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Kay Francis und Grüner Speise-Täubling: Unterschied zwischen den Seiten

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[[Bild:Kay Francis loc.png|miniatur|Kay Francis (links) bei einer Tournee für die [[United Service Organizations|USO]]]]
{{Taxobox
'''Kay Francis''' (* [[13. Januar]] [[1905]] in [[Oklahoma City]], [[Oklahoma]] als ''Katherine Edwina Gibbs''; † [[26. August]] [[1968]] in [[New York City]]) war eine [[Vereinigte Staaten|US-amerikanische]] [[Schauspieler]]in und einer der größten weiblichen Stars der 1930er Jahre in [[Hollywood]].
| Taxon_Name = Grünlicher Speise-Täubling
| Taxon_WissName = Russula heterophylla
| Taxon_Autor = [[Elias Magnus Fries|(Fr.) Fri.]]
| Taxon_Rang = Art
| Taxon2_Name = Täublinge
| Taxon2_WissName = Russula
| Taxon2_Rang = Gattung
| Taxon3_Name = Täublingsverwandte
| Taxon3_WissName = Russulaceae
| Taxon3_Rang = Familie
| Taxon4_Name = Täublingsartige
| Taxon4_LinkName = Täublingsartige (neu)
| Taxon4_WissName = Russulales
| Taxon4_Rang = Ordnung
| Taxon5_WissName = Agaricomycetidae
| Taxon5_Rang = Unterklasse
| Taxon6_WissName = Basidiomycetes
| Taxon6_Rang = Klasse
| Bild = Russula.heterophylla.-.lindsey.jpg
| Bildbeschreibung = Der Grünlicher Speise-Täubling (''Russula heterophylla'')
}}


Der '''Grünlicher Speise-Täubling''' (''Russula heterophylla'') ist eine Pilzart aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Täublingsartige]]n (''Russulaceae'').
== Karriere ==
Über das Geburtsdatum von Kay Francis gibt es unterschiedliche Quellen, im U.S. Census von 1910 wird sie mit einem Alter von fünf Jahren registriert. Sie selbst gab ebenfalls stets 1905 als Geburtsjahr an.


== Merkmale ==
Kay Francis spielte nach einer Ausbildung zur Sekretärin erfolgreich am [[Broadway (Theater)|Broadway]]. Trotz eines Sprachfehlers (sie sprach das 'r' eher als 'w' aus, was ihr den Beinamen ''the wawishing Kay Fwancis'' eintrug) wurde sie 1929 für den Film entdeckt.
=== Fruchtkörper ===
Der [[Hut (Pilze)|Hut]] ist 8–15&nbsp;cm breit. Jung ist der Hut fast kugelig, später ausgebreitet und zuletzt niedergedrückt. Seine Farbe variiert sehr stark und kann verschiedene Tönungen von Grün, Braun oder Ocker annehmen. Die Huthaut ist glänzend und glatt.


Der weiße [[Stiel (Pilze)|Stiel ]] ist 3–6&nbsp;cm lang und 1–3&nbsp;cm breit. Er ist fest und wird besonders an der Basis im Alter braunfleckig.
Kay stand bei der [[Paramount Pictures|Paramount]] unter Vertrag und hatte 1929 ihren ersten Auftritt in ''Gentlemen of the Press'' an der Seite von [[Walter Huston]]. Sie wurde dabei zum ersten und letzten Mal als Katherine Francis angekündigt. Zunächst wusste niemand etwas mit der relativ großen Schauspielerin anzufangen und sie wurde in den unterschiedlichsten Rollen eingesetzt.


Die weißen, im Alter auch rostfleckigen [[Lamelle (Mykologie)|Lamelle]]n sind am Stiel angewachsen und stehen meist ziemlich dicht. Im Alter können sie auch leicht am Stiel herablaufen. Am Stielansatz sind sie auffallend gegabelt. Auch das Sporenpulver ist weiß.
Das Publikum nahm erstmals von ihr Notiz, als sie 1930 neben [[William Powell]] in dem Drama ''[[Street of Chance]]'' auftrat. Der Film, in nur 15 Tagen abgedreht, wurde ein Überraschungserfolg und das Duo Powell/Francis drehte noch vier weitere gemeinsame Filme. Während heute die meisten Kritiker von William Powell / [[Myrna Loy]] und William Powell / [[Jean Harlow]] schwärmen, waren auch die gemeinsamen Auftritte mit Francis Beispiele für exaktes Timing, subtilen Andeutungen und nicht ganz jugendfreien Blicken. Das wird nirgendwo besser deutlich als in dem Projekt ''[[Jewel Robbery]]'' von 1932, einem Stoff über gestohlene Juwelen, Ehebruch und Moral. Die Geschichte wurde von [[Ernst Lubitsch]] inszeniert und ist selbst heute noch, über 70 Jahre später, vor allem bei Freunden von ''sophistication'' beliebt. Die beiden drehten unmittelbar im Anschluss die Romanze ''[[Reise ohne Wiederkehr|One Way Passage]]''


