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„Berliner Pfannkuchen“ – Versionsunterschied

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Eine einheitliche [[deutsche Sprache|deutsche]] Bezeichnung dieses Gebäcks existiert nicht. Es gibt eine reiche Anzahl von regional verbreiteten [[Synonym]]en. Die gebräuchlichsten sind (nach J. Eichhoff, ''Wortatlas der deutschen Umgangssprachen'', Berlin/München 1978, Karte 61):
Eine einheitliche [[deutsche Sprache|deutsche]] Bezeichnung dieses Gebäcks existiert nicht. Es gibt eine reiche Anzahl von regional verbreiteten [[Synonym]]en. Die gebräuchlichsten sind (nach J. Eichhoff, ''Wortatlas der deutschen Umgangssprachen'', Berlin/München 1978, Karte 61):
*In großen Teilen Norddeutschlands, von Mecklenburg über Schleswig-Holstein und Niedersachsen bis nach Westfalen und dem Rheinland sowie in Teilen der Pfalz, Baden-Württemberg und der [[Deutschschweiz]], werden sie '''Berliner''' genannt.
*In großen Teilen Norddeutschlands, von Mecklenburg über Schleswig-Holstein und Niedersachsen bis nach Westfalen und dem Rheinland sowie in Teilen der Pfalz, Baden-Württemberg und der [[Deutschschweiz]], werden sie '''Berliner''' genannt.
*In [[Berlin]] selbst und großen Teilen Ostdeutschlands von Vorpommern und Brandenburg bis nach Sachsen und Thüringen spricht man von '''Pfannkuchen'''. Was im allgemeinen Sprachgebrauch als ''[[Pfannkuchen]]'' bezeichnet wird, heißt dort ''Eierkuchen''.
*In [[Berlin]] selbst und großen Teilen Ostdeutschlands von Vorpommern und Brandenburg bis nach Sachsen und Thüringen spricht man von '''Pfannkuchen'''. Was im Westen als ''[[Pfannkuchen]]'' bezeichnet wird, heißt dort ''Eierkuchen''.
*In den südlicheren Teilen Deutschlands, insbesondere [[Bayern]], [[Hessen]] mit [[Rheinhessen]], Teilen [[Baden-Württemberg]]s und [[Thüringen]]s sowie in [[Österreich]] spricht man von '''Krapfen''', '''Kräppel''' oder ähnlichem, seltener von '''Faschingskrapfen'''.
*In den südlicheren Teilen Deutschlands, insbesondere [[Bayern]], [[Hessen]] mit [[Rheinhessen]], Teilen [[Baden-Württemberg]]s und [[Thüringen]]s sowie in [[Österreich]] spricht man von '''Krapfen''', '''Kräppel''' oder ähnlichem, seltener von '''Faschingskrapfen'''.
*Auf das [[Ruhrgebiet]] beschränkt ist der ''Berliner Ballen''.
*Auf das [[Ruhrgebiet]] beschränkt ist der ''Berliner Ballen''.

Version vom 19. September 2005, 14:14 Uhr

Berliner Pfannkuchen mit Pflaumenmus

Berliner (Pfannkuchen) oder (Faschings-)Krapfen ist der Name eines runden faustgroßen Fettgebäcks. Zur Vielfalt weiterer Bezeichnungen siehe unten.

Beschreibung

Es handelt sich um schwimmend in Fett ausgebackene, etwa faustgroße Krapfen aus süßem Hefeteig, die mit Konfitüre oder Pflaumenmus gefüllt und mit Zuckerguss bestrichen beziehungsweise mit Puderzucker oder normalem Zucker bestreut werden. Heute werden Berliner Pfannkuchen auch mit Füllungen aus Schokoladen- und Mokkacreme oder Eierlikör angeboten. Die Füllung erhalten sie nach dem Backen mit einer Art großer Spritze.

Einer Legende nach wurden sie anno 1756 von der preußische Artillerie erfunden, genauer gesagt ein Berliner Zuckerbäcker, der als Kanonier unter Friedrich dem Großen dienen wollte, sich jedoch als wehruntauglich erwies und so als Feldbäcker beim Regiment bleiben durfte. Sozusagen "zum Dank" schuf er die ersten "Berliner", gab den Hefeteigstücken die runde Ballenform von Kanonenkugeln und buk sie, da kein Backofen zur Verfügung stand, über offenem Feuer in mit heißem Fett gefüllten Pfannen.

Brauchtum

Berliner Pfannkuchen sind ein traditionelles Gebäck zu Silvester und zur Zeit von Karneval, Fastnacht und Fasching. Dann ist es scherzhafte Sitte, einzelne Exemplare mit Senf statt Konfitüre zu füllen, ohne dass man ihnen das von außen ansehen kann. Allerdings sind sie auch außerhalb der "Saison" beliebt.

Bezeichnungsvielfalt

Eine einheitliche deutsche Bezeichnung dieses Gebäcks existiert nicht. Es gibt eine reiche Anzahl von regional verbreiteten Synonymen. Die gebräuchlichsten sind (nach J. Eichhoff, Wortatlas der deutschen Umgangssprachen, Berlin/München 1978, Karte 61):

  • In großen Teilen Norddeutschlands, von Mecklenburg über Schleswig-Holstein und Niedersachsen bis nach Westfalen und dem Rheinland sowie in Teilen der Pfalz, Baden-Württemberg und der Deutschschweiz, werden sie Berliner genannt.
  • In Berlin selbst und großen Teilen Ostdeutschlands von Vorpommern und Brandenburg bis nach Sachsen und Thüringen spricht man von Pfannkuchen. Was im Westen als Pfannkuchen bezeichnet wird, heißt dort Eierkuchen.
  • In den südlicheren Teilen Deutschlands, insbesondere Bayern, Hessen mit Rheinhessen, Teilen Baden-Württembergs und Thüringens sowie in Österreich spricht man von Krapfen, Kräppel oder ähnlichem, seltener von Faschingskrapfen.
  • Auf das Ruhrgebiet beschränkt ist der Berliner Ballen.
  • In Südwestdeutschland sowie im Saarland findet man mitunter auch die Bezeichnung Fastnachtsküchelchen bzw. Fastnachtsküchle.