„Fehmarn“ – Versionsunterschied
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{{Infobox Gemeinde in Deutschland |
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'''Fehmarn''' ist die drittgrößte der deutschen [[Ostseeinsel]]n und Teil von [[Schleswig-Holstein]]. Die Insel ist seit [[1963]] über die [[Fehmarnsundbrücke]] mit dem Festland verbunden. Seit dem [[1. Januar]] [[2003]] genießt die gesamte Insel [[Stadtrecht]], da im Zuge einer Verwaltungsreform die ursprünglichen vier Gemeinden aufgelöst wurden, um nun mit nur noch einem Rathaus Verwaltungskosten einzusparen. Fehmarn ist die einzige Ostseeinsel im [[Kreis Ostholstein]]. |
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|Art = Stadt |
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|Wappen = DEU Stadt Fehmarn COA.svg |
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|Breitengrad = 54.43683 |
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|Längengrad = 11.19755 |
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|Lageplan = Fehmarn in OH.png |
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|Bundesland = Schleswig-Holstein |
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|Kreis = Ostholstein |
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|Höhe = 10 |
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|PLZ = 23769 |
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|Vorwahl = 04371, 04372 |
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|Gemeindeschlüssel = 01055046 |
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|Straße = Am Markt 1 |
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|Website = [https://www.stadtfehmarn.de/ www.stadtfehmarn.de] |
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|Bürgermeister = Jörg Weber |
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|Partei = [[SPD]] |
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[[Datei:P1280264 - Fehmarn.JPG|mini|hochkant=1.6|Fehmarn; Blick aus Südosten in nordwestliche Richtung. Die [[Landzunge]] am linken Bildrand gehört zum Festland; die [[Fehmarnsundbrücke]] überbrückt die [[Meerenge]]. Rechts oben im Bild ist die dänische Insel [[Lolland]] zu erkennen; Luftbild 2007.]] |
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'''Fehmarn''' ({{daS|'''Femern'''}}) ist eine deutsche [[Ostsee]]insel und nach [[Rügen]] und [[Usedom]] die [[Liste deutscher Inseln|drittgrößte Insel Deutschlands]]. Sie gehört zum [[Kreis Ostholstein]] in [[Schleswig-Holstein]]. Am 1. Januar 2003 wurde die [[Stadt]] Fehmarn durch die [[Gemeindefusion|Fusion]] der seit dem 1. Januar 1978 verbliebenen vier Gemeinden der Insel [[Burg auf Fehmarn|Burg]], [[Bannesdorf auf Fehmarn|Bannesdorf]], [[Landkirchen auf Fehmarn|Landkirchen]] und [[Westfehmarn]] gebildet. [[Hauptort]] und [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungssitz]] ist [[Burg auf Fehmarn]]. Die Insel ist durch [[Landwirtschaft]] und [[Tourismus]] geprägt. |
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== Geographie == |
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=== Geographische Lage === |
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Fehmarn ist 185 km² groß, verfügt über rund 78 km [[Küstenlinie]] und liegt zwischen [[Kieler Bucht]] im Westen und [[Mecklenburger Bucht]] im Osten in der [[Ostsee]]. Im Süden ist sie durch den [[Fehmarnsund]] von der [[Halbinsel]] [[Wagrien]] getrennt und durch die [[Fehmarnsundbrücke]] verbunden. Im Norden ist Fehmarn durch den [[Fehmarnbelt]] von der [[Dänemark|dänischen]] Insel [[Lolland]] getrennt. Auf Fehmarn befindet sich in [[Staberhuk]] der östlichste Punkt Schleswig-Holsteins. |
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Die Insel ist durch die [[Fehmarnsundbrücke]] seit 1963 mit dem deutschen Festland verbunden. Bis zu diesem Zeitpunkte waren [[Fähre]]n der einzige Zubringer zur Insel. Die Brücke entstand in den Jahren von 1960-1963. |
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Fehmarn besitzt einige unterschiedliche Küstenlandschaften: Die Nordküste zwischen Markelsdorfer Huk und Puttgarden ist eine [[Düne]]nlandschaft mit [[Nehrung]]shaken und [[Strandsee]]n. Die Ostküste ist steinig und besitzt eine [[Kliffküste]]. |
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Bereits zu Zeiten des [[Kaiserreich]]es und der [[Weimarer Republik]] war die Verwirklichung einer Brücke über den Fehmarnsund zum Greifen nahe, jedoch wurden diese Ideen durch [[Krieg]] und [[Inflation]] zerstört. |
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Der Südstrand bei Burgtiefe und dem Wulfener Hals sind die südlichsten und weißesten Sandstrände der Insel. Hier ist der Küstenstreifen flach, ebenso wie im Westen. Die Insel liegt meist nur wenig über [[Normalhöhennull|NHN]]. Die höchste Erhebung ist der ''Hinrichsberg'' (27,9 m), diesem folgt der ''Ochsenberg'' (24,9 m) und der ''Wulfener Berg'' (20,6 m).<ref>[https://danord.gdi-sh.de/viewer/resources/apps/Anonym/index.html?lang=de#/ Digitaler Atlas Nord: Zoom auf Maßstab 1:4000 oder detaillierter]</ref> |
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Die Europastraße, die vom Fehmarnsund über die Insel nach dem Fährhafen [[Puttgarden]] führt, ist Teil der [[Vogelfluglinie]], also des europäischen Transitverkehres. |
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Der größte Ort der Insel mit rund 6000 Einwohnern ist die ehemalige Stadt [[Burg auf Fehmarn|Burg]], weitere 8000 leben in den anderen 42 Ortschaften der Insel. Nach Burg sind [[Landkirchen auf Fehmarn|Landkirchen]], das einige Jahrzehnte lang selbst Stadtrecht genoss, und [[Petersdorf auf Fehmarn|Petersdorf]] die bedeutendsten Orte der Insel. |
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Zu Zeit wird über den Bau einer neuen Brücke oder eines Tunnels von Puttgarden nach [[Rødby]], einem Ort auf der [[Dänemark|dänischen]] Insel [[Lolland]], spekuliert, der das europäische Transitnetz vervollständigen soll und [[Skandinavien]] mit dem europäischen Festland über den [[Fehmarnbelt]] verbinden würde. Jedoch findet dieser Plan bisher bei der Bevölkerung keinen großen Zuspruch, da die Arbeitsplätze am Fährhafen Puttgarden entfallen würden, zudem fürchten Naturschützer Nachteile für die heimischen Tierarten. |
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Auf oder nahe Fehmarn liegen mehrere kleine Inseln: |
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Die Insel besitzt ein gut ausgebautes Straßennetz, da alle 42 Ortschaften über viele landwirtschaftliche Verkehrswege, zudem über öffentliche Kreisstraßen, verbunden sind. |
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* [[Warder (Insel)|Warder]] (etwa zehn Hektar) in der Orther Reede |
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* Kohlhoffinsel (etwa vier Hektar) im Burger Binnensee |
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* mehrere kleinere Binnenseeinseln (bis etwa 1,5 ha) in der nördlichen Seeniederung und bei Wallnau |
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Fehmarn steht nach [[Lübeck]] flächenmäßig an zweiter Stelle unter den Städten Schleswig-Holsteins. |
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Bis in die späten 1970er Jahre besaß die Insel eine [[Inselbahn]], die um [[1905]] in Betrieb genommen wurde und zwischen den fehmarnschen Ortschaften Orth, Petersdorf, Landkirchen, [[Burg]], Burgstaaken, Wulfen und Fehmarnsund verkehrte. |
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=== Gemeindegliederung === |
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Ursprünglich, d. h. vor dem 30. September 1928, gliederte sich Fehmarn in 41 Gemeinden und 4 [[Gutsbezirk]]e. Daher gibt es heute 46 [[Gemarkung]]en auf der Insel (nur auf dem ehemaligen Gemeindegebiet von Puttgarden gibt es eine zweite Gemarkung ''Puttgarden i.d.O.'', ausgeschrieben ''Puttgarden in der Ostsee'', die im Wesentlichen aus der Wasserfläche des Fährhafens besteht). Als erstes wurden am 30. September 1928 die vier Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Gemeinden zugeschlagen.<ref>Amtsbl. Sondernr. v. 10. Oktober 1928</ref> Die größte Gemeindezusammenlegung erfolgte zum Stichtag 1. April 1937, als 36 Gemeinden den verbleibenden Gemeinden Avendorf, Bannesdorf, Dänschendorf, Landkirchen, Meeschendorf und Petersdorf zugeschlagen wurden. Am 1. Januar 1978 kam Meeschendorf zu Bannesdorf, Avendorf zu Landkirchen, und Dänschendorf und Petersdorf zu Westfehmarn.<ref name="HV">[https://www.statistischebibliothek.de/mir/servlets/MCRFileNodeServlet/SHMonografie_derivate_00000020/1226-29.pdf Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein: Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970 (Historisches Gemeindeverzeichnis)] S. 106 ff.</ref> |
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Bis zur Nacht des [[31. Dezember]] [[2002]] war Fehmarn in vier administrative Gemeinden aufgeteilt (Bannesdorf, Burg, Landkirchen, Petersdorf). Burg, das bereits seit dem 16. Jahrhundert Stadtrecht genoss, wurde nun ebenfalls Stadtteil der [[Stadt Fehmarn]], die die ganze Insel umschließt. |
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Am 1. Januar 2003 fusionierten die Stadt [[Burg auf Fehmarn]] und die drei Landgemeinden der Insel. Diese drei Gemeinden [[Bannesdorf auf Fehmarn]], [[Landkirchen auf Fehmarn]] und [[Westfehmarn]] waren bis dahin als [[Amt Fehmarn]] miteinander verbunden gewesen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2003.html |titel=Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31. Dezember 2003 |werk=Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys |hrsg=Statistisches Bundesamt |datum=2007-07-01 |abruf=2017-12-01}}</ref><ref>{{Literatur |Titel=Gebietsänderungsvertrag |Ort=Burg auf Fehmarn |Datum=2002-10-11 |Online=[https://www.stadtfehmarn.de/media/custom/1066_10_1.PDF?1117589219 Online] |Format=PDF |KBytes=21}}</ref> Seitdem bildet die gesamte Insel die Stadt Fehmarn. Dabei reicht das Stadtgebiet etwas über die Insel hinaus, denn es schließt auch den Burger Binnensee und den Fährhafen Puttgarden ein. |
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[[Datei:Fehmarn Gemarkungen.png|mini|hochkant=3|links|Gemarkungen auf dem Stadtgebiet (Insel, Burger Binnensee und Fährhafen Puttgarden)]] |
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<div style="clear:left"></div> |
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{{Hinweis Seiten-Koordinaten|einzig=0|section=Gemeindegliederung}} |
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{| class="wikitable sortable toptextcells" |
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|- style="vertical-align:top;" |
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! [[Gemarkungsschlüssel|Gmk.-<br />schlüssel]] !! Gemarkung/<br />Ehem. Gde. o. Gutsbezirk !! Ein-<br />gemeindung<br />am !!Ein-<br />gemeindung<br />nach!!Gemeinde-<br />fläche<br />1928<ref name="HV" />!!Gemarkungs-<br />fläche<ref name="Geoindex">[https://geoindex.io/ https://geoindex.io/]</ref><br /><span style="font-weight:normal;">[[Hektar]]</span>!!Bevölkerung<ref name="Geoindex" /><ref>[https://www.zensus2011.de/DE/Home/Aktuelles/DemografischeGrunddaten.html Ergebnisse des Zensus 2011 zum Download - erweitert], Bevölkerung im 100 Meter-Gitter (aggregiert nach Gemarkungen). Die Summe der so ermittelten Gemarkungswerte liegt mit 12.520 leicht über der amtlichen Bevölkerungszahl der Stadt Fehmarn von 12.483 zum Zensus-Stichtag 9. Mai 2011.</ref><br /><span style="font-weight:normal;">[[Zensus 2011]]</span> !! <small>[[WGS84|Lage]]</small><ref name="Geoindex" /> |
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|style="text-align:right"| 014193|| Wallnau (Gutsbez.) ||30.09.1928|| Bojendorf ||align="right"|392|| align="right"|499,13||align="right"|11 || <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.017616|NS=54.468719|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=11|name=Gmk. Wallnau}} </small> |
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|style="text-align:right"| 014040|| Flügge (Gutsbez.) ||30.09.1928|| Püttsee ||align="right"|103|| align="right"|123,38||align="right"|0 || <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.017508|NS=54.442330|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=0|name=Gmk. Flügge}} </small> |
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|style="text-align:right"| 014080|| Katharinenhof (Gutsbez.) ||30.09.1928|| Vitzdorf ||align="right"|372|| align="right"|372,12||align="right"|73 || <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.279534|NS=54.435519|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=73|name=Gmk. Katharinenhof}} </small> |
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|style="text-align:right"| 014173|| Staberhof (Gutsbez.) ||30.09.1928|| Vitzdorf ||align="right"|148|| align="right"|147,37||align="right"|9 || <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.300830|NS=54.407097|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=9|name=Gmk. Staberhof}} </small> |
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|style="text-align:right"| 014001|| Albertsdorf ||01.04.1937|| Avendorf ||align="right"|330|| align="right"|343,81||align="right"|100 || <small>{{Coordinate|text=⊙| EW=11.114907| NS=54.426948|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=100|name=Gmk. Albertsdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014017||Blieschendorf||01.04.1937||Avendorf||align="right"|391||align="right"|324,65||align="right"|53|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.153388|NS=54.42273|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=53|name=Gmk. Blieschendorf }} </small> |
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|style="text-align:right"|014177||Strukkamp||01.04.1937||Avendorf||align="right"|307||align="right"|240,96||align="right"|124|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.111481|NS=54.413516|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=124|name=Gmk. Strukkamp}} </small> |
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|style="text-align:right"|014201||Wulfen||01.04.1937||Avendorf||align="right"|203||align="right"|254.37||align="right"|132|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.161061|NS=54.406722|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=132|name=Gmk. Wulfen}} </small> |
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|style="text-align:right"|014084||Klausdorf||01.04.1937||Bannesdorf||align="right"|491||align="right"|490,28||align="right"|82|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.250327|NS=54.459541|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=82|name=Gmk. Klausdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014129||Niendorf a.F.||01.04.1937||Bannesdorf||align="right"|471||align="right"|470,74||align="right"|344|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.212453|NS=54.456432|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=344|name=Gmk. Niendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014135||Ostermarkelsdorf||01.04.1937||Bannesdorf||align="right"|347||align="right"|346,63||align="right"|44|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.174434|NS=54.457064|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=44|name=Gmk. Ostermarkelsdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014139||Presen||01.04.1937||Bannesdorf||align="right"|413||align="right"|410,39||align="right"|47|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.231021|NS=54.479887|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=47|name=Gmk. Presen}} </small> |
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|style="text-align:right"|014142||Puttgarden||01.04.1937||Bannesdorf||align="right"|951||align="right"|957,05||align="right"|492|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.200871|NS=54.500546|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=492|name=Gmk. Puttgarden}} </small> |
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|style="text-align:right"|014205||Puttgarden i.d.O.||01.04.1937||Bannesdorf||align="right"|-||align="right"|20,6||align="right"|0|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.230354|NS=54.504478|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=0|name=Gmk. Puttgarden i.d.O.}} </small> |
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|style="text-align:right"|014188||Todendorf||01.04.1937||Bannesdorf||align="right"|482||align="right"|482,23||align="right"|94|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.183972|NS=54.487184|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=94|name=Gmk. Todendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014159||Schlagsdorf||01.04.1937||Dänschendorf||align="right"|603||align="right"|617,41||align="right"|62|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.056384|NS=54.500315|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=62|name=Gmk. Schlagsdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014198||Wenkendorf||01.04.1937||Dänschendorf||align="right"|371||align="right"|371,68||align="right"|48|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.126758|NS=54.515492|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=48|name=Gmk. Wenkendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014199||Westermarkelsdorf||01.04.1937||Dänschendorf||align="right"|550||align="right"|547,69||align="right"|65|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.056939|NS=54.520685|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=65|name=Gmk. Westermarkelsdorf }} </small> |
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|style="text-align:right"|014004||Altjellingsdorf||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|228||align="right"|227,84||align="right"|21|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.118917|NS=54.465362|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=21|name=Gmk. Altjellingsdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014016||Bisdorf||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|502||align="right"|502,22||align="right"|232|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.145709|NS=54.464372|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=232|name=Gmk. Bisdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014045||Gammendorf||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|821||align="right"|820,9||align="right"|108|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.147159|NS=54.505108|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=108|name=Gmk. Gammendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014070||Hinrichsdorf||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|337||align="right"|335,56||align="right"|36|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.173949|NS=54.474523|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=36|name=Gmk. Hinrichsdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014121||Mummendorf||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|314||align="right"|313,67||align="right"|126|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.147852|NS=54.439875|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=126|name=Gmk. Mummendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014123||Neujellingsdorf||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|284||align="right"|283,58||align="right"|100|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.105548|NS=54.447657|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=100|name=Gmk. Neujellingsdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014156||Sartjendorf||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|168||align="right"|168,3||align="right"|17|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.128796|NS=54.452295|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=17|name=Gmk. Sartjendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014185||Teschendorf a.F.||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|233||align="right"|233,15||align="right"|62|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.119749|NS=54.439458|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=62|name=Gmk. Teschendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014189||Vadersdorf||01.04.1937||Landkirchen||align="right"|721||align="right"|721,96||align="right"|127|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.129738|NS=54.483877|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=127|name=Gmk. Vadersdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014044||Gahlendorf||01.04.1937||Meeschendorf||align="right"|250||align="right"|249,9||align="right"|33|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.252616|NS=54.447642|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=33|name=Gmk. Gahlendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014155||Sahrensdorf||01.04.1937||Meeschendorf||align="right"|472||align="right"|475,02||align="right"|342|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.220487|NS=54.421682|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=342|name=Gmk. Sahrensdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014172||Staberdorf||01.04.1937||Meeschendorf||align="right"|646||align="right"|496,42||align="right"|136|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.281659|NS=54.41581|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=136|name=Gmk. Staberdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014191||Vitzdorf||01.04.1937||Meeschendorf||align="right"|743||align="right"|370,87||align="right"|93|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.242781|NS=54.436817|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=93|name=Gmk. Vitzdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014019||Bojendorf||01.04.1937||Petersdorf||align="right"|193||align="right"|196,64||align="right"|31|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.028552|NS=54.496984|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=31|name=Gmk. Bojendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014050||Gollendorf||01.04.1937||Petersdorf||align="right"|295||align="right"|296,53||align="right"|61|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.07117|NS=54.458962|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=61|name=Gmk. Gollendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014092||Kopendorf||01.04.1937||Petersdorf||align="right"|529||align="right"|525,31||align="right"|86|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.044113|NS=54.476962|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=86|name=Gmk. Kopendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014101||Lemkendorf||01.04.1937||Petersdorf||align="right"|561||align="right"|561,2||align="right"|121|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.09329|NS=54.46546|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=121|name=Gmk. Lemkendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014102||Lemkenhafen||01.04.1937||Petersdorf||align="right"|15||align="right"|17,84||align="right"|110|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.090961|NS=54.447547|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=110|name=Gmk. Lemkenhafen}} </small> |
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|style="text-align:right"|014134||Orth||01.04.1937||Petersdorf||align="right"|75||align="right"|74,88||align="right"|78|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.053066|NS=54.452979|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=78|name=Gmk. Orth}} </small> |
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|style="text-align:right"|014140||Püttsee||01.04.1937||Petersdorf||align="right"|242||align="right"|137||align="right"|19||<small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.025038|NS=54.455133|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=19|name=Gmk. Püttsee}} </small> |
