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Amtssprache | Spanisch | ||||
Hauptstadt | Mexiko-Stadt | ||||
Staatsform | Präsidiale Bundesrepublik | ||||
Präsident | Vicente Fox Quesada | ||||
Fläche | 1.972.550km² | ||||
Einwohnerzahl | 106.202.903 (2005) | ||||
Bevölkerungsdichte | 54,4 Einwohner pro km² | ||||
BIP/Einwohner | 6.112 US-$ (2004) | ||||
Unabhängigkeit | 1810 erklärt, 1821 anerkannt | ||||
Währung | Mexikanischer Peso | ||||
Zeitzone | UTC -6 bis -8 | ||||
Nationalhymne | Himno Nacional Mexicano | ||||
Autokennzeichen | MX | ||||
Internet-TLD | .mx | ||||
Vorwahl | +52 | ||||
Weltkarte, Lage Mexikos hervorgehoben |
Die Vereinigten Mexikanischen Staaten (Estados Unidos Mexicanos) - oder einfach nur Mexiko (México) - sind ein Staat in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an die USA und im Süden an Belize und Guatemala. Westlich liegt der Pazifik, im Osten der Golf von Mexiko sowie das Karibische Meer, beides Randmeere des Atlantiks.
Geographie
Mexiko liegt auf dem nordamerikanischen Kontinent und ist mit einer Fläche von 1.972.550 km², wovon 1.923.040 km² auf Land und 49.510 km² auf Wasser entfallen, mehr als 5½mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland.
Im Norden grenzt Mexiko an die USA und im Südosten an Guatemala und Belize. Es besitzt zudem 12.540 km Meeresküste, davon 8.300 km Küstenland am Pazifik und 3.200 km Küstenland am Atlantik. Auf 200 Seemeilen (370 km) besitzt Mexiko exklusive Nutzungsrechte.
Die größten Städte Mexikos sind Mexiko-Stadt, Guadalajara, Puebla, Ciudad Juárez, Tijuana, Monterrey und León.
Siehe auch: Liste der Städte in Mexiko
Klima
Mexiko ist ein klimatisch vielgestaltiges Land, das sowohl über subtropisches und alpines Klima als auch über Wüstenklima verfügt. Es gehört somit in den Übergangsbereich der sommerfeuchten äußeren Tropen mit 8–10 humiden Monaten im Südosten des Landes über die ganzjährig ariden Subtropen im Bereich des Wendekreises, bis zum Winterregenklima Kaliforniens, das im äußersten Westen (Baja California) gerade noch wirksam wird.
Räumliche Gliederung
Der größte Teil Mexikos besteht aus einem Hochlandblock, der an markanten Bruchlinien im Osten und Westen herausgehoben wurde. Die Randgebirge sind sehr unterschiedlich gestaltet: die Sierra Madre Oriental im Osten setzt sich aus parallel streichenden Faltenzügen und steil aufragenden Schichtrippen der Jura- und Kreideformation zusammen. Dagegen baut sich die Sierra Madre Occidental im Westen aus flach lagernden vulkanischen Decken des Tertiärs auf. Beide erscheinen von den hügeligen Küstentiefländern aus als hohe Gebirgsmauern.
Das Hochland ist in weite Beckenlandschaften gegliedert. Diese erreichen an der Grenze zu den USA 1.200 m Meereshöhe. An die Sierra Madre Occidental schließt sich südlich die Cordillera Neovolcánica an, die aus vulkanischen Ablagerungen aus der Zeit des Pliozän bis Quartär (Geologie) besteht und nicht nur durch Riesenvulkane, sondern zusätzlich durch eine Vielzahl von vulkanischen Kegeln und Kratern geprägt ist. Sie bildet den Südrand des Hochlandblocks, der in einer Bruchstufenzone rund 1.000 m tief zur Senke des Río Balsas abbricht. Im Süden befindet sich die Sierra Madre del Sur westlich der Sierra Madre de Chiapas. Nordöstlich vorgelagert ist die Halbinsel Yucatán. Sie besteht aus einer Kalksteintafel, die seit dem Tertiär aus dem Meer herausgehoben wurde.
Die höchsten Vulkane des Landes sind der Citlaltépetl (auch Pico de Orizaba genannt), der mit 5.610 m gleichzeitig der höchste Berg in Mexiko ist, der derzeit aktive Popocatépetl mit 5.452 m und der Iztaccíhuatl mit 5.286 m.
