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„Düdingen“ – Versionsunterschied

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===Judikative===
===Judikative===
Düdingen gehört zum 3. Friedensgerichtskreis des Sensebezirkes mit Sitz in Schmitten. Strafgerichtsfälle und grössere Zivilgerichtsfälle werden vom [[Bezirksgericht]] in Tafers behandelt.
Düdingen gehört zum 3. Friedensgerichtskreis des Sensebezirkes mit Sitz in Schmitten. Strafgerichtsfälle und grössere Zivilgerichtsfälle werden vom [[Bezirksgericht]] in Tafers behandelt.

==Wirtschaft==
Wirtschaftlich hat, wie überall in der Schweiz, eine Verschiebung der Beschäftigung der Bevölkerung vom Primärsektor (Landwirtschaft) zugunsten der Sektoren 2 ( Industrie und Gewerbe) und 3 (Diensteistungen) stattgefunden. Anteilsmässig ging der Landwirtschaftssektor von 46.5 % im Jahre 1930 auf 7.9 % 1990 zurück, während dessen der Industriesektor von 29.7 % auf 33.7 % und der Dienstleistungssektor von 23.8 % auf 57.7 % zunahm.

Im Jahr 2000 standen 1'353 Arbeitsplätze für gesamthaft 3'675 Arbeitnehmer in Düdingen zur Verfügung. Die restliche 2'427 (66 %) Arbeitnehmer verdienen ihren Lebensunterhalt ausserhalb der Gemeinde.
===Landwirtschaft===
Mit 2000 Hektaren, was 70 % der Gesamtfläche ausmacht, weist Düdingen die grösste landwirtschaftliche Nutzfläche des Kantons aus. Seit Anfang letztes Jahrhundert ist die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe ständig gesunken: von 245 Betriebe im Jahre 1929, waren es noch 97 im Jahre 2001.

Die Milchwirtschaft ist von grosser Bedeutung. Drei Käsereien (Bundtels, Mariahilf und Düdingen) verarbeiten eine der grössten Milchmenge der Schweiz in Käse. Obstbau und Saatzucht sind weitere starke wirtschaftliche Zweige.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war vor allem der Getreideanbau vorherrschend. Durch Schiff und Eisenbahn sanken die Getreidepreise sehr stark so dass eine rasche Umstellung auf Viehzucht stattfand. Noch heute ist die Viehzucht eine wichtige Einnahmequelle der Bauerschaft, wie es die Zahlen aus dem Jahre 1993 ausdrücken:

* Rindvieh: 3'126
* Davon Kühe: 1'233
* Pferde: 62
* Ponies/Esel: 12
* Schweine: 3'310
* Schafe: 610
* Ziegen: 18
* Kaninchen: 601
* Hühner: 71'841
* Bienenvölker: 403





Version vom 13. März 2005, 00:11 Uhr

Vorlage:Ort Schweiz Düdingen ist eine Gemeinde im Sensebezirk des Kantons Freiburg in der Schweiz. Die Gemeinde liegt östlich vom Schiffenensee ziemlich in der Mitte des deutschfreiburgischen Mittellandes. Mit mehr als 7'000 Einwohner (7'039 am 1.1.2005) ist sie eine der grossen Gemeinden der Agglomeration (Ballungsgebiet) der Stadt Freiburg im Uechtland.

Deutsch: Düdingen; Französisch: Guin.

Geographie

Als westlichste Gemeinde des unteren Sensebezirkes neigt sich das Gemeindegebiet gegen Westen und Südwesten zur Saane. Die Saane bildet hier den Schiffenensee und bildet zugleich die Bezirksgrenze. Der Düdingerbach (am Oberlauf auch Horiabach genannt) trennt die Gemeinde in zwei ähnlich grosse Gebiete auf.

Der tiefste Punkt befindet sich mit 498 m über Meer unterhalb der Staumauer des Schiffenensees; der höchste Punkt ist beim Dälhölzli auf 703 m zu finden.

Flächenmässig ist Düdingen mit 3'086 Hektaren die sechstgrösste Gemeinde des Kantons und die zweitgrösste, nach Plaffeien, des Sensebezirks.

Düdingen besteht im Wesentlichen aus einem Dorf mit Kern und angrenzenden Quartieren und aus einer Vielzahl (etwa 20) kleiner Weiler.

Neun Gemeinden und zwei Bezirke grenzen an Düdingen: an die Sensebezirk-Gemeinden Tafers, Schmitten und Bösingen; an die Seebezirk-Gemeinden Kleinbösingen, Gurmels und Barberêche; an die Saanebezirk-Gemeinden La Sonnaz, Granges-Paccot und Freiburg.

Bevölkerung

Volkszählungen Düdingen

Einwohnermässig ist Düdingen nach Freiburg, Bulle, Villars-sur-Glâne und Marly die fünftgrösste Gemeinde.

Im Jahre 1995 besassen 13.8 % der Bevölkerung das Düdinger Bürgerrecht, 51.7 waren Bürger aus anderen Gemeinden vom Kanton, 28.2 % hatten das Bürgerecht in anderen Kantonen und die restlichen 6.3 % waren Ausländer.