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|style="text-align:right"|014182||Sulsdorf a.F.||01.04.1937||Petersdorf||align="right"|314||align="right"|312,67||align="right"|59|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.040763|NS=54.457371|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=59|name=Gmk.Sulsdorf}} </small> |
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|- |
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|style="text-align:right"|014114||Meeschendorf a.F.||01.01.1978||Bannesdorf||align="right"|403||align="right"|403,13||align="right"|77|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.253624|NS=54.423142|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=77|name=Gmk. Meeschendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014008||Avendorf||01.01.1978||Landkirchen||align="right"|284||align="right"|355,83||align="right"|160|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.134025|NS=54.412419|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=160|name=Gmk. Avendorf}} </small> |
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|- |
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|style="text-align:right"|014029||Dänschendorf||01.01.1978||Westfehmarn||align="right"|1197||align="right"|1180,01||align="right"|388|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.094752|NS=54.508559|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=388|name=Gmk. Dänschendorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014136||Petersdorf a.F.||01.01.1978||Westfehmarn||align="right"|392||align="right"|392,16||align="right"|600|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.07449|NS=54.481895|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=600|name=Gmk. Petersdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014010||Bannesdorf||01.01.2003||Stadt Fehmarn||align="right"|358||align="right"|358,17||align="right"|214|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.214274|NS=54.470186|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=214|name=Gmk. Bannesdorf}} </small> |
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|style="text-align:right"|014025||Burg||01.01.2003||Stadt Fehmarn||align="right"|1443||align="right"|1446,86||align="right"|6357|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.189237|NS=54.431564|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=6357|name=Gmk. Burg}} </small> |
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|style="text-align:right"|014099||Landkirchen||01.01.2003||Stadt Fehmarn||align="right"|86||align="right"|85,84||align="right"|946|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.152253|NS=54.449846|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=946|name=Gmk. Landkirchen}} </small> |
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|- class="sortbottom" style="background:#DDDDDD;" |
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|style="text-align:right"| ||Insel/Stadt Fehmarn || || ||align="right"|19031||align="right"|18564,95||align="right"|12520|| <small>{{Coordinate|text=⊙|EW=11.189237|NS=54.431564|type=city|region=DE-SH|dim=6000|pop=12520|name=Fehmarn}}</small> |
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|} |
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{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Fehmarn}} |
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==== Burg ==== |
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Da die Reform später viele Feinde fand, wurde selbige auch von der Bevölkerung kritisiert, sodass der zuständige [[Bürgermeister]] seinen Hut nehmen musste. (Man befürchtete, dass die alte Stadt Burg als [[Hegemonialmacht]] im Rathaus den anderen Orten [[imperialistisch]] begegnen könnte). Jedoch wurde die Reform von den Einwohnern doch gut aufgenommen, nachdem sich herausgestellt hat, dass sich durch die Verschmelzung der ehemaligen vier Gemeinden 125.000 Euro an Verwaltungskosten einsparen ließen. |
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[[Datei:Fehmarn Burg 2006 017 049b.jpg|mini|Heimatmuseum an der Nikolai-Kirche in Burg]] |
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[[Datei:St.-Jürgen-Kapelle (Burg auf Fehmarn)111.jpg|mini|St.-Jürgen-Kapelle in Burg]] |
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[[Burg auf Fehmarn]] ist mit etwa 6000 Einwohnern der größte Ort und gleichzeitig das Zentrum der Stadt Fehmarn. Den Mittelpunkt von Burg bilden die um 1230 erbaute Kirche [[St. Nikolai (Burg auf Fehmarn)|St. Nikolai]] und der zu ihrem Fuße liegende alte Friedhof, der mit alten [[Linden (Botanik)|Linden]] umpflanzt ist. Die Hauptstraße Burgs ist die Breite Straße. Zahlreiche Geschäfte säumen ihre Seiten, die überwiegend in alten [[Backstein]]häusern untergebracht sind. Westlich der Breiten Straße liegt der [[Kopfsteinpflaster|kopfsteingepflasterte]] Marktplatz, auf dem jeden Mittwoch ein [[Wochenmarkt|Markt]] stattfindet. Dort steht das 1901 erbaute Rathaus mit seiner roten Backsteinfassade und seinen trutzigen Türmchen. Ein weiterer sehenswerter Backsteinenbau ist die gotische [[St.-Jürgen-Kapelle (Burg auf Fehmarn)|St.-Jürgen-Kapelle]], die ursprünglich zu einem Siechenhaus gehörte. In den [[Gründerjahre]]n entstanden unter dem damaligen Bürgermeister Lafrentz neue Villen-Straßenzüge, so im Südwesten der damaligen Stadt. 1905 erhielt Burg Anschluss an die [[Inselbahn Fehmarn|Inselbahn]]. Seit den 1960er Jahren führt Burg das Prädikat eines [[Heilbad]]es. |
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[[Burgstaaken]] war der stadteigene Hafen der früheren Stadt, der im Laufe der Zeit versandete. Im Jahre 1886 wurde der Hafen wieder instand gesetzt, zusätzlich wurde das Hafenbecken vertieft. Heute ist Burgstaaken Anlegestelle für [[Yacht]]en und [[Kutter (Bootstyp)|Kutter]]. Burgstaaken bietet dem Besucher Restaurants, verschiedene Freizeitangebote, den Direktverkauf von frischem Fisch auf den Kuttern sowie den Besuch in der Fischergenossenschaft Fehmarn, häufig falsch als Fischereigenossenschaft bezeichnet. |
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Burgtiefe ist der Südstrand Fehmarns. Bis in die 1960er Jahre noch eine große Nehrung im Südosten der Insel, wurde der Ausbau zum Heilbad begonnen. Hier hatte die Witwe [[Reinhard Heydrich]]s, [[Lina Heydrich]], gelebt und ein Restaurant mit Ochsengrill betrieben. Heute steht hier das ''Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum'' mit seinen drei von weitem schon sichtbaren Hochhäusern auf der Nehrung. Der Strand ist kurabgabepflichtig und erhielt 2003 eine neue Strandpromenade. Dort finden sich die Bade- & Wellnesswelt FehMare, der Yachthafen Burgtiefe, mehrere Gastronomiebetriebe, einige Läden und verschiedene Freizeitangebote. |
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===Geographie=== |
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Fehmarn ist 185 qkm groß und besitzt einige unterschiedliche Küstenlandschaften. Die Nordküste zwischen dem Markelsdorfer Huk und Puttgarden ist eine [[Düne]]nlandschaft mit [[Nehrung]]shaken und [[Binnensee]]n. Die Ostküste ist steinig und besitzt [[Steilwand|Steilwände]]. |
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Der Südstrand bei Burgtiefe und dem Wulfener Hals sind die südlichsten, zudem die weißesten Sandstrände der Insel. Hier ist der Strand flach und liegt auf Meereshöhe. Ebenso ist der Strand im Westen flach, wie der des Südens der Insel. |
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==== Dörfer ==== |
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Die gesamte Insel liegt in Höhe von NN, die höchste Erhebung ist der Wulfener Berg mit rund 26,5 m über NN. |
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; Slawengründungen |
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: [[Bannesdorf auf Fehmarn|Bannesdorf]] (Bauerndorf und Kirchort), [[Dänschendorf auf Fehmarn|Dänschendorf]], Gahlendorf, [[Gammendorf]]-Siedendorf, Gollendorf, Hinrichsdorf, [[Klausdorf (Fehmarn)|Klausdorf]], Kopendorf, Lemkendorf, Meeschendorf, [[Puttgarden]], Püttsee, Sahrensdorf, Schlagsdorf, Sulsdorf, Vitzdorf |
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; [[Wüstung]]en (Lage unbekannt) |
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: Todaenthorp, Dargenthorp, Taessenmaersthorp, Villa Christiani, Rataemaersthorp, Utaesthorp |
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; Kolonistendörfer |
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: Im Zuge der [[Deutsche Ostsiedlung|Ostkolonisation]] vor 1230 ([[Waldemar-Erdbuch|Waldemarsches Erdbuch]]) entstandene Bauerndörfer mit zweiseitiger, parallel gegenüberliegender Dorfplatzbebauung mit giebelseitiger, eng aneinander liegender Gebäudereihung. Kolonisten waren Holländer, Friesen, Westfalen und Holsteiner. |
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: [[Albertsdorf auf Fehmarn|Albertsdorf]], Altjellingsdorf, Avendorf, Blieschendorf, [[Bojendorf auf Fehmarn|Bojendorf]], Gammendorf-Hohendorf, Mummendorf, Niendorf, Ostermarkelsdorf, [[Petersdorf auf Fehmarn|Petersdorf]] (Bauerndorf und Kirchort), Sartjendorf, [[Teschendorf (Fehmarn)|Teschendorf]], Todendorf, [[Vadersdorf]], [[Wenkendorf]], Westermarkelsdorf, [[Wulfen (Fehmarn)|Wulfen]] |
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; Neugründungen des 14. Jahrhunderts |
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: Neujellingsdorf ([[Flugplatz Neujellingsdorf|Flugplatz]] bzw. [[Sonderlandeplatz]]), Strukkamp |
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; Hafensiedlungen |
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: Nach 1329 entstandene Orte in unmittelbarer Lage am Meeresraum, mit richtungsloser Dorfanlage, Vorherrschaft nicht bäuerlicher Berufe und ohne [[Flur (Gelände)|Flur]]. |
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: [[Lemkenhafen]], [[Orth (Fehmarn)|Orth]] |
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; Sonstige |
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:* [[Bisdorf auf Fehmarn|Bisdorf]], Presen und [[Staberdorf]] sind entweder Slawengründungen oder Kolonistendörfer. |
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:* [[Landkirchen auf Fehmarn|Landkirchen]] ist ein Kirchort ohne eigene Flur und entstand um die 1234 erstmals erwähnte Kirche herum. |
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:* Altenteil, Fehmarnsund, Flügge (siehe unten [[#Sonstiges|Sonstiges]]), Gold, [[Katharinenhof (Fehmarn)|Katharinenhof]], Marienleuchte, Neue Tiefe, Westerbergen |
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(spezielle Beschreibungen von Dörfern auf Fehmarn bei Horst Rohde<ref>Horst Rohde: ''Das Fehmarnhaus und sein Dorf'', Karl-Wachholtz-Verlag, Neumünster 1984</ref>) |
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Der größte Ort der Insel mit rund 6.000 Einwohnern ist Burg, weitere 8.000 leben in den anderen 42 Ortschaften der Insel. Nach Burg sind Landkirchen, welches über die Dauer einiger Jahrzehnte selbst Stadtrecht genoss, und Petersdorf die bedeutendsten Orte der Insel. |
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=== Klima === |
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Die durchschnittliche Temperatur beträgt 8,3 °C, der durchschnittliche Niederschlag 571 mm. Nach Auskunft des [[Deutscher Wetterdienst|Deutschen Wetterdienstes (DWD)]] war Fehmarn im Jahr 2008 die sonnenreichste Gegend Deutschlands. |
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Dadurch begünstigt, dass Fehmarn mit rund 1.920 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreichsten Flecken Deutschlands gehört, strömen jedes Jahr rund 300.000 Besucher, Tagesgäste nicht mitgerechtet, auf die Insel. |
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{{Klimatabelle |
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Besonders in der Ferienzeit wird das Erholungsangebot des [[Heilbad]]es Burg auf Fehmarn genutzt, so dass in der Regel alle Schlafstätten ausgebucht sind. |
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| TABELLE = |
|||
| DIAGRAMM TEMPERATUR = rechts |
|||
| DIAGRAMM NIEDERSCHLAG = deaktiviert |
|||
| DIAGRAMM NIEDERSCHLAG HÖHE = 200 |
|||
| QUELLE = [http://wetterkontor.de/de/klima/klima2.asp?land=de&stat=10055 wetterkontor.de] |
|||
| Überschrift = |
|||
| Ort = Fehmarn |
|||
<!-- durchschnittliche Höchsttemperatur für den jeweiligen Monat in °C --> |
|||
| hmjan = 1.8 |
|||
| hmfeb = 2.0 |
|||
| hmmär = 4.9 |
|||
| hmapr = 9.2 |
|||
| hmmai = 14.6 |
|||
| hmjun = 18.9 |
|||
| hmjul = 20.3 |
|||
| hmaug = 20.6 |
|||
| hmsep = 17.4 |
|||
| hmokt = 12.7 |
|||
| hmnov = 7.5 |
|||
| hmdez = 3.8 |
|||
<!-- durchschnittliche Niedrigsttemperatur für den jeweiligen Monat in °C --> |
|||
| lmjan = −1.6 |
|||
| lmfeb = −1.7 |
|||
| lmmär = 0.3 |
|||
| lmapr = 3.0 |
|||
| lmmai = 7.2 |
|||
| lmjun = 11.3 |
|||
| lmjul = 13.4 |
|||
| lmaug = 13.4 |
|||
| lmsep = 11.1 |
|||
| lmokt = 7.6 |
|||
| lmnov = 3.7 |
|||
| lmdez = 0.3 |
|||
<!-- durchschnittliche Temperatur für den jeweiligen Monat in °C --> |
|||
| avjan = |
|||
| avfeb = |
|||
| avmär = |
|||
| avapr = |
|||
| avmai = |
|||
| avjun = |
|||
| avjul = |
|||
| avaug = |
|||
| avsep = |
|||
| avokt = |
|||
| avnov = |
|||
| avdez = |
|||
<!-- durchschnittliche Niederschlagsmenge für den jeweiligen Monat in mm --> |
|||
| nbjan = 43.7 |
|||
| nbfeb = 29.9 |
|||
| nbmär = 35.3 |
|||
| nbapr = 40.9 |
|||
| nbmai = 46.6 |
|||
| nbjun = 47.3 |
|||
| nbjul = 68.3 |
|||
| nbaug = 49.3 |
|||
| nbsep = 52.5 |
|||
| nbokt = 45.5 |
|||
| nbnov = 60.4 |
|||
| nbdez = 51.4 |
|||
<!-- durchschnittliche Regentage für den jeweiligen Monat in d --> |
|||
| rdjan = 10 |
|||
| rdfeb = 8 |
|||
| rdmär = 9 |
|||
| rdapr = 9 |
|||
| rdmai = 9 |
|||
| rdjun = 9 |
|||
| rdjul = 9 |
|||
| rdaug = 9 |
|||
| rdsep = 9 |
|||
| rdokt = 9 |
|||
| rdnov = 11 |
|||
| rddez = 10 |
|||
<!-- durchschnittliche Anzahl täglicher Sonnenstunden für den jeweiligen Monat in h/d --> |
|||
| shjan = 1.4 |
|||
| shfeb = 2.4 |
|||
| shmär = 3.5 |
|||
| shapr = 5.9 |
|||
| shmai = 7.7 |
|||
| shjun = 8.8 |
|||
| shjul = 7.8 |
|||
| shaug = 7.6 |
|||
| shsep = 5.4 |
|||
| shokt = 3.5 |
|||
| shnov = 1.9 |
|||
| shdez = 1.3 |
|||
<!-- durchschnittliche Luftfeuchtigkeit für den jeweiligen Monat in % --> |
|||
| lfjan = 90 |
|||
| lffeb = 88 |
|||
| lfmär = 87 |
|||
| lfapr = 84 |
|||
| lfmai = 82 |
|||
| lfjun = 80 |
|||
| lfjul = 81 |
|||
| lfaug = 81 |
|||
| lfsep = 82 |
|||
| lfokt = 86 |
|||
| lfnov = 87 |
|||
| lfdez = 89 |
|||
<!-- durchschnittliche Wassertemperatur (Meere, Seen u.ä.) für den jeweiligen Monat in °C --> |
|||
| wtjan = 3 |
|||
| wtfeb = 2 |
|||
| wtmär = 2 |
|||
| wtapr = 5 |
|||
| wtmai = 9 |
|||
| wtjun = 13 |
|||
| wtjul = 17 |
|||
| wtaug = 18 |
|||
| wtsep = 15 |
|||
| wtokt = 12 |
|||
| wtnov = 9 |
|||
| wtdez = 5 |
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}} |
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=== Natur === |
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Stark geschätzt wird das Angebot des Urlaubes auf Fehmarn seit der Errichtung der Fehmarnsundbrücke. So wurde es für die Bewohner des Festlandes leichter und schneller, nach Fehmarn überzusetzen. Die bis dahin stark auf die Landwirtschaft ausgerichteten Fehmaraner nutzten die Chance und boten den Großstädtern den bis dahin unbekannten und heute kommerziell wichtigen "Urlaub auf dem Bauernhof" an. |
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[[Datei:Küste Fehmarn Süd.JPG|mini|Küstenstrand im Süden Fehmarns]] |
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[[Datei:Cygnus olor auf Fehmarn.jpg|mini|Schwäne auf Fehmarn]] |
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Die [[Fauna]] entspricht weitestgehend der Norddeutschlands. Häufig sind Kaninchen, Hasen, Rehe, Füchse und Marder. Allerdings sind einige Säugetiere auf Fehmarn nicht anzutreffen: Hirsch, Wildschwein, Dachs, Eichhörnchen und bis vor wenigen Jahren der Maulwurf.<ref>{{Literatur |Autor=Peter Borkenhagen |Titel=Die Säugetiere Schleswig-Holsteins: Rote Liste |TitelErg=Datenstand: November 2013 |Sammelwerk=Schriftenreihe LLUR SH – Natur – RL 25 |Auflage=4. |Verlag=Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR) |Datum=2014 |ISBN=978-3-937937-76-2 |Online={{Webarchiv |url=http://www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft/DE/NaturschutzForstJagd/_DL/rl_saeuger_pdf__blob=publicationFile.pdf |text=schleswig-holstein.de |wayback=20150425230412}} im Webarchiv [[archive.org]] |Format=PDF |KBytes=2500 |Abruf=2017-07-21}}</ref> Auf Fehmarn liegt das [[NABU Wasservogelreservat Wallnau|Wasservogelreservat Wallnau]]. Das rund 300 Hektar große Areal an der Westküste der Ostseeinsel wurde ab 1975 als Brut- und Schutzstätte für [[Zugvogel|Zugvögel]] eingerichtet. Ein Kanalsystem ermöglicht durch regelbare Wasserstände in Wiesen, Gräben und Teichen die Schaffung optimaler Brutbedingungen für über 80 Vogelarten. |
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Hier mündet auch die Kopendorfer Au, einziges [[Fließgewässer]] der Insel. Die Kopendorfer Au entspringt in Ostermarkelsdorf, umfließt Bisdorf nördlich und westlich und durchfließt Lemkendorf. Das namensgebenden Kopendorf liegt hingegen 200 Meter von der Au entfernt. |
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===Windkraftanlagen=== |
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Seit Mitte der [[1990]]er Jahre werden auf Fehmarn [[Windpark]]s errichtet. So sind bereits der Windpark "Westfehmarn" und "Presen" entstanden. |
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=== Naturschutzgebiete auf Fehmarn === |
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Die Errichtung dieser Anlagen ist unter den Bewohnern der Insel, wie in der restlichen Bevölkerung der Republik, stark umstritten, sichern sie doch zum einen Arbeitsplätze, zerstören zum anderen jedoch die bisher landwirtschaftlich geprägte Umwelt Fehmarns und vertreiben so möglicherweise die Touristen. |
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Fehmarn hat folgende Naturschutzgebiete: |
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* [[Grüner Brink]] |
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In den nächsten Jahren soll die Zahl der momentan 144 Windräder auf rund 120 gesenkt werden, durch das Aufstellen größerer und leistungsfähigerer Räder. |
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* [[Krummsteert-Sulsdorfer Wiek/Fehmarn]] |
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* [[Nördliche Seeniederung Fehmarn]] |
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* [[Wallnau/Fehmarn]] |
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Das Naturschutzgebiet „[[Fehmarnbelt (Naturschutzgebiet)|Fehmarnbelt]]“ ist ein nördlich von Fehmarn liegendes [[Meeresschutzgebiet]]. |
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== Geschichte == |
== Geschichte == |
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Erste Siedlungsspuren auf Fehmarn datieren aus der Zeit um 5000 v. Chr., als einige Fischer, vermutlich die Nachfolger von Rentierjägern, auf der Insel lebten, die damals noch mit dem Festland verbunden war. Etwa 2000 Jahre später entstanden die ersten Ansiedlungen von Ackerbauern. Vor rund 4300 Jahren wurde die Insel vom Festland abgetrennt. |
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Im 8. und 9. Jahrhundert kam es zur Besiedlung durch [[Slawen]] ([[Wagrier]]). Von den slawischen Siedlern stammt auch der Inselname. Fehmarn hat denselben etymologischen Hintergrund wie [[Pommern]]; letzteres leitet sich von ''po mor'' ab und bedeutet „am Meer“, Fehmarn von ''fe more'', was „im Meer“ heißt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.fehmarn.de/de/fehmarn/fehmarn_im_meer_mittendrin/inselinfos_und_geschichte.php |titel=Fehmarn – im Meer mittendrin |werk=fehmarn.de |abruf=2017-08-11}}</ref> |
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* vor 7.000 Jahren Fischer als Nachfolger von Rentierjägern |
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* vor 5.000 Jahren erste Siedlungen von Ackerbauern |
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* vor 4.300 Jahre Abtrennung vom Festland |
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* ca. 400 bis 900: Besiedlung durch [[Slawen]] ([[Wagrier]]) |
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* erstmalig um [[960]] als '''fe mer''' genannt |
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* [[1022]] dem Bistum Odense auf Fünen unterstellt |
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* [[1198]] Erwähnung eines [[Gotteshaus]]es bei Puttgarden |
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* [[1230]] Erbauung der Gotteshäuser in Bannessorf, Burg, Landkirchen und Petersdorf |
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* [[1617]] Einschränkung der Adelsrechte |
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* [[1815]] Erstes [[Fehmarnsches Tageblatt]] erscheint noch unter anderem Namen |
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* [[1854]] Auf dem ''Köppelberg'' bei [[Petersdorf auf Fehmarn|Petersdorf]] findet am [[27. Januar]] die letzte Hinrichtung nach dem ''Neuen Fehmarnschen Landrecht'' vor mehr als 3.000 Zuschauern statt. |
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* [[1864]] In den Morgenstunden des [[15. März]] stürmen 160 Preußen die Insel, Fehmarn wird aus dänischer Hand befreit und [[preußisch]] |
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* [[1872]] In der Nacht vom [[12. November]] auf den [[13. November]] überrascht eine [[Sturmflut]] die Inselbewohner. In Orth werden 3,27 m über Normal Null (NN) gemessen. |
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* [[1905]] Bau der Inseleisenbahn |
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* [[1921]] Plan einer Sundbrücke |
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* [[1932]] Untergang des Segelschulschiffes [[Niobe (Schiff)|Niobe]] vor der Küste des "Grünen Brinks" |
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* [[1941]] Erster Spatenstich zur Vogelfluglinie |
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* [[1945]] Am [[7. Mai]], einen Tag vor Unterzeichnung der deutschen Kapitulation, erreichen die ersten britischen Truppen den Burger Markplatz |
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* [[1945]] Fehmarn wird gegen den Willen [[Stalin]]s britisches Besatzungsgebiet ("Up ewig ungedeelt"), dank des Engagements Sir William Strang, Baron of Stonesfield |
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* [[1960]] Baubeginn der [[Fehmarnsundbrücke]] im Rahmen der Vogelfluglinie |
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* [[1963]] Feierliche Eröffnung der Brücke durch den Bundespräsidenten [[Heinrich Lübke]] und den dänischen König [[Friedrich IX. (Dänemark)|Frederik IX.]] |
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* [[1978]] Fehmarn wird im sibirischen Winter von einer Schneekatastrophe heimgesucht, es ist von der Außenwelt abgeschnitten. [[THW]] und [[Bundeswehr]] helfen |
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=== Erste Erwähnung === |
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== Ortschaften == |