Das Fleisch ist weißlich und färbt sich mit FeSO<sub>4</sub> lebhaft rosa. Der Geruch ist unauffällig und der Geschmack mild, nach längerem Kauen mitunter auch ein wenig bitterlich.<ref name=bon>{{Literatur|Herausgeber=Marcel Bon|Titel=Pareys Buch der Pilze|Verlag=Franckh-Kosmos Verlag, |Ort=Stuttgart|ISBN=3-440-09970-9|Jahr=2005|Seite=56}}</ref><ref name=Phillips06>{{cite book | author = Roger Phillips | year = 2006 | title = Mushrooms | publisher = Pan MacMillan | isbn = 0-330-44237-6}}</ref>
Nachdem Francis in den ersten Jahren ihrer Karriere durchschnittlich sieben Filme pro Jahr drehte, wuchs ihre Anhängerschaft unter der weiblichen Bevölkerung rapide. Meist als elegante Dame mit Liebeskummer zu sehen, durchlitt die Darstellerin in den unterschiedlichsten Genres und vor jeder nur denkbaren Studiokulisse mehr oder weniger dramatische Erlebnisse. Dabei kam es den Zuschauerinnen eigentlich gar nicht auf die Handlung an. Es galt vielmehr einen Blick auf die Garderobe der Schauspielerin zu erhaschen, die früh als einer der bestangezogenen Filmstars galt.


=== Chemische Reaktionen ===
Es war also eher die Quantität als die Qualität der Filme, in den sie auftrat, die Kay Francis in der Gunst der Zuschauer steigen ließ. Symptomatisch für ihr Brot-und-Butter-Genre, das häufig ''woman's picture'' genannt wird und dessen Stars gleich dazu als ''clothes horse'' bezeichnet, ist ''[[Passion Flower]]'' aus dem Jahre 1930. [[MGM]] stand bei der Verfilmung der populären Geschichte von Kathleen Norris um Ehebruch in der besseren Gesellschaft vor dem Problem, dass die eigenen weiblichen Stars bereits an anderen Stoffen arbeiteten. Also lieh man von [[Paramount Pictures|Paramount]] kurzerhand Kay Francis aus, gab ihr für jede Szene ein neues Outfit, strich noch vorsichtshalber aus ihrem Dialog alle Wörter mit 'r' und fertig war ein relativ günstig produzierter Film, der ein Vielfaches seiner Kosten wieder einspielte.
Das Fleisch färbt sich mit FeSO<sub>4</sub> intensiv rosa oder lachsfarben, während Guajak-Tinktur das Fleisch blau oder bläulich grün färbt. Mit Anilin erhält es eine Rotfärbung, tropft man es auf den Hut so verfärbt er sich gelb.<ref name=bon /><ref name=Datenbank>{{Internetquelle | url= http://www.cbs.knaw.nl/Russula/BioloMICS.aspx?Link=T&DB=0&Table=0&Descr=Russula%20heterophylla%20v.%20heterophylla&Fields=All&ExactMatch=T | titel=Russula heterophlla - Partial Russula Database| titelerg= | autor= | werk=cbs.knaw.nl | hrsg=CBS Fungual Biodiversity Centre | datum=2011 [letztes Update] | zugriff=2011-05-14}} </ref>


=== Mikroskopische Eigenschaften ===
Die endlose Wiederholung solcher Auftritte sorgten dafür, dass Kay Francis populär genug war, um Mitte 1932 einen lukrativen Vertrag mit [[Warner Brothers]] abschließen zu können. Zwar änderte sich wenig an der Qualität der Rollen, doch 1936 verdiente sie $ 227,000 und damit mehr als [[Norma Shearer]] oder [[Joan Crawford]]. Der höchstbezahlte Star des Jahres war [[Claudette Colbert]], mit $ 304,000, dicht gefolgt, von [[Warner Baxter]].
Die Sporen sind die kleinsten in der Gattung, sie sind 5–7µm lang und 4–6 µm breit, kugelig bis breit-elliptisch, oder fast birnenförmig; Die Warzen sind 0,2–0,6 µm hoch, meistens isoliert, aber gelegentlich sind zwei oder drei miteinander verbunden.<ref name=Phillips06/>


Die Hyphen-Endzellen der Huthaut sind am Ende verjüngt oder manchmal zu einem schmalen, dickwandigen Haar ausgezogen. Die Stützzellen sind rechteckig oder aufgeblasen. Die Huthaut-Zystiden ([[Pileozystide]]n) sind keulenförmig, zylindrisch oder spindelförmig oder an den Enden verjüngt und färben sich mit Sulfovanillin nur schwach violett oder gar nicht an. Die Huthautpigmente kommen immer nur in Vakuolen vor und sind niemals membrangebunden.<ref name="roger"> {{Internetquelle | url=http://www.rogersmushrooms.com/gallery/DisplayBlock~bid~6021~source~gallerychooserresult.asp | titel=Rogers Mushrooms - Russula heterophylla | autor=Roger Phillips | hrsg=Website RogersMushrooms | werk=rogersmushrooms.com | datum=2011 [letztes Update] | zugriff=2011-05-14| sprache=Englisch}}</ref><ref name=Jordan>{{Literatur|Herausgeber=Michael Jordan|Titel=The encyclopedia of fungi of Britain and Europe|Verlag=Frances Lincoln, |Ort=London |ISBN=0-7112-2379-3|Jahr=2004}}
Der Aufstieg von [[Bette Davis]] ab Mitte der 1930er führte dazu, dass Francis immer schlechtere Drehbücher bekam. Sicher geglaubte Rollen wie in ''The Sisters'', ''Juarez'' und angeblich sogar ''Jezebel'' gingen an die Davis. Die übernahm gegen Ende der Dekade dann auch die riesige Studiogardrobe mit vier Zimmern und einem Kamin von ihrer Kollegin. Zum Verlust der Popularität trug auch bei, dass das Publikum ihrer ewig gleichen Gesichtsakrobatik langsam müde wurde und sich lieber Filme mit [[Loretta Young]] ansah, die zur Mitte des Jahrzehnts Hollywoods führendes ''cloth horse'' wurde.
</ref>


