Kay Francis und Krisiun: Unterschied zwischen den Seiten
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[[Bild:Kay Francis loc.png|miniatur|Kay Francis (links) bei einer Tournee für die [[United Service Organizations|USO]]]] |
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| Logo = Krisiun logo.gif |
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'''Kay Francis''' (* [[13. Januar]] [[1905]] in [[Oklahoma City]], [[Oklahoma]] als ''Katherine Edwina Gibbs''; † [[26. August]] [[1968]] in [[New York City]]) war eine [[Vereinigte Staaten|US-amerikanische]] [[Schauspieler]]in und einer der größten weiblichen Stars der 1930er Jahre in [[Hollywood]]. |
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| Logobeschreibung = |
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|Bild = Krisiun 002.jpg |
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|Bildbeschreibung = Sänger Alex Camargo 2009. |
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|Herkunft = [[Ijuí]], [[Brasilien]] |
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|Genre = [[Death Metal]] |
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|Gründung = 1990 |
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|Auflösung = |
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|Neugründung = |
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|Besetzung1a = Alex Camargo |
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|Besetzung1b = [[Gesang]], [[E-Bass]] |
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|Besetzung2a = Moyses Kolesne |
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|Besetzung2b = [[E-Gitarre]] |
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|Besetzung3a = Max Kolesne |
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|Besetzung3b = [[Schlagzeug]] |
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|Ehemalige1a = Altemir Souza <small>(bis 1995, †2002)</small> |
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|Ehemalige1b = E-Gitarre |
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|Ehemalige2a = Maurício Nogueira |
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|Ehemalige2b = E-Gitarre |
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'''Krisiun''' ist eine [[Brasilien|brasilianische]] [[Death Metal|Death-Metal]]-Band aus [[Ijuí]], die im Jahr 1990 gegründet wurde. Der Bandname geht auf den [[Mondkrater]] [[Mare Crisium]] zurück, die Bezeichnung stammt aus dem Alt-[[Latein]] und bedeutet „Meer der Scheußlichkeiten“.<ref name="laut">{{Internetquelle|url=http://www.laut.de/Krisiun|titel=Krisiun|hrsg=[[laut.de]]|zugriff=2014-05-11}}</ref> |
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== Geschichte == |
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Die Band wurde im Jahr 1990<ref>{{Literatur|Autor=Joel McIver|Titel=Extreme Metal II|Verlag=Omnibus Press|Jahr=2005|ISBN=1-84449-097-1|Seiten=103}}</ref> von den drei Brüdern Moyses Kolesne (E-Gitarre), Max Kolesne (Schlagzeug) unde dem Bassisten und Sänger Alex Camargo, welcher den Mädchennamen der Mutter als Nachnamen gewählt hatte, gegründet. Nachdem die Gruppe zwei Demos, ''Evil Age'' (1991) und ''The Plague'' (1992), veröffentlicht hatte,<ref>{{Internetquelle|url=http://www.allmusic.com/artist/krisiun-mn0000105565/biography|titel=Krisiun|autor=Steve Huey|hrsg=[[Allmusic]]|zugriff=2014-05-11}}</ref> entschied sie sich dazu, nach [[São Paulo]] zu ziehen. Während dieser Zeit war zudem Altemir Souza noch als zweiter Gitarrist vertreten, er sollte die Band später jedoch verlassen, um [[Torture Squad]] beizutreten. Daraufhin erreichte die Gruppe einen Vertrag bei [[Dynamo Records]], worüber im März 1993 die EP ''Unmerciful Order'', die ursprünglich selbst finanziert und in Eigenregie aufgenommen worden war. Auf dem Tonträger erhielten alle drei Mitglieder den Nachnamen Kolesne. Im Januar desselben Jahres erschien zudem die [[Split (Veröffentlichung)|Split]]-Veröffentlichung ''Curse of the Evil One'' zusammen mit Violent Hate, die von [[Tchelo Martins]] produziert wurde. Eine weitere Split-Veröffentlichung mit [[Harmony Dies]] erschien außerdem im Oktober über [[Rotthenness Records]], wobei die Aufnahmen hierzu in den [[Anonimato Record Studios]] in São Paulo unter der Leitung von [[Sergio Sakamoto]] stattfanden.<ref name="rockdetector">{{Internetquelle|url=http://www.rockdetector.com/artist/brazil/rio+grande+do+sul/ijui/krisiun#bio|titel=Biography|hrsg=rockdetector.com|zugriff=2014-05-11}}</ref> Bei demselben Label erschien im Jahr 1995 auch das Debütalbum ''Black Force Domain'', das in den [[Army Studios]]<ref name="rockdetector" /> in São Paulo aufgenommen worden war, ehe [[Gun Records]] auf die Band aufmerksam wurde und diese unter Vertrag nahm. Daraufhin folgten bis 1998 Tourneen durch [[Europa]], sowie Auftritte zusammen mit [[Napalm Death]], [[Cradle of Filth]], [[Borknagar]],<ref>{{Literatur|Autor=Martin Wickler|Titel=Cradle Of Filth+Napalm Death+Borknagar+Krisiun|TitelErg=Nürnberg: Hirsch|Sammelwerk=[[Metal Hammer]]|Jahr=1999|Monat=Februar|Seiten=118 f}}</ref> [[Kreator]], [[Dimmu Borgir]], [[Richthofen (Band)|Richthofen]]<ref>{{Literatur|Autor=Robert Müller|Titel=Kreator+Dimmu Borgir+Richthofen+Krisiun|TitelErg=Bochum: Zeche|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=1998|Monat=Februar|Seiten=124 f}}</ref> und [[Morbid Angel]]. Zudem erschien im August 1998 das Album ''Apocalyptic Revelation'' bei Gun Records. Der Tonträger vurde von [[Simon Fuhrmann]] in den [[Deutschland|deutschen]] [[Music Lab Studios]] aufgenommen.<ref name="rockdetector" /> Danach folgte eine Tour zusammen mit [[Soilwork]]. Im Jahr 1999 schlossen sich Auftritte in [[Nordamerika]] zusammen mit [[Incantation (US-amerikanische Band)|Incantation]] und [[Angelcorpse]] an, wobei sie unter anderem auch auf dem Milwaukee Festival spielten. Danach unterschrieb die Gruppe einen Vertrag bei [[Century Media]], woraufhin sich die Band ins [[Stage One Studio]] begab, wo Krisiun unter der Leitung von [[Erik Rutan]] und [[Andy Classen]] sein nächstes Album aufnahm. Zudem wurde bei dem Label ''Black Force Domain'' wiederveröffentlicht, worauf als Bonus Coverversionen von [[Sodom (Band)|Sodoms]] ''Nuclear Winter'' und [[Kreator]]s ''Total Death'' enthalten waren.<ref name="rockdetector" /> Ende 1999 spielte die Band zusammen mit Morbid Angel, ehe im Folgejahr<ref>{{Literatur|Autor=[[Garry Sharpe-Young]]|Titel=A-Z of Death Metal|Verlag=Cherry Red Books|Ort=London|Jahr=2001|ISBN=1-901447-35-9|Seiten=233 f}}</ref> das Album ''Conquerors of Armageddon'' erschien. Danach ging die Band auf eine Tour, die 120 Auftritte umfasste und auf mehreren [[Kontinent]]en abgehalten wurde. Dabei spielte die Band unter anderem zusammen mit [[Old Man’s Child]], [[Gorgoroth]], [[Soulreaper]], [[Satyricon (Band)|Satyricon]], [[Immortal]] und Angelcorpse. Während er Auftritte zusammen mit Angelcorpse verließ deren Sänger [[Pete Helmkamp]] die Band, woraufhin Alex Carmago für ihn einsprang.<ref name="rockdetector" /> Zudem nahm die Gruppe unter der Leitung des Produzenten [[Tchelo Martins]] im [[Creative Sound Studio]] in São Paulo das nächste Album ''Ageless Venomous'' auf. Das Cover des Album wurde, wie bereits beim Vorgänger, von [[Joe Petagno]], der auch schon für [[Motörhead]] Albencover gestaltet hatte, angefertigt. |
