„Gesundheits- und Krankenpflege“ – Versionsunterschied
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Version vom 11. Februar 2005, 10:58 Uhr
Geschichte
Krankenpflege zählt zu den ursprünglichsten Bestimmungsmerkmalen menschlicher Zivilisation und Kultur. Im Christentum zählt die Krankenpflege zu den sieben Werken der Barmherzigkeit. Mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter wurde sie jedem Christen zur Pflicht gemacht. Vor allem sorgte man sich um die kranken Pilger und baute an fast jeder Station der Pilgerwege ein Hospital. Als mit den Kreuzzügen die Lepra in Europa eingeschleppt wurde, wurden für diese Kranken besondere Hospitäler erbaut, ebenso um 1349 für die Opfer der Pest. Viele Heilige waren durch ihre Leistungen in der Krankenpflege bekannt. Die Vincentinerinnen wurden hauptsächlich zur organisierten Krankenpflege eingesetzt. Im Protestantismus begründete Florence Nightingale die professionelle Krankenpflegeausbildung. Nach ihrem Vorbild gründete Pastor Theodor Fliedner in Kaiserswerth das erste Diakonissenhaus. Die weltliche Krankenpflegeausbildung wurde von Henri Dunant begründet. In den letzten Jahrzehnten wurde die Pflege immer mehr auf wissenschaftliche Grundlagen gestellt. Die deutschsprachigen Länder bauen mit grosser Verspätung auf die angelsächsischen Länder die Pflegewissenschaft auf.
Ausbildung
Die Ausbildung in Deutschland dauert 3 Jahre und gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil.
Es werden Grundkenntnisse in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Pflege- und Gesundheitswissenschaften, pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften (z.B. Chemie, Physik und Ernährungslehre) und Medizin (z.B. Anatomie und Physiologie), der Geistes- und Sozialwissenschaften, sowie aus Recht, Politik und Wirtschaft vermittelt.
Ebenso Unterrichtsschwerpunkte sind die klinischen Fachgebiete:
- Innere Medizin, z.B. Diabetologie, Hepatologie, Nephrologie, Endokrinologie, Gastroenterologie, Pulmonologie, Hämatologie und andere
- Chirurgie, z.B. Gefäßchirurgie, Orthopädie, Transplantationschirurgie, Traumatologie, Abdominal-viszeral Chirurgie, Septische Chirurgie, Handchirurgie, Thoraxchirurgie, Kardio- und Neurochirurgie und andere
- Neurologie
- Gynäkologie
- Ophthalmologie
- Pädiatrie
- Dermatologie
- Urologie
- Psychiatrie
und alle anderen Gebiete der Medizin je nach Priorität für die Pflege.
Bestandteile der Ausbildung sollten auch die Bereiche der Berufspolitik, der Pflegewissenschaft, der Praxisanleitung in Grundzügen, der Betriebs- und Volkswirschaftslehre in Bezug auf das Gesundheitswesen sowie Medizinethik sein. Ferner gibt es Bestrebungen, Grundlagenwissen im Bereich nursing informatics zu vermitteln.
In der Theorie reflektierte Praxiseinsätze in Psychiatrie, Altenheim, ambulanter Pflege und Pflegemanagement sowie in Funktionsbereichen sollten ebenfalls feste Inhalte der Ausbildung füllen.
Ausführlichen Unterricht gibt es in der praktischen Pflege: Körperpflege des Patienten, Verbände anlegen, Wundversorgung, Medikamente fachgerecht verabreichen, Essen anreichen sind nur einige Beispiele der sehr umfangreichen Ausbildung.
Die Ausbildung endet mit einer dreiteiligen Abschlussprüfung (praktisch, schriftlich, mündlich).
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung darf man sich "Gesundheits- und Krankenpfleger/in" nennen. In der Schweiz heißt der Beruf seit 2003 Pflegefachperson.
Als weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten existieren die so genannten Fachweiterbildungen für Anästhesie und Intensivpflege, Psychiatriepflege usw.
Ebenso als Weiterbildung sind die akademischen Studiengänge der Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik und des Pflegemanagers / Pflegewirtes aufzuführen.
Spezifische Belastungen
Kritikpunkt ist oftmals die schlechte Bezahlung, auch werden durch Nachtzulagen zwar der Grundlohn aufgebessert, aber keine weiteren sozialen Rechte (Pensionsansprüche) erworben.
In keinem anderen Beruf ist die drop-out Rate so hoch, bzw. werden so selten Personen gefunden, die ihren Beruf bis zur Rente ausüben. Ausnahmen sind Models, Sportler, Schauspieler und andere.
Aus Gründen der Kostendämpfung und schlechter Organisation ist die Versorgung der Patienten in einem Krankenhaus in der Nacht oft am unteren Limit, wodurch nachteilige Wirkungen für den Patienten zu befürchten sind.
Weblinks
- http://www.pflegewiki.de, ein deutschsprachiges Wiki für das Pflegewissen
- http://www.2care.at Eine Webseite zur Gesundheits- und Krankenpflege
- http://www.pflege-wiki.de, ist als gemeinschaftlich erstelltes Nachschlagewerk für Krankenpflegekräfte, Krankengymnasten und Auszubildende gedacht.
Siehe auch