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Die Insel wird in der um 1075 entstandenen [[Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum|Hamburgischen Kirchengeschichte]] des [[Adam von Bremen]] erstmals schriftlich erwähnt. Besiedelt war sie zu jener Zeit von [[Slawen in Deutschland|Slawen]]. Gleiches berichtet noch rund 100 Jahre später [[Helmold von Bosau]]. Darüber hinaus fehlt es für die Geschichte Fehmarns vor dem 13. Jahrhundert an Schriftquellen. Es wird vermutet, dass die Christianisierung der Insel von Dänemark aus erfolgte, denn kirchlich war Fehmarn im späteren Mittelalter (bis zur [[Reformation]]) dem [[Bistum Odense]] auf [[Fünen]] unterstellt. Die ersten Kirchbauten in Burg, Petersdorf, Landkirchen und Bannesdorf wurden allesamt zwischen 1200 und 1250 errichtet. Spätestens um 1200 begannen Einwanderungen von Siedlerfamilien aus Holstein, Dithmarschen, Friesland, Niedersachsen und Dänemark auf Fehmarn. Für einige Zeit scheinen die kulturell verschiedenen Alt- und Neusiedler noch nebeneinanderher gelebt zu haben (die Dörfer Puttgarden, Dänschendorf, Gammendorf und Schlagsdorf haben noch heute zwei erkennbare Ortsteile). Die slawische Bevölkerung ging schließlich in der Einwandererbevölkerung auf und nahm deren Sprache an.<ref>J. Voss: ''Chronikartige Beschreibung der Insel Fehmarn. 1. Teil.'' Burg a.F. 1889, S. 9–34. Kurt Düring: ''Das Siedlungsbild der Insel Fehmarn.'' Stuttgart 1937, S. 17–64.</ref> |
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* [[Burg auf Fehmarn]] ist der größte Ort und gleichzeitig mit rund 6.000 Einwohnern die Hauptstadt der Insel. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die um 1230 erbaute '''St.-Nicolai Kirche''' und der ihrem Fuße liegende alte Friedhof, der mit uralten [[Linde]]n umpflanzt ist. Die Hauptstraße Burgs ist die '''Breite Straße'''. Zahlreiche Geschäfte säumen ihre Seiten, die in überwiegend alten [[Backstein]]häusern untergebracht sind. Westlich der "Breiten Straße" liegt der kopfsteingepflasterte Marktplatz, auf dem immer noch jeden Mittwoch ein Markt stattfindet. Dort seht das 1901 erbaute Rathaus mit seiner roten Backsteinfassade und seinen trutzigen Türmchen. In den [[Gründerjahre]]n entstanden unter dem damaligen Bürgermeister Lafrentz neuer Villenzüge, so im Südwesten der Stadt. 1905 wurde in Burg der Hauptbahnhof der Inselbahn eingeweiht, der heute ein Restaurant ist. Seit den 1960er Jahren darf Burg das Prädikat eines [[Heilbad]]es führen. |
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=== Unter Schleswiger und Holsteiner Herrschaft === |
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* [[Burgstaaken]] ist der stadteigene Hafen, der jedoch im Laufe der Zeit versandet war. Erst [[1886]] wurde der Hafen wieder instand gesetzt, zusätzlich wurde das Hafenbecken vertiefert. Heute ist Burgstaaken Anlegestelle für [[Yacht]]en und [[Kutter]]. Burgstaaken bietet dem Besucher einige Restaurants an, so der "Goldene Anker" und das "Lütt Hus". Ereignisreich für Besucher ist der Direktverkauf von frischem Fisch auf den Kuttern, sowie ein Besuch in der Fischereigenossenschaft Fehmarn. |
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Die inzwischen zum [[Herzogtum Schleswig]] gehörige Insel wurde 1326 dänisches [[Lehnswesen|Lehen]] der Grafen von [[Holstein]] und erhielt im gleichen Jahr durch eine [[Handfeste]] des Grafen [[Johann III. (Holstein-Kiel)|Johanns des Milden]] eine Gerichtsverfassung mit zwölf Geschworenen, die bis 1867 Bestand hatte.<ref>Wolfgang Prange: ''Anfänge der Obergerichtsbarkeit in Schleswig-Holstein im 16. Jahrhundert'' in: ''Obergerichtsbarkeit in Schleswig-Holstein'', Sonderheft der [[Schleswig-Holsteinische Anzeigen]], Juli 1988, S. 15</ref> |
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Als am 28. Juni 1420 der dänische König [[Erich von Pommern|Erich der Pommer]] mit 700 Schiffen und 3000 Söldnern vor der fehmarnschen Westküste aufkreuzte, konnte er mit Hilfe [[Lübeck|Lübscher]] „Bombardis“ unter erheblichen Verlusten abgeschlagen werden. Nach der Verspottung durch die Fehmaraner, angeblich mit den Worten „Wenn de Koh kann Siede spinnen, sall König Erich unser Land gewinnen“ (etwa: „Erst wenn die Kuh anfängt, Seide zu spinnen, kann es dem König Erich gelingen, unser Land zu gewinnen“), gelang diesem jedoch am 1. Juli 1420 bei der Fährschanze am Sunde die Landung. Der gebürtige Fehmaraner und Prorektor der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]], [[Christian Kortholt der Ältere|Christian Kortholt]], gab 1673 die Zahl der Toten dieser Schlacht mit 4000 an (1500 Dänen/Schweden und 2500 Insulaner).<ref>Christian Kortholt: ''Femaria desolata, oder: Historische Beschreibung, was gestalt für drittehalb hundert Jahren die Insul Femern vom König Erichen jämmerlich zerstöhret worden.'' 1673 ([https://www.kb.dk/e-mat/dod/114018014649_color.pdf Digitalisat] (PDF; 4,2 MB) Königliche Bibliothek Kopenhagen)</ref> Schon vier Jahre später gelang jedoch die Rückeroberung durch die Holsteiner, und Graf [[Adolf VIII. (Holstein)|Adolf VIII.]] förderte eine Neubesiedlung mit überwiegend [[Dithmarschen|Dithmarscher]] Bauerngeschlechtern. |
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* [[Burgtiefe]] ist der Südstrand Fehmarns. Bis in die 1960er Jahre noch große Nehrung der Insel, wurde der Ausbau zum Heilbad begonnen. Hier hatte bisher die Witwe [[Reinhard Heydrich]]s, Lina von Osten, gelebt und in ihrem Restaurant ganze (!) Ochsen gegrillt. Heute stehen die von Weitem schon sichtbaren drei Hochhäuser der [[IFA]] auf der Nehrung. Der Strand ist kurtaxenpflichtig. |
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Am 3. Mai 1580 erhielt Fehmarn eine blaue Lehnsfahne mit der goldenen Krone, die noch heute vor vielen Inselhäusern geflaggt wird. Die Krone tauchte bereits Mitte des 14. Jahrhunderts im Wappen auf. Mit der ''Conformatio Libertatis'' 1617 wurden die Adelsrechte eingeschränkt und der Insel freies Bauerntum gesichert. 1636 bestätigte der dänische König die Zugehörigkeit Fehmarns zum Herzogtum Schleswig. Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde am 29. Juni 1644 das früheste Fehmarnsche Gotteshaus, die Opfer- und Dankkapelle ''Peter und Paul'' am Puttgardener Strand, von schwedischen Kriegsschiffen zerstört. |
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*Albertsdorf |
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*Altjellingsdorf |
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*Avendorf |
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*Bannesdorf |
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*[[Bisdorf auf Fehmarn|Bisdorf]] |
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*Blieschendorf |
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*[[Bojendorf auf Fehmarn|Bojendorf]] |
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*Dänschendorf |
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*Gahlendorf |
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*Gammendorf |
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*Gollendorf |
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*Hinrichsdorf |
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*Klausdorf |
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*Kopendorf |
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*[[Landkirchen auf Fehmarn|Landkirchen]] |
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*Lemkendorf |
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*[[Lemkenhafen auf Fehmarn|Lemkenhafen]] (Hafen) |
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*Meeschendorf |
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*Mummendorf |
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*Neujellingsdorf |
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*[[Niendorf auf Fehmarn|Niendorf]] |
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*[[Orth auf Fehmarn|Orth]] (Hafen) |
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*Ostermarkelsdorf |
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*[[Petersdorf auf Fehmarn|Petersdorf]] |
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*Presen |
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*Püttsee |
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*[[Puttgarden]] (Hafen) |
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*Sahrensdorf |
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*Strukkamp |
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*Sartjendorf |
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*Schlagsdorf |
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*Sulsdorf |
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*Teschendorf |
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*Todendorf |
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*[[Vadersdorf]] |
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*Vitzdorf |
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*Wenkendorf |
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*Westermarkelsdorf |
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*Wulfen |
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=== Unter dänischer Herrschaft: 1713–1864 === |
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== Kunst, Kultur == |
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1713 besetzte der dänische König [[Friedrich IV. (Dänemark und Norwegen)]] im [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieg]] (1700–1721) die noch nicht ihm gehörigen Anteile von Schleswig, so auch die Insel Fehmarn. 1720 wurden dem dänischen König im [[Frieden von Frederiksborg]] die ungeteilten Herrschaftsrechte im gesamten [[Herzogtum Schleswig]] zugesprochen. Am 22. August 1721 legten auch die Fehmaraner auf [[Schloss Gottorf]] den Huldigungseid auf ihren neuen Landesherrn ab. Der dänische König wurde in seiner Funktion als Herzog von Schleswig (es handelte sich um eine [[Personalunion]]) durch einen auf Schloss Gottorf residierenden [[Statthalter (Schleswig-Holstein)|Statthalter]] vertreten. Die lokalen Verwaltungsinstanzen blieben jedoch unverändert bestehen. Damit blieb die relativ eigenständige Landschaftsverfassung für Fehmarn erhalten. Es gab keine Leibeigenschaft und ein Adelsverbot, die Selbstverwaltung in den [[Kirchspiel]]en nach dem Fehmarnschen Landrecht, landschaftliche Kriminalgerichte der Kirchspiele selbst über Leben und Tod. Burg hatte sein [[Lübsches Recht]]. Es folgte eine 80-jährige Friedensperiode. Die Schiffe konnten unter dem neutralen [[Danebrog]] segeln. |
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Die [[Napoleon]]ische Zeit brachte für Dänemark den Krieg gegen England auf der Seite Frankreichs – es musste seine gesamte Flotte an England abtreten. Auf der Insel Fehmarn kam es jedoch zu keinen Kampfhandlungen. Die Insel verblieb nach dem [[Kieler Frieden]] vom 14. Januar 1814 weiterhin beim [[Dänischer Gesamtstaat|dänischen Gesamtstaat]]. |
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Im Jahre 1815 erschien das erste [[Fehmarnsches Tageblatt|Fehmarnsche Tageblatt]] unter dem Namen ''Fehmarnsche Korrespondenz''. |
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Am 28. Oktober 1832 wurde der neu errichtete [[Leuchtturm Marienleuchte]] in Dienst gestellt. Seinen Namen erhielt er von der dänischen Königin [[Maria von Hessen-Kassel|Marie von Hessen-Kassel]]. Sie soll mit ihrem Ehegatten, König [[Friedrich VI. (Dänemark und Norwegen)]], bei der Einweihung persönlich anwesend gewesen sein. Auf der Südseite des alten Turmes befindet sich das königlich dänische Wappen. |
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Zum Tod des dänischen Königs [[Christian VIII. (Dänemark und Norwegen)|Christian VIII.]] am 20. Januar 1848 läuteten die Totenglocken auf Fehmarn drei Wochen lang zweimal täglich zwei Stunden. |
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Sein Tod löste den [[Schleswig-Holsteinische Erhebung|Schleswig-Holsteinschen Krieg]] (1848–1851) aus, bei dem es um eine Loslösung von der dänischen Krone ging: Die deutschgesinnten Schleswiger wollten dem Deutschen Bund beitreten. Die Errichtung einer Fehmarnschen Küstenmiliz hatte Kriegsminister [[Friedrich Emil August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg|Prinz von Noer]] als Mitglied der [[Provisorische Regierung (Schleswig-Holstein)|Provisorischen Regierung Schleswig-Holstein]] dem Gutsbesitzer von Katharinenhof, Baron von Leesen, übertragen. Dieser nahm am 15. April 1848 den dänischen Kapitän von Dircking-Holmfeld fest, der aufklären wollte, ob auf der Insel noch „dänische Sympathien“ vorhanden seien. Bei dieser Festnahme wurde ein dänischer Matrose erschossen. Als am 17. Juli 1850 einige hundert dänische Soldaten bei Katharinenhof landeten, floh Baron von Leesen. |
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Der damalige Fehmarnsche Amtmann [[Louis von Moltke|Ludwig Friedrich Carl Wilhelm von Moltke]] (ein Bruder des [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke|preußischen Feldmarschalls]]) war zwar eigentlich als dänischer Beamter angestellt, hatte aber offensichtlich ebenfalls die Seiten gewechselt und im Sinne der provisorischen Regierung in Kiel 1848 ein Statut zur Volksbewaffnung für die Landschaft Fehmarn gegen die Dänen unterzeichnet. Der Aufstand führte für die Schleswig-Holsteiner letztlich nicht zum Erfolg; von Moltke wurde daher 1851 aus dem Dienst entlassen. |
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Im Jahre 1854 fand am 27. Januar auf dem ''Köppelberg'' bei [[Petersdorf auf Fehmarn|Petersdorf]] die letzte Hinrichtung nach dem ''Neuen Fehmarnschen Landrecht'' vor mehr als 3000 Zuschauern statt. |
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Die neue [[Novemberverfassung|dänische Novemberverfassung]] von 1863 löste den [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieg]] aus, der ab Februar 1864 von Preußen und Österreich im Namen des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] gegen Dänemark geführt wurde. Am 15. März 1864 eroberten preußische Truppen Fehmarn, wobei zwei dänische und ein preußischer Soldat getötet wurden. |
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Noch am selben Tag huldigten die Fehmaraner auf dem Burger Markt in feierlicher Weise dem [[Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein|Prinzen Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein]] in dem Glauben, er werde ihr neuer Herzog. Im [[Frieden von Wien (1864)|Frieden von Wien]] (1864) trat [[Christian IX.]] die Herzogtümer an Österreich und Preußen ab. Fehmarn wurde wie ganz Schleswig 1867 preußische Provinz. |
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Damit endete nicht nur die 150-jährige dänische Herrschaft auf der Insel Fehmarn, sondern auch das traditionsreiche Fehmarnsche Selbstverwaltungsrecht. |
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=== Unter preußischer Herrschaft === |
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[[Datei:Niobedenkmal Stein.jpg|hochkant|mini|Niobe-Denkmal]] |
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1864 hatten sich die Herrschaftsverhältnisse auf Fehmarn während des [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieges]] gravierend geändert: |
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In den Morgenstunden des 15. März 1864 stürmten 160 Preußen unter Hauptmann [[Xaver Edmund Karl von Mellenthin]] die Insel und überraschten die Dänen, die im Hotel Wisser am Burger Marktplatz residierten, im Schlaf. Nach einem kurzen Feuergefecht, das zwei Menschenleben kostete, wurde Fehmarn erobert. Ein Fischer namens Friedrich Stüben aus Heiligenhafen hatte die Preußen als Lotse über den Fehmarnsund gebracht und erhielt dafür von Preußen ein Pferd und einen Ehrensold von zehn [[Mark (1871)|Mark]]. |
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Fehmarn kam zunächst unter eine gemeinsame Verwaltung Preußens und Österreichs im Auftrag des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]]. Entsprechend den Bestimmungen des [[Vertrag von Gastein|Vertrages von Gastein]] übernahm Preußen 1865 die alleinige Verwaltung. Nach dem [[Deutscher Krieg|Preußisch-Österreichischen Krieg]] wurde Fehmarn 1867 an Preußen angegliedert und gehörte seither zur [[Provinz Schleswig-Holstein]]. Die preußische Gemeindeverfassung wurde eingeführt und Fehmarn dem [[Kreis Oldenburg in Holstein]] zugeschlagen. |
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Im November 1872 überraschte eine katastrophale [[Ostseesturmhochwasser 1872|Sturmflut]] die Inselbewohner. In Orth wurde ein Wasserstand von 2,7 m über [[Mittelwasser]] gemessen. Etwa ein Drittel der Insel wurde überschwemmt und viele Häuser wurden zerstört. |
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Im Jahr 1932 sank das Segelschulschiff ''[[Niobe (Schiff, 1913)|Niobe]]'' vor der Küste des „Grünen Brinks“, woran ein Denkmal erinnert. |
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Von ursprünglich [[Kreis Oldenburg in Holstein|40 Landgemeinden]] waren nach Eingemeindungen zum 1. April 1937 noch ganze sechs übrig. |
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Am 7. Mai 1945, dem Tage der Unterzeichnung der [[Bedingungslose Gesamtkapitulation|Gesamtkapitulation]] der deutschen [[Wehrmacht]], erreichten die ersten britischen Truppen den Burger Marktplatz. Fehmarn wurde gegen den Willen [[Josef Stalin|Stalins]] durch das Engagement Sir [[William Strang, 1. Baron Strang|William Strangs]], Baron of Stonesfield, britisches Besatzungsgebiet.<ref>{{Der Spiegel |ID=43064689 |Titel=Zonengrenze / Geschichte: Wohin gehört Fehmarn? |Jahr=1956 |Nr=48}}</ref> Auf der Insel wurde durch die britische Besatzungsmacht ein Kriegsgefangenenlager für deutsche [[U-Boot]]-Fahrer errichtet. |
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=== Von der Nachkriegszeit bis heute === |
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Im Jahre 1946, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde Preußen von den Alliierten aufgelöst; Fehmarn wurde Teil des neu gegründeten Landes [[Schleswig-Holstein]]. Überlegungen, die Insel der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]] zuzuschlagen, wurden durch [[William Strang, 1. Baron Strang|Baron Strang of Stonesfield]] verhindert.<ref>[https://www.fehmarn24.de/fehmarn/feh-retter-644396.html ''Lord Strang of Stonesfield als Retter der Insel.''] In: ''fehmarn24.de''. 23. Februar 2010, abgerufen am 18. Mai 2023.</ref> |
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Im Jahre 1970 fand zwischen dem 4. und 6. September auf Fehmarn das [[Love-and-Peace-Festival|letzte eigentliche Konzert]] des Musikers [[Jimi Hendrix]] statt.<ref>Vgl. [[Brigitte Tast]], Hans-Jürgen Tast: ''Fehmarn – Das Regen-Festival. Geschichten und Mythen um ein Medien-Ereignis''. Kulleraugen – Visuelle Kommunikation Nr. 41. Schellerten 2012, ISBN 978-3-88842-041-2</ref> Später wurde dort ein Gedenkstein platziert. Noch heute werden hier regelmäßige [[Jimi-Hendrix-Revival-Festival|Revival-Festivals]] durchgeführt.<ref>{{Webarchiv |url=http://www.fehmarnfestivalgroup.com/ |text=fehmarnfestivalgroup.com |wayback=20111206174415}}</ref> |
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Am 1. Januar 2003 entstand durch die Zusammenlegung der Gemeinden Bannesdorf, Landkirchen und Westfehmarn mit der Stadt Burg auf Fehmarn die heutige Stadt Fehmarn, die das gesamte Gebiet der Insel einnimmt. |
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=== Infrastrukturgeschichte === |
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[[Datei:2017-08-22-Burgtiefe Hochhäuser-4109.jpg|mini|Hotelanlage am Südstrand, Sommer 2017]] |
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Ab 1905 wurde die [[Inselbahn Fehmarn|Inselbahn]] erbaut, die den damaligen Hafen [[Fehmarnsund]] über Burg mit Orth im Westen verband. Schon 1921 begann die Planung für eine Sundbrücke. Einen Meilenstein für die Infrastrukturentwicklung auf Fehmarn stellte der Spatenstich zur [[Vogelfluglinie]] 1941 dar, in deren Rahmen 19 Jahre später mit dem Bau der [[Fehmarnsundbrücke]] begonnen wurde. Die Brücke wurde am 30. April 1963 vom damaligen Bundesverkehrsminister [[Hans-Christoph Seebohm]] feierlich eröffnet. |
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1978 war Fehmarn von der Außenwelt abgeschnitten: während der [[Schneekatastrophe 1978/1979]] war die Verbindung zum Festland zeitweise unterbrochen und [[Technisches Hilfswerk]] und [[Bundeswehr]] mussten helfen. |
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Laut Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark soll Fehmarn durch eine [[feste Fehmarnbeltquerung]] mit der dänischen Insel [[Lolland]] verbunden werden. |
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=== Bevölkerungsentwicklung === |
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{| class="wikitable" style="width:400px" |
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|- style="text-align:center; background:#ABC3E1;" |
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|style="text-align:left"| '''Jahr''' || 1730 || 1803 || 1845 || 1885 || 1925 || 1961 || 2006 || 2012 || 2015 || 2016 |
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|- style="text-align:center" |
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|style="text-align:left"| '''Einwohner''' || 6.313 || 7.626 || 8.590 || 10.150 || 10.360 || 12.161 || 13.036 || 12.369 || 12.467 || 12.552 |
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|} |
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== Politik == |
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[[Datei:FEHMARN Logo Used Look 60plus RGB 130618 150dpi RZ.jpg|mini|Logo für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Fehmarn (2016)]] |
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Bis Ende 2002 gab es auf der Insel Fehmarn vier Gemeinden (Bannesdorf, Burg, Landkirchen, Petersdorf). Angeschoben von einigen Gemeindevertretern der Landgemeinden entstand eine Diskussion über eine Gemeindezusammenlegung. Da das Pro und Kontra quer durch alle Parteien ging, beschlossen die Gemeinden, eine Befragung der Bevölkerung durchzuführen. Die hohe Zustimmung überraschte alle und führte so zur Bildung der Stadt „Fehmarn“ und somit wurde auch Burg, das bereits seit dem 16. Jahrhundert Stadtrecht genoss, ein Stadtteil der die ganze Insel umfassenden Stadt. Mit der Durchführung der Fusion wurde der einzige hauptamtliche Bürgermeister der Insel, [[Klaus Tscheuschner]], beauftragt. |
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Als vereinzelt Befürchtungen aufkamen, dass die neue Stadt mit Klaus Tscheuschner, dem damaligen Bürgermeister der Stadt Burg, als Bürgermeister der gesamten Insel zu stark auf Burg ausgerichtet sein könnte, verzichtete dieser auf eine Kandidatur. Zum ersten Bürgermeister der Stadt Fehmarn wurde schließlich der parteilose Otto-Uwe Schmiedt gewählt. Er setzte sich unter anderem gegen einen gemeinsamen Kandidaten von CDU und SPD durch. Nach zwölf Amtsjahren wurde 2015 Jörg Weber (SPD) sein Nachfolger. |
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=== Stadtvertretung === |
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Die Stadtvertretung hat 28 Sitze. Die Sitzungen finden im Senator-Thomsen-Haus in Burg statt. Das Rathaus befindet sich auf dem Burger Marktplatz. |
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|{{Wahldiagramm |
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| LAND = DE |
|||
| TITEL = Stadtvertretungswahl Fehmarn 2023<ref>{{Internetquelle |url=https://www.wahlen-sh.de/grw/gemeindewahlen_gemeinde_010550046046.html |titel=Gemeindewahlen Gemeindewahl in Fehmarn, Stadt |abruf=2023-06-29}}</ref> |
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| JAHRALT = 2018 |
|||
| JAHRNEU = 2023 |
|||
| GUV = ja |
|||
| PARTEI1 = FWV |
|||
| ERGEBNIS1 = 34.8 |
|||
| ERGEBNISALT1 = 15.5 |
|||
| PARTEI2 = CDU |
|||
| ERGEBNIS2 = 24.3 |
|||
| ERGEBNISALT2 = 27.8 |
|||
| PARTEI3 = SPD |
|||
| ERGEBNIS3 = 17.3 |
|||
| ERGEBNISALT3 = 28.0 |
|||
| PARTEI4 = Grüne |
|||
| ERGEBNIS4 = 11.5 |
|||
| ERGEBNISALT4 = 10.2 |
|||
| PARTEI5 = F³ |
|||
| ERGEBNIS5 = 7.6 |
|||
| ERGEBNISALT5 = 0.0 |
|||
| FARBE5 = 00FFFF |
|||