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Über das Geburtsdatum von Kay Francis gibt es unterschiedliche Quellen, im U.S. Census von 1910 wird sie mit einem Alter von fünf Jahren registriert. Sie selbst gab ebenfalls stets 1905 als Geburtsjahr an. |
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Es folgten 150 Auftritten, unter anderem zusammen mit [[Vader (Band)|Vader]], [[Decapitated]], [[Prejudice]],<ref>{{Literatur|Autor=Anzo Sadoni|Titel=Vader+Krisiun+Decapitated+Prejudice|TitelErg=Hamburg: MarX|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2002|Monat=Dezember|Seiten=95}}</ref> [[Behemoth (Band)|Behemoth]], [[Lux Occulta]], Kreator,<ref name="rockdetector" /> [[Marduk (Band)|Marduk]], [[Nile (Band)|Nile]], [[Cannibal Corpse]] und [[Dark Funeral]] spielte dabei in Europa, in Nord- und Südamerika, [[Russland]] und [[Japan]].<ref name="rockdetector" /> 2001 spielte die Band dabei zudem auf dem [[Wacken Open Air]].<ref>{{Internetquelle|url=http://www.wacken.com/en/woa2014/main-history/history/woa-2001/bands/|titel=Bands|titelerg=BILLING 2001|hrsg=wacken.com|zugriff=2014-05-11}}</ref> Im Jahr 2002 verstarb der ehemalige Gitarrist Altemir Souza bei einem Motorradunfall.<ref name="rockdetector" /> Nach den Auftritten begab sich die Band mit [[Pierre Rémillard]] in die [[Bebop Studios]], um das nächste Album aufzunehmen. Das daraus entstande Material wurde in Rémillards eigenen Studio in [[Kanada]] abgemischt. Das Album wurde im September 2003 unter dem Namen ''Works of Carnage'' veröffentlicht. Auf dem Album war unter anderem eine Coverversion des [[Venom (Band)|Venom]]-Liedes ''In League with Satan'' zu hören.<ref name="guide">{{Literatur|Autor=[[Martin Popoff]], David Perri|Titel=The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 4: The ’00s|Verlag=Collectors Guide Ltd|Ort=Burlington, Ontario, Kanada|Jahr=2011|ISBN=9781-926592-20-6|Seiten=207}}</ref> Vorher hatte die Band eine Tour durch [[Südamerika]] abgehalten, ehe es auf Tour durch die [[Vereinigte Staaten|USA]] zusammen mit [[Cattle Decapitation]],<ref name="rockdetector" /> [[Deicide]] und [[Hate Eternal]] ging. Anfang 2004 nahm die Band zudem die [[DVD]] ''Live Armageddon'' auf. 2004 spielte die Band zudem zusammen mit Norbid Angel in den [[Niederlande]]n und im November in Europa zusammen mit Behemoth, [[Ragnarok (norwegische Band)|Ragnarok]] und Incantation.<ref name="rockdetector" /> Danach begab sich die Band erneut ins Studio, um neue Lieder aufzunehmen, die zusammen mit den ersten vier Liedern der EP ''Unmerciful Order'' als Album unter dem Namen ''Bloodshed'' veröffentlicht wurden. Im Sommer 2005 folgten Auftritte zusammen mit Hate Eternal, Incantation, [[Into Eternity]] und [[All Shall Perish]] in den USA. Danach begab sich die Band nach Deutschland, um auf dem [[Summer Breeze]] zu spielen. Im August spielte die Band auf dem [[Brutal Assault]], dem [[Party.San]] und dem [[schweiz]]erischen Mountains of Death.<ref name="rockdetector" /> Im Sommer arbeitete die Gruppe an ihrem nächsten Album, das erneut von Andy Classen produziert wurde. Der Tonträger erschien Ende Februar 2006 unter dem Namen ''AssassiNation'' ein. Im selben Jahr erschien zudem ''Live Armageddon''. Die Band ist hier auf bei ihren Auftritten auf dem [[Metalmania]] 2005 und dem Wacken Open Air 2001 zu sehen.<ref>{{Literatur|Autor=Gunnar Sauermann|Titel=Krisiun|TitelErg=Live Armageddon|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2006|Monat=April|Seiten=124}}</ref> Im April 2006 ging die Band auf Tour durch die USA zusammen mit Morbid Angel, [[Despised Icon]] und Behemoth, ehe im September und Oktober weitere Konzerte zusammen mit [[Six Feet Under (Band)|Six Feet Under]], Decapitated und [[Abysmal Dawn]] folgten.<ref name="rockdetector" /> Geplante Auftritte auf den X-Mas-Festivals in Europa wurden hingegen abgesagt. |
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Kay Francis spielte nach einer Ausbildung zur Sekretärin erfolgreich am [[Broadway (Theater)|Broadway]]. Trotz eines Sprachfehlers (sie sprach das 'r' eher als 'w' aus, was ihr den Beinamen ''the wawishing Kay Fwancis'' eintrug) wurde sie 1929 für den Film entdeckt. |
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Ihre nächsten Europakonzerte folgten im Frühjahr des Folgejahres, zusammen mit [[Immolation]] und [[Grave (Band)|Grave]]. Bei einem Konzert in [[Rosenheim]] wurden die drei Bands zudem noch von [[Dawn of Azazel]] unterstützt.<ref>{{Literatur|Autor=Florian Krapp|Titel=Immolation+Krisiun+Grave+Dawn Of Azazel|TitelErg=Rosenheim: Upstairs|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2007|Monat=Juli|Seiten=140}}</ref> Zudem folgten weitere Touren durch die USA und Europa, ehe im November die Arbeiten zum nächsten Album folgten. Die Aufnahmen hierfür erfolgten erneut mit Andy Classen im Stage One Studio im April 2008 in Deutschland. Der Tonträger erschien Mitte Juli unter dem Namen ''Southern Storm'', worauf unter anderem auch eine Coverversion von [[Sepultura]]s ''Refuse/Resist'' enthalten war.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.krisiun.com.br/ingles/modelo.asp?pagina=bio|titel=Biography|hrsg=krisiun.com.br|zugriff=2014-05-11}}</ref> Dieses Lied war als Dank an [[Andreas Kisser]] gedacht, der mehrmals zusammen als Gastmusiker mit Krisiun aufgetreten war und mit diesen sowohl Krisiun- als auch Sepultura-Stücke gespielt hatte.<ref name="MH 08/08">{{Literatur|Autor=Thomas Strater|Titel=Krisiun|TitelErg=Höllensturm|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2008|Monat=August|Seiten=97}}</ref> Außerdem wurde ein Musikvideo für das Lied ''Combustion Inferno'' erstellt. Der Veröffentlichung folgten Auftritte zusammen mit [[Ravencult]] und [[Rotting Christ]].