Eine Bevölkerungszählung aus dem Jahre 1447 ergab 629 Einwohner einschliesslich dem Gebiet, das heute zur Gemeinde Schmitten gehört. Einige Weiler (Bundtels mit 60 und Jetschwil mit 55 Einwohner) waren bevölkerungsreicher als das Dorf Düdingen mit 51 Einwohner.

Seit Anfang 19. Jahrhundert, hat die Bevölkerung stetig zugenommen, um im Jahre 2005 mehr als 7'000 Einwohner zu erreichen. Einzig im Jahre 1922, ist ein Knick zu verzeichnen, der auf die Trennung der Gemeinde Schmitten zurückzuführen ist (siehe auch Geschichte).

Sprachen

Düdingen ist eine deutschsprachige Gemeinde. Wegen der Nähe zur Stadt Freiburg gab es schon immer eine kleine Minderheit französischsprachiger Einwohner.

Muttersprache Anteil (1990) Anteil (2000)
Deutsch 91.9 % 89.7 %
Französisch 4.3 % 4.5 %
Andere 3.8 % 5.8 %

Religionen - Konfessionen

In Düdingen bestehen als öffentlich-rechtlich anerkannte Kirchen die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche. Weiter gibt es die Freie Evangelische Gemeinde als privatrechtlich organisierte konfessionelle Gemeinschaft. Das Verhältnis der Konfessionen hat sich seit 1860 nur wenig verändert.

Religion Anteil (1860) Anteil (1900) Anteil (1950) Anteil (2000)
Römisch-katholisch 88.1 % 83.8 % 86.5 % 72.4 %
Evangelisch-reformiert 11.9 % 16.2 % 13.1 % 16.1 %
Andere inkl. Konfessionslose 0 % 0 % 0.4 % 11.5 %

Regierung

Legislative

Ab 1873 während einigen Jahren und von 1982 bis 1991 gab es in Düdingen ein Gemeindeparlament mit 50 Mitgliedern (Generalrat). Durch eine im Jahr 1990 durchgeführte Volksabstimmung, wurde es wieder abgeschafft. Gegenwärtig ist die oberste Behörde die Gemeindeversammlung, die jährlich mindestens zweimal stattfindet. Die Gemeindeversammlung befindet über den Voranschlag und die Rechnung sowie über alle weiteren wichtigen Geschäfte der Gemeinde.

Exekutive

Die ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Er besteht aus 9 Mitglieder und wird an der Urne auf 5 Jahre gewählt. Der Gemeinderat wählt selber die Gemeindepräsidentin oder den Gemeindepräsident (auch Ammann oder Syndic genannt) aus den eigenen Reihen.

Sitzverteilung im Gemeinderat nach Partei (Legislatur 2002 bis 2006)

Partei Anzahl Vertreter
CVP Christlichdemokratische Volkspartei 3
CSP Christlichsoziale Partei 2
SP Sozialdemokratische Partei 1
FWD Freie Wähler Düdingen 1
FDP Freisinnig-Demokratische Partei 2

Judikative

Düdingen gehört zum 3. Friedensgerichtskreis des Sensebezirkes mit Sitz in Schmitten. Strafgerichtsfälle und grössere Zivilgerichtsfälle werden vom Bezirksgericht in Tafers behandelt.

Wirtschaft

Wirtschaftlich hat, wie überall in der Schweiz, eine Verschiebung der Beschäftigung der Bevölkerung vom Primärsektor (Landwirtschaft) zugunsten der Sektoren 2 ( Industrie und Gewerbe) und 3 (Diensteistungen) stattgefunden. Anteilsmässig ging der Landwirtschaftssektor von 46.5 % im Jahre 1930 auf 7.9 % 1990 zurück, während dessen der Industriesektor von 29.7 % auf 33.7 % und der Dienstleistungssektor von 23.8 % auf 57.7 % zunahm.

Im Jahr 2000 standen 1'353 Arbeitsplätze für gesamthaft 3'675 Arbeitnehmer in Düdingen zur Verfügung. Die restliche 2'427 (66 %) Arbeitnehmer verdienen ihren Lebensunterhalt ausserhalb der Gemeinde.

Landwirtschaft

Mit 2000 Hektaren, was 70 % der Gesamtfläche ausmacht, weist Düdingen die grösste landwirtschaftliche Nutzfläche des Kantons aus. Seit Anfang letztes Jahrhundert ist die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe ständig gesunken: von 245 Betriebe im Jahre 1929, waren es noch 97 im Jahre 2001.

Die Milchwirtschaft ist von grosser Bedeutung. Drei Käsereien (Bundtels, Mariahilf und Düdingen) verarbeiten eine der grössten Milchmenge der Schweiz in Käse. Obstbau und Saatzucht sind weitere starke wirtschaftliche Zweige.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war vor allem der Getreideanbau vorherrschend. Durch Schiff und Eisenbahn sanken die Getreidepreise sehr stark so dass eine rasche Umstellung auf Viehzucht stattfand. Noch heute ist die Viehzucht eine wichtige Einnahmequelle der Bauerschaft, wie es die Zahlen aus dem Jahre 1993 ausdrücken:

  • Rindvieh: 3'126
  • Davon Kühe: 1'233
  • Pferde: 62
  • Ponies/Esel: 12
  • Schweine: 3'310
  • Schafe: 610
  • Ziegen: 18
  • Kaninchen: 601
  • Hühner: 71'841
  • Bienenvölker: 403