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„Europäischer Nerz“ – Versionsunterschied

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Der Europäische Nerz gehört zu den meistgefährdeten Säugetieren Europas. In Deutschland wurde 1925 der letzte Nerz gesehen; auch in anderen Teilen Europas ist er beinahe ganz verschwunden. Nur in isolierten Regionen [[Russland]]s, [[Weißrussland]]s und [[Rumänien]]s haben sich kleine Bestände gehalten. Zwar gibt es inzwischen in ganz Europa wieder Nerze, dabei handelt es sich aber um aus Zuchtfarmen entkommene Amerikanische Nerze.
Der Europäische Nerz gehört zu den meistgefährdeten Säugetieren Europas. In Deutschland wurde 1925 der letzte Nerz gesehen; auch in anderen Teilen Europas ist er beinahe ganz verschwunden. Nur in isolierten Regionen [[Russland]]s, [[Weißrussland]]s und [[Rumänien]]s haben sich kleine Bestände gehalten. Zwar gibt es inzwischen in ganz Europa wieder Nerze, dabei handelt es sich aber um aus Zuchtfarmen entkommene Amerikanische Nerze.


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Version vom 8. Februar 2004, 13:32 Uhr

Nerze

Datei:Mustela vison.jpg
Amerikanischer Nerz

Systematik

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Marder (Mustelidae)
Unterfamilie: Mustelinae
Gattung: Mustela
Untergattung: Nerze (Lutreola)

Nerze werden zwei Arten von Mardern genannt, die dicht mit den Wieseln verwandt sind. Sie sind aber größer, korpulenter und kurzbeiniger. Länge 60 cm, davon etwa 20 cm Schwanz.

Arten

Die zwei Arten von Nerzen sind:

  • Europäischer Nerz (Mustela lutreola)
  • Amerikanischer Nerz oder Mink (Mustela vison)

Die erstgenannte Art war einst in ganz Europa verbreitet, der Mink auf Kanada und weite Teile der USA beschränkt. Durch aus Nerzfarmen entlaufene Tiere hat sich nun der Amerikanische Nerz auch in Europa ausgebreitet und den eigentlich heimischen Europäischen Nerz weithin verdrängt.

Die Arten sind schwer voneinander zu unterscheiden. Beim Amerikanischen Nerz ist das Kinn weiß gefärbt, beim Europäischen Nerz noch zusätzlich der Bereich der Oberlippe.

Biologie

Nerze sind ans Wasser gebunden. Man findet sie an Flüssen und Seen, wo sie sich meistens im Uferdickicht verbergen. Sie können gut schwimmen und tauchen und erbeuten dabei Fische und Krebse. Überwiegend jagen sie aber auf dem Land nach Nagetieren und Kaninchen.

Nerzzucht

Der Pelz des Nerzes gilt als besonders wertvoll. Dabei spielt der Europäische Nerz wegen seiner Seltenheit eine untergeordnete Rolle. Für die Zucht in Nerzfarmen wurden massenhaft Amerikanische Nerze eingeführt. Durch menschlichen Einfluss entstanden Farbmutationen, z.B. rein weiße, schwarze oder silberblaue Nerze.

Nerzfarmen stehen besonders in der Kritik von Tierschützern. Die Nerze werden in solchen Farmen für gewöhnlich einzeln in Gitterkäfigen gehalten, ohne Auslauf und ohne Zugang zum Wasser.

Befreiungsaktionen von Tierschützern haben allerdings oftmals die Problematik verstärkt, dass der Europäische Nerz in freier Wildbahn durch seinen amerikanischen Vetter verdrängt wird.

Bedrohung

Der Europäische Nerz gehört zu den meistgefährdeten Säugetieren Europas. In Deutschland wurde 1925 der letzte Nerz gesehen; auch in anderen Teilen Europas ist er beinahe ganz verschwunden. Nur in isolierten Regionen Russlands, Weißrusslands und Rumäniens haben sich kleine Bestände gehalten. Zwar gibt es inzwischen in ganz Europa wieder Nerze, dabei handelt es sich aber um aus Zuchtfarmen entkommene Amerikanische Nerze.