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„Sabine Bergmann-Pohl“ – Versionsunterschied

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Mit der [[Wiedervereinigung]] wurde sie am [[3. Oktober]] 1990 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]], dem sie dann bis zum [[22. September]] [[2002]] angehörte.
Sabine Bergmann-Pohl war zuletzt (14. Wahlperiode 1998) über die Landesliste Berlin in den Deutschen Bundestag eingezogen.
Sabine Bergmann-Pohl war zuletzt (14. Wahlperiode 1998) über die Landesliste Berlin in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Version vom 13. März 2005, 14:41 Uhr

Sabine Bergmann-Pohl geb. Schulz (* 20. April 1946 in Eisenach) ist eine deutsche Politikerin (CDU).

Sie war 1990 Präsidentin der Volkskammer der DDR, von 1990 bis 1991 Bundesministerin für besondere Aufgaben und von 1991 bis 1998 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit.

Ausbildung und Beruf

Nach dem Abitur 1964 wurde sie nicht zum Studium zugelassen und absolvierte daher ein zweijähriges Praktikum im Institut für Gerichtsmedizin an der Humboldt-Universität Berlin. 1966 konnte sie dann ein Studium der Medizin beginnen, welches sie 1972 als Diplom-Medizinerin beendete. Seit 1979 ist sie Fachärztin für Lungenkrankheiten. 1980 erfolgte ihre Promotion zum Dr. med.. Von 1980 bis 1995 war sie Ärztliche Leiterin der Poliklinischen Abteilung für Lungenkrankheiten und Tuberkulose in Berlin-Friedrichshain. Von 1985 bis 1990 war sie zusätzlich Ärztliche Direktorin in der Bezirksstelle für Lungenkrankheiten und Tuberkulose in Ost-Berlin.

Familie

Sabine Bergmann-Pohl ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Partei

Seit 1981 ist sie Mitglied der CDU (bis 1990 der DDR).

Abgeordnete

Bei der ersten freien Volkskammerwahl wurde sie am 18. März 1990 in die Volkskammer der DDR gewählt. Am 5. April 1990 erfolgte ihre Wahl zur Präsidentin der Volkskammer. In dieser Eigenschaft war sie das letzte Staatsoberhaupt der DDR und als solche bisher die einzige Frau in dieser Funktion in einem deutschen Staat. Mit der Wiedervereinigung wurde sie am 3. Oktober 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages, dem sie dann bis zum 22. September 2002 angehörte. Sabine Bergmann-Pohl war zuletzt (14. Wahlperiode 1998) über die Landesliste Berlin in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Öffentliche Ämter

Am 3. Oktober 1990 wurde sie als Bundesminister für besondere Aufgaben in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Nach der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 schied sie am 18. Januar 1991 als Bundesministerin aus der Bundesregierung aus. Sie wurde stattdessen zur Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit ernannt. Nach der Bundestagswahl 1998 schied sie am 26. Oktober 1998 aus der Bundesregierung aus.