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„Railton Special“ – Versionsunterschied

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Der '''Railton Special''', später zum '''Railton Mobil Special''' umgebaut, war ein, in Einzelanfertigung hergestelltes Rennfahrzeug, um den absoluten [[Landgeschwindigkeitsrekord|„Land Speed Record“]] zu erringen.
Der '''Railton Special''', später war ein, in Einzelanfertigung hergestellter Rennwagen, um den absoluten [[Landgeschwindigkeitsrekord|„Land Speed Record“]] ''(LSR)'' zu erringen. Er wurde von Reid Railton entworfen, und erzielte am 15. September 1938 mit [[John R. Cobb|John Rhodes Cobb]] am Steuer die Weltrekordgeschwindigkeit von 350,19 Meilen pro Stunde (563,58 Kilometer pro Stunde). Rund ein Jahr später, verbesserte Cobb den Rekord erneut. Seine letzte Bestzeit erzielte das, inzwischen zum '''Railton Mobil Special''' umgebaute, Fahrzeug 1947 mit 394,19 mph (634,39 km/h) über die Distanz von einer Meile.


== Das Fahrzeug ==
Er wurde von Reid Railton entworfen, und erzielte mit John Cobbs 1938 den Rekord.
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Railton Special wurde von zwei [[Motoraufladung#Mechanisch angetriebene Kompressoren|aufgeladenen]] [[Napier Lion]] VIID (WD) W-12-[[Flugmotor|Flugzeugtriebwerken]] angetrieben.<ref>{{Literatur |Autor=R M Clarke |Titel=The Land Speed Record 1940-1962 |Hrsg=Brooklands Books |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN=1-85520-516-5 |Seiten=}}</ref> Diese Motoren waren ein Geschenk der britischen Motorboot-Rennfahrerin Marion 'Joe' Carstairs, die sie zuvor in ihrem Motorboot Estelle V eingesetzt hatte.<ref>Charles Jennings (2005). ''The Fast Set''. Abacus. [[ISBN (identifier)|ISBN]] [[Spezial:BookSources/0-349-11596-6|<bdi>0-349-11596-6</bdi>]].</ref> Der Einsatz mehrerer Motoren war zu dieser Zeit keine neue Technik, da bereits der dreimotorige [[White Triplex]] und Cobbs Rivale George Eyston (mit dem zweimotorigem Thunderbolt) diese Konfiguration, eingesetzt hatten.


Angesichts der enormen Leistung der Triebwerke, bestand eine der größten Herausforderung darin „die Leistung auf die Straße zu bringen“… und dabei Getriebe und Reifen nicht zu überfordern. Reid Railton fand eine einfache und im ''LSR-Sport'' neue Lösung, indem er den Antrieb von jedem Motor auf eine separate Achse verteilte und so einen [[Allradantrieb]] erhielt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.gregwapling.com/hotrod/land-speed-racing-history/land-speed-racing-railton-special.html |titel=Railton Special - Land Speed Racing History |abruf=2021-02-07}}</ref> Mehr als 20 Jahre später griff Railtons Landsmann [[Donald Campbell]] beim Bau von [[Bluebird CN7]] auf dieses Antriebskonzept zurück, und war wohl auch von der aerodynamischen Linie inspiriert.


Das Fahrzeug wog über 3 Tonnen und war 8,74 m lang, 2,4 m breit und 1,30 m hoch. Die Spur der Vorderachse betrug 1,68 m, die der Hinterräder 1,07 m. Im Windkanal des [[National Physical Laboratory]] wurden Tests durchgeführt.<ref>Paul Clifton, ''The Fastest Men on Earth: The Men and Cars That Smashed the World Land Speed Record'', London: Herbert Jenkins, 1964</ref>








== Bilder ==
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Datei:Railton Special from rear and side with the shell lifted.JPG|TEXTTEXT
Datei:Napier Lion W12 @ Brooklands Museum.JPG|Napier Lion II W12 Flugmotor (zur Verdeutlichung des W-Bauprinzips)
Datei:Thinktank Birmingham - object 1955S00519.00001(7).jpg|TEXTTEXT
Datei:Railton Mobil Special Lledo toy.JPG|TEXTTEXT
Datei:Move It - Thinktank Birmingham Science Museum - Railton Mobil Special (8619204145).jpg|Das Cockpit
</gallery>


