Weilheim an der Teck

Kleinstadt in Deutschland
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Wappen Karte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Deutschlandkarte, Position von Weilheim an der Teck hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Geografische Lage: Vorlage:Koordinate Text Artikel
Höhe: 383 m ü. NN
Fläche: 26,51 km²
Einwohner: 9649 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 364 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 14,0 %
Postleitzahl: 73231-73235
Vorwahl: 07023
Kfz-Kennzeichen: ES (früher Nürtingen, NT)
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 070
Stadtgliederung: 3 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 6
73235 Weilheim
Website: www.weilheim-teck.de
E-Mail-Adresse: stadt@weilheim-teck.de
Politik
Bürgermeister: Hermann Bauer (parteilos)

Weilheim an der Teck, die schwäbische Zähringerstadt am Fuße der schwäbischen Alb hat eine über 1200-jährige Geschichte. Sie gehört zum Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Geografie

Geographische Lage

Weilheim liegt südöstlich von Kirchheim unter Teck.

Die Gegend um Weilheim ist sehr grün und wird rege landwirtschaftlich genutzt: Es gibt Äcker und Felder, Baumschulen, Streuobstwiesen, Weingärten und Wiesen. Auch einige Waldgebiete gehören zur Gemarkung.

Berge und Hügel:

  • Egelsberg, 428 m ü. NN. (im Volksmund "Bürrle", für Bergchen)
  • Limburg, 598 m ü. NN. (der "Hausberg")
  • Tuchbleiche, 390 m ü. NN. (Spielplatz)
  • Reutenberg

Der größte Bach, der mitten durch den Ort fließt, ist die Lindach. Sie entspringt in der Nähe der etwa 7 km entfernten Burgruine Reußenstein beim Nachbarort Neidlingen (Teck). Nach insgesamt etwa 15 km fließt sie in Kirchheim unter Teck in die Lauter und mündet schließlich in Wendlingen am Neckar in den Neckar. Nebenbäche sind der Kohlesbach, der Schmiedbach und der Federnbach. Außerdem gibt es noch den Ehnisbach, der in den Windbach fließt, der über den Grießnaubach in Kirchheim-Nabern in die Lindach mündet. Der Lachenbach schließlich mündet in den Seebach, fließt nach Holzmaden in den Trinkbach und mündet schließlich ebenfalls in die Lauter.

 
Grundriss von Weilheim an der Teck

Stadtgliederung

Zur Stadt Weilheim gehören auch die Orte Hepsisau und Häringen.

Nachbargemeinden

Neben Holzmaden, Neidlingen und Nabern grenzt Weilheim noch an die Gemeinde Aichelberg.

Datei:Weilheim-Teck-1934.jpg
Weilheim um 1934

Geschichte

Funde aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit weisen auf eine sehr frühe Besiedlung des weilheimer Raumes hin. Die älteste schriftliche Erwähnung des Ortes findet sich 769 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch. Von 1050 bis 1070 gründet der Herzog Berthold mit dem Bart aus dem Geschlecht der Zähringer die Burg Limburg und eine Probstei in Weilheim. Weilheim wurde für etwa 20 Jahre der Hauptsitz der Zähringer.

Im Jahre 1319 wurde Weilheim zur Stadt erhoben, befestigt und gewann durch das Marktrecht rasch an Bedeutung. 1334 wurde der Ort württembergisch. 1461 verwüstete ein Stadtbrand den Siedlungskern. 1489 wurde anstelle der Kirche von 1089, die Peterskirche mit ihrer reichhaltigen Ausstattung im spätgotischen Stil erbaut.

In den Jahren 1634 bis 1638 wütete die Pest in der Stadt, 1505 Personen sterben. 1647 wurde der Ort während des Dreißigjährigen Kriegs von schwedischen Truppen geplündert.

1777 entstand am Marktplatz das heutige Rathaus.

Ende des 19. Jahrhunderts setzte zögernd die industrielle Entwicklung ein. 1858 wurde die Post Kirchheim-Weilheim eingerichtet, 1884 entstand mit einer Weberei der erste größte Industriebetrieb und im Jahre 1908 wurde die Eisenbahnstrecke Kirchheim-Weilheim in Betrieb genommen (heute nicht mehr in Betrieb). Von 1922 bis 1924 entstand die städtische Wasserversorgung durch Wasserleitungen.

1934 bis 1937 wurde die nahe gelegene Autobahn A 8 gebaut. Von 1938 an gehörte Weilheim zum Landkreis Nürtingen, mit dem es 1973 im Landkreis Esslingen aufging. Im Jahre 1975 entstand eine Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Bissingen, Holzmaden, Neidlingen und Ohmden.

Eingemeindungen

Politik

Bürgermeister

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

FWG 94,2 % ±0 17 Sitze ±0
SPD 5,8 % ±0 1 Sitz  ±0

Wappen

Blasonierung: Unter dem goldenen Schildhaupt, belegt mit einer liegenden, schwarzen Hirschstange, in Silber ein blauer Schlüssel.

Das Wappen ist seit etwa 1600 überliefert und in der jetzigen Form mindestens seit 1907 gültig. Die Hirschstange (halbes Geweih) weist auf die Zugehörigkeit der Stadt zu Württemberg hin. Der Schlüssel erinnert an das Symbol des Patrons St. Peter der Weilheimer Peterskirche. Die weiß-blaue Flagge wird mindestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts rechtens geführt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Weilheim ist ein Weinbauort, dessen Lage zur Großlage Hohenneuffen im Bereich Remstal-Stuttgart gehören.

Ansässige Unternehmen

Bildungseinrichtungen

Neben der Realschule und der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule gibts mit der Limburg-Schule auch noch eine reine Grundschule in der Stadt. Eine Förderschule rundet das Schulangebot ab. Der Besuch des Gymnasiums erfolgt in Kirchheim unter Teck. Für die Kleinsten gibt es noch fünf städtische und zwei freie Kindergärten.

Freizeit- und Sportanlagen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Die Peterskirche
  • Das Kapuzinerhaus
  • Das Bürgerhaus
  • Das Rathaus
  • Die Löwenscheuer

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Das Städtlesfest, jedes Jahr am ersten Sonntag im Juli
  • Das Reiterfest

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstiges

Kulinarische Spezialitäten

In Weilheim und Umgebung wird - neben den für Schwaben obligatorischen Maultaschen und Spätzle - gerne der Bätscher gegessen. Der Bätscher ist ein pizzaähnliches Gebäck, das mit einer Sauerrahmmischung beschichtet und mit Kümmel und Speckstücken garniert wird.

Literatur

  • Marstaller: Die Peterskirche in Weilheim. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, ISBN 3-8062-0436-5

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