=== Verwechslungsmöglichkeiten ===
1936 war in vieler Hinsicht Höhe- und Wendepunkt ihrer Karriere. Nachdem sie bislang meist in recht kostengünstig produzierter Dutzendware auf der Leinwand erschienen war, versuchte sie als dramatische Schauspielerin neue Fans zu erobern. Doch fand die sehr teure und ernsthafte Adaption des Wirkens von [[Florence Nightingale]] in ''[[The White Angel]]'' nicht den Weg in die Herzen der Zuschauer. Der Hauptgrund lag wohl im Drehbuch, das aus der Begründerin der modernen Krankenpflege eine gelangweilte Dame der oberen Gesellschaft machte. Und mochten die Darstellung der grauenhaften hygienischen Zustände im Lazarett von [[Scutari]] während des [[Krimkrieg]]es auch sehr gelungen sein, so wirkte Francis inmitten des Elends deplatziert. Denn während die Soldaten im eigenen Dreck starben, schien die Protagonistin hinter der Front beständig Zugriff auf ein eigenes Heer von Kostümdesigner und Maskenbildner zu haben. Die etwas später im Jahr herausgebrachte Saga ''[[Give Me Your Heart]]'' konsolidierte den Status von Francis jedoch wieder etwas.
Der Grüne Speise-Täubling kann den grünen Formen des [[Frauen-Täubling]]s (''Russula cyanoxantha'' f. ''peltereaui'') sehr ähnlich sehen. Die beiden Arten lassen sich am leichtesten durch die FeSO<sub>4</sub>-Reaktion unterscheiden. Der Frauentäubling verfärbt sich mit Eisensulfat nicht oder nur schwach grau-grün, der Grüne Speise-Täubling dafür lebhaft rosa. Außerdem hat der Frauentäubling weichere biegsamere, sich fettig anfühlende Lamellen.


Auch der [[Hartfleischige Frauentäubling]] (''Russula langei'') kann ähnlich aussehen. Er hat cremefarbene Lamellen und meist einen violett überhauchten Stiel. Bei der FeSO<sub>4</sub>-Reaktion verfärbt sich das Fleisch deutlich graugrün.
Das Studio ließ deshalb im Jahr 1937 nichts unversucht, das Erfolgsrezept von ''[[Give Me Your Heart]]'' zu wiederholen. Doch weder die kostspielige Verfilmung der Politikkomödie ''First Lady'' brachte den ersehnten Erfolg, noch die Romanze ''[[Stolen Holiday]]''. Selbst der Versuch, Francis neben dem aufgehenden Stern [[Errol Flynn]] in ''[[Another Dawn]]'' prominent herauszustellen, scheiterte. Als allerletztes Mittel versuchte man sich in einem Remake des [[Pola Negri]] Films ''Mazurka'' aus dem Vorjahr, der unter dem Titel ''[[Confession (Film)|Confession]]'' kein sonderlicher Erfolg wurde, der Schauspielerin aber gute Kritiken einbrachte.
Die Firma übertrug im selben Jahr entgegen mündlichen Absprachen die Hauptrolle in der Verfilmung des Broadwayhits ''Tovarich'' an [[Claudette Colbert]] und Kay Francis verklagte daraufhin das Studio. Der Fall wurde außergerichtlich beigelegt. Damit war die Karriere von Francis jedoch beendet und sie bekam bis zum offiziellen Ende ihres Vertrags zwar ihr volles Gehalt gezahlt, zu spielen gab es jedoch nur noch Rollen in [[B-Movie|B-Filmen]] wie ''Secrets of an Actress'' oder ''[[Comet Over Broadway]]''. Ganz unten landete sie schließlich, als ihr Name 1939 unterhalb des Titels von ''King of the Underworld'' genannt wurde.


Der [[Grünfeldriger Täubling|Grünfeldrige Täubling]] (''Russula virescens'') hat einen hell- bis dunkelgrünen, feldrig aufreißenden Hut und ist dadurch leicht zu unterscheiden.
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] trat sie wie viele Hollywoodstars bei der Truppenbetreuung auf. 1946 schließlich beendete sie ihre Filmkarriere, kehrte noch einmal für kurze Zeit auf die Theaterbühne zurück, um sich dann völlig zurückziehen. Sie starb 1968 und hinterließ ihr Vermögen verschiedenen Wohltätigkeitsgesellschaften.


Der [[Grasgrüner Täubling|Grasgrüne Täubling]] (''Russula aeruginea'') hat cremefarbenes Sporenpulver und wächst unter [[Birken]].
== Zitat ==
:''Being born in Oklahoma City was the only un-glamorous thing Kay ever did.''