| ANMERKUNG5 = F³ – Freie Fraktion für Fehmarn |
|||
| PARTEI6 = FDP |
|||
| ERGEBNIS6 = 4.5 |
|||
| ERGEBNISALT6 = 5.4 |
|||
| PARTEI7 = WUW |
|||
| ERGEBNIS7 = 0.0 |
|||
| ERGEBNISALT7 = 12.9 |
|||
| FARBE7 = 00529e |
|||
| PARTEI8 = ÖDP |
|||
| ERGEBNIS8 = 0.0 |
|||
| ERGEBNISALT8 = 0.1 |
|||
}} |
|||
|{{Sitzverteilung |
|||
| Überschrift = Sitzverteilung in der Stadtvertretung Fehmarn seit 2023 |
|||
| Land = DE |
|||
| float = right |
|||
| Legende = ja |
|||
|SPD|Grüne|F³|FWV|FDP|CDU| |
|||
| SPD = 5 |
|||
| Grüne = 3 |
|||
| F³ = 2 |
|||
| F³ Farbe = 00FFFF |
|||
| FWV = 10 |
|||
| FDP = 1 |
|||
| CDU = 7 |
|||
}} |
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|} |
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'''Wahlperiode 2013–2018''' |
|||
In der vergangenen Wahlperiode wechselten mehrere Mitglieder der Stadtvertretung ihre Fraktion:<ref>{{Internetquelle |url=https://www.fehmarn24.de/fehmarn/wer-wird-naechste-sein-4560139.html |titel=Fehmarn – „Wer wird der nächste sein?“ |werk=fehmarn24.de |datum=2023-05-12 |abruf=2023-05-12}}</ref> Christiane Dittmer trat aus der FDP aus und schloss sich als parteilose Stadtvertreterin der CDU-Fraktion an. Rainer Haselhorst wechselte von der CDU zu den Freien Wählern. Gunnar Mehnert und Hans-Peter Thomsen traten aus der SPD aus und gründeten die WUW-Fraktion („Wir unternehmen was“). |
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Somit verfügte die CDU mit Stand von Dezember 2014 über sieben Sitze; SPD und FWV hielten je sechs Sitze, Grüne und WUW jeweils zwei Sitze. |
|||
'''Gemeindewahl 2008''' |
|||
{| style="background:#AAAAAA" cellpadding="2" cellspacing="0" |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]||align=right | 8 Sitze ||align=right | (−3) |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ||align=right | 6 Sitze ||align=right | (−2) |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || [[Landesverband der Wählergemeinschaften Schleswig-Holstein|Freie Wähler]] (FWV) ||align=right | 6 Sitze ||align=right | (+2) |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || [[Bündnis 90/Die Grünen|GRÜNE]] ||align=right | 1 Sitz ||align=right | (+1) |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || [[Freie Demokratische Partei|FDP]] ||align=right | 1 Sitz ||align=right | (+1) |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || Bürger für Fehmarn ||align=right | 1 Sitz ||align=right | (+1) |
|||
|} |
|||
'''Gemeindewahl 2003''' |
|||
{| style="background:#AAAAAA" cellpadding="2" cellspacing="0" |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]||align=right | 11 Sitze |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ||align=right | 8 Sitze |
|||
|- style="background:#F9F9F9" |
|||
| || [[Landesverband der Wählergemeinschaften Schleswig-Holstein|Freie Wähler]] (FWV) ||align=right | 4 Sitze |
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|} |
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Während der Legislaturperiode trat Hartmut Specht aus der SPD aus und war somit fraktionslos. |
|||
'''Gemeindewahl 1998''' |
|||
* Gemeinde Bannesdorf: 6 SPD, 6 CDU, 1 Grüne, 1 Freie Wähler |
|||
* Stadt Burg: 9 SPD, 7 CDU, 1 Grüne, 1 Freie Wähler, 1 Statt-Partei |
|||
* Gemeinde Landkirchen: 10 SPD, 4 CDU, 3 Freie Wähler |
|||
* Gemeinde Westfehmarn: 7 SPD, 5 CDU, 1 Freie Wähler |
|||
* Gesamt: 32 SPD (50,8 % der Sitze), 22 CDU (34,9 %), 2 Grüne (3,2 %), 6 Freie Wähler (9,5 %), 1 Statt-Partei (1,6 %) |
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=== Wappen === |
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[[Blasonierung]]: „In Silber über abwechselnd silbernen und blauen Wellen eine freistehende rote Burg aus Ziegelsteinen mit Zinnenmauer, geschlossenem goldenen Tor und zwei blau bedachten, mit je zwei rundbogigen Fenstern versehenen Zinnentürmen, zwischen denen der rote holsteinische Schild mit dem silbernen Nesselblatt schwebt.“<ref>[{{SH-Wappenrolle|826|Stadt Fehmarn, Kreis Ostholstein|nurLink=1}} Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]</ref> |
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[[Datei:Goldene Krone im Blauen Meer.svg|mini|hochkant|Goldene Krone im blauen Meer]] |
|||
Durch Beschluss der Stadtvertretung vom 11. März 2004 ist das Wappen der neu gebildeten Stadt Fehmarn rückwirkend zum 1. Januar 2004 das der ehemaligen Stadt [[Burg auf Fehmarn]]. |
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Die „Goldene Krone im blauen Meer“ wurde in ihrem heutigen Aussehen am 3. Mai 1580 Lehnsfahne der Insel Fehmarn.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.fehmarn.de/sonneninsel/fehmarn/inselinfos |titel=Kleine Inselgeschichte |werk=fehmarn.de |abruf=2023-02-10}}</ref> Sie bezieht sich auf das [[Haus Oldenburg]], das damals wie heute das [[Liste der Könige Dänemarks|dänische Königshaus]] bildet. Heutzutage ist sie aber kein offizielles Symbol der Insel mehr und war zwischenzeitlich sogar markenrechtlich geschützt, nachdem sie nicht als Wappen der zusammengeschlossenen Stadt genutzt werden durfte.<ref name="fehmarn24-668677">{{Internetquelle |autor=Marcus Christoph Burg |url=https://www.fehmarn24.de/fehmarn/goldene-krone-soll-wieder-allen-gehoeren-668677.html |titel=„Goldene Krone“ soll wieder allen gehören |werk=fehmarn24.de |datum=2007-12-27 |abruf=2018-03-18}}</ref> |
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Ende des Jahres 2007 errang die Stadt Fehmarn einen großen Erfolg. Laut [[Bundespatentgericht (Deutschland)|Bundespatentgericht in München]] darf „Die Goldene Krone im blauen Meer“ nicht mehr als [[Marke (Recht)|Schutzmarke]] eingetragen sein, sondern ist Allgemeingut. Damit ist die Akte zu Gunsten der Fehmaraner geschlossen worden.<ref name="fehmarn24-668677" /> |
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=== Partnerstädte === |
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* [[Neringa]] ([[Litauen]]) |
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* [[Orth an der Donau]] ([[Österreich]]) |
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* [[Rødby]] ([[Dänemark]]) |
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== Religion == |
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Die [[Christianisierung]] begann mit König [[Knut der Große|Knut dem Großen]], der Fehmarn im Jahr 1022 dem [[Bistum Odense]] auf [[Fünen]] unterstellte. |
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Heute gehört die Mehrheit der Bewohner zur [[Evangelisch-lutherische Kirche|evangelisch-lutherischen Kirche]], die in vier Gemeinden mit Sitzen in Burg, Landkirchen, Bannesdorf und Petersdorf gegliedert ist.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kirchenkreis-ostholstein.de/gemeinden/kirchengemeinden-im-kirchenkreis-ostholstein.html |titel=Die Kirchengemeinden des Kirchenkreises Ostholstein |werk=Internetauftritt |hrsg=Kirchenkreis Ostholstein |abruf=2020-04-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191223012320/https://www.kirchenkreis-ostholstein.de/gemeinden/kirchengemeinden-im-kirchenkreis-ostholstein.html |archiv-datum=2019-12-23 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-22 16:09:14 InternetArchiveBot }}</ref> In Burg befindet sich außerdem eine [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische Gemeinde]]. |
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== Kultur und Sehenswürdigkeiten == |
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[[Datei:St Nikolai Burg Fehmarn 2011.jpg|mini|hochkant|Kirche St. Nikolai in Burg]] |
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=== Kirchen auf der Insel Fehmarn === |
=== Kirchen auf der Insel Fehmarn === |
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* [[St. Nikolai (Burg auf Fehmarn)|St. Nikolai]] in Burg |
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*Nikolaikirche in Burg |
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* [[St.-Johannis-Kirche (Petersdorf auf Fehmarn)|Johanniskirche]] in [[Petersdorf auf Fehmarn|Petersdorf]] |
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*Johanneskirche in Petersdorf |
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*[[Petrikirche in Landkirchen auf Fehmarn|Petrikirche in Landkirchen]] |
* [[Petrikirche in Landkirchen auf Fehmarn|Petrikirche in Landkirchen]] |
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*Johanniskirche in Bannesdorf |
* [[St.-Johannis-Kirche (Bannesdorf)|Johanniskirche]] in [[Bannesdorf auf Fehmarn|Bannesdorf]] |
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*St. |
* [[St.-Jürgen-Kapelle (Burg auf Fehmarn)|St.-Jürgen-Kapelle]] in Burg |
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*Katholische Kirche in Burg |
* Katholische St.-Franziskus-Xaverius-Kirche in Burg |
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* Evangelisch-Freikirchliche Christusgemeinde (Baptisten) in [[Puttgarden]] |
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=== Museen === |
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[[Datei:Windmühle Lemkenhafen 2014.jpg|mini|hochkant|[[Mühlenmuseum Lemkenhafen|Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum Lemkenhafen]]]] |
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*[[Rathaus Burg auf Fehmarn|Rathaus von Burg]] |
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* Fehmarn-Museum Burg |
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*[[Niobe-Denkmal]] am Grünen Brink |
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*Peter-Wiepert- |
* Predigerwitwenhaus von 1581, heute Peter-Wiepert-Heimatmuseum |
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* Museum Katharinenhof |
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*Predigerwitwenhaus von 1581 |
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* Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum Lemkenhafen |
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*Ruine Glambek |
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* E.-L.-Kirchner-Dokumentation |
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* Schmetterlingsmuseum |
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* Museum Galileo-Wissenswelt |
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* U11 U-Boot-Museum in Burgstaaken<ref>[https://www.ostsee-u-boot.de/ ostsee-u-boot.de]</ref> |
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=== Häfen === |
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===[[Leuchtturm|Leuchttürme]] auf Fehmarn=== |
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* Fährhafen Puttgarden |
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*Flügge |
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* [[Burgstaaken]] |
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*Marienleuchte |
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* Fehmarnsund (ehemaliger Sund-Fährhafen, heute Yachthafen) |
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*Strukkamphuk |
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* Orth |
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*Staberhuk |
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* Lemkenhafen |
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*Westermarkelsdorf |
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* Burgtiefe |
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=== Weitere Sehenswürdigkeiten === |
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== Bedeutende Personen der Insel == |
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[[Datei:Heiligenhafen 128.jpg|mini|hochkant|Südermühle (1893) in Petersdorf]] |
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* [[Rathaus Burg auf Fehmarn|Rathaus von Burg]] |
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* ''[[Niobe (Schiff, 1913)|Niobe]]''-Denkmal am Gammendorfer Strand |
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* [[Burg Glambek|Burgruine Glambek]] in Burgtiefe |
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* [[Mühlenmuseum Lemkenhafen]] |
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* [[Südermühle (Fehmarn)|Südermühle]] von 1893 in [[Petersdorf auf Fehmarn|Petersdorf]] |
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* Historische Hinrichtungsstätte ''Galgenberg'' am Teich [[Ratssoll (Petersdorf)|Ratssoll]] bei Petersdorf |
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* [[Windmühle]] ''Flinke Laura'' in [[Dänschendorf auf Fehmarn|Dänschendorf]] |
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* Gedenkstätte [[Kriegssoll]] bei [[Landkirchen auf Fehmarn|Landkirchen]] |
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* Dodelstein mit Hausmarken in [[Albertsdorf auf Fehmarn|Albertsdorf]] |
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* Steinzeitgrab [[Alversteen]] bei Albertsdorf |
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* Neubau eines steinzeitlichen Langbettgrabs in [[Wulfen (Fehmarn)|Wulfen]] |
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* Strände auf Fehmarn ''(siehe Tourismus)'' |
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* [[Meereszentrum Fehmarn]] |
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[[Datei:Landkirchen 292.jpg|mini|hochkant|Gedenkstein am Kriegssoll bei Landkirchen]] |
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Dieser kurze Text nennt einige, auch bekannte Personen, die zum Einen auf Fehmarn ihren Lebtag gewirkt und gelebt haben, zum Anderen solche, die durch ihre Familie der Insel ewig verbunden geblieben sind. |
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=== Leuchttürme auf Fehmarn === |
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* [[Karl Carstens]] , [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsident]] von [[1979]] - [[1984]] |
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* [[Leuchtturm Flügge]] |
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* [[Reinhard Heydrich]] , [[Reichsstatthalter]] in [[Böhmen]] - [[Mähren]] |
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* Leuchtturm Marienleuchte |
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* [[Klaus Groth]] , Schriftsteller plattdeutscher Mundart, schrieb hier den "Quickborn" |
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* [[Leuchtturm Strukkamphuk]] |
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* [[Ernst-Ludwig Kirchner]] , Maler des |
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* [[Leuchtturm Staberhuk]] |
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* [[Peter Wiepert]] , Heimatforscher |
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* [[Leuchtturm Westermarkelsdorf]] |
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=== Bildung === |
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Schulen |
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* Grundschule der Stadt Fehmarn in Burg, Mühlenstraße (249 Schüler in 12 Klassen) |
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* Grundschule Landkirchen, Hauptstraße (127 Schüler in 6 Klassen) |
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* Inselschule Fehmarn (Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe und Förderzentrumsanteil), Kantstraße in Burg (874 Schüler in 39 Klassen / 47 Betreute) |
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* Montessori-Schule (Private Grund- und Gemeinschaftsschule in Trägerschaft der Montessori gGmbH), Klaus-Groth-Straße in Burg (70 Schüler in 4 Klassen) |
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Schülerzahlen aus dem Schuljahr 2019/2020.<ref>Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Verzeichnis der allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein 2019/2020</ref> |
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Sonstige Bildungseinrichtungen |
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* Stadtbücherei, Bahnhofstraße |
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* Volkshochschule Ostholstein-Nord (Heiligenhafen, Oldenburg, Fehmarn) |
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Seit 2007 sind alle weiterführenden Schulen auf Fehmarn zur Inselschule Fehmarn zusammengeschlossen. Die Inselschule ist eine der ersten [[Gemeinschaftsschule]]n Deutschlands, so dass auch auf nationaler Ebene über die Schulreform berichtet wurde.<ref>[https://www.zeit.de/2007/29/gesamtschule Die Zeit]</ref> |
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Zum Schuljahr 2010/2011 wurde ein Erweiterungsbau neben dem alten Gymnasium bezogen, so dass alle Jahrgänge jetzt zentral unterrichtet werden können. Ältere Planungen sahen vor, für jeden Jahrgang ein eigenes Gebäude zu bauen. Diese Pläne wurden aufgegeben. In dem neuen Schulgebäude befinden sich auch die Aula sowie die Mensa. Die Fachräume befinden sich im alten Gymnasium, das durch einen Durchgang erreicht werden kann. Als Übergangslösung wurden vor und während des Baus des neuen Schulgebäudes einige Klassen in Mobilbauten untergebracht. |
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=== Sport === |
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Die Regatta „Fehmarn Rund“ ist die größte [[Katamaran]]-Regatta Deutschlands. Ausrichter ist die Stadt Heiligenhafen. |
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Von 1994 bis 2010 machte die größte [[Beachvolleyball]]-Serie Deutschlands, die [[Smart Beach Tour]], auf Fehmarn jährlich einen Tourstopp.<ref>[https://www.fehmarn-party.de/smart-beach-tour-kommt-nicht-nach-fehmarn.htm Fehmarn-Party.de], abgerufen am 8. März 2012</ref> |
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Seit 2004 findet das internationale Fußballturnier ''Fehmarn-Cup'' statt. 2007 nahmen 64 Mannschaften teil. |
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Als kleiner ''Beachevent'' findet seit 2004 jährlich in Burgtiefe ein [[Beachbasketball]]-Turnier statt. Auch die deutsche Meisterschaft im [[Kitesurfen]], ehemalige Kitesurf-Trophy, heute Kitesurf-Masters, hat sich auf der Ostseeinsel etabliert. Fehmarn ist bei Kitesurfern bekannt als „Hawaii Deutschlands“. Die Bedingungen rund um die Insel, besonders in der Orther Reede (bei Westwind) und am Grünen Brink (bei Nordostwind), gelten als ideal. Es gibt mehr als zehn mögliche Surfreviere zum Kitesurfen und [[Windsurfen]]. Bis 2009 fand am Wulfener Hals das Surf-Festival statt, bei dem es auch ein „Race around Fehmarn“ gab, bei dem Windsurfer gegen Kiter und Katamaran antraten. Den Rekord hielt von 2009 bis 2017 mit 2 Stunden 48 Minuten [[Bernd Flessner (Windsurfer)|Bernd Flessner]].<ref>{{Webarchiv|url=http://www.funsporting.de/funsporting+NEWS+Surf+Surffestival_Fehmarn_Ergebnisse_2300.htm |wayback=20120929004329 |text=Bericht zum Rennen 2009 |archiv-bot=2023-12-22 16:09:14 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 17. April 2012</ref> Am 25. August 2017 wurde dieser Rekord von dem Kitesurfer [[Florian Gruber (Kitesurfer)|Florian Gruber]] mit der Zeit von 1 Stunden 43 Minuten überboten.<ref>{{Internetquelle |url=https://rp-online.de/sport/andere/gruber-umrundet-fehmarn-in-rekordzeit_aid-17898259 |titel=Gruber umrundet Fehmarn in Rekordzeit |werk=rp-online.de |datum=2017-08-24 |abruf=2022-11-17}}</ref> |
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Seit der Gründung des Vereins 1912 findet üblicherweise im Juni oder Juli ein großes [[Reitturnier]] veranstaltet vom [[Fehmarnscher Ringreiterverein|Fehmarnschen Ringreitervereins]] statt, 2025 erstmals im neu erbauten Reitsportzentrum Fehmarn. Hier sind viele bekannte Spring- und Dressurreiter am Start. Darüber hinaus finden noch drei kleinere Reitturniere statt. |
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=== Eigenarten === |
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* Auf Fehmarn wird ein Kuchen nicht vorgeschnitten. Stattdessen schneidet sich jeder ein Stück ab und reicht den Kuchen weiter. Das gilt auch für das Hauptgericht bei größeren Festen, das es zweimal gibt. So bekommt jeder genau so viel Kuchen, Fleisch, Beilage und Soße, wie er essen möchte. |
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* Beliebt ist auch das [[Kartenspiel]] ''[[Scharwenzel]]'', das wohl nur auf Fehmarn gespielt wird. |
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* Früher gab es etwa 15 ''Vetterschaften'' zwischen den verschiedenen Sippen. Diese Tradition haben wohl Einwanderer aus [[Dithmarschen]] mitgebracht, wo Vetterschaften bis zum Verbot 1550 üblich waren. Heute existiert nur noch die „Vetterschaft der Mackeprangen und Witten“, der auch der ehemalige deutsche Bundespräsident [[Karl Carstens]] angehörte, dessen Großmutter eine geborene Mackeprang war.<ref>{{Literatur |Titel={{lang|de-1901|Wer beim Vettergelage flucht, muß eine Tonne Bier bezahlen}} |Sammelwerk=[[Hamburger Abendblatt]] |Nummer=32 |Datum=1980-02-07 |Seiten=24 |Online={{Webarchiv |url=http://www.abendblatt.de/archiv/article.php?xmlurl=/ha/1980/xml/19800207xml/habxml800103_4447.xml |text=Memento vom 8. Februar 2015 im Internet Archive |wayback=20150208002000}} |Abruf=2018-05-05}}</ref> |
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* Typisch für Fehmarn sind auch die ''Kröpel'', ein Gebäck, das nur zur Weizenernte zubereitet wird, sowie der (auch in Dänemark beliebte) [[Kransekage|Kranzkuchen]], der nur für Hochzeiten gebacken wird. Er wird vom Brautpaar in kleine Stücke gebrochen und den Hochzeitsgästen zur Nachspeise gegeben. |
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== Verkehr == |
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[[Datei:Fehmarn.png|mini|Die [[Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden]] (Vogelfluglinie) auf Fehmarn <span style="color:black;">(schwarz)</span> und die ehem. [[Kreis Oldenburger Eisenbahn|KOE]] <span style="color:grey;">(grau)</span>]] |
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[[Datei:Fehmarnsundbrücke 057a.jpg|mini|Fehmarnsundbrücke von Fehmarnsund aus mit Blick nach Südwesten über den Sund auf das Festland; Aufnahme 2005]] |
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=== Anbindung an das Festland und an Dänemark === |
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Fehmarn ist im Eisenbahn- und Straßenverkehr durch die [[Fehmarnsundbrücke]] seit 1963 (Eröffnung der [[Vogelfluglinie]]) mit dem deutschen Festland verbunden. Bis dahin waren [[Fähre]]n von [[Großenbrode]] die einzigen Zubringer zur Insel. Die [[Netzwerkbogenbrücke]] entstand in den Jahren 1960 bis 1963 und wird wegen ihrer Form im Volksmund auch „[[Kleiderbügel]]“ genannt. Bereits zu Zeiten des [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreiches]] und der [[Weimarer Republik]] hatte es Pläne für eine Brücke über den [[Fehmarnsund]] gegeben, jedoch verhinderten Krieg und [[Inflation]] eine Realisierung. |
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Zwischen Puttgarden und [[Rødby]] auf der dänischen Insel [[Lolland]] verkehren im Zuge der Vogelfluglinie [[Trajekt]]fähren von [[Scandlines]] in dichtem Takt. Eine Schienen- und Straßenanbindung nach Lolland als Ersatz für die bestehende Fährverbindung wurde lange diskutiert. Am 29. Juni 2007 beschlossen Deutschland und Dänemark den Bau der 19 Kilometer langen [[Feste Fehmarnbeltquerung|festen Querung]] zwischen Puttgarden und Rødby auf Lolland, dem mittlerweile auch die Parlamente zugestimmt haben. Sie soll 7,4 Milliarden Euro kosten, die hauptsächlich von Dänemark getragen werden und bis 2029 fertig sein. 15 Jahre war über den Bau einer Brücke oder eines Tunnels von Puttgarden nach Rødby spekuliert worden, der das europäische Transitnetz vervollständigen soll und [[Skandinavien]] mit dem europäischen Festland über den [[Fehmarnbelt]] verbinden würde. Bisher findet dieser Plan einer festen Verkehrsverbindung bei der Bevölkerung keinen großen Zuspruch, da die Arbeitsplätze am Fährhafen Puttgarden entfallen würden, Einbußen im Tourismus erwartet werden und Naturschützer Nachteile für die heimischen Tierarten fürchten. |
