„Pac-Palast“ – Versionsunterschied
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Im Jahr 1794 wurden Gebäude der Anlage teilweise zerstört. Währen der Zeit der preussischen Besatzung wurde das Gebäude von 1807 bis 1809 zunächst als Theater und später als Kaserne und Lazarett genutzt. |
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1823 erwarb Ludwik Pac<ref>Ludwik Michał Pac (1778-1835) war ein polnischer General in der Napoleonischen Armee</ref> das Ensemble und liess es nach einem Entwurf von [[Enrico Marconi]] im [[Klassizismus|klassizistischen Stil]] weitgehend umbauen. Der Umbau war im Wesentlichen im Jahr 1828 abgeschlossen. Abgesehen von erheblichen Änderungen an Fassaden und Innenräumen des Palastes, errichtete Marconi an der ''Miodowa'' ein frontales, dreigeschossiges Gebäude, dass den bisher zur Strasse offenen [[Ehrenhof]] abschloss. Hinter dem Palast wurden im Anschluss an den Palastgarten halbrundförmige Stallungen errichtet, die heute nicht mehr vorhanden sind. Ebenso sind Wandmalereien von Giovanni Battista Carelli, Mikołaj de Angelis und Jożef Głowacki nicht mehr erhalten. Letzte Detailarbeiten fielen in mit dem Ausbruch des [[Novemberaufstand]]es zusammen. Da der Schlosseigentümer Teilnehmer des Aufstandes war, wurden nach dessen Niederschlagung im Jahre 1835 Pacs Palast und Vermögen von den [[Weichselland|russischen Machthabern]] [[Konfiskation|konfisziert]]. |
1823 erwarb Ludwik Pac<ref>Ludwik Michał Pac (1778-1835) war ein polnischer General in der Napoleonischen Armee</ref> das Ensemble und liess es nach einem Entwurf von [[Enrico Marconi]] im [[Klassizismus|klassizistischen Stil]] weitgehend umbauen. Der Umbau war im Wesentlichen im Jahr 1828 abgeschlossen. Abgesehen von erheblichen Änderungen an Fassaden und Innenräumen des Palastes, errichtete Marconi an der ''Miodowa'' ein frontales, dreigeschossiges Gebäude, dass den bisher zur Strasse offenen [[Ehrenhof]] abschloss. Hinter dem Palast wurden im Anschluss an den Palastgarten halbrundförmige Stallungen errichtet, die heute nicht mehr vorhanden sind. Ebenso sind Wandmalereien von Giovanni Battista Carelli, Mikołaj de Angelis und Jożef Głowacki nicht mehr erhalten. Letzte Detailarbeiten fielen in mit dem Ausbruch des [[Novemberaufstand]]es zusammen. Da der Schlosseigentümer Teilnehmer des Aufstandes war, wurden nach dessen Niederschlagung im Jahre 1835 Pacs Palast und Vermögen von den [[Weichselland|russischen Machthabern]] [[Konfiskation|konfisziert]]. |
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=== Behördensitz === |
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Nach Enteignung wurde der beschädigte Palast unter Stefan Baliński<ref>Stefan Baliński (1794-1872) war ein polnischer Architekt, Maler und Freimaurer</ref> restauriert. Ab 1849 war er Sitz von Gouvermentsbehörden. Von 1876 bis 1939 waren hier das Bezirksgericht und andere Institutionen untergebracht. Zwischen den Weltkriegen wurde er unter Oskar Sosnowski restauriert; vorgenommene Umbauten unter der russichen Eigentümern wurden rückgebaut. Beim [[Kampf um Warschau]] zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] brannte der Palast. Während und nach dem [[Warschauer Aufstand]] im Jahr 1944 erfolgte seine Zerstörung. In den Jahren von 1948 bis 1951 wurde der Palast unter Leitung der Architekten Henryk Białbrzeski und Czesław Konopka wieder aufgebaut. Die Gartenfasade erhielt das Aussehen aus der Zeit van Gamerens zurück. Die vordere Palastfassade wurde im Stile der Marconi-Umbauten wiederhergestellt. Der Palast wurde zum Sitz des ''Ministeriums für Gesundheitswesen und Sozialfürsorge'' bestimmt, heute Gesundheitsminiterium (polnisch: ''Ministerstwo Zdrowia'') genannt. |
