„Propolis“ – Versionsunterschied
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Version vom 27. Juni 2006, 13:36 Uhr
Propolis (v. griech. Vorlage:Unicode „vor“ und Vorlage:Unicode „Stadt“ - wegen des Vorkommens an den Fluglöchern von Bienenstöcken), auch Bienenharz, Bienenleim, Kittharz oder Kittwachs genannt, ist ein starkes nätürlich vorkommendes Antibiotikum und auch Antimykotikum, ein Gemisch aus vielen unterschiedlichen Stoffen, deren Zusammensetzung stark variieren kann.
Entstehung
Der Grundstoff wird von Honigbienen als harzige Substanz an Knospen und teilweise auch an Wunden verschiedener Bäume (hauptsächlich Birken, Buchen, Erlen, Fichten, Pappeln, Rosskastanien und Ulmen) gesammelt. Weiterverarbeitet, mit Wachs, Pollenanteilen und Speichelsekret angereichert, handelt es sich um ein bei Stocktemperatur klebriges Baumaterial, das zum Abdichten von kleinen Öffnungen, Spalten und Ritzen verwendet wird.
Außerdem dient das Material dazu, Bakterien und Pilze, die in den Stock eingeschleppt werden könnten oder vorhanden sind, in ihrer Entwicklung zu hemmen oder sogar abzutöten. Hierzu werden Oberflächen, beispielsweise auch das Innere der Wabenzellen für die Brut, mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen.
Gewinnung
Der Imker kann an verschiedenen Stellen des Bienenkastens (Magazin-Beute), wo von den Bienen Ritzen o.ä. verkittet wurden, das Propolis abkratzen. Gezielter kann Propolis durch das Auflegen eines speziellen feinmaschigen Kunststoffgitters gewonnen werden. Die Bienen verkitten diese störenden Zwischenräume. Das Gitter wird danach entnommen und in den Gefrierschrank gelegt. Bei diesen tiefen Temperaturen ist Propolis dann sehr spröde und spingt beim leichten Biegen des Kunstoffgitters von diesem ab.
Eine weitere Verarbeitung des so gewonnenen Rohstoffs kann dann durch das Auflösen in hochprozentigem Alkohol und anschließendes Herausfiltern von Verunreinigungen erfolgen. Allerdings unterliegen solche weiterverarbeiteten Propolislösungen bereits dem Arzneimittelrecht, so dass der Imker solche Produkte nicht verkaufen darf. Im Gegensatz dazu unterliegen Honig und Pollen dem Lebensmittelrecht.
Verwendung
Historische Verwendung von Propolis
- das Einbalsamieren der Mumien im alten Ägypten
- Zweiter Weltkrieg: Die Rote Armee verwendete Propolis zur Wundbehandlung der Soldaten.
Heutige Verwendung
Wegen der oben genannten Eigenschaften wird Propolis von den Imkern aus dem Bienenstock gewonnen und meist in Form von Lösungen für die Alternativmedizin und Naturheilkunde verwendet. Ein Anwendungsgebiet sind entzündungshemmende Salben und Mundwässer, ein anderes die Krebstherapie:
Nach einer im Fachmagazin Journal of the Science of Food and Agriculture veröffentlichten Studie der Universität von Zagreb von 2004 (Orsolic et al., 2004: Honey-bee products in prevention and/or therapy of murine transplantable tumours. Vol. 85(3): S. 363-370), zeigten Versuche an Mäusen, bei denen künstlich Krebstumore erzeugt wurden, dass Propolis das Wachstum schon bestehender Tumore zu hemmen vermag. Die Forscher testeten auch andere Bienenprodukte, die sich - zumindest bei den Versuchstieren - ebenso als wirkungsvoll bei der Vorsorge oder Behandlung von Krebs erwiesen. Honig und Gelee Royale scheinen nützlich für die Krebsvorsorge zu sein (unter anderem Hemmung von bösartigen Geschwüren bzw. deren Ausbreitung). Bienengift, das direkt in Tumore injiziert wurde, ließ die Geschwülste schrumpfen und wirkte im weiteren Verlauf deutlich wachstumsverzögernd.
Allergiegefahr
Einige Menschen reagieren allergisch auf Propolis. Normalerweise treten dann beim Kontakt mit Propolis nur stark juckende Hautreizungen und Bläschen auf. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass lebensbedrohliche Zustände möglich sind.
Anwendungsgebiete
- Äusserlich
- Wundbehandlung / Wunddesinfektion kleinerer Schnitt- oder Schürfwunden
- Aknebehandlung
- Sonnenbrand
- Zahnhygiene
- Innerlich
- Erkältungskrankheiten
- Stärkung der Immunabwehr
Zusammensetzung
Wirkstoffe in Propolis
Weblinks - weitere Informationen
- http://www.biene-fridolin.ch/propolis/
- http://www.bee-info.com/propolis.php
- http://www.apis.admin.ch/de/bienenprodukte/docs/produkte/propolis_d.pdf
Siehe auch: Honig, Bienenwachs, Blütenpollen