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{{Hauptartikel|Feste Fehmarnbeltquerung}} |
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Am 3. März 2020 bestätigte das Bundesverkehrsministerium Pläne, wonach bis 2028 die Fehmarnsundbrücke durch einen kombinierten Straßen- und Eisenbahntunnel ergänzt werden soll. Die Brücke soll erhalten bleiben und künftig für Fußgänger, Radfahrer sowie langsamen Straßenverkehr zur Verfügung stehen.<ref>[https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Fehmarnsund-bekommt-einen-Tunnel,fehmarn502.html Fehmarnsund bekommt einen Tunnel] NDR Fernsehen, 3. März 2020</ref> |
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{{Hauptartikel|Fehmarnsundtunnel}} |
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=== Schienenverkehr === |
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==== Vogelfluglinie ==== |
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Der [[Fährhafen Puttgarden|Fährbahnhof Puttgarden]] hat mit der Einstellung des [[Trajekt]]verkehrs auf der [[Vogelfluglinie]] am 14. Dezember 2019 seinen Fernverkehrsanschluss verloren und war bis August 2022 nur durch die Regionalbahn [[Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden#Regionalverkehr|Puttgarden–Lübeck]] angebunden. |
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Am 31. Juli 2010 wurde die [[Bahnhof Fehmarn-Burg|Station Fehmarn-Burg]] eröffnet. Sie liegt nördlich des früheren Bahnhofs ''Burg (Fehmarn)'' der Inselbahn. Im Zweistundentakt hielten Regionalbahnzüge aus Richtung Lübeck, bis vor einiger Zeit auch [[Intercity (Deutschland)|Intercity]] (saisonal ein Zugpaar von [[Köln Hauptbahnhof|Köln]]). Aufgrund der laufenden Arbeiten zum Ausbau der Strecke fährt bis 2029 nur ein stündlicher Schienenersatzverkehr auf die Insel. |
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[[Datei:Heiligenhafen 293.jpg|mini|Ehemaliger Bahnhof der [[Inselbahn Fehmarn]] in Landkirchen]] |
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[[Datei:Heiligenhafen 294.jpg|mini|Ehemalige Trasse der Inselbahn Fehmarn bei Landkirchen]] |
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==== Inselbahn Fehmarn ==== |
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Bis Mitte der 1990er Jahre verkehrte auf Fehmarn die [[Inselbahn Fehmarn]], die am 8. September 1905 als ''Kleinbahn Lütjenbrode–Orth'' der [[Kreis Oldenburger Eisenbahn]] eröffnet wurde. Sie verband die fehmarnschen Ortschaften Orth, Petersdorf, Landkirchen, Burg, Burgstaaken, Wulfen und Fehmarnsund über eine Fähre mit Großenbrode, Lütjenbrode und Heiligenhafen auf dem Festland. Die [[Lokomotive]]n für den insularen Streckenteil waren in Burg stationiert, so dass meist nur die Wagen auf der Fähre befördert zu werden brauchten. Nach Aufgabe des Personenverkehrs von Burg nach Orth am 2. Juni 1956 und zum Bahnhof Fehmarnsund am 30. April 1963 verkehrten zum Bahnhof Burg über die Vogelfluglinie noch bis Mai 1984 einzelne Personenzüge. Am 1. Februar 1995 wurde der letzte Abschnitt zwischen Burg und Landkirchen, auf dem noch Güterverkehr betrieben wurde, stillgelegt. Die aufgegebenen Eisenbahntrassen lagen viele Jahre brach. |
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=== Straßenverkehr === |
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Die [[Europastraße]] [[Europastraße 47|47]], die vom Fehmarnsund über die Insel zum Fährhafen [[Puttgarden]] führt, ist Teil der Vogelfluglinie, also des europäischen Transitverkehres. |
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Bis zur Fertigstellung der Fehmarnsundbrücke 1963 gab es auf Fehmarn keine Vorfahrtschilder, es galt grundsätzlich „rechts vor links“. Bis dahin wurde bei nicht bestandener Führerscheinprüfung auch noch eine „regional begrenzte Fahrerlaubnis“ ausgestellt, die nur für die Insel galt, mit der aber nicht auf dem Festland gefahren werden durfte. |
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=== Fahrradverkehr === |
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Auf und über Fehmarn führen einige nationale und internationale Fahrradrouten, z. B. der [[Ostseeküsten-Radweg (EV10)|Ostseeküsten-Radweg]]<ref>{{Internetquelle |url=https://www.ostsee-schleswig-holstein.de/ostseekuesten-radweg.html |titel=Ostseeküsten-Radweg – Ostsee Schleswig Holstein |sprache=de |abruf=2017-05-06}}</ref>, der als Teil des europäischen [[EuroVelo]]-Routennetzes um die Ostsee führt.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.eurovelo.com/de/eurovelos/eurovelo-10 |titel=EuroVelo 10 |werk=eurovelo.com |abruf=2018-04-21}}</ref> |
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=== Flugverkehr === |
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In Neujellingsdorf gibt es den [[Flugplatz Neujellingsdorf]]. |
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== Wirtschaft == |
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=== Tourismus === |
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Dadurch begünstigt, dass Fehmarn mit rund 2152 Sonnenstunden im Jahr (gemessen an der Wetterstation in Wulfen im Jahre 2009) zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands gehört, kommen jedes Jahr rund 300.000 Besucher, Tagesgäste nicht mitgerechnet, auf die Insel. Nach der Fusion zur Stadt „Fehmarn“ ging aus der ehemaligen Kurverwaltung und der Fehmarn-Tourismus GmbH, der Tourismus-Service Fehmarn hervor. Dieser ist für die touristische Weiterentwicklung und Vermarktung der Ostseeinsel zuständig.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.ostsee-suche.de/urlaubsorte/ostseeinsel-fehmarn/fehmarn.html |titel=Fehmarn – „Tourismus-Service Fehmarn“ |datum=2023-09-22 |abruf=2023-09-22}}</ref> |
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Besonders in der Ferienzeit wird das Erholungsangebot des [[Heilbad]]es Burg auf Fehmarn genutzt, so dass in der Regel alle Schlafstätten ausgebucht sind. Hier liegt unter anderem das Ferienzentrum der IFA. Im sonstigen liegen in der ganzen Burgtiefener Anlage [[Spielplatz|Spielplätze]], [[Minigolf]]plätze, [[Boule-Spiel|Boulespielfelder]] und sonstige Sportaktivitäten. Das Wellen- und Erlebnisbad FehMare wurde am 28. Februar 2009 eröffnet. |
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Stark geschätzt wird das Angebot des Urlaubes auf Fehmarn seit der Errichtung der Fehmarnsundbrücke. So wurde es für die Bewohner des Festlandes leichter und schneller, nach Fehmarn überzusetzen. Die bis dahin stark auf die Landwirtschaft ausgerichteten Fehmaraner nutzten die Chance und boten den Großstädtern den bis dahin unbekannten und heute kommerziell wichtigen „[[Urlaub auf dem Bauernhof]]“ an. |
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Die Strände auf Fehmarn: |
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[[Datei:Fehmarn msu-2018-5115.jpg|mini|Treibholz am Katharinenhofer Naturstrand]] |
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[[Datei:Meeschendorfer Strand.jpg|mini|Meeschendorfer Strand]] |
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{{Mehrspaltige Liste |breite=12em |anzahl= |abstand= |liste= |
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* Altenteil |
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* [[Bojendorf auf Fehmarn|Bojendorfer Strand]] |
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* Burgtiefe (Südstrand) |
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* [[Fehmarnsund]] |
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* Flügge |
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* [[Gammendorf]]er Strand |
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* Gold |
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* [[Westfehmarn|Gollendorfer Strand]] |
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* [[Grüner Brink]] |
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* Katharinenhof (siehe Bild) |
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* Marienleuchte |
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* Meeschendorfer Strand (siehe Bild) |
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* Presen |
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* [[Puttgarden]]er Strand |
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* [[Wallnau/Fehmarn|Wallnau]] |
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* Wenkendorfer Strand (Teichhof) |
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* Westermarkelsdorfer Strand |
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=== Windkraftanlagen === |
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Seit 1985 werden auf Fehmarn [[Windkraftanlage]]n errichtet.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=ixJD_fmoKkw |titel=Offene Tacke TW250 & MAN Aeroman von 1985 auf Fehmarn |sprache=de-DE |abruf=2023-10-11}}</ref> Bisher entstanden fünf [[Windpark]]s; der „Windpark Fehmarn“ wurde mit 34 Windkraftanlagen ehemals in das [[Guinness-Buch der Rekorde]] als Deutschlands größter Windpark eingetragen. |
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Die Errichtung dieser Anlagen war unter den Bewohnern der Insel umstritten, da sie zum einen Arbeitsplätze sichern und hohe Gewerbesteuereinnahmen bringen, zum anderen jedoch die bisher landwirtschaftlich geprägte Umwelt Fehmarns beeinträchtigen und so möglicherweise dem Tourismus schaden. Allerdings steht die große Mehrheit der Einwohner den Anlagen positiv gegenüber. |
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Seit Mitte der 2000er-Jahre werden die Windparks einem [[Repowering]] unterzogen, um bei gleichzeitiger Erhöhung von installierter Leistung und Stromertrag die Anzahl der Einzelanlagen zu reduzieren. Die Zahl der 144 Windräder soll durch das Aufstellen größerer und leistungsfähigerer Räder auf etwa 120 gesenkt werden. So wurden bis August 2010 112 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 50 [[Watt (Einheit)|MW]] durch 74 neue Anlagen mit einer Nennleistung von 166 MW ersetzt. Das [[Regelarbeitsvermögen]] stieg dabei von 104 auf 380 [[Wattstunde|GWh]] jährlich, was dem Stromverbrauch von 109.000 Haushalten entspricht.<ref>[https://www.erneuerbareenergien.de/doppelte-leistung-dreifacher-ertrag/150/474/28803/ ''Repowering. Doppelte Leistung, dreifacher Ertrag ''.] In: ''[[Erneuerbare Energien. Das Magazin]]'', 29. August 2010, abgerufen am 2. Juli 2014</ref> |
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Rund 30 Kilometer nordöstlich von Fehmarn steht der dänische [[Offshore-Windpark]] [[Nysted Havmøllepark|Rødsand]], der bei Errichtung der größte Offshore-Windpark der Welt war. Da außerdem überdurchschnittlich viele [[Solaranlage]]n pro Kopf existieren und zudem Energie in [[Biomassekraftwerk]]en gewonnen wird, produziert Fehmarn aus [[Erneuerbare Energien|erneuerbaren Energien]] ein Vielfaches des eigenen [[Stromverbrauch]]s. |
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=== Medien === |
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In Burg erscheinen die Zeitung ''[[Fehmarnsches Tageblatt]]'' und das kostenlose ''Fehmarn Magazin''. Weiter gibt es Lokalausgaben der ''[[Lübecker Nachrichten]]'' (''Ostholstein-Nord'') sowie der [[Gratiszeitung]]en ''der reporter'' und ''Urlaubs-Kurier''. |
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== Bekannte Personen der Insel == |
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Personen, die auf Fehmarn gelebt und gewirkt haben oder durch ihre Familie der Insel verbunden sind: |
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{| class="wikitable" |
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! Name |
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! bekannt als |
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! Verbindung zu Fehmarn |
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| [[Jep Nissen Andersen]] (1896–1974) || Heimatdichter || war Volksschullehrer auf Fehmarn |
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| Jens-Uwe Beyer alias [[Popnoname]] (* 1978) || Musiker || auf Fehmarn aufgewachsen |
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| [[Jürgen Blin]] (1943–2022) || [[Boxen|Schwergewichtsboxer]] (unter anderem gegen [[Muhammad Ali]]) || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Christian Calenus]] (1529–1617) || Mathematiker, Mediziner, Historiker und Dichter. || auf Fehmarn geboren |
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| [[Helmut Frenz]] (1933–2011) || [[Bischof]] und [[Menschenrechtler|Menschenrechtsaktivist]] || fünf Jahre Gemeindepfarrer auf Fehmarn<ref>{{Der Spiegel |ID=80451064 |Titel=Gestorben: Helmut Frenz |Jahr=2011 |Nr=38}}</ref> |
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| [[David Gloxin (Politiker, 1597)|David Gloxin]] (1597–1671) || [[Bürgermeister]] und Diplomat der [[Hansestadt]] Lübeck || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Klaus Groth]] (1819–1899) || Schriftsteller niederdeutscher Sprache || schrieb hier den „[[Quickborn (Gedichtband)|Quickborn]]“ |
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| [[Axel Hager]] (* 1969) || Beach-Volleyballspieler, Bronzemedaillengewinner in Sydney 2000 || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Roger Handt]] (* 1945) || Radiomoderator des [[WDR]] || auf Fehmarn geboren |
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| [[Lina Heydrich]] (1911–1985) || Ehefrau des Kriegsverbrechers [[Reinhard Heydrich]] || auf Fehmarn geboren |
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| [[Dora Heyenn]] (* 1949) || 2008–2015 Fraktionsvorsitzende der [[Die Linke|Linken]] in der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]] || in Kopendorf auf Fehmarn geboren |
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| [[Gisela Hoffmann]] (* 1963) || Künstlerin || auf Fehmarn geboren |
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| [[Arwed Imiela]] (1929–1982) || Frauenmörder || auch bekannt als „Der Blaubart“, verscharrte hier mehrere seiner Opfer |
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| [[Ernst Ludwig Kirchner]] (1880–1938) || Maler des [[Expressionismus]] || [[Ernst Ludwig Kirchner auf Fehmarn]] |
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| [[Christian Kortholt der Ältere]] (1633–1694) || [[protestantisch]]er [[Theologe]] || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Gustav Kröhnke]] (1826–1904) || Zivilingenieur und Landvermesser || hatte als erster die Idee der [[Vogelfluglinie]] als kürzester Verbindung zwischen [[Skandinavien]] und Deutschland<!--lebte er auf Fehmarn?--> |
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| [[Ronny Marcos]] (* 1993) || Fußballspieler || auf Fehmarn aufgewachsen |
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|[[Xaver Edmund Karl von Mellenthin]] (1827–1915) || preußischer Offizier || besetzte Fehmarn 1864 im Zuge des [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieges]] |
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|[[Wilhelm Mildenstein]] (1870–1933) || führte als Pastor den niederdeutschen Gottesdienst ein || in Burg auf Fehmarn geboren |
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|[[Ludwig von Moltke]] (1790–1864) || || dänischer Amtmann auf Fehmarn |
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|[[Benedikt Niese]] (1849–1910) || [[Klassischer Philologe]] und [[Althistoriker]] || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Charlotte Niese]] (1854–1935) || Schriftstellerin || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Hans Hansen Palmus]] (1901–1989) || Heimatdichter || Dorflehrer in Vadersdorf |
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| [[Peter Otzen]] (1810–1891) || Propst und Präsident der Schleswigschen Ständeversammlung || 1851–1881 in Burg tätig |
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| [[Irmgard Riessen]] (* 1944) || Schauspielerin || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Birger Schmidt]] (* 1964) || Träger des Bundesverdienstkreuzes || auf Fehmarn aufgewachsen<ref>{{Internetquelle |autor=Kristina Hofmann |url=https://www.zdf.de/nachrichten/heute/70-jahre-grundgesetz-birger-schmidt-bekommt-verdienstorden-von-bundespraesident-steinmeier-100.html |titel=Bundesverdienstorden für Pädagogen – Damit die Räume nicht eng werden |werk=zdf.de |datum=2019-05-22 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190522094555/https://www.zdf.de/nachrichten/heute/70-jahre-grundgesetz-birger-schmidt-bekommt-verdienstorden-von-bundespraesident-steinmeier-100.html |archiv-datum=2019-05-22 |abruf=2023-02-07}}</ref> |
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| [[Amalie Schoppe]] (1791–1858) || Dichterin || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Leonhard Selle]] (1816–1884) || Organist || 1843–1855 auf Fehmarn tätig |
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| [[Diether Trede]] (1932–2008) || Fußballer und Studienrat || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Peter Wiepert]] (1890–1980) || Heimatforscher || in Bisdorf auf Fehmarn geborn |
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| [[Nick Wilder]] (eigentlich Klaus Wilder) (* 1952) || Schauspieler || auf Fehmarn geboren |
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| [[Dirk Weetendorf]] (* 1972) || ehemaliger [[Fußball]]profi und -trainer || in Burg auf Fehmarn geboren |
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| [[Peter Witte (Landvogt)|Peter Witte]] (1641–1713) || Landvogt von Fehmarn und Stifter der Johannigebet|| im Lemkenhafen auf Fehmarn geboren |
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Fehmarn hat einige erfolgreiche Reiter hervorgebracht, darunter [[Inga Czwalina]] sowie [[Hans-Thorben Rüder|Hans-Thorben]] und [[Kai Rüder]] (Weltmeister [[Vielseitigkeitsreiten|Vielseitigkeit]] 2009). |
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[[Datei:Jimi Hendrix memorial P7230128.JPG|mini|hochkant|Gedenkstein für Jimi Hendrix’ letzten Auftritt bei Flügge auf Fehmarn]] |
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== Sonstiges == |
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* Im Jahre 1968 wurde der Spielfilm ''[[Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung (Film)|Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung]]'' zum Teil auf der Insel Fehmarn gedreht; 1969 die Fortsetzung ''[[Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft (Film)|Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft]]''. |
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* Der US-amerikanische Musiker [[Jimi Hendrix]] gab auf der Insel beim [[Love-and-Peace-Festival]] vom 4. bis zum 6. September 1970 auf Fehmarn zwischen Flügge und Püttsee sein letztes Konzert. Die Band [[Ton Steine Scherben]] gab bei dieser Veranstaltung ihr erstes großes Konzert. |
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== Literatur == |
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* Zsuzsa Bink: ''Fehmarn.'' In: ''Deutsche Landschaften.'' S. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-070404-5. |
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* [[Robert Bohn]]: ''Geschichte Schleswig-Holsteins.'' C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-50891-X. |
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* Claudia Czellnik: ''Das große Buch über Fehmarn. Die Sonneninsel in der Ostsee.'' Edition Limosa, Clenze 2010, ISBN 978-3-86037-379-8. |
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* Karl-Wilhelm Klahn: ''Kurzchronik der Insel Fehmarn 1022–2001.'' Heiligenhafen <!-- ohne ISBN --> |
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* [[Jan Schröter]]: ''Fehmarn. Ein illustriertes Reisehandbuch''. Edition Temmen, ISBN 3-926958-87-1. |
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* Peter Schuster: ''Fehmarn.'' Wachholtz, ISBN 3-529-05519-0. |
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* J. Voß: ''Chronik der Insel Fehmarn.'' Commissions-Verlag 1889, unveränderter Nachdruck 1978, Buchhandlung Niederlechner, Burg/Fehmarn.<!-- ohne ISBN --> |
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* Anke Wolff: ''Fehmarn – wo die Welt am schönsten ist.'' Jung, Kiel 1999, ISBN 3-929596-79-2. |
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== Weblinks == |
== Weblinks == |
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* [http://www.fehmarn-info.de Fehmarn Info] |
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* [http://www.fehmarn-online.de Fehmarn online] |
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* [https://www.stadtfehmarn.de/ Stadt Fehmarn] |
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* [http://www.fehmarn-genealogy.de Fehmarn Familienkunde] |
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|autor=Jan Wieske |
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* [http://www.fehmarn-aktuell.de Fehmarn aktuell] |
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|url=https://geschichtsblogsh.wordpress.com/2019/09/17/die-5-wichtigsten-buecher-zur-geschichte-fehmarns-jetzt-alle-im-netz/ |
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|titel=Die 5 wichtigsten Bücher zur Geschichte Fehmarns jetzt alle im Netz |
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|werk=Geschichtsblog SH |
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|datum=2019-09-17 |
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|abruf=2019-09-23}} |
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== Einzelnachweise == |
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{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Fehmarn}} |
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{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Kreis Ostholstein}} |
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Kreis Ostholstein}} |
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[[Kategorie:Seebad in Schleswig-Holstein]] |
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[[Kategorie:Stadt in Schleswig-Holstein]] |
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[[Kategorie:Gemeindegründung 2003]] |
Aktuelle Version vom 21. April 2025, 16:25 Uhr
Wappen | Deutschlandkarte | |
---|---|---|
![]() |
| |
Basisdaten | ||
Koordinaten: | 54° 26′ N, 11° 12′ O | |
Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
Kreis: | Ostholstein | |
Höhe: | 10 m ü. NHN | |
Fläche: | 185,5 km2 | |
Einwohner: | 13.254 (31. Dez. 2023)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 71 Einwohner je km2 | |
Postleitzahl: | 23769 | |
Vorwahlen: | 04371, 04372 | |
Kfz-Kennzeichen: | OH | |
Gemeindeschlüssel: | 01 0 55 046 | |
Adresse der Stadtverwaltung: |
Am Markt 1 23769 Fehmarn | |
Website: | www.stadtfehmarn.de | |
Bürgermeister: | Jörg Weber (SPD) | |
Lage der Stadt Fehmarn im Kreis Ostholstein | ||
![]() |
Fehmarn (dänisch Femern) ist eine deutsche Ostseeinsel und nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands. Sie gehört zum Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Am 1. Januar 2003 wurde die Stadt Fehmarn durch die Fusion der seit dem 1. Januar 1978 verbliebenen vier Gemeinden der Insel Burg, Bannesdorf, Landkirchen und Westfehmarn gebildet. Hauptort und Verwaltungssitz ist Burg auf Fehmarn. Die Insel ist durch Landwirtschaft und Tourismus geprägt.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fehmarn ist 185 km² groß, verfügt über rund 78 km Küstenlinie und liegt zwischen Kieler Bucht im Westen und Mecklenburger Bucht im Osten in der Ostsee. Im Süden ist sie durch den Fehmarnsund von der Halbinsel Wagrien getrennt und durch die Fehmarnsundbrücke verbunden. Im Norden ist Fehmarn durch den Fehmarnbelt von der dänischen Insel Lolland getrennt. Auf Fehmarn befindet sich in Staberhuk der östlichste Punkt Schleswig-Holsteins.