Nach Enteignung wurde der beschädigte Palast unter Stefan Baliński<ref>Stefan Baliński (1794-1872) war ein polnischer Architekt, Maler und Freimaurer</ref> restauriert. Ab 1849 war er Sitz von Gouvermentsbehörden. Von 1876 bis 1939 waren hier das Bezirksgericht und andere Institutionen untergebracht. Zwischen den Weltkriegen wurde er unter Oskar Sosnowski restauriert; vorgenommene Umbauten unter der russichen Eigentümern wurden rückgebaut. Beim [[Schlacht um Warschau (1939)|Kampf um Warschau]] zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] brannte der Palast. Während und nach dem [[Warschauer Aufstand]] im Jahr 1944 erfolgte seine Zerstörung. In den Jahren von 1948 bis 1951 wurde der Palast unter Leitung der Architekten Henryk Białbrzeski und Czesław Konopka wieder aufgebaut. Die Gartenfasade erhielt das Aussehen aus der Zeit van Gamerens zurück. Die vordere Palastfassade wurde im Stile der Marconi-Umbauten wiederhergestellt. Der Palast wurde zum Sitz des ''Ministeriums für Gesundheitswesen und Sozialfürsorge'' bestimmt, heute Gesundheitsminiterium (polnisch: ''Ministerstwo Zdrowia'') genannt. |
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== Architektur == |
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Das Ensemble besteht heute aus dem Mitteltrakt, Flügelbauten entlang des Ehrenhofs und dem Frontgebäude mit Toreinfahrt. Der Mitteltrakt besteht aus einem dreigeschossigen quadratischen Kerngebäude, das mit zwei schmalen, viergeschossigen Türmen im Westen und zwei Flügelanbauten im Süden zu einem Gebäude in liegender H-Form erweitert wurde. Die Fassaden des Palastes sind im Stile des späten Klassizismus und der [[Neorenaissance]] gehalten. Die Innenräume sind dagegen grossteils [[mauretanisch]] und [[neugotisch]] ausgestaltet. Besondere Aufmerksamkeit verdient der grosse Saal im ersten Stock, für den die [[ |
Das Ensemble besteht heute aus dem Mitteltrakt, Flügelbauten entlang des Ehrenhofs und dem Frontgebäude mit Toreinfahrt. Der Mitteltrakt besteht aus einem dreigeschossigen quadratischen Kerngebäude, das mit zwei schmalen, viergeschossigen Türmen im Westen und zwei Flügelanbauten im Süden zu einem Gebäude in liegender H-Form erweitert wurde. Die Fassaden des Palastes sind im Stile des späten Klassizismus und der [[Neorenaissance]] gehalten. Die Innenräume sind dagegen grossteils [[mauretanisch]] und [[neugotisch]] ausgestaltet. Besondere Aufmerksamkeit verdient der grosse Saal im ersten Stock, für den die [[Caracalla-Thermen]] in [[Rom]] Vorbild standen. |
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Die Flügelgebäude des Ehrenhofs sind ebenfalls klassizistisch und dreigeschossig ausgeführt. Neben [[Gesims]]en sind sie weitgehend schmucklos. Das von Marconi entworfene Frontalgebäude ist dagegen sehr bemerkenswert. Da die Strasse nicht prallel zum Palastgebäude verläuft, liegt das insgesamt rund 70 Meter lange Strassenelement ebenfalls schräg zum Palast und dessen Hof. Um dennoch eine senkrechte Zufahrt zur Palastanlage zu schaffen, gab Marconi dem Torbereich eine [[Elipse|halbeliptische]] Nische mit zwei Toreinfahrten (die dritte [[Arkade]] ist vermauert), deren wichtigere senkrecht auf den Palasthof führt. Das zweite Tor führt auf einen kleinen runden Hof, der somit zum architektonischen Pendent des Haupthofes wird. Das Nischengebäude entspricht in seiner Höhe den links und rechts verlaufenden dreistöckigen Fronteinheiten, die heute zu Bürozwecken genutzt werden; zusätzlich ist es mit einer [[Attika]] um rund einen Meter erhöht. Auf Höhe des dritten Geschosses umläuft ein etwa 20 Meter langer und einen Meter hoher [[Fries|Flachrelieffries]] von Ludwig Kaufmann<ref>Ludwig Kaufmann (1800-1855), ältester Sohn Peter Kaufmanns, war ein Bildhauer in Deutschland und Polen</ref> die Nische. Es stellt die Verkündung der Freiheit der griechischen Städte anlässlich der olympischen Spiele in [[Korinth]] durch [[Titus Quinctius Flamininus]] dar<ref>Artikel „Kaufmann, Ludwig“ von Jodok Bär in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 476–477, [http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kauffmann,_Ludwig&oldid=1696993 Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource]</ref>. |
Die Flügelgebäude des Ehrenhofs sind ebenfalls klassizistisch und dreigeschossig ausgeführt. Neben [[Gesims]]en sind sie weitgehend schmucklos. Das von Marconi entworfene Frontalgebäude ist dagegen sehr bemerkenswert. Da die Strasse nicht prallel zum Palastgebäude verläuft, liegt das insgesamt rund 70 Meter lange Strassenelement ebenfalls schräg zum Palast und dessen Hof. Um dennoch eine senkrechte Zufahrt zur Palastanlage zu schaffen, gab Marconi dem Torbereich eine [[Elipse|halbeliptische]] Nische mit zwei Toreinfahrten (die dritte [[Arkade]] ist vermauert), deren wichtigere senkrecht auf den Palasthof führt. Das zweite Tor führt auf einen kleinen runden Hof, der somit zum architektonischen Pendent des Haupthofes wird. Das Nischengebäude entspricht in seiner Höhe den links und rechts verlaufenden dreistöckigen Fronteinheiten, die heute zu Bürozwecken genutzt werden; zusätzlich ist es mit einer [[Attika]] um rund einen Meter erhöht. Auf Höhe des dritten Geschosses umläuft ein etwa 20 Meter langer und einen Meter hoher [[Fries|Flachrelieffries]] von Ludwig Kaufmann<ref>Ludwig Kaufmann (1800-1855), ältester Sohn Peter Kaufmanns, war ein Bildhauer in Deutschland und Polen</ref> die Nische. Es stellt die Verkündung der Freiheit der griechischen Städte anlässlich der olympischen Spiele in [[Korinth]] durch [[Titus Quinctius Flamininus]] dar<ref>Artikel „Kaufmann, Ludwig“ von Jodok Bär in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 476–477, [http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kauffmann,_Ludwig&oldid=1696993 Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource]</ref>. |
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Version vom 29. Oktober 2011, 11:58 Uhr

Der Pac-Palast (auch Radziwiłł-Palast oder -Palais genannt, im Polnischen: Pałac Paca-Radziwiłłów) ist eine barocke Schloss- und Hofanlage im Warschauer Innenstadtdistrikt.
Lage
Die Palastanlage befindet sich an der Ulica Miodowa 15 rund 100 Meter westlich ausserhalb der Mauern der Warschauer Altstadt. Im Norden schliesst sich an den Palast das ehemalige Palais der Familie Borch (Miodowa 17/19) an, im Süden ein kleinerer Klosterkomplex des Kapuzinerordens mit der dazugehörenden Kirche der Verklärung Christi (polnisch: Kościoł Przemienienia Pańskiego) an der Miodowa 13 bzw. Ulica Kapucyńskiego 4. Gegenüber der Einfahrt des Pac-Palastes befindet sich das Palais der Familie Chodkiewicz. Rund 40 Meter südlich der Südwestecke der Palastanlage verläuft die hier tiefergelegte Aleja Solidarnośći, von der aus die Südseite des Palastes zu sehen ist. Der Garten des Anwesens grenzt im Westen an die Ulica Leona Schillera. Im südlichen Teil dieses Gartens wurde Anfang des 20. Jahrhunderts das Gebäude der Haupthypothekenabteilung des Bezirksgerichtes (polnisch: Gmach Wydziału Sądu Hipotecznego Sądu Okregowego) errichtet, in dem heute eine Steuerbehörde untergebracht ist (Solidarności 58). Dieses Objekt grenzt an den Palast an. Das Ensemble umfasst eine Grundstücksfläche von rund 200x70 Metern, wobei nur gut ein Drittel dieser Fläche auf den Garten entfällt.
