„Tierpark Rheinböllen“ – Versionsunterschied
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Der '''Tierpark Rheinböllen''' (bis 2020 '''Hochwildschutzpark Hunsrück''') ist ein [[Wildpark]] am nördlichen Ortsrand von [[Rheinböllen]] im [[Hunsrück]]. |
Der '''Tierpark Rheinböllen''' (bis 2020 '''Hochwildschutzpark Hunsrück''') ist ein [[Wildpark]] am nördlichen Ortsrand von [[Rheinböllen]] im [[Hunsrück]]. Der Park beherbergt ca. 40 Tierarten - vor allem heimische Wildtierarten sowie bedrohte Haustierarten, aber auch einige Exoten, wie z. B. Polarwölfe, Erdmännchen, Zwergotter oder Bennett-Känguru sind dort beheimatet. Als Besonderheiten des Tierparks sind das frei lebende Dam- und Muffelwild, die Greifvögel (Falknerei) und die 2020 gegründete Tierparkschule zu nennen. |
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== Lage == |
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Der Tierpark Rheinböllen liegt ca. 3 km vom nordöstlichen Stadtrand Rheinböllens entfernt. Er wurde rund um den Volkenbacher Weiher und des angrenzenden Waldgebiets angelegt und erstreckt sich auf einem 70 Hektar großen Gelände. Er liegt unweit der Autobahn A61. |
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== Geschichte == |
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=== Tierpark gestern und heute === |
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Der Tierpark wurde 1967 von dem Unternehmer Anton Schulte-Wrede unter dem Namen „Hochwildschutzpark Hunsrück“ gegründet. Der Park beherbergt ca. 40 Tierarten - vor allem heimische Wildtierarten sowie bedrohte Haustierarten, aber auch einige Exoten, wie z. B. Polarwölfe, Erdmännchen, Zwergotter oder Bennett-Känguru sind dort beheimatet. Im [Monat x] 2020 übernahm Kristof Fröhlich die Leitung des Parks; am 1. Oktober 2020 wurde der privat geführte Park in „Tierpark Rheinböllen“ umbenannt. Als Besonderheiten des Tierparks sind das frei lebende Dam- und Muffelwild, die Greifvögel (Falknerei), die pädagogische Tierparkschule sowie die neu angelegten Spielplätze und gastronomische Kulinarik zu nennen. Seit Sommer 2020 ist der Tierpark Rheinböllen zudem Mitglied der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. ) und DWV e.V. (Deutscher Wildgehege-Verband). |
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Am 8. Juli 1967 wurde der Hochwildschutzpark erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der aus dem Sauerland stammende Unternehmer Anton Schulte-Wrede hatte das Gelände angelegt. Auf einer Fläche von knapp 100 [[Hektar]] leben zahlreiche Tiere, die in der Region heimisch sind oder es einmal waren, darunter [[Eurasischer Luchs|Luchse]], [[Wolf|Wölfe]], [[Braunbär|Bären]] und [[Wildschwein]]e. Etwa 20 Kilometer Länge hatten die Gatterzäune, die damaligen Wanderwege umfassten 3 Kilometer, das gesamte Gelände etwa 100 Hektar Waldgebiet und 3 Hektar Wasserfläche. Mehr als 100.000 Besucher pro Jahr wurden in der Folge gezählt.<ref>Rhein-Zeitung, 12. Juli 2017</ref> |
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[[Rothirsch|Rotwild]], [[Damhirsch|Damwild]], [[Europäischer Mufflon|Muffelwild]] und [[Wildschwein|Schwarzwild]] gehörte von Beginn an ebenso zum Park wie [[Steinbock]] und [[Wisent|europäischer Wisent]] oder [[Elch]]e. Waldlehrpfade, Vogelschutzpläne und Beobachtungskanzeln sorgten nicht nur bei fotografisch interessierten Gästen für Zuspruch, sondern auch bei heimischen Förstern und Jägern. Zudem luden Picknickplätze bereits damals zur Rast ein. Der Hochwildschutzpark zog damit nicht nur interessierte Laien und Tierfreunde aus nah und fern an, sondern auch Fachpublikum. Bereits im Oktober 1967 besuchte der Tierforscher [[Bernhard Grzimek]] Rheinböllens Wildpark. |
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Rheinböllen ist eine Stadt im Rhein-Hunsrück-Kreis im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Stadt zählt ca. 4273 Einwohner und liegt 409 Meter ü. NN. Rheinböllen befindet sich ca. 10 km (Luftlinie) südwestlich des Mittelrheins im südöstlichen Hunsrück; im Süden grenzt die Stadt an den Soonwald, östlich an den Binger Wald. Der Tierpark Rheinböllen liegt nur ca. 3 km vom nordöstlichen Stadtrand Rheinböllens entfernt. Er wurde rund um den Volkenbacher Weiher und des angrenzenden Waldgebiets angelegt und erstreckt sich auf einem 70 Hektar großen weitläufigen Gelände. Da der Tierpark unweit der Autobahn A61 liegt, ist er aus Richtung Koblenz oder aus entgegengesetzter Richtung (Bad Kreuznach) schnell erreichbar. Ein großer Parkplatz grenzt an den Tierpark Rheinböllen an und steht den Besuchern kostenlos zur Verfügung. |
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=== Modernisierung === |
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== Neue und alte Attraktionen == |