Fehmarn besitzt einige unterschiedliche Küstenlandschaften: Die Nordküste zwischen Markelsdorfer Huk und Puttgarden ist eine Dünenlandschaft mit Nehrungshaken und Strandseen. Die Ostküste ist steinig und besitzt eine Kliffküste.
Der Südstrand bei Burgtiefe und dem Wulfener Hals sind die südlichsten und weißesten Sandstrände der Insel. Hier ist der Küstenstreifen flach, ebenso wie im Westen. Die Insel liegt meist nur wenig über NHN. Die höchste Erhebung ist der Hinrichsberg (27,9 m), diesem folgt der Ochsenberg (24,9 m) und der Wulfener Berg (20,6 m).[2]
Der größte Ort der Insel mit rund 6000 Einwohnern ist die ehemalige Stadt Burg, weitere 8000 leben in den anderen 42 Ortschaften der Insel. Nach Burg sind Landkirchen, das einige Jahrzehnte lang selbst Stadtrecht genoss, und Petersdorf die bedeutendsten Orte der Insel.
Auf oder nahe Fehmarn liegen mehrere kleine Inseln:
- Warder (etwa zehn Hektar) in der Orther Reede
- Kohlhoffinsel (etwa vier Hektar) im Burger Binnensee
- mehrere kleinere Binnenseeinseln (bis etwa 1,5 ha) in der nördlichen Seeniederung und bei Wallnau
Fehmarn steht nach Lübeck flächenmäßig an zweiter Stelle unter den Städten Schleswig-Holsteins.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ursprünglich, d. h. vor dem 30. September 1928, gliederte sich Fehmarn in 41 Gemeinden und 4 Gutsbezirke. Daher gibt es heute 46 Gemarkungen auf der Insel (nur auf dem ehemaligen Gemeindegebiet von Puttgarden gibt es eine zweite Gemarkung Puttgarden i.d.O., ausgeschrieben Puttgarden in der Ostsee, die im Wesentlichen aus der Wasserfläche des Fährhafens besteht). Als erstes wurden am 30. September 1928 die vier Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Gemeinden zugeschlagen.[3] Die größte Gemeindezusammenlegung erfolgte zum Stichtag 1. April 1937, als 36 Gemeinden den verbleibenden Gemeinden Avendorf, Bannesdorf, Dänschendorf, Landkirchen, Meeschendorf und Petersdorf zugeschlagen wurden. Am 1. Januar 1978 kam Meeschendorf zu Bannesdorf, Avendorf zu Landkirchen, und Dänschendorf und Petersdorf zu Westfehmarn.[4] Am 1. Januar 2003 fusionierten die Stadt Burg auf Fehmarn und die drei Landgemeinden der Insel. Diese drei Gemeinden Bannesdorf auf Fehmarn, Landkirchen auf Fehmarn und Westfehmarn waren bis dahin als Amt Fehmarn miteinander verbunden gewesen.[5][6] Seitdem bildet die gesamte Insel die Stadt Fehmarn. Dabei reicht das Stadtgebiet etwas über die Insel hinaus, denn es schließt auch den Burger Binnensee und den Fährhafen Puttgarden ein.

Gmk.- schlüssel |
Gemarkung/ Ehem. Gde. o. Gutsbezirk |
Ein- gemeindung am |
Ein- gemeindung nach |
Gemeinde- fläche 1928[4] |
Gemarkungs- fläche[7] Hektar |
Bevölkerung[7][8] Zensus 2011 |
Lage[7] |
---|---|---|---|---|---|---|---|
014193 | Wallnau (Gutsbez.) | 30.09.1928 | Bojendorf | 392 | 499,13 | 11 | ⊙ |
014040 | Flügge (Gutsbez.) | 30.09.1928 | Püttsee | 103 | 123,38 | 0 | ⊙ |
014080 | Katharinenhof (Gutsbez.) | 30.09.1928 | Vitzdorf | 372 | 372,12 | 73 | ⊙ |
014173 | Staberhof (Gutsbez.) | 30.09.1928 | Vitzdorf | 148 | 147,37 | 9 | ⊙ |
014001 | Albertsdorf | 01.04.1937 | Avendorf | 330 | 343,81 | 100 | ⊙ |
014017 | Blieschendorf | 01.04.1937 | Avendorf | 391 | 324,65 | 53 | ⊙ |
014177 | Strukkamp | 01.04.1937 | Avendorf | 307 | 240,96 | 124 | ⊙ |
014201 | Wulfen | 01.04.1937 | Avendorf | 203 | 254.37 | 132 | ⊙ |
014084 | Klausdorf | 01.04.1937 | Bannesdorf | 491 | 490,28 | 82 | ⊙ |
014129 | Niendorf a.F. | 01.04.1937 | Bannesdorf | 471 | 470,74 | 344 | ⊙ |
014135 | Ostermarkelsdorf | 01.04.1937 | Bannesdorf | 347 | 346,63 | 44 | ⊙ |
014139 | Presen | 01.04.1937 | Bannesdorf | 413 | 410,39 | 47 | ⊙ |
014142 | Puttgarden | 01.04.1937 | Bannesdorf | 951 | 957,05 | 492 | ⊙ |
014205 | Puttgarden i.d.O. | 01.04.1937 | Bannesdorf | - | 20,6 | 0 | ⊙ |
014188 | Todendorf | 01.04.1937 | Bannesdorf | 482 | 482,23 | 94 | ⊙ |
014159 | Schlagsdorf | 01.04.1937 | Dänschendorf | 603 | 617,41 | 62 | ⊙ |
014198 | Wenkendorf | 01.04.1937 | Dänschendorf | 371 | 371,68 | 48 | ⊙ |
014199 | Westermarkelsdorf | 01.04.1937 | Dänschendorf | 550 | 547,69 | 65 | ⊙ |
014004 | Altjellingsdorf | 01.04.1937 | Landkirchen | 228 | 227,84 | 21 | ⊙ |
014016 | Bisdorf | 01.04.1937 | Landkirchen | 502 | 502,22 | 232 | ⊙ |
014045 | Gammendorf | 01.04.1937 | Landkirchen | 821 | 820,9 | 108 | ⊙ |
014070 | Hinrichsdorf | 01.04.1937 | Landkirchen | 337 | 335,56 | 36 | ⊙ |
014121 | Mummendorf | 01.04.1937 | Landkirchen | 314 | 313,67 | 126 | ⊙ |
014123 | Neujellingsdorf | 01.04.1937 | Landkirchen | 284 | 283,58 | 100 | ⊙ |
014156 | Sartjendorf | 01.04.1937 | Landkirchen | 168 | 168,3 | 17 | ⊙ |
014185 | Teschendorf a.F. | 01.04.1937 | Landkirchen | 233 | 233,15 | 62 | ⊙ |
014189 | Vadersdorf | 01.04.1937 | Landkirchen | 721 | 721,96 | 127 | ⊙ |
014044 | Gahlendorf | 01.04.1937 | Meeschendorf | 250 | 249,9 | 33 | ⊙ |
014155 | Sahrensdorf | 01.04.1937 | Meeschendorf | 472 | 475,02 | 342 | ⊙ |
014172 | Staberdorf | 01.04.1937 | Meeschendorf | 646 | 496,42 | 136 | ⊙ |
014191 | Vitzdorf | 01.04.1937 | Meeschendorf | 743 | 370,87 | 93 | ⊙ |
014019 | Bojendorf | 01.04.1937 | Petersdorf | 193 | 196,64 | 31 | ⊙ |
014050 | Gollendorf | 01.04.1937 | Petersdorf | 295 | 296,53 | 61 | ⊙ |
014092 | Kopendorf | 01.04.1937 | Petersdorf | 529 | 525,31 | 86 | ⊙ |
014101 | Lemkendorf | 01.04.1937 | Petersdorf | 561 | 561,2 | 121 | ⊙ |
014102 | Lemkenhafen | 01.04.1937 | Petersdorf | 15 | 17,84 | 110 | ⊙ |
014134 | Orth | 01.04.1937 | Petersdorf | 75 | 74,88 | 78 | ⊙ |
014140 | Püttsee | 01.04.1937 | Petersdorf | 242 | 137 | 19 | ⊙ |
014182 | Sulsdorf a.F. | 01.04.1937 | Petersdorf | 314 | 312,67 | 59 | ⊙ |
014114 | Meeschendorf a.F. | 01.01.1978 | Bannesdorf | 403 | 403,13 | 77 | ⊙ |
014008 | Avendorf | 01.01.1978 | Landkirchen | 284 | 355,83 | 160 | ⊙ |
014029 | Dänschendorf | 01.01.1978 | Westfehmarn | 1197 | 1180,01 | 388 | ⊙ |
014136 | Petersdorf a.F. | 01.01.1978 | Westfehmarn | 392 | 392,16 | 600 | ⊙ |
014010 | Bannesdorf | 01.01.2003 | Stadt Fehmarn | 358 | 358,17 | 214 | ⊙ |
014025 | Burg | 01.01.2003 | Stadt Fehmarn | 1443 | 1446,86 | 6357 | ⊙ |
014099 | Landkirchen | 01.01.2003 | Stadt Fehmarn | 86 | 85,84 | 946 | ⊙ |
Insel/Stadt Fehmarn | 19031 | 18564,95 | 12520 | ⊙ |
Burg
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Burg auf Fehmarn ist mit etwa 6000 Einwohnern der größte Ort und gleichzeitig das Zentrum der Stadt Fehmarn. Den Mittelpunkt von Burg bilden die um 1230 erbaute Kirche St. Nikolai und der zu ihrem Fuße liegende alte Friedhof, der mit alten Linden umpflanzt ist. Die Hauptstraße Burgs ist die Breite Straße. Zahlreiche Geschäfte säumen ihre Seiten, die überwiegend in alten Backsteinhäusern untergebracht sind. Westlich der Breiten Straße liegt der kopfsteingepflasterte Marktplatz, auf dem jeden Mittwoch ein Markt stattfindet. Dort steht das 1901 erbaute Rathaus mit seiner roten Backsteinfassade und seinen trutzigen Türmchen. Ein weiterer sehenswerter Backsteinenbau ist die gotische St.-Jürgen-Kapelle, die ursprünglich zu einem Siechenhaus gehörte. In den Gründerjahren entstanden unter dem damaligen Bürgermeister Lafrentz neue Villen-Straßenzüge, so im Südwesten der damaligen Stadt. 1905 erhielt Burg Anschluss an die Inselbahn. Seit den 1960er Jahren führt Burg das Prädikat eines Heilbades.
Burgstaaken war der stadteigene Hafen der früheren Stadt, der im Laufe der Zeit versandete. Im Jahre 1886 wurde der Hafen wieder instand gesetzt, zusätzlich wurde das Hafenbecken vertieft. Heute ist Burgstaaken Anlegestelle für Yachten und Kutter. Burgstaaken bietet dem Besucher Restaurants, verschiedene Freizeitangebote, den Direktverkauf von frischem Fisch auf den Kuttern sowie den Besuch in der Fischergenossenschaft Fehmarn, häufig falsch als Fischereigenossenschaft bezeichnet.
Burgtiefe ist der Südstrand Fehmarns. Bis in die 1960er Jahre noch eine große Nehrung im Südosten der Insel, wurde der Ausbau zum Heilbad begonnen. Hier hatte die Witwe Reinhard Heydrichs, Lina Heydrich, gelebt und ein Restaurant mit Ochsengrill betrieben. Heute steht hier das Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum mit seinen drei von weitem schon sichtbaren Hochhäusern auf der Nehrung. Der Strand ist kurabgabepflichtig und erhielt 2003 eine neue Strandpromenade. Dort finden sich die Bade- & Wellnesswelt FehMare, der Yachthafen Burgtiefe, mehrere Gastronomiebetriebe, einige Läden und verschiedene Freizeitangebote.
Dörfer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Slawengründungen
- Bannesdorf (Bauerndorf und Kirchort), Dänschendorf, Gahlendorf, Gammendorf-Siedendorf, Gollendorf, Hinrichsdorf, Klausdorf, Kopendorf, Lemkendorf, Meeschendorf, Puttgarden, Püttsee, Sahrensdorf, Schlagsdorf, Sulsdorf, Vitzdorf
- Wüstungen (Lage unbekannt)
- Todaenthorp, Dargenthorp, Taessenmaersthorp, Villa Christiani, Rataemaersthorp, Utaesthorp
- Kolonistendörfer
- Im Zuge der Ostkolonisation vor 1230 (Waldemarsches Erdbuch) entstandene Bauerndörfer mit zweiseitiger, parallel gegenüberliegender Dorfplatzbebauung mit giebelseitiger, eng aneinander liegender Gebäudereihung. Kolonisten waren Holländer, Friesen, Westfalen und Holsteiner.
- Albertsdorf, Altjellingsdorf, Avendorf, Blieschendorf, Bojendorf, Gammendorf-Hohendorf, Mummendorf, Niendorf, Ostermarkelsdorf, Petersdorf (Bauerndorf und Kirchort), Sartjendorf, Teschendorf, Todendorf, Vadersdorf, Wenkendorf, Westermarkelsdorf, Wulfen
- Neugründungen des 14. Jahrhunderts
- Neujellingsdorf (Flugplatz bzw. Sonderlandeplatz), Strukkamp
- Hafensiedlungen
- Nach 1329 entstandene Orte in unmittelbarer Lage am Meeresraum, mit richtungsloser Dorfanlage, Vorherrschaft nicht bäuerlicher Berufe und ohne Flur.
- Lemkenhafen, Orth
- Sonstige
-
- Bisdorf, Presen und Staberdorf sind entweder Slawengründungen oder Kolonistendörfer.
- Landkirchen ist ein Kirchort ohne eigene Flur und entstand um die 1234 erstmals erwähnte Kirche herum.
- Altenteil, Fehmarnsund, Flügge (siehe unten Sonstiges), Gold, Katharinenhof, Marienleuchte, Neue Tiefe, Westerbergen
(spezielle Beschreibungen von Dörfern auf Fehmarn bei Horst Rohde[9])
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die durchschnittliche Temperatur beträgt 8,3 °C, der durchschnittliche Niederschlag 571 mm. Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war Fehmarn im Jahr 2008 die sonnenreichste Gegend Deutschlands.
Fehmarn | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Fehmarn
Quelle: wetterkontor.de
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Natur
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Die Fauna entspricht weitestgehend der Norddeutschlands. Häufig sind Kaninchen, Hasen, Rehe, Füchse und Marder. Allerdings sind einige Säugetiere auf Fehmarn nicht anzutreffen: Hirsch, Wildschwein, Dachs, Eichhörnchen und bis vor wenigen Jahren der Maulwurf.[10] Auf Fehmarn liegt das Wasservogelreservat Wallnau. Das rund 300 Hektar große Areal an der Westküste der Ostseeinsel wurde ab 1975 als Brut- und Schutzstätte für Zugvögel eingerichtet. Ein Kanalsystem ermöglicht durch regelbare Wasserstände in Wiesen, Gräben und Teichen die Schaffung optimaler Brutbedingungen für über 80 Vogelarten.
Hier mündet auch die Kopendorfer Au, einziges Fließgewässer der Insel. Die Kopendorfer Au entspringt in Ostermarkelsdorf, umfließt Bisdorf nördlich und westlich und durchfließt Lemkendorf. Das namensgebenden Kopendorf liegt hingegen 200 Meter von der Au entfernt.
Naturschutzgebiete auf Fehmarn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fehmarn hat folgende Naturschutzgebiete:
Das Naturschutzgebiet „Fehmarnbelt“ ist ein nördlich von Fehmarn liegendes Meeresschutzgebiet.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erste Siedlungsspuren auf Fehmarn datieren aus der Zeit um 5000 v. Chr., als einige Fischer, vermutlich die Nachfolger von Rentierjägern, auf der Insel lebten, die damals noch mit dem Festland verbunden war. Etwa 2000 Jahre später entstanden die ersten Ansiedlungen von Ackerbauern. Vor rund 4300 Jahren wurde die Insel vom Festland abgetrennt.
Im 8. und 9. Jahrhundert kam es zur Besiedlung durch Slawen (Wagrier). Von den slawischen Siedlern stammt auch der Inselname. Fehmarn hat denselben etymologischen Hintergrund wie Pommern; letzteres leitet sich von po mor ab und bedeutet „am Meer“, Fehmarn von fe more, was „im Meer“ heißt.[11]
Erste Erwähnung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Insel wird in der um 1075 entstandenen Hamburgischen Kirchengeschichte des Adam von Bremen erstmals schriftlich erwähnt. Besiedelt war sie zu jener Zeit von Slawen. Gleiches berichtet noch rund 100 Jahre später Helmold von Bosau. Darüber hinaus fehlt es für die Geschichte Fehmarns vor dem 13. Jahrhundert an Schriftquellen. Es wird vermutet, dass die Christianisierung der Insel von Dänemark aus erfolgte, denn kirchlich war Fehmarn im späteren Mittelalter (bis zur Reformation) dem Bistum Odense auf Fünen unterstellt. Die ersten Kirchbauten in Burg, Petersdorf, Landkirchen und Bannesdorf wurden allesamt zwischen 1200 und 1250 errichtet. Spätestens um 1200 begannen Einwanderungen von Siedlerfamilien aus Holstein, Dithmarschen, Friesland, Niedersachsen und Dänemark auf Fehmarn. Für einige Zeit scheinen die kulturell verschiedenen Alt- und Neusiedler noch nebeneinanderher gelebt zu haben (die Dörfer Puttgarden, Dänschendorf, Gammendorf und Schlagsdorf haben noch heute zwei erkennbare Ortsteile). Die slawische Bevölkerung ging schließlich in der Einwandererbevölkerung auf und nahm deren Sprache an.[12]
Unter Schleswiger und Holsteiner Herrschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die inzwischen zum Herzogtum Schleswig gehörige Insel wurde 1326 dänisches Lehen der Grafen von Holstein und erhielt im gleichen Jahr durch eine Handfeste des Grafen Johanns des Milden eine Gerichtsverfassung mit zwölf Geschworenen, die bis 1867 Bestand hatte.[13]
Als am 28. Juni 1420 der dänische König Erich der Pommer mit 700 Schiffen und 3000 Söldnern vor der fehmarnschen Westküste aufkreuzte, konnte er mit Hilfe Lübscher „Bombardis“ unter erheblichen Verlusten abgeschlagen werden. Nach der Verspottung durch die Fehmaraner, angeblich mit den Worten „Wenn de Koh kann Siede spinnen, sall König Erich unser Land gewinnen“ (etwa: „Erst wenn die Kuh anfängt, Seide zu spinnen, kann es dem König Erich gelingen, unser Land zu gewinnen“), gelang diesem jedoch am 1. Juli 1420 bei der Fährschanze am Sunde die Landung. Der gebürtige Fehmaraner und Prorektor der Universität Kiel, Christian Kortholt, gab 1673 die Zahl der Toten dieser Schlacht mit 4000 an (1500 Dänen/Schweden und 2500 Insulaner).[14] Schon vier Jahre später gelang jedoch die Rückeroberung durch die Holsteiner, und Graf Adolf VIII. förderte eine Neubesiedlung mit überwiegend Dithmarscher Bauerngeschlechtern.
