„Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain“ – Versionsunterschied
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Bereits die 1870 gegründete [[Altenburg-Zeitzer Eisenbahngesellschaft]] hatte eine Verbindung von Altenburg in Richtung [[Narsdorf]] zum Anschluss an die Strecke [[Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz|Kieritzsch–Chemnitz]] vorgesehen, um neue Absatzgebiete für die im Altenburger Land geförderte [[Braunkohle]] zu erschließen. Realisiert wurde das Vorhaben allerdings erst in Regie der [[Königlich Sächsische Staatseisenbahnen|Kgl. Sächsischen Staatseisenbahnen]] als normalspurige [[Sekundärbahn]]. Im September 1899 begannen die Arbeiten an der neuen Strecke. Zur Überquerung der Täler war der Bau mehrerer größerer Viadukte notwendig, die fast durchgängig mit dem damals neuartigen Werkstoff [[Beton]] erstellt wurden. Eröffnet wurde die neue Bahn am 15. Juni 1901. |
Bereits die 1870 gegründete [[Altenburg-Zeitzer Eisenbahngesellschaft]] hatte eine Verbindung von Altenburg in Richtung [[Narsdorf]] zum Anschluss an die Strecke [[Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz|Kieritzsch–Chemnitz]] vorgesehen, um neue Absatzgebiete für die im Altenburger Land geförderte [[Braunkohle]] zu erschließen. Realisiert wurde das Vorhaben allerdings erst in Regie der [[Königlich Sächsische Staatseisenbahnen|Kgl. Sächsischen Staatseisenbahnen]] als normalspurige [[Sekundärbahn]]. Im September 1899 begannen die Arbeiten an der neuen Strecke. Zur Überquerung der Täler war der Bau mehrerer größerer Viadukte notwendig, die fast durchgängig mit dem damals neuartigen Werkstoff [[Beton]] erstellt wurden. Gebaut wurden die Viadukte von der [[Beton- und Monierbau]] AG.<ref>Lit. Deutsche Bauzeitung, Band 39, September 1905, Seite 7, Verlag E. Toeche</ref> Eröffnet wurde die neue Bahn am 15. Juni 1901. |
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Nach der politischen Wende im Osten Deutschlands 1989 verlor die Strecke recht rasch ihre Bedeutung im Personen- und Güterverkehr. Angesichts mehrerer schadhafter Brücken – für die eine Erneuerung aus Rentabilitätsgründen nicht mehr in Frage kam – wurde der Zugverkehr über die Gesamtstrecke zum Fahrplanwechsel am 27. Mai 1995 eingestellt. In Betrieb blieb zunächst nur noch die Anschlussbahn zum [[Flughafen Altenburg]], die weiter im Güterverkehr bedient wurde. |
Nach der politischen Wende im Osten Deutschlands 1989 verlor die Strecke recht rasch ihre Bedeutung im Personen- und Güterverkehr. Angesichts mehrerer schadhafter Brücken – für die eine Erneuerung aus Rentabilitätsgründen nicht mehr in Frage kam – wurde der Zugverkehr über die Gesamtstrecke zum Fahrplanwechsel am 27. Mai 1995 eingestellt. In Betrieb blieb zunächst nur noch die Anschlussbahn zum [[Flughafen Altenburg]], die weiter im Güterverkehr bedient wurde. |
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Version vom 25. März 2013, 14:39 Uhr
| Abzw Nobitz–Langenleuba-Oberhain | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer: | 6816; sä. Al | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (DB): | 534 (1995) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 20,97 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 10 ‰ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimaler Radius: | 300 m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 50 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain war eine Nebenbahn in Thüringen und Sachsen. Sie verlief von Altenburg nach Langenleuba-Oberhain zum Anschluss an die Verbindung Rochlitz–Penig. 1998 wurde die Strecke stillgelegt.
Geschichte
Bereits die 1870 gegründete Altenburg-Zeitzer Eisenbahngesellschaft hatte eine Verbindung von Altenburg in Richtung Narsdorf zum Anschluss an die Strecke Kieritzsch–Chemnitz vorgesehen, um neue Absatzgebiete für die im Altenburger Land geförderte Braunkohle zu erschließen. Realisiert wurde das Vorhaben allerdings erst in Regie der Kgl. Sächsischen Staatseisenbahnen als normalspurige Sekundärbahn. Im September 1899 begannen die Arbeiten an der neuen Strecke. Zur Überquerung der Täler war der Bau mehrerer größerer Viadukte notwendig, die fast durchgängig mit dem damals neuartigen Werkstoff Beton erstellt wurden. Gebaut wurden die Viadukte von der Beton- und Monierbau AG.[1] Eröffnet wurde die neue Bahn am 15. Juni 1901. Nach der politischen Wende im Osten Deutschlands 1989 verlor die Strecke recht rasch ihre Bedeutung im Personen- und Güterverkehr. Angesichts mehrerer schadhafter Brücken – für die eine Erneuerung aus Rentabilitätsgründen nicht mehr in Frage kam – wurde der Zugverkehr über die Gesamtstrecke zum Fahrplanwechsel am 27. Mai 1995 eingestellt. In Betrieb blieb zunächst nur noch die Anschlussbahn zum Flughafen Altenburg, die weiter im Güterverkehr bedient wurde.
Am 2. Juni 1998 wurde die Stilllegung des Abschnittes Ehrenhain–Langenleuba-Oberhain (–Narsdorf) durch das Eisenbahnbundesamt genehmigt. Juristisch vollzogen wurde sie am 15. August 1998. Am 31. Dezember 1999 wurde dann auch die restliche Strecke zwischen Nobitz und Ehrenhain aufgegeben,[2] nachdem der Güterverkehr hier schon seit dem 21. Juni eingestellt war.
Die ehemalige Straßenbrücke über die Eisenbahnstrecke an der Straße zwischen Beiern und Langenleuba-Niederhain existiert nicht mehr. Die Brücke wurde Ende 2007 abgerissen und der kurvige Straßenverlauf durch umfangreiche Erdarbeiten begradigt. Die Trasse wurde in diesem Bereich komplett abgetragen.
Die Brücke über die Bundesstraße 95 existiert ebenfalls nicht mehr.
Galerie

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Bahnhof Steinbach
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Brücke über die S 57 am Ortsausgang Niedersteinbach
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Viadukt Steinbach
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Detail am Viadukt Steinbach
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ehemalige Brücke über die S 57 zwischen Niedersteinbach und Wernsdorf
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abgebaute Brücke über die Bundesstraße 95
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Bahnhof Wernsdorf
Siehe auch
Literatur
- Erich Preuß, Rainer Preuß: Sächsische Staatseisenbahnen. transpress Verlagsgesellschaft mbH, Berlin 1991, ISBN 3-344-70700-0.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Lit. Deutsche Bauzeitung, Band 39, September 1905, Seite 7, Verlag E. Toeche
- ↑ Liste der seit 1994 stillgelegten bundeseigenen Strecken im Land Sachsen. 21. August 2012, abgerufen am 6. Januar 2013.