Geschichte
Das Hauptgebäude der heutigen Anlage wurde ursprünglich als Barockpalais in den Jahren 1681 bis 1697 von Tylman van Gameren für den Fürsten Dominik Mikołaj Radziwiłł[1] errichtet. Von 1744 bis 1759 befand sich der Palast im Eigentum des Bischofs Andrzej Stanisław Załuski, für den Giacomo Fontana im Jahr 1757 zusätzliche Stall- und Hintergebäude errichtete. Danach fiel es wieder in den Besitz der Familie Radziwiłł nach Erwerb durch Michał Kazimierz Radziwiłł, der das Anwesen seinen Verwandten und Nachkommen des Erbauers überliess.
Entführung des Königs
Von 1762 bis 1775 war Michał Fryderyk Czartoryski Mieter und Bewohner des Palastes. Zu dieser Zeit war König Stanislaus August Poniatowski häufig Gast im Palast. Nach einem seiner Aufenthalte dort, wurde der König am 3. November 1771 von Anhängern der Konföderation von Bar gefangengenommen und entführt. Nach einem Tag konnte der König bereits wieder in sein Schloss zurückkehren.
Umbau unter General Pac
Im Jahr 1794 wurden Gebäude der Anlage teilweise zerstört. Währen der Zeit der preussischen Besatzung wurde das Gebäude von 1807 bis 1809 zunächst als Theater und später als Kaserne und Lazarett genutzt.
1823 erwarb Ludwik Pac[2] das Ensemble und liess es nach einem Entwurf von Enrico Marconi im klassizistischen Stil weitgehend umbauen. Der Umbau war im Wesentlichen im Jahr 1828 abgeschlossen. Abgesehen von erheblichen Änderungen an Fassaden und Innenräumen des Palastes, errichtete Marconi an der Miodowa ein frontales, dreigeschossiges Gebäude, dass den bisher zur Strasse offenen Ehrenhof abschloss. Hinter dem Palast wurden im Anschluss an den Palastgarten halbrundförmige Stallungen errichtet, die heute nicht mehr vorhanden sind. Ebenso sind Wandmalereien von Giovanni Battista Carelli, Mikołaj de Angelis und Jożef Głowacki nicht mehr erhalten. Letzte Detailarbeiten fielen in mit dem Ausbruch des Novemberaufstandes zusammen. Da der Schlosseigentümer Teilnehmer des Aufstandes war, wurden nach dessen Niederschlagung im Jahre 1835 Pacs Palast und Vermögen von den russischen Machthabern konfisziert.
Behördensitz
Nach Enteignung wurde der beschädigte Palast unter Stefan Baliński[3] restauriert. Ab 1849 war er Sitz von Gouvermentsbehörden. Von 1876 bis 1939 waren hier das Bezirksgericht und andere Institutionen untergebracht. Zwischen den Weltkriegen wurde er unter Oskar Sosnowski restauriert; vorgenommene Umbauten unter der russichen Eigentümern wurden rückgebaut. Beim Kampf um Warschau zu Beginn des Zweiten Weltkriegs brannte der Palast. Während und nach dem Warschauer Aufstand im Jahr 1944 erfolgte seine Zerstörung. In den Jahren von 1948 bis 1951 wurde der Palast unter Leitung der Architekten Henryk Białbrzeski und Czesław Konopka wieder aufgebaut. Die Gartenfasade erhielt das Aussehen aus der Zeit van Gamerens zurück. Die vordere Palastfassade wurde im Stile der Marconi-Umbauten wiederhergestellt. Der Palast wurde zum Sitz des Ministeriums für Gesundheitswesen und Sozialfürsorge bestimmt, heute Gesundheitsminiterium (polnisch: Ministerstwo Zdrowia) genannt.