Am 3. Mai 1580 erhielt Fehmarn eine blaue Lehnsfahne mit der goldenen Krone, die noch heute vor vielen Inselhäusern geflaggt wird. Die Krone tauchte bereits Mitte des 14. Jahrhunderts im Wappen auf. Mit der Conformatio Libertatis 1617 wurden die Adelsrechte eingeschränkt und der Insel freies Bauerntum gesichert. 1636 bestätigte der dänische König die Zugehörigkeit Fehmarns zum Herzogtum Schleswig. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde am 29. Juni 1644 das früheste Fehmarnsche Gotteshaus, die Opfer- und Dankkapelle Peter und Paul am Puttgardener Strand, von schwedischen Kriegsschiffen zerstört.
Unter dänischer Herrschaft: 1713–1864
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1713 besetzte der dänische König Friedrich IV. (Dänemark und Norwegen) im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) die noch nicht ihm gehörigen Anteile von Schleswig, so auch die Insel Fehmarn. 1720 wurden dem dänischen König im Frieden von Frederiksborg die ungeteilten Herrschaftsrechte im gesamten Herzogtum Schleswig zugesprochen. Am 22. August 1721 legten auch die Fehmaraner auf Schloss Gottorf den Huldigungseid auf ihren neuen Landesherrn ab. Der dänische König wurde in seiner Funktion als Herzog von Schleswig (es handelte sich um eine Personalunion) durch einen auf Schloss Gottorf residierenden Statthalter vertreten. Die lokalen Verwaltungsinstanzen blieben jedoch unverändert bestehen. Damit blieb die relativ eigenständige Landschaftsverfassung für Fehmarn erhalten. Es gab keine Leibeigenschaft und ein Adelsverbot, die Selbstverwaltung in den Kirchspielen nach dem Fehmarnschen Landrecht, landschaftliche Kriminalgerichte der Kirchspiele selbst über Leben und Tod. Burg hatte sein Lübsches Recht. Es folgte eine 80-jährige Friedensperiode. Die Schiffe konnten unter dem neutralen Danebrog segeln.
Die Napoleonische Zeit brachte für Dänemark den Krieg gegen England auf der Seite Frankreichs – es musste seine gesamte Flotte an England abtreten. Auf der Insel Fehmarn kam es jedoch zu keinen Kampfhandlungen. Die Insel verblieb nach dem Kieler Frieden vom 14. Januar 1814 weiterhin beim dänischen Gesamtstaat.
Im Jahre 1815 erschien das erste Fehmarnsche Tageblatt unter dem Namen Fehmarnsche Korrespondenz. Am 28. Oktober 1832 wurde der neu errichtete Leuchtturm Marienleuchte in Dienst gestellt. Seinen Namen erhielt er von der dänischen Königin Marie von Hessen-Kassel. Sie soll mit ihrem Ehegatten, König Friedrich VI. (Dänemark und Norwegen), bei der Einweihung persönlich anwesend gewesen sein. Auf der Südseite des alten Turmes befindet sich das königlich dänische Wappen.
Zum Tod des dänischen Königs Christian VIII. am 20. Januar 1848 läuteten die Totenglocken auf Fehmarn drei Wochen lang zweimal täglich zwei Stunden. Sein Tod löste den Schleswig-Holsteinschen Krieg (1848–1851) aus, bei dem es um eine Loslösung von der dänischen Krone ging: Die deutschgesinnten Schleswiger wollten dem Deutschen Bund beitreten. Die Errichtung einer Fehmarnschen Küstenmiliz hatte Kriegsminister Prinz von Noer als Mitglied der Provisorischen Regierung Schleswig-Holstein dem Gutsbesitzer von Katharinenhof, Baron von Leesen, übertragen. Dieser nahm am 15. April 1848 den dänischen Kapitän von Dircking-Holmfeld fest, der aufklären wollte, ob auf der Insel noch „dänische Sympathien“ vorhanden seien. Bei dieser Festnahme wurde ein dänischer Matrose erschossen. Als am 17. Juli 1850 einige hundert dänische Soldaten bei Katharinenhof landeten, floh Baron von Leesen.
Der damalige Fehmarnsche Amtmann Ludwig Friedrich Carl Wilhelm von Moltke (ein Bruder des preußischen Feldmarschalls) war zwar eigentlich als dänischer Beamter angestellt, hatte aber offensichtlich ebenfalls die Seiten gewechselt und im Sinne der provisorischen Regierung in Kiel 1848 ein Statut zur Volksbewaffnung für die Landschaft Fehmarn gegen die Dänen unterzeichnet. Der Aufstand führte für die Schleswig-Holsteiner letztlich nicht zum Erfolg; von Moltke wurde daher 1851 aus dem Dienst entlassen.
Im Jahre 1854 fand am 27. Januar auf dem Köppelberg bei Petersdorf die letzte Hinrichtung nach dem Neuen Fehmarnschen Landrecht vor mehr als 3000 Zuschauern statt.
Die neue dänische Novemberverfassung von 1863 löste den Deutsch-Dänischen Krieg aus, der ab Februar 1864 von Preußen und Österreich im Namen des Deutschen Bundes gegen Dänemark geführt wurde. Am 15. März 1864 eroberten preußische Truppen Fehmarn, wobei zwei dänische und ein preußischer Soldat getötet wurden. Noch am selben Tag huldigten die Fehmaraner auf dem Burger Markt in feierlicher Weise dem Prinzen Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein in dem Glauben, er werde ihr neuer Herzog. Im Frieden von Wien (1864) trat Christian IX. die Herzogtümer an Österreich und Preußen ab. Fehmarn wurde wie ganz Schleswig 1867 preußische Provinz.
Damit endete nicht nur die 150-jährige dänische Herrschaft auf der Insel Fehmarn, sondern auch das traditionsreiche Fehmarnsche Selbstverwaltungsrecht.
Unter preußischer Herrschaft
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1864 hatten sich die Herrschaftsverhältnisse auf Fehmarn während des Deutsch-Dänischen Krieges gravierend geändert: In den Morgenstunden des 15. März 1864 stürmten 160 Preußen unter Hauptmann Xaver Edmund Karl von Mellenthin die Insel und überraschten die Dänen, die im Hotel Wisser am Burger Marktplatz residierten, im Schlaf. Nach einem kurzen Feuergefecht, das zwei Menschenleben kostete, wurde Fehmarn erobert. Ein Fischer namens Friedrich Stüben aus Heiligenhafen hatte die Preußen als Lotse über den Fehmarnsund gebracht und erhielt dafür von Preußen ein Pferd und einen Ehrensold von zehn Mark.
Fehmarn kam zunächst unter eine gemeinsame Verwaltung Preußens und Österreichs im Auftrag des Deutschen Bundes. Entsprechend den Bestimmungen des Vertrages von Gastein übernahm Preußen 1865 die alleinige Verwaltung. Nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg wurde Fehmarn 1867 an Preußen angegliedert und gehörte seither zur Provinz Schleswig-Holstein. Die preußische Gemeindeverfassung wurde eingeführt und Fehmarn dem Kreis Oldenburg in Holstein zugeschlagen.
Im November 1872 überraschte eine katastrophale Sturmflut die Inselbewohner. In Orth wurde ein Wasserstand von 2,7 m über Mittelwasser gemessen. Etwa ein Drittel der Insel wurde überschwemmt und viele Häuser wurden zerstört.
Im Jahr 1932 sank das Segelschulschiff Niobe vor der Küste des „Grünen Brinks“, woran ein Denkmal erinnert.
Von ursprünglich 40 Landgemeinden waren nach Eingemeindungen zum 1. April 1937 noch ganze sechs übrig.
Am 7. Mai 1945, dem Tage der Unterzeichnung der Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht, erreichten die ersten britischen Truppen den Burger Marktplatz. Fehmarn wurde gegen den Willen Stalins durch das Engagement Sir William Strangs, Baron of Stonesfield, britisches Besatzungsgebiet.[15] Auf der Insel wurde durch die britische Besatzungsmacht ein Kriegsgefangenenlager für deutsche U-Boot-Fahrer errichtet.
Von der Nachkriegszeit bis heute
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1946, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde Preußen von den Alliierten aufgelöst; Fehmarn wurde Teil des neu gegründeten Landes Schleswig-Holstein. Überlegungen, die Insel der SBZ zuzuschlagen, wurden durch Baron Strang of Stonesfield verhindert.[16]
Im Jahre 1970 fand zwischen dem 4. und 6. September auf Fehmarn das letzte eigentliche Konzert des Musikers Jimi Hendrix statt.[17] Später wurde dort ein Gedenkstein platziert. Noch heute werden hier regelmäßige Revival-Festivals durchgeführt.[18]
Am 1. Januar 2003 entstand durch die Zusammenlegung der Gemeinden Bannesdorf, Landkirchen und Westfehmarn mit der Stadt Burg auf Fehmarn die heutige Stadt Fehmarn, die das gesamte Gebiet der Insel einnimmt.
Infrastrukturgeschichte
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Ab 1905 wurde die Inselbahn erbaut, die den damaligen Hafen Fehmarnsund über Burg mit Orth im Westen verband. Schon 1921 begann die Planung für eine Sundbrücke. Einen Meilenstein für die Infrastrukturentwicklung auf Fehmarn stellte der Spatenstich zur Vogelfluglinie 1941 dar, in deren Rahmen 19 Jahre später mit dem Bau der Fehmarnsundbrücke begonnen wurde. Die Brücke wurde am 30. April 1963 vom damaligen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm feierlich eröffnet.
1978 war Fehmarn von der Außenwelt abgeschnitten: während der Schneekatastrophe 1978/1979 war die Verbindung zum Festland zeitweise unterbrochen und Technisches Hilfswerk und Bundeswehr mussten helfen.
Laut Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark soll Fehmarn durch eine feste Fehmarnbeltquerung mit der dänischen Insel Lolland verbunden werden.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jahr | 1730 | 1803 | 1845 | 1885 | 1925 | 1961 | 2006 | 2012 | 2015 | 2016 |
Einwohner | 6.313 | 7.626 | 8.590 | 10.150 | 10.360 | 12.161 | 13.036 | 12.369 | 12.467 | 12.552 |
Politik
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Bis Ende 2002 gab es auf der Insel Fehmarn vier Gemeinden (Bannesdorf, Burg, Landkirchen, Petersdorf). Angeschoben von einigen Gemeindevertretern der Landgemeinden entstand eine Diskussion über eine Gemeindezusammenlegung. Da das Pro und Kontra quer durch alle Parteien ging, beschlossen die Gemeinden, eine Befragung der Bevölkerung durchzuführen. Die hohe Zustimmung überraschte alle und führte so zur Bildung der Stadt „Fehmarn“ und somit wurde auch Burg, das bereits seit dem 16. Jahrhundert Stadtrecht genoss, ein Stadtteil der die ganze Insel umfassenden Stadt. Mit der Durchführung der Fusion wurde der einzige hauptamtliche Bürgermeister der Insel, Klaus Tscheuschner, beauftragt.
Als vereinzelt Befürchtungen aufkamen, dass die neue Stadt mit Klaus Tscheuschner, dem damaligen Bürgermeister der Stadt Burg, als Bürgermeister der gesamten Insel zu stark auf Burg ausgerichtet sein könnte, verzichtete dieser auf eine Kandidatur. Zum ersten Bürgermeister der Stadt Fehmarn wurde schließlich der parteilose Otto-Uwe Schmiedt gewählt. Er setzte sich unter anderem gegen einen gemeinsamen Kandidaten von CDU und SPD durch. Nach zwölf Amtsjahren wurde 2015 Jörg Weber (SPD) sein Nachfolger.
Stadtvertretung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadtvertretung hat 28 Sitze. Die Sitzungen finden im Senator-Thomsen-Haus in Burg statt. Das Rathaus befindet sich auf dem Burger Marktplatz.
Wahlperiode 2013–2018
In der vergangenen Wahlperiode wechselten mehrere Mitglieder der Stadtvertretung ihre Fraktion:[20] Christiane Dittmer trat aus der FDP aus und schloss sich als parteilose Stadtvertreterin der CDU-Fraktion an. Rainer Haselhorst wechselte von der CDU zu den Freien Wählern. Gunnar Mehnert und Hans-Peter Thomsen traten aus der SPD aus und gründeten die WUW-Fraktion („Wir unternehmen was“). Somit verfügte die CDU mit Stand von Dezember 2014 über sieben Sitze; SPD und FWV hielten je sechs Sitze, Grüne und WUW jeweils zwei Sitze.
Gemeindewahl 2008
CDU | 8 Sitze | (−3) | |
SPD | 6 Sitze | (−2) | |
Freie Wähler (FWV) | 6 Sitze | (+2) | |
GRÜNE | 1 Sitz | (+1) | |
FDP | 1 Sitz | (+1) | |
Bürger für Fehmarn | 1 Sitz | (+1) |
Gemeindewahl 2003
CDU | 11 Sitze | |
SPD | 8 Sitze | |
Freie Wähler (FWV) | 4 Sitze |
Während der Legislaturperiode trat Hartmut Specht aus der SPD aus und war somit fraktionslos.
Gemeindewahl 1998
- Gemeinde Bannesdorf: 6 SPD, 6 CDU, 1 Grüne, 1 Freie Wähler
- Stadt Burg: 9 SPD, 7 CDU, 1 Grüne, 1 Freie Wähler, 1 Statt-Partei
- Gemeinde Landkirchen: 10 SPD, 4 CDU, 3 Freie Wähler
- Gemeinde Westfehmarn: 7 SPD, 5 CDU, 1 Freie Wähler
- Gesamt: 32 SPD (50,8 % der Sitze), 22 CDU (34,9 %), 2 Grüne (3,2 %), 6 Freie Wähler (9,5 %), 1 Statt-Partei (1,6 %)
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Blasonierung: „In Silber über abwechselnd silbernen und blauen Wellen eine freistehende rote Burg aus Ziegelsteinen mit Zinnenmauer, geschlossenem goldenen Tor und zwei blau bedachten, mit je zwei rundbogigen Fenstern versehenen Zinnentürmen, zwischen denen der rote holsteinische Schild mit dem silbernen Nesselblatt schwebt.“[21]

Durch Beschluss der Stadtvertretung vom 11. März 2004 ist das Wappen der neu gebildeten Stadt Fehmarn rückwirkend zum 1. Januar 2004 das der ehemaligen Stadt Burg auf Fehmarn.
Die „Goldene Krone im blauen Meer“ wurde in ihrem heutigen Aussehen am 3. Mai 1580 Lehnsfahne der Insel Fehmarn.[22] Sie bezieht sich auf das Haus Oldenburg, das damals wie heute das dänische Königshaus bildet. Heutzutage ist sie aber kein offizielles Symbol der Insel mehr und war zwischenzeitlich sogar markenrechtlich geschützt, nachdem sie nicht als Wappen der zusammengeschlossenen Stadt genutzt werden durfte.[23]
Ende des Jahres 2007 errang die Stadt Fehmarn einen großen Erfolg. Laut Bundespatentgericht in München darf „Die Goldene Krone im blauen Meer“ nicht mehr als Schutzmarke eingetragen sein, sondern ist Allgemeingut. Damit ist die Akte zu Gunsten der Fehmaraner geschlossen worden.[23]
Partnerstädte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Christianisierung begann mit König Knut dem Großen, der Fehmarn im Jahr 1022 dem Bistum Odense auf Fünen unterstellte.
Heute gehört die Mehrheit der Bewohner zur evangelisch-lutherischen Kirche, die in vier Gemeinden mit Sitzen in Burg, Landkirchen, Bannesdorf und Petersdorf gegliedert ist.[24] In Burg befindet sich außerdem eine römisch-katholische Gemeinde.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Kirchen auf der Insel Fehmarn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- St. Nikolai in Burg
- Johanniskirche in Petersdorf
- Petrikirche in Landkirchen
- Johanniskirche in Bannesdorf
- St.-Jürgen-Kapelle in Burg
- Katholische St.-Franziskus-Xaverius-Kirche in Burg
- Evangelisch-Freikirchliche Christusgemeinde (Baptisten) in Puttgarden
Museen
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- Fehmarn-Museum Burg
- Predigerwitwenhaus von 1581, heute Peter-Wiepert-Heimatmuseum
- Museum Katharinenhof
- Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum Lemkenhafen
- E.-L.-Kirchner-Dokumentation
- Schmetterlingsmuseum
- Museum Galileo-Wissenswelt
- U11 U-Boot-Museum in Burgstaaken[25]
Häfen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fährhafen Puttgarden
- Burgstaaken
- Fehmarnsund (ehemaliger Sund-Fährhafen, heute Yachthafen)
- Orth
- Lemkenhafen
- Burgtiefe
Weitere Sehenswürdigkeiten
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- Rathaus von Burg
- Niobe-Denkmal am Gammendorfer Strand
- Burgruine Glambek in Burgtiefe
- Mühlenmuseum Lemkenhafen
- Südermühle von 1893 in Petersdorf
- Historische Hinrichtungsstätte Galgenberg am Teich Ratssoll bei Petersdorf
- Windmühle Flinke Laura in Dänschendorf
- Gedenkstätte Kriegssoll bei Landkirchen
- Dodelstein mit Hausmarken in Albertsdorf
- Steinzeitgrab Alversteen bei Albertsdorf
- Neubau eines steinzeitlichen Langbettgrabs in Wulfen
- Strände auf Fehmarn (siehe Tourismus)
- Meereszentrum Fehmarn

Leuchttürme auf Fehmarn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Leuchtturm Flügge
- Leuchtturm Marienleuchte
- Leuchtturm Strukkamphuk
- Leuchtturm Staberhuk
- Leuchtturm Westermarkelsdorf
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schulen
- Grundschule der Stadt Fehmarn in Burg, Mühlenstraße (249 Schüler in 12 Klassen)
- Grundschule Landkirchen, Hauptstraße (127 Schüler in 6 Klassen)
- Inselschule Fehmarn (Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe und Förderzentrumsanteil), Kantstraße in Burg (874 Schüler in 39 Klassen / 47 Betreute)
- Montessori-Schule (Private Grund- und Gemeinschaftsschule in Trägerschaft der Montessori gGmbH), Klaus-Groth-Straße in Burg (70 Schüler in 4 Klassen)
Schülerzahlen aus dem Schuljahr 2019/2020.[26]
Sonstige Bildungseinrichtungen
- Stadtbücherei, Bahnhofstraße
- Volkshochschule Ostholstein-Nord (Heiligenhafen, Oldenburg, Fehmarn)
Seit 2007 sind alle weiterführenden Schulen auf Fehmarn zur Inselschule Fehmarn zusammengeschlossen. Die Inselschule ist eine der ersten Gemeinschaftsschulen Deutschlands, so dass auch auf nationaler Ebene über die Schulreform berichtet wurde.[27] Zum Schuljahr 2010/2011 wurde ein Erweiterungsbau neben dem alten Gymnasium bezogen, so dass alle Jahrgänge jetzt zentral unterrichtet werden können. Ältere Planungen sahen vor, für jeden Jahrgang ein eigenes Gebäude zu bauen. Diese Pläne wurden aufgegeben. In dem neuen Schulgebäude befinden sich auch die Aula sowie die Mensa. Die Fachräume befinden sich im alten Gymnasium, das durch einen Durchgang erreicht werden kann. Als Übergangslösung wurden vor und während des Baus des neuen Schulgebäudes einige Klassen in Mobilbauten untergebracht.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Regatta „Fehmarn Rund“ ist die größte Katamaran-Regatta Deutschlands. Ausrichter ist die Stadt Heiligenhafen.
Von 1994 bis 2010 machte die größte Beachvolleyball-Serie Deutschlands, die Smart Beach Tour, auf Fehmarn jährlich einen Tourstopp.[28]
Seit 2004 findet das internationale Fußballturnier Fehmarn-Cup statt. 2007 nahmen 64 Mannschaften teil.
Als kleiner Beachevent findet seit 2004 jährlich in Burgtiefe ein Beachbasketball-Turnier statt. Auch die deutsche Meisterschaft im Kitesurfen, ehemalige Kitesurf-Trophy, heute Kitesurf-Masters, hat sich auf der Ostseeinsel etabliert. Fehmarn ist bei Kitesurfern bekannt als „Hawaii Deutschlands“. Die Bedingungen rund um die Insel, besonders in der Orther Reede (bei Westwind) und am Grünen Brink (bei Nordostwind), gelten als ideal. Es gibt mehr als zehn mögliche Surfreviere zum Kitesurfen und Windsurfen. Bis 2009 fand am Wulfener Hals das Surf-Festival statt, bei dem es auch ein „Race around Fehmarn“ gab, bei dem Windsurfer gegen Kiter und Katamaran antraten. Den Rekord hielt von 2009 bis 2017 mit 2 Stunden 48 Minuten Bernd Flessner.[29] Am 25. August 2017 wurde dieser Rekord von dem Kitesurfer Florian Gruber mit der Zeit von 1 Stunden 43 Minuten überboten.[30]
Seit der Gründung des Vereins 1912 findet üblicherweise im Juni oder Juli ein großes Reitturnier veranstaltet vom Fehmarnschen Ringreitervereins statt, 2025 erstmals im neu erbauten Reitsportzentrum Fehmarn. Hier sind viele bekannte Spring- und Dressurreiter am Start. Darüber hinaus finden noch drei kleinere Reitturniere statt.
Eigenarten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Auf Fehmarn wird ein Kuchen nicht vorgeschnitten. Stattdessen schneidet sich jeder ein Stück ab und reicht den Kuchen weiter. Das gilt auch für das Hauptgericht bei größeren Festen, das es zweimal gibt. So bekommt jeder genau so viel Kuchen, Fleisch, Beilage und Soße, wie er essen möchte.
- Beliebt ist auch das Kartenspiel Scharwenzel, das wohl nur auf Fehmarn gespielt wird.
- Früher gab es etwa 15 Vetterschaften zwischen den verschiedenen Sippen. Diese Tradition haben wohl Einwanderer aus Dithmarschen mitgebracht, wo Vetterschaften bis zum Verbot 1550 üblich waren. Heute existiert nur noch die „Vetterschaft der Mackeprangen und Witten“, der auch der ehemalige deutsche Bundespräsident Karl Carstens angehörte, dessen Großmutter eine geborene Mackeprang war.[31]
- Typisch für Fehmarn sind auch die Kröpel, ein Gebäck, das nur zur Weizenernte zubereitet wird, sowie der (auch in Dänemark beliebte) Kranzkuchen, der nur für Hochzeiten gebacken wird. Er wird vom Brautpaar in kleine Stücke gebrochen und den Hochzeitsgästen zur Nachspeise gegeben.