<ref name="rockdetector" /> Außerdem ging die Band auf Tour durch Brasilien und [[Chile]], ehe es im November zusammen mit [[Unleashed]] und [[One Man Army and the Undead Quartet]] auf Europatournee ging.<ref name="laut" /> Dabei spielte die Band auch untere anderem in [[Essen]] zusammen mit Unleashed, One Man Army and the Undead Quartet, [[Mourning Caress]] und [[Commander (Band)|Commander]].<ref>{{Literatur|Autor=Thomas Strater|Titel=Unleashed+Krisiun+One Man Army And The Undead Quartet+Mourning Caress+Commander|TitelErg=Essen: Turock|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2009|Monat=Januar|Seiten=114 f}}</ref> Im Jahr 2008 spielte Krisiun eine Coverversion von [[Demolition Hammer]]s ''Human Dissection '' für den Century-Media-Sampler ''Covering 20 Years of Extremes'' ein. Im März und April 2009, ehe sich im September US-Auftritte mit [[Obituary]], [[Goatwhore]], [[The Berzerker]] und [[Warbringer]] anschlossen.<ref name="rockdetector" /> Im Jahr 2011 folgte das nächste Album ''The Great Execution'',<ref>{{Internetquelle|url=http://www.discogs.com/Krisiun-The-Great-Execution/master/384390|titel=Krisiun – The Great Execution|hrsg=[[Discogs]]|zugriff=2014-05-11}}</ref> worauf João Gordo, Sänger von [[Ratos de Porão]], und der Akustikgitarristen Marcello Caminha als Gastmusiker zu hören waren.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.centurymedia.com/artist.aspx?IdArtist=30|titel=Biography|hrsg=centurymedia.com|zugriff=2014-05-11}}</ref> Im Jahr 2012 spielte die Band unter anderem in [[München]], zusammen mit [[Malevolent Creation]], [[Vital Remains]], [[Karnak (Band)|Karnak]] und [[Pestifer]].<ref>{{Literatur|Autor=Robert Müller|Titel=Krisiun+Malevolent Creation+Vital Remains+Karnak+Truth Corroded+Pestifer|TitelErg=München: Backstage|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2012|Monat=April|Seiten=139}}</ref> |
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Kay stand bei der [[Paramount Pictures|Paramount]] unter Vertrag und hatte 1929 ihren ersten Auftritt in ''Gentlemen of the Press'' an der Seite von [[Walter Huston]]. Sie wurde dabei zum ersten und letzten Mal als Katherine Francis angekündigt. Zunächst wusste niemand etwas mit der relativ großen Schauspielerin anzufangen und sie wurde in den unterschiedlichsten Rollen eingesetzt. |
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== Stil == |
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Das Publikum nahm erstmals von ihr Notiz, als sie 1930 neben [[William Powell]] in dem Drama ''[[Street of Chance]]'' auftrat. Der Film, in nur 15 Tagen abgedreht, wurde ein Überraschungserfolg und das Duo Powell/Francis drehte noch vier weitere gemeinsame Filme. Während heute die meisten Kritiker von William Powell / [[Myrna Loy]] und William Powell / [[Jean Harlow]] schwärmen, waren auch die gemeinsamen Auftritte mit Francis Beispiele für exaktes Timing, subtilen Andeutungen und nicht ganz jugendfreien Blicken. Das wird nirgendwo besser deutlich als in dem Projekt ''[[Jewel Robbery]]'' von 1932, einem Stoff über gestohlene Juwelen, Ehebruch und Moral. Die Geschichte wurde von [[Ernst Lubitsch]] inszeniert und ist selbst heute noch, über 70 Jahre später, vor allem bei Freunden von ''sophistication'' beliebt. Die beiden drehten unmittelbar im Anschluss die Romanze ''[[Reise ohne Wiederkehr|One Way Passage]]'' |
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Laut ''[[laut.de]]'' wurde die Band anfangs stark durch Gruppen wie [[Black Sabbath]] und [[Dio (Band)|Dio]] beeinflusst, wechselte jedoch, nachdem die Musiker mit [[Slayer]]s ''[[Show No Mercy]]'' und [[Morbid Angel]] in Kontakt gekommen waren, zum [[Extreme Metal|extremen Metal]].<ref name="laut" /> Laut Martin Popoff und David Perri in ihrem Buch ''The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 4: The '00s'' zählt Krisiun mit ''Conquerors of Armageddon'' zu den besten Death-Metal-Bands, die Brasilien zu bieten habe. Die Musik erinnere oft an den Stil des [[Florida Death Metal]], wobei die Lieder oft exotische oder „[[Doom Metal|doomige]]“ Melodien hätten. Zudem sei auch der Einsatz von [[Blastbeat]]s charakteristisch. Als Vergleichsbands nannten sie Deicide und Morbid Angel. ''Ageless Venomous'' biete wie gewohnt technisch anspruchsvollen Death Metal, mit aggressivem, [[Gutturaler Gesang|gutturalem Gesang]], wobei jedoch die schlechte Aufnahmequalität der Bassdrum das Album unhörbar mache. Auch auf ''Works of Carnage'' sei klassischer, technisch anspruchsvoller und schnell gespielter Death Metal zu hören. Auf ''Bloodshed'' hingegen gebe sich die Band reifer und bewege sich von schnelleren Liedern weg und fixiere sich mehr auf den [[Groove (Musik)|Groove]]. ''AssassiNation'' biete ebenfalls klassischen Death Metal mit einprägsamen [[Riff (Musik)|Riffs]]. Auf ''Southern Storm'' seien vor allem die aggressive und schnelle Bassdrum besonders markant.<ref name="guide" /> |
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Im ''[[Metal Hammer|Metal-Hammer]]''-Interview mit Björn Thorsten Jaschinski gab Alex Camargo an, textlich vor allem durch [[David Vincent]] beeinflusst worden zu sein, und äußerte sich zu den Texten auf ''AssassiNation'' folgendermaßen: „Gerade sexuelle Tabubrüche der eigenen Lehren sind in der Kirchengeschichte nichts Neues. Aber selten wurde die Institution zur Verantwortung gezogen, Politik und Religion scheinen immun. Wir begehren dagegen auf. […] Es geht nicht um schwarze Magie oder Jungfrauenopfer. Die Menschheit vernichtet sich selber, der Gedanke an Erlösung in einem späteren Leben kann uns nicht mehr hinhalten“.<ref>{{Literatur|Autor=Björn Thorsten Jaschinski|Titel=Krisiun|TitelErg=Mehr als Krach|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2006|Monat=März|Seiten=87}}</ref> Im ''Metal-Hammer''-Interview mit Martin Wickler gab Moyses Kolsne an, dass anfangs Bands wie [[AC/DC]] und Black Sabbath und später Slayer und [[Metallica]] Krisiun beeinflusst hätten.<ref>{{Literatur|Autor=Martin Wickler|Titel=Krisiun|TitelErg=Ehrgeiz zahlt sich aus|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2003|Monat=November|Seiten=95}}</ref> Martin Wickler vom ''Metal Hammer'' empfand die Musik auf ''Conquerors of Armageddon'' als „heftig“ und „hektisch“, wobei die Riffs knackig seien.<ref>{{Literatur|Autor=Martin Wickler|Titel=Krisiun|TitelErg=Conquerors of Armageddon|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2000|Monat=April|Seiten=98}}</ref> Laut Stefan Müller vom ''Metal Hammer'' spielte die Band auch auf ''Ageless Venomous'' schnell gespielten Death Metal, mit tiefem, gutturalem Gesang.