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„International Security Assistance Force“ – Versionsunterschied

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Nach langer Diskussion wurde im Dezember [[2003]] der ISAF-Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt [[Kunduz]] ausgedehnt. Im Folgenden eine Übersicht der Kommandeure der Bundeswehr:
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* [[Generalstab|Oberst iG]] Schiebold
* [[Oberst]] [[Generalstab|i.G.]] Schiebold
* Oberst iG Baur (März 2004 bis Juni 2004)
* Oberst i.G. Baur (März 2004 bis Juni 2004)
* Oberst iG Kuhn (Juni 2004 bis September 2004)
* Oberst i.G. Kuhn (Juni 2004 bis September 2004)
* Oberst iG Barz (September 2004 bis Februar 2005)
* Oberst i.G. Barz (September 2004 bis Februar 2005)
* Oberst iG Binder (Februar 2005 bis aktuell).
* Oberst i.G. Binder (Februar 2005 bis aktuell).


Seit ca. 10. Juni 2004 werden auch Diskussionen geführt, den Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt und Provinz [[Feyzabad]] auszudehnen, personell bedeutete dies eine Aufstockung der Kontingente um ca. 150 Mann unter Teilnahme von niederländischen Einheiten.
Seit ca. 10. Juni 2004 werden auch Diskussionen geführt, den Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt und Provinz [[Feyzabad]] auszudehnen, personell bedeutete dies eine Aufstockung der Kontingente um ca. 150 Mann unter Teilnahme von niederländischen Einheiten.

Version vom 27. Februar 2005, 20:35 Uhr

ISAF Logo
ISAF Logo

Die International Security Assistance Force (ISAF) ist die Internationale Sicherheitsbeistandstruppe in Afghanistan mit einem Stützpunkt in Usbekistan.

Die Aufstellung erfolgte durch den Weltsicherheitsrat am 20. Dezember 2001.

Das Mandat für die Beteiligung deutscher Soldaten am ISAF-Einsatz erfolgte am 22. Dezember 2001.

Am 22. Dezember 2001 nahm die ISAF unter britischem Oberkommando ihre Arbeit in Kabul auf; die erste Amtshandlung war die Bewachung der Amtseinführung der Übergangsregierung. Der eigentliche Stationierungsvertrag zwischen der Übergangsregierung und dem damals leitenden General der ISAF wurde allerdings erst am 4. Januar 2002 geschlossen.

Derzeit sind an ISAF etwa 2000 deutsche Soldaten (davon 103 Frauen) beteiligt.

Ziele und Aufbau

Aufgabe der ISAF ist die Unterstützung der vorläufigen Regierung Afghanistans bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit in Kabul und Umgebung, so dass die vorläufige afghanische Regierung und Personal der Vereinten Nationen in einem sicheren Umfeld arbeiten können. Die UN-Schutztruppe ist damit vollständig vom Einsatz Enduring Freedom getrennt. Die ISAF darf im Rahmen der Erfüllung der Resolution 1386 des UN-Sicherheitsrats alle Mittel, auch Waffengewalt, anwenden. Die ISAF ist keine friedenssichernde Blauhelm-Truppe, sondern eine vom Sicherheitsrat genehmigte UN-Schutztruppe, die aus freiwillig gestellten Soldaten und Finanzen der beteiligten Staaten besteht. Man unterscheidet ISAF I-VII, bei denen die Schutztruppe jeweils von einer oder mehreren verschiedenen Nationen geleitet wurde:

  • ISAF I: Großbritannien, Dezember 2001 - Juni 2002
  • ISAF II: Türkei, Juni 2002 - Februar 2003
  • ISAF III: Deutschland und die Niederlande, Februar 2003
  • ISAF IV: Deutschland, Oktober 2003
  • ISAF V: Kanada, Oktober 2003 - August 2004
  • ISAF VI: Eurokorps, August 2004 - Februar 2005 / KMNB: Deutsch-Französische Brigade
  • ISAF VII: Türkei (NRDC, NATO Rapid Deployable Corps), Februar 2005

Erwähnenswert ist noch, dass im Umfeld der Präsidentschaftswahlen am 9. Oktober 2004 von September bis Dezember eine US-amerikanische Infanteriekompanie der KMNB im Rahmen des ISAF Einsatzes in Afghanistan unterstellt war.

Die Versorgung der Soldaten der verschiedenen Nationalitäten erfolgt über einen Luftwaffenstützpunkt in Termez (Usbekistan), auf dem auch eine Einheit der Bundeswehr stationiert ist, ein französischer befindet sich in Duschanbe (Tadschikistan). Die Bundeswehr versorgt von hier aus durch regelmäßige Flüge mit Transall-Flugzeugen sowohl das Camp Warehouse (CW) in Kabul als auch die Stützpunkte der PRT-Teams in Kunduz und Feyzabad .

