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„Karl Max Schneider“ – Versionsunterschied

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== Lebenslauf ==
== Lebenslauf ==


=== Schulzeit ===
=== Schulzeit und Studium ===
Schneider wurde am 13. März 1887 als Sohn eines Kaufmanns geboren. Als Bruder von sechs Geschwistern besuchte er bis 1901 die Volksschule in seiner Heimatstadt. Ab 1901 lernte er auf dem Fürstlich-Schönburgischen [[Lehrerseminar]] zu [[Waldenburg]]. Wie seine Geschwister erlernte er den Lehrerberuf. Als Lehrer wurde er 1908 bis 1910 in [[Meerane]] zur Aushilfe angestellt. 1912 bestand er das [[Abitur]] am [[Realgymnasium]] [[Freiberg]]. Er studierte bereits ab 1910 an der Leipziger Universität, wo er ein [[Naturwissenschaften|naturwissenschaftliches]] [[Studium]] absolvierte. Im Dezember 1913 stellte er seine Doktorarbeit „''Die erkenntnistheoretischen Grundlagen in Rickerts Lehre von der Transzendenz''“ fertig, konnte damit aber aufgrund des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] erst 1918 [[Promotion (Doktor)|promovieren]]. Im August 1914 wurde Schneider zum Frontdienst eingezogen. Ein Jahr später musste sein linker Unterschenkel nach einer schweren Verwundung [[Amputation|amputiert]] werden. Bei Kriegsende war er zunächst Assistent im Zoologischen Institut der Frankfurter Universität.
Schneider wurde am 13. März 1887 als Sohn eines Kaufmanns geboren. Als Bruder von sechs Geschwistern besuchte er bis 1901 die Volksschule in seiner Heimatstadt. Ab 1901 lernte er auf dem Fürstlich-Schönburgischen [[Lehrerseminar]] zu [[Waldenburg]]. Wie seine Geschwister erlernte er den Lehrerberuf. Als Lehrer wurde er 1908 bis 1910 in [[Meerane]] zur Aushilfe angestellt. 1912 bestand er das [[Abitur]] am [[Realgymnasium]] [[Freiberg]]. Er studierte bereits ab 1910 an der Leipziger Universität, wo er ein [[Naturwissenschaften|naturwissenschaftliches]] [[Studium]] absolvierte. Im Dezember 1913 stellte er seine Doktorarbeit „''Die erkenntnistheoretischen Grundlagen in Rickerts Lehre von der Transzendenz''“ fertig, konnte damit aber aufgrund des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] erst 1918 [[Promotion (Doktor)|promovieren]]. Im August 1914 wurde Schneider zum Frontdienst eingezogen. Ein Jahr später musste sein linker Unterschenkel nach einer schweren Verwundung [[Amputation|amputiert]] werden. Bei Kriegsende war er zunächst Assistent im Zoologischen Institut der Frankfurter Universität.



Version vom 15. Mai 2008, 07:20 Uhr

Datei:Max Schneider Loewen.jpg
Schneider mit zwei Löwenjungen

Karl Max Schneider (* 13. März 1887 in Callnberg; † 26. Oktober 1955 in Leipzig) war ein deutscher Zoodirektor, Wissenschaftler und Humanist.

Lebenslauf

Schulzeit und Studium

Schneider wurde am 13. März 1887 als Sohn eines Kaufmanns geboren. Als Bruder von sechs Geschwistern besuchte er bis 1901 die Volksschule in seiner Heimatstadt. Ab 1901 lernte er auf dem Fürstlich-Schönburgischen Lehrerseminar zu Waldenburg. Wie seine Geschwister erlernte er den Lehrerberuf. Als Lehrer wurde er 1908 bis 1910 in Meerane zur Aushilfe angestellt. 1912 bestand er das Abitur am Realgymnasium Freiberg. Er studierte bereits ab 1910 an der Leipziger Universität, wo er ein naturwissenschaftliches Studium absolvierte. Im Dezember 1913 stellte er seine Doktorarbeit „Die erkenntnistheoretischen Grundlagen in Rickerts Lehre von der Transzendenz“ fertig, konnte damit aber aufgrund des Ersten Weltkrieges erst 1918 promovieren. Im August 1914 wurde Schneider zum Frontdienst eingezogen. Ein Jahr später musste sein linker Unterschenkel nach einer schweren Verwundung amputiert werden. Bei Kriegsende war er zunächst Assistent im Zoologischen Institut der Frankfurter Universität.

Zoo Leipzig

1919 kehrte er zurück nach Leipzig, wo er als Volontär-Assistent am psychologischen Institut der Universität angestellt wurde. Ab 1920 war er Assistent im Leipziger Zoo, 1934 wurde er dort zum Direktor berufen. Sein Interesse galt vor Allem der Löwenaufzucht. Der Leipziger Zoo exportierte Großkatzen sogar nach Afrika. Unter Schneider erreichte der Zoo Weltgeltung. Schneider wurde 1952 zum Vizepräsidenten des Internationalen Verbandes der Zoodirektoren gewählt. Im folgenden Jahr erhielt er die Präsidentschaft über den Verband Deutscher Zoodirektoren und den Professorentitel. Er bekam außerdem die Ehrenbürgerwürde der Stadt Leipzig verliehen und wurde mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. Schneider leitete den Leipziger Zoo bis zu seinem Tod am 26. Oktober 1955.[1][2]

Schaffen von Schneider

Karl Max Schneider befasste sich ausgiebig mit der Psychologie der Tiere und deren Aufzucht. In der Leipziger Volkszeitung wurden regelmäßig Schriften über den Zoo veröffentlicht, die Schneider ab 1913 verfasste. Die artgerechte Aufzucht und Freilassung von in Gefangenschaft geborenen Löwen wird als eines der größten Verdienste von Schneider angesehen. Er trug damit zum Schutz der Löwen und zu deren Rettung vor dem Aussterben bei. Zudem verfasste er zahlreiche Texte über unterschiedliche Tierarten, in denen er seine Erkenntnisse über deren Psychologie niederschrieb. Schließlich erkannte der engagierte Wissenschaftler auch die populäre Wirkung des noch jungen Fernsehens und begründete die Sendereihe "Der gefilmte Brehm" im Deutschen Fernsehfunk (DFF).

In der Zoologie erreichte Schneider durch sein Wirken weltweite Anerkennung. In mehreren Städten - wie in seinem Geburtsort - wurden Straßen nach dem Zoologen benannt. Schulen wie das Prof.-Dr.-Max-Schneider-Gymnasium in Lichtenstein tragen seinen Namen.[2]

Quellen

  1. http://www.zoo-ag.de/KarlMaxSchneider/index.html
  2. a b Gymnasium Lichtenstein