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„Feinstofflichkeit“ – Versionsunterschied

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== Begriffsgeschichte ==
== Begriffsgeschichte ==
Ein der Feinstofflichkeit ähnelnder Gedanke existiert im [[Hinduismus]]. Die Idee des ‚feinen Körpers‘ (Sanskrit: ''sukshma sharira'') spielt dort eine bedeutende Rolle. Erste schriftliche Erwähnungen gehen bis auf die [[Veden]] zurück. Nach den Vorstellungen des [[Vedanta]] ist der physische Körper des Menschen von einem feinen Körper umgeben. Während der physische Körper nach dem Tod eines Menschen zerfällt, ist der feine Körper ein ewiger Sitz der Seele durch ihre verschiedenen [[Inkarnation]]en.<ref>Swami Abhedananda: ''Life Beyond Death: A Critical Study of Spiritualism.'' Vedanta Press, Hollywood 1986. ISBN 0874816165</ref>

Der deutsche Begriff ‚feinstofflich‘ wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die ersten [[Theosophie|theosophischen]] Veröffentlichungen geprägt. Autoren wie [[Franz Hartmann]], [[Max Heindel]], [[Dion Fortune]] und [[Maria Szepes]] benutzten noch mehrere Wörter, die jeweils nur einen Teil dieses Begriffes abdecken. [[Rudolf Steiner]] verwies hingegen darauf, dass mit den Begriffen [[Energiekörper|Ätherleib]] und [[Astralleib]] auf nicht-materielle Realitäten – nicht auf irgendwie „feiner“ organisierte Materie – gedeutet wird: auf die ein Lebewesen belebende (Ätherleib) bzw. beseelende (Astralleib), also deren Leib impulsierende und organisierende [[Entität]]en, die direkt nur durch [[Hellsehen]] wahrgenommen werden können. Er lehnte also – streng genommen – die Bezeichnung ‚feinstofflich‘ als Begriff für etwas Immaterielles, auf die Materie Wirkendes, ab.
Der deutsche Begriff ‚feinstofflich‘ wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die ersten [[Theosophie|theosophischen]] Veröffentlichungen geprägt. Autoren wie [[Franz Hartmann]], [[Max Heindel]], [[Dion Fortune]] und [[Maria Szepes]] benutzten noch mehrere Wörter, die jeweils nur einen Teil dieses Begriffes abdecken. [[Rudolf Steiner]] verwies hingegen darauf, dass mit den Begriffen [[Energiekörper|Ätherleib]] und [[Astralleib]] auf nicht-materielle Realitäten – nicht auf irgendwie „feiner“ organisierte Materie – gedeutet wird: auf die ein Lebewesen belebende (Ätherleib) bzw. beseelende (Astralleib), also deren Leib impulsierende und organisierende [[Entität]]en, die direkt nur durch [[Hellsehen]] wahrgenommen werden können. Er lehnte also – streng genommen – die Bezeichnung ‚feinstofflich‘ als Begriff für etwas Immaterielles, auf die Materie Wirkendes, ab.

==Quellen==
<references/>


== Literatur ==
== Literatur ==

Version vom 28. Juli 2007, 00:21 Uhr

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Die Beschreibung beschränkt sich auf Thesen zur Feinstofflichkeit und einen POV-Hinweis. Eine echte kritische Position zum Thema ist nicht beschrieben, und eine oberflächliche google-Suche scheint auch keine sonderlich brauchbare Quelle dazu zu Tage zu fördern. Ein Teil des Artikels beschreibt hinduistische Lehren und Dinge aus der traditionellen chinesischen Medizin, die wohl eher nicht in den Kontext des Lemmas gehören. Schneidet man das weg, bleibt nicht mehr viel übrig. Daher löschen mangels Gehalt, insbesondere Gehalt bezüglich kritischer Positionen zum Thema. rtc 19:54, 25. Jul. 2007 (CEST)


Feinstofflichkeit ist die esoterische und spirituelle Vorstellung, dass es eine Substanz gibt, die eine ‚feinere‘ Beschaffenheit als die ‚grobstoffliche‘ Materie besitzt. Sie wird beispielsweise für eine Beschreibung von Heiligenscheinen, Auren und Seelen verwendet. Diese Vorstellung bildet die breiteste gemeinsame Grundlage unter den esoterischen Lehren, tritt aber in Form zahlreicher unterschiedlicher und sich teilweise widersprechender Ausgestaltungen auf. Hinweise auf eine Existenz von Feinstofflichem gibt es nicht.

Verwendung

  • Im Zusammenhang mit der Huna-Esoterik ist die Feinstofflichkeit eine Aka-Substanz, die ein Abbild von der realen Welt ist, sowie die Lebenskraft Mana in dieser Aka-Substanz.
  • Der sogenannte Pranismus deutet das ursprünglich aus dem Hinduismus stammende Konzept des Prana zur sogenannten Lichtnahrung um, die trotz feinstofflicher Beschaffenheit feste Nahrung ersetzen können soll. Diese Idee geht auf die Australierin Jasmuheen zurück.

Synonyme

Für ‚feinstofflich‘ sind unter anderem Bezeichnungen wie ‚nichtmateriell‘, ‚feinkörperlich‘, ‚überphysisch‘, ‚höher‘ (im Sinne einer Aura, die über die Grenzen des materiellen Körpers eines Lebewesens hinausreicht), ‚nichtsinnlich‘, ‚übersinnlich‘ und ‚verborgen‘ üblich. Feinstofflichkeit findet sich in der Esoterik jedoch in sehr unterschiedlichen Interpretationen und Bedeutungen.

Begriffsgeschichte

Ein der Feinstofflichkeit ähnelnder Gedanke existiert im Hinduismus. Die Idee des ‚feinen Körpers‘ (Sanskrit: sukshma sharira) spielt dort eine bedeutende Rolle. Erste schriftliche Erwähnungen gehen bis auf die Veden zurück. Nach den Vorstellungen des Vedanta ist der physische Körper des Menschen von einem feinen Körper umgeben. Während der physische Körper nach dem Tod eines Menschen zerfällt, ist der feine Körper ein ewiger Sitz der Seele durch ihre verschiedenen Inkarnationen.[1]

Der deutsche Begriff ‚feinstofflich‘ wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die ersten theosophischen Veröffentlichungen geprägt. Autoren wie Franz Hartmann, Max Heindel, Dion Fortune und Maria Szepes benutzten noch mehrere Wörter, die jeweils nur einen Teil dieses Begriffes abdecken. Rudolf Steiner verwies hingegen darauf, dass mit den Begriffen Ätherleib und Astralleib auf nicht-materielle Realitäten – nicht auf irgendwie „feiner“ organisierte Materie – gedeutet wird: auf die ein Lebewesen belebende (Ätherleib) bzw. beseelende (Astralleib), also deren Leib impulsierende und organisierende Entitäten, die direkt nur durch Hellsehen wahrgenommen werden können. Er lehnte also – streng genommen – die Bezeichnung ‚feinstofflich‘ als Begriff für etwas Immaterielles, auf die Materie Wirkendes, ab.

Quellen

  1. Swami Abhedananda: Life Beyond Death: A Critical Study of Spiritualism. Vedanta Press, Hollywood 1986. ISBN 0874816165

Literatur