Bevölkerung
Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 60 % Mestizen, 30 % indigenen Völkern (unter anderem Maya, Azteken) und ca. 9 % Europäischstämmigen (meist Spanier). Das übrige 1 % Prozent bilden Bevölkerungsgruppen anderer Abstammung (größtenteils aus Afrika).
Die Mehrheit der schwarzen Mexikaner ging in den letzten 200 Jahren innerhalb der Mestizenbevölkerung auf. Im Bundesstaat Veracruz und an der Westküste sind jedoch noch einige von ihnen zu finden. Das einzige auf mexikanischem Boden gesprochene Kreol ist das Gullah. Es wird von den Angehörigen der Schwarzen Seminolen in der kleinen Gemeinde Nacimiento de los Negros (in der Nähe von Muzquiz, Coahuila) gesprochen.
Religion
89 % der Mexikaner sind Katholiken. Daneben gibt es eine wachsende protestantische Minderheit (5,2 %). Weitere 2 % rechnen sich anderen christlichen Glaubensrichtungen zu. Als religionslos bezeichnen sich 3,5 % und lediglich 0,36 % entfallen auf andere Religionen (Stand 2000). Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern, spielt die Religion in Mexiko und in anderen Lateinamerikanischen Ländern noch eine große Rolle.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Mexikos
In den Jahren 1517 und 1518 erreichen die ersten spanischen Expeditionen unter Francisco Hernández de Córdova und Juan de Grijalva die Halbinsel Yucatán. Die neu „entdeckten“ Hochkulturen und die reichlichen Goldgegenstände machen die tierra firme, das Festland, für die Spanier interessant. In den Jahren 1519 bis 1521 gelingt es Hernán Cortés, das so genannte Azteken-Reich mit Hilfe zahlreicher indigener Verbündeter zu stürzen. Das heutige Mexiko wird zum Vizekönigreich Neuspanien.
Im Jahre 1815 wurde die Unabhängigkeit von Spanien erklärt, die einen langen Krieg nach sich zog, der 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit führte. Erstes Staatsoberhaupt der jungen Nation war Agustín de Iturbide der das Land ab 1822 als Kaiser regierte. Bald verlor das mexikanische Gebiet an Größe, durch Verkauf an und durch die Invasion der USA (siehe auch Mexikanisch-Amerikanischer Krieg).
In den 1860ern stand das Land unter der Besetzung durch Frankreich, das in dieser Zeit den Kaiser Maximilian von Mexiko einsetzte. Der von den Franzosen vertriebene Präsident Benito Juarez beendete endgültig die Ära des mexikanischen Kaiserreiches durch die Hinrichtung Maximilians.
Die lange Diktatur Porfirio Díaz' führte 1910 zur Mexikanischen Revolution und 1911 zu seinem Rücktritt. Die revolutionären Kräfte besiegten die Armee, verloren sich aber in internen Streitereien, die das Land zwanzig Jahre lang in ständiger Unruhe hielten. Am Ende der Revolution kontrollierte die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) das Land bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.
Mexiko war das einzige Land (von 17 Mitgliedern eines "Völkerbundsrates"), das am 19. März 1938 den Anschluß Österreichs durch Deutschlands laut mit Protest belegte und damit auf weltweiter Ebene frühzeitig Flagge gegen die Nazis zeigte (siehe Walter Truckenbrodt, dort gen. Werk Seite 144). Mexiko wies auf die Folgen für den (Welt-) Frieden hin, wenn die Pflichten aus der Völkerbundssatzung und aus dem internationalen Recht nicht eingehalten werden. Der Autor Truckenbrodt, später ein sehr hoher Beamter der BRD, mokiert sich 1941 darüber. Aus Anerkennung für diese Tat wurde in Wien ein Straßenabschnitt mit dem Namen Mexiko-Platz benannt.
Siehe auch: Liste der Präsidenten Mexikos
Der Name Mexiko
Der Staat ist nach seiner Hauptstadt benannt, deren Name auf ihre aztekischen Vorläuferin „Mexico-Tenochtitlan“ zurückgeht. Dabei stammt der Teil „Mexi“ vom Kriegsgott Mexitli, dessen Name sich wiederum aus metztli (Mond) und xictli (Nabel) zusammensetzt („Mondkind“). Das „co“ bzw. „ko“ im Namen ist einfach ein Ortssuffix.