<ref>{{Literatur|Autor=Stefan Müller|Titel=Krisiun|TitelErg=Ageless Venomous|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2001|Monat=August|Seiten=87}}</ref> Laut Wickler spielte Krisiun auch auf ''Works of Carnage'' technisch versierten Death Metal mit schnellem Doublebass, wobei die Spielgeschwindigkeit der Lieder fast immer hoch sei.<ref>{{Literatur|Autor=Martin Wickler|Titel=Krisiun|TitelErg=Works of Carnage|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2003|Monat=Oktober|Seiten=108}}</ref> Laut Anzo Sadoni vom ''Metal Hammer'' nahm die Geschwindigkeit der Lieder auf ''AssassiNation'' ab, sei aber oftmals noch immer sehr hoch. Es sei das bis zu jenem Zeitpunkt abwechslungsreichste Album der Bandgeschichte.<ref>{{Literatur|Autor=Anzo Sadoni|Titel=Krisiun|TitelErg=AssassiNation|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2006|Monat=März|Seiten=96}}</ref> Thomas Strater vom ''Metal Hammer'' stellte fest, dass die Band den auf ''AssassiNation'' eingeschlagenen Weg auf ''Southern Storm'' weitergehe und nun verstärkt auf Mid-Tempo-Stücke und Groove setze.<ref>{{Literatur|Autor=Thomas Strater|Titel=Krisiun|TitelErg=Höllensturm|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2008|Monat=August|Seiten=112}}</ref> Im ''Metal Hammer'' gab Moyses Kolesne an, dass die Band auf ''Southern Storm'' verstärkt versucht habe, ihre [[Thrash Metal|Thrash-Metal]]-Wurzeln hervorzubringen und nennt als Einfluss das Slayer-Lied ''[[Angel of Death (Lied)|Angel of Death]]''.<ref name="MH 08/08" /> Laut Robert Müller vom ''Metal Hammer'' waren auf ''The Great Execution'' die größte Neuerung die verwendeten Akustikgitarren. Krisiun verstehe es hier wie auch beim Vorgänger, wie Nile, klassische Death-Metal-Elemente, mit nicht-metallischen Elementen zu kombinieren.<ref>{{Literatur|Autor=Robert Müller|Titel=Krisiun|TitelErg=The Great Execution|Sammelwerk=Metal Hammer|Jahr=2011|Monat=Dezember|Seiten=}}</ref> |
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Nachdem Francis in den ersten Jahren ihrer Karriere durchschnittlich sieben Filme pro Jahr drehte, wuchs ihre Anhängerschaft unter der weiblichen Bevölkerung rapide. Meist als elegante Dame mit Liebeskummer zu sehen, durchlitt die Darstellerin in den unterschiedlichsten Genres und vor jeder nur denkbaren Studiokulisse mehr oder weniger dramatische Erlebnisse. Dabei kam es den Zuschauerinnen eigentlich gar nicht auf die Handlung an. Es galt vielmehr einen Blick auf die Garderobe der Schauspielerin zu erhaschen, die früh als einer der bestangezogenen Filmstars galt. |
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== Diskografie == |
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Es war also eher die Quantität als die Qualität der Filme, in den sie auftrat, die Kay Francis in der Gunst der Zuschauer steigen ließ. Symptomatisch für ihr Brot-und-Butter-Genre, das häufig ''woman's picture'' genannt wird und dessen Stars gleich dazu als ''clothes horse'' bezeichnet, ist ''[[Passion Flower]]'' aus dem Jahre 1930. [[MGM]] stand bei der Verfilmung der populären Geschichte von Kathleen Norris um Ehebruch in der besseren Gesellschaft vor dem Problem, dass die eigenen weiblichen Stars bereits an anderen Stoffen arbeiteten. Also lieh man von [[Paramount Pictures|Paramount]] kurzerhand Kay Francis aus, gab ihr für jede Szene ein neues Outfit, strich noch vorsichtshalber aus ihrem Dialog alle Wörter mit 'r' und fertig war ein relativ günstig produzierter Film, der ein Vielfaches seiner Kosten wieder einspielte. |
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=== Studioalben === |
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* 1995: ''Black Force Domain'' ([[Dynamo Records]]) |
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* 1998: ''Apocalyptic Revelation'' ([[Gun Records]]) |
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* 2000: ''Conquerors of Armageddon'' ([[Century Media]]) |
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* 2001: ''Ageless Venomous'' (Century Media) |
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* 2003: ''Works of Carnage'' (Century Media) |
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* 2004: ''Bloodshed'' (Century Media) |
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* 2006: ''AssassiNation'' (Century Media) |
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* 2008: ''Southern Storm'' (Century Media) |
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* 2011: ''The Great Execution'' (Century Media) |
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=== Demos === |
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Die endlose Wiederholung solcher Auftritte sorgten dafür, dass Kay Francis populär genug war, um Mitte 1932 einen lukrativen Vertrag mit [[Warner Brothers]] abschließen zu können. Zwar änderte sich wenig an der Qualität der Rollen, doch 1936 verdiente sie $ 227,000 und damit mehr als [[Norma Shearer]] oder [[Joan Crawford]]. Der höchstbezahlte Star des Jahres war [[Claudette Colbert]], mit $ 304,000, dicht gefolgt, von [[Warner Baxter]]. |
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* 1992: The Plague (Eigenveröffentlichung) |
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=== EPs === |
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Der Aufstieg von [[Bette Davis]] ab Mitte der 1930er führte dazu, dass Francis immer schlechtere Drehbücher bekam. Sicher geglaubte Rollen wie in ''The Sisters'', ''Juarez'' und angeblich sogar ''Jezebel'' gingen an die Davis. Die übernahm gegen Ende der Dekade dann auch die riesige Studiogardrobe mit vier Zimmern und einem Kamin von ihrer Kollegin. Zum Verlust der Popularität trug auch bei, dass das Publikum ihrer ewig gleichen Gesichtsakrobatik langsam müde wurde und sich lieber Filme mit [[Loretta Young]] ansah, die zur Mitte des Jahrzehnts Hollywoods führendes ''cloth horse'' wurde. |
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* 1992: ''Curse of the Evil One'' (Split-EP mit Violent Hate, [[Rock Machine Records]]) |
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* 1993: ''Evil Age'' (Split-EP mit [[Harmony Dies]], [[Rotthenness Records]]) |
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* 1993: ''Unmerciful Order'' (Dynamo Records) |
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* 2001: ''Scar Culture / Krisiun'' (Split-EP mit [[Scar Culture]], Century Media) |
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=== Singles === |
