Vorlage:Fußballklub Infobox Der Verein für Leibesübungen 08 e.V. Klafeld-Geisweid ist ein deutscher Fußballverein aus der Stadt Siegen.
Geschichte
Die Anfänge (1908 – 1952)
Der Verein wurde 1908 als SG Sigambria Geisweid gegründet. Im Jahr 1927 fusionierte man mit der SpVgg Klafeld. Fortan nannte man sich SpVgg Klafeld-Geisweid. Ein Jahr nach Kriegsende startete man Anfang 1946 in der Bezirksklasse Siegerland. Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg (wahrscheinlich in die Landesliga) schlug man den SV Feudingen mit 2:1 und stieg auf. Im selben Jahr wurde die auch heute noch in Geisweid ansässige Turngemeinde Friesen in den Verein mit aufgenommen. Es entstand somit der VfL 08 e.V. Klafeld-Geisweid. Bereits ein Jahr später trennte man sich aber wieder von der Turngemeinde. Sie ist heute als Turngemeinde Friesen Klafeld-Geisweid 1889 e.V. im Vereinsregister geführt. Der VfL Klafeld-Geisweid behielt trotz der Trennung seinen Namen bei.
Aufstieg zur Topadresse im Siegerland (1952 – 1972)
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In der Saison 1952/53 startete man zum wiederholten Mal in der Landesliga, nachdem man bereits am Ende der Saison 1945/46 aufgestiegen war. Mit mindestens einer Unterbrechung spielte man dort bis zur Saison 1963/64 und stieg am Ende des Jahres zum ersten Mal in die Verbandsliga auf. Durch den gleichzeitigen Abstieg des großen Lokalrivalen Sportfreunde Siegen aus der Regionalliga spielte man 1964/65 gemeinsam in der Verbandsliga. Dort traf man sich nach dem zwischenzeitlichen Abstieg der Klafelder auch im Spieljahr 1967/68 wieder. Im darauffolgenden Jahr war man, nach dem Abstieg der Sportfreunde im Vorjahr, der einzige Vertreter aus dem heutigen Kreis Siegen-Wittgenstein in der Verbandsliga. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte konnte am Ende der Verbandsliga-Saison 1970/71 verbucht werden. Man stieg in die Regionalliga, damals die zweithöchste deutsche Spielklasse, auf. Das Entscheidungsspiel um den Titel des Verbandsligameisters verlor man gegen den Sieger der Staffel 1, Arminia Gütersloh, mit 1:0. Jedoch war das Regionalliga-Jahr sportlich nicht von großem Erfolg geprägt und man stieg mit 14:54 Punkten am Saisonende wieder ab. Die Partien der Regionalliga-Saison wurden im Schnitt von ca. 4.000 Zuschauern verfolgt, was für damalige Verhältnisse in dieser Klasse sehr hoch war. Der Erfolg am Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre wurde vor allem durch den damals 1. Vorsitzenden Hans Elbracht möglich, der zugleich Chef des in Geisweid auch heute noch ansässigen Stahlbetriebes der Edelstahlwerke Südwestfalen GmbH war und den Spielern so, neben dem Fußball, eine Arbeitsstelle anbieten konnte.
Zwischen Verbands- und Landesliga (1972 – 1985)
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga 1971/72 mussten die Geisweider, nach einem weiteren Abstieg zum Ende der Saison 1973/74, den bitteren Weg zurück in die Landesliga antreten. Am 13. Oktober 1974 bestritt man ein Freundschaftsspiel gegen den damaligen Bundesligisten Eintracht Frankfurt und verlor mit 0:9. Erst mit dem Gewinn des Meistertitels der Landesliga 1978 schaffte man den Sprung zurück in die Verbandsliga. Dort etablierte man sich zunächst wieder und beendete fünf der sieben Zugehörigkeitsjahre in der oberen Tabellenhälfte, ehe man 1984/85 wieder abstieg. Die wohl größten Erfolge in dieser Zeit waren die Teilnahmen am DFB-Pokal in der Saison 1980/81 und 1981/82, jedoch schieden die Fürsten beide Male in der 1. Hauptrunde aus: 1980/81 auf eigenem Platz gegen den damaligen hessischen Landesligisten Rot-Weiß Frankfurt mit 1:2 und ein Jahr später bei den Amateuren des VfB Stuttgart gar mit 0:4.
Abstieg bis in die Bezirksliga (1985 – heute)
Die Saison 1984/85 war die bisher letzte Verbandsliga-Saison für den Verein. Anfang der 90er Jahre stieg man sogar bis in die Bezirksliga ab. Aus dieser stieg man jedoch Mitte der 90er unbesiegt zurück in die Landesliga auf. Nach einigen Platzierungen im oberen Tabellendrittel schien es, als könne sich die Mannschaft des damaligen Trainers Thomas Lichtenthäler dort über längere Zeit etablieren, doch am Ende der Saison 1999/00 stieg man sang- und klanglos mit gerade einmal 14 Punkten in die Bezirksliga ab.