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Von 1998 bis 2010 wurde der Park modernisiert. Unter anderem wurde das Bärengehege erweitert. 2006 wurde die [[Beizjagd|Falknerei]] gegründet, die täglich eine [[Greifvogelschau]] bietet. |
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Eine Besonderheit des Parks besteht darin, dass sich mehrere Tierarten frei im Park bewegen können, vorwiegend [[Reh]]e, [[Damhirsch]]e und [[Sikahirsch]]e, außerdem das [[Europäischer Mufflon|Muffelwild]]. |
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=== Pachtverlängerung === |
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Geleitet wird der Park seit 2008 von Wolfgang Kaus, er betreibt ihn gemeinsam mit Kristof Fröhlich. 2015 wurde der Pachtvertrag zwischen den Betreibern und den Flächeneigentümern – die Stadt Rheinböllen und die Gemeinden Erbach und Liebshausen – um weitere 25 Jahre verlängert. 2020 übernahm Kristof Fröhlich die Leitung des Parks; am 1. Oktober 2020 wurde der privat geführte Park in „Tierpark Rheinböllen“ umbenannt. Seit Sommer 2020 ist der Tierpark Rheinböllen zudem Mitglied der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. ) und DWV e.V. (Deutscher Wildgehege-Verband). |
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Als besonderes Highlight des Parks gilt die neu gegründete Tierparkschule im Jahr 2020. Das pädagogische Konzept soll Kindergartenkinder und Schulklassen im Alter von x-y an die Tier- und Pflanzenwelt schrittweise heranführen und dazu anregen, sich bewusster mit der Natur und Umwelt auseinanderzusetzen. Unter der pädagogischen Leitung von Frau/Herr xy soll der Tierpark Rheinböllen zukünftig als außerschulischer Lernort genutzt werden - hier erfahren die Kinder beispielsweise, wie sich Haustierrassen aus Wildtieren entwickelt haben oder sie sind live dabei, wenn Küken aus dem Ei schlüpfen. Die Tierparkschule bietet ein ganzjähriges Programm für jeden Geschmack und Altersgruppe an. Für Kinder werden verschiedene Workshops oder Kindergeburtstage angeboten; des Weiteren gibt es zahlreiche Sonderveranstaltungen, u. a. finden Tierparksafaris, Abendführungen, Fledermausexkursionen oder Infoveranstaltungen zum Artenschutz statt. Die Tierparkschule ist zudem Schnittstelle zu Umwelt- und Naturschutzverbänden, dem Landesforst, der örtlichen Schule, zu regionalen Naturschützern oder Wildauffangstationen etc. |
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=== Hunsrücker Naturerlebnis === |
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Der Tierpark Rheinböllen gilt als beliebtes Ausflugsziel für Familien in der Region. Neben einer großen Artenvielfalt einheimischer Haustierrassen und Wildtieren warten das Tierpark eigene Waldbistro sowie die neu angelegten Kinderspielplätze darauf, von den kleinen und großen Besuchern entdeckt zu werden. Breite Wanderwege auf dem knapp 80 Hektar großen Gelände laden zudem zu entspannten und ausgiebigen Spaziergängen durch die Natur ein. Aber auch für Tier- und Naturfotografen hält der Park viele Motive parat. Hierzu bieten sich beispielsweise die im Park gut zugänglichen Aussichtsplattformen an, denn diese geben nicht nur eine schöne Rundumsicht über den gesamten Park, sondern auch den Blick auf das frei laufende Dam- und Muffelwild frei. Für Hundebesitzer lohnt sich ein Besuch im Tierpark Rheinböllen ebenfalls, denn im Gegensatz zu anderen Tierparks ist das Mitbringen von Hunden ausdrücklich gestattet. |
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== Mitgliedschaften == |
== Mitgliedschaften == |
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Der Wildpark ist Mitglied im Deutschen Wildgehege-Verband und seit dem Sommer 2020 in der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Im Park leben bereits Thüringer Waldziegen, Skudden und Pommerngänse. |
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Version vom 15. Oktober 2020, 10:32 Uhr
| Tierpark Rheinböllen | |||
|---|---|---|---|
| Ort | Hochwildschutzpark 1 55494 Rheinböllen | ||
| Fläche | ca. 80 | ||
| Eröffnung | 1967 | ||
| Tierarten | 60 | ||
| Artenschwerpunkte | Heimische Wildtiere | ||
| Organisation | |||
| Trägerschaft | Tierpark Rheinböllen GmbH | ||
| www.tierpark-rheinboellen.de | |||
| Positionskarte | |||
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Koordinaten: 50° 1′ 51,6″ N, 7° 39′ 43,9″ O
Der Tierpark Rheinböllen (bis 2020 Hochwildschutzpark Hunsrück) ist ein Wildpark am nördlichen Ortsrand von Rheinböllen im Hunsrück. Der Park beherbergt ca. 40 Tierarten - vor allem heimische Wildtierarten sowie bedrohte Haustierarten, aber auch einige Exoten, wie z. B. Polarwölfe, Erdmännchen, Zwergotter oder Bennett-Känguru sind dort beheimatet. Als Besonderheiten des Tierparks sind das frei lebende Dam- und Muffelwild, die Greifvögel (Falknerei) und die 2020 gegründete Tierparkschule zu nennen.