Alle diese Wörter sowie viele weitere geographische Namen basieren in ihrer lateinischen Schreibweise auf der (kastilischen) Transkription der Spanier, der ersten Europäer dort. Sie schrieben den -Laut (deutsch: sch) der Nahuatl-Sprache wie damals bei ihnen üblich als x. Seither hat sich die Aussprache des Spanischen allerdings gewandelt und das alte x wird (deutsch: ch (nach a, o, u)) ausgesprochen – ebenso wie j und g (vor e, i), die einstmals (französisch: j) lauteten. In der Folge werden nun alle diese Wörter mit j oder g geschrieben (z. B. wird Don Quixote zu Don Quijote) und x klingt ähnlich wie im Deutschen. Namen wurden allerdings wie auch bei anderen vergleichbaren Vorgängen anderswo nur teilweise (vgl. z. B. Celle) an die neue Buchstaben-Laut-Zuordnung angepasst. Trotzdem findet sich in spanischen Texten auch die Schreibweise Méjico statt México. In Mexiko selbst wird meist Wert auf die Schreibung mit x gelegt, da sie als eigene, nicht koloniale Schreibung gilt. Die königlich-spanische Akademie (Real Academia Española), die für die Festlegung der spanischen Orthographie zuständig ist, lässt beide Schreibweisen zu. Daneben wird das x teilweise, etwa in „Xochimilco“, als ausgesprochen (etwa »Sotschimilko«).
Auf deutsch müsste es vom Original (heute: Mexihco,
) her also eher „Meschiko“, „Meeschiko“ oder „Mehschiko“ und von der aktuellen Aussprache eher „Mechiko“ (oder „Mehchiko“) heißen, obwohl im Deutschen ch nach e üblicherweise gesprochen wird. Beide spanischen Schreibweisen (México und Méjico) erfordern von den meisten nicht spanischsprachigen Lesern zusätzliches Wissen zur Aussprache, da x und j in den meisten Sprachen für andere Laute stehen.Politik
Mexiko ist seit 1917 eine präsidiale Bundesrepublik. Die Verfassung von 1917 wurde zuletzt im Jahr 1994 geändert.
Der Präsident steht im Mittelpunkt des mexikanischen Institutionensystems und wird für eine einzige Amtszeit von sechs Jahren, sexenio genannt, direkt gewählt.
Das Parlament (Congreso de la Unión) besteht aus Abgeordnetenhaus (Cámara Federal de Diputados) (500 Mitglieder) und Senat (Senado) (128 Mitglieder). Die Wahl erfolgt alle drei beziehungsweise sechs Jahre.
Mexiko wurde von 1929 bis 2000 von ein und der selben Partei regiert: der Partido Revolucionario Institucional (PRI). Seit Dezember 2000 ist Vicente Fox Quesada (PAN) Präsident von Mexiko.
Während der Regierungszeit der PRI bestand lange Zeit keine klare Trennung zwischen den Institutionen des Staates und jenen der “offiziellen Partei”, das heißt der PRI. So unterstand etwa auch die Organisation von Wahlen der PRI. Dies führte zu zahlreichen Berichten über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl wie beispielsweise Fälschung von Wahllisten, mehrfacher Stimmabgabe, Stimmenkauf, Kontrollen der Stimmabgabe, Wahlurnenraub und unkorrekter Stimmenauszählung. Seit 1990 ist das überparteiliche Instituto Federal Electoral (IFE) für die Vorbereitung und Durchführung von Wahlen zuständig.
Im Land werden Demokratiedefizite beklagt. Demagogie wird oft betrieben und Populismus oft mißverstanden als soziale Gerechtigkeit. Viele temporäre soziale Maßnahmen werden oft von Seite der verschiedenen Parteien betrieben oft nur um Stimmen zu kaufen. Maßnahmen gegen die Opposition fanden in anderen Regierungen statt und der Meinung vieler immer noch (wobei die Opposition jetzt eine andere ist). Als Beispiel wird oft die Aufhebung der Immunität (im Zuge eines möglichen, aber nicht bewiesenes Amtsmißbrauchsverfahrens) des populären Bürgermeisters von Mexiko-Stadt Andrés Manuel López Obrador im April 2005 genannt, womit nicht zuletzt seine Präsidentschaftskandidatur verhindert gewesen wäre. Erst unter dem Druck von Massenprotesten wurde die Anklage fallen gelassen.