Aufgrund der schlechten finanziellen Lage des Vereins war man nicht mehr in der Lage gutklassige Spieler an den Klub zu binden und so entronn man am letzten Spieltag der 02/03-Saison mit einem Sieg dem Abstieg in die Niederungen der Kreisliga. Ab dort setzte man vor allem auf junge Spieler und der Erfolg stellte sich wieder ein. Die letzten drei Jahre beendete man alle im oberen Tabellendrittel. In der Saison 2004/05 wurde man nach einer fulminanten Rückserie noch Vizemeister. 2003/04 wurde man Zweiter des DFB-Pokals auf Kreisebene und qualifizierte sich für den Westenfalenpokal. Dort erreichte man die 2. Hauptrunde. Großen Anteil an den momentanen Erfolgen hat Eigengewächs Sezgin Karismaz, der in den letzten drei Jahren 90 Tore erzielte und sich in den vergangenen zwei Jahren die von der Westfalenpost gestiftete Torjägerkrone der Bezirksliga Westfalen Gruppe 6 sichern konnte.
Der Verein verfügt heute über zwei Herren-Seniorenmannschaften, eine Alt-Herren-Abteilung und mehrere Jugendmannschaften von der A-Jugend bis hin zu den Bambinis. Die 1. Seniorenmannschaft spielt in der Saison 2006/07 in der Bezirksliga Staffel 6, die 2. Seniorenmannschaft in der Kreisliga B2 des Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen.
Stadion
Der Verein trägt seine Heimspiele im Hofbachstadion aus. Die Anlage verfügt über ca. 10.000 Plätze und ist damit die zweitgrößte Anlage im Siegener Stadtgebiet. Es ist zudem einer von nur zwei Naturrasensportplätzen im Stadtgebiet und der einzige, an den sich eine Tartanbahn angliedert. Die beiden Geraden der Tribüne stellen den Zuschauern Stehstufen mit Wellenbrechern zur Verfügung, die beiden Kurven sind größtenteils begrünt bzw. verwildert. Auf einer der Geraden wurde ein Teil der Stehstufen vor einigen Jahren erneuert. Des Weiteren sind dort auch einige Reihen aufgeschraubter Sitzreihen vorzufinden. Die Anlage ist in den vergangenen 30 Jahre recht marode und renovierungsbedürftig geworden. Für eine der Tribünenseiten ist bereits eine Überdachung von 14 m Tiefe und einer Länge von 34 m genehmigt. An den Rasenplatz schließt sich ein Tennenplatz mit Aschebelag an, der in naher Zukunft in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden soll.
Während der Regionalliga-Saison 1971/72 spielte man im Leimbachstadion in Siegen, ironischerweise der Heimspielstätte des damals großen Rivalen. Zuvor und danach spielte man bis zum Bau der Anlage im Hofbachtal auf dem traditionsreichen Schießberg, wo sich auch heute noch das Vereinsheim befindet.
Aktueller Kader 2006/07
Tor | ||
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Spieler | Im Verein seit | Letzter Verein |
Fabian Graba | eigene Jugend | |
Timo Köhler | 2004 | SV Dreis-Tiefenbach A-Jugend |
Marco Thielmann | 2006 | SV Netphen |
Abwehr | ||
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Spieler | Im Verein seit | Letzter Verein |
Ibrahim Balci | 2006 | VfB Burbach |
Peter Frank | 2005 | SV Dreis-Tiefenbach |
Christian Janke | 2002 | Rot-Weiß Hünsborn |
Benedikt Kubietziel | 2003 | SpV Langenau |
Jens Schmidt | 2003 | SpV Langenau |
Mittelfeld | ||
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Spieler | Im Verein seit | Letzter Verein |
Sebastian Berk | 2003 | SpV Langenau |
Mirko Böttcher | 2003 | SV Netphen |
Daniel Gerlach | 2004 | SV Dreis-Tiefenbach A-Jugend |
Martin Koniuszewski | eigene Jugend | |
Andreas Mayer | eigene Jugend | |
Bert Schmal | 2004 | SSV Sohlbach-Buchen |
Dominic Solms | 2004 | SV Dreis-Tiefenbach A-Jugend |
Sturm | ||
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Spieler | Im Verein seit | Letzter Verein |
Kadir Aslan | 2005 | SpVg. Olpe A-Jugend |
Stephan Hentschel | 2005 | SV Setzen |
Sezgin Karismaz | eigene Jugend |
Saisonüberblick
Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen, Pkt = Punkte; * = Aufstieg, ** = Abstieg
Saison | Liga | Sp | S | U | N | Tore | Pkt | Platz |
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1945/46 | Bezirksklasse Siegerland | : | : | * | ||||
1946/47 | : | : | ||||||
1947/48 | : | : | ||||||
1948/49 | : | : | ||||||
1949/50 | : | : | ||||||
1950/51 | : | : | ||||||