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1936 war in vieler Hinsicht Höhe- und Wendepunkt ihrer Karriere. Nachdem sie bislang meist in recht kostengünstig produzierter Dutzendware auf der Leinwand erschienen war, versuchte sie als dramatische Schauspielerin neue Fans zu erobern. Doch fand die sehr teure und ernsthafte Adaption des Wirkens von [[Florence Nightingale]] in ''[[The White Angel]]'' nicht den Weg in die Herzen der Zuschauer. Der Hauptgrund lag wohl im Drehbuch, das aus der Begründerin der modernen Krankenpflege eine gelangweilte Dame der oberen Gesellschaft machte. Und mochten die Darstellung der grauenhaften hygienischen Zustände im Lazarett von [[Scutari]] während des [[Krimkrieg]]es auch sehr gelungen sein, so wirkte Francis inmitten des Elends deplatziert. Denn während die Soldaten im eigenen Dreck starben, schien die Protagonistin hinter der Front beständig Zugriff auf ein eigenes Heer von Kostümdesigner und Maskenbildner zu haben. Die etwas später im Jahr herausgebrachte Saga ''[[Give Me Your Heart]]'' konsolidierte den Status von Francis jedoch wieder etwas. |
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* 1998: ''Advanced Tape 98'' (Eigenveröffentlichung) |
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=== Kompilationen === |
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Das Studio ließ deshalb im Jahr 1937 nichts unversucht, das Erfolgsrezept von ''[[Give Me Your Heart]]'' zu wiederholen. Doch weder die kostspielige Verfilmung der Politikkomödie ''First Lady'' brachte den ersehnten Erfolg, noch die Romanze ''[[Stolen Holiday]]''. Selbst der Versuch, Francis neben dem aufgehenden Stern [[Errol Flynn]] in ''[[Another Dawn]]'' prominent herauszustellen, scheiterte. Als allerletztes Mittel versuchte man sich in einem Remake des [[Pola Negri]] Films ''Mazurka'' aus dem Vorjahr, der unter dem Titel ''[[Confession (Film)|Confession]]'' kein sonderlicher Erfolg wurde, der Schauspielerin aber gute Kritiken einbrachte. |
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* 2012: ''Arise from Blackness'' (Century Media) |
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Die Firma übertrug im selben Jahr entgegen mündlichen Absprachen die Hauptrolle in der Verfilmung des Broadwayhits ''Tovarich'' an [[Claudette Colbert]] und Kay Francis verklagte daraufhin das Studio. Der Fall wurde außergerichtlich beigelegt. Damit war die Karriere von Francis jedoch beendet und sie bekam bis zum offiziellen Ende ihres Vertrags zwar ihr volles Gehalt gezahlt, zu spielen gab es jedoch nur noch Rollen in [[B-Movie|B-Filmen]] wie ''Secrets of an Actress'' oder ''[[Comet Over Broadway]]''. Ganz unten landete sie schließlich, als ihr Name 1939 unterhalb des Titels von ''King of the Underworld'' genannt wurde. |
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=== DVDs === |
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Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] trat sie wie viele Hollywoodstars bei der Truppenbetreuung auf. 1946 schließlich beendete sie ihre Filmkarriere, kehrte noch einmal für kurze Zeit auf die Theaterbühne zurück, um sich dann völlig zurückziehen. Sie starb 1968 und hinterließ ihr Vermögen verschiedenen Wohltätigkeitsgesellschaften. |
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* 2006: ''Live Armageddon'' ([[Metal Mind Productions]]) |
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== Zitat == |
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:''Being born in Oklahoma City was the only un-glamorous thing Kay ever did.'' |
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== Filmografie (Auswahl) == |
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* 1930: [[Street of Chance]] |
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* 1930: [[For the Defense]] |
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* 1930: [[Passion Flower]] |
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* 1931: [[Transgression (Film)|Transgression]] |
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* 1931: [[24 Hours (Film)|24 Hours]] |
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* 1931: [[Ladies' Man]] |
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* 1931: [[Guilty Hands]] |
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* 1931: [[Girls About Town]] |
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* 1932: [[Man Wanted]] |
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* 1932: [[Street of Women]] |
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* 1932: [[Ein Dieb mit Klasse]] (''Jewel Robbery'') |
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* 1932: [[Reise ohne Wiederkehr]] (''One Way Passage'') |
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* 1932: [[Ärger im Paradies]] (''Trouble in Paradise'') |
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* 1933: [[The Keyhole]] |
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* 1933: [[Storm at Daybreak]] |
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* 1933: [[Mary Stevens, M. D.]] |
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* 1933: [[The House on 56th Street]] |
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* 1933: [[I Loved A Woman]] |
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* 1934: [[Mandalay (Film)|Mandalay]] |
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* 1934: [[Dr. Monica]] |
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* 1934: [[Wonder Bar]] |
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* 1934: [[British Agent]] |
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* 1935: [[Living on Velvet]] |
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* 1935: [[Stranded (Film)|Stranded]] |
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* 1935: [[The Goose and the Gander]] |
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* 1935: [[I Found Stella Parrish]] |
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* 1936: [[The White Angel]] |
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* 1936: [[Give Me Your Heart]] |
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* 1937: [[Stolen Holiday]] |
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* 1937: [[Another Dawn]] |
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* 1937: [[Confession (Film)|Confession]] |
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* 1937: [[First Lady (Film)|First Lady]] |
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* 1938: [[Comet Over Broadway]] |
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* 1939: [[Nur dem Namen nach]] (''In Name Only'') |
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== Weblinks == |
== Weblinks == |