Mexiko erlangte während des Faschismus in Europa große Bedeutung als Exilland.
Seit dem 9. Dezember 2005 ist in Mexiko die Todesstrafe offiziell abgeschafft.
Korruption ist weit verbreitet. Nach einer Studie wurden 2005 1,5 Mrd. Euro Schmiergelder gezahlt wobei Bestechungen von Unternehmen, Geschäftsleuten und ranghohen Politikern noch nicht berücksichtigt sind[1].
Grenzpolitik
Der Grenzübergang zwischen Mexiko und den USA steht aufgrund des Wohlstandsgefälles zwischen den beiden Staaten im besonderen Blickpunkt der Behörden. Bei einem Treffen zwischen Präsident Vicente Fox und dem US-Präsidenten George W. Bush am 7. März 2004 wurde vereinbart, dass Mexikaner, die häufig in die USA reisen, von den strengen Grenzkontrollen (Fingerabdrücke, Fotografien) bei der Einreise in die USA teilweise ausgenommen werden. Diese Bestimmungen wurden von Washington vor allem zum Schutz vor terroristischen Anschlägen eingerichtet. Die USA kämpfen seit langem gegen illegal im Land lebende Mexikaner.
Ein weiterer Streitpunkt mit den USA ist die Auslieferung von Gefangenen: die mexikanische Verfassung nennt in ihrem Artikel 18 als zulässigen Zweck von Bestrafung einzig die Rehabilitation von Kriminellen. Der mexikanische oberste Gerichtshof hat daher die Auslieferung von Gefangenen an Länder verboten, in denen ihnen die Todesstrafe oder eine lebenslängliche Haft ohne Aussicht auf Freilassung droht. Dies ist in den meisten Bundesstaaten der USA der Fall, wodurch der alte „Brauch“ von in den USA gesuchten Verbrechern, nach Mexiko zu fliehen, einen neuen Auftrieb erhalten hat.
Bundesstaaten
Mexiko besteht aus 31 Bundesstaaten (Estados) und einem Bundesdistrikt (Distrito Federal), der die Hauptstadt umfasst:
Die Bundesstaaten sind in Municipios aufgeteilt und der Bundesdistrikt in 16 Delegaciones.
Siehe auch: Liste mexikanischer Staaten nach Einwohnerzahl und Fläche
Wirtschaft
Allgemeines
Mexikos Wirtschaft wurde in den letzten Jahren stark dereguliert und privatisiert. Die Dominanz privater Firmen wächst ständig und die Privatisierung von Eisenbahn, See- und Flughäfen geht ihrem Ende entgegen, ebenso wie die weitere Privatisierung der Banken. Die Liberalisierung des Energiesektors schreitet weiter voran. In den Bereichen Telekommunikation und Petrochemie stehen noch Reformen aus. Die Maquiladora-Industrie verstärkte ihre Position in der mexikanischen Wirtschaft und dominiert vor allem den Textilsektor.
Mexiko ist ein wirtschaftlich bedeutendes Land in Lateinamerika und belegt momentan Rang 8 der Export-Weltrangliste.