1951/52 | : | : | * | |||||
1952/53 | Landesliga Westfalen Staffel Süd | 28 | 35:47 | 23:33 | 14.** | |||
1953/54 | : | : | * | |||||
1954/55 | Landesliga Westfalen Staffel Süd | 26 | 40:38 | 28:24 | 7. | |||
1955/56 | Landesliga Westfalen Staffel Süd | 28 | 48:50 | 24:32 | 9. | |||
1956/57 | Landesliga Westfalen Staffel Süd | : | : | |||||
1957/58 | : | : | ||||||
1958/59 | : | : | ||||||
1959/60 | : | : | ||||||
1960/61 | : | : | ||||||
1961/62 | : | : | ||||||
1962/63 | : | : | ||||||
1963/64 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 28 | 83:35 | 43:13 | 1.* | |||
1964/65 | Verbandsliga Staffel Südwest | 32 | 30:83 | 14:50 | 17.** | |||
1965/66 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 28 | 68:34 | 38:18 | 3. | |||
1966/67 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 28 | 68:28 | 44:12 | 1.* | |||
1967/68 | Verbandsliga Staffel Südwest | 30 | 32:40 | 27:33 | 11. | |||
1968/69 | Verbandsliga Staffel Südwest | 30 | 51:30 | 37:23 | 4. | |||
1969/70 | Verbandsliga Staffel Südwest | 30 | 44:26 | 38:22 | 5. | |||
1970/71 | Verbandsliga Staffel Südwest | 30 | 51:21 | 46:14 | 1.* | |||
1971/72 | Regionalliga West | 34 | 5 | 4 | 25 | 24:71 | 14:54 | 18.** |
1972/73 | Verbandsliga Gruppe Südwest | 30 | 42:28 | 39:21 | 2. | |||
1973/74 | Verbandsliga Gruppe Südwest | 30 | 30:49 | 20:40 | 15.** | |||
1974/75 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 30 | 69:35 | 42:18 | 2. | |||
1975/76 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 30 | 44:27 | 36:24 | 4. | |||
1976/77 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 30 | 49:27 | 39:21 | 2. | |||
1977/78 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 30 | 74:28 | 46:14 | 1.* | |||
1978/79 | Verbandsliga Staffel Südwest | 30 | 32:37 | 30:30 | 9. | |||
1979/80 | Verbandsliga Staffel Südwest | 30 | 45:43 | 32:28 | 7. | |||
1980/81 | Verbandsliga Staffel Südwest | 30 | 66:42 | 37:23 | 4. | |||
1981/82 | Verbandsliga Staffel Südwest | 32 | 56:44 | 37:27 | 5. | |||
1982/83 | Verbandsliga Staffel Südwest | 32 | 45:40 | 38:26 | 3. | |||
1983/84 | Verbandsliga Staffel Südwest | 34 | 47:54 | 32:36 | 11. | |||
1984/85 | Verbandsliga Staffel Südwest | 34 | 37:60 | 26:42 | 16.** | |||
1985/86 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | : | : | |||||
1986/87 | : | : | ||||||
1987/88 | : | : | ||||||
1988/89 | : | : | ||||||
1989/90 | : | : | ||||||
1990/91 | : | : | ||||||
1991/92 | : | : | ||||||
1992/93 | : | : | ||||||
1993/94 | : | : | ||||||
1994/95 | : | |||||||
1995/96 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 30 | 16 | 6 | 8 | 54:46 | 54 | 3. |
1996/97 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | : | ||||||
1997/98 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | : | ||||||
1998/99 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | : | ||||||
1999/00 | Landesliga Westfalen Staffel 2 | 30 | 4 | 2 | 24 | 32:90 | 14 | 16.** |
2000/01 | Bezirksliga Westfalen Staffel 6 | 32 | 16 | 6 | 10 | 66:55 | 54 | 4. |
2001/02 | Bezirksliga Westfalen Staffel 6 | 30 | 51:58 | 41 | 11. | |||
2002/03 | Bezirksliga Westfalen Staffel 6 | 30 | 10 | 6 | 14 | 55:79 | 36 | 13. |
2003/04 | Bezirksliga Westfalen Staffel 6 | 30 | 13 | 3 | 14 | 69:64 | 42 | 9. |
2004/05 | Bezirksliga Westfalen Staffel 6 | 32 | 20 | 5 | 7 | 70:45 | 65 | 2. |
2005/06 | Bezirksliga Westfalen Staffel 6 | 28 | 14 | 4 | 10 | 71:48 | 46 | 5. |
2006/07 | Bezirksliga Westfalen Staffel 6 | : |
Kader der Regionalliga-Mannschaft 1971/72
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Sonstiges
- Der Verein gibt zu jedem Heimspiel ein kostenloses Stadionheft heraus. Das Heft besteht mit Beginn der Saison 2006/07 seit 27 Jahren und bietet neben Fotos, Aufstellungen, Informationen zum Gegner, Berichten aus den Jugendabteilungen auch ein Vorwort des 1. Vorsitzenden Ulrich Jochum, der zugleich Redakteur des Heftes ist.
- War man in den 70er Jahren noch auf Augenhöhe mit der ersten Mannschaft des großen Rivalen Sportfreunde Siegen, so spielte man in den 90er Jahren bereits gegen die 2. Mannschaft der Sportfreunde und in den Bezirksliga-Jahren 2002/03 und 2003/04 sogar gegen das 3. Team.