Schmierung
Schmierung ist die Verringerung von Reibung durch den Einsatz eines geeigneten Schmierstoffes und Schmierverfahrens in der Tribologie.
Schmierung kann ähnlich wie Reibung eingeteilt werden:
- Grenzschichtschmierung – ähnlich der Festkörperreibung
- Teilschmierung - ähnlich der Mischreibung
- Vollschmierung - ähnlich Flüssigkeitsreibung
Grenzschichtschmierung
Der Schmierstoff dringt in den Festkörper ein, es bildet sich eine Reaktionschicht. Die Belastung wird durch die Rauheitsspitzen der Reibpartner getragen.
Teilschmierung
Die Belastung wird zum einen Teil durch den Schmierfilm und zum anderen Teil durch die sich berührenden Rauheitsspitzen aufgenommen.
Vollschmierung
Die Belastung wird komplett vom Schmierstoff aufgenommen. Die Kontaktflächen sind getrennt. Die Vollschmierung lässt sich weiter unterteilen in:
- hydrostatische bzw. aerostatische Schmierung
- hydrodynamische Schmierung
- elastohydrodynamische Schmierung
Hydrostatische Schmierung (bei Luft: aerostatische Schmierung)
Die Trennung der Kontaktflächen erfolgt durch Einpumpen des Schmierstoffes in den Schmierspalt. Diese Form der Schmierung ist technisch sehr aufwändig und konstruktiv sehr anspruchsvoll.
Hydrodynamische Schmierung
Der Schmierstoff wird durch die Relativbewegung der Kontaktflächen zueinander in den sich verengenden Schmierspalt gefördert. Der Druck im Schmierstoff ist so hoch, dass die Kontaktflächen voneinander abgehoben werden.
Elastohydrodynamische Schmierung
Diese Form der Schmierung tritt im Kontakt hochbelasteter bewegter Walzen auf, z.B. bei Zahnrädern und Wälzlagern. Die Theorie der Elastohydrodynamik (EHD-Theorie) berücksichtigt neben den hydrodynamischen Grundgleichungen auch die elastische Verformung der in Kontakt stehenden Körper. Charakteristisch für die EHD-Schmierung ist eine Verengung des Schmierspalts am Ende der Kontaktzone. Die EHD-Theorie liefert die Basis zur Berechnung des Schmierungseinflusses auf Zahnradschäden wie Grübchen, Fressen oder Graufleckigkeit.