Verkehr
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Anbindung an das Festland und an Dänemark
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fehmarn ist im Eisenbahn- und Straßenverkehr durch die Fehmarnsundbrücke seit 1963 (Eröffnung der Vogelfluglinie) mit dem deutschen Festland verbunden. Bis dahin waren Fähren von Großenbrode die einzigen Zubringer zur Insel. Die Netzwerkbogenbrücke entstand in den Jahren 1960 bis 1963 und wird wegen ihrer Form im Volksmund auch „Kleiderbügel“ genannt. Bereits zu Zeiten des Kaiserreiches und der Weimarer Republik hatte es Pläne für eine Brücke über den Fehmarnsund gegeben, jedoch verhinderten Krieg und Inflation eine Realisierung.
Zwischen Puttgarden und Rødby auf der dänischen Insel Lolland verkehren im Zuge der Vogelfluglinie Trajektfähren von Scandlines in dichtem Takt. Eine Schienen- und Straßenanbindung nach Lolland als Ersatz für die bestehende Fährverbindung wurde lange diskutiert. Am 29. Juni 2007 beschlossen Deutschland und Dänemark den Bau der 19 Kilometer langen festen Querung zwischen Puttgarden und Rødby auf Lolland, dem mittlerweile auch die Parlamente zugestimmt haben. Sie soll 7,4 Milliarden Euro kosten, die hauptsächlich von Dänemark getragen werden und bis 2029 fertig sein. 15 Jahre war über den Bau einer Brücke oder eines Tunnels von Puttgarden nach Rødby spekuliert worden, der das europäische Transitnetz vervollständigen soll und Skandinavien mit dem europäischen Festland über den Fehmarnbelt verbinden würde. Bisher findet dieser Plan einer festen Verkehrsverbindung bei der Bevölkerung keinen großen Zuspruch, da die Arbeitsplätze am Fährhafen Puttgarden entfallen würden, Einbußen im Tourismus erwartet werden und Naturschützer Nachteile für die heimischen Tierarten fürchten.
Am 3. März 2020 bestätigte das Bundesverkehrsministerium Pläne, wonach bis 2028 die Fehmarnsundbrücke durch einen kombinierten Straßen- und Eisenbahntunnel ergänzt werden soll. Die Brücke soll erhalten bleiben und künftig für Fußgänger, Radfahrer sowie langsamen Straßenverkehr zur Verfügung stehen.[32]
Schienenverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vogelfluglinie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fährbahnhof Puttgarden hat mit der Einstellung des Trajektverkehrs auf der Vogelfluglinie am 14. Dezember 2019 seinen Fernverkehrsanschluss verloren und war bis August 2022 nur durch die Regionalbahn Puttgarden–Lübeck angebunden.
Am 31. Juli 2010 wurde die Station Fehmarn-Burg eröffnet. Sie liegt nördlich des früheren Bahnhofs Burg (Fehmarn) der Inselbahn. Im Zweistundentakt hielten Regionalbahnzüge aus Richtung Lübeck, bis vor einiger Zeit auch Intercity (saisonal ein Zugpaar von Köln). Aufgrund der laufenden Arbeiten zum Ausbau der Strecke fährt bis 2029 nur ein stündlicher Schienenersatzverkehr auf die Insel.


Inselbahn Fehmarn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis Mitte der 1990er Jahre verkehrte auf Fehmarn die Inselbahn Fehmarn, die am 8. September 1905 als Kleinbahn Lütjenbrode–Orth der Kreis Oldenburger Eisenbahn eröffnet wurde. Sie verband die fehmarnschen Ortschaften Orth, Petersdorf, Landkirchen, Burg, Burgstaaken, Wulfen und Fehmarnsund über eine Fähre mit Großenbrode, Lütjenbrode und Heiligenhafen auf dem Festland. Die Lokomotiven für den insularen Streckenteil waren in Burg stationiert, so dass meist nur die Wagen auf der Fähre befördert zu werden brauchten. Nach Aufgabe des Personenverkehrs von Burg nach Orth am 2. Juni 1956 und zum Bahnhof Fehmarnsund am 30. April 1963 verkehrten zum Bahnhof Burg über die Vogelfluglinie noch bis Mai 1984 einzelne Personenzüge. Am 1. Februar 1995 wurde der letzte Abschnitt zwischen Burg und Landkirchen, auf dem noch Güterverkehr betrieben wurde, stillgelegt. Die aufgegebenen Eisenbahntrassen lagen viele Jahre brach.
Straßenverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Europastraße 47, die vom Fehmarnsund über die Insel zum Fährhafen Puttgarden führt, ist Teil der Vogelfluglinie, also des europäischen Transitverkehres.
Bis zur Fertigstellung der Fehmarnsundbrücke 1963 gab es auf Fehmarn keine Vorfahrtschilder, es galt grundsätzlich „rechts vor links“. Bis dahin wurde bei nicht bestandener Führerscheinprüfung auch noch eine „regional begrenzte Fahrerlaubnis“ ausgestellt, die nur für die Insel galt, mit der aber nicht auf dem Festland gefahren werden durfte.
Fahrradverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf und über Fehmarn führen einige nationale und internationale Fahrradrouten, z. B. der Ostseeküsten-Radweg[33], der als Teil des europäischen EuroVelo-Routennetzes um die Ostsee führt.[34]
Flugverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Neujellingsdorf gibt es den Flugplatz Neujellingsdorf.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dadurch begünstigt, dass Fehmarn mit rund 2152 Sonnenstunden im Jahr (gemessen an der Wetterstation in Wulfen im Jahre 2009) zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands gehört, kommen jedes Jahr rund 300.000 Besucher, Tagesgäste nicht mitgerechnet, auf die Insel. Nach der Fusion zur Stadt „Fehmarn“ ging aus der ehemaligen Kurverwaltung und der Fehmarn-Tourismus GmbH, der Tourismus-Service Fehmarn hervor. Dieser ist für die touristische Weiterentwicklung und Vermarktung der Ostseeinsel zuständig.[35]
Besonders in der Ferienzeit wird das Erholungsangebot des Heilbades Burg auf Fehmarn genutzt, so dass in der Regel alle Schlafstätten ausgebucht sind. Hier liegt unter anderem das Ferienzentrum der IFA. Im sonstigen liegen in der ganzen Burgtiefener Anlage Spielplätze, Minigolfplätze, Boulespielfelder und sonstige Sportaktivitäten. Das Wellen- und Erlebnisbad FehMare wurde am 28. Februar 2009 eröffnet.
Stark geschätzt wird das Angebot des Urlaubes auf Fehmarn seit der Errichtung der Fehmarnsundbrücke. So wurde es für die Bewohner des Festlandes leichter und schneller, nach Fehmarn überzusetzen. Die bis dahin stark auf die Landwirtschaft ausgerichteten Fehmaraner nutzten die Chance und boten den Großstädtern den bis dahin unbekannten und heute kommerziell wichtigen „Urlaub auf dem Bauernhof“ an.
Die Strände auf Fehmarn:


- Altenteil
- Bojendorfer Strand
- Burgtiefe (Südstrand)
- Fehmarnsund
- Flügge
- Gammendorfer Strand
- Gold
- Gollendorfer Strand
- Grüner Brink
- Katharinenhof (siehe Bild)
- Marienleuchte
- Meeschendorfer Strand (siehe Bild)
- Presen
- Puttgardener Strand
- Wallnau
- Wenkendorfer Strand (Teichhof)
- Westermarkelsdorfer Strand
Windkraftanlagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 1985 werden auf Fehmarn Windkraftanlagen errichtet.[36] Bisher entstanden fünf Windparks; der „Windpark Fehmarn“ wurde mit 34 Windkraftanlagen ehemals in das Guinness-Buch der Rekorde als Deutschlands größter Windpark eingetragen.
Die Errichtung dieser Anlagen war unter den Bewohnern der Insel umstritten, da sie zum einen Arbeitsplätze sichern und hohe Gewerbesteuereinnahmen bringen, zum anderen jedoch die bisher landwirtschaftlich geprägte Umwelt Fehmarns beeinträchtigen und so möglicherweise dem Tourismus schaden. Allerdings steht die große Mehrheit der Einwohner den Anlagen positiv gegenüber.
Seit Mitte der 2000er-Jahre werden die Windparks einem Repowering unterzogen, um bei gleichzeitiger Erhöhung von installierter Leistung und Stromertrag die Anzahl der Einzelanlagen zu reduzieren. Die Zahl der 144 Windräder soll durch das Aufstellen größerer und leistungsfähigerer Räder auf etwa 120 gesenkt werden. So wurden bis August 2010 112 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 50 MW durch 74 neue Anlagen mit einer Nennleistung von 166 MW ersetzt. Das Regelarbeitsvermögen stieg dabei von 104 auf 380 GWh jährlich, was dem Stromverbrauch von 109.000 Haushalten entspricht.[37]
Rund 30 Kilometer nordöstlich von Fehmarn steht der dänische Offshore-Windpark Rødsand, der bei Errichtung der größte Offshore-Windpark der Welt war. Da außerdem überdurchschnittlich viele Solaranlagen pro Kopf existieren und zudem Energie in Biomassekraftwerken gewonnen wird, produziert Fehmarn aus erneuerbaren Energien ein Vielfaches des eigenen Stromverbrauchs.
Medien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Burg erscheinen die Zeitung Fehmarnsches Tageblatt und das kostenlose Fehmarn Magazin. Weiter gibt es Lokalausgaben der Lübecker Nachrichten (Ostholstein-Nord) sowie der Gratiszeitungen der reporter und Urlaubs-Kurier.
Bekannte Personen der Insel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Personen, die auf Fehmarn gelebt und gewirkt haben oder durch ihre Familie der Insel verbunden sind:
Name | bekannt als | Verbindung zu Fehmarn |
---|---|---|
Jep Nissen Andersen (1896–1974) | Heimatdichter | war Volksschullehrer auf Fehmarn |
Jens-Uwe Beyer alias Popnoname (* 1978) | Musiker | auf Fehmarn aufgewachsen |
Jürgen Blin (1943–2022) | Schwergewichtsboxer (unter anderem gegen Muhammad Ali) | in Burg auf Fehmarn geboren |
Christian Calenus (1529–1617) | Mathematiker, Mediziner, Historiker und Dichter. | auf Fehmarn geboren |
Helmut Frenz (1933–2011) | Bischof und Menschenrechtsaktivist | fünf Jahre Gemeindepfarrer auf Fehmarn[38] |
David Gloxin (1597–1671) | Bürgermeister und Diplomat der Hansestadt Lübeck | in Burg auf Fehmarn geboren |
Klaus Groth (1819–1899) | Schriftsteller niederdeutscher Sprache | schrieb hier den „Quickborn“ |
Axel Hager (* 1969) | Beach-Volleyballspieler, Bronzemedaillengewinner in Sydney 2000 | in Burg auf Fehmarn geboren |
Roger Handt (* 1945) | Radiomoderator des WDR | auf Fehmarn geboren |
Lina Heydrich (1911–1985) | Ehefrau des Kriegsverbrechers Reinhard Heydrich | auf Fehmarn geboren |
Dora Heyenn (* 1949) | 2008–2015 Fraktionsvorsitzende der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft | in Kopendorf auf Fehmarn geboren |
Gisela Hoffmann (* 1963) | Künstlerin | auf Fehmarn geboren |
Arwed Imiela (1929–1982) | Frauenmörder | auch bekannt als „Der Blaubart“, verscharrte hier mehrere seiner Opfer |
Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) | Maler des Expressionismus | Ernst Ludwig Kirchner auf Fehmarn |
Christian Kortholt der Ältere (1633–1694) | protestantischer Theologe | in Burg auf Fehmarn geboren |
Gustav Kröhnke (1826–1904) | Zivilingenieur und Landvermesser | hatte als erster die Idee der Vogelfluglinie als kürzester Verbindung zwischen Skandinavien und Deutschland |
Ronny Marcos (* 1993) | Fußballspieler | auf Fehmarn aufgewachsen |
Xaver Edmund Karl von Mellenthin (1827–1915) | preußischer Offizier | besetzte Fehmarn 1864 im Zuge des Deutsch-Dänischen Krieges |
Wilhelm Mildenstein (1870–1933) | führte als Pastor den niederdeutschen Gottesdienst ein | in Burg auf Fehmarn geboren |
Ludwig von Moltke (1790–1864) | dänischer Amtmann auf Fehmarn | |
Benedikt Niese (1849–1910) | Klassischer Philologe und Althistoriker | in Burg auf Fehmarn geboren |
Charlotte Niese (1854–1935) | Schriftstellerin | in Burg auf Fehmarn geboren |
Hans Hansen Palmus (1901–1989) | Heimatdichter | Dorflehrer in Vadersdorf |
Peter Otzen (1810–1891) | Propst und Präsident der Schleswigschen Ständeversammlung | 1851–1881 in Burg tätig |
Irmgard Riessen (* 1944) | Schauspielerin | in Burg auf Fehmarn geboren |
Birger Schmidt (* 1964) | Träger des Bundesverdienstkreuzes | auf Fehmarn aufgewachsen[39] |
Amalie Schoppe (1791–1858) | Dichterin | in Burg auf Fehmarn geboren |
Leonhard Selle (1816–1884) | Organist | 1843–1855 auf Fehmarn tätig |
Diether Trede (1932–2008) | Fußballer und Studienrat | in Burg auf Fehmarn geboren |
Peter Wiepert (1890–1980) | Heimatforscher | in Bisdorf auf Fehmarn geborn |
Nick Wilder (eigentlich Klaus Wilder) (* 1952) | Schauspieler | auf Fehmarn geboren |
Dirk Weetendorf (* 1972) | ehemaliger Fußballprofi und -trainer | in Burg auf Fehmarn geboren |
Peter Witte (1641–1713) | Landvogt von Fehmarn und Stifter der Johannigebet | im Lemkenhafen auf Fehmarn geboren |
Fehmarn hat einige erfolgreiche Reiter hervorgebracht, darunter Inga Czwalina sowie Hans-Thorben und Kai Rüder (Weltmeister Vielseitigkeit 2009).
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Im Jahre 1968 wurde der Spielfilm Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung zum Teil auf der Insel Fehmarn gedreht; 1969 die Fortsetzung Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft.
- Der US-amerikanische Musiker Jimi Hendrix gab auf der Insel beim Love-and-Peace-Festival vom 4. bis zum 6. September 1970 auf Fehmarn zwischen Flügge und Püttsee sein letztes Konzert. Die Band Ton Steine Scherben gab bei dieser Veranstaltung ihr erstes großes Konzert.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zsuzsa Bink: Fehmarn. In: Deutsche Landschaften. S. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-070404-5.
- Robert Bohn: Geschichte Schleswig-Holsteins. C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-50891-X.
- Claudia Czellnik: Das große Buch über Fehmarn. Die Sonneninsel in der Ostsee. Edition Limosa, Clenze 2010, ISBN 978-3-86037-379-8.
- Karl-Wilhelm Klahn: Kurzchronik der Insel Fehmarn 1022–2001. Heiligenhafen
- Jan Schröter: Fehmarn. Ein illustriertes Reisehandbuch. Edition Temmen, ISBN 3-926958-87-1.
- Peter Schuster: Fehmarn. Wachholtz, ISBN 3-529-05519-0.
- J. Voß: Chronik der Insel Fehmarn. Commissions-Verlag 1889, unveränderter Nachdruck 1978, Buchhandlung Niederlechner, Burg/Fehmarn.
- Anke Wolff: Fehmarn – wo die Welt am schönsten ist. Jung, Kiel 1999, ISBN 3-929596-79-2.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stadt Fehmarn
- Jan Wieske: Die 5 wichtigsten Bücher zur Geschichte Fehmarns jetzt alle im Netz. In: Geschichtsblog SH. 17. September 2019, abgerufen am 23. September 2019.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2023 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Digitaler Atlas Nord: Zoom auf Maßstab 1:4000 oder detaillierter
- ↑ Amtsbl. Sondernr. v. 10. Oktober 1928
- ↑ a b Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein: Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970 (Historisches Gemeindeverzeichnis) S. 106 ff.
- ↑ Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31. Dezember 2003. In: Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys. Statistisches Bundesamt, 1. Juli 2007, abgerufen am 1. Dezember 2017.
- ↑ Gebietsänderungsvertrag. Burg auf Fehmarn 11. Oktober 2002 (Online [PDF; 21 kB]).
- ↑ a b c https://geoindex.io/
- ↑ Ergebnisse des Zensus 2011 zum Download - erweitert, Bevölkerung im 100 Meter-Gitter (aggregiert nach Gemarkungen). Die Summe der so ermittelten Gemarkungswerte liegt mit 12.520 leicht über der amtlichen Bevölkerungszahl der Stadt Fehmarn von 12.483 zum Zensus-Stichtag 9. Mai 2011.
- ↑ Horst Rohde: Das Fehmarnhaus und sein Dorf, Karl-Wachholtz-Verlag, Neumünster 1984
- ↑ Peter Borkenhagen: Die Säugetiere Schleswig-Holsteins: Rote Liste. Datenstand: November 2013. In: Schriftenreihe LLUR SH – Natur – RL 25. 4. Auflage. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR), 2014, ISBN 978-3-937937-76-2 (schleswig-holstein.de ( vom 25. April 2015 im Internet Archive) im Webarchiv archive.org [PDF; 2,5 MB; abgerufen am 21. Juli 2017]).
- ↑ Fehmarn – im Meer mittendrin. In: fehmarn.de. Abgerufen am 11. August 2017.
- ↑ J. Voss: Chronikartige Beschreibung der Insel Fehmarn. 1. Teil. Burg a.F. 1889, S. 9–34. Kurt Düring: Das Siedlungsbild der Insel Fehmarn. Stuttgart 1937, S. 17–64.
- ↑ Wolfgang Prange: Anfänge der Obergerichtsbarkeit in Schleswig-Holstein im 16. Jahrhundert in: Obergerichtsbarkeit in Schleswig-Holstein, Sonderheft der Schleswig-Holsteinische Anzeigen, Juli 1988, S. 15
- ↑ Christian Kortholt: Femaria desolata, oder: Historische Beschreibung, was gestalt für drittehalb hundert Jahren die Insul Femern vom König Erichen jämmerlich zerstöhret worden. 1673 (Digitalisat (PDF; 4,2 MB) Königliche Bibliothek Kopenhagen)
- ↑ Zonengrenze / Geschichte: Wohin gehört Fehmarn? In: Der Spiegel. Nr. 48, 1956 (online).
- ↑ Lord Strang of Stonesfield als Retter der Insel. In: fehmarn24.de. 23. Februar 2010, abgerufen am 18. Mai 2023.
- ↑ Vgl. Brigitte Tast, Hans-Jürgen Tast: Fehmarn – Das Regen-Festival. Geschichten und Mythen um ein Medien-Ereignis. Kulleraugen – Visuelle Kommunikation Nr. 41. Schellerten 2012, ISBN 978-3-88842-041-2
- ↑ fehmarnfestivalgroup.com ( vom 6. Dezember 2011 im Internet Archive)
- ↑ Gemeindewahlen Gemeindewahl in Fehmarn, Stadt. Abgerufen am 29. Juni 2023.
- ↑ Fehmarn – „Wer wird der nächste sein?“ In: fehmarn24.de. 12. Mai 2023, abgerufen am 12. Mai 2023.
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
- ↑ Kleine Inselgeschichte. In: fehmarn.de. Abgerufen am 10. Februar 2023.
- ↑ a b Marcus Christoph Burg: „Goldene Krone“ soll wieder allen gehören. In: fehmarn24.de. 27. Dezember 2007, abgerufen am 18. März 2018.
- ↑ Die Kirchengemeinden des Kirchenkreises Ostholstein. In: Internetauftritt. Kirchenkreis Ostholstein, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. Dezember 2019; abgerufen am 4. April 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ ostsee-u-boot.de
- ↑ Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Verzeichnis der allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein 2019/2020
- ↑ Die Zeit
- ↑ Fehmarn-Party.de, abgerufen am 8. März 2012
- ↑ Bericht zum Rennen 2009 ( des vom 29. September 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , abgerufen am 17. April 2012
- ↑ Gruber umrundet Fehmarn in Rekordzeit. In: rp-online.de. 24. August 2017, abgerufen am 17. November 2022.
- ↑ Wer beim Vettergelage flucht, muß eine Tonne Bier bezahlen. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 32, 7. Februar 1980, S. 24 (Memento vom 8. Februar 2015 im Internet Archive ( vom 8. Februar 2015 im Internet Archive) [abgerufen am 5. Mai 2018]).
- ↑ Fehmarnsund bekommt einen Tunnel NDR Fernsehen, 3. März 2020
- ↑ Ostseeküsten-Radweg – Ostsee Schleswig Holstein. Abgerufen am 6. Mai 2017.
- ↑ EuroVelo 10. In: eurovelo.com. Abgerufen am 21. April 2018.
- ↑ Fehmarn – „Tourismus-Service Fehmarn“. 22. September 2023, abgerufen am 22. September 2023.
- ↑ Offene Tacke TW250 & MAN Aeroman von 1985 auf Fehmarn. Abgerufen am 11. Oktober 2023 (deutsch).
- ↑ Repowering. Doppelte Leistung, dreifacher Ertrag . In: Erneuerbare Energien. Das Magazin, 29. August 2010, abgerufen am 2. Juli 2014
- ↑ Gestorben: Helmut Frenz. In: Der Spiegel. Nr. 38, 2011 (online).
- ↑ Kristina Hofmann: Bundesverdienstorden für Pädagogen – Damit die Räume nicht eng werden. In: zdf.de. 22. Mai 2019, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 22. Mai 2019; abgerufen am 7. Februar 2023.