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„Musik aus Studio B“ – Versionsunterschied

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== Untergang der Reihe ==
== Untergang der Reihe ==


1968 kam es ungeachtet der unverändert hohen Sehbeteiligung zu einem Streit mit dem NDR-Fernseh-Unterhaltungschef [[Harald Vock]], woraufhin Howland seinen Vertrag auslaufen ließ und sämtliche Aufzeichnungen bis auf eine Jubiläumssendung im Auftrag von Vock gelöscht wurden. Einige original 38 cm/s.-Musikbänder lagern heute im MEDIENARCHIV BIELEFELD.
1968 kam es ungeachtet der unverändert hohen Sehbeteiligung zu einem Streit mit dem NDR-Fernseh-Unterhaltungschef [[Harald Vock]], woraufhin Howland seinen Vertrag auslaufen ließ und sämtliche Aufzeichnungen bis auf eine Jubiläumssendung im Auftrag von Vock gelöscht wurden. Einige original 38 cm/s.-Musikbänder (1965/1966) lagern heute im MEDIENARCHIV BIELEFELD.


Nun entfielen die Comedy-Elemente völlig und es übernahmen zunächst [[Peter Fröhlich]] und dann [[Henning Venske]] die Sendung. Schließlich kam es zu einer wechselnden Moderation, unter anderem von [[Katja Ebstein]], was mitunter sogar unter freien Himmel geschah − der Titel der Sendung passte also überhaupt nicht mehr. Anschließend ist die Reihe weitgehend unbemerkt eingestellt worden.
Nun entfielen die Comedy-Elemente völlig und es übernahmen zunächst [[Peter Fröhlich]] und dann [[Henning Venske]] die Sendung. Schließlich kam es zu einer wechselnden Moderation, unter anderem von [[Katja Ebstein]], was mitunter sogar unter freien Himmel geschah − der Titel der Sendung passte also überhaupt nicht mehr. Anschließend ist die Reihe weitgehend unbemerkt eingestellt worden.

Version vom 15. Mai 2008, 13:59 Uhr

Musik aus Studio B war eine 45minütige Show für deutsche Schlager des NDR im Ersten Fernsehprogramm. Sie ist untrennbar mit dem Namen Chris Howland verbunden und lief gewöhnlich wochentags um 21:00 Uhr. Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre gab es eine gleichnamige Hörfunksendung, in der auch einige ausländische Schlager gesendet wurden.

Namensgebung

Den Beteiligten fiel kein Titel ein, so ergab es sich, dass man einfach den Veranstaltungsort nahm: Das Studio B war dabei eins der Studios im NDR-Fernsehzentrum in Hamburg-Lokstedt, es handelte sich um das spätere erste Farbstudio des NDR.

Konzept

Neu an der Sendereihe war die enge Zusammenarbeit mit der privaten Schallplattenindustrie, was im Hinblick auf die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender als problematisch empfunden wurde, schließlich aber problemlos funktionierte. Neben Live-Interpretationen wurden auch Schallplatten gespielt, dazu tanzte dann das Hamburger Fernsehballett des NDRs oder es wurden Filmeinspielungen gezeigt – vorproduzierte Videoclips, wie sie heute weltweit üblich sind, waren noch unbekannt.

In der Sendung wurde ausschließlich deutsch gesungen, dies galt auch für internationale Künstler anderer Sprachen, die man einlud.

„Musik aus Studio B“ begann – wie viele andere erfolgreiche Produktionen – zunächst als Hörfunkreihe (im NWDR bzw. NDR) etwa 1957, jeden Samstag ab 18:45 Uhr und war eine der ersten Sendungen im deutschen Rundfunk, die anglo-amerikanische Musik spielte. Als ehemaliger BFBS-Mann orientierte sich Chris Howland natürlich mehr am englischen als am amerikanischen Schallplattenmarkt und spielte überwiegend die englischen Coverversionen der großen amerikanischen Hits, die allerdings häufig in den britischen Charts besser platziert waren als ihre amerikanischen Originale.

Präsentation

Chris Howland setzte die erfolgreiche Linie seiner Hörfunk-Sendungen fort und baute zwischen den einzelnen Musikdarbietungen Comedy-Elemente ein, womit er schon ein wenig das Konzept der Plattenküche vorwegnahm. Dabei unterstützte ihn stets Billy Mo.

Untergang der Reihe

1968 kam es ungeachtet der unverändert hohen Sehbeteiligung zu einem Streit mit dem NDR-Fernseh-Unterhaltungschef Harald Vock, woraufhin Howland seinen Vertrag auslaufen ließ und sämtliche Aufzeichnungen bis auf eine Jubiläumssendung im Auftrag von Vock gelöscht wurden. Einige original 38 cm/s.-Musikbänder (1965/1966) lagern heute im MEDIENARCHIV BIELEFELD.

Nun entfielen die Comedy-Elemente völlig und es übernahmen zunächst Peter Fröhlich und dann Henning Venske die Sendung. Schließlich kam es zu einer wechselnden Moderation, unter anderem von Katja Ebstein, was mitunter sogar unter freien Himmel geschah − der Titel der Sendung passte also überhaupt nicht mehr. Anschließend ist die Reihe weitgehend unbemerkt eingestellt worden.

Laufzeit

  • 22. August 1961 bis 1970: Chris Howland (61 Folgen)
  • 1970: Peter Fröhlich
  • 1971–1974: Henning Venske
  • 1975–1976: verschiedene Moderatoren
  • Nachfolgesendung: MOT („Musik on Top“), sie blieb allerdings erfolglos –
    der Musikladen von Radio Bremen hatte (die führende) Rolle übernommen.