Das Bruttoinlandsprodukt (571 Milliarden Euro, bei 37,73 Millionen Beschäftigten im Jahr 2004) teilt sich auf in:
- Landwirtschaft: 4 % des BSP werden erwirtschaftet durch 18 % der Beschäftigten
- Industrie: 27,2 % des BSP werden erwirtschaftet durch 24 % der Beschäftigten
- Dienstleistung: 68,9 % des BSP werden erwirtschaftet durch 58 % der Beschäftigten
Landwirtschaft: | Herstellung von: Mais, Weizen, Sojabohnen, Reis, Bohnen, Wolle, Kaffee, Früchte, Tomaten; Rindfleisch, Geflügel, Milchprodukte, Holzprodukte. |
Industrie: | Herstellung/Gewinnung von: Nahrung und Getränken (Wein, Tequila), Tabak, Chemikalien, Eisen und Stahl, Erdöl, Baustoffe, mineralische Rohstoffe, Textilien, Kleidung, Kraftfahrzeuge, Verbrauchsgüter, Tourismus |
Exporte: | Produzierte Waren, Ölprodukte, Silber, Früchte, Gemüse, Avocado, Kaffee, Wolle, Alkohol, Tabak |
Exporte nach: | USA 81%, Kanada 5,9%, Japan 1,1% (2004); $188,6 Milliarden fob (2004) |
Importe: | Metallverarbeitende Maschinen, Fabriken (Teile) zur Stahlverarbeitung, Maschinen für die Landwirtschaft, elektrische Ausrüstung, Autoteile, Maschinen, Flugzeuge und Flugzeugteile |
Importe aus: | USA 65,8%, Deutschland 3,8%, Volksrepublik China 3,7 % (2004); $197,1 Milliarden fob (2004) |
Quellen: CIA World Factbook, Auswärtiges Amt
Die Staatsausgaben verteilen sich zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben wie folgt
- das Gesundheitswesen bei 3%
- das Bildungswesen bei 22%
- das Militär bei 4%
Außenhandel
Mittlerweile hat Mexiko 32 Freihandelsabkommen mit über 40 Ländern, unter anderem mit der EU (seit 2000), Japan, Guatemala, Honduras und El Salvador. Seit dem 1. Januar 1994 ist Mexiko Mitglied des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA). In den ersten Jahren nach dessen Inkrafttreten hatte sich die wirtschaftliche Situation des Landes nur unwesentlich verbessert. Seit Beginn des Freihandels sind die Ausfuhren bis heute um das Dreifache gestiegen, so entfallen mittlerweile 90 % der Exporte auf Freihandelsabkommen. Der höchste Zuwachs wird bei den Erdölausfuhren verzeichnet (Cantarell-Ölfeld). Bedingt durch die stark gestiegenen Ölpreise konnte ein Wachstum von 27,3 % verzeichnet werden.
Haushalt
Die Haushaltslage ist fast ausgeglichen und die Verschuldung konstant. Der Außenhandel weist ein Defizit von ca. 7,1 Mrd. Euro auf. Das wirtschaftliche Wachstum liegt bei 4,9 % (BIP 2004) und die Arbeitslosenquote bei 4,3 %. Es besteht jedoch eine starke Unausgewogenheit in der Reallohn-Verteilung. So leben ca. 40 % (2003) der Bevölkerung unter der Armutsgrenze und die Inflationsrate beträgt 4,0 % (2004).
Kultur
Nahrung und Getränke
Hauptartikel: Mexikanische Küche
Die mexikanische Küche zeichnet sich durch die Synthese von aztekischen und spanisch-kolonialen, im Süden auch Maya-Traditionen aus. Regional gibt es in Mexiko große Unterschiede zwischen Küste und zentralem Hochland, chiliverliebtem Süden und rindfleischorientiertem Norden.
Die wichtigste Mahlzeit am Tag ist das Mittagessen, entsprechend lang ist auch die Mittagspause eines üblichen Arbeitstages. Abends wird dann meist nur noch ein kleiner Imbiss verzehrt, ein paar Früchte, ein Taco oder ähnliches. In einem heißen, tropischen Land mit großenteils üppiger Vegetation spielen Früchte und bestimmte Gemüsesorten eine dominante Rolle.
Das Trinkwasser wird in Wasserflaschen oder Kanistern verkauft, da das Wasser aus den Wasserleitungen verschmutzt ist. Gerne getrunken wird die von den Spaniern eingeführte Horchata, ein süßliches Reis/Zimt-Getränk, das gekühlt serviert wird. Die üblichen alkoholischen Getränke sind Bier, Tequila, Mezcal und Pulque.
