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„Deutschlandsender“ – Versionsunterschied

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Der '''Deutschlandsender''' ist einer der ältesten deutschen [[Rundfunksender]].
Der '''Deutschlandsender''' ist einer der ältesten deutschen [[Rundfunksender]]. Der Name "Deutschlandsender" war von 1926 bis Ende 1993 in Gebrauch.


== Geschichte ==

===Weimarer Republik und NS-Zeit===
Der Deutschlandsender startete seinen Betrieb am [[7. Januar]] [[1926]] in [[Königs Wusterhausen]] als "Deutschlandsender I".
Der Deutschlandsender startete seinen Betrieb am [[7. Januar]] [[1926]] in [[Königs Wusterhausen]] als "Deutschlandsender I".


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Am [[19. Mai]] [[1939]] startete "Deutschlandsender III" in [[Herzberg (Elster)|Herzberg]] seine Sendungen. Die Sendeanlage wurde 1945 zerstört bzw. abgebaut.
Am [[19. Mai]] [[1939]] startete "Deutschlandsender III" in [[Herzberg (Elster)|Herzberg]] seine Sendungen. Die Sendeanlage wurde 1945 zerstört bzw. abgebaut.


===Nach dem Ende des 2. Weltkriegs===
1947 nahm der Langwellensender ("Deutschlandsender IV") seinen Betrieb auf. Als Senderstandort diente zuerst [[Königs Wusterhausen]], später [[Zehlendorf bei Oranienburg]].
1947 nahm der Langwellensender ("Deutschlandsender IV") seinen Betrieb auf. Als Senderstandort diente zuerst [[Königs Wusterhausen]], später [[Zehlendorf bei Oranienburg]].


(DLS) wurde ein [[Hörfunk|Hörfunkprogramm]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Es startete am [[1. Mai]] [[1949]] mit einem für Westdeutschland bestimmten Programm, das über [[Langwelle]] (185 kHz) und [[Kurzwelle]] ausgestrahlt wurde.
1949 wurde der Deutschlandsender (DLS) ein [[Hörfunk|Hörfunkprogramm]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Es startete am [[1. Mai]] [[1949]] mit einem für Westdeutschland bestimmten Programm, das über [[Langwelle]] (185 kHz) und [[Kurzwelle]] ausgestrahlt wurde.

Im Zuge der Zentralisierung in der DDR im Jahre [[1952]], bei der u.a. auch die fünf Länder aufgelöst wurden, trat auch im Rundfunkwesen eine Änderung ein. Inzwischen war auch in der Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide das neue Funkhaus entstanden. Von hier aus wurden ab 1952 alle Rundfunkprogramme der DDR ausgestrahlt.

Im September 1952 wurde die DLS-Kurzwelle zum Programm "Berlin I" mit politischem Schwerpunkt und die DLS-Langwelle zum Programm "Berlin II" mit dem Schwerpunkt Kultur und Gesellschaft umgewandelt. Doch wurde bereits im August 1953 der Deutschlandsender wieder neu errichtet. Er strahlte künftig ein gesamtdeutsches Programm aus und war neben Langwelle und Mittelwelle auch über [[UKW]] zu empfangen. Chefredakteur war 1953-1955 [[Erich Selbmann]]


Auf Beschluss des [[Staatliches Rundfunkkomitee|Staatlichen Rundfunkkomitees]] von [[1971]] wurde der Deutschlandsender mit der [[Berliner Welle]] zu dem neuen Programm [[Stimme der DDR]] zusammen gelegt, welches im November [[1972]] startete.
Im Zuge der Zentralisierung in der DDR im Jahre [[1952]], bei der u.a. auch die fünf Länder aufgelöst wurden, trat auch im Rundfunkwesen eine Änderung ein. Inzwischen war auch in der Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide das neue Funkhaus entstanden. Von hier aus wurden ab 1952 alle Rundfunkprogramme der DDR ausgestrahlt. Im September 1952 wurde die DLS-Kurzwelle schlicht zum Programm "Berlin I" mit politischem Schwerpunkt und die DLS-Langwelle zum Programm "Berlin II" mit dem Schwerpunkt Kultur und Gesellschaft umgewandelt. Doch wurde bereits im August 1953 der Deutschlandsender wieder neu errichtet. Er strahlte künftig ein gesamtdeutsches Programm aus und war neben Langwelle und Mittelwelle auch über [[UKW]] zu empfangen. Chefredakteur war 1953-1955 [[Erich Selbmann]]