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* [http://www.krisiun.com.br/ Offizielle Homepage] |
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* [http://www.laut.de/Krisiun Krisiun bei ''laut.de''] |
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== Einzelnachweise == |
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* {{IMDb Name|ID=0290215|NAME=Kay Francis}} |
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<references /> |
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* [http://film.virtual-history.com/person.php?personid=1275 Fotos von Kay Francis] |
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== Literatur über Kay Francis == |
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* John Callahan - ''Kay Francis: Secrets of an Actress'' - Artikel in ''Bright Lights Film Journal'', Ausgabe Mai 2006 |
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* Lynn Kear & John Rossman - ''Kay Francis: A Passionate Life and Career'' - McFarland & Company, 2006; ISBN 0-7864-2366-8. |
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* Scott O'Brien - ''Kay Francis: I Can't Wait to Be Forgotten. Her Life on Stage and Film'' - BearManor Media, 2006; ISBN 1-59393-036-4. |
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{{Normdaten|PND=13160287X|LCCN=n/87/847007}} |
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[[Kategorie:Frau]] |
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{{Personendaten |
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|NAME=Francis, Kay |
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|ALTERNATIVNAMEN=Katherine Edwina Gibbs (vollständiger Name) |
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|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanische Schauspielerin |
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|GEBURTSDATUM=13. Januar 1905 |
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|GEBURTSORT=Oklahoma City, USA |
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|STERBEDATUM=26. August 1968 |
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|STERBEORT=New York City, USA |
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[[Kategorie:Brasilianische Band]] |
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[[en:Kay Francis]] |
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[[Kategorie:Death-Metal-Band]] |
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[[es:Kay Francis]] |
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[[fi:Kay Francis]] |
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[[fr:Kay Francis]] |
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[[it:Kay Francis]] |
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[[ru:Кэй Фрэнсис]] |
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Version vom 14. Dezember 2014, 12:22 Uhr
| Krisiun | |
|---|---|
Sänger Alex Camargo 2009. | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Ijuí, Brasilien |
| Genre(s) | Death Metal |
| Gründung | 1990 |
| Aktuelle Besetzung | |
| Alex Camargo | |
| Moyses Kolesne | |
| Max Kolesne | |
| Ehemalige Mitglieder | |
E-Gitarre |
Altemir Souza (bis 1995, †2002) |
E-Gitarre |
Maurício Nogueira |
Krisiun ist eine brasilianische Death-Metal-Band aus Ijuí, die im Jahr 1990 gegründet wurde. Der Bandname geht auf den Mondkrater Mare Crisium zurück, die Bezeichnung stammt aus dem Alt-Latein und bedeutet „Meer der Scheußlichkeiten“.[1]
Geschichte
Die Band wurde im Jahr 1990[2] von den drei Brüdern Moyses Kolesne (E-Gitarre), Max Kolesne (Schlagzeug) unde dem Bassisten und Sänger Alex Camargo, welcher den Mädchennamen der Mutter als Nachnamen gewählt hatte, gegründet. Nachdem die Gruppe zwei Demos, Evil Age (1991) und The Plague (1992), veröffentlicht hatte,[3] entschied sie sich dazu, nach São Paulo zu ziehen. Während dieser Zeit war zudem Altemir Souza noch als zweiter Gitarrist vertreten, er sollte die Band später jedoch verlassen, um Torture Squad beizutreten. Daraufhin erreichte die Gruppe einen Vertrag bei Dynamo Records, worüber im März 1993 die EP Unmerciful Order, die ursprünglich selbst finanziert und in Eigenregie aufgenommen worden war. Auf dem Tonträger erhielten alle drei Mitglieder den Nachnamen Kolesne. Im Januar desselben Jahres erschien zudem die Split-Veröffentlichung Curse of the Evil One zusammen mit Violent Hate, die von Tchelo Martins produziert wurde. Eine weitere Split-Veröffentlichung mit Harmony Dies erschien außerdem im Oktober über Rotthenness Records, wobei die Aufnahmen hierzu in den Anonimato Record Studios in São Paulo unter der Leitung von Sergio Sakamoto stattfanden.[4] Bei demselben Label erschien im Jahr 1995 auch das Debütalbum Black Force Domain, das in den Army Studios[4] in São Paulo aufgenommen worden war, ehe Gun Records auf die Band aufmerksam wurde und diese unter Vertrag nahm. Daraufhin folgten bis 1998 Tourneen durch Europa, sowie Auftritte zusammen mit Napalm Death, Cradle of Filth, Borknagar,[5] Kreator, Dimmu Borgir, Richthofen[6] und Morbid Angel. Zudem erschien im August 1998 das Album Apocalyptic Revelation bei Gun Records. Der Tonträger vurde von Simon Fuhrmann in den deutschen Music Lab Studios aufgenommen.[4] Danach folgte eine Tour zusammen mit Soilwork. Im Jahr 1999 schlossen sich Auftritte in Nordamerika zusammen mit Incantation und Angelcorpse an, wobei sie unter anderem auch auf dem Milwaukee Festival spielten. Danach unterschrieb die Gruppe einen Vertrag bei Century Media, woraufhin sich die Band ins Stage One Studio begab, wo Krisiun unter der Leitung von Erik Rutan und Andy Classen sein nächstes Album aufnahm. Zudem wurde bei dem Label Black Force Domain wiederveröffentlicht, worauf als Bonus Coverversionen von Sodoms Nuclear Winter und Kreators Total Death enthalten waren.[4] Ende 1999 spielte die Band zusammen mit Morbid Angel, ehe im Folgejahr[7] das Album Conquerors of Armageddon erschien. Danach ging die Band auf eine Tour, die 120 Auftritte umfasste und auf mehreren Kontinenten abgehalten wurde. Dabei spielte die Band unter anderem zusammen mit Old Man’s Child, Gorgoroth, Soulreaper, Satyricon, Immortal und Angelcorpse. Während er Auftritte zusammen mit Angelcorpse verließ deren Sänger Pete Helmkamp die Band, woraufhin Alex Carmago für ihn einsprang.[4] Zudem nahm die Gruppe unter der Leitung des Produzenten Tchelo Martins im Creative Sound Studio in São Paulo das nächste Album Ageless Venomous auf. Das Cover des Album wurde, wie bereits beim Vorgänger, von Joe Petagno, der auch schon für Motörhead Albencover gestaltet hatte, angefertigt.
