Franz Dospiel

deutscher Steinmetz
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Franz Dospiel (*1906) war ein aus der Tschechoslowakei eingewanderter Steinmetz.[1]

Rosa-Luxemburg-Denkmal von Siegfried Tschierschky und Franz Dospiel 1959

Leben

Franz Dospiel betrieb von 1931 bis 1937 eine eigene Firma in Reichenberg (Liberec) und von 1938 bis 1945 in Böhmisch-Leipa (Česka Lipa). Dospiel gründete 1946 in Weimar wiederum einen Steinmetzbetrieb. Er schuf zahlreiche Kopien der Weimarer Parkarchitektur, im Fall des Louis-Fürnberg-Denkmals auch einen Sockel für ein Original.[2] Den Bronzekopf für das Fürnbergdenkmal schuf 1961 Martin Reiner.[3] Seine wesentliche Bedeutung liegt auf dem Gebiet der Denkmalpflege bezüglich der Weimarer Parkarchitektur.

Die Künstler und Bildhauer Siegfried Tschierschky und Franz Dospiel errichteten einen schlanken Obelisken aus Travertin, den oben das proletarische Symbol Hammer und Sichel krönt. Die Inschrift gibt das Datum 30. 4. 1959 an. Der Platz seiner Errichtung in Schöndorf wurde 1945 in Rosa-Luxemburg-Platz benannt.[4]

Steinarbeiten (Auswahl)

  • 1949 Schlangenstein im Park an der Ilm
  • 1962 Brunnen am Haus der Frau von Stein mit Elbsandstein erneuert
  • 1966 Erneuerungen am Rathaus mit Elbsandstein
  • 1966 Brunnensäule am Geleitbrunnen Abbildung
  • 1953 Portal am Gelben Schloß in der Kollegiengasse mit Tonndorfer Sandstein
  • Arbeiten an den sowjetischen Ehrenfriedhöfen im Park an der Ilm und in Belvedere
  • 1957 Grabmäler Professor Abendroth (Entwurf Tschierschky) aus Beuchaer Granitporphyr
  • 1955 Konstantin-Denkmal im Tiefurter Park Abbildung
  • 1955 Mozart-Denkmal
  • 1962 Musentempel

Einzelnachweise

  1. Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Weimar 1998, ISBN 3-7400-0807-5 S. 514. (Register).
  2. Gerd Seidel und Walter Steiner, Baustein und Bauwerk in Weimar (Tradition und Gegenwart: Weimarer Schriften. 32). Weimar 1988, S. 91 Anm. 65
  3. Gerd Seidel und Walter Steiner, Baustein und Bauwerk in Weimar (Tradition und Gegenwart: Weimarer Schriften 32), Weimar 1988, S. 69.
  4. Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte, 1998, S. 286.