Am schwersten ist die Abgrenzung gegenüber dem [[Speisetäubling|Fleischrotem Speisetäubling]], von dem es mit (''Russula vesca'' f. ''viridata'') auch eine grünhütige Form gibt. Hier ist eine sichere Bestimmung nur mit dem Mikroskop möglich. Der Grüne Speise-Täubling hat deutlich kleinere Sporen, die kleinsten innerhalb der Gattung Täublinge überhaupt.
== Filmografie (Auswahl) ==
* 1930: [[Street of Chance]]
* 1930: [[For the Defense]]
* 1930: [[Passion Flower]]
* 1931: [[Transgression (Film)|Transgression]]
* 1931: [[24 Hours (Film)|24 Hours]]
* 1931: [[Ladies' Man]]
* 1931: [[Guilty Hands]]
* 1931: [[Girls About Town]]
* 1932: [[Man Wanted]]
* 1932: [[Street of Women]]
* 1932: [[Ein Dieb mit Klasse]] (''Jewel Robbery'')
* 1932: [[Reise ohne Wiederkehr]] (''One Way Passage'')
* 1932: [[Ärger im Paradies]] (''Trouble in Paradise'')
* 1933: [[The Keyhole]]
* 1933: [[Storm at Daybreak]]
* 1933: [[Mary Stevens, M. D.]]
* 1933: [[The House on 56th Street]]
* 1933: [[I Loved A Woman]]
* 1934: [[Mandalay (Film)|Mandalay]]
* 1934: [[Dr. Monica]]
* 1934: [[Wonder Bar]]
* 1934: [[British Agent]]
* 1935: [[Living on Velvet]]
* 1935: [[Stranded (Film)|Stranded]]
* 1935: [[The Goose and the Gander]]
* 1935: [[I Found Stella Parrish]]
* 1936: [[The White Angel]]
* 1936: [[Give Me Your Heart]]
* 1937: [[Stolen Holiday]]
* 1937: [[Another Dawn]]
* 1937: [[Confession (Film)|Confession]]
* 1937: [[First Lady (Film)|First Lady]]
* 1938: [[Comet Over Broadway]]
* 1939: [[Nur dem Namen nach]] (''In Name Only'')


Besonders unerfahrene Pilzsammler müssen aufpassen, dass sie den Grünen Speise-Täubling nicht mit dem [[Grüner Knollenblätterpilz|Grünen Knollenblätterpilz]] (''Amadita phaloides'') verwechseln. Dieser tödlich giftige Pilz hat oft einen ähnlich gefärbten Hut und kommt auch an den gleichen Standorten vor.<ref name=bon> bon</ref>
== Weblinks ==


== Ökologie ==
* {{IMDb Name|ID=0290215|NAME=Kay Francis}}
Der Grüne Speise-Täubling ist ein [[Mykorrhiza|Mykorrhizapilz]], der mit verschiedenen Laubbäumen eine Symbiose eingehen kann. Sein bevorzugter Mykorrhizapartner ist die [[Rotbuche]] gefolgt von Trauben- und Stiel[[eiche]]. Er kann aber auch mit anderen Laubbäumen eine Partnerschaft eingehen. In Nachbarländern soll er auch mit [[Linden (Botanik)|Linden]], [[Birken]] und sogar mit [[Kiefern]] vergesellschaftet sein.
* [http://film.virtual-history.com/person.php?personid=1275 Fotos von Kay Francis]


Der Täubling kommt in Deutschland vorwiegend in [[mesophil]]en Rotbuchenwäldern, wie [[Galio odorati-Fagetum|Waldmeister-]] und [[Hordelymo-Fagetum|Waldgersten-Buchenwäldern]] vor. In höheren Lagen findet man ihn auch in Tannen-Buchenwäldern. In saure [[Hainsimsen-Buchenwald|Hainsimsen-Buchenwälder]] oder basische [[Carici-Fagetum|Seggen-Buchenwälder]] dringt er seltener vor. Dafür findet man ihn auch in entsprechenden [[Carpinion betuli|Eichen- Hainbuchenwäldern]] und Eichenmischwäldern, da er warme, lichte Standorte bevorzugt.
== Literatur über Kay Francis ==
* John Callahan - ''Kay Francis: Secrets of an Actress'' - Artikel in ''Bright Lights Film Journal'', Ausgabe Mai 2006
* Lynn Kear & John Rossman - ''Kay Francis: A Passionate Life and Career'' - McFarland & Company, 2006; ISBN 0-7864-2366-8.
* Scott O'Brien - ''Kay Francis: I Can't Wait to Be Forgotten. Her Life on Stage and Film'' - BearManor Media, 2006; ISBN 1-59393-036-4.


Der Täubling mag fach- bis mittelgründige und neutral bis schwach saure Boden. Sie sollten frisch und nährsoffarm sein, dürfen aber auch bei entsprechender Grundfeuchte oberflächlich sommertrocken sein. Der Täubling wächst auf sandig lehmigen, lockeren [[Braunerden]], [[Parabraunerde]]n und [[Terra fusca]]. Der Fruchtkörper erscheinen meist in kleinen Gruppen vom Juni bis in den frühen Oktober.<ref name=krieglsteiner /><ref name=pilzoek />


== Verbreitung ==
{{Normdaten|PND=13160287X|LCCN=n/87/847007}}
Der Grüne Speise-Täubling ist eine [[holarktis]]che Art, die beinah über die ganze nördliche Erdhalbkugel verbreitet ist. So kommt der Täubling in Nordasien (West- und Ostsibirien, Korea und Japan), Nordamerika (USA), Nordafrika (Marokko) und Europa vor. In Europa erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet über drei Klimazonen, von der [[Florenelement|meridionalen bis in die boreale Zone]] Skandinaviens. Im Süden kommt der Täubling von Spanien bis Rumänien vor. Im Westen von Frankreich über die Niederlande und Großbritannien bis hinauf zu den [[Hebriden]] vordringt. Im Osten reicht sein Verbreitungsgebiet bis nach Weißrussland.