Es folgten 150 Auftritten, unter anderem zusammen mit Vader, Decapitated, Prejudice,[8] Behemoth, Lux Occulta, Kreator,[4] Marduk, Nile, Cannibal Corpse und Dark Funeral spielte dabei in Europa, in Nord- und Südamerika, Russland und Japan.[4] 2001 spielte die Band dabei zudem auf dem Wacken Open Air.[9] Im Jahr 2002 verstarb der ehemalige Gitarrist Altemir Souza bei einem Motorradunfall.[4] Nach den Auftritten begab sich die Band mit Pierre Rémillard in die Bebop Studios, um das nächste Album aufzunehmen. Das daraus entstande Material wurde in Rémillards eigenen Studio in Kanada abgemischt. Das Album wurde im September 2003 unter dem Namen Works of Carnage veröffentlicht. Auf dem Album war unter anderem eine Coverversion des Venom-Liedes In League with Satan zu hören.[10] Vorher hatte die Band eine Tour durch Südamerika abgehalten, ehe es auf Tour durch die USA zusammen mit Cattle Decapitation,[4] Deicide und Hate Eternal ging. Anfang 2004 nahm die Band zudem die DVD Live Armageddon auf. 2004 spielte die Band zudem zusammen mit Norbid Angel in den Niederlanden und im November in Europa zusammen mit Behemoth, Ragnarok und Incantation.[4] Danach begab sich die Band erneut ins Studio, um neue Lieder aufzunehmen, die zusammen mit den ersten vier Liedern der EP Unmerciful Order als Album unter dem Namen Bloodshed veröffentlicht wurden. Im Sommer 2005 folgten Auftritte zusammen mit Hate Eternal, Incantation, Into Eternity und All Shall Perish in den USA. Danach begab sich die Band nach Deutschland, um auf dem Summer Breeze zu spielen. Im August spielte die Band auf dem Brutal Assault, dem Party.San und dem schweizerischen Mountains of Death.[4] Im Sommer arbeitete die Gruppe an ihrem nächsten Album, das erneut von Andy Classen produziert wurde. Der Tonträger erschien Ende Februar 2006 unter dem Namen AssassiNation ein. Im selben Jahr erschien zudem Live Armageddon. Die Band ist hier auf bei ihren Auftritten auf dem Metalmania 2005 und dem Wacken Open Air 2001 zu sehen.[11] Im April 2006 ging die Band auf Tour durch die USA zusammen mit Morbid Angel, Despised Icon und Behemoth, ehe im September und Oktober weitere Konzerte zusammen mit Six Feet Under, Decapitated und Abysmal Dawn folgten.[4] Geplante Auftritte auf den X-Mas-Festivals in Europa wurden hingegen abgesagt.
Ihre nächsten Europakonzerte folgten im Frühjahr des Folgejahres, zusammen mit Immolation und Grave. Bei einem Konzert in Rosenheim wurden die drei Bands zudem noch von Dawn of Azazel unterstützt.[12] Zudem folgten weitere Touren durch die USA und Europa, ehe im November die Arbeiten zum nächsten Album folgten. Die Aufnahmen hierfür erfolgten erneut mit Andy Classen im Stage One Studio im April 2008 in Deutschland. Der Tonträger erschien Mitte Juli unter dem Namen Southern Storm, worauf unter anderem auch eine Coverversion von Sepulturas Refuse/Resist enthalten war.[13] Dieses Lied war als Dank an Andreas Kisser gedacht, der mehrmals zusammen als Gastmusiker mit Krisiun aufgetreten war und mit diesen sowohl Krisiun- als auch Sepultura-Stücke gespielt hatte.[14] Außerdem wurde ein Musikvideo für das Lied Combustion Inferno erstellt. Der Veröffentlichung folgten Auftritte zusammen mit Ravencult und Rotting Christ.[4] Außerdem ging die Band auf Tour durch Brasilien und Chile, ehe es im November zusammen mit Unleashed und One Man Army and the Undead Quartet auf Europatournee ging.[1] Dabei spielte die Band auch untere anderem in Essen zusammen mit Unleashed, One Man Army and the Undead Quartet, Mourning Caress und Commander.[15] Im Jahr 2008 spielte Krisiun eine Coverversion von Demolition Hammers Human Dissection für den Century-Media-Sampler Covering 20 Years of Extremes ein. Im März und April 2009, ehe sich im September US-Auftritte mit Obituary, Goatwhore, The Berzerker und Warbringer anschlossen.[4] Im Jahr 2011 folgte das nächste Album The Great Execution,[16] worauf João Gordo, Sänger von Ratos de Porão, und der Akustikgitarristen Marcello Caminha als Gastmusiker zu hören waren.[17] Im Jahr 2012 spielte die Band unter anderem in München, zusammen mit Malevolent Creation, Vital Remains, Karnak und Pestifer.[18]
Stil
Laut laut.de wurde die Band anfangs stark durch Gruppen wie Black Sabbath und Dio beeinflusst, wechselte jedoch, nachdem die Musiker mit Slayers Show No Mercy und Morbid Angel in Kontakt gekommen waren, zum extremen Metal.[1] Laut Martin Popoff und David Perri in ihrem Buch The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 4: The '00s zählt Krisiun mit Conquerors of Armageddon zu den besten Death-Metal-Bands, die Brasilien zu bieten habe. Die Musik erinnere oft an den Stil des Florida Death Metal, wobei die Lieder oft exotische oder „doomige“ Melodien hätten. Zudem sei auch der Einsatz von Blastbeats charakteristisch. Als Vergleichsbands nannten sie Deicide und Morbid Angel. Ageless Venomous biete wie gewohnt technisch anspruchsvollen Death Metal, mit aggressivem, gutturalem Gesang, wobei jedoch die schlechte Aufnahmequalität der Bassdrum das Album unhörbar mache. Auch auf Works of Carnage sei klassischer, technisch anspruchsvoller und schnell gespielter Death Metal zu hören. Auf Bloodshed hingegen gebe sich die Band reifer und bewege sich von schnelleren Liedern weg und fixiere sich mehr auf den Groove. AssassiNation biete ebenfalls klassischen Death Metal mit einprägsamen Riffs. Auf Southern Storm seien vor allem die aggressive und schnelle Bassdrum besonders markant.[10]