Architektur
Das Ensemble besteht heute aus dem Mitteltrakt, Flügelbauten entlang des Ehrenhofs und dem Frontgebäude mit Toreinfahrt. Der Mitteltrakt besteht aus einem dreigeschossigen quadratischen Kerngebäude, das mit zwei schmalen, viergeschossigen Türmen im Westen und zwei Flügelanbauten im Süden zu einem Gebäude in liegender H-Form erweitert wurde. Die Fassaden des Palastes sind im Stile des späten Klassizismus und der Neorenaissance gehalten. Die Innenräume sind dagegen grossteils mauretanisch und neugotisch ausgestaltet. Besondere Aufmerksamkeit verdient der grosse Saal im ersten Stock, für den die Caracalla-Thermen in Rom Vorbild standen.
Die Flügelgebäude des Ehrenhofs sind ebenfalls klassizistisch und dreigeschossig ausgeführt. Neben Gesimsen sind sie weitgehend schmucklos. Das von Marconi entworfene Frontalgebäude ist dagegen sehr bemerkenswert. Da die Strasse nicht prallel zum Palastgebäude verläuft, liegt das insgesamt rund 70 Meter lange Strassenelement ebenfalls schräg zum Palast und dessen Hof. Um dennoch eine senkrechte Zufahrt zur Palastanlage zu schaffen, gab Marconi dem Torbereich eine halbeliptische Nische mit zwei Toreinfahrten (die dritte Arkade ist vermauert), deren wichtigere senkrecht auf den Palasthof führt. Das zweite Tor führt auf einen kleinen runden Hof, der somit zum architektonischen Pendent des Haupthofes wird. Das Nischengebäude entspricht in seiner Höhe den links und rechts verlaufenden dreistöckigen Fronteinheiten, die heute zu Bürozwecken genutzt werden; zusätzlich ist es mit einer Attika um rund einen Meter erhöht. Auf Höhe des dritten Geschosses umläuft ein etwa 20 Meter langer und einen Meter hoher Flachrelieffries von Ludwig Kaufmann[4] die Nische. Es stellt die Verkündung der Freiheit der griechischen Städte anlässlich der olympischen Spiele in Korinth durch Titus Quinctius Flamininus dar[5].
Ansichten
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Dominik Mikołaj Radziwiłł (1643–1697) war ein polnisch-litauischer Magnat und Politiker
- ↑ Ludwik Michał Pac (1778-1835) war ein polnischer General in der Napoleonischen Armee
- ↑ Stefan Baliński (1794-1872) war ein polnischer Architekt, Maler und Freimaurer
- ↑ Ludwig Kaufmann (1800-1855), ältester Sohn Peter Kaufmanns, war ein Bildhauer in Deutschland und Polen
- ↑ Artikel „Kaufmann, Ludwig“ von Jodok Bär in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 476–477, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource
Literatur
- Julius A. Chroscicki und Andrzej Rottermund, Architekturatlas von Warschau, 1. Auflage, Arkady, Warschau 1978, S. 170
- Tadeusz S. Jaroszewski, Paläste und Residenzen in Warschau, Verlag Interpress, ISBN 83-223-2049-3, Warschau 1985, S. 96ff
- Janina Rukowska, Reiseführer Warschau und Umgebung, 3. Auflage, ISBN 83-217-2380-2, Sport i Turystyka, Warschau 1982, S. 52
Weblinks
- Der Palast bei Warszawa1939.pl (in Polnisch)
Kategorie:Bauwerk des Historismus in Warschau
Kategorie:Palast in Warschau
Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren
Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Warschau