Führung

Bis zum 19. März 2002 lief der ISAF-Einsatz der Bundeswehr als Vorauskommando unter Führung des Kommandeurs des deutsch-niederländisch-dänisch-österreichischen Einsatzverbandes. Deren Kommandeur war Brigadegeneral Carl Hubertus von Butler, der dann ab 19. März 2002 die Führung der Kabul Multinationalen Brigade (KMNB) übernahm. Er hatte diese Aufgabe bis zum 17. Juni 2002 inne.

Sein Nachfolger war Brigadegeneral Manfred Schlenker. Er führte die KMNB vom 17. Juni 2002 bis zum 17. Dezember 2002. Seit dem 17. Dezember 2002 und voraussichtlich bis zum 17. Juli 2003 führt Brigadegeneral Werner Freers die KMNB. Von den oben angegebenen Kommandeuren unterscheiden sich die Kommandeur der ISAF, die unter anderem die KMNB führen, aber auch andere Tätigkeiten haben. Diese Kommandeure der ISAF (COMISAF) waren/sind:

  • Generalmajor John McCall (Großbritannien) 22. Dezember 2001 - 18. Juni 2002
  • Generalmajor Hilmi Rhin Zorlu (Türkei) 18. Juni 2002 - 10. Februar 2003
  • Generalleutnant Norbert van Heyst (Deutschland) 10. Februar 2003 - 10. August 2003
  • Generalleutnant Götz Glimeroth (Deutschland) August 2003 - Februar 2004
  • Generalleutnant Rick Hillier (Kanada) Februar 2004 - 9. August 2004
  • Generalleutnant Jean-Louis Py (Eurokorps) 9. August 2004 - 12. Februar 2005
  • Generalleutnant Ethem Erdagi (NRDC) 13. Februar 2005 - aktuell

Befugnisse der ISAF

Die ISAF Schutztruppe hat gegenüber der Zivilbevölkerung nur eingeschränkte Rechte. Sie darf auch bei kriminellen Akten innerhalb der Zivilbevölkerung nur den örtlichen Behörden als zusätzliche Hilfe zur Seite stehen. Grundlegend hat sie das Recht, sich bei Bedrohungen gegen Personal und Material zu verteidigen.

Der Auftrag in Kabul und Umgebung und in der Region Kunduz lautet: Unterstützung der vorläufigen Staatsorgane Afghanistans und ihrer Nachfolgeinstitutionen dei der Aufrechterhaltung der Sicherheit, so dass sowohl die afghanischen Staatsorgane als auch das Personal der Vereinten Nationen (inkl. ISAF) und anderes Zivilpersonal (insb. solches, das dem Wiederaufbau und humanitären Aufgaben nachgeht) in einem sicheren Umfeld arbeiten können, und Sicherheitsunterstützung bei der Wahrnehmung anderer Aufgaben in Unterstützung des Bonner Abkommens.

So steht es auf der Taschenkarte eines jeden ISAF Soldaten.

Mitglieder

Im Rahmen der ISAF nehmen in verschiedenen Lagern rund um Kabul unter anderem folgende Nationen teil: USA, Großbritannien, Kanada, Deutschland, Italien, Spanien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Kroatien, Mazedonien, Frankreich, Luxemburg, Ungarn, Lettland.

Aktuelles

Nach langer Diskussion wurde im Dezember 2003 der ISAF-Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt Kunduz ausgedehnt. Im Folgenden eine Übersicht der Kommandeure der Bundeswehr:

  • Oberst i.G. Schiebold
  • Oberst i.G. Baur (März 2004 bis Juni 2004)
  • Oberst i.G. Kuhn (Juni 2004 bis September 2004)
  • Oberst i.G. Barz (September 2004 bis Februar 2005)
  • Oberst i.G. Binder (Februar 2005 bis aktuell).

Seit ca. 10. Juni 2004 werden auch Diskussionen geführt, den Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt und Provinz Feyzabad auszudehnen, personell bedeutete dies eine Aufstockung der Kontingente um ca. 150 Mann unter Teilnahme von niederländischen Einheiten.

Seit 1. September 2004 ist das erste Kommando der Bundeswehr mit ca. 80 Soldaten in Feyzabad eingetroffen und hat dort das Camp bezogen. Bislang sind keine Soldaten aus anderen Nationen an dem Einsatz beteiligt. Auch hier die Übersicht der Kommandeure:

Siehe auch