Sassen-Trantow ist eine vorpommersche Gemeinde im Norden des Landkreises Demmin in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie gehört dem Amt Peenetal/Loitz an, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Loitz hat.
Wappen | Karte |
---|---|
![]() |
|
Basisdaten | |
Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
Landkreis: | Demmin |
Fläche: | 45,22 km² |
Einwohner: | 1.040 (30. Juni 2005) |
Bevölkerungsdichte: | 23 Einwohner/km² |
Höhe: | 15 m ü. NN |
Postleitzahl: | 17121 |
Vorwahl: | 039998 |
Kfz-Kennzeichen: | DM |
Geografische Lage: | Vorlage:Koordinate Text Artikel |
Gemeindeschlüssel: | 13 0 52 098 |
Adresse der Stadtverwaltung: |
Lange Straße 83 17121 Loitz |
Website: | www.loitz.de |
E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@loitz.de |
Politik | |
Bürgermeister: | Werner Schult |
Lage von Sassen-Trantow im Landkreis Demmin | |
Die Gemeinde Sassen-Trantow wurde am 31. Dezember 2004 aus den aufgelösten, vormals selbständigen Gemeinden Sassen und Trantow gebildet.
Geografie
Das Gemeindegebiet Sassen-Trantows erstreckt sich vom mittleren Peenetal im Süden über eine zur Peene parallel verlaufende, niedrige Endmoräne bis über das Tal der Schwinge hinaus. Im Norden grenzt die Gemarkung Sassen an die Landkreise Nord- und Ostvorpommern. Die Täler der Peene und der Schwinge sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen, in denen unter anderem auch Biber anzutreffen sind. Das breite Tal der nur minimales Gefälle aufweisenden Peene wird von vielen kleinen Seen gesäumt, die aus Torfstichen entstanden sind. Die Städte Demmin und Greifswald sind jeweils ca. 15 km von Sassen-Trantow entfernt.
Ortsteile
|
|
Geschichte
Von der frühen Besiedlung der Gegend zwischen Peene und Greifswald zeugen Großsteingräber und Hünengräber zwischen der Schwinge und dem heutigen Ortsteil Sassen. Das Dorf Sassen ist eine Gründung aus dem 14. Jahrhundert, aus dieser Zeit stammt auch die Feldsteinkirche des Ortes. Das Dorf Trantow taucht 1267 als Trintowe erstmals in einer Urkunde auf. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde das ganze Gebiet durch Plünderungen, Pest und Hungersnöte entvölkert. Die wüsten Dorfstellen wurden erst allmählich wieder neu besiedelt. Die in der Schwedenzeit (Mitte 17. bis Anfang 19. Jahrhundert) errichtete Domäne wurde 1804 von Ludwig Arndt, dem Vater von Ernst Moritz Arndt erworben. An den Aufenthalt des Dichters erinnert ein Gedenkstein in Trantow. Zwei Neuansiedlungswellen erfolgten in der Mitte des 19. Jahrhunderts und in den 1930er Jahren im Gebiet um Sassen und Trantow. Viele Strukturen aus diesen Aufsiedlungen sind noch heute zu erkennen; so ist beispielsweise das gesamte Guts-Ensemble im Ortsteil Vierow vollständig erhalten.
Die Peenewiesen von Trantow wurden bis 1961 zur Torfgewinnung genutzt. Torf wurde bis dahin besonders von den Anwohnern zum Heizen verwendet. Heute befinden sich die Wiesen überwiegend im Naturschutzbereich.
Sehenswert ist neben dem Zarrentiner Gutshaus eine achteckige Kapelle im Ortsteil Pustow.
Verkehrsanbindung
Von der Bundesstraße 194 bei Loitz führen zwei voneinander getrennte Landstraßen durch Sassen bzw. Trantow über Dersekow zur Bundesstraße 96 und in die Hansestadt Greifswald. Die neue Bundesautobahn 20 (Ostseeautobahn Stralsund - Neubrandenburg) verläuft nordwestlich der Gemeinde (Anschlussstelle Dersekow ca. 4 km vom Ortsteil Pustow entfernt). Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Greifswald, Demmin und Grimmen.
Weblinks
- Gutshaus Zarrentin
- Dorfkirchen in Sassen und Trantow
Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Demmin