„Post“ – Versionsunterschied
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Version vom 12. März 2005, 23:27 Uhr
Dieser Artikel befasst sich mit der Post als Transporteur. Für die gleichnamige Abkürzung aus der Computertechnik siehe unter Power-On Self Test.
Etymologische Bedeutung
Herkunft
Das deutsche Wort Post wurde im 16. Jahrhundert dem Französischen (poste) und dem Lateinischen (posta) entlehnt. Es bezeichnete ursprünglich den Standort für den Wechsel aufstellter Laufboten oder Pferde.
Umgangssprache
Mit Post wird heute umgangssprachlich das Postamt bzw. die Postfiliale oder -agentur bezeichnet. Außerdem versteht man darunter auch jede Art von erhaltener Nachricht. Als Redensart hat sich der Ausdruck Ab geht die Post... zur Bezeichnung, einen Vorstoß zu unternehmen, z. B. im Radsport, erhalten.
Sammelbezeichung
Der Begriff wird auch für Postsendungen und -beförderungsmittel sowie Beförderungsarten aller Art verwendet. So kann unterschieden werden nach
- der Unternehmensform: Staatspost, Landespost, Stadtpost, privatrechtliches Unternehmen
- dem Laufweg: Inlandspost, Auslandspost
- dem Zweck: Dienstpost, Geschäftspost, Verwaltungspost, Wirtschaftspost, Privatpost
- dem benutzten Verkehrsmittel: Bahnpost, Luftpost, Ballonpost, Kraftpost, Schiffspost, Rohrpost, Straßenpost
- technologischen Aspekten: Anschlusspost, Eilpost, Zubringerpost
- dem Benutzerkreis: Feldpost, Dienstpost, Kurierpost, im Mittelalter auch Metzgerpost, Post des Deutschen Ritterordens.
Auch in den Zeitungen des 17. Jahrhunderts fand sich das Wort Post, wie das Beispiel der Leipziger Post- und Ordinar-Zeitung zeigt.

Geschichte
Entwicklung
Bereits zur Blütezeit der Maya-Kultur bestand ein ausgefeiltes Botensystem. Zum Zwecke der Staatsverwaltung kam ein Boten- und Postwesen vermutlich zunächst im Orient bei den Persern auf. Im Römischen Kaiserreich wurde das Postwesen entscheidend weiterentwickelt und gelangte im 15. Jahrhundert aus Italien nach Frankreich und Deutschland. Im Jahre 1516 richtete Franz von Taxis auf Veranlassung von Kaiser Maximilian I. eine erste regelmäßige Postverbindung zwischen Wien und Brüssel ein. Im 19. Jahrhundert hat sich besonders Heinrich von Stephan um das nationale und internationale Postwesen verdient gemacht.
Postunternehmen

Die Post ist eine Organisationsform, die Briefe, Pakete, Geld und teilweise Personen (in Österreich mit Postbussen) transportiert. Zur Post gehörte bis in die 1990er Jahre in den meisten europäischen Ländern auch das Fernmeldewesen sowie eine Bank.
Die meisten Postorganisationen sind Mitglied im Weltpostverein.
Die jeweiligen Postunternehmen waren Behörden bzw. streng gegliederte Staatsunternehmen (in den sozialistischen Staaten) und nahmen hoheitliche Aufgaben war. Ihre Mitarbeiter waren Beamte bzw. Angestellte.
Situation in Deutschland
1995 wurde die Deutsche Bundespost privatisiert und in die drei Sparten Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG und Deutsche Postbank AG aufgeteilt.
Neben den ehemals staatlichen Postunternehmen gibt es auch private Postdienstleister.
In Deutschland ist das gewerbliche Anbieten von Postdienstleistungen jedermann erlaubt (Grundgesetz Art. 87f Abs. 2). Nur für Briefsendungen bis 1000 Gramm wird eine Lizenz der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post benötigt.
Wer ohne diese Lizenz tätig wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 1 Million Euro geahndet werden.
weitergehende Informationen
Siehe auch
- Portal Post
- Register Post
- Unternehmen: Deutsche Bundespost, Deutsche Telekom AG, Deutsche Post AG, Postbank AG, Danziger Postgeschichte, Österreichische Post AG, Die Schweizerische Post, Färöische Post
Weblinks
Weblinks zum Namen
- http://www.deutschepost.de/dpag?check=yes&lang=de_DE&xmlFile=15291
- http://www.preussen-chronik.de/begriff.jsp?key=Begriff_Brandenburgisch-Preu%DFische+Post