Feiertage
Datum | Name | Deutscher Name | Anmerkungen |
---|---|---|---|
1. Januar | Año Nuevo | Neujahr | gesetzlicher Feiertag |
5. Februar | Aniversario de la Constitución Mexicana | Tag der Verfassung | |
21. März | Natalicio de Benito Juarez | Geburtstag von Benito Juarez | |
April | Jueves Santo | Gründonnerstag | |
April | Viernes Santo | Karfreitag | |
1. Mai | Día del Trabajo | Tag der Arbeit | gesetzlicher Feiertag |
5. Mai | Batalla de Puebla | Schlacht bei Puebla | |
1. September | Informe presidencial | Regierungserklärung | |
16. September | Día de la Independencia | Unabhängigkeitstag | gesetzlicher Nationalfeiertag |
12. Oktober | Día de la Raza | Jahrestag der „Begegnung zweier Welten“ | |
1. und 2. November | Días de los Muertos | Tag der Toten | |
2. November | Día de los Fieles Difuntos | Allerseelen | |
20. November | Aniversario de Revolución Mexicana | Tag der Revolution | gesetzlicher Feiertag |
12. Dezember | Nuestra Señora de Guadalupe | Tag der Jungfrau von Guadalupe | |
25. Dezember | Navidad | Weihnachten | gesetzlicher Feiertag |
Literatur
- Octavio Paz
- Juan Rulfo
- Carlos Fuentes
- Alfonso Reyes
- José Vasconcelos
- Angeles Mastretta
- Laura Esquivel
- Mariano Azuela
- Paco Ignacio Taibo II
Malerei
- Diego Rivera (muralismo)
- Frida Kahlo
- Jesús de la Helguera
- Rufino Tamayo (muralismo)
- José Clemente Orozco (muralismo)
- David Alfaro Siqueiros (muralismo)
- José Luis Cuevas
- Dr. Atl
- Juan O'Gorman
Musik
- Mariachi
- Danzón
- Carlos Santana
- El Tri
- Caifanes
- Lila Downs
- Lhasa de Sela
- Maná
- Molotov
- Control Machete
- Luis Miguel
- Cristian Castro
- Vicente Fernández
- Alejandro Fernández
- Selena (eigentlich Texanerin)
- Thalia
- Paulina Rubio
- Café Tacuba
- Panteón Rococó
- Fobia
- Zoé
- Julieta Venegas
- Cri Cri
- Jorge Negrete
- Juan Gabriel
- José José
- Los Panchos
- Silvestre Revueltas
- Manuel M. Ponce
- Pablo Moncayo
- Diego Torres
- Los de Abajo
Nationalhelden
- Emiliano Zapata (Führer in der mexikanischen Revolution)
- Benito Juárez (mexikanischer Staatsmann und Präsident von Mexiko 1861-1872)
- Miguel Hidalgo (mexikanischer Priester und Revolutionär)
- Francisco "Pancho" Villa (Freiheitskämpfer, Guerrillero Outlaw, Volksheld, Warlord, Gouverneur, Hollywood-Star, General und nicht zuletzt Revolutionär.)
- Francisco I. Madero (war mexikanischer Revolutionär, Staatsmann und Präsident Mexikos (1911-1913))
- José María Morelos y Pavón
- Ignacio Zaragoza
Schauspieler
Weitere Themen
Literatur
- BERNECKER, W. L./BRAIG, M.; HÖLZ, K./ ZIMMERMANN, K. (HRSG.): Mexiko heute. Politik, Wirtschaft,Kultur. Vervuert 2004, 826 S. ISBN 3865271405
- Dario/Kanzleiter, Boris (Hrsg.): Nach Norden. Mexikanische ArbeitsmigrantInnen zwischen neoliberaler Umstrukturierung, Militarisierung der US-Grenze und dem amerikanischen Traum. Verlag: Schwarze Risse, 1999, ISBN 3-924737-47-9
- John Ross: Mexiko. Geschichte-Gesellschaft-Kultur. Unrast, ISBN 3-89771-018-8 [1]
- Hans W. Tobler: Die mexikanische Revolution. Aktualisierte Taschenbuchausgabe. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3518384880
- William Prescott: Die Eroberung von Mexiko. Parkland Verlag, ISBN 3-88059-993-9
Weblinks
- Webportal der mexikanischen Regierung (spanisch)
- Webseite der mexikanischen Präsidentschaft (spanisch)
- Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes
- Deutsche Botschaft in Mexiko
- Mexiko-Lexikon (Umfangreiches Lexikon basierend auf Wikimedia, auf Mexiko spezialisiert. Aktuell im Ausbau, Mitarbeit erwünscht!)
- Mexico Community (Diskussionsforum und Informationsplattform)
- Mexico-Portal (Mexiko-Portal von Oliver Koch, von Reisen bis Wirtschaft)
- Mexiko Lindo y Querido (Homepage von Jürgen Fröhler, umfassendes Angebot)
- Mexiko Travelnews Mexiko-Reiseführer, Reportagen und News
- DasDeutscheNetz.info Informationsnetz für die deutschsprachige Gemeinschaft (D-A-CH) in Mexiko
- Weltkarte.com Online Landkarten und Stadtpläne von Mexiko
- Informationen von San Miguel de Allende (in Deutsch, Español, Français, Italiano, English)