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„Virtual Control Program Interface“ – Versionsunterschied

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Eine der Nachteile von VCPI ist, dass es nicht im 16-Bit-Protected-Mode des [[Intel 80286|80286]] verwendet werden kann. Daher sind DOS-Extender wie DOS/16M nicht VCPI-kompatibel. Obwohl viele DOS-Programme, die einen DOS-Extender nutzen, Kompatibilität mit VCPI herstellten, wurde es ausgerechnet von Microsoft nicht unterstützt.<ref name="PCMag_DPMI" /> Mit [[Microsoft Windows 3.0|Windows 3.0]] ist es im „386 Erweiterten Modus“ nicht kompatibel.
Einer der Nachteile von VCPI ist, dass es nicht im 16-Bit-Protected-Mode des [[Intel 80286|80286]] verwendet werden kann. Daher sind DOS-Extender wie DOS/16M nicht VCPI-kompatibel. Obwohl viele DOS-Programme, die einen DOS-Extender nutzen, Kompatibilität mit VCPI herstellten, wurde es ausgerechnet von Microsoft nicht unterstützt.<ref name="PCMag_DPMI" /> Mit [[Microsoft Windows 3.0|Windows 3.0]] ist es im „386 Erweiterten Modus“ nicht kompatibel.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 29. Dezember 2025, 20:06 Uhr

Das Virtual Control Program Interface bzw. kurz VCPI ist ein Standard für DOS-Extender, der von Phar Lap Software und Quarterdeck Office Systems in einem joint development agreement[1] ab 1987 gemeinsam entwickelt wurde.[2][3] VCPI benötigt einen 80386-kompatiblen x86-Prozessor.[4] VCPI wurde von den meisten DOS-Extendern übernommen und im April 1989 als Industriestandard akzeptiert[3], bevor es nach 1990 vom DOS Protected Mode Interface (DPMI) weitestgehend abgelöst wurde. Doch auch danach wurde es, zur Kompatibilität mit bestehender DOS-Software, von den meisten DOS-Extendern weiterhin unterstützt.

Entwicklung

Quarterdeck nutzte für dessen grafischen Aufsatz für DOS, DESQview/386, den Speichermanager QEMM-386. Um auch in DESQview von den erweiterten Fähigkeiten des 80386 Gebrauch machen zu können, musste der DOS-Extender von Phar Lap fit für den Betrieb unter Multitasking-Bedingungen gemacht werden.[1]

Ab 1989 wurde daraus das Virtual Control Program Interface (VCPI), das auch von anderen DOS-Extendern als Industriestandard implementiert wurde. Per VCPI sind Protected-Mode-Programme untereinander kompatibel und können mit Speichermanagern wie 386Max und QEMM auch unter reinem DOS verwendet werden.[3]

Schwächen

Einer der Nachteile von VCPI ist, dass es nicht im 16-Bit-Protected-Mode des 80286 verwendet werden kann. Daher sind DOS-Extender wie DOS/16M nicht VCPI-kompatibel. Obwohl viele DOS-Programme, die einen DOS-Extender nutzen, Kompatibilität mit VCPI herstellten, wurde es ausgerechnet von Microsoft nicht unterstützt.[3] Mit Windows 3.0 ist es im „386 Erweiterten Modus“ nicht kompatibel.

Einzelnachweise

  1. a b Ed Scannell: Desqview update offers simultaneous program use. In: Computerworld. Band 11, Nr. 45, 9. September 1987, ISSN 0010-4841, S. 140 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): “…Desqview/386 reportedly will be able to run 32-bit programs on the 80386 because it works with a 386-version of Phar Lap, Inc.’s DOS-Extender. Desqview/386 running Ansa Software Co.’s Paradox 386 data base along with other popular DOS-compatible programs at Comdex/Fall ’87. Paradox 386 is the first to use DOS-Extender. … Through a joint development agreement with Phar Lap, Quarterdeck has built into Desqview/386 the support necessary to run multiple 386/DOS-Extender programs simultaneously with DOS programs…”
  2. Byteweek, Band 2. In: Byteweek. Band 2. Byte Publications, 1989 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): “… VCPI (Virtual Control Program Interface) was jointly developed by Phar Lap and Quarterdeck in 1987 …”
  3. a b c d Ray Duncan: Power Programming – An Introduction to The DOS Protected Mode Interface. In: PC Magazine. Band 10, Nr. 3. Ziff Davis, 12. Februar 1991, S. 365 ff., S. 366 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): “VCPI was developed in 1987 by Phar Lap Software and Quarterdeck Office Systems with a fairly narrow objective: to allow 80386 protected-mode DOS extender applications coexist with 80386-specific memory managers and expanded memory (EMS) emulators such as Qualitas’s 386-to-the-Max and Quarterdeck Office Systems’s QEMM-386. In spite of (or because of) its limited goals, the VCPI was quite successful. It became an accepted industry standard in April 1989, and by 1990 virtually every 80386-specific software product on the market supported or was capable of using the VCPI interface—except for Microsoft’s products.”
  4. Marcus Johnson: PC Programmer's Guide to Low-level Functions and Interrupts. Sams Publishing, 1994, ISBN 0-672-30475-9, S. 889 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche): “VCPI (Virtual Control Program Interface) is an extension of EMS that provides a minimal set of services so that a 80386+ protected-mode master supervisor program can retain control of the system …”