Auf Beschluss des [[Staatliches Rundfunkkomitee|Staatlichen Rundfunkkomitees]] der DDR im Jahre [[1971]] wurde der Deutschlandsender mit der [[Berliner Welle]] zum neuen Programm [[Stimme der DDR]] zusammen gelegt, welches im November [[1972]] startete. Im Februar [[1990]] wurde "Stimme der DDR" in "Deutschlandsender" rückbenannt und im Mai [[1990]] mit [[Radio DDR 2]] zum Sender [[DS Kultur]] vereinigt, der zum [[1. Januar]] [[1994]] im [[DeutschlandRadio]] aufging.
Im Februar [[1990]] wurde "Stimme der DDR" in "Deutschlandsender" rückbenannt und im Mai [[1990]] mit [[Radio DDR 2]] zum [[Deutschlandsender Kultur]] (DS Kultur) vereinigt, der zum [[1. Januar]] [[1994]] im DeutschlandRadio (heute: [[Deutschlandradio]]) aufging.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==

Version vom 14. März 2005, 23:41 Uhr

Der Deutschlandsender ist einer der ältesten deutschen Rundfunksender. Der Name "Deutschlandsender" war von 1926 bis Ende 1993 in Gebrauch.

Geschichte

Weimarer Republik und NS-Zeit

Der Deutschlandsender startete seinen Betrieb am 7. Januar 1926 in Königs Wusterhausen als "Deutschlandsender I".

Der "Deutschlandsender II" begann am 20. Dezember 1927 in Zeesen seine Tätigkeit.

Am 19. Mai 1939 startete "Deutschlandsender III" in Herzberg seine Sendungen. Die Sendeanlage wurde 1945 zerstört bzw. abgebaut.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs

1947 nahm der Langwellensender ("Deutschlandsender IV") seinen Betrieb auf. Als Senderstandort diente zuerst Königs Wusterhausen, später Zehlendorf bei Oranienburg.

1949 wurde der Deutschlandsender (DLS) ein Hörfunkprogramm der DDR. Es startete am 1. Mai 1949 mit einem für Westdeutschland bestimmten Programm, das über Langwelle (185 kHz) und Kurzwelle ausgestrahlt wurde.

Im Zuge der Zentralisierung in der DDR im Jahre 1952, bei der u.a. auch die fünf Länder aufgelöst wurden, trat auch im Rundfunkwesen eine Änderung ein. Inzwischen war auch in der Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide das neue Funkhaus entstanden. Von hier aus wurden ab 1952 alle Rundfunkprogramme der DDR ausgestrahlt.

Im September 1952 wurde die DLS-Kurzwelle zum Programm "Berlin I" mit politischem Schwerpunkt und die DLS-Langwelle zum Programm "Berlin II" mit dem Schwerpunkt Kultur und Gesellschaft umgewandelt. Doch wurde bereits im August 1953 der Deutschlandsender wieder neu errichtet. Er strahlte künftig ein gesamtdeutsches Programm aus und war neben Langwelle und Mittelwelle auch über UKW zu empfangen. Chefredakteur war 1953-1955 Erich Selbmann

Auf Beschluss des Staatlichen Rundfunkkomitees von 1971 wurde der Deutschlandsender mit der Berliner Welle zu dem neuen Programm Stimme der DDR zusammen gelegt, welches im November 1972 startete.

Im Februar 1990 wurde "Stimme der DDR" in "Deutschlandsender" rückbenannt und im Mai 1990 mit Radio DDR 2 zum Deutschlandsender Kultur (DS Kultur) vereinigt, der zum 1. Januar 1994 im DeutschlandRadio (heute: Deutschlandradio) aufging.

Siehe auch

Rundfunk der DDR