{| class="prettytable toptextcells center"
{{DEFAULTSORT:Francis, Kay}}
|+ Tabelle mit europäischen Ländern, in denen der Grüne Speise-Täubling nachgewiesen wurde.<ref name=GBIF />
[[Kategorie:Schauspieler]]
|- class="hintergrundfarbe6"
[[Kategorie:US-Amerikaner]]
!style="width:20%;" | Süd-/Südosteuropa !! style="width:20%;" |Westeuropa !!style="width:20%;" | Mitteleuropa !! style="width:20%;" |Osteuropa!! style="width:20%;" | Nordeuropa
[[Kategorie:Geboren 1905]]
|-
[[Kategorie:Gestorben 1968]]
|style="text-align:left; padding-left:1em" | Spanien,<br /> Balearen,<br /> Italien,<br /> Slowenien,<br /> Kroatien,<ref name=Croatia /> <br />Montenegro,<ref name="Montenegro" /><br /> Mazedonien,<ref name="Macedonia" /><br /> Rumänien,<br /> Bulgarien,<ref name=Bulgarien /> <br /> Griechenland<ref name=Greece />
[[Kategorie:Frau]]
|style="text-align:left; padding-left:1em" | Frankreich,<br /> Niederlande,<br />Belgien,<ref name="Belgian" /> <br /> Großbritannien,<br /> Irland
|style="text-align:left; padding-left:1em" | Schweiz,<br /> Deutschland,<br /> Österreich,<br /> Tschechien,<br /> Polen,<br /> Ungarn
|style="text-align:left; padding-left:1em" |Slowakei,<br /> Weißrussland
|style="text-align:left; padding-left:1em" | Dänemark,<br /> Norwegen,<br /> Schweden
|}


Obwohl er in Deutschland von der Küste bis in die hochmontanen Lagen der Alpen zu finden ist und er in allen Bundesländern vorkommt, ist er vergleichsweise selten.<ref name=krieglsteiner />
{{Personendaten

|NAME=Francis, Kay
== Systematik ==
|ALTERNATIVNAMEN=Katherine Edwina Gibbs (vollständiger Name)
=== Infragenerische Systematik ===
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanische Schauspielerin
Der Grüne Speise-Täubling ist die Typart der Sektion [[Heterophyllae]], einer Sektion von mittelgroßen bis großen, robusten Täublingen. Sie haben rein weißes Sporenpulver und einen milden Geschmack. Ihre Hüte können unterschiedlich gefärbt sein, sie sind aber niemals rein rot. Die nächsten Verwandten des Grünen Speisetäublings sind der [[Speisetäubling|Fleischrote Speisetäubling]] und der [[Wiesel-Täubling]], mit denen er zusammen in eine eigene Untersektion ''[[Heterophyllinae]]'' gestellt wird. R-DNA Untersuchen zeigen, dass die Pilze auch [[phylogenetisch]] nahe verwandt sind.
|GEBURTSDATUM=13. Januar 1905

|GEBURTSORT=Oklahoma City, USA
== Bedeutung ==
|STERBEDATUM=26. August 1968
Der Pilz ist essbar. Es besteht die Gefahr der Verwechslung mit dem [[Grüner Knollenblätterpilz|Grünen Knollenblätterpilz]], der ähnlich gefärbt sein kann und an ähnlichen Standorten vorkommt. Besonders junge Pilze sind leicht zu verwechseln. Bei Schnecken ist der Pilz auch sehr beliebt.
|STERBEORT=New York City, USA

}}
== Literatur ==
* {{Internetquelle |url= http://en.wikipedia.org/wiki/Russula_heterophylla |titel=Russula heterophylla - Wikipedia, the free encyclopedia |werk=en.wikipedia.org |datum=2011 [last update] | kommentar=Der Artikel wurde in Teilen übernommen |zugriff=2011-05-12 }}

=== Einzelnachweise ===
<references>
<ref name="Belgian">
{{Internetquelle |url=http://www.species.be/en/6438 |titel=Belgian Species List 2012 - Russula heterophylla |werk=species.be |zugriff=07. Juni 2012 }}</ref>

<ref name=Bulgarien>
{{Literatur|Autor=Cvetomir M. Denchev & Boris Assyov |Titel=Checklist of the larger basidiomycetes in Bulgaria| Sammelwerk=Mycotaxon | Band=111 | Jahr=2010 | Seiten=279–282 |ISSN=0093-4666 | Online= [http://www.mycotaxon.com/resources/checklists/denchev-v111-checklist.pdf online] | Zugriff=31. August 2011}}</ref>

<ref name="Croatia">
{{Literatur|Autor=Z. Tkalcec & A. Mešic|Titel=Preliminary checklist of Agaricales from Croatia V:|TitelErg=Families Crepidotaceae, Russulaceae and Strophariaceae |Sammelwerk=Mycotaxon|Band=88|Jahr=2003|Seiten=293|ISSN=0093-4666|Online=[http://www.cybertruffle.org.uk/cyberliber/59575/0088/0293.htm online]|Zugriff=31. August 2011}}</ref>

<ref name=GBIF>
{{internetquelle |url=http://data.gbif.org/search/Russula%20heterophylla
|titel=Weltweite Verbreitung von Russula heterophylla |werk=data.gbif.org |zugriff=19. August 2011}}</ref>