Lage
Der Tierpark Rheinböllen liegt ca. 3 km vom nordöstlichen Stadtrand Rheinböllens entfernt. Er wurde rund um den Volkenbacher Weiher und des angrenzenden Waldgebiets angelegt und erstreckt sich auf einem 70 Hektar großen Gelände. Er liegt unweit der Autobahn A61.
Geschichte
Gründung
Am 8. Juli 1967 wurde der Hochwildschutzpark erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der aus dem Sauerland stammende Unternehmer Anton Schulte-Wrede hatte das Gelände angelegt. Auf einer Fläche von knapp 100 Hektar leben zahlreiche Tiere, die in der Region heimisch sind oder es einmal waren, darunter Luchse, Wölfe, Bären und Wildschweine. Etwa 20 Kilometer Länge hatten die Gatterzäune, die damaligen Wanderwege umfassten 3 Kilometer, das gesamte Gelände etwa 100 Hektar Waldgebiet und 3 Hektar Wasserfläche. Mehr als 100.000 Besucher pro Jahr wurden in der Folge gezählt.[1]
Rotwild, Damwild, Muffelwild und Schwarzwild gehörte von Beginn an ebenso zum Park wie Steinbock und europäischer Wisent oder Elche. Waldlehrpfade, Vogelschutzpläne und Beobachtungskanzeln sorgten nicht nur bei fotografisch interessierten Gästen für Zuspruch, sondern auch bei heimischen Förstern und Jägern. Zudem luden Picknickplätze bereits damals zur Rast ein. Der Hochwildschutzpark zog damit nicht nur interessierte Laien und Tierfreunde aus nah und fern an, sondern auch Fachpublikum. Bereits im Oktober 1967 besuchte der Tierforscher Bernhard Grzimek Rheinböllens Wildpark.
Modernisierung
Von 1998 bis 2010 wurde der Park modernisiert. Unter anderem wurde das Bärengehege erweitert. 2006 wurde die Falknerei gegründet, die täglich eine Greifvogelschau bietet.
Eine Besonderheit des Parks besteht darin, dass sich mehrere Tierarten frei im Park bewegen können, vorwiegend Rehe, Damhirsche und Sikahirsche, außerdem das Muffelwild.
Pachtverlängerung
Geleitet wird der Park seit 2008 von Wolfgang Kaus, er betreibt ihn gemeinsam mit Kristof Fröhlich. 2015 wurde der Pachtvertrag zwischen den Betreibern und den Flächeneigentümern – die Stadt Rheinböllen und die Gemeinden Erbach und Liebshausen – um weitere 25 Jahre verlängert. 2020 übernahm Kristof Fröhlich die Leitung des Parks; am 1. Oktober 2020 wurde der privat geführte Park in „Tierpark Rheinböllen“ umbenannt. Seit Sommer 2020 ist der Tierpark Rheinböllen zudem Mitglied der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. ) und DWV e.V. (Deutscher Wildgehege-Verband).
Falknerei
Seit dem Jahr 2006 ist eine Falknerei im Tierpark ansässig. Neben verschiedenen Greifvogelarten nehmen auch Eulen aus unterschiedlichen Kontinenten an den Flugshows teil. Zurzeit wird die Falknerei im Park erweitert; die geplanten Baumaßnahmen werden voraussichtlich 2021 abgeschlossen sein.
Mitgliedschaften
Der Wildpark ist Mitglied im Deutschen Wildgehege-Verband und seit dem Sommer 2020 in der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Im Park leben bereits Thüringer Waldziegen, Skudden und Pommerngänse.
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Freilaufende Damhirsche
Einzelnachweise
- ↑ Rhein-Zeitung, 12. Juli 2017
Weblinks
- Tierpark Rheinböllen
- Hochwildschutzpark Hunsrück (bisheriger Internetauftritt)