Im Metal-Hammer-Interview mit Björn Thorsten Jaschinski gab Alex Camargo an, textlich vor allem durch David Vincent beeinflusst worden zu sein, und äußerte sich zu den Texten auf AssassiNation folgendermaßen: „Gerade sexuelle Tabubrüche der eigenen Lehren sind in der Kirchengeschichte nichts Neues. Aber selten wurde die Institution zur Verantwortung gezogen, Politik und Religion scheinen immun. Wir begehren dagegen auf. […] Es geht nicht um schwarze Magie oder Jungfrauenopfer. Die Menschheit vernichtet sich selber, der Gedanke an Erlösung in einem späteren Leben kann uns nicht mehr hinhalten“.[19] Im Metal-Hammer-Interview mit Martin Wickler gab Moyses Kolsne an, dass anfangs Bands wie AC/DC und Black Sabbath und später Slayer und Metallica Krisiun beeinflusst hätten.[20] Martin Wickler vom Metal Hammer empfand die Musik auf Conquerors of Armageddon als „heftig“ und „hektisch“, wobei die Riffs knackig seien.[21] Laut Stefan Müller vom Metal Hammer spielte die Band auch auf Ageless Venomous schnell gespielten Death Metal, mit tiefem, gutturalem Gesang.[22] Laut Wickler spielte Krisiun auch auf Works of Carnage technisch versierten Death Metal mit schnellem Doublebass, wobei die Spielgeschwindigkeit der Lieder fast immer hoch sei.[23] Laut Anzo Sadoni vom Metal Hammer nahm die Geschwindigkeit der Lieder auf AssassiNation ab, sei aber oftmals noch immer sehr hoch. Es sei das bis zu jenem Zeitpunkt abwechslungsreichste Album der Bandgeschichte.[24] Thomas Strater vom Metal Hammer stellte fest, dass die Band den auf AssassiNation eingeschlagenen Weg auf Southern Storm weitergehe und nun verstärkt auf Mid-Tempo-Stücke und Groove setze.[25] Im Metal Hammer gab Moyses Kolesne an, dass die Band auf Southern Storm verstärkt versucht habe, ihre Thrash-Metal-Wurzeln hervorzubringen und nennt als Einfluss das Slayer-Lied Angel of Death.[14] Laut Robert Müller vom Metal Hammer waren auf The Great Execution die größte Neuerung die verwendeten Akustikgitarren. Krisiun verstehe es hier wie auch beim Vorgänger, wie Nile, klassische Death-Metal-Elemente, mit nicht-metallischen Elementen zu kombinieren.[26]
Diskografie
Studioalben
- 1995: Black Force Domain (Dynamo Records)
- 1998: Apocalyptic Revelation (Gun Records)
- 2000: Conquerors of Armageddon (Century Media)
- 2001: Ageless Venomous (Century Media)
- 2003: Works of Carnage (Century Media)
- 2004: Bloodshed (Century Media)
- 2006: AssassiNation (Century Media)
- 2008: Southern Storm (Century Media)
- 2011: The Great Execution (Century Media)
Demos
- 1992: The Plague (Eigenveröffentlichung)
EPs
- 1992: Curse of the Evil One (Split-EP mit Violent Hate, Rock Machine Records)
- 1993: Evil Age (Split-EP mit Harmony Dies, Rotthenness Records)
- 1993: Unmerciful Order (Dynamo Records)
- 2001: Scar Culture / Krisiun (Split-EP mit Scar Culture, Century Media)
Singles
- 1998: Advanced Tape 98 (Eigenveröffentlichung)
Kompilationen
- 2012: Arise from Blackness (Century Media)
DVDs
- 2006: Live Armageddon (Metal Mind Productions)
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Krisiun. laut.de, abgerufen am 11. Mai 2014.
- ↑ Joel McIver: Extreme Metal II. Omnibus Press, 2005, ISBN 1-84449-097-1, S. 103.
- ↑ Steve Huey: Krisiun. Allmusic, abgerufen am 11. Mai 2014.
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n Biography. rockdetector.com, abgerufen am 11. Mai 2014.
- ↑ Martin Wickler: Cradle Of Filth+Napalm Death+Borknagar+Krisiun. Nürnberg: Hirsch. In: Metal Hammer. Februar 1999, S. 118 f.
- ↑ Robert Müller: Kreator+Dimmu Borgir+Richthofen+Krisiun. Bochum: Zeche. In: Metal Hammer. Februar 1998, S. 124 f.
- ↑ Garry Sharpe-Young: A-Z of Death Metal. Cherry Red Books, London 2001, ISBN 1-901447-35-9, S. 233 f.
- ↑ Anzo Sadoni: Vader+Krisiun+Decapitated+Prejudice. Hamburg: MarX. In: Metal Hammer. Dezember 2002, S. 95.
- ↑ Bands. BILLING 2001. wacken.com, abgerufen am 11. Mai 2014.
- ↑ a b Martin Popoff, David Perri: The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 4: The ’00s. Collectors Guide Ltd, Burlington, Ontario, Kanada 2011, ISBN 978-1-926592-20-6, S. 207.
- ↑ Gunnar Sauermann: Krisiun. Live Armageddon. In: Metal Hammer. April 2006, S. 124.
- ↑ Florian Krapp: Immolation+Krisiun+Grave+Dawn Of Azazel. Rosenheim: Upstairs. In: Metal Hammer. Juli 2007, S. 140.
- ↑ Biography. krisiun.com.br, abgerufen am 11. Mai 2014.
- ↑ a b Thomas Strater: Krisiun. Höllensturm. In: Metal Hammer. August 2008, S. 97.
- ↑ Thomas Strater: Unleashed+Krisiun+One Man Army And The Undead Quartet+Mourning Caress+Commander. Essen: Turock. In: Metal Hammer. Januar 2009, S. 114 f.
- ↑ Krisiun – The Great Execution. Discogs, abgerufen am 11. Mai 2014.
- ↑ Biography. centurymedia.com, abgerufen am 11. Mai 2014.
- ↑ Robert Müller: Krisiun+Malevolent Creation+Vital Remains+Karnak+Truth Corroded+Pestifer. München: Backstage. In: Metal Hammer. April 2012, S. 139.
- ↑ Björn Thorsten Jaschinski: Krisiun. Mehr als Krach. In: Metal Hammer. März 2006, S. 87.
- ↑ Martin Wickler: Krisiun. Ehrgeiz zahlt sich aus. In: Metal Hammer. November 2003, S. 95.
- ↑ Martin Wickler: Krisiun. Conquerors of Armageddon. In: Metal Hammer. April 2000, S. 98.
- ↑ Stefan Müller: Krisiun. Ageless Venomous. In: Metal Hammer. August 2001, S. 87.
- ↑ Martin Wickler: Krisiun. Works of Carnage. In: Metal Hammer. Oktober 2003, S. 108.
- ↑ Anzo Sadoni: Krisiun. AssassiNation. In: Metal Hammer. März 2006, S. 96.
- ↑ Thomas Strater: Krisiun. Höllensturm. In: Metal Hammer. August 2008, S. 112.
- ↑ Robert Müller: Krisiun. The Great Execution. In: Metal Hammer. Dezember 2011.