<ref name=Greece>
{{internetquelle|url= http://www.mycotaxon.com/resources/checklists/dimou-v104-checklist.pdf |titel=Mycodiversity studies in selected ecosystems of Greece: 4|titelerg=Macrofungi from Abies cephalonica forests and other intermixed tree species (Oxya Mt., central Greece) | autor= D.M. Dimou, G.I. Zervakis & E. Polemis |werk=Mycotaxon 104 / mycotaxon.com | datum=2008 |seiten=39–42 | format=PDF | zugriff=22. August 2011}}</ref>

<ref name=krieglsteiner>
{{Literatur|Autor=G. J. Krieglsteiner, A. Gminder, W. Winterhoff|Titel=Die Großpilze Baden-Württembergs|Band=2|Verlag=Eugen Ulmer|Ort=Stuttgart|Jahr=2000|ISBN=3-8001-3531-0|Seiten=460-462}}</ref>

<ref name="Macedonia">
{{Literatur|Autor=Petkovski S.|Jahr=2009|Titel=National Catalogue (Check List) of Species of the Republic of Macedonia|Ort=Skopje | Sprache=Englisch}}</ref>

<ref name="Montenegro">
{{Literatur|Autor=Gordana Kasom & Mitko Karadelev|Herausgeber=Warsaw Versita|Titel=Survey of the family Russulaceae (Agaricomycetes, Fungi) in Montenegro|Sammelwerk=Acta Botanica Croatica|Band=71|Nummer=(2)|Jahr=2012|Seiten=1-14|ISSN=0365-0588|Online=[http://versita.metapress.com/content/8h6273762n877053/fulltext.pdf online] }}</ref>

<ref name=pilzoek>
{{internetquelle |url= http://www.pilzoek.de/pilze.php?taxnrq=hlw&nameq=Russula+heterophylla+%28Fr.%29+Fr. |titel=Russula heterophylla in der PILZOEK-Datenbank |werk=pilzoek.de |zugriff=19. August 2011}}</ref>

</references>

== Weblinks ==
{{commons|Russula heterophylla}}
* [http://www.cbs.knaw.nl/Russula/Files/3/178a1.jpg Sporenzeichnung 1] und [http://www.cbs.knaw.nl/Russula/Files/3/178a3.jpg Sporenzeichnung 2 von Russula heterophylla] von H. Romagnesi (1967). In: cbs.knaw.nl. CBS Fungual Biodiversity Centre, abgerufen am 14. Mai 2011.
* {{Internetquelle | hrsg=Index Fungorum | url =http://www.speciesfungorum.org/Names/SynSpecies.asp?RecordID=193557 | titel = Synonyme von Russula heterophylla | werk=speciesfungorum.org |datum=2011 [letztes Update] | zugriff=2011-05-14 }}
* {{Internetquelle | hrsg = Russulales News | url =http://www.mtsn.tn.it/russulales-news/tx_photos.asp?index=5648 | titel = Russulales News / Foto von Russula heterophylla | werk =mtsn.tn.it | datum=2011 [letztes Update] | zugriff = 2011-05-14 }}
* {{Internetquelle | url=http://www.pilzbriefe.de/aquarelle/russula_heterophylla.html | titel=Pilzaquarell - Grüner Speisetäubling | autor=Hermann Jahn | werk=pilzbriefe.de | datum=2006 [letztes Update] | zugriff=2011-05-14 }}
* {{Internetquelle | url=http://www.funghiitaliani.it/index.php?showtopic=15249 | titel= Russula heterophylla - Funghi in Italia| titelerg= | autor= | hrsg= | werk=funghiitaliani.it | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum=2011 [letztes Update] | zugriff=2011-05-14 | sprache=Italienisch | kommentar=Viele sehr gute Fotos vom Grünen Speise-Täubling }}


{{Speisepilzhinweis}}

{{SORTIERUNG:Gruner Speisetaubling}}
[[Kategorie:Speisepilz]]
[[Kategorie:Täublinge]]


[[en:Kay Francis]]
[[ca:Russula heterophylla]]
[[es:Kay Francis]]
[[en:Russula heterophylla]]
[[fi:Kay Francis]]
[[fi:Haarukkahapero]]
[[fr:Kay Francis]]
[[fr:Russule hétérophylle]]
[[it:Kay Francis]]
[[it:Russula heterophylla]]
[[lt:Šakotalakštė ūmėdė]]
[[ru:Кэй Фрэнсис]]
[[pl:Gołąbek widlasty]]
[[pms:Russula heterophylla]]
[[ru:Сыроежка вильчатая]]
[[uk:Сироїжка різнопластинчаста]]
[[vi:Russula heterophylla]]

Version vom 29. Juli 2012, 10:55 Uhr

Grünlicher Speise-Täubling

Der Grünlicher Speise-Täubling (Russula heterophylla)

Systematik
Klasse: Basidiomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Täublingsartige (Russulales)
Familie: Täublingsverwandte (Russulaceae)
Gattung: Täublinge (Russula)
Art: Grünlicher Speise-Täubling
Wissenschaftlicher Name
Russula heterophylla
(Fr.) Fri.

Der Grünlicher Speise-Täubling (Russula heterophylla) ist eine Pilzart aus der Familie der Täublingsartigen (Russulaceae).