== Die Rekorde ==
{| class="wikitable"
! rowspan="2" |Datum
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! colspan="2" |Geschwindigkeit über 1 Mi
! rowspan="2" |Bemerkungen
|-
!mph
!km/h
!mph
!km/h
|-
|15. September 1938
|Bonneville Salt Flats, USA
|[[John R. Cobb]]
|Railton Special
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|
|-
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|Bonneville Salt Flats, USA
|John Cobb
|''Railton Special''
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|
|-
|16. September 1947
|Bonneville Salt Flats, USA
|John Cobb
|Railton ''Mobil Special''
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|393,82
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|394,19
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|Erster Einstreckenrekord über 400 mph (640 km/h)
|}






Version vom 7. Februar 2021, 14:15 Uhr

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Railton Special mit angehobener Verkleidung

Der Railton Special, später war ein, in Einzelanfertigung hergestellter Rennwagen, um den absoluten „Land Speed Record“ (LSR) zu erringen. Er wurde von Reid Railton entworfen, und erzielte am 15. September 1938 mit John Rhodes Cobb am Steuer die Weltrekordgeschwindigkeit von 350,19 Meilen pro Stunde (563,58 Kilometer pro Stunde). Rund ein Jahr später, verbesserte Cobb den Rekord erneut. Seine letzte Bestzeit erzielte das, inzwischen zum Railton Mobil Special umgebaute, Fahrzeug 1947 mit 394,19 mph (634,39 km/h) über die Distanz von einer Meile.

Das Fahrzeug

Railton Special wurde von zwei aufgeladenen Napier Lion VIID (WD) W-12-Flugzeugtriebwerken angetrieben.[1] Diese Motoren waren ein Geschenk der britischen Motorboot-Rennfahrerin Marion 'Joe' Carstairs, die sie zuvor in ihrem Motorboot Estelle V eingesetzt hatte.[2] Der Einsatz mehrerer Motoren war zu dieser Zeit keine neue Technik, da bereits der dreimotorige White Triplex und Cobbs Rivale George Eyston (mit dem zweimotorigem Thunderbolt) diese Konfiguration, eingesetzt hatten.

Angesichts der enormen Leistung der Triebwerke, bestand eine der größten Herausforderung darin „die Leistung auf die Straße zu bringen“… und dabei Getriebe und Reifen nicht zu überfordern. Reid Railton fand eine einfache und im LSR-Sport neue Lösung, indem er den Antrieb von jedem Motor auf eine separate Achse verteilte und so einen Allradantrieb erhielt.[3] Mehr als 20 Jahre später griff Railtons Landsmann Donald Campbell beim Bau von Bluebird CN7 auf dieses Antriebskonzept zurück, und war wohl auch von der aerodynamischen Linie inspiriert.

Das Fahrzeug wog über 3 Tonnen und war 8,74 m lang, 2,4 m breit und 1,30 m hoch. Die Spur der Vorderachse betrug 1,68 m, die der Hinterräder 1,07 m. Im Windkanal des National Physical Laboratory wurden Tests durchgeführt.[4]




Bilder



Die Rekorde

Datum Ort Fahrer Fahrzeug Antrieb Geschwindigkeit über 1 km Geschwindigkeit über 1 Mi Bemerkungen
mph km/h mph km/h
15. September 1938 Bonneville Salt Flats, USA John R. Cobb Railton Special VM 350,06 563,37 350,19 563,58
23. August 1939 Bonneville Salt Flats, USA John Cobb Railton Special VM 369,74 595,04 367,91 592,09
16. September 1947 Bonneville Salt Flats, USA John Cobb Railton Mobil Special VM 393,82 633,79 394,19 634,39 Erster Einstreckenrekord über 400 mph (640 km/h)





(Arbeitslinks)






Einzelnachweise

  1. R M Clarke: The Land Speed Record 1940-1962. Hrsg.: Brooklands Books. ISBN 1-85520-516-5.
  2. Charles Jennings (2005). The Fast Set. Abacus. ISBN 0-349-11596-6.
  3. Railton Special - Land Speed Racing History. Abgerufen am 7. Februar 2021.
  4. Paul Clifton, The Fastest Men on Earth: The Men and Cars That Smashed the World Land Speed Record, London: Herbert Jenkins, 1964