Mudersbach

Gemeinde an der Sieg im Lkr. Altenkirchen in Rheinland-Pfalz, Deutschland
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Wappen Karte

Wappen auf kirchen-sieg.de
Deutschlandkarte, Position von Mudersbach hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen
Verbandsgemeinde: Kirchen (Sieg)
Fläche: 9,42 km²
Einwohner: 6.798 (2005)
Bevölkerungsdichte: 667 Einwohner je km²
Höhe: 427 m ü. NN
Postleitzahlen: 57549-57555
Vorwahl: 02745
Geografische Lage: 50° 49' n. Br.
07° 57' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 072
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Konrad-Adenauer-Str. 22-24
57555 Mudersbach
Offizielle Website: www.kirchen-sieg.de
E-Mail-Adresse: ogmudersbach@freenet.de
Politik
Bürgermeister: Maik Köhler

Mudersbach ist eine Gemeinde im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Sie gehört zur Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg).

Geografie

Mudersbach mit seinen drei Ortsteilen Mudersbach, Niederschelderhütte und Birken ist eine Gemeinde mit ca. 6500 Einwohnern im äußersten Nordosten des Landes Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg). Geografisch und landsmannschaftlich gehört die Gemeinde zum Siegerland. Die Gegend ist hügelig bis bergig, stark bewaldet und teilweise von vulkanischen Einflüssen geprägt. Höchste Erhebung ist der Giebelwald mit 520 m. ü. NN, wohingegen das Tal der Sieg auf ca. 230 m. ü. NN liegt. Mudersbach grenzt im Osten an die Stadt Siegen in Nordrhein-Westfalen, deren Zentrum rund 10 Kilometer entfernt ist. Nächstgrößere Stadt auf rheinland-pfälzischer Seite ist Betzdorf (12 Kilometer).

Gemeindegliederung

Rechts der Sieg liegen der Hauptort Mudersbach und der Ortsteil Niederschelderhütte, am linken Siegufer der Ortsteil Birken und die zum Ortsteil Mudersbach gehördene Siedlung "Kronacker". Über die Sieg führen auf Gemeindegebiet drei Straßenbrücken und zwei Eisenbahnbrücken, je eine davon als Grenzbrücke zu Nordrhein-Westfalen. Der Ortsteil Niederschelderhütte ist mit dem benachbarten Siegen-Niederschelden zu einem umgangssprachlich "Schelden" genannten Ort zusammengewachsen. Wegen der räumlichen und geschichtlichen Nähe zu Siegen sind die Ortsteile Birken und Niederschelderhütte infrastrukturell vielfach an die Nachbarstadt angegliedert (z.B. Telefon-Ortsnetz, Stromversorgung, Abwasserentsorgung).

Geschichte

Der heutige Mudersbacher Ortsteil Niederschelderhütte entstand im 18./19. Jahrhundert als Wohnsiedlung der Hütten-Arbeiter aus dem benachbarten Niederschelden, das seit 1975 zu Siegen gehört, bis heute aber mit Niederschelderhütte praktisch einen Ort bildet. Die einstige Charlottenhütte wurde später zum Stahlwerk. Besonderheit des Stahlwerks, dass die Sieg und damit die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mitten durch das Werksgelände verläuft. Versuche, durch Gebietstausch die teils für Verwirrung sorgende Lage eines Stahlwerks in zwei Bundesländern zu ändern, scheiterten an mangelndem politischen Willen in Mainz und Düsseldorf.

Religionen

In den Ortsteilen Mudersbach und Birken überwiegend katholische, in Niederschelderhütte überwiegend evangelische Bevölkerung. Katholische Kirchen in Mudersbach und Niederschelderhütte. Die evangelischen Christen gehörten zur Kirchengemeinde Siegen-Niederschelden.


Wirtschaft und Infrastruktur

Hauptarbeitgeber war seit dem 19. Jahrhundert die Charlottenhütte bzw. das Stahlwerk im Ortsteil Niederscheldehütte. Das in den 70er Jahren vom Krupp-Konzern übernommene Werk (Krupp-Stahlwerke Südwestfalen) produzierte bis ins Jahr 1980 Stahl mit in Hochzeiten bis zu 3000 Mitarbeitern. Das Stahlwerk mit seinen Hochofen-Schornsteinen und den am Berg Birker Ley aufgeschütteten Schlackenhalden ("Sandhalde") prägte das Leben in der Gemeinde. Heute ist das bekannteste Produkt der Gemeinde nicht Stahl, sondern Bier - Erzquell Pils, das in der zunächst als Siegtal-Brauerei gegründete Erzquell-Brauerei in Niederschelderhütte hergestellt wird. In den Siegauen unterhalb des Ortsteils Birken entstand in den 90er Jahren das Gewerbegebiet "Mudersbacher Wiesen".

Öffentliche Einrichtungen

Mudersbach besitzt eine Grund- und Berufsschule, außerdem steht in Mudersbach ein Hallenschwimmbad, das aber außer Betrieb ist. Die Räumlichkeiten werden nur noch als sogenannter "Jugendtreff" benutzt. Darüber hinaus ist das Gemeindehaus in Mudersbach der Verwaltungssitz des Bürgermeisters.Neben dem Gemeindebüro in Mudersbach befindet sich ein zweites im OT Niederschelderhütte. In diesem Gebäude ist neben der Gemeindeverwaltung auch der örtliche Bauhof, sowie die Feuerwehr Niederschelderhütte untergebracht (www.feuerwehr-niederschelderhuette.de) Im Naturfreibad "Schinder Weiher" im Schindebachtal kann man von mitte Juni an bis Anfang September dem Badevergnügen nachgehen.

Verkehr

Wichtig für Wirtschaft und Fremdenverkehr ist die gute Verkehrsanbindung des Gebiets, das aus allen Himmelsrichtungen über die A 3, A 45 und A 4 erreichbar ist. Die direkt benachbarte Großstadt Siegen sowie die nahe gelegenen Ballungsräume Köln/Bonn, Hagen/Dortmund und Frankfurt sind so schnell zu erreichen. Daneben sind die Bundesstraße 62 bzw. der Endpunkt der Hüttentalstraße in Siegen-Niederschelden nur wenige Kilometer entfernt. Durch Mudersbach verläuft die Siegstrecke der Deutschen Bahn. Im Gemeindegebiet liegen die Bahnhöfe Brachbach, Mudersbach und Niederschelden, an denen die Sieg-Dill-Bahn der DB Regio NRW GmbH hält.

Bildung

  • Grundschule Niederschelderhütte (Martin-Luther-Grundschule), Am Erlenwald, 57555 Mudersbach
  • Universität Siegen (ca. 12 km.)(www.uni-siegen.de)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Bekannt ist Mudersbach für die "Mudersbacher Kirmes", ein dreitätiges Volksfest mit Rummel, das seit mehr als 170 Jahren an jedem ersten Sonntag im Oktober abgehalten wird (auch "Quetschekirmes" genannt nach den zu dieser Jahreszeit in Mudersbach gerne verzehrten Pflaumenkuchen).

Persönlichkeiten

  • Hermann Danz
  • Otto Becher (Verfasser der Chroniken von Mudersbach)

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