Merkmale

Fruchtkörper

Der Hut ist 8–15 cm breit. Jung ist der Hut fast kugelig, später ausgebreitet und zuletzt niedergedrückt. Seine Farbe variiert sehr stark und kann verschiedene Tönungen von Grün, Braun oder Ocker annehmen. Die Huthaut ist glänzend und glatt.

Der weiße Stiel ist 3–6 cm lang und 1–3 cm breit. Er ist fest und wird besonders an der Basis im Alter braunfleckig.

Die weißen, im Alter auch rostfleckigen Lamellen sind am Stiel angewachsen und stehen meist ziemlich dicht. Im Alter können sie auch leicht am Stiel herablaufen. Am Stielansatz sind sie auffallend gegabelt. Auch das Sporenpulver ist weiß.

Das Fleisch ist weißlich und färbt sich mit FeSO4 lebhaft rosa. Der Geruch ist unauffällig und der Geschmack mild, nach längerem Kauen mitunter auch ein wenig bitterlich.[1][2]

Chemische Reaktionen

Das Fleisch färbt sich mit FeSO4 intensiv rosa oder lachsfarben, während Guajak-Tinktur das Fleisch blau oder bläulich grün färbt. Mit Anilin erhält es eine Rotfärbung, tropft man es auf den Hut so verfärbt er sich gelb.[1][3]

Mikroskopische Eigenschaften

Die Sporen sind die kleinsten in der Gattung, sie sind 5–7µm lang und 4–6 µm breit, kugelig bis breit-elliptisch, oder fast birnenförmig; Die Warzen sind 0,2–0,6 µm hoch, meistens isoliert, aber gelegentlich sind zwei oder drei miteinander verbunden.[2]

Die Hyphen-Endzellen der Huthaut sind am Ende verjüngt oder manchmal zu einem schmalen, dickwandigen Haar ausgezogen. Die Stützzellen sind rechteckig oder aufgeblasen. Die Huthaut-Zystiden (Pileozystiden) sind keulenförmig, zylindrisch oder spindelförmig oder an den Enden verjüngt und färben sich mit Sulfovanillin nur schwach violett oder gar nicht an. Die Huthautpigmente kommen immer nur in Vakuolen vor und sind niemals membrangebunden.[4][5]

Verwechslungsmöglichkeiten

Der Grüne Speise-Täubling kann den grünen Formen des Frauen-Täublings (Russula cyanoxantha f. peltereaui) sehr ähnlich sehen. Die beiden Arten lassen sich am leichtesten durch die FeSO4-Reaktion unterscheiden. Der Frauentäubling verfärbt sich mit Eisensulfat nicht oder nur schwach grau-grün, der Grüne Speise-Täubling dafür lebhaft rosa. Außerdem hat der Frauentäubling weichere biegsamere, sich fettig anfühlende Lamellen.

Auch der Hartfleischige Frauentäubling (Russula langei) kann ähnlich aussehen. Er hat cremefarbene Lamellen und meist einen violett überhauchten Stiel. Bei der FeSO4-Reaktion verfärbt sich das Fleisch deutlich graugrün.

Der Grünfeldrige Täubling (Russula virescens) hat einen hell- bis dunkelgrünen, feldrig aufreißenden Hut und ist dadurch leicht zu unterscheiden.

Der Grasgrüne Täubling (Russula aeruginea) hat cremefarbenes Sporenpulver und wächst unter Birken.

Am schwersten ist die Abgrenzung gegenüber dem Fleischrotem Speisetäubling, von dem es mit (Russula vesca f. viridata) auch eine grünhütige Form gibt. Hier ist eine sichere Bestimmung nur mit dem Mikroskop möglich. Der Grüne Speise-Täubling hat deutlich kleinere Sporen, die kleinsten innerhalb der Gattung Täublinge überhaupt.

Besonders unerfahrene Pilzsammler müssen aufpassen, dass sie den Grünen Speise-Täubling nicht mit dem Grünen Knollenblätterpilz (Amadita phaloides) verwechseln. Dieser tödlich giftige Pilz hat oft einen ähnlich gefärbten Hut und kommt auch an den gleichen Standorten vor.[1]

Ökologie

Der Grüne Speise-Täubling ist ein Mykorrhizapilz, der mit verschiedenen Laubbäumen eine Symbiose eingehen kann. Sein bevorzugter Mykorrhizapartner ist die Rotbuche gefolgt von Trauben- und Stieleiche. Er kann aber auch mit anderen Laubbäumen eine Partnerschaft eingehen. In Nachbarländern soll er auch mit Linden, Birken und sogar mit Kiefern vergesellschaftet sein.

Der Täubling kommt in Deutschland vorwiegend in mesophilen Rotbuchenwäldern, wie Waldmeister- und Waldgersten-Buchenwäldern vor. In höheren Lagen findet man ihn auch in Tannen-Buchenwäldern. In saure Hainsimsen-Buchenwälder oder basische Seggen-Buchenwälder dringt er seltener vor. Dafür findet man ihn auch in entsprechenden Eichen- Hainbuchenwäldern und Eichenmischwäldern, da er warme, lichte Standorte bevorzugt.

