wiki: „Software components“
  75. Die Softwareentwicklung erfolgt durch die "Faculté de musique de l’Université de Montréal" unter Leitung von Prof. Piché. Siehe dazu Homepage des TamTam-Entwicklerteams.
  76. OLPC-Wiki: "Sugar-EToys"
  77. Erste Erfahrungen mit Squeak konnten schweizerische Schüler sammeln, vgl. Bericht der Zeitung "Glarnerland", 06.03.2006: "Europa-Premiere im Glarnerland"
  78. Gamasutra.com, 06.03.2007: "GDC: SJ Klein Asks For Serious OLPC Content"
  79. Die Welt.de: „Interview mit Nicholas Negroponte: “Auch unsere Server werden 100 Dollar kosten"
  80. OLPC-Wiki: „Startseite für die Erstellung und Bereitstellung edukativer digitaler Inhalte“
  81. Über die Möglichkeiten solcher Wiki-Systeme zum Inhaltemanagement informiert ein Artikel von Erik Möller, c't - magazin für computer technik, 18.11.2006, Heft 20, "Puzzle-Prinzip - Teamwork im Netz mit MediaWiki", Seite 106-109.
  82. Wiki der OLPC-Software mit Repository: „One Laptop Per Child: Development site“; OLPC-Softwareentwickler für das GNU/Linux-Betriebssystems (auf Fedora-Basis): „OLPC project development streams“
  83. http://www.heise.de/newsticker/meldung/67238 Kritik durch Intel-Chef Craig Barrett, bei heise.de am 11.12.2005
  84. Transcript eines auf podtech.net "veröffentlichen Vortrags" von Nicholas Negroponte
  85. http://www.heise.de/newsticker/meldung/71714 Negropontes Reaktion auf die Kritik durch Intel, bei heise.de am 5.4.2006
  86. http://www.tecchannel.de/news/themen/client/435359/ Kritik durch Bill Gates, bei tecchannel.de am 17.3.2006
  87. heute.de, 16. März 2006: Gates-Spott: "Nehmt einen vernünftigen Computer"
  88. CIO weblog, 03.03.2006: "Microsoft Origami: Wird der neue Lifestyle-PC auf der CeBIT vorgestellt?"
  89. heute.de, 16. März 2006: Gates-Spott: "Nehmt einen vernünftigen Computer"
  90. http://www.zdnet.de/news/hardware/0,39023109,39144507,00.htm Kritik von Tony Roberts, bei zdnet.de am 21.6.2006
  91. Homepage von Computer Aid International: "How we work - Application procedure for computers"
  92. Hindu.com: "HRD Ministry rejects Plan panel's idea of laptop per child"
  93. http://www.heise.de/newsticker/meldung/75913 Kritik durch das indische Bildungsministerium, bei heise.de am 25.7.2006