Der Täubling mag fach- bis mittelgründige und neutral bis schwach saure Boden. Sie sollten frisch und nährsoffarm sein, dürfen aber auch bei entsprechender Grundfeuchte oberflächlich sommertrocken sein. Der Täubling wächst auf sandig lehmigen, lockeren Braunerden, Parabraunerden und Terra fusca. Der Fruchtkörper erscheinen meist in kleinen Gruppen vom Juni bis in den frühen Oktober.[6][7]

Verbreitung

Der Grüne Speise-Täubling ist eine holarktische Art, die beinah über die ganze nördliche Erdhalbkugel verbreitet ist. So kommt der Täubling in Nordasien (West- und Ostsibirien, Korea und Japan), Nordamerika (USA), Nordafrika (Marokko) und Europa vor. In Europa erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet über drei Klimazonen, von der meridionalen bis in die boreale Zone Skandinaviens. Im Süden kommt der Täubling von Spanien bis Rumänien vor. Im Westen von Frankreich über die Niederlande und Großbritannien bis hinauf zu den Hebriden vordringt. Im Osten reicht sein Verbreitungsgebiet bis nach Weißrussland.

Tabelle mit europäischen Ländern, in denen der Grüne Speise-Täubling nachgewiesen wurde.[8]
Süd-/Südosteuropa Westeuropa Mitteleuropa Osteuropa Nordeuropa
Spanien,
Balearen,
Italien,
Slowenien,
Kroatien,[9]
Montenegro,[10]
Mazedonien,[11]
Rumänien,
Bulgarien,[12]
Griechenland[13]
Frankreich,
Niederlande,
Belgien,[14]
Großbritannien,
Irland
Schweiz,
Deutschland,
Österreich,
Tschechien,
Polen,
Ungarn
Slowakei,
Weißrussland
Dänemark,
Norwegen,
Schweden

Obwohl er in Deutschland von der Küste bis in die hochmontanen Lagen der Alpen zu finden ist und er in allen Bundesländern vorkommt, ist er vergleichsweise selten.[6]

Systematik

Infragenerische Systematik

Der Grüne Speise-Täubling ist die Typart der Sektion Heterophyllae, einer Sektion von mittelgroßen bis großen, robusten Täublingen. Sie haben rein weißes Sporenpulver und einen milden Geschmack. Ihre Hüte können unterschiedlich gefärbt sein, sie sind aber niemals rein rot. Die nächsten Verwandten des Grünen Speisetäublings sind der Fleischrote Speisetäubling und der Wiesel-Täubling, mit denen er zusammen in eine eigene Untersektion Heterophyllinae gestellt wird. R-DNA Untersuchen zeigen, dass die Pilze auch phylogenetisch nahe verwandt sind.

Bedeutung

Der Pilz ist essbar. Es besteht die Gefahr der Verwechslung mit dem Grünen Knollenblätterpilz, der ähnlich gefärbt sein kann und an ähnlichen Standorten vorkommt. Besonders junge Pilze sind leicht zu verwechseln. Bei Schnecken ist der Pilz auch sehr beliebt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c Marcel Bon (Hrsg.): Pareys Buch der Pilze. Franckh-Kosmos Verlag,, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-09970-9. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „bon“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  2. a b Roger Phillips: Mushrooms. Pan MacMillan, 2006, ISBN 0-330-44237-6.
  3. Russula heterophlla - Partial Russula Database. In: cbs.knaw.nl. CBS Fungual Biodiversity Centre, , abgerufen am 14. Mai 2011.
  4. Roger Phillips: Rogers Mushrooms - Russula heterophylla. In: rogersmushrooms.com. Website RogersMushrooms, , abgerufen am 14. Mai 2011 (englisch).
  5. Michael Jordan (Hrsg.): The encyclopedia of fungi of Britain and Europe. Frances Lincoln,, London 2004, ISBN 0-7112-2379-3.
  6. a b G. J. Krieglsteiner, A. Gminder, W. Winterhoff: Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 2. Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3531-0, S. 460–462.
  7. Russula heterophylla in der PILZOEK-Datenbank. In: pilzoek.de. Abgerufen am 19. August 2011.
  8. Weltweite Verbreitung von Russula heterophylla. In: data.gbif.org. Abgerufen am 19. August 2011.
  9. Z. Tkalcec & A. Mešic: Preliminary checklist of Agaricales from Croatia V:. Families Crepidotaceae, Russulaceae and Strophariaceae. In: Mycotaxon. Band 88, 2003, ISSN 0093-4666, S. 293 (online [abgerufen am 31. August 2011]).
  10. Gordana Kasom & Mitko Karadelev: Survey of the family Russulaceae (Agaricomycetes, Fungi) in Montenegro. In: Warsaw Versita (Hrsg.): Acta Botanica Croatica. Band 71, Nr. (2), 2012, ISSN 0365-0588, S. 1–14 (online [PDF]).
  11. Petkovski S.: National Catalogue (Check List) of Species of the Republic of Macedonia. Skopje 2009 (englisch).
  12. Cvetomir M. Denchev & Boris Assyov: Checklist of the larger basidiomycetes in Bulgaria. In: Mycotaxon. Band 111, 2010, ISSN 0093-4666, S. 279–282 (online [PDF; abgerufen am 31. August 2011]).
  13. D.M. Dimou, G.I. Zervakis & E. Polemis: Mycodiversity studies in selected ecosystems of Greece: 4. (PDF) Macrofungi from Abies cephalonica forests and other intermixed tree species (Oxya Mt., central Greece). In: Mycotaxon 104 / mycotaxon.com. 2008, S. 39–42, abgerufen am 22. August 2011.
  14. Belgian Species List 2012 - Russula heterophylla. In: species.be. Abgerufen am 7. Juni 2012.
Commons: Russula heterophylla – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien