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„Werder Bremen“ – Versionsunterschied

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Transfers der Saison 2025/26: https://www.werder.de/aktuell/news/profis/2024/25/abgang-burke-23042025/
 
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{{Fußballklub Infobox |
{{Infobox Fußballunternehmen
| kurzname = Werder Bremen
image = |
kurzname = SV Werder Bremen |
| image = [[Datei:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|150px|Vereinswappen]]
langname = Sportverein Werder von 1899 e. V. |
| langname = Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V.
| sitz_verein = [[Bremen]]
spitzname = ''Werder'' |
| gründung_verein = 4. Februar 1899<br /><small>(als Fußball-Verein „Werder“ von 1899)</small>
gegründet = [[4. Februar]] [[1899]] |
| farben_verein = Grün-Weiß
stadion = [[Weserstadion]] |
| mitglieder = 60.000 <small>(Stand: 3. März 2025)</small><ref name="Mitglieder" />
plätze = 43.087 |
| vorstand = [[Hubertus Hess-Grunewald]] <small>(Präsident)</small><br />Claudia Lasch <small>(Vizepräsidentin)</small><br />Axel Plaat <small>(Schatzmeister)</small>
präsident = [[Klaus-Dieter Fischer]] |
| vr-nr = VR 2282 HB <small>([[Amtsgericht Bremen|AG Bremen]])</small>
trainer = [[Thomas Schaaf]] |
| unternehmen = SV&nbsp;Werder&nbsp;Bremen GmbH&nbsp;&&nbsp;Co.&nbsp;KGaA
adresse = [http://www.werder.de/ www.werder.de]|
| anteilseigner_bezeichnung = Kommanditaktionär
liga = [[Fußball-Bundesliga]] |
| anteilseigner_name = SV Werder e.&nbsp;V.
saison = 2004/05 |
| komplementär = Werder Verwaltungs GmbH<br /><small>→ 100 %:&nbsp;SV Werder e.&nbsp;V.</small>
rang = 3. Platz |
| chefbezeichnung = Geschäftsführung<br /><small>(Komplementärin)</small>
pattern_la1=|pattern_b1=_orangehalf|pattern_ra1=|
| chefname = [[Klaus Filbry]]<br /><small>(Vorsitzender; kaufmännisch)</small><br />[[Clemens Fritz]]<br /><small>(Fußball)</small><br />Anne-Kathrin Laufmann<br /><small>(Sport & Nachhaltigkeit)</small><br />[[Tarek Brauer]]<br /><small>(Organisation & Personal)</small>
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| hr-nr = HRB 21775 <small>(GmbH & Co. KGaA)</small><br />HRB 21538 <small>(GmbH)</small><br /><small>(beide AG Bremen)</small>
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| website_unternehmen = [https://www.werder.de/ werder.de]
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| trainer = [[Ole Werner]]
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| stadion = [[Weserstadion]]

| plätze = 42.100
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| liga = [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]
| saison = [[Fußball-Bundesliga 2023/24|2023/24]]
| rang = 9. Platz
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}}
Der '''Sportverein Werder Bremen''' ist vor allem als [[Fußballverein]] bekannt. Weitere Sektionen des Bremer Clubs sind [[Handball]], [[Leichtathletik]], [[Tischtennis]], [[Gymnastik]], [[Turnen|Turnspiele]] und [[Schach]].


Der '''Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.&nbsp;V.''',<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/fileadmin/Der_SVW/Mitgliedschaft/R2200000_Satzung_des_Sport-Verein_Werder_-_mit_Jugend.pdf |titel=Satzung und Jugendordnung des Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.&nbsp;V. |werk=werder.de |datum=2021-09-05 |format=PDF |abruf=2022-12-27}}</ref> bekannt als '''SV Werder Bremen''' oder einfach nur '''Werder Bremen''' oder '''SV Werder''', ist mit über 60.000 Mitgliedern (Stand: 3. März 2025)<ref name="Mitglieder">{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/fankurve/2024/2025/60000-werder-mitglied-geehrt/ |titel=„60.000 Mitglieder: Werder knackt nächste Marke“ |werk=Werder.de |hrsg=Werder Bremen |datum=2025-03-03 |sprache=de |abruf=2025-03-04}}</ref> der größte Sportverein aus der [[Freie Hansestadt Bremen|Freien Hansestadt Bremen]] und der [[Liste der mitgliederstärksten Sportvereine|dreizehntgrößte Deutschlands]]. Sein Profiteam im [[Fußball]] ist Gründungsmitglied der [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]] und hält gemeinsam mit dem [[FC Bayern München]] den Rekord der meisten Spielzeiten in der höchsten Fußballliga Deutschlands.
Der ''Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V.'' wurde am 4. Februar [[1899]] gegründet, damals noch als ''FV Werder Bremen'', 1920 erfolgte die Umbenennung. Die Vereinsfarben sind [[Grün]] und [[Weiß]].


Mit 14 nationalen Titeln (viermal [[Deutsche Fußballmeisterschaft|Deutscher Meister]], sechsmal [[DFB-Pokal]]sieger, dreimal [[DFL-Supercup|Supercup]]- und einmal [[DFL-Ligapokal|Ligapokalsieger]]) zählt Werder zu den erfolgreichsten Fußballvereinen des Landes. International steht der Gewinn des [[Europapokal der Pokalsieger 1991/92|Europapokals der Pokalsieger 1992]] zu Buche. Sowohl in der [[Ewige Tabelle der Fußball-Bundesliga|Ewigen Tabelle der Bundesliga]]<ref>gem. 3-Punkte-Regel</ref> als auch in der [[Ewige Tabelle des DFB-Pokals|Ewigen Tabelle des DFB-Pokals]] belegt Bremen den dritten Platz.
Das Wort ''[[Werder]]'' bezeichnet eine Flussinsel oder das Land, das von einem Fluss aufgeschwemmt wurde, wie der ''Peterswerder'', auf dem sich das heutige Bremer [[Weserstadion]] befindet, in dem Werder Bremens Fußballer ihre Bundesligaheimspiele austragen.

Anfang Februar 1899 als ''Fußball-Verein „Werder“ von 1899'' gegründet, bietet er heute neben Fußball auch [[Handball]], [[Leichtathletik]], [[Tischtennis]], [[Turnen|Turnspiele]], [[Gymnastik]] und [[Schach]] an. Werder Bremen besteht nach der Ausgliederung profitorientierter und leistungssportlicher Abteilungen des Gesamtvereins am 27. Mai 2003 aus dem für den Amateursport zuständigen gemeinnützigen ''Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.&nbsp;V.'' und der unter anderem für den Profifußball verantwortlichen ''SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA''.

Der Vereinsname ist vom an der [[Weser]] gelegenen [[Stadtwerder]] abgeleitet, auf dem sich das erste Trainings- und Spielgelände des Vereins befand. Das Wort ''[[Werder (Landschaft)|Werder]]'' bezeichnet eine Flussinsel oder das Land, das von einem Fluss aufgeschwemmt wurde, wie den ''[[Östliche Vorstadt#Peterswerder|Peterswerder]]'', auf dem sich das heutige Bremer [[Weserstadion]] befindet, in dem Werder Bremens Fußballprofis ihre Heimspiele austragen.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
=== 1899 bis 1933: Von der Gründung und den ersten Jahrzehnten ===
=== 1947-1963 Nachkriegszeit in der Oberliga ===
Anfang Februar 1899 gründeten 16-jährige Schüler aus handelsbürgerlichen Kreisen mit dem ''Fußball-Verein „Werder“ von 1899'', einem reinen Fußballverein, den Vorläufer des heutigen SV Werder Bremen.<ref>Harald Klingebiel: ''Die Vereinsgeschichte 1899–1987''. In: Norbert Kuntze: ''Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden''. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 247 und 253.</ref> Sie hatten bei einem Sportwettbewerb – manche Quellen berichten von einem [[Tauziehen]], andere von einem [[Staffellauf|Stafettenlauf]] – einen Fußball gewonnen und mit diesem erstmals auf dem [[Stadtwerder]] gespielt, wodurch der Grundstein für den ''FV Werder Bremen'' und dessen Namen gelegt wurde.<ref name="NeunzigJahre">{{Literatur |Autor=Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel |Titel=Neunzig Jahre SV „Werder“ – 1899-1989 |TitelErg= |Verlag=Verlag der Bremer Tageszeitungen AG |Ort=Bremen |Datum=1988 |Seiten=8 ff.}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://gruendungsort-werder.info/ |titel=Die Gründungsgeschichte erzählt von Dieter Eilts |werk=gruendungsort-werder.info |hrsg=Initiative „Gründungsort Werder Bremen“ |datum=2023-02-04 |abruf=2023-02-04}}</ref> Als Gründungsdatum gilt heute der 4. Februar 1899.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/der-svw/historie/chronik/1899-1932/ |titel=Chronik 1899-1932 |werk=Werder.de |hrsg=Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V. |abruf=2023-01-05}}</ref> Weil kein Protokoll der Gründungsversammlung mehr existiert, beruht diese Angabe maßgeblich auf einer Schilderung des ersten [[Schriftführer]]s des Vereins, die dieser jedoch erst 62 Jahre später im Oktober 1961 niederschrieb.<ref name="NeunzigJahre" /> Werders älteste schriftlich überlieferte Vereinssatzung aus dem Jahr 1912 datierte die Gründung ebenso wie die Satzungen von 1931, 1932 und 1933 hingegen auf den ''1.'' Februar 1899.<ref>{{Literatur |Autor=Lukas Bracht |Titel=Der SV Werder von der Gründung bis 1945 |Sammelwerk=Werder im Nationalsozialismus |Auflage=1. |Verlag=Verlag Die Werkstatt GmbH |Ort=Bielefeld |Datum=2022 |ISBN=978-3-7307-0567-4 |Seiten=13}}</ref> Noch bis zu einer im September 2021 beschlossenen Satzungsänderung behauptete die Werder-Satzung stattdessen als Gründungsdatum den ''5.'' Februar 1899.<ref>{{Internetquelle |autor= |url=https://www.werder.de/fileadmin/Fankurve/Downloads/Sport-Verein__Werder__von_1899_e.V_Synopse_Satzungsaenderungen_2021.pdf |titel=Satzungsänderungsvorschläge des Präsidiums bzgl. der Satzung des Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.&nbsp;V. |werk=Werder.de |hrsg=Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V. |datum=2021-08-23 |format=PDF; 0,7 MB |abruf=2023-01-05}}</ref>
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Westdeutschland der reguläre Spielbetrieb 1946 und 1947 in den regional unterteilten [[Fußball-Oberliga|Oberligen]] wieder aufgenommen. Werder Bremen gehörte von 1947 bis 1963 der [[Fußball-Oberliga Nord|Oberliga Nord]] an, in der eine inoffizielle norddeutsche Meisterschaft ausgespielt wurde und deren erfolgreichste Mannschaften sich für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizierten. Dabei stand Werder Bremen deutlich im Schatten des [[Hamburger SV]], der die Oberliga in 15 von 16 Jahren gewann und hatte zunächst Mühe, sich gegen Lokalrivalen wie den [[Bremer SV]] oder [[TuS Bremerhaven 93]] zu behaupten.<br />Erst in den letzten fünf Spielzeiten der Oberliga Jahren konnte sich Werder hinter dem HSV als zweiterfolgreichste Mannschaft des Nordens etablieren und sich so für die neugegründete [[Fußball-Bundesliga]] qualifizieren. Sportlicher Höhepunkt der Oberligazeit war der Gewinn des [[DFB-Pokal 1961|DFB-Pokals]] 1961 durch ein 2:0 im Endspiel gegen den [[1. FC Kaiserslautern]].<br />Namhafte Spielerpersönlichkeiten der Oberligazeit des SV Werder waren Torwart [[Dragomir Ilic]], [[Richard Ackerschott]], [[Willi Schröder]] und [[Pico Schütz]].


Bereits im Dezember 1899 trat der FV Werder dem [[Verband Bremer Fußball-Vereine]] bei. In den ersten Jahren durften nur Männer Mitglied werden, die eine höhere Schulbildung nachweisen oder eine Zweidrittelmehrheit im Vorstand für sich gewinnen konnten.<ref name="die Zeit 12. Mai 2007">{{Internetquelle |autor=Christoph Seils |url=https://www.zeit.de/online/2007/20/werder-bremen/komplettansicht |titel=Fussball: Lebenslang Grün-Weiß |werk=Zeit Online |datum=2007-05-11 |abruf=2019-10-16}}</ref> Der FV Werder gehörte im Januar 1900 zu den 86 [[Gründungsversammlung des Deutschen Fußball-Bunds|Gründungsvereinen des Deutschen Fußball-Bundes]]. Am 30. März 1902 trat der FV Werder Bremen erstmals zu einem Spiel im Ausland an, und zwar in [[Groningen]] gegen die ''Groninger Sport Vereniging Be Quick 1887'', das die Gastgeber mit 3:0 gewannen.<ref>Harald Klingebiel: ''Die Vereinsgeschichte 1899–1987''. In: Norbert Kuntze: ''Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden''. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 256.</ref>
=== 1963-1971 Auf und Ab in der Bundesliga ===
Der SV Werder war 1963 eines der Gründungsmitglieder der [[Fußball-Bundesliga]], wurde [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1964/65]] zum ersten Mal [[Deutscher Meister (Fußball)|Deutscher Meister]] und hatte anschließend noch einige erfolgreiche Jahre (Vizemeisterschaft 1968). Doch die dauerhafte Etablierung unter den Spitzenvereinen der Bundesliga gelang nicht, da Werder erfolgreichen Jahren immer wieder durchwachsene und enttäuschende folgen ließ.<br />Die ersten Bundesligajahre wurden durch Spielerpersönlichkeiten wie [[Günter Bernard]], [[Horst-Dieter Höttges]], [[Sepp Piontek]] oder [[Max Lorenz (Fußballspieler)|Max Lorenz]] mitbestimmt.


1903 wurde der Verein mit drei Mannschaften erstmals in allen drei existierenden Spielklassen Bremer Meister und war 1905 der erste Bremer Klub, der Eintrittsgelder verlangte und sein Spielfeld einzäunte.<ref name="Vereinshistorie">{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/der-svw/historie/chronik/1899-1947/ |titel=1899-1947 |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-16}}</ref> 1910 erlangte Werder überregionale Aufmerksamkeit, als das Endspiel um die [[Norddeutsche Fußballmeisterschaft 1909/10|Norddeutsche Fußballmeisterschaft]] erreicht wurde. Dort unterlag man [[Holstein Kiel]]. Der ''FV Werder Bremen'' qualifizierte sich 1913 als einziger Bremer Verein für die neu gegründete Norddeutsche Verbandsliga, aus der er 1913/14 aber abstieg (sie wurde dann ohnehin aufgelöst). Der Verein musste sich in dieser Zeit gegen nationalistische Tendenzen, vor allem aus der Turnerbewegung, zur Wehr setzen, die den Fußball für einen „Unsport“ und wegen seiner englischen Herkunft für „undeutsch“ hielten.<ref name="weltfussball Vereinshistorie">{{Internetquelle |url=https://www.weltfussball.de/teams/werder-bremen/1/ |titel=Werder Bremen » Steckbrief |werk=weltfussball.de |abruf=2019-10-16}}</ref> Trotzdem wurde während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] der Spielbetrieb weitergeführt und 1916 erneut die Bremer Meisterschaft gewonnen.
=== 1971-1980 Niedergang ===
Nachdem Werder in den Jahren zuvor zunehmend im Mittelmaß versunken war, versuchte man in der [[Fußball-Bundesliga 1971/72|Saison 1971/72]] in einem Kraftakt als so genannte ''Millionenelf'' mit der finanziellen Unterstützung der Bremer Wirtschaft und der Stadt Bremen, Trikots in den Bremer Landesfarben Rot und Weiß sowie einigen angeheuerten Stars an bessere Zeiten anzuknüpfen - ohne Erfolg. Anschließend gehörte Werder Bremen dauerhaft zu den sog. ''Grauen Mäusen'', später auch immer wieder zu den Abstiegskandidaten der Liga und stieg in der [[Fußball-Bundesliga 1979/80|Saison 1979/80]] schließlich in die [[2. Bundesliga (Fußball)|2. Bundesliga Nord]] ab.<br />Zu den wenigen herausragenden Spielerpersönlichkeiten der Jahre vor dem Abstieg gehörten [[Dieter Burdenski]] und [[Per Røntved]].


Anders als einige andere Vereine überstand der ''FV Werder'' trotz vieler gefallener Mitglieder die Kriegsfolgen, was hauptsächlich dem Engagement des damaligen Vorsitzenden Hans Jaburg zu verdanken war.<ref name="Vereinshistorie" /> Nach dem Krieg wurde mit der Neustrukturierung des Vereins begonnen. Ab 1919 durften auch Frauen Mitglieder werden; ein Jahr später erfolgte, dem Trend der damaligen Zeit entsprechend, die Erweiterung vom Fußball- zum Sportverein mit unter anderem einer [[Tennis]]-, [[Leichtathletik]]-, [[Schach]]- und damals auch [[Baseball]]- und [[Cricket]]abteilung.<ref name="die Zeit 12. Mai 2007" /><ref name="Vereinshistorie" /> Dem entspricht die im selben Jahr durchgeführte Umbenennung in ''Sport-Verein „Werder“ Bremen von 1899'', wobei Fußball weiterhin die wichtigste Sportart innerhalb des Vereins blieb. Ende 1909 hatte der Verein 112 Mitglieder gezählt, bis zum Ersten Weltkrieg stieg die Mitgliederzahl auf fast 300, im Juni 1920 waren es schon 1044 Mitglieder.<ref>Harald Klingebiel: ''Die Vereinsgeschichte 1899–1987''. In: Norbert Kuntze: ''Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden''. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 271.</ref>
=== 1980-1987 Aufstieg einer Spitzenmannschaft ===
In der Saison 1980/81, der einzigen Zweitligasaison von Werder Bremen, gelang der direkte Wiederaufstieg unter dem heute legendären Trainer „König“ [[Otto Rehhagel]], der kontinuierlich eine starke Mannschaft aufbaute und zusammen mit Manager [[Willi Lemke]] dem Club zu seiner Glanzzeit in den 80er-Jahren und der ersten Hälfte der 90er Jahre führte, als man zum Hauptkonkurrenten des [[FC Bayern München]] wurde und zeitweise sogar erfolgreicher war als dieser. Zwischen 1982 und 1987 begeisterte Werder Bremen mit Offensivfußball, erreichte auch sechs Mal hintereinander einen Platz unter den ersten fünf der Tabelle und damit einen Platz im [[UEFA-Pokal]]; allerdings blieb diese Zeit ohne Titel, wurde der Meistertitel mehrfach knapp, [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1982/83]] und [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1985/86]] nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses verpasst, 1986 unter geradezu dramatischen und tragischen Umständen, als man durch einen Sieg im vorletzten Spiel gegen Bayern München hätte Deutscher Meister werden können, aber den entscheidenden Elfmeter kurz vor Schluss vergab.<br /> Geprägt wurde diese Phase vor allem durch [[Rudi Völler]], der bei Werder Bremen zum Nationalspieler und internationalen Star sowie 1983 Torschützenkönig wurde, aber auch durch Spieler wie [[Klaus Fichtel]], [[Bruno Pezzey]], [[Jonny Otten]], [[Thomas Schaaf]], [[Wolfgang Sidka]], [[Benno Möhlmann]], [[Norbert Meier]], [[Frank Ordenewitz]] und [[Uwe Reinders]],


Als erster Bremer Verein engagierte er 1922 mit dem Ungarn [[Ferenc Kónya]] einen hauptberuflichen „Sportlehrer“ (so die übliche Bezeichnung der Trainer bis in die 1950er Jahre),<ref>Harald Klingebiel: ''Die Vereinsgeschichte 1899–1987''. In: Norbert Kuntze: ''Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden''. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 274.</ref> der aus dem „Sportlehrerfonds“ finanziert wurde. Die damalige [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Hyperinflation]] und Werders daraus resultierende Finanzprobleme führten jedoch zur baldigen Trennung. 1924 kehrte Kónya zurück an die Weser.<ref>Wallenhorst 1998, 154 f.</ref> Ab 1921 spielte Werder in der ''Westkreisliga'', der damals höchsten Spielklasse. In der ersten Saison wurde zunächst nur der siebte von acht Plätzen belegt. Als die [[Liga (Sport)|Liga]] in der nächsten Spielzeit in die Staffeln ''Weser'' und ''Jade'' unterteilt wurde, erreichte Werder in letzterer den ersten Rang und wurde nach einem 5:0-Sieg im Entscheidungsspiel gegen den [[VfB Oldenburg]] Meister der ''Westkreisliga''. In der Qualifikation zur Endrunde um die norddeutsche Meisterschaft schied der Verein gegen den [[SV Arminia Hannover]] aus. Ab der Saison 1924/25 wechselte Werder in die Staffel ''Weser'', in der er 1926 Erster wurde, aber im Entscheidungsspiel gegen den [[Bremer SV]] mit 1:6 verlor. Im folgenden Jahr wurde nach einer Endspielniederlage gegen den [[VfB Komet Bremen]] erneut die Vizemeisterschaft der ''Westkreisliga'' erreicht. Auch 1928 unterlag Werder, nun wieder in der Staffel ''Jade'' antretend, diesem Verein im Endspiel. Nachdem die Saison 1928/29 aufgrund der [[Fußball-Revolution]] ausgefallen war, konnte Werder im nächsten Jahr die ''Oberliga Weser/Jade'' auf Platz vier abschließen. Im Achtelfinale der Endrunde um die norddeutsche Meisterschaft schied der Verein 1931 gegen [[Altona 93]] nach Verlängerung mit 2:3 aus und belegte zwei Jahre später nur den letzten von vier Plätzen.
=== 1987-1995 Titel und Erfolge ===
Nachdem sich Werder in den Jahren zuvor in der Spitzengruppe der Bundesliga etabliert hatte, allerdings keine Titel gewonnen hatte, wurden die nächsten, von Rehhagels ''kontrollierter Offensive'' geprägten Jahre zu den bis dahin erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Zwischen 1988 und 1995 war Werder Bremen die neben Bayern München erfolgreichste Mannschaft des deutschen Fußballs: In der [[Fußball-Bundesliga 1987/88|Saison 1987/1988]] wurde man mit den bisher wenigsten Gegentoren der Bundesligageschichte (Stand 2005) schließlich zum zweiten Mal Deutscher Meister. Zwischen 1989 und 1991 wurde drei Mal hintereinander das Finale des [[DFB-Pokal]]s erreicht, welcher 1991 und 1994 gewonnen wurde. 1992 gewann Werder Bremen den [[Europapokal der Pokalsieger]] und in der [[Fußball-Bundesliga 1992/93|Saison 1992/93]] erneut die Meisterschaft.<br />Geprägt wurde diese Ära durch Spieler wie [[Oliver Reck]], [[Rune Bratseth]], [[Uli Borowka]], [[Dieter Eilts]], [[Thomas Wolter]], [[Mirko Votava]], [[Günter Hermann]], [[Andreas Herzog]], [[Karl-Heinz Riedle]], [[Frank Neubarth]], [[Wynton Rufer]], [[Klaus Allofs]], [[Manfred Burgsmüller]] oder [[Marco Bode]].


[[Datei:Weserstadion (ATBS-Kampfbahn) in Bremen 1928 (retuschiert2).jpg|mini|Die [[Weserstadion#1909–1962|ABTS-Kampfbahn]], unten links das [[Stadionbad (Bremen)|Stadionbad]] (Aufnahme von 1928)]]
=== 1995-1999 Ende einer Ära ===
Ein geeigneter Ort für die Spiele und zum Training war auch 1925, also zwei Jahre nach der ''Westkreisligameisterschaft'', noch nicht gefunden, so dass der Verein mit dem [[Bremen 1860|Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein]] (ABTS) um den Bau eines Stadions am Weserufer konkurrierte, wobei sich der ''ABTS'' durchsetzte. Wie zu dieser Zeit auch mehrere andere Bremer Vereine, trug Werder seit 1930 die meisten, später alle seine Heimspiele in der nun ''Weserstadion'' genannten ehemaligen ''ABTS-Kampfbahn'' aus, da sich der ''ABTS'' beim Bau finanziell übernommen hatte und das Stadion an den ''SV Werder'' verpachten musste.<ref name="weltfussball Vereinshistorie" /><ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/stadion/weser-stadion/stadion-historie/ |titel=Stadion-Historie |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-17}}</ref>
Nachdem Werder Bremen [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1995]] noch einmal Vizemeister geworden war und Rehhagel nach 14-jähriger Amtszeit den Verein verlassen hatte, waren zunächst einmal auch die glorreichen Zeiten in der Bundesliga vorbei, es folgten mittelmäßige Platzierungen und mehrere Trainerwechsel ([[Aad de Mos]], [[Dixie Dörner]], [[Wolfgang Sidka]]). Die [[Fußball-Bundesliga 1998/99|Saison 1998/1999]] markiert den Höhepunkt dieser Entwicklung: Nach einem missratenen Saisonbeginn lag Werder Bremen ebenso am Tabellenende wie kurz vor Saisonende, nachdem unter dem neuen Trainer [[Felix Magath]] nur vorübergehend eine Besserung eingetreten war.<br />Das Jahr 1999 markiert nicht nur einen Tief- sondern auch einen Wendepunkt in der Geschichte Werder Bremens. Das Vereinspräsidium mit Präsident [[Franz Böhmert]], Vizepräsident [[Klaus-Dieter Fischer]] und Schatzmeister [[Manfred Müller (Werder Bremen)|Manfred Müller]], das seit vielen Jahren amtiert hatte - Böhmert fast 30 Jahre - trat unter dem Eindruck der krisenhaften Entwicklung geschlossen zurück und machte den Weg frei für einen Neuanfang und die spätere Umgestaltung des Vereins. Auch Manager Willi Lemke beendete seine Tätigkeit bei Werder, wobei sich die gesamte Führungsmannschaft Werders anschließend in neuen Funktionen des Vereins - Aufsichtsrat oder Präsidium bzw. Geschäftsführung - wiederfand. Neuer Präsident und späterer Vorsitzender der Geschäftsführung wurde [[Jürgen Ludger Born|Jürgen L. Born]]. Zudem wurde in akuter Abstiegsgefahr erneut der Trainer gewechselt. [[Thomas Schaaf]], ehemaliger Spieler in Werders erfolgreichster Zeit und bis dahin erfolgreicher Trainer der Amateure des Vereins vermied nicht nur den Abstieg, sondern unter ihm gewann der Verein auch sensationell den [[DFB-Pokal]] gegen Bayern München. Mit seiner Verpflichtung wurde der Grundstein für eine erfolgreichere Ära gelegt.<br />Auch in dieser Zeit verfügte Werder über gute Spieler, die aber aufgrund der Umstände meist nicht ihr Potenzial ausschöpfen konnten. Neben langjährigen Stammspielern wie Herzog, Eilts, Votava oder Bode sowie jungen Talenten, die später eine gute Entwicklung nehmen sollten wie [[Frank Rost]], [[Raphaël Wicky]] oder [[Torsten Frings]] sind hier z.B. Nationalspieler wie [[Hany Ramzy]] (Ägypten), [[Jurij Maximow]] (Ukraine), [[Mario Basler]] (Deutschland), [[Wladimir Bestchastnykh]] (Russland) oder [[Rade Bogdanovic]] (Jugoslawien) zu nennen.


=== 1933 bis 1945: Die Zeit des Nationalsozialismus ===
=== 1999-2003 Neuaufbau ===
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
Seit der Verpflichtung des Trainer/Manager-Duos Thomas Schaaf und [[Klaus Allofs]] 1999 etabliert sich der Verein wieder Stück für Stück unter den deutschen Spitzenteams. Im Jahr 2003 erfolgte die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung (Profifußball) in die ''Werder Bremen GmbH & Co. [[KGaA]]''.
<div class="center">'''Saisondaten 1933 bis 1945'''</div>
Die Jahre 1999 bis 2003 sind gekennzeichnet vom gezielten Aufbau einer spielstarken, auf Offensive ausgerichteten Mannschaft, die einen anspruchsvollen und attraktiven, auf direkten Ballstafetten basierenden Fußball spielt. Phasenweise deutete Werder das Potenzial für eine Spitzenmannschaft an, etwa durch das Erreichen des DFB-Pokalfinals 2000 oder als man im Kalenderjahr 2001 die erfolgreichste Mannschaft der Bundesliga war. Nachhaltige Erfolge blieben jedoch - mit Ausnahme einer UEFA-Cup Qualifikation [[Fußball-Bundesliga 2001/02|2002]] - aus, war diese Phase doch zugleich gekennzeichnet von einem eklatanten Mangel an Kontinuität und Stabilität, der mehrfach, meist gegen Saisonende, dazu führte, dass Werder Bremen nach Phasen herausragender Spiele und Ergebnisse einbrach und seine Chancen verspielte. <br />Geprägt war diese Zeit durch junge, vielversprechende Spieler, die allerdings häufig nicht lange zu halten waren und zu erfolgreicheren und finanzkräftigeren Clubs wechselten wie Frank Rost, Torsten Frings, Raphaël Wicky oder [[Claudio Pizarro]]. Auch wurden viele langjährige Leistungsträger aus Altersgründen verabschiedet, darunter [[Frank Verlaat]] und mit [[Andree Wiedener]], Marco Bode, Dieter Eilts und Andreas Herzog die letzten Verbliebenen der Goldenen Ära unter Otto Rehhagel.
<div class="mw-collapsible-content">
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
|-
|- style="background:#DDDDDD; color:#202122;"
! Saison !! Liga !! Platz
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| [[Gauliga Niedersachsen 1933/34|1933/34]] || [[Gauliga Niedersachsen]] || 1/10
|-
| [[Gauliga Niedersachsen 1934/35|1934/35]] || Gauliga Niedersachsen || 2/11
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| [[Gauliga Niedersachsen 1935/36|1935/36]] || Gauliga Niedersachsen || 1/11
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| [[Gauliga Niedersachsen 1936/37|1936/37]] || Gauliga Niedersachsen || 1/10
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| [[Gauliga Niedersachsen 1937/38|1937/38]] || Gauliga Niedersachsen || 3/10
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| [[Gauliga Niedersachsen 1938/39|1938/39]] || Gauliga Niedersachsen || 4/10
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| [[Gauliga Niedersachsen 1939/40|1939/40]] || Gauliga Niedersachsen-Nord || 2/6
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| [[Gauliga Niedersachsen 1940/41|1940/41]] || Gauliga Niedersachsen-Nord || 2/6
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| [[Gauliga Niedersachsen 1941/42|1941/42]] || Gauliga Niedersachsen-Nord || 1/6
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| || Finalrunde || 1/6
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| [[Gauliga Weser-Ems 1942/43|1942/43]] || [[Gauliga Weser-Ems]] || 2/10
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| [[Gauliga Weser-Ems 1943/44|1943/44]] || Gauliga Weser-Ems Gruppe Bremen || 4/8
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| [[Gauliga Weser-Ems 1944/45|1944/45]] || Gauliga Weser-Ems Gruppe Bremen ||colspan="3"| ''abgebrochen''
|}
</div></div>


Die [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] brachte erhebliche Veränderungen auch im deutschen Ligafußball mit sich: Es wurden 16 [[Gauliga (Fußball)|Gauligen]] eingeführt, die von nun an die höchste deutsche Spielklasse waren. Werder Bremen gehörte zu den Gründungsmitgliedern der [[Gauliga Niedersachsen]], wo der Verein die ersten überregionalen Erfolge verbuchen konnte. Die ''Bremer Kampfbahn'' ''(Weserstadion)'' wurde in dieser Zeit oft auch für politische [[Nationalsozialistische Propaganda|Propagandaveranstaltungen der Nationalsozialisten]] benutzt.<ref>Norbert Kuntze: ''Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden''. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 74.</ref> Da sich eine Professionalisierung des Fußballs andeutete, der bis dato reiner Amateursport gewesen war, verstärkte Werder Anfang der 1930er-Jahre seine Mannschaft mit einigen späteren Nationalspielern: 1933 kam [[Hans Tibulski]] nach Bremen und bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1934|Weltmeisterschaft 1934]] im Spiel um Platz drei trug der im Januar desselben Jahres verpflichtete [[Matthias Heidemann]] als erster Bremer Spieler das Nationaltrikot. Als man versuchte, auch [[Edmund Conen]] anzuwerben, gab es jedoch Ärger und eine Sperre u.&nbsp;a. für den Trainer [[Josef Müller (Fußballspieler, 1893)|Josef Müller]]. Unter Trainern wie Josef Müller oder [[Walter Hollstein (Fußballtrainer)|Walter Hollstein]] wurde die neue ''Gaumeisterschaft Niedersachsen'' 1934, 1936, 1937 und 1942 gewonnen. Im Jahr 1935 wurde in der Gauliga Niedersachsen die Vizemeisterschaft erreicht, so wie auch 1943 in der ein Jahr zuvor eingeführten [[Gauliga Weser-Ems]]. 1937 wurde [[Karl Mayer (Fußballspieler)|Karl Mayer]] mit zehn Toren Torschützenkönig in der Endrunde zur [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1936/37|Deutschen Meisterschaft]].
=== 2003/2004 Meister und Pokalsieger ===
Die [[Fußball-Bundesliga 2002/03|Saison 2002/03]] war mit dem Verpassen des UEFA-Cups enttäuschend verlaufen und das neue Spieljahr hatte mit dem blamablen Ausscheiden im [[UI-Cup]] gegen den [[FC Superfund| FC Pasching]] denkbar ungünstig begonnen. Doch entwickelte sich die [[Fußball-Bundesliga 2003/04|Saison 2003/04]] zur erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte: Die punktuelle Ergänzung der talentierten und attraktiv spielenden Mannschaft mit erfahrenen und erfolgsorientierten Spielern wie [[Andreas Reinke]], [[Ümit Davala]], [[Valérien Ismaël]] und vor allem [[Johan Micoud]] führte völlig überraschend dazu, dass sich Werder von Beginn an in der Spitzengruppe der Bundesliga hielt, am 16. Spieltag die Tabellenführung übernahm, seinen Vorsprung in der Rückrunde zunächst kontinuierlich ausbaute, zwischenzeitlich bis auf 11 Punkte, 23 Spiele hintereinander nicht verlor und bis zum Saisonende die Tabellenführung nicht mehr abgab.<br />Mit dem historischen 3:1-Sieg beim schärfsten Verfolger FC Bayern München (Tore von Klasnic, Micoud und Ailton) sicherte sich das Team am [[8. Mai]] [[2004]] bereits zwei Spieltage vor Saisonende die Deutsche Meisterschaft. Am [[29. Mai]] gewann Werder darüberhinaus im [[Olympiastadion Berlin|Berliner Olympiastadion]] mit einem 3:2 gegen [[Alemannia Aachen]] zum fünften Mal den [[DFB-Pokal 2004|DFB-Pokal]]. Damit gewann Werder Bremen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das sogenannte [[Double (Fußball)|''Double'']], beide nationalen Wettbewerbe in einer Saison.


Der machtzentrierte Aufbau des damaligen Staatsapparates spiegelte sich in der Vereinsführung wider: In dieser Zeit besaß ein Einzelner, ab Mai 1933 als „Vereinsführer“ bezeichnet, alle Machtbefugnisse.<ref name="Vereinshistorie" /> Schon früh erwies sich Werder Bremen als nationalsozialistischer Vorzeigeverein, der sich unter dem Vereinsführer Willy Stöver in den Dienst der politischen Ziele des Nationalsozialismus und des [[Wehrsport]]gedankens stellte. Anfang 1934 durften [[Juden]] nicht mehr Mitglieder beim SV Werder sein.<ref>Werder.de: {{Webarchiv |url=http://www.werder.de/de/ueber-werder/wuseum/ausstellung/judenwerder.php |text=Juden im deutschen Fußball und bei Werder Bremen |wayback=20140313051332}}</ref> Trotzdem geriet der Verein ab 1937 immer stärker unter Kontrolle des [[Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen|DRL]] und der lokalen Partei und es wurde bereits im August 1936 ein [[Dietwart#Zeit des Nationalsozialismus|Dietwart]] eingeführt.<ref>[[Nils Havemann]]: ''Fußball unterm Hakenkreuz: der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz''. [[Campus-Verlag]], Frankfurt am Main / New York 2005, S.&nbsp;213 ff.</ref> Auf der ''Bremer Kampfbahn'' wurden während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] zur [[Flugabwehr]] drei [[Flugabwehrkanone|Flak-Stellungen]] installiert. So konnten zusammen mit der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] bekannte Fußballer bei den Flak-Stellungen stationiert werden, die dann gleichzeitig der Gauligamannschaft zur Verfügung standen. Im März 1945, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, musste der Spielbetrieb eingestellt werden.<ref>Werder.de: {{Internetquelle |url=https://www.werder.de/der-svw/historie/chronik/1933-1945/ |titel=1933-1945 Werder Bremen im Nationalsozialismus |werk=werder.de |abruf=2023-10-27}}</ref>
Das Gerüst des erfolgreichen Teams bestand aus [[Andreas Reinke]], [[Paul Stalteri]], [[Ümit Davala]], [[Mladen Krstajic]], [[Valérien Ismaël]], [[Christian Schulz]], [[Frank Baumann]], [[Krisztián Lisztes]], [[Tim Borowski]], [[Fabian Ernst]], [[Johan Micoud]], [[Ivan Klasnić]], [[Ailton]], [[Nelson Valdez]] und [[Angelos Charisteas]].


Zu den heute noch bekannten Spielern der 1930er- und 1940er-Jahre gehören nach Vereinsangaben neben Heidemann und Tibulski noch [[Alexander Ziolkewitz|Ziolkewitz]], Scharmann und [[Eduard Hundt|Hundt]].<ref>Werder.de: {{Webarchiv |url=http://www.werder.de/de/ueber-werder/wuseum/ausstellung/gaumeister1942.php |text=Der Mann, der Schalke die Spieler wegholte |wayback=20140203043349}}</ref>
=== Gegenwart: Etablierung als Spitzenmannschaft ===
In der [[Fußball-Bundesliga 2004/05|Saison nach diesem großen Erfolg]] etablierte sich Werder Bremen weiter in der nationalen Spitze und erreichte in der Bundesliga den dritten Platz und im DFB-Pokal das Halbfinale. In der [[UEFA Champions League|Champions League]] setzte man sich in der Vorrunde gegen den UEFA-Cup-Sieger [[Valencia CF|FC Valencia]] und den [[RSC Anderlecht]] durch und erreichte als Gruppenzweiter hinter [[Inter Mailand]] das Achtelfinale gegen [[Olympique Lyonnais|Olympique Lyon]].


=== 1945 bis 1963: Die Nachkriegszeit vor und in der Oberliga Nord ===
In der Hinrunde der [[Fußball-Bundesliga 2005/06|Saison 2005/06]] zeigte Werder Bremen überragenden Offensiv-Fußball. Heraus zu heben sind vor allem die Offensivspieler des Teams, besonders die Mittelfeldspieler Tim Borowski, Johan Micoud und Rückkehrer [[Torsten Frings]] sowie die Stürmer [[Miroslav Klose]], der 16 Tore schoss und mit Ivan Klasnić den sogenannten "K.u.K.-Sturm" bildet, eines der stärksten Sturmduos der Europäischen Fußball-Ligen. Mit 46 Toren erzielte die Mannschaft in der Hinrunde die mit Abstand meisten Tore. Spieler Werders belegten vier der ersten sieben Plätze der Scorerliste, in der Tore und Torvorarbeiten addiert werden, im Oktober (Klose), November (Borowski) und Dezember 2005 (Micoud) wurden Bremer Spieler zum [[Fußballer des Monats]] gewählt, Klose von den Bundesliga-Kollegen zum besten Feldspieler der Hinrunde.
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
Dagegen zeigte sich die vor der Saison umgestellte Defensive nicht immer sicher, sodass man hinter Bayern München und dem Hamburger SV auf dem 3. Platz in die Rückrunde ging.
<div class="center">'''Saisondaten 1945 bis 1963'''</div>
<div class="mw-collapsible-content">
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
|-
! Saison*
! Platz
! ø&nbsp;Zuschauer<ref name="hgvl">[[Hardy Grüne]]: ''Werder Bremen.'' In: ''Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs.'' Band 7: ''[[Vereinslexikon]].'' AGON-Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9, S. 91–92.</ref>
|-
| [[Fußball-Oberliga 1947/48|1947/48]]
| 5/12
| 19.000
|-
| [[Fußball-Oberliga 1948/49|1948/49]]
| 8/13
| 17.090
|-
| [[Fußball-Oberliga 1949/50|1949/50]]
| 4/16
| 11.733
|-
| [[Fußball-Oberliga 1950/51|1950/51]]
| 6/17
| 14.687
|-
| [[Fußball-Oberliga 1951/52|1951/52]]
| 7/16
| 10.933
|-
| [[Fußball-Oberliga 1952/53|1952/53]]
| 3/16
| 12.333
|-
| [[Fußball-Oberliga 1953/54|1953/54]]
| 5/16
| 10.466
|-
| [[Fußball-Oberliga 1954/55|1954/55]]
| 3/16
| 11.866
|-
| [[Fußball-Oberliga 1955/56|1955/56]]
| 6/16
| 7.733
|-
| [[Fußball-Oberliga 1956/57|1956/57]]
| 5/16
| 6.933
|-
| [[Fußball-Oberliga 1957/58|1957/58]]
| 7/16
| 8.066
|-
| [[Fußball-Oberliga 1958/59|1958/59]]
| 2/16
| 11.466
|-
| [[Fußball-Oberliga 1959/60|1959/60]]
| 2/16
| 11.466
|-
| [[Fußball-Oberliga 1960/61|1960/61]]
| 2/16 ([[DFB-Pokal|P.]])
| 10.200
|-
| [[Fußball-Oberliga 1961/62|1961/62]]
| 2/16
| 8.800
|-
| [[Fußball-Oberliga 1962/63|1962/63]]
| 2/16
| 12.266
|}
* Alle Spielzeiten in der Oberliga Nord
</div></div>


Ab September 1945 wurden in der „[[Exklave]]“ Bremen (Teil der [[Amerikanische Besatzungszone|Amerikanischen Besatzungszone]]) kommunale Sportgruppen zugelassen; Vereine durften zunächst nicht (wieder-)gegründet werden.<ref>vgl. [[Weser-Kurier]] vom 29. September 1945, S. 4: „Der Sportaufbau in Bremen“, und folgende Ausgaben.</ref> Als am 10. November Albert Drewes und andere die Gründungsversammlung einer ''SG Mitte'' dazu nutzten, ihren Verein als ''TuS Werder 1945'' aufleben zu lassen – beteiligt waren außerdem die 1933 verbotenen Vereine ''TV Vorwärts'' und ''Freie Schwimmer 1910'' – blieb das ohne Bedeutung, weil der Name von den Besatzungsbehörden und dem Sportbeauftragten nicht akzeptiert wurde.<ref>Ausführlich vgl. Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: ''Neunzig Jahre SV „Werder“ 1899–1989.'' Verlag der Bremer Tageszeitungen, Bremen 1988, S. 203 ff.: „Wiedergründungsphase“; sowie (ungenau) {{Internetquelle |url=https://www.spurensuche-bremen.de/werder-und-das-weserstadion/ |titel=Werder und das Weserstadion |werk=spurensuche-bremen.de |datum=2010-07-22 |abruf=2019-10-16}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.weltfussballarchiv.com/club_profile.php?ID=3834 |titel=SV Werder Bremen |werk=weltfussballarchiv.com |sprache=en |abruf=2019-10-16}}</ref>
Im DFB-Pokal schied Werder Bremen im Viertelfinale beim [[FC St. Pauli]] in einem jetzt schon legendären und äußerst umstrittenen "Schneematch" aus. In der Champions League traf Werder nach erfolgreicher Qualifikation in der Gruppenphase für das Achtelfinale auf [[Juventus Turin]]. Das Hinspiel gewann Werder Bremen mit 3:2. Das Rückspiel verlor Werder unglücklich durch ein spätes Gegentor 1:2 und schied daher auf Grund der geringeren Anzahl erzielter Auswärtstore aus.


Als die ''SG Mitte'' wenige Tage später mit zwölf ehemaligen Werder-Spielern<ref>Uelzmann – [[Richard Ackerschott|Ackerschott]], Kraatz – [[Hans Tibulski|Tibulski]], Kaufmann, Behrens – Mohrmann, Fehrmann, Gräf, [[Reinhard Heinrich (Fußballspieler)|Heinrich]], Emmerich; außerdem Stürmer.</ref> beim [[SSV Delmenhorst]] antrat, trug das der Mannschaft eine mehrwöchige Sperre ein, weil sie dort als „Werder-Liga“ plakatiert wurde und außerdem Spiele jenseits der Stadtgrenzen noch untersagt waren.<ref>''Weser-Kurier'' vom 20. November 1945.</ref><ref>Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: ''Neunzig Jahre SV „Werder“ 1899–1989.'' Verlag der Bremer Tageszeitungen, Bremen 1988, S. 220.</ref>
In der Bundesliga steht Werder Bremen aktuell auf Platz 3 mit 67 Punkten aus 33 Spielen.


Im Jahre 1946 wurde mit ''SV Grün-Weiß 1899'' erneut ein leicht abgewandelter Vereinsname angenommen. Dieser wurde dem Verein einen Monat später ebenfalls verboten, da durch die enthaltene Jahreszahl dessen Tradition deutlich wurde.<ref name="Vereinshistorie" /> Inzwischen hatten die Vorgaben des [[Alliierter Kontrollrat|Alliierten Kontrollrats]] im Dezember 1945 das Weiterbestehen von Vereinen aus der Zeit des Dritten Reiches formal untersagt, gleichzeitig aber Vereins- und Verbands-Neugründungen auf Kreisebene zugelassen. Der spätere Vereinsgeschäftsführer Hansi Wolff und seine Mitstreiter mussten aber noch warten, bis ab dem 23. März 1946 auch in der Exklave die alten Vereinsnamen – inklusive ''SV „Werder“ v. 1899'' – unter Auflagen wieder zugelassen wurden.<ref name="Vereinshistorie" /><ref>vgl. Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: ''Neunzig Jahre SV „Werder“ 1899–1989.'' Verlag der Bremer Tageszeitungen, Bremen 1988. S. 216 f.</ref> Im selben Jahr wurde bereits eine Bremer Stadtmeisterschaft ausgetragen. Werder gewann diese – siehe: [[Britische Zonenmeisterschaft (Fußball)]] – ebenso wie ein Jahr später die Niedersachsenmeisterschaft.
== Trivia ==


Nachdem mit den Oberligen Süd und Südwest bereits [[Fußball-Oberliga 1945/46|1945]] erste regionale [[Fußball-Oberliga|Oberligen]] gegründet worden waren, geschah dies 1947 auch im Norden und Westen. Werder Bremen gehörte von 1947 bis 1963 der [[Fußball-Oberliga Nord|Oberliga Nord]] an, in der eine norddeutsche Meisterschaft ausgespielt wurde und deren erfolgreichste Mannschaften sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizierten. In der Oberliga trat man unter anderem gegen den [[FC St. Pauli]] und [[Hannover 96]] an. Werder Bremen stand deutlich im Schatten des [[Hamburger SV]], der die Oberliga-Meistertitel in 15 von 16 Jahren gewann, und hatte zunächst Mühe, sich gegen Lokalrivalen wie den [[Bremer SV]] oder [[Bremerhaven 93|TuS Bremerhaven 93]] zu behaupten; immerhin sprangen in dieser Zeit auch zwei dritte Plätze heraus (1952/53 unter Trainer [[Hans-Josef Kretschmann|Sepp Kretschmann]] und 1954/55 unter Trainer [[Fred Schulz (Fußballspieler)|Fred Schulz]]). Werders Situation verbesserte sich mit der Verpflichtung des zwischen 1958 und 1963 tätigen Trainers [[Georg Knöpfle]], eines ehemaligen A-Nationalspielers, der sich durch seine Teilnahme an den [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Spielen 1936]] in Berlin einen guten Ruf verschafft hatte. Auch die Mannschaft wurde verstärkt: Es gelang Werder 1954, nach einem langen Streit mit dem HSV, den späteren Nationalspieler und Spielmacher [[Willi Schröder]] für sich zu gewinnen. Der Versuch des HSV, diesen mit einem verbotenen Handgeld in Höhe von 15.000 Deutschen Mark zu überzeugen, war aufgeflogen und Schröder für ein Jahr gesperrt worden. Später kam [[Helmut Schimeczek]] dazu und auch die 1961 erfolgte Verpflichtung der [[FC Schalke 04|Schalker]] [[Willi Soya]] und [[Helmut Jagielski]] erwies sich als positiv. So gelang es Werder in den letzten fünf Spielzeiten der Oberliga, sich hinter dem HSV als zweiterfolgreichste Mannschaft des Nordens zu etablieren: Von 1959 bis 1963 wurde die Mannschaft durchgehend Vizemeister der Oberliga Nord und konnte sich dadurch neben dem HSV und [[Eintracht Braunschweig]] als eine von drei norddeutschen Mannschaften für die neu gegründete [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]] qualifizieren. Während der ''Bremer SV'' aus der Liga abgestiegen war, trennten Werder in der letzten Oberligasaison nur noch zwei Punkte vom Serienmeister HSV.
=== Historische Spiele ===
* Seinen größten internationalen Erfolg feierte Werder Bremen am 6. Mai 1992 in Lissabon durch ein 2:0 im Finale des [[Europapokal der Pokalsieger|Europapokals der Pokalsieger]] gegen [[AS Monaco]]. Die Aufstellung von Werder Bremen:: Rollmann - Bockenfeld, Borowka, Bratseth, Wolter (Schaaf) - Eilts, Votava, Bode, Neubarth (Kohn) - Rufer, K. Allofs. Torschützen waren Klaus Allofs in der 41. Minute und Wynton Rufer in der 55. Minute.


Sportlicher Höhepunkt der Oberligazeit war der Gewinn des [[DFB-Pokal 1961|DFB-Pokals]] 1961 mit einem 2:0 im Endspiel gegen den [[1. FC Kaiserslautern]] durch Tore von Schröder und Jagielski (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1961|Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1961]]).
* In der dritten Runde des [[UEFA-Cup|UEFA-Cups]] 1989/1990 traf Werder Bremen auf den [[SSC Neapel]], der seinerzeit zu den besten Vereinen Europas gehörte und mit Nationalspielern wie [[Gianfranco Zola]] (Italien), [[Careca]] (Brasilien), [[Alemao]] (Brasilien) und [[Diego Maradona]] (Argentinien) besetzt war. Das Auswärtsspiel, das mit 3:2 gewonnen wurde und das anschließende Heimspiel, das Werder 5:1 gewann, gehören zu den besten Spielen Werders überhaupt.


Im [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokal der Pokalsieger]] konnte im folgenden Jahr zwar der dänische [[Aarhus GF]] im Hin- und Rückspiel besiegt werden, im Viertelfinale schied Werder Bremen gegen [[Atlético Madrid]] aus.
* Berühmt ist der SV Werder für seine ''Wunder von der Weser'': [[Europapokal]]spiele, die entweder nach dem Hinspiel bereits verloren schienen oder in denen Werder scheinbar aussichtslos zurücklag, wurden im heimischen Stadion noch umgebogen, verschafften dem Verein auch international hohes Ansehen und begründeten und festigten Werders Ruf als Europapokalmannschaft:
** 1987/88 verlor Werder Bremen bei [[Spartak Moskau]] 1:4, egalisierte im Weserstadion zunächst das Hinspielergebnis und gewann in der Verlängerung schließlich 6:2.
** 1988/89 verlor der SVW im [[UEFA Champions League|Europapokal der Landesmeister]] zunächst bei [[BFC Dynamo|BFC Dynamo Berlin]] blamabel 0:3, gewann jedoch das Rückspiel nach einem 90minütigen Sturmlauf 5:0.
** 1993/94 stand es im Gruppenspiel der [[UEFA Champions League|Champions League]] gegen [[RSC Anderlecht]] nach 66 Minuten 0:3, doch Werder schoss noch fünf Tore und gewann 5:3
** 1999/2000 verlor Werder zunächst bei [[Olympique Lyonnais|Olympique Lyon]] deutlich 0:3, siegte jedoch im Rückspiel 4:0
** Im Achtelfinale der Champions League 2005/2006 lag Werder Bremen gegen [[Juventus Turin]] nach eigener 1:0 Führung durch zwei späte Gegentore nach 82 Minuten 1:2 zurück, durch Tore in der 87. und 92. Minute gelang jedoch noch die Wende und der Sieg.
: Auch die Spiele gegen [[AC Parma]] (2000, Hinspiel 0:1, Rückspiel 3:1), [[Antalyaspor]] (2001, 0:2, 6:0) und [[Brann Bergen]] (0:2, 4:0 n.V.) folgtem diesem Muster.


{{Anker|Sphinx des Nordens}}Weil der Verein in dieser Zeit oftmals gegen starke Gegner gewann, aber bei schwachen unterlag, wurde er damals „die [[Sphinx (griechisch)|Sphinx]] des Nordens“<ref name="Vereinshistorie" /> genannt. Das Einkommen von Fußballspielern war nach dem damaligen [[Vertragsspieler]]-Statut des [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]] wegen einer vorgegebenen Höchstgrenze von 320 Deutschen Mark für die Bestreitung des Lebensunterhalts nicht ausreichend.<ref name="Vereinshistorie" /> Deshalb arbeiteten viele Bremer Spieler zusätzlich bei einem amerikanischen Unternehmen aus der Tabakbranche, das den Verein finanziell unterstützte. Die Mannschaft wurde in dieser Zeit deshalb oft als ''Texas-Elf'' bezeichnet.<ref name="weltfussball Vereinshistorie" />
* Ähnlich typisch wie die ''Wunder von der Weser'' sind Spiele mit dramatischem Verlauf, aber unglücklichem Ende:
** 1986/87 verlor Werder im UEFA-Cup das Hinspiel bei [[Atletico Madrid]] 0:2, holte das Hinspielresultat im Heimspiel auf und traf kurz vor Schluss die Latte, schied jedoch durch ein Gegentor in der Verlängerung aus.
** Im UEFA-Cup der Saison 1984/85 hatte Werder gegen den RSC Anderlecht nach einer 0:1 Niederlage im Heimspiel bereits durch zwei Tore von [[Wolfgang Sidka]] mit 2:0 geführt, als Sidka auch noch ein Eigentor unterlief, durch welches Werder ausschied.
** Der wohl berühmteste Elfmeter der Bundesligageschichte wurde von Werder Bremen geschossen: Nach 32 Spieltagen der Saison 1985/1986 führt Werder Bremen die Bundesligatabelle mit 2 Punkten Vorsprung an. Am 22. April 1986 kommt es im Bremer Weserstadion zum Spiel der direkten Meisterschaftskonkurrenten Werder Bremen und Bayern München. Werder kann durch einen Sieg am vorletzten Spieltag vorzeitig die Meisterschaft sicherstellen. Nach 88 Minuten wird ein umstrittener Elfmeter für Bremen gegeben. Es folgen Störmanöver und eine minutenlange Verzögerung, ehe [[Michael Kutzop]], der als sicherster Elfmeterschütze der Bundesliga gilt, anläuft, den gegnerischen Torwart täuscht - und den Ball an den rechten Außenpfosten schießt. "Es war wohl ziemlich still im Stadion", wird Michael Kutzop später sagen, "aber ich weiß das alles nicht so genau.". Am letzten Spieltag verlieren die entnervten Bremer beim VfB Stuttgart 1:2, während Bayern München durch ein 6:0 gegen Mönchengladbach Deutscher Meister wird.
** Eines der spektakulärsten Spiele der DFB-Pokalgeschichte war am 1. Mai 1984 das Halbfinale zwischen [[Borussia Mönchengladbach]] und Werder Bremen: Als Mönchengladbach in der 76. Minute das 3:1 gelang, schien das Spiel entschieden, doch Werder Bremen schaffte innerhalb weniger Minuten nicht nur den Ausgleich, sondern ging seinerseits nach 82 Minuten in Führung. In der letzten Minute gelang dem gerade eingewechselten [[Hans-Jörg Criens]] jedoch der Ausgleich und in der Verlängerung sogar noch der Siegtreffer zum 5:4 für Mönchengladbach.
** Im Rückspiel des Achtelfinals der Champions League 2005/2006 hielt Werder Bremen gegen Juventus Turin nach dem Sieg im Hinspiel im Rückspiel kurz vor Schluss überraschend ein 1:1, mit dem Werder den italienischen Rekordmeister ausgeschaltet und das Viertelfinale erreicht hätte. In der 88. Minute jedoch ließ Werders Torhüter Tim Wiese einen schon abgefangenen Ball wieder fallen und [[Emerson]] konnte den Ball ins leere Tor schieben - Werder war ausgeschieden.
* 2003 verlor Werder im [[UI-Cup]] beim [[SV Pasching]] 0:4. Dieses Spiel gilt zugleich als eine der katastrophalsten Niederlagen Werders überhaupt und als Grundstein für den Gewinn der Meisterschaft und des DFB-Pokals in der selben Saison.


Namhafte Spielerpersönlichkeiten der Oberligazeit des SV Werder waren nach Vereinsangaben [[Arnold Schütz|Pico Schütz]], [[Horst Gernhardt]], [[Richard Ackerschott]], Horst Stange, [[Max Lorenz (Fußballspieler)|Max Lorenz]], Willi Schröder und Torwart [[Dragomir Ilic]].<ref name="Vereinshistorie" /> Zu nennen sind auch Willi Soya und Helmut Jagielski.
=== Historische Tore ===
*Das erste Tor der Bundesligageschichte fiel gegen Werder Bremen. Der Dortmunder [[Friedhelm Konietzka|Friedhelm ''Timo'' Konietzka]] schoss es nach weniger als einer Minute am 24. August 1963 am ersten Spieltag der ersten Bundesligasaison.
*Die meisten Tore eines Torschützen in einem Spiel in der Bundesligageschichte wurden in einem Spiel gegen Werder Bremen geschossen: [[Dieter Müller]] schoss am 17. August 1977 für den 1. FC Köln 6 Tore beim 7:2 gegen Bremen.
* Eines der ungewöhnlichsten Tore der Bundesligageschichte fiel am 21. August 1982 für Werder Bremen gegen Bayern München: Werders Stürmer Uwe Reinders "erzielte" es in der 44. Minute mit einem Einwurf, indem er den Ball so weit vor das Tor warf, dass er ins Tor ging. Das Tor zählte allerdings nur, weil Bayern Münchens Torwart [[Jean-Marie Pfaff]] den Ball bei einem Abwehrversuch noch leicht berührt hatte. Offiziell zählte das "Einwurftor" somit als Eigentor.
* Der ehemalige Torwart von Werder Bremen, Frank Rost ist einer von nur zwei Torhütern der Bundesligageschichte, denen ein aus dem Spiel heraus erzieltes Tor gelang: Am 31. März 2002 schoss Rost, der verzweifelt mitstürmte, um eine Niederlage zu verhindern, in der vorletzten Minute den Ausgleich zum 3:3 im Spiel gegen Hansa Rostock. Besonders kurios dabei ist, dass Werder Bremen durch ein weiteres Tor in der Nachspielzeit das Spiel sogar noch gewann.


=== Historische Ereignisse, Erfolge und Rekorde ===
=== 1963 bis 1971: Auf und Ab in der Bundesliga ===
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
* Beim Spiel Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen am 3. April 1971 stürzten beim Spielstand von 1:1 kurz vor Schluss zwei Spieler bei einer Torszene in das Netz des Bremer Tors, wobei ein Pfosten abbrach und das Tor einstürzte. Nachdem die Bremer sich im Gegensatz zu den Mönchengladbachern, die aufgrund des Spielstands auf ein Wiederholungsspiel hofften, vergeblich bemüht hatten, das Tor wieder aufzurichten, um den erreichten Spielstand zu retten, brach der Schiedsrichter das Spiel ab - die Punkte wurden jedoch den Bremern zugesprochen.
<div class="center">'''Saisondaten 1963 bis 1971'''</div>
* Werder Bremen ist der Verein mit den wenigsten Gegentoren in einer Bundesligasaison: In der Saison 1987/1988 konnten die Gegner nur 22 Tore gegen Oliver Reck erzielen.
<div class="mw-collapsible-content">
* In der Saison 1993/94 konnte sich Werder Bremen als erste deutsche Mannschaft für die 1991 eingeführte Gruppenphase der [[UEFA Champions League]] qualifizieren; den beiden Meistern der Vorjahre (1. FC Kaiserslautern und VfB Stuttgart) war dies nicht gelungen.
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
|-
! Saison*
! Platz
! ø&nbsp;Zuschauer<ref name="hgvl" />
! Mitglieder*<ref>Zeigler 2006, S. 15 ff.</ref>
! BL-Kader
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1963/64|1963/64]]
| 10/16
| 20.733
| 2000
| [[Mannschaftskader der deutschen Fußball-Bundesliga 1963/64#Werder Bremen|BL-Kader]]
|- style="background:gold; color:#202122;"
| [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1964/65]]
| 1/16 ([[Deutsche Fußballmeisterschaft|M.]])
| 27.267
| 2000
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1965/66|1965/66]]
| 4/18
| 21.176
| 2000
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1966/67|1966/67]]
| 16/18
| 17.412
| 2200
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1967/68|1967/68]]
| {{0}}2/18
| 20.824
| 2350
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1968/69|1968/69]]
| {{0}}9/18
| 18.412
| 2250
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1969/70|1969/70]]
| 11/18
| 15.353
| 2500
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1970/71|1970/71]]
| 10/18
| 18.382
| 2500
|
|}
* In allen Tabellen zu Saisonbeginn.
</div></div>


Der SV Werder war 1963 einer der [[Fußball-Bundesliga#Auswahl der teilnehmenden Vereine (1962–1963)|Gründungsvereine]] der [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]. In der [[Fußball-Bundesliga 1963/64|ersten Saison]] kassierte der SV Werder mit Torwart [[Klaus Lambertz]] in der ersten Spielminute durch den Treffer des für [[Borussia Dortmund]] spielenden [[Timo Konietzka]] das erste Tor der neu gegründeten [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]. In dieser Saison musste der eigentlich schon nicht mehr aktive ehemalige Stammtorhüter [[Dragomir Ilic]] kurzzeitig reaktiviert werden, da sich vor und nach Saisonbeginn nacheinander sechs Torhüter verletzten. Nachdem man diese Spielzeit im ungefährdeten Mittelfeld auf Platz zehn abgeschlossen hatte, gewann Werder in der Saison [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1964/65]], im Jahr des 1000-jährigen Stadtjubiläums, „völlig überraschend“<ref name="die Zeit 12. Mai 2007" /> erstmals die [[Deutsche Fußballmeisterschaft|deutsche Meisterschaft]]. Die am 17. Spieltag erklommene Tabellenspitze wurde bis zum Saisonende nicht mehr abgegeben. Dies war der „Mannschaft ohne Stars“<ref>Zeigler 2006, S. 25.</ref> und ihrem Trainer [[Willi Multhaup|„Fischken“ Multhaup]] durch gut integrierte Neuzugänge wie [[Horst-Dieter Höttges]], dem Nationalspieler [[Heinz Steinmann]] und [[Klaus Matischak]] möglich (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Kader der Saison 1964/65|Kader des Meisterjahres 1964/65]]). Helmut Jagielski überzeugte als einer der ersten [[Libero]]s überhaupt in der Bundesliga.
=== Kuriositäten ===
*Die anlässlich der Meisterschaft 2004 herausgebrachte Fanhymne "Lebenslang Grün-Weiß" von den [[Original Deutschmacher]]n wurde für die ZDF-Sendung "Unsere Besten – Jahrhundert-Hits" von offenbar begeisterten und motivierten Fans auf Platz 29 der Rangliste gewählt. Damit ließ der Song, der es nach Erscheinen auch zu einer beachtlichen Platzierung in den Hitlisten geschafft hatte, unter anderem die [[HSV]]-Hymne "Hamburg, meine Perle", aber auch Lieder wie "Stille Nacht, heilige Nacht" oder "Zehn kleine Jägermeister" von den [[Die toten Hosen|Toten Hosen]] hinter sich.


Das [[Fußball-Bundesliga 1965/66|folgende Jahr]] wurde auf Platz vier abgeschlossen, die Saison [[Fußball-Bundesliga 1966/67|1966/67]] nur noch auf Platz 16, vier Punkte vor den Abstiegsrängen. Obwohl die Mannschaft [[Fußball-Bundesliga 1967/68|1967/68]] nach einem Marsch von Platz 18 bis auf den zweiten Tabellenplatz die Vizemeisterschaft errang, gelang es Werder Bremen nicht, sich dauerhaft unter den Spitzenvereinen der Bundesliga zu etablieren. Erfolgreichen Jahren folgten immer wieder enttäuschende Platzierungen im grauen Mittelfeld oder sogar nahe den Abstiegsrängen.
*Bereits sechs Mal hat ein Spieler des SV Werder Bremen die Auszeichnung [[Fußballer des Monats|Spieler des Monats]] gewonnen. Gewonnen haben bisher [[Johan Micoud]], [[Tim Borowski]] (2 Mal), [[Miroslav Klose]], [[Fabian Ernst]] und [[Ailton]]. Außerdem stand von [http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fballer_des_Monats#Mai_2005 Mai 2005] bis [http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fballer_des_Monats#Dezember_2005 Dezember 2005] sechs Mal in Folge ein Spieler Werder Bremens zur Wahl.


Im Spiel beim Tabellenführer [[Borussia Mönchengladbach]] am 3. April 1971 kam es zu einer in der Bundesligageschichte einmaligen Situation: Kurz vor Schluss beim Spielstand von 1:1 fielen zwei Spieler bei einer Torszene in das Netz des Bremer Tores, wobei einer der damals noch hölzernen Pfosten durchbrach und das Tor einstürzte. Nachdem die Bremer sich im Gegensatz zu den Mönchengladbachern und deren Ordnern, die aufgrund des Spielstandes auf ein Wiederholungsspiel hofften, vergeblich bemüht hatten, das Tor wieder aufzurichten, um den erreichten Spielstand zu retten, brach der Schiedsrichter das Spiel ab.<ref>Zeigler 2006, S. 108&nbsp;f.</ref> Bremen erhielt nachträglich beide Punkte, da Mönchengladbach kein Ersatztor bereitgehalten hatte.
== Statistiken ==


Die ersten Bundesligajahre wurden neben den bereits genannten durch Spielerpersönlichkeiten wie [[Arnold Schütz|Pico Schütz]], [[Günter Bernard]], [[Josef Piontek|Sepp Piontek]] oder [[Max Lorenz (Fußballspieler)|Max Lorenz]] mitbestimmt.
=== Erfolge ===
* [[Deutscher Meister (Fußball)|Deutscher Meister]]: 1965, 1988, 1993, 2004
* Deutscher Vizemeister: 1968, 1983, 1985, 1986, 1995
* [[DFB-Pokal|Deutscher Pokalsieger]]: [[DFB-Pokal 1961]], [[DFB-Pokal 1991]], [[DFB-Pokal 1994]], [[DFB-Pokal 1999]], [[DFB-Pokal 2004]]
* Deutscher Pokalfinalist: [[DFB-Pokal 1989]], [[DFB-Pokal 1990]], [[DFB-Pokal 2000]]
* Deutscher [[Supercup]]-Sieger: 1988, 1993, 1994
* [[Europapokal der Pokalsieger]]: 1992
* [[UI-Cup]]: 1998
* Deutscher Amateurmeister: 1966, 1985, 1991


=== 1971 bis 1980: Millionenelf und schleichender Niedergang ===
=== Torschützenkönige ===
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
* [[Rudi Völler]] 1982/83 23 Tore
<div class="center">'''Saisondaten 1971 bis 1980'''</div>
* [[Mario Basler]] 1994/95 20 Tore (zusammen mit [[Heiko Herrlich]], [[Borussia Mönchengladbach]])
<div class="mw-collapsible-content">
* [[Ailton Gonçalves da Silva]] 2003/04 28 Tore
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
|-
! Saison
! Platz
! <small>ø Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuschauerzahlen">{{Internetquelle |url=https://www.weltfussball.de/zuschauer/bundesliga-1963-1964/1/ |titel=Bundesliga 1963/1964 » Zuschauer » Heimspiele |werk=weltfussball.de |abruf=2019-10-16}}</ref></small>
! Mitglieder<ref>Zeigler 2006, S. 125 ff.</ref>
! BL-Kader
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1971/72|1971/72]]
|style="text-align:center"|11/18
| 19.618
| 2.400
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1972/73|1972/73]]
|style="text-align:center"|11/18
| 15.059
| 2.300
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1973/74|1973/74]]
|style="text-align:center"|11/18
| 15.841
| 2.200
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1974/75|1974/75]]
|style="text-align:center"|15/18
| 18.765
| 2.200
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1975/76|1975/76]]
|style="text-align:center"|13/18
| 20.765
| 2.100
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1976/77|1976/77]]
|style="text-align:center"|11/18
| 18.735
| 2.300
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1977/78|1977/78]]
|style="text-align:center"|15/18
| 19.947
| 2.200
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1978/79|1978/79]]
|style="text-align:center"|11/18
| 17.529
| 2.350
| [[Mannschaftskader der deutschen Fußball-Bundesliga 1978/79#SV Werder Bremen|BL-Kader]]
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1979/80|1979/80]]
|style="text-align:center"|17/18
| 17.647
| 2.270
|
|}
</div></div>


Nachdem Werder innerhalb von drei Jahren ins Mittelmaß gesunken war, versuchte der Verein in der [[Fußball-Bundesliga 1971/72|Saison 1971/72]] in einem Kraftakt als so genannte „Millionenelf“<ref name="zeigler_2006_118">Zeigler 2006, S. 118.</ref> mit der finanziellen Unterstützung der Bremer Wirtschaft und der Stadt Bremen sowie Trikots in den Bremer [[Flagge Bremens|Landesfarben Rot und Weiß]] an bessere Zeiten anzuknüpfen. Ohne klares Konzept und ohne Absprache zwischen Trainer und Vereinsführung wurden viele Stars aus der Bundesliga mit hohen Gehaltsangeboten an die Weser gelotst. Ein Wechsel von [[Günter Netzer]] kam nur deshalb nicht zustande, weil dieser zusätzlich die Übernahme der damaligen Stadionzeitschrift ''Werder-Echo'' gefordert hatte.<ref>Zeigler 2006, S. 119</ref> Hintergrund dieser Käufe, unter denen Werder noch Jahre später finanziell litt und die sich in fast allen Fällen nicht auszahlten, war die für die nächste Saison beschlossene Abschaffung der Transferhöchstgrenze von 100.000 [[Deutsche Mark|D-Mark]], die in der Saison 1971/72 noch in den DFB-Statuten verankert war. Der Erfolg, den Werder hatte erzwingen wollen, trat nicht ein. In dieser Saison waren vier Trainer in Bremen tätig und am Ende einer Spielzeit, in der das nicht zueinander passende Starensemble nur in seltenen Ausnahmen glänzen konnte, stand ein enttäuschender elfter Platz.
=== Rekordergebnisse ===
*'''Höchster Heimsieg in der Bundesliga:'''
8:1 gegen [[Kickers Offenbach]] [[Fußball-Bundesliga 1983/84|1983/1984]]
*'''Höchster Auswärtssieg in der Bundesliga:'''
7:0 gegen [[Borussia Mönchengladbach]] [[Fußball-Bundesliga 1965/66|1965/1966]]
*'''Höchste Heimniederlage in der Bundesliga:'''
1:7 gegen [[Borussia Mönchengladbach]] [[Fußball-Bundesliga 1986/87|1986/1987]]
*'''Höchste Auswärtsniederlagen in der Bundesliga:'''
2:9 gegen [[Eintracht Frankfurt]] [[Fußball-Bundesliga 1981/82|1981/1982]]
0:7 gegen [[Eintracht Frankfurt]] [[Fußball-Bundesliga 1963/64|1963/1964]]
0:7 gegen [[Bayern München]] [[Fußball-Bundesliga 1979/80|1979/1980]]


Danach blieb Werder im Ligamittelmaß und zählte dauerhaft zu den so genannten „grauen Mäusen“, später immer wieder zu den Abstiegskandidaten der Liga. Der Fall in die Zweitklassigkeit konnte in der [[Fußball-Bundesliga 1974/75|Saison 1974/75]] mit einem Punkt Vorsprung auf Platz 16 noch knapp und in der darauf folgenden Spielzeit erst nach einem späten Trainerwechsel zu Otto Rehhagel verhindert werden, nachdem die nun wieder Grün-Weißen am 29. Spieltag auf Platz 16 abgerutscht waren. Eine Kuriosität war die erste Halbzeit der Partie zwischen Werder Bremen und Hannover 96 am 8. November 1975 (0:0), als der angetrunkene Schiedsrichter [[Ahlenfelder]] diese zunächst nach 32 Minuten abpfiff, nach einigen Diskussionen doch weiterspielen ließ und schließlich 90 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit endgültig zur Halbzeit pfiff.<ref>[http://www.fussballdaten.de/bundesliga/1976/13/bremen-hannover/ Werder Bremen vs. Hannover 96 auf ''fussballdaten.de'']</ref> Seiner Aussage nach hatte er vor dem Spiel zum Mittagessen ein [[Bier]] und einen [[Malteserkreuz Aquavit|Malteser-Schnaps]] zu sich genommen.<ref name="NZ">{{Webarchiv |url=http://www.nordsee-zeitung.de/lokalsport_artikel,-Bier-und-Malteser-Bitte-einen-Ahlenfelder-_arid,99554.html |text=''Bier und Malteser: Bitte einen Ahlenfelder'' |archive-is=20130211162204}}, Nordsee-Zeitung, 11. Februar 2013.</ref> Wer noch heute in der Bremer Vereinsgaststätte einen „Ahlenfelder“ bestellt, erhält ein Bier und einen Malteser.<ref name="NZ" />
=== Weitere Statistiken ===
*119 mal Spitzenreiter der [[Fußball-Bundesliga|1. Bundesliga]] (Stand: Ende Saison 2005/06)


Nach der [[Fußball-Bundesliga 1979/80|Spielzeit 1979/80]] musste als Vorletzter schließlich der Gang in die [[2. Fußball-Bundesliga|2. Bundesliga Nord]] angetreten werden. War die Heimbilanz mit zehn Siegen und zwei Unentschieden durchaus passabel, wurden neben einem Unentschieden und einem Sieg sämtliche Auswärtspartien verloren, davon zehn mit vier oder mehr Gegentoren. In den kritischen Jahren zuvor hatte der Verein seinen Verbleib in der Bundesliga den im Weserstadion erzielten Punkten zu verdanken, die diesmal aber nicht ausreichten. In dieser Periode der ausbleibenden Erfolge kam es bei Werder von 1971 bis zum Abstieg 1980 zu neun Trainerwechseln. Einige Cheftrainer waren nur wenige Wochen oder Monate tätig.
== Spieler und Trainer ==

=== Aktueller Bundesligakader ===
Zu den wenigen bei Werder herausragenden Spielerpersönlichkeiten der Jahre vor dem Abstieg gehörten [[Per Røntved]] und [[Dieter Burdenski]], der zum deutschen Aufgebot zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 1978|WM 1978]] in Argentinien gehörte.
{| width="550px"

|----- bgcolor="#DDDDDD"
=== 1980 bis 1987: Wiederaufstieg und Entwicklung zur Spitzenmannschaft ===
!Name
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
!Trikot
<div class="center">'''Saisondaten 1980 bis 1987'''</div>
!Nationalität
<div class="mw-collapsible-content">
|----- bgcolor="#EEEEEE"
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
| colspan="3" align="left" | '''Torwart'''
|-
|----- bgcolor="#FFFFFF"
! Saison
| [[Andreas Reinke]] ||align="center"| 1 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
! Platz
|----- bgcolor="#FFFFFF"
! <small>ø Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuschauerzahlen" /></small>
| [[Tim Wiese]] ||align="center"| 18 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
! Mitglieder<ref>Zeigler 2006, S. 237 ff.</ref>
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|- style="background:#FFDFF0; color:#202122;"
| [[Christian Vander]] ||align="center"| 33 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| [[2. Fußball-Bundesliga 1980/81|1980/81]]*
|----- bgcolor="#EEEEEE"
| colspan="3" align="left" | '''Abwehr'''
|style="text-align:center"| 1/22
| 10.524
|----- bgcolor="#FFFFFF"|align="right"
| 2.200
| [[Frank Fahrenhorst]] ||align="center"| 2 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|-
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Fußball-Bundesliga 1981/82|1981/82]]
| [[Petri Pasanen]] ||align="center"| 3 ||align="center"| [[Bild:Flag of Finland.svg|20px|Finne]]
|style="text-align:center"| 5/18
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 24.235
| [[Ronaldo Aparecido Rodrigues|Naldo]] ||align="center"| 4 ||align="center"| [[Bild:Flag of Brazil.svg|20px|Brasilianer]]
| 2.200
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|-
| [[Leon Andreasen]] ||align="center"| 16 ||align="center"| [[Bild:Flag of Denmark.svg|20px|Däne]]
| [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1982/83]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|style="text-align:center"| 2/18
| [[Patrick Owomoyela]] ||align="center"| 15 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| 26.547
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 2.260
| [[Jelle Van Damme]] ||align="center"| 23 ||align="center"| [[Bild:Flag of Belgium.svg|20px|Belgier]]
|-
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Fußball-Bundesliga 1983/84|1983/84]]
| [[Christian Schulz]] ||align="center"| 27 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|style="text-align:center"| 5/18
|----- bgcolor="#EEEEEE"
| 23.182
| colspan="3" align="left" | '''Mittelfeld'''
| 2.281
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|-
| [[Frank Baumann]] ||align="center"| 6 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| [[Fußball-Bundesliga 1984/85|1984/85]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|style="text-align:center"| 2/18
| [[Torsten Frings]] ||align="center"| 22 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| 21.959
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 2.355
| [[Jurica Vranješ]] ||align="center"| 7 ||align="center"| [[Bild:Flag of Croatia.svg|20px|Kroate]]
|-
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1985/86]]
| [[Pekka Lagerblom]] ||align="center"| 19 ||align="center"| [[Bild:Flag of Finland.svg|20px|Finne]]
|style="text-align:center"| 2/18
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 24.756
| [[Daniel Jensen]] ||align="center"| 20 ||align="center"| [[Bild:Flag of Denmark.svg|20px|Däne]]
| 2.260
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|-
| [[Tim Borowski]] ||align="center"| 24 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| [[Fußball-Bundesliga 1986/87|1986/87]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|style="text-align:center"| 5/18
| [[Johan Micoud]] ||align="center"| 10 ||align="center"| [[Bild:Flag of France.svg|20px|Franzose]]
| 22.860
|----- bgcolor="#EEEEEE"
| 2.285
| colspan="3" align="left" | '''Angriff'''
|-
|----- bgcolor="#FFFFFF"
! colspan="4"| <small>*Spielzeit in der 2. Bundesliga Nord</small>
| [[Miroslav Klose]] ||align="center"| 11 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Ivan Klasnić]] ||align="center"| 17 ||align="center"| [[Bild:Flag of Croatia.svg|20px|Kroate]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Nelson Valdez]] ||align="center"| 9 ||align="center"| [[Bild:Flag of Paraguay.svg|20px|Paraguayer]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Aaron Hunt]] ||align="center"| 14 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|}
|}
</div></div>
[[Datei:Rudi Völler 06-2004.jpg|mini|hochkant|Rudi Völler (2004)]]


In der [[2. Fußball-Bundesliga 1980/81|Saison 1980/81]], der ersten Zweitligaspielzeit von Werder Bremen, gelang unter [[Kuno Klötzer]] und [[Otto Rehhagel]] trotz eines Einbruchs bei den Zuschauerzahlen der direkte Wiederaufstieg. Dabei erzielte Werder mit 30 Siegen, acht Unentschieden und nur vier Niederlagen einen Rekord nach absoluten Punkten in der Zweitligageschichte. Zudem wurde der bereits 35-jährige Neuzugang [[Erwin Kostedde]] mit 29 Toren Torschützenkönig. Klötzer musste im März 1981 aus gesundheitlichen Gründen seinen Trainerposten aufgeben, er wurde durch Rehhagel ersetzt.
=== Aktueller Trainerstab Bundesliga ===

{| width="550px"
Auch im Spiel des SV Werder Bremen war die allgemein zunehmende Spielhärte der Bundesliga festzustellen.<ref name="WN_2013-06-20">[[Westfälische Nachrichten]]: ''Das Foul des Jahrhunderts – 1981/82: Der Fall Lienen/Siegmann – Trainer ohne Lizenz erobert die Liga'', Sport, Münster, Harald Pistorius, 20. Juni 2013.</ref> Am 14. August 1981 schlitzte [[Norbert Siegmann]] den rechten Oberschenkel des für [[Arminia Bielefeld]] spielenden [[Ewald Lienen]] auf einer Länge von 25 Zentimetern auf, als er seinen Gegenspieler bei einer Grätsche von hinten mit den Stollen traf.<ref name="WN_2013-06-20" /> Schiedsrichter [[Medardus Luca]] ahndete dieses Foul lediglich mit einer Gelben Karte.<ref name="WN_2013-06-20" /> Bremens Trainer Rehhagel wurde von Lienen vorgeworfen, Siegmann zum vorsätzlichen Foul angestiftet zu haben.<ref name="WN_2013-06-20" /> Beim Rückspiel trug Rehhagel dann eine beschusshemmende Weste und er erhielt Polizeischutz.<ref name="WN_2013-06-20" />
|----- bgcolor="#DDDDDD"

!Name
In den folgenden Jahren baute Rehhagel zusammen mit Manager [[Willi Lemke]] kontinuierlich eine sportlich starke Mannschaft auf und führte den Club zu dessen Glanzzeit in den 1980er und frühen 1990er Jahren. Werder wurde zum Hauptkonkurrenten des [[FC Bayern München]] um die deutsche Meisterschaft, womit die traditionelle gegenseitige Rivalität dieser Vereine ihren Anfang nahm. Im Spiel beider Mannschaften am 21. August 1982 gelang dem Werderaner [[Uwe Reinders]] das so genannte ''Einwurftor'': Bayerntorhüter [[Jean-Marie Pfaff]] berührte als einziger Reinders kräftigen Einwurf, bevor der Ball die Torlinie passierte, so dass der Treffer zählte. Im selben Jahr verpflichtete Werder [[Rudi Völler]], den [[Liste der Torschützenkönige der 2. Fußball-Bundesliga|besten Torschützen]] der vorangegangenen Zweitligasaison, als Ersatz für Erwin Kostedde. Der Verein hätte eigentlich die Verpflichtung von [[Dieter Schatzschneider]] vorgezogen und nahm Völler nur unter Vertrag, weil der Wunschspieler nicht zu bekommen war. Völler gelang es 1983 als erstem Spieler, nach einer Saison in der 2. Bundesliga auch in der folgenden Spielzeit in [[Liste der Torschützenkönige der Fußball-Bundesliga|der Bundesliga]] Torschützenkönig zu werden. Zudem wurde er als erster Werder-Spieler [[Fußballer des Jahres (Deutschland)|Fußballer des Jahres]].
!Funktion

!Nationalität
Zwischen 1982 und 1987 spielte Werder Bremen attraktiven Offensivfußball und erreichte sechsmal hintereinander einen Platz unter den ersten Fünf der Tabelle und damit die Teilnahme am [[UEFA Europa League|UEFA-Pokal]]; allerdings blieb diese Zeit ohne bedeutenden Titelgewinn. In den ersten vier Spielzeiten nach dem Wiederaufstieg erzielte Werder Bremen – umgerechnet auf die [[Punkteregel|Drei-Punkte-Regel]] – durchschnittlich 1,93 Punkte pro Spiel, was einen Bundesliga-Rekord darstellt, der bis in die 2020er Jahre nicht überboten wurde.<ref>[[Kicker (Sportmagazin)|Kicker]]: [https://www.kicker.de/beste-bundesliga-aufsteiger-nach-vier-jahren-union-auf-werders-spuren-936803/artikel ''Eisernen können sogar in die Fußstapfen des FC Bayern treten – Beste Bundesliga-Aufsteiger nach vier Jahren: Union auf Werders Spuren''], Bundesliga, jer, 11. Februar 2023</ref> Die deutsche Meisterschaft wurde mehrfach knapp, [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1982/83]] und [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1985/86]] nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz verpasst, 1986 unter für den Verein „traumatischen“<ref>{{Internetquelle |autor=Andreas Lesch |url=https://www.berliner-zeitung.de/haengende-spitze-15740634 |titel=Hängende Spitze |werk=[[Berliner Zeitung]] |datum=2004-04-06 |abruf=2019-10-16}}</ref> Umständen. Am vorletzten Spieltag vergab [[Michael Kutzop]] gegen Bayern München in der 88. Minute nach „zweiminütigen“<ref>Zeigler 2006, 313.</ref> Störmanövern per Pfostenschuss einen [[Strafstoß|Handelfmeter]], mit dem der Meistertitel hätte vorzeitig gesichert werden können. Die zweite Chance zur Meisterschaft verspielte Werder vier Tage später; ein Unentschieden hätte dem einunddreißigmaligen Tabellenführer dieser Saison am letzten Spieltag in jedem Fall ausgereicht, doch Werder verlor gegen den in der Hinrunde mit 6:0 besiegten [[VfB Stuttgart]] und wurde aufgrund des gleichzeitigen Siegs der Bayern erneut nur Vizemeister. Kutzops Leistungen, der alle anderen seiner 40 Elfmeter verwandelt hatte, wurden danach trotz der durch die Mannschaft vergebenen zweiten Chance oft auf diesen einen Fehlschuss reduziert.
|----- bgcolor="#FFFFFF"

|[[Thomas Schaaf]] ||align="center"| Chef-Trainer ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
Geprägt wurde diese Phase vor allem durch Rudi Völler, der bei Werder Bremen [[Nationalspieler]], internationaler Star und 1983 [[Torschützenkönig]] wurde, aber auch durch Spieler wie [[Klaus Fichtel]], [[Bruno Pezzey]], [[Jonny Otten]], [[Thomas Schaaf]], [[Wolfgang Sidka]], [[Benno Möhlmann]], [[Norbert Meier]], [[Frank Ordenewitz]] und [[Uwe Reinders]].
|----- bgcolor="#FFFFFF"

|[[Matthias Hönerbach]] ||align="center"| Co-Trainer ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
=== 1987 bis 1995: Titel und Erfolge ===
|----- bgcolor="#FFFFFF"
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
|[[Karl-Heinz Kamp]] ||align="center"| Co-Trainer ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
<div class="center">'''Saisondaten 1987 bis 1995'''</div>
|----- bgcolor="#FFFFFF"
<div class="mw-collapsible-content">
|[[Wolfgang Rolff]] ||align="center"| Co-Trainer ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|-
|[[Michael Kraft]] ||align="center"| Torwart-Trainer ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
! Saison
! Platz
! <small>ø Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuschauerzahlen" /></small>
! Mitglieder<ref>Zeigler 2006, S. 339 ff.</ref>
|- style="background:gold; color:#202122;"
| [[Fußball-Bundesliga 1987/88|1987/88]]
| 1/18 ([[Deutsche Fußballmeisterschaft|M.]])
| 22.159
| 2.430
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1988/89|1988/89]]
| 3/18
| 20.591
| 2.330
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1989/90|1989/90]]
| 7/18
| 19.263
| 2.330
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1990/91|1990/91]]
| 3/18 ([[DFB-Pokal|P.]])
| 20.420
| 2.420
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1991/92|1991/92]]
| 9/20 ([[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|E.d.P.]])
| 17.388
| 2.627
|- style="background:gold; color:#202122;"
| [[Fußball-Bundesliga 1992/93|1992/93]]
| 1/18 ([[Deutsche Fußballmeisterschaft|M.]])
| 21.860
| 2.627
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1993/94|1993/94]]
| 8/18 ([[DFB-Pokal|P.]])
| 24.400
| 2.627
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1994/95]]
| 2/18
| 32.209
| 2.750
|}
|}
</div></div>


Nachdem sich Werder in den Jahren zuvor in der Spitzengruppe der Bundesliga hatte etablieren können, allerdings ohne einen Titel gewinnen zu können, wurden die nächsten Jahre, die geprägt waren von Rehhagels „kontrollierter Offensive“,<ref>{{Internetquelle |autor=Johannes Freytag |url=https://www.ndr.de/sport/legenden/rehhagel129_page-2.html |titel=Otto Rehhagel: Modern ist, wer gewinnt |werk=ndr.de |hrsg=[[Norddeutscher Rundfunk]] |datum=2015-07-09 |abruf=2016-10-10}}</ref> zu den titelreichsten der Vereinsgeschichte. Zwischen 1988 und 1995 war Werder Bremen die neben Bayern München erfolgreichste Mannschaft des deutschen Fußballs: In der [[Fußball-Bundesliga 1987/88|Saison 1987/88]] wurde mit 22 Gegentoren, den bis zur Saison 2007/08 wenigsten der Bundesligageschichte, zum zweiten Mal die deutsche Meisterschaft errungen. Garant hierfür war neben Torwart [[Oliver Reck]] die meist aus [[Rune Bratseth]], [[Uli Borowka]], [[Gunnar Sauer]], Jonny Otten und [[Thomas Schaaf]] zusammengesetzte Abwehr sowie der Stürmer [[Karl-Heinz Riedle]], der in der Rückrunde 14 Treffer in 17 Spielen erzielt hatte (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Kader der Saison 1987/88|Kader des Meisterjahres 1987/88]]). 27-mal führte Werder die Tabelle an und stand bereits nach dem 31. Spieltag als Meister fest.
=== Aktueller Regionalligakader ===

{| width="550px"
[[Fußball-Bundesliga 1988/89|Im folgenden Jahr]] qualifizierte sich die Mannschaft als Tabellendritter für den [[UEFA Europa League|UEFA-Pokal]]. In der dritten Runde traf Werder Bremen auf den Titelverteidiger [[SSC Neapel]], der seinerzeit zu den besten Vereinen Europas gehörte und mit Nationalspielern wie [[Gianfranco Zola]] (Italien), [[Careca]], [[Ricardo Rogério de Brito|Alemão]] und [[Diego Maradona]] hochkarätig besetzt war. Das Auswärtsspiel, das mit 3:2 gewonnen wurde und das anschließende Heimspiel, das Werder 5:1 gewann, gehören zu Werders besten Spielen überhaupt. 1989, 1990 und 1991 wurde das Finale des [[DFB-Pokal]]s erreicht, das 1991 im [[Elfmeterschießen]] gegen den [[1. FC Köln]] auch gewonnen werden konnte (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1989|Spieldaten der DFB-Pokal-Endspiele 1989, 1990 und 1991]]).
|----- bgcolor="#DDDDDD"

!Name
Ein Jahr später wurde der 9. Platz in der erstmals durch ostdeutsche Vereine aufgestockten Bundesliga durch den Gewinn des [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokals der Pokalsieger]] in [[Lissabon]] und damit dem bedeutendsten internationalen Erfolg positiv überstrahlt. Dabei konnten unter anderem mit [[Galatasaray Istanbul]] (2:1, 0:0), dem [[FC Brügge]] (0:1, 2:0) und schließlich im Finale dem [[AS Monaco]] (2:0) mehrere renommierte Mannschaften besiegt werden. [[Klaus Allofs]], Werders späterer Geschäftsführer des Bereichs Fußball, schoss dabei kurz vor der Pause das 1:0 (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1992|Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger 1992]]).
!Trikot

!Nationalität
In der [[Fußball-Bundesliga 1992/93|Saison 1992/93]] übernahm Werder erst am 33. Spieltag durch ein 5:0 gegen den HSV die Tabellenführung und gewann mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Bayern die Meisterschaft. Vor allem [[Wynton Rufer]] im Sturm sowie der neu erworbene Spielmacher und spätere österreichische Rekordnationalspieler [[Andreas Herzog]] stachen positiv hervor (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Kader der Saison 1992/93|Kader des Meisterjahres 1992/93]]). Für die folgende Saison qualifizierte sich Werder als erster deutscher Verein für die Gruppenphase der Champions League, dort schied man dann hinter dem [[FC Porto]] und dem späteren Sieger [[AC Mailand]] aus.
|----- bgcolor="#EEEEEE"

| colspan="3" align="left" | '''Torwart'''
Ein erneuter Gewinn des DFB-Pokals gelang 1994 mit einem ungefährdeten 3:1-Finalsieg über den Zweitligisten [[Rot-Weiss Essen]]. Drei der vier Viertelfinalspiele wurden in diesem Jahr durch Elfmeterschießen beendet und viele Bundesligisten von niederklassigen Mannschaften aus dem Wettbewerb geworfen (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1994|Spieldaten des DFB-Pokal-Endspiels 1994]]).
|----- bgcolor="#FFFFFF"

|[[Kasper Jensen]] ||align="center"| 1 ||align="center"| [[Bild:Flag of Denmark.svg|20px|Däne]]
Im [[Fußball-Bundesliga 1994/95|letzten Jahr]] unter Rehhagels Regie wurde die Meisterschaft durch ein 2:4 beim FC Schalke 04 am 32. und ein 1:3 beim FC Bayern München am letzten Spieltag verpasst.
|----- bgcolor="#FFFFFF"

|[[Michael Jürgen]] ||align="center"| 20 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
Geprägt haben diese Zeit neben den bereits erwähnten Spielern auch [[Dieter Eilts]], [[Thomas Wolter]], [[Mirko Votava|Miroslav Votava]], [[Günter Hermann]], [[Frank Neubarth]], [[Bernd Hobsch]] und [[Marco Bode]].
|----- bgcolor="#FFFFFF"

|[[Maximilian Sachse]] ||align="center"| 27 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
=== 1995 bis 1999: Ende einer Ära ===
|----- bgcolor="#EEEEEE"
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
| colspan="3" align="left" | '''Abwehr'''
<div class="center">'''Saisondaten 1995 bis 1999'''</div>
|----- bgcolor="#FFFFFF"|align="right"
<div class="mw-collapsible-content">
|[[Jerome Polenz]] ||align="center"| 2 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|-
|[[Benjamin Venekamp]] ||align="center"| 3 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
! Saison
|----- bgcolor="#FFFFFF"
! Platz
|[[Florian Mohr]] ||align="center"| 4 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
! <small>ø Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuschauerzahlen" /></small>
|----- bgcolor="#FFFFFF"
! Mitglieder<ref>Zeigler 2006, S. 437 ff.</ref>
|[[Björn Schierenbeck]] ||align="center"| 5 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|-
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Fußball-Bundesliga 1995/96|1995/96]]
|[[Sandro Stallbaum]] ||align="center"| 14 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| {{0}}9/18
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 27.870
|[[Francis Banecki]] ||align="center"| 17 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| 2.900
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|-
|[[Johannes Ibelherr]] ||align="center"| 24 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| [[Fußball-Bundesliga 1996/97|1996/97]]
|----- bgcolor="#EEEEEE"
| {{0}}8/18
| colspan="3" align="left" | '''Mittelfeld'''
| 30.553
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 2.900
|[[Dominic Peitz]] ||align="center"| 6 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|-
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Fußball-Bundesliga 1997/98|1997/98]]
|[[Kevin Wittke]] ||align="center"| 7 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| {{0}}7/18
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 30.213
|[[Daniel Brückner]] ||align="center"| 8 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| 2.900
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|-
|[[Victor Pekrul]] ||align="center"| 12 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| [[Fußball-Bundesliga 1998/99|1998/99]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 13/18 ([[DFB-Pokal|P.]])
|[[Kevin Artmann]] ||align="center"| 13 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| 29.786
|----- bgcolor="#FFFFFF"
| 2.980
|[[Amaury Bischoff]] ||align="center"| 15 ||align="center"| [[Bild:Flag of France.svg|20px|Franzose]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Thiago Rockenbach da Silva]] ||align="center"| 19 ||align="center"| [[Bild:Flag of Brazil.svg|20px|Brasilianer]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Sebastian Schachten]] ||align="center"| 23 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Sven Meinecke]] ||align="center"| 25 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Michel Haskamp]] ||align="center"| 28 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Marco Stier]] ||align="center"| 10 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|----- bgcolor="#EEEEEE"
| colspan="3" align="left" | '''Angriff'''
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Martin Harnik]] ||align="center"| 16 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Patrick Bärje]] ||align="center"| 18 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Waldemar Jurez]] ||align="center"| 21 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|----- bgcolor="#FFFFFF"
|[[Ali Avcioglu]] ||align="center"| 22 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|}
|}
</div></div>


Nachdem Werder Bremen [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1995]] noch einmal Vizemeister geworden war und Rehhagel nach 14-jähriger Amtszeit den Verein verlassen hatte, waren die Zeiten der Titelgewinne und Erfolge in der Bundesliga zunächst vorbei. Es folgten mittelmäßige Platzierungen und mehrere Trainerwechsel ([[Aad de Mos]], [[Hans-Jürgen Dörner (Fußballspieler)|Dixie Dörner]], [[Wolfgang Sidka]]). Die [[Fußball-Bundesliga 1998/99|Saison 1998/99]] markierte den Tiefpunkt: Nach einem missratenen Saisonbeginn lag Werder Bremen ebenso am Tabellenende wie kurz vor Saisonende, nachdem unter dem neuen Trainer [[Felix Magath]] nur vorübergehend eine Besserung eingetreten war.
=== Aktueller Trainerstab Regionalliga ===

{| width="550px"
Konsequenz dieser Situation war ein Früchte tragender Neuanfang: Das Vereinspräsidium mit Präsident [[Franz Böhmert]], Vizepräsident [[Klaus-Dieter Fischer]] und Schatzmeister Manfred Müller, das seit vielen Jahren, im Falle Böhmerts fast 30, amtiert hatte, trat unter dem Eindruck der krisenhaften Entwicklung 1999 geschlossen zurück. Es machte damit den Weg für die spätere Umgestaltung des Vereins frei. Auch Manager Willi Lemke beendete vorerst seine Tätigkeit bei Werder, wobei sich die gesamte Führungsmannschaft Werders anschließend in neuen Funktionen des Vereins oder der GmbH und Co KGaA im Aufsichtsrat, im Vorstand oder in der Geschäftsführung wiederfand. Neuer Präsident und späterer Vorsitzender der Geschäftsführung wurde [[Jürgen Born]]. Vor den Rücktritten war die Trennung von Felix Magath beschlossen worden, nachdem das Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Eintracht Frankfurt verloren worden war. In akuter Abstiegsgefahr wurde in der Trainerfrage auf eine vereinsinterne Kraft gesetzt und der als Coach der Amateure erfolgreiche [[Thomas Schaaf]] zunächst bis zum Saisonende zum Cheftrainer der Profis befördert. Seit 1972 im Verein, war Schaaf Spieler in Werders titelreichster Zeit unter Rehhagel und hatte vorher noch keine Profimannschaft trainiert. Er, in dem die Medien und wohl auch der Verein zunächst nur eine Übergangslösung sahen, vermied mit drei Siegen in den letzten vier Spielen den Fall in die Zweitklassigkeit, der Werder in arge finanzielle Nöte gebracht hätte. Kurz nach der Rettung gelang Werder im [[DFB-Pokal]]-Finale gegen den FC Bayern München der Sieg im Elfmeterschießen (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1999|Spieldaten des DFB-Pokal-Endspiels 1999]]). Schon durch den Finaleinzug qualifizierten sich die ''Grün-Weißen'' für den UEFA-Cup, da der FC Bayern München als Meister in die Champions League einzog.
|----- bgcolor="#DDDDDD"

!Name
Die nach diesen Erfolgen langfristig angelegte Verpflichtung Schaafs sollte der Grundstein für die Rückkehr in obere Tabellenregionen und das Erreichen weiterer Titel sein.
!Funktion

!Nationalität
Auch in dieser Zeit verfügte Werder über gute Spieler, die aufgrund der Umstände meist nicht ihr Potenzial ausschöpfen konnten. Neben langjährigen Stammspielern wie Herzog, Eilts, Votava oder Bode sowie jungen Talenten, die später eine gute Entwicklung nehmen sollten, wie [[Frank Rost]], [[Raphael Wicky]] oder [[Torsten Frings]] sind hier Nationalspieler wie [[Hany Ramzy]] (Ägypten), [[Jurij Maximow]] (Ukraine), [[Mario Basler]] (Deutschland), [[Wladimir Jewgenjewitsch Bestschastnych|Wladimir Bestschastnych]] (Russland) oder [[Rade Bogdanović]] (Serbien und Montenegro) zu nennen.
|----- bgcolor="#FFFFFF"

|[[Thomas Wolter]] ||align="center"| Chef-Trainer ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
=== 1999 bis 2004: Neuaufbau und Gewinn des Doubles ===
|----- bgcolor="#FFFFFF"
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
|Frank Bender ||align="center"| Co-Trainer ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
<div class="center">'''Saisondaten 1999 bis 2004'''</div>
<div class="mw-collapsible-content">
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
|-
! Saison
! Platz
! <small>ø Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuschauerzahlen" /></small>
! Mitglieder<ref>Zeigler 2006, S. 487 ff.</ref>
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1999/2000|1999/00]]
| 9/18
| 29.834
| 2.980
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2000/01|2000/01]]
| 7/18
| 30.341
| 2.980
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2001/02|2001/02]]
| 6/18
| 30.094
| 3.058
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2002/03|2002/03]]
| 6/18
| 32.869
| 3.058
|- style="background:gold; color:#202122;"
| [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2003/04]]
| 1/18 ([[Deutsche Fußballmeisterschaft|M.]]/[[DFB-Pokal|P.]])
| 37.666
| 5.700
|}
|}
</div></div>


Nach der Verpflichtung von Trainer Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs 1999 etablierte sich der Verein wieder unter den deutschen Spitzenclubs. Von 1999 bis 2003 fand der Aufbau einer spielstarken Mannschaft statt. Im Jahr 2000 erreichte Werder das [[DFB-Pokal 1999/2000|DFB-Pokalfinale]] (siehe [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 2000|Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2000]]) und im Kalenderjahr 2001 erzielte die Mannschaft die meisten Punkte aller Bundesligisten.
=== Trainer ===
''seit Gründung der Bundesliga 1963''
* [[Thomas Schaaf]] (seit 10. Mai [[1999]])
* [[Felix Magath]] (22. Oktober [[1998]] – 9. Mai [[1999]])
* [[Wolfgang Sidka]] (1. September [[1997]] – 22. Oktober [[1998]])
* [[Dixie Dörner]] (14. Januar [[1996]] – 20. August [[1997]])
* [[Aad de Mos]] ([[1995]] – 9. Januar [[1996]])
* [[Otto Rehhagel]] (2. April [[1981]] – [[1995]])
* [[Kuno Klötzer]] ([[1980]] – [[1981]])
* [[Fritz Langner]] (20. Februar [[1980]] – [[1980]])
* [[Wolfgang Weber]] ([[1978]] – 29. Januar [[1980]])
* [[Fred Schulz]] (2. Januar [[1978]] – [[1978]])
* [[Hans Tilkowski]] ([[1976]] – 22. Dezember [[1977]])
* [[Otto Rehhagel]] (29. Februar [[1976]] – [[1976]])
* [[Herbert Burdenski]] ([[1975]] – 28. Februar [[1976]])
* [[Josef Piontek]] ([[1972]] - [[1975]])
* [[Fritz Langner]] (8. Mai [[1972]] - [[1972]])
* [[Josef Piontek]] (25. Oktober [[1971]] – 7. Mai [[1972]])
* [[Willi Multhaup]] (27. September [[1971]] – 24. Oktober [[1971]])
* [[Robert Gebhardt]] ([[1970]] – 26. September [[1971]])
* [[Hans Tilkowski]] (17. März [[1970]] – [[1970]])
* [[Fritz Rebell]] ([[1969]] – 16. März [[1970]])
* [[Fritz Langner]] (9. September [[1967]] – [[1969]])
* [[Günter Brocker]] ([[1965]] – 4. September [[1967]])
* [[Willi Multhaup]] ([[1963]] – [[1965]])


[[Datei:Thomas Schaaf - SV Werder Bremen (1).jpg|mini|hochkant|Thomas Schaaf]]
=== Wichtige Spieler ===
[[Datei:Klaus Allofs - SV Werder Bremen (3).jpg|mini|hochkant|Klaus Allofs]]
{| {{Prettytable}}

|- {{highlight4}}
Im Ligaspiel gegen [[Hansa Rostock]] am 31. März 2002 gelang es dem Bremer [[Frank Rost]] mit dem Treffer zum 3:3 kurz vor Spielende als zweitem Bundesligatorhüter nach [[Jens Lehmann]], ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen. Nachhaltige Erfolge blieben, mit Ausnahme der UEFA-Cup-Qualifikation [[Fußball-Bundesliga 2001/02|2002]], vorerst aus. Denn die Phase bis 2003 war zugleich von einem eklatanten Mangel an Kontinuität gekennzeichnet, was dazu führte, dass Werder Bremen nach einigen herausragenden Spielen und Ergebnissen meist gegen Saisonende einbrach und seine Chancen verspielte. Daraus resultierend konnten junge und vielversprechende Spieler oft nicht lange gehalten werden, nachdem sie erfolgreichere und finanzstärkere Vereine auf sich aufmerksam gemacht hatten. Andererseits profitierte Werder von den Erlösen aus den Verkäufen von [[Raphael Wicky|Wicky]] (2000), [[Claudio Pizarro|Pizarro]] (2001) sowie [[Frank Rost|Rost]] und [[Torsten Frings|Frings]] (2002). Nach den Wechseln von [[Andreas Herzog|Herzog]] und [[Andree Wiedener|Wiedener]] 2001 verabschiedeten die Bremer mit [[Marco Bode|Bode]] 2002 altersbedingt den letzten Verbliebenen der „goldenen“ Ära unter Otto Rehhagel. Am Ende der Saison [[Fußball-Bundesliga 2002/03|2002/03]] verfehlte Werder zwar als Tabellensechster die Teilnahme am UEFA-Cup, hatte sich aber durch den französischen Nationalspieler und Spielmacher [[Johan Micoud|Micoud]] verstärkt, der zu einer Schlüsselfigur werden sollte. Am 27. Mai 2003 erfolgte die Ausgliederung der Profifußballmannschaft und der anderen leistungssportlich orientierten Mannschaften aus dem nun gemeinnützigen [[Verein|eingetragenen Verein]] in die ''SV Werder Bremen GmbH & Co. [[Kommanditgesellschaft auf Aktien|KGaA]]''.
!Land:

!Name
Die Saison [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2003/04]] begann zwar mit dem Ausscheiden im UI-Cup-Halbfinale gegen den [[ASKÖ Pasching]] ungünstig, wurde aber zur erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte: Die punktuelle Ergänzung der Mannschaft mit erfahrenen Spielern wie [[Andreas Reinke (Fußballspieler, 1969)|Reinke]], [[Ümit Davala|Davala]] und [[Valérien Ismaël|Ismaël]] (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Kader der Saison 2003/04|Kader des Meisterjahres 2003/04]]) führte dazu, dass sich Werder von Beginn an in der Spitzengruppe der Bundesliga festsetzte. Die am 16. Spieltag übernommene Tabellenführung wurde bis zum Saisonende nicht mehr abgegeben, der Vorsprung in der Rückrunde auf bis zu elf Punkte ausgebaut; 23 Spiele in Folge wurden nicht verloren. Mit einem 3:1-Sieg beim schärfsten Verfolger FC Bayern sicherte sich die Mannschaft schon am 32. Spieltag mit der bis dahin besten Auswärtsbilanz, die ein Bundesligist erzielt hatte, die Meisterschaft. Zudem wurde Werders brasilianischer Stürmer [[Aílton]] mit 28 Treffern Torschützenkönig der Liga und als erster ausländischer Spieler [[Fußballer des Jahres (Deutschland)|Fußballer des Jahres]] in Deutschland.
!Spiele/Tore

!Bedeutung
Werder gewann zudem mit einem 3:2 gegen [[Alemannia Aachen]] den [[DFB-Pokal 2003/04|DFB-Pokal]] und damit zum ersten Mal das [[Double (Sport)|Double]], was in der Bundesliga zuvor nur dem [[1. FC Köln]] und dem FC Bayern München geglückt war (→ [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 2004|Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2004]]).

=== 2004 bis 2010: Etablierung als Spitzenmannschaft ===
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
<div class="center">'''Saisondaten 2004 bis 2010'''</div>
<div class="mw-collapsible-content">
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
! Saison
! Platz
! <small>ø Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuschauerzahlen" /></small>
! Mitglieder<ref name="Zeigler 2006, S. 539ff">Zeigler 2006, S. 539 ff.</ref>
! BL-Kader
|-
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2004/05|2004/05]]
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| {{0}}3/18
|[[Richard Ackerschott]]
| 39.579
|21/3
| 15.000
|Ehrenspielführer von Werder Bremen
|
|-
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2005/06]]
|[[Bild:Flag of Brazil.svg|20px|Brasilianer]]
| {{0}}2/18
|[[Ailton]]
| 36.928
|169/88
| 21.000
|Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger mit Werder 2004, DFB-Pokalsieger 1999. 88 Bundesligatore für Werder; erster Ausländer, der in Deutschland [[Fußballer des Jahres]] wurde (2004); Publikumsliebling (genannt ''Toni'', ''Kugelblitz''); aktuell Spieler beim [[Hamburger SV]]
|
|-
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2006/07|2006/07]]
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| {{0}}3/18
|[[Mario Basler]]
| 39.715
|92/36
| 23.500
|mit Werder 1994 DFB-Pokalsieger und 1994/95 Torschützenkönig; WM-Teilnehmer 1994, Europameister 1996
|
|-
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]]
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| {{0}}2/18
|[[Günter Bernard]]
| 40.267
|287/0
| 33.500
|mit Werder 1965 Deutscher Meister; langjähriger Torwart von Werder; Vizeweltmeister 1966
|
|-
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2008/09|2008/09]]
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| 10/18 ([[DFB-Pokal|P.]])
|[[Marco Bode]]
| 40.375
|390/101
| 34.047
|390 Bundesligaspiele für Werder; mit Werder 1993 deutscher Meister, 1991, 1994, 1999 DFB-Pokalsieger, 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger; Europameister 1996, Vizeweltmeister 2002; Rekord-Torschütze von Werder mit 101 Bundesligatoren; Ehrenspielführer von Werder Bremen
|
|-
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2009/10|2009/10]]
|[[Bild:Flag of Norway.svg|20px|Norweger]]
| {{0}}3/18
|[[Rune Bratseth]]
| 36.015
|230/12
|
|mit Werder 1988 und 1993 Deutscher Meister, 1991 und 1994 DFB-Pokalsieger, 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger; WM-Teilnehmer 1994; aktuell Sportdirektor bei [[Rosenborg Trondheim]]
| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2009/10#SV Werder Bremen|BL-Kader]]
|}
</div></div>

[[Datei:Frank baumann tdf.jpg|mini|[[Frank Baumann]] mit dem [[DFL-Ligapokal|Ligapokal]]]] [[Datei:Torsten Frings - SV Werder Bremen (1).jpg|mini|hochkant|[[Torsten Frings]]]]
[[Datei:Diego ribas.jpg|mini|hochkant|[[Diego (Fußballspieler, 1985)|Diego]]]]
In der Saison [[Fußball-Bundesliga 2004/05|2004/05]] verpflichtete Werder nach dem Weggang von [[Aílton]] [[Miroslav Klose]] als dessen Nachfolger. Mit dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales sowie des dritten Platzes in der Bundesliga etablierte sich der Verein in der nationalen Spitze. In der Champions League setzte sich Werder in der Vorrunde als Gruppenzweiter unter anderem gegen den damals amtierenden UEFA-Cup-Sieger [[FC Valencia]] durch und verlor im Achtelfinale zweimal hoch gegen den französischen Serienmeister [[Olympique Lyon]].

Diese insgesamt positive Entwicklung setzte sich in der darauffolgenden Saison [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2005/06]] fort, zu deren Auftakt Frings zu Werder zurückkehrte sowie mit [[Naldo]] ein neuer Innenverteidiger verpflichtet wurde. Der Verein wurde Vizemeister und stellte mit Klose den Torschützenkönig (25 Tore) sowie Top-[[Scorerpunkt|Scorer]] und [[Fußballer des Jahres (Deutschland)|Fußballer des Jahres]]. Im DFB-Pokal schied Bremen beim [[FC St. Pauli]] in einem wegen winterlicher Platzverhältnisse umstrittenen Viertelfinale aus. Die Champions League endete für Werder im Achtelfinale gegen [[Juventus Turin]]. Das Heimspiel hatte Werder durch späte Tore noch mit 3:2 gewonnen, doch ließ Bremens Torhüter [[Tim Wiese]] im Rückspiel in der 88. Minute einen schon abgefangenen Ball wieder fallen, als er zur Zeitgewinnung eine Rolle vollführte, was im Tor zum 1:2 resultierte.

Nach dem Weggang des Spielmachers Micoud wurde dieser [[Fußball-Bundesliga 2006/07|2006/07]] durch [[Diego (Fußballspieler, 1985)|Diego]] ersetzt und die Mannschaft außerdem durch [[Hugo Almeida|Almeida]], [[Clemens Fritz|Fritz]], [[Per Mertesacker|Mertesacker]], [[Pierre Womé|Womé]] und [[Markus Rosenberg|Rosenberg]] verstärkt, womit Werder Bremen mehr als je zuvor investierte<!-- Genaue Höhe unbekannt. Aber: Diego 5, Rosenberg ca. 4, Almeida ca. 3, Mertesacker 4,7 Millionen Euro (+Ablöse für Fahrenhorst)-->. Zum Saisonauftakt gewann Werder den Ligapokal und wurde Herbstmeister. Nach einer Schwächeperiode zu Beginn der Rückrunde, Verunsicherungen durch Wechselgerüchte um und eine Formkrise von Klose sowie Verletzungsproblemen endete die Saison nur auf Rang drei. In der „Todesgruppe“<ref>{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/sport/fussball/cl-ueberraschung-werder-bremen-gelassenheit-in-der-todesgruppe-a-445890.html |titel=CL-Überraschung Werder Bremen: Gelassenheit in der Todesgruppe |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2006-11-01 |abruf=2019-11-01}}</ref> der Champions League mit dem [[FC Chelsea]] und dem [[FC Barcelona]] schied Werder mit zehn Punkten aus sechs Spielen als zu diesem Zeitpunkt bester Dritter aller Zeiten aus. Im [[UEFA-Pokal 2006/07|UEFA-Cup-Wettbewerb]] kam das Aus erst im Halbfinale gegen [[Espanyol Barcelona]].

[[Datei:Mesut Özil Werder Bremen.jpg|mini|hochkant|[[Mesut Özil]]]]

Vor der Saison [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]] verließ Klose den Verein Richtung [[FC Bayern München|München]]. Neben dem Stürmer [[Boubacar Sanogo]] wurde nach einem monatelangen Transferpoker [[Carlos Alberto (Fußballspieler, Dezember 1984)|Carlos Alberto]], bis zu diesem Zeitpunkt mit 7,8 Millionen Euro teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, verpflichtet, der die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Trotz einer Verletzungsmisere<ref>„Werder funkt SOS“, Kicker-Sportmagazin, Bundesliga, S. 8., Hans-Günter Klemm, 26. Juli 2007 Nr. 61.</ref> war Bremen zum Ende der Hinrunde punktgleich mit Herbstmeister Bayern München. Am 8. Spieltag landete Werder dabei einen historischen 8:1-Heimsieg gegen [[Arminia Bielefeld]]. Eine sportliche Krise zu Beginn der Rückrunde kostete Werders Meisterchance, doch wurde Bremen durch eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage zum Saisonende noch Vizemeister. Mit insgesamt 20 verschiedenen Spielern, die ein Tor erzielten, stellte die Mannschaft dabei einen neuen Bundesligarekord auf. In der Champions League erreichte Werder den dritten Vorrundenrang, hinter Olympiakos Piräus und Real Madrid, und schied im UEFA-Cup (0:2 u. 1:0 gegen Glasgow Rangers) wie auch im DFB-Pokal (1:2 gegen Borussia Dortmund) im Achtelfinale aus.

Der Kader für die Spielzeit [[Fußball-Bundesliga 2008/09|2008/09]] veränderte sich kaum. Einzig [[Tim Borowski]], Leistungsträger der vergangenen Jahre, verließ den Verein Richtung Bayern. Für den Sturm wurde mit Claudio Pizarro ein ehemaliger Werderaner vom [[FC Chelsea]] ausgeliehen. Die Bundesliga-Saison verlief mit Platz 10 so schlecht wie zuletzt zu Beginn von Schaafs Amtszeit bei Werder Bremen. Die Mannschaft schoss in fünf Spielen jeweils fünf Tore, was keinem anderen Bundesligaclub gelang. Dem standen allerdings 13 Niederlagen gegenüber, teilweise gegen Abstiegskandidaten. In der Champions League schied Werder in der Gruppenphase aus, erreichte aber wieder den UEFA-Cup. Nach Siegen über die [[AC Mailand]], den [[AS Saint-Étienne]], [[Udinese Calcio]] und den [[Hamburger SV]] erreichten die Grün-Weißen das Finale im [[Şükrü Saracoğlu Stadı|Şükrü-Saracoğlu-Stadion]] in Istanbul, wo sie [[Schachtar Donezk]] mit 1:2 nach Verlängerung unterlagen. Werder Bremen gewann dafür den [[DFB-Pokal 2008/09|DFB-Pokal]] durch ein 1:0 im Endspiel gegen [[Bayer 04 Leverkusen|Bayer Leverkusen]] und qualifizierte sich damit für die [[UEFA Europa League]].

Vor der Saison [[Fußball-Bundesliga 2009/10|2009/10]] erfolgte ein Umbruch im Werder-Mittelfeld. Der langjährige Kapitän [[Frank Baumann]] beendete seine Karriere, der Brasilianer Diego wechselte zu [[Juventus Turin]]. [[Torsten Frings]] wurde zum neuen Mannschaftsführer ernannt und [[Marko Marin]] von [[Borussia Mönchengladbach]] verpflichtet. Zusätzlich kehrten [[Tim Borowski]] vom [[FC Bayern München]] sowie [[Claudio Pizarro]] vom [[FC Chelsea]] zurück. [[Mesut Özil]] etablierte sich als neuer Spielmacher in der Bremer Mannschaft, wechselte jedoch noch vor Beginn der [[Fußball-Bundesliga 2010/11|Saison 2010/11]] zu [[Real Madrid]]. In der [[UEFA Europa League 2009/10|Europa League 2009/10]] scheiterte die Mannschaft im Achtelfinale am [[FC Valencia]]. Werder erreichte im [[DFB-Pokal 2009/10|DFB-Pokal 2010]] wie in der Vorsaison das Finale, unterlag dort jedoch dem FC Bayern München mit 0:4. In der Bundesliga sicherte sich Bremen mit dem 3. Platz die Teilnahme an der Qualifikation für die [[UEFA Champions League 2010/11|Champions League]], in der man sich gegen [[Sampdoria Genua]] durchsetzen und somit für die Gruppenphase qualifizieren konnte.

=== 2010 bis 2021: Niedergang und zweiter Abstieg ===
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
<div class="center">'''Saisondaten 2010 bis 2021'''</div>
<div class="mw-collapsible-content">
{| class="wikitable" style="margin:0; width:100%; border:hidden;"
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! Saison
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
! Platz
|[[Dieter Burdenski]]
! <small>ø Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuschauerzahlen" /></small>
|444/1
! Mitglieder
|Mit 444 Bundesligaspielen Rekordspieler des SV Werder Bremen; 1983, 1985 und 1986 Vizemeister mit Werder Bremen; 1988 Deutscher Meister; WM-Teilnehemer 1978, EM-Teilnehmer 1984; bis 2005 Torwarttrainer bei Werder; Ehrenspielführer von Werder Bremen
! BL-Kader
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| [[Fußball-Bundesliga 2010/11|2010/11]]
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| 13/18
|[[Dieter Eilts]]
| 37.620
|390/7
| 39.563
|390 Bundesligaspiele für Werder, mit Werder 1988 und 1993 deutscher Meister, 1991, 1994, 1999 DFB-Pokalsieger, 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger; Europameister 1996; Ehrenspielführer von Werder Bremen; aktuell Trainer U-21 Deutschland
| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2010/11#SV Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2011/12|2011/12]]
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
| {{0}}9/18
|[[Matthias Heidemann]]
| 40.808
|3/0
| 40.400
|WM-Dritter 1934; erster Teilnehmer Werders bei einer Fußball-WM (1934); gestorben 1970
| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2011/12#SV Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2012/13|2012/13]]
|[[Bild:Flag of Austria.svg|20px|Österreicher]]
| 14/18
|[[Andreas Herzog]]
| 40.639
|236/57
| 40.000
|mit Werder 1993 Deutscher Meister, 1994 und 1999 DFB-Pokalsieger; Rekordnationalspieler Österreichs (103 Spiele); aktuell Mitglied des Trainerstabs der Österreichischen Nationalmannschaft
| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2012/13#SV Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2013/14|2013/14]]
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
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| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2013/14#SV Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2014/15|2014/15]]
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| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2014/15#Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2015/16|2015/16]]
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| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2015/16#Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2016/17|2016/17]]
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| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2016/17#Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2017/18|2017/18]]
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| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2017/18#Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2018/19|2018/19]]
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| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2018/19#Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2019/20|2019/20]]
| 16/18
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| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2019/20#Werder Bremen|BL-Kader]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2020/21|2020/21]]
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| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2020/21#Werder Bremen|BL-Kader]]
|}
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In der Bundesliga-Saison [[Fußball-Bundesliga 2010/11|2010/11]] kämpfte Werder gegen den Abstieg und landete am Ende auf Platz 13, die schlechteste Platzierung seit Thomas Schaafs Dienstantritt. Im DFB-Pokal scheiterte Bremen in der 2. Runde am FC Bayern. In der Champions League traf Werder auf [[Inter Mailand]], [[FC Twente Enschede]] und [[Tottenham Hotspur]]. Mit nur fünf Punkten aus sechs Spielen schied Bremen als Gruppenletzter aus. Das letzte Gruppenspiel am 7. Dezember 2010 gegen Inter Mailand, welches die Werderaner mit 3:0 gewannen, ist bis heute – Stand 10. Juli 2023 – der letzte Europapokalauftritt der Bremer.

In der Saison [[Fußball-Bundesliga 2011/12|2011/12]] schied Werder gegen den Drittligisten [[1. FC Heidenheim]] gleich in der 1. Runde des DFB-Pokals aus. In der Bundesliga spielte man jedoch eine erfolgreiche Hinrunde, die auf dem 5. Platz abgeschlossen wurde. Mit sieben Siegen aus acht Spielen stellte man die beste Heimmannschaft der Liga. Dagegen war die Rückrunde mit 13 Punkten die schlechteste des Vereins in der Bundesliga. In der Abschlusstabelle wurde so nur der 9. Platz erreicht und damit die lange Zeit für möglich gehaltene Teilnahme an der Europa-League-Qualifikationsrunde verpasst.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kreiszeitung.de/werder-bremen/grosse-hoffnungen-grosse-enttaeuschungen-1537572.html |titel=Große Hoffnungen, große Enttäuschungen |werk=Kreiszeitung |datum=2011-12-21 |abruf=2013-08-28}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/aktuell/news/profis/20112012/spielberichte/bundesliga/spielbericht-fcschalke04/ |titel=Huntelaar vermiest Werder das Saisonfinale |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2012-05-05 |abruf=2019-10-16}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.kreiszeitung.de/werder-bremen/gott-dank-vorbei-2305393.html |titel=„Gott sei Dank ist es vorbei“ |werk=Kreiszeitung |datum=2012-05-05 |abruf=2019-10-16}}</ref> Unter anderem bedingt durch zahlreiche Verletzungen stand am 24. März 2012 die jüngste Startelf der Vereinsgeschichte (Altersdurchschnitt 22,7 Jahre) auf dem Spielfeld.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.transfermarkt.de/jumplist/durchschnittsalter/wettbewerb/L1/saison_id/2011 |titel=Jüngste Startelf |werk=transfermarkt.de |abruf=2019-10-16}}</ref> Nach der Saison verließen mit Pizarro, Wiese, Naldo, Borowski, Rosenberg und Marin mehrere langjährige Spieler den Verein. Am 14. November 2012 verließ auch [[Klaus Allofs]] nach über 13 Jahren Managertätigkeit den Club und wechselte zum Ligarivalen [[VfL Wolfsburg]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/werder-bremen/article111025278/Allofs-Wechsel-perfekt-Werder-wuetend.html |titel=Allofs-Wechsel perfekt – Werder wütend |werk=welt.de |datum=2012-11-14 |abruf=2018-04-06}}</ref> Sein Nachfolger wurde [[Thomas Eichin]]. Nach einer Rückrunde mit nur zwei Siegen spielte man zum Saisonende gegen den Abstieg und konnte diesen erst am vorletzten Spieltag abwenden. Der Verein trennte sich noch vor dem letzten Spieltag am 15. Mai 2013 einvernehmlich von [[Thomas Schaaf]]. Für den 34. Spieltag übernahmen die Co-Trainer [[Wolfgang Rolff]] und [[Matthias Hönerbach]].

Werder Bremen verpflichtete als Nachfolger von Schaaf im Mai 2013 [[Robin Dutt]], zuletzt Sportdirektor des DFB und zuvor Trainer bei [[SC Freiburg]] und [[Bayer 04 Leverkusen|Bayer Leverkusen]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.fr.de/sport/sport-mix/dutt-wird-nachfolger-schaaf-11348474.html |titel=Dutt wird Nachfolger von Schaaf |werk=[[Frankfurter Rundschau]] |datum=2013-05-27 |abruf=2019-10-16}}</ref> Die Co-Trainer von Schaaf, Rolff, Hönerbach und Torwarttrainer [[Michael Kraft (Fußballspieler)|Michael Kraft]], wurden beurlaubt und verließen den Verein, da Dutt seine Assistenten aus Freiburg und Leverkusen, [[Damir Burić]] und Torwarttrainer [[Marco Langner (Fußballspieler)|Marco Langner]], mit nach Bremen brachte.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kreiszeitung.de/werder-bremen/dutt-sagt-noch-jein-2921876.html |titel=Dutt sagt Ja, der DFB noch Jein |werk=Kreiszeitung |hrsg=Kreiszeitung |datum=2013-05-24 |abruf=2013-09-21}}</ref> Lediglich Athletiktrainer Reinhard Schnittker blieb in Bremen und arbeitete mit Dutt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kreiszeitung.de/werder-bremen/dutt-eine-gute-entscheidung-werder-2923401.html |titel=„Dutt ist eine gute Entscheidung für Werder“ |werk=Kreiszeitung |datum=2013-05-25 |abruf=2013-09-21}}</ref> Dutt erhielt einen Dreijahresvertrag bis 2016. Im DFB-Pokal schied Werder gegen den Drittligisten Saarbrücken zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde aus. Die 0:7-Heimniederlage gegen Bayern München war die höchste in Werders Bundesligageschichte. Die [[Fußball-Bundesliga 2013/14|Saison]] schloss die Mannschaft auf Platz 12 ab. [[Aaron Hunt]] verließ nach 13 Jahren den Verein.

Im Oktober 2014 trennte sich Bremen nach dem 9. Spieltag der [[Fußball-Bundesliga 2014/15|Saison 2014/15]] von Dutt, nachdem Werder seit Saisonbeginn kein Bundesligaspiel gewonnen hatte.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/werder-bremen-der-schlechteste-trainer-der-vereins-geschichte-13229253.html |titel=Der schlechteste Trainer der Vereins-Geschichte |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum=2014-10-25 |abruf=2019-10-16}}</ref> Nachfolger wurde mit einem Vertrag bis 2017 [[Viktor Skripnik]], vormals Trainer der zweiten Mannschaft, mit [[Florian Kohfeldt]] und den ehemaligen Werder-Profis Torsten Frings und [[Christian Vander]] in seinem Trainerteam.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/sport_nt/article133655355/Aus-fuer-Dutt-in-Bremen-Skripnik-und-Frings-uebernehmen.html |titel=Aus für Dutt in Bremen – Skripnik und Frings übernehmen |werk=welt.de |datum=2014-10-25 |abruf=2018-04-06}}</ref> Vom 17. bis zum 21. Spieltag erzielte die Mannschaft in der Liga fünf Siege in Folge. Am 29. Spieltag feierte Bremen mit einem 1:0 gegen den Erzrivalen [[Hamburger SV]] den 500. Bundesliga-Heimsieg; eine Marke, die zuvor nur der [[FC Bayern München]] erreicht hatte. Am Saisonende belegte die Mannschaft, die am 16. Spieltag noch Tabellenletzter war, Platz 10. Im [[DFB-Pokal 2014/15|DFB-Pokal]] schied sie im Achtelfinale gegen den Drittligisten [[Arminia Bielefeld]] aus.

In der [[Fußball-Bundesliga 2015/16|Spielzeit 2015/16]] stand der SV Werder nach Abschluss der Vorrunde mit 15 Punkten auf dem Relegationsplatz. Die Rückrunde verlief zwar besser, da dies aber auch bei den meisten Mitabstiegskonkurrenten der Fall war, kam es am letzten Spieltag zu einem „Endspiel“ gegen Eintracht Frankfurt. Mit einem Treffer in der 88. Spielminute gewann die Mannschaft 1:0 und verbesserte sich mit 38 Punkten noch auf den 13. Tabellenrang. Im [[DFB-Pokal 2015/16|DFB-Pokal]] wurde nach Auswärtssiegen über Borussia Mönchengladbach (4:3) und Bayer Leverkusen (3:1) nach 2010 wieder einmal das Halbfinale erreicht, in dem man beim FC Bayern mit 0:2 unterlag. Am 19. Mai 2016 wurde die sofortige Ablösung des Sportdirektors und Geschäftsführers [[Thomas Eichin]] bekannt gegeben, sein Nachfolger wurde [[Frank Baumann]], der unter Klaus Allofs und Thomas Eichin bis 2015 bereits als Assistent der Geschäftsleitung bei Werder tätig gewesen war.

Nachdem man Abgänge wie die von [[Jannik Vestergaard]] und [[Anthony Ujah]] hatte kompensieren müssen, gelang unter anderem die Verpflichtung von [[Max Kruse (Fußballspieler)|Max Kruse]], der bereits in der Jugend für Werder gespielt hatte und inzwischen zum Nationalspieler aufgestiegen war. Im [[DFB-Pokal 2016/17|DFB-Pokal]] schied die Mannschaft gegen die [[Sportfreunde Lotte]] bereits zum vierten Mal innerhalb von sieben Jahren in der ersten Runde aus. Nachdem der Verein die ersten drei Spiele der [[Fußball-Bundesliga 2016/17|neuen Saison]] verloren hatte, trennte man sich von Trainer Skripnik und übertrug dessen Aufgaben an den bisherigen U-23-Trainer [[Alexander Nouri]], zunächst interimistisch, dann als neuen Cheftrainer. In der Rückrunde gelang eine Serie mit elf Spielen ohne Niederlage, darunter neun Siegen, womit man sich der Abstiegssorgen entledigte und bis auf Platz sechs vorrückte. Die letzten drei Saisonspiele gingen wieder verloren, obwohl man jedes Mal drei Tore erzielte. Am Ende wurde mit dem achten Rang die beste Platzierung seit 2010 erzielt. Am 30. Oktober 2017 wurde Nouri nach einem Saisonstart mit zehn Spielen ohne Sieg freigestellt. Der zunächst als Interimslösung eingesetzte U-23-Trainer [[Florian Kohfeldt]] wurde am 10. November 2017 zum neuen Cheftrainer ernannt.<ref>{{Internetquelle |autor=Kevin Sommer, Maik Hanke |url=https://www.deichstube.de/news/florian-kohfeldt-bleibt-cheftrainer-werder-bremen-9172765.html |titel=Bisheriger U23-Coach steigt auf – Baumann macht Kohfeldt zum Chef |werk=deichstube.de |datum=2017-11-10 |abruf=2019-10-17}}</ref> Am 19. November 2017 erreichte die Mannschaft schließlich ihren ersten Saisonsieg 2017/18 mit einem 4:0 gegen Hannover 96. Mit weiteren Siegen gegen den VfB Stuttgart (1:0) und bei Borussia Dortmund (2:1) erreichte man bis zur Winterpause den Anschluss an das untere Mittelfeld. In einer wieder mal sehr guten zweiten Saisonhälfte – seit der Spielzeit 2014/15 ist die Rückrunde von Werder stets deutlich besser als die Vorrunde – gelang der Klassenerhalt schon einige Spieltage vor Saisonschluss, am Ende landete das Team auf dem elften Rang. Im [[DFB-Pokal 2017/18|Pokal]] schaffte man es bis ins Viertelfinale, wo man bei Bayer Leverkusen mit 2:4 n.&nbsp;V. verlor.

Im Sommer 2018 verließen mit [[Thomas Delaney]] und [[Zlatko Junuzović]] zwei Leistungsträger den Verein. Neu verpflichtet wurden [[Martin Harnik]] von [[Hannover 96]], der bereits von 2006 bis 2010 in Bremen unter Vertrag stand, der Niederländer [[Davy Klaassen]] vom [[FC Everton]] und [[Yūya Ōsako]] vom [[1. FC Köln]] sowie der ehemalige türkische Nationalspieler [[Nuri Şahin]] von Borussia Dortmund. Nach acht Spieltagen lag Werder auf dem dritten Tabellenplatz und fiel am Ende der Hinrunde auf den zehnten Rang zurück. In der Rückrunde blieb man 13 Spieltage ungeschlagen. Bis zum letzten Spieltag war der siebte Platz möglich, der die Qualifikation für die Europa League bedeutet hätte. Letztlich wurde es mit 53 Punkten – den meisten seit 2010 – der achte Rang. Im [[DFB-Pokal 2018/19|DFB-Pokal]] behielt das Team im Achtelfinale beim Ligazweiten Borussia Dortmund im Elfmeterschießen die Oberhand und schaffte mit einem Sieg beim FC Schalke 04 den Einzug ins Halbfinale, wo man daheim gegen den FC Bayern durch einen Strafstoß mit 2:3 unterlag. Damit endete eine Serie, bei der man im heimischen Weserstadion 31 Jahre und 37 Spiele in diesem Wettbewerb ungeschlagen blieb.

Zur [[Fußball-Bundesliga 2019/20|Saison 2019/20]] verließ [[Max Kruse (Fußballspieler)|Max Kruse]] den Verein und wechselte zu [[Fenerbahçe Istanbul]]. Neuzugang war unter anderem der ehemalige Jugendspieler [[Niclas Füllkrug]], der von Hannover 96 verpflichtet wurde und von 2012 bis 2013 bereits 23 Bundesligaspiele für den SV Werder Bremen absolviert hatte. Die Hinrunde schlossen die Bremer nach vier Niederlagen in Folge mit 14 Punkten auf dem 17. Platz ab, was die schlechteste Bundesliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte bedeutete.<ref>[https://www.deichstube.de/news/werder-bremen-krise-florian-kohfeldt-plan-im-abstiegskampf-bundesliga-zr-13353088.html ''Werder-Coach Florian Kohfeldt will so weitermachen – aber besser.''] In: ''deichstube.de''. 1. Februar 2020, abgerufen am 27. Juni 2020.</ref> Als Mitte März die Spielzeit aufgrund der [[COVID-19-Pandemie]] unterbrochen wurde, stand Werder nach dem 25. Spieltag noch immer auf dem vorletzten Platz. Nachdem der Spielbetrieb nach rund zwei Monaten mit [[Geisterspiel]]en wieder aufgenommen worden war, wuchs der Rückstand auf den Relegationsplatz zeitweise auf 5 Punkte an. Vor dem letzten Spieltag betrug der Rückstand auf [[Fortuna Düsseldorf]] 2 Punkte und 4 Tore. Durch einen 6:1-Sieg gegen den [[1. FC Köln]] erreichte Werder mit 31 Punkten den 16. Platz und damit die [[2. Fußball-Bundesliga 2019/20#Relegation|Relegation]] gegen den [[1. FC Heidenheim]]. Mit einem 0:0 im Hinspiel und dem 2:2 im Rückspiel wurde der Ligaverbleib erreicht. Im [[DFB-Pokal 2019/20|DFB-Pokal]] schaffte man es mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund ins Viertelfinale, wo man bei Eintracht Frankfurt unterlag.

Die [[Fußball-Bundesliga 2020/21|Bundesliga-Saison 2020/21]] begann für den SV Werder Bremen mit einer Heimniederlage gegen [[Hertha BSC]]. Zum Ende der Hinrunde belegten die Bremer den 13. Platz. Nach nur einem Punkt aus den letzten neun Spielen wurde Kohfeldt vor dem letzten Spieltag freigestellt und bis zum Saisonende durch [[Thomas Schaaf]] ersetzt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/sport/fussball/werder-bremen-thomas-schaaf-uebernimmt-fuer-florian-kohfeldt-a-77c52ab5-c283-4c0d-bef7-8ee45082382c |titel=Kohfeldt muss gehen – Schaaf soll Werder Bremen vor dem Abstieg retten |titelerg=Werder steht nur noch auf dem Relegationsplatz, jetzt hat sich der Klub doch von Florian Kohfeldt getrennt. Der ehemalige Bremer Trainer Thomas Schaaf übernimmt bis Saisonende. |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2021-05-16 |abruf=2021-05-16}}</ref> Die Mannschaft stand zu diesem Zeitpunkt auf dem Relegationsplatz, wobei die Differenz auf einen direkten Abstiegsplatz und den ersten Nicht-Abstiegsplatz jeweils einen Punkt betrug. Nach einer 2:4-Niederlage gegen [[Borussia Mönchengladbach]] am 34. Spieltag und einem gleichzeitigen 1:0-Sieg des Konkurrenten [[1. FC Köln]] gegen den bereits als Absteiger feststehenden [[FC Schalke 04]] stieg Werder Bremen als Tabellenvorletzter zum zweiten Mal nach [[Fußball-Bundesliga 1979/80|1980]] in die [[2. Fußball-Bundesliga|2. Bundesliga]] ab.

=== Seit 2021: Wiederaufstieg und Konsolidierung ===
<div class="mw-collapsible mw-collapsed float-right hintergrundfarbe5" style="border:1px solid; margin:.5em 0 .5em 1em;">
<div class="center">'''Saisondaten ab 2021'''</div>
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! Saison
! Platz
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! Mitglieder
! BL-Kader
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| [[2. Fußball-Bundesliga 2021/22|2021/22]]*
| 2/18
| 26.972
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| [[Kader der 2. Fußball-Bundesliga 2021/22#Werder Bremen|Kader]]
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2022/23|2022/23]]
| 13/18
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| 42.407<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/weitere-news/2022/2023/mitgliederzahlen-20122022/ |titel=42.407! Mitgliederzahl des SV Werder Bremen erreicht neuen Höchststand |werk=werder.de |datum=2022-12-20 |sprache=de |abruf=2024-12-19}}</ref>
| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2022/23#Werder Bremen|Kader]]
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2023/24|2023/24]]
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| 48.000<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/profis/2023/2024/mitgliederrekord-191123/ |titel=Neue Struktur der Mitgliedschaft beschlossen |werk=werder.de SV Werder Bremen |datum=2023-11-19 |sprache=de |abruf=2024-12-19}}</ref>
| [[Kader der deutschen Fußball-Bundesliga 2023/24#Werder Bremen|Kader]]
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! colspan="5"| <small>*Spielzeit in der 2. Bundesliga</small>
|}
</div></div>

Zur [[2. Fußball-Bundesliga 2021/22|Saison 2021/22]] und nach dem Abgang zahlreicher Leistungsträger verpflichtete der Verein [[Markus Anfang]] als neuen Cheftrainer<ref>[https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20202021/neubeginn-mit-markus-anfang-01062021/ ''Neubeginn mit Markus Anfang.''] In: ''werder.de'', 1. Juni 2021, abgerufen am 28. November 2021.</ref>, mit dem die Mannschaft ordentlich in die Spielzeit startete. Nachdem Mitte November gegen Anfang Vorwürfe erhoben worden waren, sein Impfzertifikat während der zu dieser Zeit grassierenden [[COVID-19-Pandemie]] gefälscht zu haben, trat er zusammen mit seinem Assistenten [[Florian Junge]] am 20. November 2021 mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurück.<ref>[https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20212022/anfang-und-jung-treten-zurueck-20112021/ ''Markus Anfang und Florian Junge treten mit sofortiger Wirkung von ihren Posten zurück.''] In: ''werder.de'', 20. November 2021, abgerufen am 28. November 2021.</ref> Zunächst übernahm Co-Trainer [[Danijel Zenkovic]] für eine Begegnung die Mannschaft, ehe er sich mit [[SARS-CoV-2]] infizierte und für ein Spiel durch [[Christian Brand (Fußballspieler)|Christian Brand]], Trainer der U-19-Mannschaft der Hanseaten, ersetzt werden musste.<ref>[https://www.werder.de/de/aktuell/news/profis/20212022/danijel-zenkovic-und-nicolai-rapp-mit-corona-infektion-23112021/ ''Zenkovic und Rapp mit positiven Corona-Befunden.''] In: ''werder.de'', 23. November 2021, abgerufen am 28. November 2021.</ref> Am 28. November 2021 gab der Verein [[Ole Werner]], der bis September noch Cheftrainer beim Ligakonkurrenten [[Holstein Kiel]] gewesen war, als neuen Trainer von Werder bekannt.<ref>[https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20212022/neuer-cheftrainer-des-sv-werder-bremen-28112021/ ''Ole Werner wird neuer Cheftrainer von Werder Bremen.''] In: ''werder.de'', 28. November 2021, abgerufen am 28. November 2021.</ref> Unter Werner gewann der SV Werder die ersten sieben Spiele und rückte auf einen direkten Aufstiegsplatz vor. Die Saison schloss die Mannschaft mit 63 Punkten auf dem 2. Platz ab und stieg somit direkt wieder in die Bundesliga auf. Dort spielte man mit 21 Punkten und dem elften Platz eine solide Vorrunde – mit dem 3:2-Erfolg in Dortmund nach 0:2-Rückstand in der 88. Minute<ref>[https://www.kicker.de/dortmund-gegen-bremen-2022-bundesliga-4781450/analyse ''Denkwürdige Schlussphase: Werder schockt Dortmund in sechs Minuten.''] In: ''kicker.de'', 20. August 2022.</ref> und einem 5:1-Heimsieg gegen Mönchengladbach<ref>[https://www.kicker.de/bremen-gegen-mgladbach-2022-bundesliga-4781503/analyse ''Heimfluch besiegt, Gladbach überrollt: Füllkrug und Ducksch drehen auf.''] In: ''kicker.de'', 1. Oktober 2022.</ref> als Höhepunkte. Die Rückrunde war durch etliche knappe Niederlagen geprägt, dennoch sicherte man am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt und belegte am [[Fußball-Bundesliga 2022/23|Saisonende]] mit 36 Punkten den 13. Rang. [[Niclas Füllkrug]] wurde mit 16 Toren zusammen mit dem Leipziger [[Christopher Nkunku]] Torschützenkönig.

Trotz des Abgangs von Füllkrug platzierte Werder sich in der [[Fußball-Bundesliga 2023/24|Spielzeit 2023/24]] mit dem 9. Rang in der vorderen Tabellenhälfte. Dabei gelangen in der Rückrunde ein 1:0-Auswärtserfolg gegen Bayern München – nach 28 sieglosen Spielen gegen diesen Gegner –,<ref>[https://www.kicker.de/bayern-gegen-bremen-2024-bundesliga-4862119/analyse ''Und dann kam Weiser! Werder sorgt in München für eine faustdicke Überraschung.''] In: ''kicker.de'', 21. Januar 2024.</ref> sowie ein 2:1-Sieg gegen den späteren Zweiten VfB Stuttgart.<ref>[https://www.kicker.de/bremen-gegen-stuttgart-2024-bundesliga-4862234/analyse ''Doppelpacker Ducksch führt Bremen zum Sieg.''] In: ''kicker.de'', 21. April 2024.</ref>

== Historische Spiele und die „Wunder von der Weser“ ==
Bekannt ist der SV Werder für seine „Wunder von der Weser“. [[Europapokal]]spiele, die entweder nach dem Hinspiel bereits verloren schienen oder in denen Werder scheinbar aussichtslos zurücklag, die aber dann noch umgebogen wurden, verschafften dem Verein über Deutschlands Grenzen hinaus hohes Ansehen und begründeten bzw. festigten Werders Ruf als Europapokalmannschaft.

* Am 1. Mai 1984 fand das [[DFB-Pokal-Halbfinale 1984#Erstes Halbfinalspiel Borussia Mönchengladbach – Werder Bremen|DFB-Pokal-Halbfinale]] zwischen [[Borussia Mönchengladbach]] und Werder Bremen statt: Mönchengladbach führte zur Pause mit 2:1, in der 76. Minute fiel sogar das 3:1, doch Werder drehte durch drei Treffer in fünf Minuten (77., 80., 82.) das Spiel auf 3:4. In der letzten Minute gelang dem gerade eingewechselten [[Hans-Jörg Criens]] zunächst der Ausgleich und in der Verlängerung der Siegtreffer zum 5:4 für Mönchengladbach (107.).
* Im [[UEFA-Pokal 1984/85|UEFA-Cup der Saison 1984/85]] führte Werder gegen den RSC Anderlecht nach einer 0:1-Niederlage im Heimspiel bereits durch zwei Tore von [[Wolfgang Sidka]] mit 2:0, als diesem ein Eigentor unterlief, wodurch Werder ausschied.
* 1986/87 verlor Werder im [[UEFA-Pokal 1986/87|UEFA-Cup]] das Hinspiel bei [[Atlético Madrid]] mit 0:2, holte das Resultat im Rückspiel auf und traf kurz vor Schluss die Latte, schied jedoch durch ein Gegentor in der Verlängerung aus.
* 1987/88 verlor Werder Bremen im [[UEFA-Pokal 1987/88|UEFA-Pokal]] bei [[Spartak Moskau]] 1:4, egalisierte im Weserstadion zunächst das Hinspielergebnis und gewann in der Verlängerung schließlich 6:2. Dabei drohte wegen starken Nebels ständig ein Spielabbruch und damit eine Neuansetzung.<ref>Norbert Kuntze: ''Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden''. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 22.</ref>
* 1988/89 verlor der SVW im [[UEFA Champions League|Europapokal der Landesmeister]] beim [[BFC Dynamo]] 0:3, gewann jedoch das Rückspiel nach überwiegend offensivem Spiel klar mit 5:0.
* [[UEFA Champions League 1993/94#Gruppe B|1993/94]] stand es im Gruppenspiel der Champions League gegen [[RSC Anderlecht]] nach 66 Minuten 0:3, doch Werder gewann noch 5:3.
* Im [[UEFA-Pokal 1999/2000]] verlor Werder zunächst bei [[Olympique Lyon]] 0:3, siegte jedoch im Rückspiel mit 4:0. Auch die UEFA-Pokal-Begegnungen gegen [[Brann Bergen|SK Brann]] ([[UEFA-Pokal 1998/99|1998/99]], Hinspiel 0:2, Rückspiel 4:0 n.&nbsp;V.) und [[Antalyaspor]] ([[UEFA-Pokal 2000/01|2000/01]], Hinspiel 0:2, Rückspiel 6:0) folgten diesem Muster.
* Im Achtelfinale der [[UEFA Champions League 2005/06|Champions League 2005/06]] lag Werder im Hinspiel gegen [[Juventus Turin]] nach einer 1:0-Führung nach 82 Minuten 1:2 zurück, durch Tore in der 87. und 92. Minute gelang die Wende und der Sieg. Das Rückspiel verloren die Bremer nach 1:0-Führung mit 1:2 und schieden aufgrund der Auswärtstorregel aus. Das entscheidende Tor für Juventus fiel erst in der 88. Minute, wobei Werder-Torwart [[Tim Wiese]] der Ball beim Abrollen nach einer abgefangenen Flanke aus den Händen glitt. Juve-Profi [[Emerson (Fußballspieler, 1976)|Emerson]] musste den Ball anschließend nur noch in das leere Tor schieben.
* Am 18. März 2010 gelang Werder im Rückspiel der [[UEFA Europa League 2009/10|Europa League]] gegen den [[FC Valencia]] nach 1:3-Rückstand zur Halbzeitpause und zwischenzeitlichem 3:4 zwar noch ein 4:4-Remis, aufgrund des Hinspiel-Ergebnisses (1:1) schied Werder jedoch aus.
* In der Qualifikation zur [[UEFA Champions League 2010/11|Champions League 2010/11]] verschafften sich die Bremer im heimischen Weserstadion gegen [[Sampdoria Genua]] mit 3:1 eine gute Ausgangsposition. Im Rückspiel in Genua lag Bremen jedoch bereits nach 13 Minuten 0:2 zurück und wäre damit ausgeschieden. Kurz vor Schluss fiel sogar das 3:0 für die Italiener. In der 3. Minute der Nachspielzeit traf [[Markus Rosenberg]] mit einem Fernschuss aus halbrechter Position zum 3:1 und rettete Werder in die Verlängerung. Rosenberg war zuvor für [[Sandro Wagner]] eingewechselt worden, weil dessen Trikot nach einer Verletzung mit Blut beschmiert war und es mangels Ersatztrikot nicht, wie im Reglement gefordert, ausgetauscht werden konnte. In der 100. Minute schoss [[Claudio Pizarro]] mit seinem Treffer zum 2:3 die Bremer in die Gruppenphase.
* In der Bundesliga-Hinrunde der [[Fußball-Bundesliga 2022/23|Saison 2022/23]] lag Werder bei [[Borussia Dortmund]] noch in der 88. Spielminute mit 0:2 zurück. Einwechselspieler [[Lee Buchanan]] erzielte in der 89. Spielminute den Anschlusstreffer, worauf noch zwei weitere „Joker“-Tore durch [[Niklas Schmidt]] (90.+3) und [[Oliver Burke]] (90.+5) in der fünfminütigen Nachspielzeit folgten. Werder schaffte damit ein Novum: Noch nie zuvor gelang es in der Bundesliga-Historie einer Mannschaft, einen Zweitore-Rückstand ab der 89. Spielminute oder später in einen Sieg umzumünzen bzw. noch drei Tore zu erzielen.<ref>[https://www.kicker.de/bremen-schaffte-etwas-was-in-den-top-5-ligen-zuletzt-8529-mal-nicht-gelang-914056/artikel ''Bremen schaffte etwas, was in den Top-5-Ligen zuletzt 8529-mal nicht gelang.''] In: [[Kicker Online]], 21. August 2022, abgerufen am 21. August 2022.</ref>
* Am 5. Spieltag der [[Fußball-Bundesliga 2024/25|Saison 2024/25]] lag Werder Bremen bei der [[TSG 1899 Hoffenheim]] bereits nach 12 Spielminuten mit 0:3 zurück. Werder schaffte es aber noch in der ersten Halbzeit das Spiel auszugleichen und am Ende mit 4:3 zu gewinnen. Dies war erst die neunte Partie in der Geschichte der Bundesliga, in der eine Mannschaft nach einem Rückstand von mindestens drei Toren Differenz noch gewinnen konnte.<ref>[https://www.kicker.de/sieg-nach-0-3-rueckstand-werders-acht-vorgaenger-1055288/slideshow ''Die Bruchweg-Boys und immer wieder Bayern: Sieg nach 0:3-Rückstand: Werders acht Vorgänger''], [[Kicker (Sportmagazin)|kicker.de]], 30. September 2024</ref>

== Erfolge und Statistiken ==
<gallery>
DFB-Pokal 2007 Nürnberg Schaukasten.jpg|Sechsmaliger DFB-Pokal-Gewinner
DFL Supercup 01.jpg|Dreimaliger Supercup-Gewinner
DFL Ligapokal 02.jpg|Ligapokal-Gewinner
HK CWB 銅鑼灣 Causeway Bay 時代廣場 Times Square mall void exhibition Juventus Football Club September 2021 SS2 004.jpg|Gewinner Europapokal der Pokalsieger
</gallery>

=== Ligazugehörigkeit ===
{{Zeitleiste Ligazugehörigkeit Werder Bremen}}

Für die beiden [[Fußball-Bundesliga 2019/20|Saisons 2019/20]] und [[Fußball-Bundesliga 2020/21|2020/21]] war Werder Bremen alleiniger Rekordhalter bei der Ligazugehörigkeit zur Bundesliga mit lediglich einer verpassten Spielzeit [[2. Fußball-Bundesliga 1980/81|1980/81]] und wies damit auch die meisten Bundesligaspiele aller bisherigen Bundesligisten auf. Davor war der Hamburger SV Rekordhalter, welcher der Bundesliga 55 Jahre lang ununterbrochen angehört hatte,<ref>Oliver Fritsch: [https://www.zeit.de/sport/2018-05/hamburger-sv-bundesliga-abstieg-2018-kommentar ''Kommentar: Hamburger SV: Ein Abstieg nach sehr langem Anlauf.''] In: ''zeit.de'', 12. Mai 2018.</ref> während Werder Bremen [[Fußball-Bundesliga 1979/80|1979/80]] für eine Saison in die 2. Bundesliga abgestiegen war.

Durch den Abstieg in die 2. Bundesliga 2021 hat Bayern München nun ebenso viele Saisons und seit 19. März 2022 mehr Spiele als Werder Bremen absolviert<ref>{{Internetquelle |autor=Vjekoslav Keskic |url=https://fcbinside.de/2022/03/19/meiste-spiele-in-der-bundesliga-bayern-absolviert-sein-1-935-bl-spiel-und-ueberholt-werder/ |titel=Meiste Spiele in der Bundesliga: Bayern absolviert sein 1.935 Spiel und überholt Werder |werk=fcbinside.de |datum=2022-03-19 |sprache=de |abruf=2024-09-03}}</ref>, weil die ersten beiden Spielzeiten der Bundesliga mit 16 Mannschaften nur 30 Spiele umfassten.

=== Meisterschaftserfolge ===
* [[Deutsche Fußballmeisterschaft|Deutscher Meister]] '''(4)''': [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1965]], [[Fußball-Bundesliga 1987/88|1988]], [[Fußball-Bundesliga 1992/93|1993]], [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2004]]
* Deutscher Vizemeister '''(7)''': [[Fußball-Bundesliga 1967/68|1968]], [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1983]], [[Fußball-Bundesliga 1984/85|1985]], [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1986]], [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1995]], [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2006]], [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2008]]
* [[2. Fußball-Bundesliga|Meister 2. Bundesliga]] (Staffel Nord): [[2. Fußball-Bundesliga 1980/81|1981]]
* Vizemeister der 2. Bundesliga: [[2. Fußball-Bundesliga 2021/22|2022]]
* Vizemeister der [[Fußball-Oberliga|Oberliga Nord]] '''(5)''': [[Fußball-Oberliga 1958/59|1959]], [[Fußball-Oberliga 1959/60|1960]], [[Fußball-Oberliga 1960/61|1961]], [[Fußball-Oberliga 1961/62|1962]], [[Fußball-Oberliga 1962/63|1963]]
* Niedersächsischer Meister der [[Britische Zonenmeisterschaft (Fußball)#1946/47|Britischen Zonenmeisterschaft]]: 1947
* Meister in der [[Gauliga Niedersachsen]] '''(4)''': 1934, 1936, 1937, 1942
* Vizemeister der Gauliga Niedersachsen: 1935
* Vizemeister der [[Gauliga Weser-Ems]]: 1943
* Meister der Westkreisliga: 1923
* Vizemeister der Westkreisliga '''(3)''': 1926, 1927, 1928
* [[DFB-Hallenpokal|Deutscher Hallenmeister]]: 1989

=== Pokalerfolge ===
{{Hauptartikel|Liste der Pokalspiele des SV Werder Bremen}}
* [[DFB-Pokal|Deutscher Pokalsieger]] '''(6)''': [[DFB-Pokal 1961|1961]], [[DFB-Pokal 1990/91|1991]], [[DFB-Pokal 1993/94|1994]], [[DFB-Pokal 1998/99|1999]], [[DFB-Pokal 2003/04|2004]], [[DFB-Pokal 2008/09|2009]]
* Deutscher Pokalfinalist '''(4)''': [[DFB-Pokal 1988/89|1989]], [[DFB-Pokal 1989/90|1990]], [[DFB-Pokal 1999/2000|2000]], [[DFB-Pokal 2009/10|2010]]
* [[DFL-Supercup|Deutscher Supercup-Sieger]] '''(4)''': [[Liste der DFB-/DFL-Supercup-Spiele#1988|1988]], [[Liste der DFB-/DFL-Supercup-Spiele#1993|1993]], [[Liste der DFB-/DFL-Supercup-Spiele#1994|1994]], [[DFL-Supercup#Die inoffiziellen Spiele im Überblick|2009]] (inoffizielle Austragung)
* Deutscher Supercup-Finalist: [[Liste der DFB-/DFL-Supercup-Spiele#1991|1991]]
* [[DFL-Ligapokal|Deutscher Ligapokalsieger]]: [[DFL-Ligapokal 2006|2006]]
* Deutscher Ligapokal-Finalist '''(2)''': [[DFB-Ligapokal 1999|1999]], [[DFB-Ligapokal 2004|2004]]
* [[Fuji-Cup]]-Sieger: 1990

=== Internationale Erfolge ===
''(Ausführliche Statistiken unter [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Teilnahme an europäischen Wettbewerben von 1961 bis heute]].)''
* [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokal der Pokalsieger]]: [[Europapokal der Pokalsieger 1991/92|1992]]
* [[UEFA Europa League|UEFA-Cup]]-Finalist: [[UEFA-Pokal 2008/09|2009]]
* UEFA-Cup-Halbfinalist '''(3)''': [[UEFA-Pokal 1987/88|1988]], [[UEFA-Pokal 1989/90|1990]], [[UEFA-Pokal 2006/07|2007]]
* [[UEFA Intertoto Cup|UI-Cup-Sieger]]: [[UEFA Intertoto Cup 1998|1998]]
* [[Kirin Cup|Kirin-Cup-Sieger]] '''(2)''': 1982, 1986
* Trophäe „Villa de Madrid“: 1988
* Internationales Turnier in Rotterdam: 1986

=== Erfolge der Amateure ===
* [[Deutsche Amateurmeisterschaft (Fußball)|Deutscher Amateurmeister]] '''(3)''': 1966, 1985, 1991 (Rekord<nowiki>*</nowiki>)
* [[Bremer Pokal|Landespokal-Sieger]] '''(20)''': 1969, 1971, 1976, 1982, 1983, 1987, 1989, 1990, 1992, 1993, 1994, 1995, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2004, 2007 (Rekord)
* Landespokalfinalist '''(6)''': 1978, 1984, 1985, 1986, 1991, 2003
* Meister der [[Fußball-Regionalliga Nord|Regionalliga Nord]]: [[Fußball-Regionalliga Nord 2014/15|2015]]
* Vizemeister der Regionalliga Nord: [[Fußball-Regionalliga Nord 2013/14|2014]]
<small><nowiki>*</nowiki>{{0}}zusammen mit [[Hannover 96]] und dem [[SC Jülich]] 1910</small>

=== Torschützenkönige ===
{| class="wikitable"
! Spieler || Saison || [[Liste der Torschützenkönige der Fußball-Bundesliga|Bundes-<br />liga]] || [[Liste der Torschützenkönige der UEFA Europa League|UEFA-<br />Pokal]] || [[Liste der Torschützenkönige der UEFA Champions League|Champions<br />League]]
|-
| [[Rudi Völler]] || 1982/83 || 23 || ||
|-
| [[Karl-Heinz Riedle]] || 1989/90 || || 6{{FN|1|gruppe=Torschützenkönige}} ||
|-
| [[Wynton Rufer]] || 1993/94 || || || 8{{FN|2|gruppe=Torschützenkönige}}
|-
| [[Mario Basler]] || 1994/95 || 20{{FN|3|gruppe=Torschützenkönige}} || ||
|-
| [[Aílton]] || 2003/04 || 28 || ||
|-
| [[Miroslav Klose]] || 2005/06 || 25 || ||
|-
| [[Claudio Pizarro]] || 2009/10 || || 9{{FN|4|gruppe=Torschützenkönige}} ||
|-
| [[Niclas Füllkrug]] || 2022/23 || 16{{FN|5|gruppe=Torschützenkönige}} || ||
|}
<small>{{FNBox|
{{FNZ|1|zusammen mit [[Falko Götz]] ([[1. FC Köln]])|gruppe=Torschützenkönige}}
{{FNZ|2|zusammen mit [[Ronald Koeman]] ([[FC Barcelona]])|gruppe=Torschützenkönige}}
{{FNZ|3|zusammen mit [[Heiko Herrlich]] ([[Borussia Mönchengladbach]])|gruppe=Torschützenkönige}}
{{FNZ|4|zusammen mit [[Óscar Cardozo]] ([[Benfica Lissabon]])|gruppe=Torschützenkönige}}
{{FNZ|5|zusammen mit [[Christopher Nkunku]] ([[RB Leipzig]])|gruppe=Torschützenkönige}}}}</small>

=== Fußballer des Jahres ===
{| class="wikitable"
! Spieler || [[Fußballer des Jahres (Deutschland)|Deutschland]] || Ausland
|-
| [[Rudi Völler]] || 1983 ||
|-
| [[Wynton Rufer]] || || 1989 ([[Ozeaniens Fußballer des Jahres|Ozeanien]])
|-
| [[Wynton Rufer]] || || 1990 (Ozeanien)
|-
| [[Rune Bratseth]] || || 1991 ([[Kniksenprisen|Norwegen]])
|-
| [[Rune Bratseth]] || || 1992 (Norwegen)
|-
| [[Andreas Herzog]] || || 1992 ([[Krone-Fußballerwahl|Österreich]])
|-
| [[Wynton Rufer]] || || 1992 (Ozeanien)
|-
| [[Rune Bratseth]] || || 1994 (Norwegen)
|-
| [[Raphael Wicky|Raphaël Wicky]] || ||1998 ([[Fussballer des Jahres (Schweiz)#Credit Suisse Player of the Year – Männer|Schweiz]])
|-
| [[Paul Stalteri]] || || 2001 ([[Fußballer des Jahres (Kanada)|Kanada]])
|-
| [[Paul Stalteri]] || || 2004 (Kanada)
|-
| [[Aílton]] || 2004 ||
|-
| [[Miroslav Klose]] || 2006 ||
|-
| [[Petri Pasanen]] || || 2008 ([[Fußballer des Jahres in Finnland|Finnland]])
|-
| [[Sambou Yatabaré]] || || 2016 (Mali)
|-
| [[Yūya Ōsako]] || || 2018 (Japan)
|}

=== Rekordspieler ===
{| class="wikitable"
|- style="width:33%"
!Meiste Bundesligaspiele
!Meiste Bundesligatore
!Einsatzminuten pro Tor '''<nowiki>*</nowiki>'''
|-
|1. [[Dieter Burdenski]]: 444
|1. [[Claudio Pizarro]]: 109
|1. [[Rudi Völler]]: 120
|-
|2. [[Horst-Dieter Höttges]]: 420
|2. [[Marco Bode]]: 101
|2. [[Miroslav Klose]]: 137
|-
|3. [[Dieter Eilts]]: 390
|3. [[Rudi Völler]]: 97
|3. [[Aílton]]: 144
|-
|4. [[Marco Bode]]: 379
|3. [[Frank Neubarth]]: 97
|4. [[Claudio Pizarro]]: 152
|-
|5. [[Werner Görts]]: 363
|5. [[Aílton]]: 88
|5. [[Hugo Almeida]]: 157
|-
|6. [[Karl-Heinz Kamp (Fußballspieler)|Karl-Heinz Kamp]]: 361
|6. [[Werner Görts]]: 73
|6. [[Nelson Valdez]]: 168
|-
|7. [[Mirko Votava|Miroslav Votava]]: 357
|7. [[Arnold Schütz]]: 69
|7. [[Boubacar Sanogo]]: 175
|-
|8. [[Oliver Reck]]: 345
|8. [[Uwe Reinders]]: 67
|7. [[Ivan Klasnić]]: 175
|-
|9. [[Torsten Frings]]: 326
|9. [[Norbert Meier]]: 66
|9. [[Markus Rosenberg]]: 178
|-
|10. [[Frank Neubarth]]: 317
|10. [[Wynton Rufer]]: 59
|10. [[Klaus Matischak]]: 189
|}
<small>Gezählt werden nur Bundesligaspiele und -tore für Werder Bremen.<br />
<nowiki>*</nowiki> Spieler mit zehn oder mehr Toren.</small><br />
<small>Stand aller Statistiken: Saison 2019/20</small>

=== Spielführer ===
Folgende Spieler füllten in der ersten und zweiten Bundesliga das Amt des Mannschaftskapitäns aus<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/weitere-news/20212022/votava-ruhestand-29062022/ |titel=„Immer alles gegeben“: Werder-Legende Mirko Votava geht in den Ruhestand |werk=werder.de |datum=2022-06-29 |abruf=2022-07-07}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=wk/par |url=https://www.weser-kurier.de/werder/profis/von-baumann-bis-toprak-werder-bremens-kapitaene-seit-1997-doc7e5yaveex535mr8qiam |titel=Von Baumann bis Toprak: Werder Bremens Kapitäne seit 1997 |werk=weser-kurier.de |datum=2022-01-27 |abruf=2022-07-07}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://wiki.worum.org/Werder_Bremen_-_Kapitäne |titel=Werder Bremen - Kapitäne |werk=worum.org |abruf=2022-07-07}}</ref>:
{| class="wikitable"
!Zeitraum
!Spieler
!Kommentar
|-
| 1963 – 1969
|[[Arnold Schütz|Pico Schütz]]
|
|-
|1969 – 1970
|[[Heinz Steinmann]]
|
|-
|1970 – 1971
|Pico Schütz
|
|-
|1971 – 1976
|[[Rudi Assauer]]
|
|-
|1976 – 1978
|[[Horst-Dieter Höttges]]
|[[Horst-Dieter Höttges]]
|
|420/55
|420 Bundesligaspiele für Werder; mit Werder 1965 Deutscher Meister, 1968 Vizemeister; Vizeweltmeister 1966, Europameister 1972, Weltmeister 1974, WM-Teilnehmer 1970
|-
|-
|1978 – 1979
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Per Röntved]]
|[[Max Lorenz (Fußballspieler)|Max Lorenz]]
|
|176/15
|-
|mit Werder 1965 Deutscher Meister; Vizeweltmeister 1966, WM-Teilnehmer 1970
|1979 – 1980
|[[Dieter Burdenski]]
|
|-
|-
| 1980 – 1987
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Benno Möhlmann]]
|[[Benno Möhlmann]]
|
|230/33
|1983, 1985 und 1986 Vizemeister mit Werder Bremen. Mannschaftskapitän von Werder Bremen in den 1980er Jahren; 1987 Gründer der [[Vereinigung der Vertragsfußballer|"Vereinigung der Vertragsfußballer" ]] (VdV); aktuell Trainer von [[SpVgg Greuther Fürth]]
|-
|-
|1987 – 1993
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Frank Neubarth]]
|[[Mirko Votava]]
|Votavas Amtszeit als Spielführer war die bisher erfolgreichste. In den sechs Jahren konnte Werder Bremen zwei deutsche Meistertitel, einen Sieg im DFB-Pokal sowie den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger feiern.
|343/97
|343 Bundesligaspiele für Werder; mit Werder 1988 und 1993 deutscher Meister, 1991, 1994 DFB-Pokalsieger, 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger; aufgrund einiger entscheidender Tore im Europapokal "Mr. Europacup" genannt; aktuell Trainer von [[Holstein Kiel]]
|-
|-
|1993 – 1994
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Rune Bratseth]]
|[[Josef Piontek |Josef ''Sepp'' Piontek ]]
|
|352/15
|mit Werder 1965 Deutscher Meister; 1963-1972 Spieler und 1972-1975 Trainer von Werder Bremen; später Nationaltrainer Dänemarks und [[Fußball in Grönland | Grönlands]]
|-
|-
|1994 – 1995
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Oliver Reck]]
|[[Oliver Reck]]
|
|345/0
|-
|mit Werder 1988 und 1993 Deutscher Meister, 1991 und 1994 DFB-Pokalsieger, 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger; Europameister 1996; hält mit Werder Bremen den Rekord für die wenigsten Gegentore in einer Saison (22 in der Saison 1987/88); aktuell Torwarttrainer bei [[Schalke 04]]
|1995 – 1996
|[[Dieter Eilts]]
|
|-
|1996 – 1997
|[[Oliver Reck]]
|
|-
|1997 – 1999
|[[Andreas Herzog]]
|
|-
|1999 – 2000
|Dieter Eilts
|Unter Trainer [[Felix Magath]] wurde Dieter Eilts zum zweiten Mal Werder-Kapitän.
|-
|2000 – 2009
|[[Frank Baumann]]
|Baumann war neun Jahre lang Spielführer und durfte [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2004]] die Meisterschale entgegennehmen.
|-
|-
|2009 – 2011
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Uwe Reinders]]
|[[Torsten Frings]]
|
|206/67
|1983 und 1985 Vizemeister mit Werder Bremen; WM-Teilnehmer 1982; Schütze des ''Einwurf-Tores'' gegen [[Bayern München]] 1982
|-
|-
|2011
|[[Bild:Flag of Denmark.svg|20px|Däne]]
|[[Per Røntved]]
|[[Per Mertesacker]]
|
|194/40
|Mannschaftskapitän von Werder Bremen in den 1970er Jahren; zwischenzeitlich Rekordnationalspieler Dänemarks (75 Spiele)
|-
|-
|2011 – 2017
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Frank Rost]]
|[[Clemens Fritz]]
|Fritz war als Kapitän sechs Jahre lang unter den Trainern [[Thomas Schaaf]], [[Robin Dutt]], [[Viktor Skripnik]] und [[Alexander Nouri]] aktiv. 2017 beendete er seine Karriere.
|147/1
|mit Werder 1999 DFB-Pokalsieger und beim Sieg gegen Bayern München überragender Spieler und Schütze des entscheidenden Elfmeters; aktuell Spieler bei Schalke 04.
|-
|-
|2017
|[[Bild:Flag of New Zealand.svg|20px|Neuseeländer]]
|[[Wynton Rufer]]
|[[Zlatko Junuzović]]
|
|174/59
| mit Werder 1993 deutscher Meister, 1991, 1994 DFB-Pokalsieger, 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger (Torschütze im Endspiel); Ozeaniens Fußballer des Jahrhunderts; Publikumsliebling bei Werder
|-
|-
|2018
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Max Kruse (Fußballspieler)|Max Kruse]]
|[[Willi Schröder]]
|
|213/129
|1955-1963 Spieler bei Werder (Oberliga). 1961 DFB-Pokalsieger mit Werder (Torschütze im Endspiel). Mehrfacher Nationalspieler, Teilnehmer an den [[Olympische Sommerspiele 1952|Olympischen Spielen 1952]]. Gestorben 1999
|-
|-
|2019 – 2021
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Niklas Moisander]]
|[[ Arnold Schütz|Arnold ''Pico'' Schütz]]
|
|826/?
|17 Jahre bei Werder (1955-1972), mit Werder 1961 DFB-Pokalsieger, 1965 Deutscher Meister; Ehrenspielführer von Werder Bremen
|-
|-
|2021 – 2022
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Rudi Völler]]
|[[Ömer Toprak]]
|Trainer [[Markus Anfang]] überließ es erstmals der Mannschaft, ihren Kapitän zu wählen. In der zweiten Zweitligasaison des Vereins überhaupt fiel die Wahl auf den erfahrenen Ömer Toprak.
|207/152
|mit Werder 1983, 1985, 1986 Vizemeister, Torschützenkönig 1983; Weltmeister 1990; später Teamchef Nationalmannschaft (Deutschland); aktuell Sportdirektor bei [[Bayer Leverkusen]]
|-
|-
|seit 2022
|[[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
|[[Marco Friedl]]
|[[Miroslav Votava|Mirko Votava]]
|Trainer [[Ole Werner]] bestimmte den fünfköpfigen Mannschaftsrat. Die Mannschaft konnte anschließend hieraus ihren Kapitän wählen.
|372/18
| mit Werder 1988, 1993 Deutscher Meister, 1991, 1994 DFB-Pokalsieger, 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger; Europameister 1980; Mannschaftskapitän in Werders erfolgreicher Zeit Ende der 1980er/Anfang 1990er Jahre; aktuell Jugendtrainer bei Werder Bremen
|}
|}


== Vereinsführung ==
=== Ehrenspielführer ===
In der Geschichte des Vereins wurden bislang zehn Spieler aufgrund ihrer außerordentlichen Verdienste um Verein und Mannschaft mit dem Titel Ehrenspielführer ausgezeichnet. Das sind [[Richard Ackerschott]], [[Horst-Dieter Höttges]], [[Arnold Schütz|Arnold „Pico“ Schütz]], [[Dieter Burdenski]], [[Dieter Eilts]], [[Marco Bode]], [[Frank Baumann]], [[Clemens Fritz]], [[Mirko Votava]] und [[Torsten Frings]].<ref>[https://www.werder.de/der-svw/historie/ehrenspielfuehrer/ ''Ehrenspielführer.''] In: ''werder.de'', abgerufen am 25. Juli 2022.</ref>
=== Geschäftsführung der [[KGaA]] ===
* [[Jürgen Ludger Born]] (Vorsitzender der Geschäftsführung, Geschäftsführer Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit)
* [[Klaus Allofs]] (Geschäftsführer Profifußball)
* [[Klaus-Dieter Fischer]] (Geschäftsführer Leistungszentrum Fußball und andere Sportarten)
* [[Manfred Müller]] (Geschäftsführer Marketing und Management)


=== Aufsichtsrat der KGaA ===
=== Historische Bundesligaresultate ===
* Höchster Heimsieg: 8:1 gegen [[Arminia Bielefeld]] [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]], 8:1 gegen [[Kickers Offenbach]] [[Fußball-Bundesliga 1983/84|1983/84]]
* [[Willi Lemke]] (Vorsitzender)
* Höchster Auswärtssieg: 7:0 gegen [[Borussia Mönchengladbach]] [[Fußball-Bundesliga 1965/66|1965/66]]
* [[Hubertus Hess-Grunewald|Dr. Hubertus Hess-Grunewald]] (stellv. Vorsitzender)
* Höchste Heimniederlage: 0:7 gegen [[FC Bayern München]] [[Fußball-Bundesliga 2013/14|2013/14]]
* [[Werner Brinker|Dr. Werner Brinker]]
* Höchste Auswärtsniederlagen: 2:9 gegen [[Eintracht Frankfurt]] [[Fußball-Bundesliga 1981/82|1981/82]], 0:7 gegen Eintracht Frankfurt [[Fußball-Bundesliga 1963/64|1963/64]], 0:7 gegen FC Bayern München [[Fußball-Bundesliga 1979/80|1979/80]]
* [[Gunnar Lübben-Rathjen]]
* [[Hans Schulz]]
* [[Günter Schulze]]


=== Weitere Daten ===
=== Geschäftsführendes Präsidium des Vereins ===
* Bremen war 130-mal [[Liste der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga|Spitzenreiter]] der Bundesliga und damit nach dem [[FC Bayern München]], [[Borussia Dortmund]] und [[Borussia Mönchengladbach]] am vierthäufigsten.
* [[Klaus-Dieter Fischer]] (Präsident)
* Werder steht mit 2.922 Punkten auf dem dritten Platz der [[Ewige Tabelle der Fußball-Bundesliga|Ewigen Bundesligatabelle]].
* [[Hubertus Hess-Grunewald|Dr. Hubertus Hess-Grunewald]] (Vize-Präsident)
* Mit 501 Punkten belegt Werder den dritten Platz der [[Ewige Tabelle des DFB-Pokals|Ewigen Tabelle des DFB-Pokals]].
* [[Axel Plaat]] (Schatzmeister)
* Mit sechs Titeln steht der Verein in der [[DFB-Pokal#Pokalendspiele und Pokalsieger|Rangliste der DFB-Pokalsieger]] auf Platz 2.


=== Mitglieder des Präsidiums ===
=== Rekorde ===
* Seit den 1970er Jahren hält [[Per Røntved]] den „Klubrekord“ mit fünf erzielten Eigentoren.<ref>{{Internetquelle |autor=<!--pau--> |url=https://www.kicker.de/werder-trauert-um-ehemaligen-kapitaen-roentved-951692 |titel=„Bremens Beckenbauer“ verstorben: Werder trauert um ehemaligen Kapitän Röntved |werk=[[Kicker (Sportmagazin)|Kicker]] |datum=2023-05-16 |sprache=de |abruf=2023-05-18}}</ref> Nur [[Manfred Kaltz]] und [[Nikolče Noveski]] trafen in der Bundesliga häufiger ins eigene Netz, beide jeweils sechs Mal.<ref>{{Internetquelle |autor=<!--rei/sid/dpa--> |url=https://www.spiegel.de/sport/fussball/mainz-kapitaen-noveski-der-eigentor-koenig-der-bundesliga-a-816148.html |titel=Mainz-Kapitän Noveski: Der Eigentor-König der Bundesliga |werk=[[Der Spiegel]] |datum=2012-02-18 |sprache=de |abruf=2023-05-19}}</ref>
* [[Dietmar Ernst]] (Abteilungsleiter [[Fußball]])
* In der Saison [[Fußball-Bundesliga 2006/07|2006/07]] gelang es Werder Bremen als erstem Bundesligaverein, in zwei Auswärtsspielen in Folge jeweils sechs Tore zu schießen. Ein dritter Auswärtssieg mit sechs Treffern folgte drei Auswärtsspiele später.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.fussballdaten.de/vereine/werderbremen/2007/spiele/ |werk=fussballdaten.de |titel=SV Werder Bremen – 2006/2007 – Spielplan |abruf=2019-10-16}}</ref> Am Ende standen mit 27 Treffern die meisten Auswärtstore in einer Hinrunde in der Geschichte der Bundesliga zu Buche.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/auswaerts-torrekord-und-traumtor-alarm-daten-und-fakten-zur-hinrunde-1082646/artikel |werk=kicker.de |titel=Vor dem Start der zweiten Saisonhälfte – Auswärts-Torrekord und Traumtor-Alarm: Daten und Fakten zur Hinrunde |autor=Timo Schmidt |datum=2025-01-17 |abruf=2025-01-18}}</ref>
* [[Dagmar Stelberg]] (Abteilungsleiterin [[Handball]])
* Mit [[Rune Bratseth]] stellte Werder Bremen dreimal und damit am häufigsten den [[Kniksenprisen|norwegischen Fußballer des Jahres]] (1991, 1992, 1994) und mit [[Wynton Rufer]] 1989, 1990 und 1992 dreimal [[Ozeaniens Fußballer des Jahres]] (Rekordträger zusammen mit [[Harry Kewell]]). Rufer wurde zudem zu [[Ozeaniens Fußballer des Jahres#Ozeaniens Fußballer des Jahrhunderts|Ozeaniens Fußballer des Jahrhunderts]] gewählt.
* [[Christian Schwarting]] (Abteilungsleiter [[Leichtathletik]])
* In der Rückrunde der Saison 1992/93 kassierte Werder Bremen in den Heimspielen nur ein einziges Gegentor (durch [[Christian Ziege]], damals FC Bayern München).
* [[Dr. Till Schelz-Brandenburg]] (Abteilungsleiter [[Schach]])
* Werder Bremen ist die erste Mannschaft, die mehr als einen Spieler gleichzeitig in die Wahl zum [[Fußballer des Monats]] brachte ([[Aílton]] und [[Johan Micoud]] im November 2003,<ref>{{Internetquelle |url=https://www.n-tv.de/sport/Ailton-vor-Micoud-article98561.html |titel="Fußballer des Monats": Ailton vor Micoud |werk=[[n-tv]].de |datum=2003-12-06 |sprache=de |abruf=2019-10-16}}</ref> [[Diego (Fußballspieler, 1985)|Diego]] und [[Miroslav Klose]] im August 2006<ref>{{Webarchiv |url=http://www.fussballer-des-monats.de/content/fdm/fdm.asp?tab=13&ref=&monat=33 |text=Wahl zum Fußballer des Monats August 2006 |wayback=20071110164618}}</ref> sowie Diego und [[Torsten Frings]] im Oktober 2006<ref>{{Internetquelle |url=https://www.presseportal.de/pm/52353/895203 |titel=Werder Bremen-Presseservice: Werder dominiert seit 12 Monaten die Wahlen zum „Fußballer des Monats“ Diego Titelträger im Oktober |werk=presseportal.de |datum=2006-11-02 |sprache=de |abruf=2019-10-16}}</ref>). Dieser Rekord hatte bis Oktober 2008 Bestand, als die [[TSG 1899 Hoffenheim]] mit [[Vedad Ibišević]], [[Chinedu Obasi]] und [[Demba Ba]] alle drei Kandidaten stellte.<ref>{{Webarchiv |url=http://www.fussballer-des-monats.de/content/fdm/fdm.asp?tab=13&ref=&monat=53 |text=Wahl zum Fußballer des Monats Oktober 2008 |wayback=20090309211103}}</ref> 18-mal hat ein Spieler von Werder Bremen die Auszeichnung zum Fußballer des Monats gewonnen, Diego gewann fünfmal und Klose dreimal.
* [[Werner Meyer (Werder Bremen)|Werner Meyer]] (Abteilungsleiter [[Tischtennis]])
* Da [[Aaron Hunt]] bei seinem ersten Saisontreffer am 10. Mai der Saison [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]] bereits der 20. Werder-Profi war, der in der laufenden Saison ein Tor erzielt hatte, stellten die Bremer einen Rekord für die meisten Torschützen in einer Spielzeit auf.
* [[Meta Finke]] (Abteilungsleiterin Turnspiele & [[Gymnastik]])
* Bis zur Saison 2007/08 war Werder Bremen die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren in einer Bundesligasaison: In der Saison [[Fußball-Bundesliga 1987/88|1987/88]] konnten die Gegner nur 22 Tore gegen Oliver Reck erzielen. Genau 20&nbsp;Jahre später unterbot der [[FC Bayern München]] diesen Rekord um ein Tor.
* [[Peter Logemann]] (Jugendreferent)
* Siebenmal erzielte Werder die meisten Saisontore: [[Fußball-Bundesliga 1984/85|1985]], [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1986]], [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1995]], [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2004]], [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2006]], [[Fußball-Bundesliga 2006/07|2007]] und [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2008]]. Viermal kassierte Werder die wenigsten Gegentore: [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1965]], [[Fußball-Bundesliga 1987/88|1988]], [[Fußball-Bundesliga 1990/91|1991]] und [[Fußball-Bundesliga 1992/93|1993]].
* [[Jürgen Sterzik]] (Sportreferent)
* Mit sieben zweiten Plätzen zum Saisonende ([[Fußball-Bundesliga 1967/68|1968]], [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1983]], [[Fußball-Bundesliga 1984/85|1985]], [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1986]], [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1995]], [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2006]], [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2008]]) hat Werder Bremen (zusammen mit Borussia Dortmund) nach dem FC Bayern München die zweithöchste Anzahl an Vizemeisterschaften in der Bundesliga zu verzeichnen. 1983 und 1986 verfehlte Werder den ersten Platz punktgleich mit dem jeweiligen Meister nur wegen der schlechteren Tordifferenz.
* In der Meistersaison [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2003/04]] erzielte Werder Bremen die bis dahin beste Auswärtsbilanz eines Bundesligisten. Von den 17 Auswärtsspielen wurden elf gewonnen, bei vier unentschiedenen Partien und zwei Niederlagen. Borussia Dortmund stellte den Rekord in der [[Fußball-Bundesliga 2011/12|Saison 2011/12]] ein, Bayern München überbot ihn [[Fußball-Bundesliga 2012/13|ein Jahr später]].
* In der [[Fußball-Bundesliga 2008/09|Saison 2008/09]] erzielte Werder 17 Treffer von Positionen außerhalb des Strafraums, was seit Beginn der detaillierten Fernschuss-Datenerfassung in der Saison 2004/05 unübertroffen ist.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/freiburgs-merkwuerdiger-rekord-fuenf-zahlen-zum-27-spieltag-946137/artikel |titel=Bayerns Fernschüsse, Augsburgs Ballbesitzproblem: Freiburgs merkwürdiger Rekord: Fünf Zahlen zum 27. Spieltag |werk=[[Kicker (Sportmagazin)|Kicker]] |datum=2023-04-10 |sprache=de |abruf=2023-04-10}}</ref>
* In der [[DFB-Pokal 2008/09|Saison 2008/09]] gewann Werder als erste Mannschaft den [[DFB-Pokal]], die im Turnierverlauf ausschließlich Auswärtsspiele zu bestreiten hatte. Dabei wurde der [[Hamburger SV]] im Halbfinale am 22. April 2009 im [[Elfmeterschießen]] besiegt, dem 13. Elfmeterschießen der Bremer in ihrer Pokalgeschichte. Nur der FC Bayern musste häufiger (14-mal) die Entscheidung vom Punkt suchen.
* Im DFB-Pokal war Werder Bremen zu Hause 31 Jahre (37 Spiele) lang unbesiegt. Die Serie begann nach der Niederlage im Halbfinale am [[DFB-Pokal 1987/88#Halbfinale|13. April 1988]] gegen den späteren Pokalsieger Eintracht Frankfurt mit 0:1. Bremen wurde damals wenige Wochen später in Frankfurt Deutscher Meister. Am 24. April 2019 verlor Werder 2:3 gegen Bayern München nach einem umstrittenen Foulelfmeter in der Schlussphase.
* In der [[DFB-Pokal 2019/20|ersten Pokalrunde]] der Folgesaison war am 10. August 2019 Fünftligist [[SV Atlas Delmenhorst (2012)|SV Atlas Delmenhorst]] der Gegner, der den [[Niedersachsenpokal]] der Amateure gewonnen hatte und Werder Bremen als Gastmannschaft zugelost bekam. Da das Delmenhorster [[Städtisches Stadion an der Düsternortstraße|Stadion Düsternort]] aufwändig hätte umgebaut werden müssen, fand das Spiel mit einer Ausnahmegenehmigung des DFB im 15&nbsp;km entfernten Weserstadion statt, wo mit 41.500 Zuschauern ein neuer Rekord für die am besten besuchte Erstrundenpartie mit Amateurbeteiligung aufgestellt wurde. Werder gewann 6:1 (4:1).<ref>{{Internetquelle |autor=Björn Knips |url=https://www.deichstube.de/news/werder-bremen-schlaegt-atlas-delmenhorst-dreifacher-rekord-dfb-pokal-spielbericht-live-ticker-zr-12900382.html |titel=Deutlicher Sieg im DFB-Pokal: Werder schlägt Atlas mit dreifachem Rekord |werk=deichstube.de |hrsg=[[Kreiszeitung]] |datum=2019-08-11 |abruf=2019-08-12}}</ref>
* In der ersten Zweitligasaison der Vereinsgeschichte [[2. Fußball-Bundesliga 1980/81|1980/81]] erreichte Werder in der damals noch zweigeteilten Liga umgerechnet auf die 3-Punkte-Regel in 42 Spielen 98 Punkte, was einem Punkteschnitt von 2,33 Punkten pro Partie entspricht. Damit hat Bremen den besten Saison-Punkteschnitt aller Vereine, die jemals in der [[2. Fußball-Bundesliga|2. Bundesliga]] gespielt haben. Auch nach der zweiten Zweitligasaison 2021/22 hält Werder mit 2,12 Punkten pro Partie den besten Punkteschnitt.
* Am dritten Spieltag der Saison 2022/23 konnte Werder beim 3:2-Sieg bei [[Borussia Dortmund]] als erste Mannschaft in der Geschichte der Bundesliga, die zur 89. Minute mit zwei oder mehr Toren zurücklag, ein Spiel gewinnen. Einen solchen Rückstand gab es zuvor 7.221-mal, wobei es fünfmal noch zu einem Unentschieden kam.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.bundesliga.com/de/bundesliga/news/sv-werder-bremen-borussia-dortmund-bvb-rekord-burke-buchanan-schmidt-bittencourt-moral-geschichte-20956 |titel=Werder Bremen schreibt beim BVB Bundesliga-Geschichte |werk=bundesliga.com |sprache=de |abruf=2022-08-21}}</ref>
* Am 1. Oktober 2022 wurde am achten Spieltag der Saison 2022/23 mit der frühen 3:0-Führung nach 13 Spielminuten beim Heimspiel gegen [[Borussia Mönchengladbach]] (Endstand 5:1) ein Vereinsrekord in der Bundesliga aufgestellt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/weiser-ueber-werder-das-zeichnet-uns-zurzeit-aus-919955/artikel |titel=Weiser über Werder: „Das zeichnet uns zurzeit aus“ – Rausch gegen Gladbach statt Hemmungen in der 2. Liga |werk=[[Kicker (Sportmagazin)|Kicker]] |datum=2022-10-04 |sprache=de |abruf=2022-10-05}}</ref>
* Am 19. Oktober 2022 wurde mit [[Fabio Chiarodia]] im Alter von 17 Jahren und 137 Tagen im [[DFB-Pokal 2022/23|DFB-Pokal]] gegen den [[SC Paderborn 07]] der jüngste Spieler der Pokal-Geschichte des SV Werder Bremen aufgeboten.<ref>{{Internetquelle |autor=Marius Winkelmann |url=https://www.weser-kurier.de/werder/profis/werder-chiarodia-ist-juengster-bremer-dfb-pokal-spieler-aller-zeiten-doc7n9fr76s8qhw99migjc |titel=Rekord für Werders „Küken“: Chiarodia ist jüngster Bremer DFB-Pokal-Spieler aller Zeiten |werk=weser-kurier.de |datum=2022-10-21 |abruf=2023-06-26}}</ref> [[Manfred Burgsmüller]] bestritt am 18. August 1989 ein Pokalspiel gegen den [[FC St. Pauli]] im Alter von 40 Jahren und 148 Tagen als ältester Spieler für Werder Bremen.<ref>{{Internetquelle |url=https://sportdaten.spiegel.de/fussball/dfb-pokal/historie-aelteste-spieler/ |titel=DFB-Pokal: Älteste Spieler |werk=[[Der Spiegel]] |sprache=de |abruf=2023-06-26}}</ref>
* In der Saison 2022/23 stellten die Bremer einen Bundesligarekord in puncto Tore in der [[Nachspielzeit]] auf. Durch den Treffer von [[Niclas Füllkrug]] zum 2:0-Endstand beim [[VfL Bochum]] am 3. September 2022 konnte Werder nach fünf Spieltagen bereits fünf Tore vorweisen, die nach der 90.&nbsp;Spielminute erzielt wurden.<ref>[https://www.kicker.de/bundesliga-rekord-die-gruende-fuer-die-spaeten-werder-tore-915992/artikel ''Bundesliga-Rekord: Die Gründe für die späten Werder-Tore.''] In: ''kicker.de'', 4. September 2022, abgerufen am 4. September 2022.</ref>
* Am 22. Oktober 2022 wurde mit [[Fabio Chiarodia]] im Alter von 17 Jahren und 140 Tagen bei der Bundesliga-Partie gegen den [[SC Freiburg]] der jüngste Bundesliga-Spieler der Geschichte des SV Werder Bremen eingesetzt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kicker.de/werder-talent-chiarodia-nicht-drumherum-reden-dass-interesse-da-ist-930570/artikel |titel=Werder-Talent Chiarodia: „Nicht drumherum reden, dass Interesse da ist“ |werk=[[Kicker (Sportmagazin)|Kicker]] |datum=2022-12-22 |sprache=de |abruf=2022-12-24}}</ref> Ältester jemals von Werder Bremen in der Bundesliga eingesetzter Spieler ist [[Claudio Pizarro]] durch seinen Einsatz bei der Begegnung gegen seinen ehemaligen Club, den [[1. FC Köln]], am 27.&nbsp;Juni 2020 im Alter von 41&nbsp;Jahren und 269 Tagen.<ref>{{Internetquelle |autor=<!--par--> |url=https://www.weser-kurier.de/werder/profis/werder-bremens-aelteste-spieler-in-der-vereinsgeschichte-doc7l8cwju8wg41g5xubb5 |titel=Ranking: Werders älteste Spieler in der Vereinsgeschichte |werk=weser-kurier.de |datum=2022-05-31 |sprache=de |abruf=2022-12-24}}</ref>


=== Ältestenrat ===
== Spieler und Trainer ==
''(Eine Liste [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Ehemalige wichtige Leistungsträger|ehemaliger wichtiger Leistungsträger]] findet sich auf [[Werder Bremen/Namen und Zahlen]]; außerdem gibt es die [[Liste der Fußballspieler des SV Werder Bremen]], die alle Spieler auflistet, die seit Gründung der Bundesliga im Kader gestanden haben.)''
* [[Fritz Henrichs]]
* [[Helga Kluge]]
* [[Horst Kühne]]
* [[Werner Laue]]
* [[Horst Münte]]
* [[Hans Wild]]
* [[Wolfgang Schäfer (Werder Bremen)|Wolfgang Schäfer]]


=== Abteilungen ===
=== Kader Saison 2024/25 ===
''Stand: 3. Februar 2025''<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/teams/profis/spieler/ |titel=Spieler |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2024-07-15}}</ref>
'''Fußball'''
* [[Dietmar Ernst]] - Abteilungsleiter
* [[Uwe Gräser]] - Pressewart
* [[Jens Höfer]] - Jugendleiter


Kapitän der Mannschaft ist Marco Friedl. Sein Stellvertreter ist Miloš Veljković.<ref>[https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20222023/pm-marco-24072022/ ''Entscheidung gefallen: Marco Friedl ist neuer Werder-Kapitän''] auf Werder.de, abgerufen am 24. Juli 2022</ref>
'''Leichtathletik'''
{| class="wikitable sortable" style="text-align:center"
* [[Chriistian Schwarting]] - Abteilungsleiter
|-
* [[Jana Baumann]] - Jugendleiterin
! Nr.
* [[Olaf Kelterborn]] - Pressewart
! Nat.<!-- Nur eine Nationalität rein -->
! Spieler<!-- Im Sortierschlüssel ohne Sonderzeichen arbeiten. Relevanz durch Einsatz in einer Profiliga (in Deutschland ab 3. Liga), sowie durch CL-, EL- und A-Länderspieleinsätze. Nicht durch Pokal- oder CL- und EL-Qualifikationsspiele! -->
! Geburtstag (Alter)
! Bei Werder seit
|- class="sortbottom"
! colspan="5"| Tor
|-
| {{0}}1 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Michael|Zetterer}} || {{DatumZelle|1995-07-12}}&nbsp;({{Alter|1995|07|12}}) || 2015
|-
| 25 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Markus|Kolke}} || {{DatumZelle|1990-08-18}} ({{Alter|1990|8|18}}) || 2024
|-
| 30 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Mio|Backhaus}} || {{DatumZelle|2004-04-16}} ({{Alter|2004|4|16}}) || 2018
|- class="sortbottom"
! colspan="5"| Abwehr
|-
| {{0}}3 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Anthony|Jung}} || {{DatumZelle|1991-11-03}}&nbsp;({{Alter|1991|11|3}}) || 2021
|-
| {{0}}4 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Niklas|Stark}} || {{DatumZelle|1995-04-14}}&nbsp;({{Alter|1995|4|14}}) || 2022
|-
| {{0}}5 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Amos|Pieper}} || {{DatumZelle|1998-01-17}}&nbsp;({{Alter|1998|1|17}}) || 2022
|-
| {{0}}8 || {{DEU|#}}||style="text-align:left" {{PersonZelle|Mitchell|Weiser}} || {{DatumZelle|1994-04-21}}&nbsp;({{Alter|1994|4|21}}) || 2022
|-
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|-
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|-
| 29 || {{BFA|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Issa|Kaboré}} || {{DatumZelle|2001-05-12}}&nbsp;({{Alter|2001|5|12}}) || 2025
|-
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|-
<!-- AUSGELIEHEN
| || {{BEL|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Olivier|Deman}} || {{DatumZelle|2000-06-04}} ({{Alter|2000|6|4}}) || 2023
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|-
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|-
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|-
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<!--AUSGELIEHEN
|-
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|-
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|-
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|- class="sortbottom"
! colspan="6"| Angriff
|-
| {{0}}7 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Marvin|Ducksch}} || {{DatumZelle|1994-03-07}}&nbsp;({{Alter|1994|3|7}}) || 2021
|-
| {{0}}9 || {{PRT|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|André|Silva|André Silva (Fußballspieler)}} || {{DatumZelle|1995-11-06}}&nbsp;({{Alter|1995|11|6}}) || 2025
|-
| 11 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Justin|Njinmah}} || {{DatumZelle|2000-11-15}}&nbsp;({{Alter|2000|11|15}}) || 2021
|-
| 15 || {{SCO|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Oliver|Burke}} || {{DatumZelle|1997-04-07}}&nbsp;({{Alter|1997|4|7}}) || 2022
|-
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|-
| 33 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Abdenego|Nankishi}} || {{DatumZelle|2002-07-06}}&nbsp;({{Alter|2002|7|6}}) || 2014
|-
| 42 || {{DEU|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Keke|Topp}} || {{DatumZelle|2004-03-25}}&nbsp;({{Alter|2004|3|25}}) || 2024
<!--
|- AUSGELIEHEN
| || {{POL|#}} ||style="text-align:left" {{PersonZelle|Dawid|Kownacki}} || {{DatumZelle|1997-03-14}}&nbsp;({{Alter|1997|3|14}}) || 2023
-->
|}
{{FNBox|
<!--
{{FNZ|II|auch im Kader der zweiten Mannschaft<ref>Daniel Cottäus: [https://www.weser-kurier.de/werder/profis/u23-spieler-imasuen-ueberzeugt-bei-den-werder-profis-doc7uq7u94xa3o1hclwhosm ''„Ein spannender Junge“: U23-Spieler Imasuen überzeugt bei den Werder-Profis''], weser-kurier.de, 26. März 2024</ref>|gruppe=Profis<ref>[https://www.ligainsider.de/joel-imasuen_36325/sv-werder-bremen-joel-imasuen-feiert-sein-profidebuet-355243/ ''Joel Imasuen {{!}} SV Werder Bremen: Imasuen feiert sein Profidebüt gegen Wolfsburg''], ligainsider.de, 30. März 2024</ref>}}
-->
{{FNZ|U19|auch spielberechtigt für die [[A-Jugend|A-Junioren]] (U19, Jahrgang 2006 oder jünger)<ref>[https://www.werder.de/teams/junioren/teams/u19/mannschaft/ ''Fußball | U19 Mannschaft''], werder.de</ref>|gruppe=Profis}}}}


=== Transfers der Saison 2024/25 ===
'''Handball'''
{| class="wikitable float-left" style="width:48%"
* [[Dagmar Stelberg]] - Abteilungsleiterin
|- class="hintergrundfarbe9"
* [[Gunnar Lübben-Rathjen]] - 2. Vorsitzender
! colspan="3"| Zugänge
* [[Elke Humrich]] - Jugendleiterin
|-
* [[Martin Lage]] - Pressewart
! style="width:50%"| Spieler
! style="width:50%"| Abgebender Verein
|-
! colspan="2"| Sommerpause 2024
|-
| [[Mio Backhaus]] || [[FC Volendam]] (Leihende)
|-
| [[Oliver Burke]] || [[Birmingham City]] (Leihende)
|-
| [[Marco Grüll]] || [[SK Rapid Wien]]
|-
| [[Markus Kolke]] || [[Hansa Rostock]]
|-
| [[Abdenego Nankishi]] || [[TSV 1860 München]] (Leihende)
|-
| [[Dikeni Salifou]] || [[Juventus Turin#Zweite Mannschaft (Juventus Next Gen)|Juventus Turin U23]] (Leihende)
|-
| [[Keke Topp]] || [[FC Schalke 04]]
|-
! colspan="2"| nach Saisonbeginn
|-
| [[Derrick Köhn]] || [[Galatasaray Istanbul]] (Leihe)
|-
! colspan="2"| Januar 2025
|-
| [[Issa Kaboré]] || [[Manchester City]] (Leihe)
|-
| [[André Silva (Fußballspieler)|André Silva]] || [[RB Leipzig]] (Leihe)
|-
|}
{| class="wikitable float-right" style="width:48%"
|- class="hintergrundfarbe7"
! colspan="3"| Abgänge
|-
! style="width:50%"| Spieler
! style="width:50%"| Aufnehmender Verein
|-
! colspan="2"| Sommerpause 2024
|-
| [[Eren Dinkçi]] || [[SC Freiburg]]{{FN|*|gruppe=transfers2425}}
|-
| [[Eduardo Dos Santos Haesler]] || [[FC Viktoria Köln]]
|-
| [[Christian Groß (Fußballspieler)|Christian Groß]] || Karriereende
|-
| [[Dawid Kownacki]] || [[Fortuna Düsseldorf]] (Leihe)
|-
| [[Jiří Pavlenka]] || [[PAOK Thessaloniki (Fußball)|PAOK Thessaloniki]]
|-
| [[Nick Woltemade]] || [[VfB Stuttgart]]
|-
! colspan="2"| nach Saisonbeginn
|-
| Dikeni Salifou || [[SK Austria Klagenfurt (2007)|SK Austria Klagenfurt]] (Leihe)
|-
! colspan="2"| Januar 2025
|-
| [[Isak Hansen-Aarøen]] || [[Aalborg BK]] (Leihe)
|-
| [[Olivier Deman]] || [[Royal Antwerpen]] (Leihe)
|-
| [[Naby Keïta]] || [[Ferencváros Budapest]] (Leihe)
|-
|}
<div style="clear:both;"></div>
{{FNBox|
{{FNZ|*|zuvor zurückgekehrt von der Leihe an den [[1. FC Heidenheim]]|gruppe=transfers2425}}
}}


=== Transfers der Saison 2025/26 ===
'''Schach'''
{| class="wikitable float-left" style="width:48%"
* [[Dr. Till Schelz Brandenburg]] - Abteilungsleiter
|- class="hintergrundfarbe9"
* [[Oliver Müller]] - Jugendleiter
! colspan="3"| Zugänge
|-
! style="width:50%"| Spieler
! style="width:50%"| Abgebender Verein
|-
! colspan="2"| Sommerpause 2025
|-
| ||
|-
|}
{| class="wikitable float-right" style="width:48%"
|- class="hintergrundfarbe7"
! colspan="3"| Abgänge
|-
! style="width:50%"| Spieler
! style="width:50%"| Aufnehmender Verein
|-
! colspan="2"| Sommerpause 2025
|-
| [[Oliver Burke]] || Vertragsende; Ziel unbekannt
|-
| [[Anthony Jung]] || Vertragsende; Ziel unbekannt
|-
| [[Miloš Veljković]] || [[Roter Stern Belgrad]]
|-
|}
<div style="clear:both;"></div>


=== Trainerstab ===
'''Tischtennis'''
{| class="wikitable hintergrundfarbe-basis" style="width:380px; text-align:center;"
* [[Werner Meyer (Werder Bremen)|Werner Meyer]] - Abteilungsleiter
|-
* [[Bogdan Tuschik]] - Jugendleiter
! Funktion !! Nat. !! Name !! Funktion seit
* [[Thorsten Bock]] - Pressewart
|-
| Cheftrainer || {{DEU|#}} ||style="text-align:left"| [[Ole Werner]] || 2021
|-
| rowspan="3" | Co-Trainer || {{DEU|#}} ||style="text-align:left"| [[Patrick Kohlmann]] || 2021
|-
| {{DEU|#}}||style="text-align:left"| [[Hannes Drews]]|| 2022
|-
| {{DEU|#}}||style="text-align:left"| Tom Cichon || 2021
|-
| Torwarttrainer || {{DEU|#}} ||style="text-align:left"| [[Christian Vander]] || 2014
|-
| Athletiktrainer || {{AUT|#}} ||style="text-align:left"| Günther Stoxreiter || 2016
|-
| Athletiktrainer || {{DEU|#}} ||style="text-align:left"| Henrik Frach || 2020
|-
| Rehatrainer || {{DEU|#}} ||style="text-align:left"| Marcel Abanoz || 2019
|}


=== Werder-Trainer seit Bundesligagründung 1963 ===
'''Turnspiele & Gymnastik'''
''(Ein zeitlicher Überblick ohne Fließtext ist auf [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Trainer seit Gründung der Bundesliga 1963|Werder Bremen/Namen und Zahlen]] zu finden.)''
* [[Meta Finke]] - Abteilungsleiterin
* [[Manfred Jacobi]] - Pressewart


{| class="wikitable"
'''Jugendreferent'''
! Name
* [[Peter Logemann]]
! Zeitraum<ref>Zeigler 2006, S. 573.</ref>
! Bedeutung
|-
| [[Willi Multhaup]]
| 1. Juli 1963 bis 30. Juni 1965
| Die erste Saison beendete Werder auf einem unspektakulären zehnten Platz. Bereits in der nächsten Spielzeit führte Multhaup Werder, auch dank der Verpflichtung des Verteidigers Horst-Dieter Höttges und des Stürmers Klaus Matischak, zur völlig unerwarteten Meisterschaft. Trotz dieses großen Erfolges verließ Multhaup nach der Saison den Verein freiwillig und wurde Trainer von [[Borussia Dortmund]].
|-
| [[Günter Brocker]]
| 1. Juli 1965 bis 4. September 1967
| Brocker trat das schwere Erbe Multhaups an und schied mit Werder Bremen schon in der zweiten Runde des [[UEFA Champions League|Europapokals der Landesmeister]] aus. Nachdem er die erste Saison relativ erfolgreich auf Platz vier abgeschlossen hatte, wurde in der folgenden Spielzeit unansehnlicher Fußball geboten und als 16. nur knapp die Klasse gehalten, wobei Werder die wenigsten Zuschauer aller Bundesligisten hatte. Wegen anhaltender Erfolglosigkeit wurde er in seinem dritten Jahr als Werder-Trainer nach drei hohen Auftaktniederlagen entlassen.
|-
| [[Fritz Langner]]
| 5. September 1967 bis 30. Juni 1969
| Dem bei Schalke 04 entlassenen und wegen seiner harten Trainingsmethoden als „Zuchtmeister“ bekannten Langner gelang die Kehrtwende mit dem Marsch von Platz 18 auf Platz zwei am Saisonende und zuletzt 14 Spielen ohne Niederlage. Nach der weniger erfolgreichen Spielzeit 1968/69, die als 9. mit einer Platzierung im Mittelmaß endete, zog es den „eisernen Fritz“ zum TSV 1860 München.
|-
| [[Richard Ackerschott]]
| 19. + 30. Okt. bis 2. Nov. 1968 und 7. Juni 1969
| Am 10., 12. und 13. Spieltag der Saison 1968/69 vertrat der ehemalige Werder-Spieler und Ehrenspielführer Ackerschott den erkrankten Langner. Da Langner am 34. Spieltag derselben Saison zu Vertragsverhandlungen zum TSV 1860 München reisen musste, sprang Ackerschott in der zweiten Halbzeit des kuriosen, mit 6:5 gewonnenen Spieles erneut für ihn ein.
|-
| [[Fritz Rebell]]
| 1. Juli 1969 bis 16. März 1970
| Fritz Rebell kam vom unterklassigen Verein [[1. SC Göttingen 05|Göttingen 05]] zu Werder Bremen, saß jedoch nur in 22 Ligaspielen auf der Trainerbank. Er selbst sagt über diesen kurzen Ausflug in die Geschehnisse der Bundesliga: „Für einen Mann in meinem Alter war die Bundesliga wohl eine Nummer zu groß.“<ref>Zeigler 2006, S. 90.</ref> Seine Spieler mussten ihm des Öfteren vor dem Spiel taktische Tipps geben. Nach den Spielen lobte er zum Teil öffentlich Spieler, die nicht auf dem Platz gestanden hatten. Am 14. März 1970 wurde Fritz Rebell entlassen, und Hans Tilkowski trat seine Nachfolge an.
|-
| [[Hans Tilkowski]]
| 17. März bis 30. Juni 1970
| Hans Tilkowski trat noch in der Saison 1969/70 die Nachfolge von Fritz Rebell an. Werder engagierte Tilkowski als Kurzzeittrainer, der Werder bis zum Ende der Saison betreuen sollte, da Robert Gebhardt schon als Nachfolger für die nachfolgende Saison verpflichtet worden war. Am Ende der Saison gab es einen traurigen Abschied für Tilkowski, der gerne Trainer geblieben wäre, aber Platz für seinen Nachfolger machen musste.<ref>Zeigler 2006, S. 91.</ref>
|-
| [[Robert Gebhardt]]
| 1. Juli 1970 bis 29. September 1971
| Robert Gebhardt kam vom MSV Duisburg zum SV Werder Bremen. Am Ende der Saison stand Werder mit 41:40 Toren und 33:35 Punkten auf Platz zehn. Zur neuen Saison verpflichtete Werder unter anderem die Nationalspieler [[Peter Dietrich (Fußballspieler)|Peter Dietrich]] und [[Herbert Laumen]] von [[Borussia Mönchengladbach]], [[Willi Neuberger]] und [[Werner Weist (Fußballspieler, 1949)|Werner Weist]] von Borussia Dortmund. Mit diesen Spielern erhoffte man sich größere Erfolge als in der Vorsaison. Nach acht Spieltagen stand Werder mit 15:12 Toren und 8:8 Punkten nur auf Platz sieben der Tabelle und trennte sich am 29. September von Gebhardt.
|-
| [[Willi Multhaup]]
| 30. September bis 24. Oktober 1971
| Werders Meistertrainer aus dem Jahr 1965 trat erneut an, um dem dauerverletzten Spieler Piontek dabei zu helfen, in die Trainerrolle hineinzuwachsen. Nachdem er Piontek eingearbeitet hatte, der sich noch in seiner Trainerausbildung befand, verließ er den Verein wieder.
|-
| [[Josef Piontek]]
| 25. Oktober 1971 bis 30. Juni 1975
| Josef „Seppl“ Piontek wurde nach seinem Karriereende als Spieler, in der er in 203 Ligaspielen 15 Tore erzielte, in direktem Anschluss Trainer bei Werder Bremen. Nach drei Jahren im Tabellen-Mittelfeld und dem 15. Platz in der Saison 1974/75 verließ er Bremen.
|-
| [[Fritz Langner]]<br />(interim)
| 8. Mai bis 10. Juni 1972
| In seiner zweiten Amtszeit vertrat Langner den nicht entlassenen Piontek am 31. und 32. Spieltag der Bundesliga, sowie im Halbfinal-Hin- und Rückspiel des DFB-Pokals. Seine Aufgabe, eine trotz millionenschwerer Investitionen verkorkste Saison mit dem Gewinn des DFB-Pokals versöhnlich abzuschließen, konnte der bei den meisten Spielern unbeliebte Trainer nicht erfüllen: Werder unterlag dem 1. FC Kaiserslautern jeweils 1:2.
|-
| [[Herbert Burdenski]]
| 1. Juli 1975 bis 28. Februar 1976
| Der Vater des Werder-Torwarts Dieter Burdenski musste den Verein nach nur einem Sieg aus 10 Spielen auf Platz 14 stehend verlassen. Vorher hatte er seiner Mannschaft öffentlich „Landesligaformat“<ref name="zeigler_2006_burdenski">Zeigler 2006, S. 169&nbsp;f.</ref> bescheinigt und erklärt, man werde „spätestens zum Saisonende die Quittung“<ref name="zeigler_2006_burdenski" /> erhalten.
|-
| [[Otto Rehhagel]]
| 29. Februar bis 12. Juni 1976
| In seiner ersten Amtszeit erhielt Rehhagel einen Vertrag bis zum Tag des letzten Saisonspieles, um den drohenden Bundesligaabstieg zu verhindern, was ihm gelang.
|-
| [[Hans Tilkowski]]
| 1. Juli 1976 bis 19. Dezember 1977
| Die erste Saison endete im Mittelfeld. Mitten in der zweiten Saison verließ Hans Tilkowski die Mannschaft, keine 24 Stunden vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale, da ein nicht namentlich bekannter Spieler ihm vorher, entgegen der mannschaftsinternen Absprache, das Ergebnis einer Spielerabstimmung mitgeteilt hatte, bei der sich drei Viertel aller Spieler gegen Tilkowskis Verbleib ausgesprochen hatten. Da auch der Vorstand vorher informiert war, wähnte er sich als Opfer einer Intrige und ging, den Verzicht auf ausstehende Gehälter in Kauf nehmend.
|-
| [[Rudi Assauer]]<br />und<br />[[Fred Schulz (Fußballspieler)|Fred Schulz]]
| 20. Dezember 1977 bis 30. Juni 1978
| Nach der Entlassung Tilkowskis übernahm Manager Rudi Assauer bis zum Saisonende zusätzlich das Training. Da er über keine ausreichende Trainerlizenz verfügte, musste mit Fred Schulz ab dem 1. Januar 1978 zusätzlich offiziell ein [[Strohmann]] engagiert werden, der nicht in den sportlichen Bereich eingriff und mit 74 Jahren nominell ältester Trainer der Bundesligageschichte wurde. Das alleinige Engagement Assauers war auf starken Widerstand des DFB gestoßen. Vom – den Abstieg bedeutenden – 16. Platz konnte sich Werder noch mit einem Abstand von neun Punkten auf Rang 15 vorschieben.
|-
| [[Wolfgang Weber (Fußballspieler)|Wolfgang Weber]]
| 1. Juli 1978 bis 29. Januar 1980
| Werder war die erste und einzige Trainerstation des ehemaligen Nationalspielers. In seiner zweiten Saison wurde er, mit der Mannschaft auf dem 15. Platz stehend, entlassen.
|-
| [[Rudi Assauer]]<br />und<br />[[Fritz Langner]]
| 29. Januar bis 31. Mai 1980
| Nach Webers Entlassung sprang erneut Assauer ein, dem am 20. Februar 1980 Fritz Langner als Strohmann zur Seite gestellt wurde, der sich bereits im Ruhestand befunden hatte. Nach der Saison, in der sich die frühe und lange Sperre des Verteidigers Watson negativ ausgewirkt hatte, stieg Werder mit 93 Gegentoren als Tabellenvorletzter ab.
|-
| [[Kuno Klötzer]]
| 1. Juli 1980 bis 30. März 1981
| Der langjährige Bundesligatrainer übernahm Werder nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga, musste das Amt jedoch im Frühjahr 1981 mit der Mannschaft auf Tabellenplatz eins stehend aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.
|-
| [[Otto Rehhagel]]
| 1. April 1981 bis 30. Juni 1995
| Unter Otto Rehhagel gelang Werder der sofortige Wiederaufstieg. Während der vierzehnjährigen Regentschaft ''König Ottos'' gewann Werder den Europapokal der Pokalsieger (1992), die deutsche Meisterschaft (1988, 1993), den deutschen Pokal (1991, 1994) sowie den deutschen Supercup (1988, 1993 und 1994). Noch nie blieb ein Bundesligatrainer bis zu diesem Zeitpunkt länger seinem Verein treu als Otto Rehhagel Werder Bremen (14 Jahre, zwei Monate und 29 Tage<ref>{{Internetquelle |url=https://www.stern.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-allofs-und-schaaf-verlaengern-vertraege-in-bremen-3147086.html |titel=Allofs und Schaaf verlängern Verträge in Bremen |werk=[[Stern]] |datum=2011-12-19 |abruf=2019-10-17}}</ref>). 1995 wurde er schließlich vom ärgsten Konkurrenten, Bayern München, abgeworben.
|-
| [[Aad de Mos]]
| 1. Juli 1995 bis 9. Januar 1996
| Aad de Mos wurde als international namhafter Trainer in der Hoffnung verpflichtet, an die erfolgreiche Ära Rehhagel anknüpfen zu können, und wurde nach einer erfolglosen Halbserie und Turbulenzen hinter den Kulissen sowie Spannungen mit der Mannschaft entlassen. Er führte erstmals die [[Viererkette]] in Bremen ein und behielt sie trotz eintretender Misserfolge bei.
|-
| [[Hans-Jürgen Dörner (Fußballspieler)|Hans-Jürgen Dörner]]
| 14. Januar 1996 bis 20. August 1997
| Unter Dixie Dörner vermied Werder zunächst den Abstieg und erreichte in der darauffolgenden Saison Platz acht, allerdings ohne nachhaltige Hoffnungen auf neue Erfolge zu wecken. Nach einem misslungenen Saisonstart wurde er 1997 entlassen.
|-
| [[Wolfgang Sidka]]
| 21. August 1997 bis 21. Oktober 1998
| Sidka war zunächst Co-Trainer von Dixie Dörner und anfangs mit der Mannschaft relativ erfolgreich. Er verpasste nur relativ knapp einen UEFA-Pokal-Platz in der Saison 1997/98, erreichte diesen aber über den UI-Cup. Nachdem sich zu Beginn der Bundesligasaison 1998/99 andeutete, dass auch unter ihm kein sichtbarer Fortschritt in puncto Spielkultur und Erfolg erreicht werden würde, und Werder nach dem achten Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz stand, wurde er ebenfalls entlassen.
|-
| [[Felix Magath]]
| 22. Oktober 1998 bis 9. Mai 1999
| Magath verordnete Werder eine defensive Spielweise und führte die abstiegsgefährdete Mannschaft bis zur Winterpause immerhin auf Platz neun. Anschließend gerieten seine umstrittenen Trainings- und Menschenführungsmethoden in die Kritik; er überwarf sich mit mehreren langgedienten Spielern, verzichtete auf den Publikumsliebling und späteren Torschützenkönig Aílton und gewann mit Werder nur eines der ersten zwölf Rückrundenspiele, so dass Werder erneut in akute Abstiegsgefahr geriet und vier Spieltage vor Saisonende, punktgleich mit dem Tabellensechzehnten, die Trennung erfolgte.
|-
| [[Thomas Schaaf]]
| 10. Mai 1999 bis 15. Mai 2013
| Schaaf wurde (nach Otto Rehhagel) der zweiterfolgreichste Werdertrainer. Er verhinderte 1998/99 in kurzer Folge den drohenden Abstieg und gewann den DFB-Pokal. Anschließend entwickelte der ehemalige Spieler und Nachwuchstrainer eine spielstarke Mannschaft und etablierte Werder mit dem Gewinn des Doubles 2003/04 als Höhepunkt in der Bundesligaspitze. Anschließend gelang es ihm, mit Werder auch international erfolgreich zu sein. Zudem gewann Werder mit Schaaf im Jahr 2006 den Ligapokal. In der Saison 2008/09 erreichte er mit Werder das Finale des UEFA-Pokals und gewann zudem den DFB-Pokal. Als Basis des Erfolgs galt besonders seine enge Zusammenarbeit mit dem Sportdirektor [[Klaus Allofs]], seinem ehemaligen Mannschaftskameraden als Werderspieler. Schaaf verlängerte seinen Vertrag im Dezember 2011 bis zum 30. Juni 2014.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20112012/verlaengerung-allofs-schaaf/ |titel=Vertragsverlängerung für Klaus Allofs und Thomas Schaaf |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2011-12-19 |abruf=2019-10-17}}</ref> Bei Erfüllung hätte er den Rekord Rehhagels als Werdertrainer mit der längsten ununterbrochenen Dienstzeit gebrochen. In der Bundesliga war neben Rehhagel lediglich [[Volker Finke]] ([[SC Freiburg]]) länger ununterbrochen bei einem Verein beschäftigt. Am 15. Mai 2013 trennten sich Thomas Schaaf und Werder Bremen einvernehmlich.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20122013/schaaf-text/ |titel=Der SV Werder und Thomas Schaaf trennen sich |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2013-05-15 |abruf=2019-10-17}}</ref>
|-
| [[Wolfgang Rolff]] und [[Matthias Hönerbach]]<br />(interim)
| 16. bis 25. Mai 2013
| Schaafs ehemalige Co-Trainer waren Interimstrainer für den 34. Spieltag der Saison 2012/13.
|-
| [[Robin Dutt]]
| 1. Juni 2013 bis 25. Oktober 2014
| In seiner ersten Saison erreichte Dutt mit der Mannschaft den 12. Platz. In der Saison 2014/15 wurde er nach neun Spielen ohne Sieg am 25. Oktober 2014 freigestellt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20142015/pm-dutt-skripnik/ |titel=Werder stellt Dutt frei / Skripnik neuer Chefcoach |werk=Werder Bremen |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2014-10-25 |abruf=2022-11-25}}</ref>
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| [[Viktor Skripnik]]
| 25. Oktober 2014 bis 17. September 2016
| Skripnik übernahm die Mannschaft als Tabellenletzter und erreichte mit ihr noch den zehnten Platz. Nachdem Werder die ersten vier Pflichtspiele der Saison 2016/17 verlor, wurde er entlassen.<ref>{{Kicker|660530|Typ=News|Linktext=Werder zieht die Reißleine: Skripnik entlassen|Abruf=2019-10-17}}</ref>
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| [[Alexander Nouri]]
| 18. September 2016 bis 30. Oktober 2017
| Nouri wurde zunächst als Interimstrainer zum Nachfolger Skripniks berufen und nach dem 6. Spieltag zum Cheftrainer befördert. Mit Platz acht am Saisonende wurde die beste Platzierung seit Jahren erreicht. Nachdem es an den ersten zehn Spieltagen der Saison 2017/18 keinen Sieg gab, trennte sich der Verein von ihm.
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| [[Florian Kohfeldt]]
| 30. Oktober 2017 bis 16. Mai 2021
| Kohfeldt wurde nach dem zehnten Spieltag, als die Mannschaft auf dem vorletzten Platz stand, nach der Beurlaubung Nouris als Interimstrainer berufen. Nachdem die Mannschaftsleistungen unter ihm besser geworden waren, bekam Kohfeldt im April 2018 einen langfristigen Vertrag. Für seine Arbeit bei Werder wurde Kohfeldt vom [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]] mit dem [[Trainerpreis des deutschen Fußballs|Trainerpreis des deutschen Fußballs 2018]] ausgezeichnet. Am 16. Mai 2021 wurde Kohfeldt einen Spieltag vor Saisonende entlassen und durch [[Thomas Schaaf]] als Interimstrainer ersetzt.
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| [[Thomas Schaaf]]<br />(interim)
| 16. bis 22. Mai 2021
| Schaaf wurde vor dem letzten Spieltag der Saison 2020/21 zum Interimstrainer berufen, als sich die Mannschaft nach nur einem Punkt aus den letzten neun Spielen auf dem Relegationsplatz befand. Die Differenz zu einem direkten Abstiegsplatz und dem ersten Nicht-Abstiegsplatz betrug jeweils einen Punkt. Durch eine 2:4-Niederlage gegen [[Borussia Mönchengladbach]] fiel Werder auf den 17. Platz und stieg zum zweiten Mal nach [[Fußball-Bundesliga 1979/80|1980]] in die [[2. Fußball-Bundesliga|2. Bundesliga]] ab.
|-
| [[Markus Anfang]]
| 1. Juni bis 20. November 2021
| Mit Anfang, der zuvor bereits [[Holstein Kiel]], den [[1. FC Köln]] und den [[SV Darmstadt 98]] in der [[2. Fußball-Bundesliga|2. Bundesliga]] betreut hatte, startete Werder in die erste Zweitligasaison seit über 40 Jahren. Bis auf Torwarttrainer [[Christian Vander]] wurde auch der restliche Trainerstab ersetzt. Mitte November 2021 trat Anfang unmittelbar vor dem 14. Spieltag zurück, da gegen ihn ein [[Ermittlungsverfahren]] wegen des Verdachts der Fälschung eines [[Digitales COVID-Zertifikat der EU|digitalen COVID-Impfzertifikats]] eröffnet worden war, das später eine rechtmäßige Verurteilung nach sich zog.
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| [[Danijel Zenkovic]]<br />(interim)
| 20. bis 22. November 2021
| Der vorherige Co-Trainer Zenković übernahm die Mannschaft kurzfristig vor dem 14. Spieltag der [[2. Fußball-Bundesliga 2021/22|Saison 2021/22]] als Interimstrainer. Drei Tage später wurde er positiv auf das Virus [[SARS-CoV-2]] getestet und musste in [[Quarantäne#Sonderform: Häusliche Quarantäne|häusliche Quarantäne]].<ref>[https://www.werder.de/de/aktuell/news/profis/20212022/danijel-zenkovic-und-nicolai-rapp-mit-corona-infektion-23112021/ Zenkovic und Rapp mit positiven Corona-Befunden], werder.de, 23. November 2021, abgerufen am 23. November 2021.</ref>
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| [[Christian Brand (Fußballspieler)|Christian Brand]]<br />(interim)
| 23. bis 28. November 2021
| U19-Tainer Brand, der Zenković zuvor als Co-Trainer unterstützt hatte, übernahm nach dessen Quarantäne-Anordnung die Aufgaben des Interimstrainers am 15. Spieltag.
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| [[Ole Werner]]
| seit 29. November 2021
| Werner hatte bis September 2021 noch den [[Holstein Kiel|Ligakonkurrenten aus Kiel]] trainiert, mit dem er in der Vorsaison in der Relegation um den Aufstieg spielte.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20212022/neuer-cheftrainer-des-sv-werder-bremen-28112021/ |titel=Ole Werner wird neuer Cheftrainer bei Werder Bremen |werk=werder.de |datum=2021-11-28 |abruf=2021-11-28}}</ref> Schon in der Sommerpause nach Bremens Abstieg hatte der Verein Kontakt zu Werner gesucht, der Gespräche aus „Loyalität und Verantwortungsbewusstsein“ zu dieser Zeit jedoch noch ablehnte.<ref>{{Internetquelle |autor=Daniel Cottäus, Björn Knips |url=https://www.deichstube.de/news/werder-bremen-sucht-trainer-ole-werner-steht-oben-auf-der-liste-aber-probleme-abloese-holstein-kiel-vertrag-nachfolger-markus-anfang-2-bundesliga-news-91129942.html |titel=Der SV Werder Bremen will Trainer Ole Werner, aber es gibt Probleme |werk=deichstube.de |datum=2021-11-27 |abruf=2021-11-29}}</ref> Werner belegte mit Werder den zweiten Platz und schaffte so den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga.
|}


== Amateur- und Jugendfußball ==
'''Sportreferent'''
=== {{Anker|Werder Bremen II/Werder Bremen Amateure}}{{Anker|Werder Bremen II/Werder-Bremen-Amateure}} Werder Bremen II ===
* [[Jürgen Sterzik]]
{{Infobox Fußballteam
| name = Werder Bremen II
| stadion = [[Weserstadion Platz 11]]
| plätze = 5.500
| trainer = [[Christian Brand (Fußballspieler)|Christian Brand]]
| liga = [[Fußball-Regionalliga Nord|Regionalliga Nord]]
| saison = [[Fußball-Bremen-Liga 2023/24|2023/24]]
| rang = 1. Platz {{Gestiegen}} ([[Bremen-Liga]])
}}

Werders zweite Mannschaft spielt in der [[Fußball-Regionalliga Nord|Regionalliga Nord]] und trägt ihre Heimspiele zumeist auf [[Weserstadion Platz 11]] aus. Trainiert wurde die Mannschaft von 2019 bis 2023 von [[Konrad Fünfstück]]. Die größten Erfolge sind das Erreichen der [[Deutsche Amateurmeisterschaft (Fußball)|Amateurmeisterschaften]] in den Jahren 1966, 1985 und 1991. Werder ist damit zusammen mit [[Hannover 96]] und dem [[SC Jülich]] 1910 am häufigsten Amateurmeister geworden. Von 1969 bis 2007 (seitdem keine Teilnahme mehr) gewann Werders U-23 20-mal den [[Bremer Pokal|Landespokal]] und qualifizierte sich damit für die erste DFB-Pokalhauptrunde. In dieser besiegte die Mannschaft [[DFB-Pokal 2007/08|2007/08]] den Zweitligisten und Aufstiegsanwärter [[1. FC Köln]] nach einem Rückstand von 0:2 noch mit 4:2 nach Verlängerung. Ein weiterer Sieg in der zweiten Runde gegen den klassenhöheren [[FC St. Pauli]] brachte die Amateure ins Achtelfinale, in dem sie knapp mit 2:3 am [[VfB Stuttgart]] scheiterten. In der Saison [[Fußball-Regionalliga 2006/07|2006/07]] spielte die U-23 lange gegen den Fall in die Viertklassigkeit und erreichte schließlich mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge den achten von 19 Tabellenplätzen. Während der Spielzeit [[Fußball-Regionalliga 2007/08|2007/08]] wurde der 5. Platz erreicht, womit man sich als eine von drei zweiten Mannschaften (neben Bayern München II und dem VfB Stuttgart II) zur Einstiegsrunde in die neue [[3. Fußball-Liga|3. Liga]] qualifizierte.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.dfb.de/3-liga/spieltagtabelle/?spieledb_path=%2Fcompetitions%2F4%2Fseasons%2F4%2Fmatchday%2F1 |titel=3. Liga – Spielplan 2008/2009 |werk=dfb.de |hrsg=[[Deutscher Fußball-Bund|Deutscher Fußball-Bund e. V.]] |abruf=2019-10-17}}</ref>

In der [[3. Fußball-Liga 2010/11|Saison 2010/11]] stieg Werder Bremen II als Tabellenvorletzter sportlich in die viertklassige Regionalliga ab. Weil die davor platzierten Vereine [[TuS Koblenz]] und [[Rot Weiss Ahlen]] keine Lizenz erhielten, konnte Werder II dennoch in der 3. Liga verbleiben. In der [[3. Fußball-Liga 2011/12|Folgesaison]] belegte die Mannschaft den letzten Platz und stieg somit nach 36 Jahren in der Drittklassigkeit in die viertklassige [[Fußball-Regionalliga|Regionalliga Nord]] ab. In der [[Fußball-Regionalliga Nord 2014/15|Spielzeit 2014/15]] wurde man in dieser Liga Meister und es gelang in den [[Aufstieg zur 3. Fußball-Liga#2015|Entscheidungsspielen]] gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach der Wiederaufstieg in die 3. Liga.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.sport1.de/fussball/regionalliga-bayern/2015/05/werder-bremen-ii-setzt-sich-gegen-gladbach-ii-durch-und-steigt-auf |titel=Werder Bremen II setzt sich gegen Gladbach II durch und steigt auf |werk=[[Sport1]] |datum=2015-05-31 |abruf=2019-10-17}}</ref> Dort erreichte man in der [[3. Fußball-Liga 2015/16|Saison 2015/16]] mit einem Auswärtssieg beim [[VfR Aalen]] am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Auch [[3. Fußball-Liga 2016/17|ein Jahr später]] war es ein Sieg gegen Aalen im letzten Saisonspiel, diesmal im eigenen Stadion, der den Abstieg verhinderte. In der [[3. Fußball-Liga 2017/18|Saison 2017/18]] war Werder Bremen der einzige Profiverein, dessen zweite Mannschaft in der 3. Liga spielte. Am Saisonende musste man wieder in die Regionalliga absteigen.

In der [[Fußball-Regionalliga Nord 2022/23|Saison 2022/23]] stieg die Mannschaft auf dem 15. Platz in die [[Bremen-Liga]] ab.<ref>Malte Bürger: [https://www.deichstube.de/news/werder-bremen-gau-perfekt-u23-des-svw-steigt-aus-regionalliga-nord-ab-bremen-liga-abstieg-bremer-sv-nfv-wertung-zr-92309951.html ''Abgstieg nach NFV-Urteil offiziell: Werder Bremen fliegt aus der Regionalliga Nord''], deichstube.de, 31. Mai 202.</ref> [[Fußball-Bremen-Liga 2023/24|2023/24]] wurde sie Meister der Bremen-Liga und qualifizierte sich damit für die [[Fußball-Oberliga 2023/24#Aufstiegsrunde|Aufstiegsrunde]] zur Regionalliga Nord, wobei alle 30 Saisonspiele gewonnen wurden und ein Torverhältnis von 213:17 erzielt wurde.<ref>Tom Springer: [https://www.deichstube.de/news/werder-bremen-u23-wahnsinn-feiert-meisterschale-maik-lukowicz-torrekord-joel-imasuen-sechserpack-zr-93058068.html ''Sechserpack, 200-Tore-Marke und neuer Rekord: Werder Bremens U23 erhält Meisterschale nach höchstem Saisonsieg.''] In: ''deichstube.de'', 10. Mai 2024</ref> In der Aufstiegsrunde gelang der direkte Wiederaufstieg.

Immer wieder schaffen Spieler aus der Jugend und der Amateurmannschaft den Sprung in die Profimannschaft, wie zum Beispiel [[Thomas Schaaf]] und [[Frank Ordenewitz]]<ref>Yannik Cischinsky: [https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20182019/gerburtstag-ordenewitz-25032019 ''Torschützenkönig, Weltenbummler, Werderaner: Frank "Otze" Ordenewitz feiert am Montag seinen 54. Geburtstag''], werder.de, 25. März 2019</ref> sowie die späteren Europameister [[Dieter Eilts]] und [[Marco Bode]].

=== Werder Bremen III und weitere Amateurmannschaften ===
Werders dritte Mannschaft, die U21, spielt in der [[Landesliga Bremen]]. In den Jahren von 2004 bis 2007 erreichte sie Platzierungen zwischen dem dritten und fünften Rang. Nachdem im Jahr 2007 den beiden an Rang eins und zwei liegenden Vereinen [[Bremer SV]] und [[FC Bremerhaven]] die Lizenz für die [[Fußball-Oberliga Nord|Oberliga Nord]] im Gegensatz zu Werders dritter Mannschaft verwehrt worden war, hätte diese stattdessen aufsteigen können, verzichtete aber darauf. Nach der Aufwertung der Spielklasse zur Oberliga war Werder Bremen III von 2008 bis 2017 – bis zum Aufstieg der dritten Mannschaft des [[Hamburger SV]] in die [[Fußball-Oberliga Hamburg|Oberliga Hamburg]] – die am höchsten spielende aller dritten Mannschaften in Deutschland.

In den Spielzeiten [[Fußball-Bremen-Liga 2009/10|2009/10]] und [[Fußball-Bremen-Liga 2009/10|2010/11]] wurde die Mannschaft Meister der Bremen-Liga, verzichtete aber auf einen Lizenzantrag für die Regionalliga. In der [[Fußball-Bremen-Liga 2012/13|Saison 2012/13]] gelang erneut die Meisterschaft, ein Aufstieg war für eine dritte Mannschaft aber nicht mehr möglich. [[Fußball-Bremen-Liga 2021/22|2021/22]] landete das Team auf dem 15. Tabellenplatz und wäre damit sportlich in die [[Fußball-Landesliga Bremen|Landesliga]] abgestiegen, wenn der [[SFL Bremerhaven]] seine Mannschaft nicht zurückgezogen hätte. In der folgenden Saison [[Fußball-Bremen-Liga 2022/23|2022/23]] wurde die Mannschaft jedoch Tabellenletzter und stieg daher in die Landesliga ab.

Im Amateurbereich gibt es noch eine vierte Mannschaft in der Kreisliga A und eine fünfte Mannschaft in der Kreisliga B, sowie zwei [[Alte Herren (Fußball)|Altherren-Mannschaften]], die „Ü32“ und „Ü40“.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.fussball.de/verein/werder-bremen-bremen/-/id/00ES8GN8I400001CVV0AG08LVUPGND5I#!/ |titel=Mannschaften des Vereins |werk=www.fussball.de |abruf=2019-10-17}}</ref>

=== Jugendfußball ===
Im Jugendbereich stellt Werder bei den männlichen Juniorenmannschaften in allen [[Altersklasse (Fußball)|Altersklassen]].

Die A-Junioren spielen in der [[A-Junioren-Bundesliga (Fußball)|A-Junioren-Bundesliga]] Nord/Nordost. Sie wurden [[A-Junioren-Bundesliga 2015/16|2016]] und [[A-Junioren-Bundesliga 2019/20|2020]] Nordmeister, wobei die Saison 2019/20 aufgrund der [[COVID-19-Pandemie]] nicht regulär beendet wurde. 1999 konnte mit dem Gewinn der [[Deutsche Jugendmeisterschaft (Fußball)|deutschen Jugendmeisterschaft]] der bisher größte Erfolg erzielt werden. Von der Meistermannschaft gelang danach einzig [[Tim Borowski]] bei Werder der Sprung zu den Profis; andere Teamkameraden kamen nicht über Amateurniveau hinaus bzw. absolvierten für andere Teams ihr Profidebüt.<ref>[https://www.weser-kurier.de/werder/werder-bundesliga_artikel,-was-wurde-aus-werders-goldener-generation-_arid,1886007.html Deutsche A-Jugend-Meisterschaft vor 20 Jahren – Was wurde aus Werders goldener Generation?], abgerufen am 16. März 2020</ref> 1994 unterlag die Mannschaft im Finale den Junioren Borussia Dortmunds im Endspiel mit 2:3.

Die B-Junioren spielen in der [[B-Junioren-Bundesliga]] Nord/Nordost.

Im Finale der [[U-17-Fußball-Europameisterschaft 2009]] erzielten die beiden Werder-Spieler [[Lennart Thy]] und [[Florian Trinks]] die Tore für [[Deutsche Fußballnationalmannschaft (U-17-Junioren)|Deutschland]] zum 2:1-Sieg gegen die Niederlande. Thy wurde zudem mit drei Toren zusammen mit dem Niederländer [[Luc Castaignos]] Torschützenkönig des Turniers.<ref>{{Internetquelle |url=https://de.uefa.com/under17/news/0252-0cddd1b636f7-a445ea5441f6-1000--castaignos-und-thy-beste-torschutzen/ |titel=Castaignos und Thy beste Torschützen |werk=uefa.com |hrsg=[[UEFA]] |datum=2013-05-18 |abruf=2019-10-17}}</ref>

Bei der [[U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2011]], die Deutschland als Dritter beendete, standen mit [[Cimo Röcker]] und [[Levent Ayçiçek]] zwei Werder-Spieler im Kader.

Bei der in [[Ungarn]] ausgetragenen [[U-19-Fußball-Europameisterschaft 2014]] wurde der Werder-Spieler [[Davie Selke]] mit sechs Toren im Turnier [[Torschützenkönig]] und zugleich Europameister mit der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft (U-19-Junioren)|deutschen Auswahl]]. Damit stellte er den Torrekord des Spaniers [[Álvaro Morata]] von 2011 ein.

=== Blindenfußball ===
Werder Bremen fördert die [[Soziale Inklusion|Inklusion]] durch Sportangebote für Menschen mit Behinderung. Dazu zählt auch [[Blindenfußball|Blinden- und Sehbehindertenfußball]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/werder-bewegt/lebenslang-aktiv/inklusion/blindenfussball/ |titel=Blindenfußball |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-17}}</ref>

=== Futsal ===
Werder Bremen unterhielt von der Saison 2015/16 bis zur Spielzeit 2018/19 auch eine [[Futsal]]-Abteilung. Die Mannschaft trat in der [[Futsal-Regionalliga Nord|Regionalliga Nord]] wie auch in der [[BFV-Futsal-Liga]] (Verbandsliga) an.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/werder-bewegt/201415/start-futsal |titel=Futsal ab sofort bei Werder |werk=werder.de |datum=2015-10-21 |sprache=de |abruf=2024-02-26}}</ref>

=== Traditionsmannschaft ===
Der Traditionsmannschaft um Dieter Burdenski gehören Spieler wie z.&nbsp;B. Johan Micoud, Uwe Reinders, Frank Ordenewitz, Günther Hermann, Ailton, Ivan Klasnic, Torsten Frings, Tim Wiese, Frank Baumann, Dieter Eilts und Andreas Reinke an.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.burdenski.de/Events/Werder-Bremen-Traditionsmannschaft/ |titel=Werder Bremen Traditionsmannschaft |werk=burdenski.de |hrsg=Burdenski events GmbH |abruf=2021-12-20}}</ref>

== Frauenfußball ==
{{Hauptartikel|Werder Bremen (Frauenfußball)}}
Bereits in den frühen 1970er Jahren bestand beim SV Werder eine Frauenfußballabteilung, die 1974 an der [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1974 (Frauen)|Endrunde um die deutsche Meisterschaft]] teilnahm. Nachdem die Abteilung zwischenzeitlich aufgelöst wurde, richtete der Verein im Jahre 2007 auf Drängen des Bremer Fußballverbandes eine neue Abteilung ein. Ohne Punktverlust und ohne Gegentor sicherte sich die Mannschaft die Bremer Meisterschaft und schaffte anschließend den Sprung in die Regionalliga Nord. Ein Jahr später gelang der Aufstieg in die [[2. Frauen-Bundesliga|2. Bundesliga Nord]]. In den Spielzeiten [[2. Frauen-Bundesliga 2010/11|2010/11]], [[2. Frauen-Bundesliga 2011/12|2011/12]] und [[2. Frauen-Bundesliga 2012/13|2012/13]] wurde die Mannschaft jeweils Fünfter, [[2. Frauen-Bundesliga 2013/14|2013/14]] Dritter. In der [[2. Frauen-Bundesliga 2014/15|Saison 2014/15]] gelang der Aufstieg in die [[Frauen-Bundesliga|Bundesliga]], jedoch stieg die Mannschaft nach nur einer Saison wieder ab. In der [[2. Frauen-Bundesliga 2016/17|Saison 2016/17]] gelang der direkte Wiederaufstieg. Zwei Jahre konnte das Team sich in der ersten Liga halten, stieg dann jedoch erneut ab und spielte die [[2. Frauen-Bundesliga 2019/20|Saison 2019/20]] in der Zweiten Liga, die das Team als Tabellenführer beendete. Seit der Saison 2020/21 spielt die Mannschaft wieder in der Bundesliga und konnte dort nach zwei neunten Plätzen in der Saison 2022/23 auf dem achten Tabellenrang abschließen.

== Struktur und Organisation ==
''(Namensangaben zu allen Inhabern der Positionen finden sich auf [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Aktuelle Führung|Werder Bremen/Namen und Zahlen]].)''

Der Gesamtverein untergliedert sich seit dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 27. Mai 2003 in den gemeinnützigen ''Sport-Verein „Werder“ von 1899 e.&nbsp;V.'', der den Amateursportbereich leitet, und das Wirtschaftsunternehmen ''SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA'', zu dem die Profimannschaften aller Abteilungen und Sportarten, soweit vorhanden, gehören. Einziger und damit Komplementärgesellschafter der [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] ist der e.&nbsp;V., der das gesamte Vermögen einbringt und 100-%-Anteilseigner der [[Kommanditgesellschaft auf Aktien]] ist.<ref name="werder_vereinsstruktur">{{Webarchiv |url=http://www.werder.de/de/ueber-werder/struktur/index.php |text=Die Vereinsstruktur von Werder Bremen |wayback=20130925060332}}</ref>

Der Umsatz des Unternehmens belief sich 2006 auf die damalige Rekordsumme von 85 Millionen Euro und stellt damit eine Steigerung von gut zehn Prozent gegenüber dem bis dahin umsatzstärksten Vorjahr mit 77 Millionen Euro dar.<ref>kicker Sonderheft – Bundesliga 07/08, S. 25.</ref> In der zweiten Hälfte der Saison 2006/07 kam es zu einer weiteren Steigerung, so dass während dieser Spielzeit erstmals die Grenze von 100 Millionen Euro übersprungen werden konnte.<ref>Werder – Spezial Saison 2007/08, Nr. 210, S. 3.</ref> In der Saison 2008/09 wurde der Umsatz zum fünften Mal in Folge auf nunmehr 120,7 Millionen Euro gesteigert.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/profis/berichte-archiv/bundesliga/importiert/importierte-news-16966/ |titel=120,7 Mio. Euro: Zum fünften Mal in Folge Rekord-Umsatz |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2009-11-23 |abruf=2019-10-17}}</ref> Die Kosten des Fußball-Lizenzspielerkaders hatten nach 25 Millionen Euro in der Saison 2004/2005 mit 35 Millionen Euro drei Jahre später einen Höchststand erreicht.<ref>''„Wer(der) wird Millionär?“'', kicker, Champions League, S. 18, Hans-Günter Klemm, 13. August 2007, Nr. 66</ref>

Im Herbst 2019 konnte Werder bei seiner Mitgliederversammlung drei neue Rekordmarken vermelden. Die Mitgliederzahl belief sich auf 40.376 Mitglieder.<ref>{{Internetquelle |autor=Yannik Cischinsky, Philipp Burde |url=https://www.werder.de/aktuell/news/sonstiges/40000-mitglied-geehrt-25112019/ |titel=Historischer Höchststand: Werder hat 40.376 Mitglieder |werk=Werder.de |hrsg= |datum=2019-11-25 |abruf=2019-11-30}}</ref> Der Verein erzielte zudem in der Saison 2018/19 einen Rekordumsatz von 157,1 Millionen Euro. Dies bedeutete eine Steigerung von 40 Millionen Euro gegenüber der Vorsaison, die zum Teil durch einmalige Effekte wie erhaltene Ablösesummen verursacht wurde. Gleichzeitig stiegen die Kosten für den Lizenzspielerkader und Personalaufwand auf die Rekordsumme von 71,9 Millionen Euro. Auch hier wirkten sich Einmaleffekte, wie zum Beispiel Prämienzahlungen für das Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal, aus.<ref>{{Internetquelle |autor=Christoph Bähr, Christoph Sonnenberg |url=https://www.weser-kurier.de/werder/werder-bundesliga_artikel,-gute-bilanz-gegen-die-krisenstimmung-_arid,1878199.html |titel=Werder erzielt Rekordumsatz: Gute Bilanz gegen die Krisenstimmung |werk=Weser Kurier |hrsg= |datum=2019-11-26 |abruf=2019-11-30}}</ref>

=== Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V. ===
Der Sportverein besteht aus den Organen Präsidium, Ehrenrat, Wahlausschuss und Vereinsjugendvertretung. Der e.&nbsp;V. setzt sich aus den amateursportlichen Abteilungen Schach, Handball, Turnspiele und Gymnastik, Fußball, Tischtennis und Leichtathletik zusammen.

Seit 2002 stieg die Zahl der Mitglieder von 3.000 auf 36.000 im Jahr 2009.

==== Präsidium ====
Das geschäftsführende Präsidium, also der Vorstand des Vereins, besteht aus dem Präsidenten ([[Hubertus Hess-Grunewald]]), dem Vizepräsidenten ([[Jens Höfer]]) sowie dem Schatzmeister ([[Axel Plaat]]). Es wird auf Vorschlag des Wahlausschusses von der Mitgliederversammlung gewählt. Mitglieder des Präsidiums sind neben den sechs Leitern der einzelnen Abteilungen auch der Jugend- und der Sportreferent. In den Sitzungen des Gesamtpräsidiums sind außerdem die beiden vom Präsidium in den identischen Aufsichtsrat der GmbH und der KGaA Entsandten sowie ein Mitglied des Ehrenrates anwesend. Zu den durch das Präsidium ausgeführten Gesellschafterrechten des Vereins gehört die Benennung und Delegierung eines Mitgliedes des Vorstandes zum Geschäftsführer des Bereiches „Leistungszentrum Fußball/ andere Sportarten“ (Fischer), die Benennung und Entsendung von zwei der sechs Aufsichtsratsmitglieder sowie die formelle Ernennung der anderen Aufsichtsratsmitglieder, die auf der Hauptversammlung der GmbH & Co. KGaA gewählt werden.<ref name="werder_vereinsstruktur" />

==== Ehrenrat, Wahlausschuss und Vereinsjugendvertretung ====
Die Aufgabe des ''[[Ehrenrat]]es'' ist neben der „Wahrung und Förderung der Tradition und des Ansehens des Vereins“<ref name="werder_vereinsstruktur" /> die Annahme von und die Entscheidung über Vereinsausschlüsse, wenn Widerspruch eingelegt worden ist. Der aus den sechs Abteilungsleitern und sieben Mitgliedern des Ehrenrates bestehende ''Wahlausschuss'' schlägt auf der Mitgliederversammlung die Kandidaten für den Vereinsvorstand oder dessen Wiederwahl sowie Bewerber für den Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGaA vor. Die ''Vereinsjugendvertretung'' besteht neben dem Jugendreferenten aus jeweils einem Jugendwart und Jugendsprecher pro Abteilung. Ihre Aufgabe ist die „Wahrnehmung der Interessen der jugendlichen Vereinsmitglieder“.<ref name="werder_vereinsstruktur" />

=== SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA ===
Zum sportlichen Aufgabenbereich gehören die Profifußballmannschaft, die 1. Herrenmannschaften im Tischtennis und Schach sowie die erste Damenmannschaft im Handball. Außerdem wird das ''Nachwuchsleistungszentrum Fußball'' betrieben.

==== Aufsichtsrat ====
Der Aufsichtsrat für die GmbH und die KGaA ist identisch besetzt und besteht aus sechs Personen, von denen zwei vom Präsidium bestimmt und vier auf der Hauptversammlung der KGaA gewählt werden. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist seit 2014 Werders Ehrenspielführer und ehemaliger Nationalspieler [[Marco Bode]]. Zuvor war der frühere Werder-Manager und Bremer Bildungs- und Innensenator [[Willi Lemke]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) von 2005 bis 2014 Vorsitzender des Gremiums. Die weiteren Mitglieder sind [[Marco Fuchs]], Andreas Hoetzel, [[Thomas Krohne]], Axel Plaat und [[Kurt Zech]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/der-svw/struktur/gmbh-co-kg-aa/aufsichtsrat/ |titel=Aufsichtsrat |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-19}}</ref> Da der Gesamtverein in den Haupt- und Gesellschafterversammlungen die alleinige Mehrheit hat, befinden dessen Mitglieder über den Vorschlag ihres Wahlausschusses. Diese Entscheidung ist für das Präsidium bindend. An eventuelle zukünftige Teilhaber und Investoren dürfen bis zu zwei Sitze im Aufsichtsrat übertragen werden.

==== Geschäftsführung ====
Die Geschäftsführung besteht gegenwärtig aus vier Mitgliedern, namentlich Klaus Filbry, der als Vorsitzender den Bereich Finanzen verantwortet, Clemens Fritz als Geschäftsführer Fußball, Tarek Brauer, zuständig für Organisation und Personal sowie Anne-Kathrin Laufmann, welche für die Bereiche Sport und Nachhaltigkeit zuständig ist.<ref>[https://www.werder.de/der-svw/struktur/gmbh-co-kg-aa/geschaeftsfuehrung/ ''Geschäftsführung''], werder.de, abgerufen am 21. Januar 2023</ref>

== Stadion und Infrastruktur ==
[[Datei:Weserstadion 2011-05-01.jpg|mini|Südseite (2011, nach dem Umbau)]]
[[Datei:Weserstadion Nordseite.JPG|mini|Nordseite mit ''Wuseum'' (2007)]]
[[Datei:Weserstadion (Lage).png|mini|Lage der Stadien in Bremen]]
{{Hauptartikel|Weserstadion|Weserstadion Platz 11}}

Seit 1930 tragen die Fußballer Werder Bremens und dessen Vereinsvorläufer ihre Heimspiele im 1909 erbauten Bremer [[Weserstadion]] aus. Es wurde 1926, nach dem ersten Umbau, vorübergehend nach seinem Erbauer, dem ''Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein'', in ''ABTS-Kampfbahn'' umbenannt und trägt seit 1930 wieder den heutigen Namen, der sich vom Standpunkt des Stadions am [[Weser]]ufer ableitet. Nach mehreren Erweiterungen und dem Absenken des Spielfeldes liegt das Fassungsvermögen bei insgesamt 42.100 Zuschauern.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/stadion/weser-stadion/das-weser-stadion/ |titel=Das wohninvest WESERSTADION |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-17}}</ref> Für den internationalen Spielbetrieb stehen ca. 37.500 Plätze zur Verfügung. Alle Plätze sind überdacht. Das nahe dem Stadtzentrum gelegene Stadion ist über die [[Bundesautobahn 1|A 1]] und die [[Bundesautobahn 27|A 27]], letztlich aber nur über eine einzige Straße, den [[Osterdeich]], zu erreichen. Wegen zahlreicher Anwohnerproteste werden sowohl der Osterdeich als auch alle angrenzenden Straßen im benachbarten Wohngebiet an Spieltagen für den Autoverkehr gesperrt. Auch die zum Weserstadion gehörenden Parkplätze können nur von Inhabern spezieller Parkberechtigungen angefahren werden. Dafür wird ein ausgedehnter Shuttleservice mit zahlreichen Straßenbahnen und Bussen angeboten, der für Inhaber von Eintrittskarten kostenlos ist. Diese von vielen, unter anderem von [[Franz Beckenbauer]] dem damaligen Präsidenten des FC Bayern München, als unzureichend kritisierte Stadionanbindung wird oftmals als Begründung dafür angegeben, warum das hochmoderne Stadion bei Länderspielen der Fußballnationalmannschaft übergangen wird und bei der WM 2006 nicht als Austragungsort ausgewählt wurde.

Auf dem Gelände des Weserstadions liegen außer den Trainingsbereichen der Profis die Plätze, die von der Amateurmannschaft genutzt werden, sowie das südlich ans Stadion angrenzende [[Stadionbad (Bremen)|Stadionbad]]. Die Geschäftsstelle und Verwaltung Werder Bremens befinden sich ebenso im Weserstadion, wie das ''SportHep'', eine Arztpraxis und ein Fanshop.

Im Dezember 2004 wurde innerhalb des Stadions das ''Werder-Bremen-Museum'' (kurz: ''Wuseum'') eröffnet. Dort sind Replikate der [[Deutsche Meisterschale|Meisterschale]] und des [[DFB-Pokal]]s sowie seltene Plakate, Fotos und andere Ausstellungsstücke zu besichtigen.

[[Datei:Weserstadion(2).jpg|mini|links|Blick von der ''Westkurve'' (2006, vor dem Umbau zu einer reinen Fußballarena)]]
Die Baudeputation Bremens stimmte am 12. April 2007 dem umfangreichen Umbau zur reinen Fußballarena mit drei Zuschauerrängen zu, dessen Kosten anfangs auf 40 bis 50 Millionen Euro veranschlagt wurden. Der Bremer Senat folgte fünf Tage später dieser Entscheidung.<ref>{{Webarchiv |url=http://syke.mzv.net/news/stories/werder/?id=85418 |text=Senat stimmt dem Ausbau zu |wayback=20070927010301}}</ref> Durch die Maßnahme sollte die Kapazität auf etwa 50.000 Plätze erhöht werden. Nachdem im Juli 2007 deutlich wurde, dass die Kosten unter anderem wegen gestiegener Stahlpreise bei über 75 Millionen Euro liegen würden und die logistische Machbarkeit von Geschäftsführer Manfred Müller in Abrede gestellt wurde, beschlossen die ''Bremer Weserstadion Gesellschaft'' und Werder Bremen, den Umbau in zwei Schritten zu vollziehen und dabei auf die Errichtung eines dritten Ranges zu verzichten. Dies reduzierte die Kapazität auf 42.500 Plätze. Zur Finanzierung hielt Müller auch einen Verkauf des Stadionnamens an einen Sponsoren für möglich, was allerdings bis 2019 vermieden werden konnte.<ref>''„Weserstadion behält seine Kurven – Werder dampft die bisherigen Planungen für den Umbau ein/ Kosten waren davongelaufen“'', [[Bremer Tageszeitungen AG|Weser-Kurier]], BREMEN, S. 7, Volker Junck, 17. Juli 2007.</ref> Der neue Plan, der schließlich auch ausgeführt wurde, sah vor, die Nord- und Südgeraden näher an das Spielfeld heranzuführen und die Ost- und Westkurve direkt an das Spielfeld vorzuziehen und zu begradigen. Der Zuschauerbereich sollte komplett überdacht werden. Der ovale Grundriss sollte beibehalten und die denkmalgeschützten Flutlichtmasten im Dach integriert werden.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/aktuell/news/profis/berichte-archiv/bundesliga/importiert/importierte-news-10013/ |titel=Werder präsentiert Umbaupläne des Weser-Stadions |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2007-01-26 |abruf=2019-10-17}}</ref>

Der Bauantrag für die erste Stufe der Umbaumaßnahmen wurde im September 2007 gestellt. Der Ausbau begann im September 2008 mit dem Abdecken und -fräsen des Daches der Nord- und Südtribüne. Im Dezember 2008 war das Dach auf der Nordgeraden vollständig mit [[Photovoltaik]]-Elementen eingedeckt und konnte in Betrieb genommen werden. Anfang Januar 2009 wurden die letzten Binderpaare auf der Südgeraden installiert, und es begann die Montage der neuen Fassade an der Südgeraden, die Ende März 2009 abgeschlossen wurde. Die zweite Umbaustufe wurde kurz vor dem Ende der Bundesliga-Spielzeit 2008/09 mit dem Rückbau des Daches der Westkurve eingeleitet. Zum 31. Dezember 2009 wurde das Dach der neuen Tribüne montiert.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/aktuell/news/profis/berichte-archiv/bundesliga/importiert/importierte-news-16891/ |titel=Westtribüne-Plan: Gegen Bayern überdacht und voll besetzt |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2009-11-18 |abruf=2019-10-17}}</ref>
Als letzter Schritt wurde der Umbau der Ostkurve in der Sommerpause 2010 begonnen und zum Beginn der Bundesliga-Saison 2011/12 abgeschlossen.

[[Datei:Weserstadion Südgerade (retuschiert).jpg|mini|Die neue Fassade der Südgeraden beinhaltet [[Photovoltaik]]-Zellen, im Vordergrund das [[Stadionbad (Bremen)|Stadionbad]] mit Sprungturm.]]
[[Datei:Dach Südgerade Weserstadion.JPG|mini|links|Das neue Dach der Südgeraden (Bild) ist deutlich höher als das alte, ebenso das der Nordgeraden]]
Die Photovoltaikanlage umfasst Großteile der Fassadenflächen von Südgerade, West- und Ostkurve sowie die gesamte Dachfläche.

Im Sommer 2019 gab Werder bekannt, dass der Stadionname für zehn Jahre gegen ein Entgelt von etwa 30 Millionen Euro an die [[Wohninvest Holding]] verkauft wurde.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.transfermarkt.de/werder-bremen-verkauft-stadionnamen-bdquo-verschafft-uns-finanziellen-spielraum-ldquo-/view/news/338146 |titel=Werder Bremen verkauft Stadionnamen: „Verschafft uns finanziellen Spielraum“ |werk=transfermarkt.de |datum=2019-06-13 |abruf=2019-06-21}}</ref>

Die Funktion des Stadionsprechers hat [[Arnd Zeigler]] inne.
<div style="clear:both;"></div>

== Zuschauer und Fans ==
{| class="wikitable float-right" style="text-align:right"
! Saison
! ø Zuschauer<span style="font-weight:normal"><ref name="Weltfußball Zuschauerzahlen" /></span>
! Dauerkarten
! [[Datei:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px|Logo SV Werder Bremen]]-Mitglieder<span style="font-weight:normal"><ref name="Zeigler 2006, S. 539ff" /></span>
|-
| [[Fußball-Bundesliga 1999/2000|1999/00]]
| 29.834
| 20.125
| 2.980
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2003/04]]
| 37.666
| 20.000
| 5.700
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2004/05|2004/05]]
| 39.579
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| 15.000
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2005/06]]
| 36.928
| 25.000
| 21.000
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2006/07|2006/07]]
| 39.715
| 25.000
| 23.500
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]]
| 40.267
| 25.000
| 30.266
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2008/09|2008/09]]
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| 25.000
| 34.047<ref name="bilanz_werder">{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/profis/20112012/jhv-vorabmeldung-mit-sperrfrist/ |titel=Bilanz: Blick nach vorn mit starken Zahlen im Rücken |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2011-11-07 |abruf=2019-10-17}}</ref>
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2009/10|2009/10]]
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| 25.000
|
|-
| [[Fußball-Bundesliga 2010/11|2010/11]]
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| 25.000
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| [[Fußball-Bundesliga 2011/12|2011/12]]
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|-
| [[Fußball-Bundesliga 2012/13|2012/13]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2013/14|2013/14]]
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| [[Fußball-Bundesliga 2014/15|2014/15]]
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|
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| 36.500<ref>{{Kicker|werder-bremen-4/info/1-bundesliga/2015-16|Typ=Turnier|Linktext=Werder Bremen Vereinsinfo 2015/16 |Abruf=2019-10-17}}</ref>
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| [[Fußball-Bundesliga 2017/18|2017/18]]
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|-
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|-
|[[2. Fußball-Bundesliga 2021/22|2021/22]]
|
|27.000<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/tickets/20212022/neue-dauerkarten-rekord-07072021/ |titel=Interesse riesig: Neuer Dauerkarten-Rekord vor Werders Zweitliga-Start |titelerg=10.000 Interessent:innen auf der Liste, Dauerkarten auf 27.000 aufgestockt |werk=werder.de |datum=2021-07-07 |abruf=2021-07-07}}</ref>
|
|}

Seit der Saison 1999/2000 ist ein stetiger Zuwachs der Zuschauerzahlen Werder Bremens bei Heimspielen zu verzeichnen, der lediglich vom Jahr 2005/06 unterbrochen wurde, als Umbaumaßnahmen durchgeführt wurden. Lag der Schnitt 1999/2000 noch bei 29.834 Besuchern, waren es in der Doublesaison 2003/04 bereits 37.666 und 2006/07 39.715. Auch die Zahl der verkauften Dauerkarten stieg deutlich an: Waren es 2003/04 noch 20.000, stoppte der Verein in den folgenden vier Jahren den Absatz vor Ligabeginn bei 25.000 Stück, um die Spiele „nicht zu geschlossenen Veranstaltungen werden“ zu lassen, wie von Geschäftsführer Manfred Müller ansonsten befürchtet.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.fussball24.de/werder-bremen-setzt-24-000-dauerkarten-ab/ |titel=Werder Bremen setzt 24 000 Dauerkarten ab |werk=fussball24.de |hrsg=Traffic Rocket GmbH |datum=2005-06-20 |abruf=2018-10-17}}</ref> Die Mitgliederzahlen, welche vorher jahrzehntelang zwischen 2000 und 3000 lagen, stiegen mit der Rückkehr des Erfolgs unter Trainer Thomas Schaaf deutlich an und verzehnfachten sich von 2.980 Mitgliedern vor der Saison 1999/2000 über 15.000 im Jahr der Meisterschaft auf 30.266 im Jahr 2007. Dazu trug eine seit 2003 in den öffentlichen Verkehrsmitteln Bremens dauerhaft betriebene Werbekampagne mit den Slogans „Ich will Dich!“ und „Werde [[Datei:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px|Logo SV Werder Bremen]] Mitglied!“ bei, auf deren Plakaten unter anderem Thomas Schaaf abgebildet ist.<ref>{{Internetquelle |autor=Thorsten Waterkamp |url=https://www.weser-kurier.de/werder/werder-bundesliga_artikel,-Schaaf-will-mit-Pizarro-verlaengern-_arid,158714.html |titel=Werder Bremen Schaaf will mit Pizarro verlängern |werk=Weser Kurier |datum=2011-12-08 |abruf=2019-10-17}}</ref>

Werder Bremen hat ca. 780 eingetragene Fanclubs, darunter sind unter anderem Fanclubs aus [[Volksrepublik China|China]], [[Jordanien]] und den [[Vereinigte Staaten|USA]]. In Bremen gibt es sieben [[Ultra-Bewegung|Ultra]]<nowiki />gruppen: „Infamous Youth“<ref>{{Internetquelle |url=https://infamousyouth.org/ |titel=THE INFAMOUS YOUTH |sprache=de-DE |abruf=2021-02-09}}</ref>, „Caillera“<ref>{{Internetquelle |url=https://caillera.net/ |titel=Caillera |sprache=de-DE |abruf=2021-02-09}}</ref>,„UltrA-Team Bremen“<ref>{{Internetquelle |url=http://utb02.blogsport.de/ |titel=UltrA-Team Bremen |sprache=de |abruf=2021-02-09}}</ref>, „L' Intesa Verde“<ref>{{Internetquelle |url=https://intesa-verde.de/ |titel=L'Intesa Verde - Ultras Bremen |sprache=de-DE |abruf=2021-02-09}}</ref>, Wanderers Bremen<ref>{{Internetquelle |url=https://www.wanderers-bremen.de/ |titel=WANDERERS BREMEN - Ultra' HB |sprache=de |abruf=2021-02-09}}</ref>, „HB-Crew“<ref>{{Internetquelle |url=http://hb-crew.de/ |titel=HB-Crew {{!}} Blog der HB-Crew Bremen |sprache=de-DE |abruf=2021-02-09}}</ref> und „Ultra Boys“.<ref>{{Internetquelle |url=https://ultraboyshb.wordpress.com/ |titel=Ultra'Boys HB's Blog |sprache=de-DE |abruf=2021-02-09}}</ref> Diese Fans nutzen die Stehplätze in der ''Ostkurve'' und sind für die [[Choreografie (Fankultur)|Choreografien]] in den Stadien verantwortlich. Es gab und gibt in Bremen Probleme mit [[Hooligan]]s, wie zum Beispiel denen der ''Standarte'', deren Mitglieder dem ehemaligen Bremer Innensenators [[Thomas Röwekamp|Röwekamp]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]) nach teilweise einen rechtsextremistischen Hintergrund aufweisen.<ref>{{Webarchiv |url=http://www.gruene-fraktion-bremen.de/cms/default/dokbin/166/166705.frage_ueberfall_auf_fanfeier_im_wesersta.pdf |text=Die Bremer Bürgerschaft befasst sich mit dem Überfall auf ''Racaille Verte'' (Sitzungsprotokoll) |wayback=20120305055321}}</ref> Bei den Tätern, die am 20. Januar 2007 eine Feier zum einjährigen Bestehen der sich selbst als „anti-rassistisch“ und ansonsten unpolitisch bezeichnenden Ultra-Gruppe ''Racaille Verte'' („Grünes Gesindel“) im ''Ostkurvensaal'' überfielen, soll es sich nach Augenzeugenberichten um Mitglieder dieser Gruppierung gehandelt haben.<ref>{{Internetquelle |autor=Weser-Kurier |url=http://www.werderfans-gegen-rassismus.de/index.php/pressespiegel/36-siegt-die-angst-im-weserstadion |titel=Siegt die Angst im Weserstadion? |werk=werderfans-gegen-rassismus.de |hrsg=AntiDiskriminierungs AG, Fan-Projekt Bremen e. V. |datum=2007-02-09 |abruf=2018-05-04}}</ref>

[[Datei:Ostweser.jpg|mini|Fans in der ''Ostkurve'']]
[[Datei:Werder-Ecke im Bremer Flughafen.jpg|mini|Werder-Fan-Ecke im Bremer Flughafen]]

Ihr organisatorisches Talent bewiesen motivierte Werderfans bei zwei Gelegenheiten: Sie wählten die anlässlich der Meisterschaftsfeier 2004 von den [[Original Deutschmacher]]n veröffentlichte Vereinshymne ''[[Lebenslang Grün-Weiß]]'' in der ZDF-Sendung ''[[Unsere Besten]] – Jahrhundert-Hits'' auf Platz 29 der Rangliste. Damit ließ das Lied, das auf Platz 51 in die deutschen Single-Charts eingestiegen war, unter anderem die [[Hamburger SV|HSV]]-Hymne ''Hamburg, meine Perle'', aber auch Lieder wie ''[[Stille Nacht, heilige Nacht]]'' oder ''[[Zehn kleine Jägermeister]]'' von den [[Die Toten Hosen|Toten Hosen]] hinter sich.

Als am Ende der Saison 2005/06 auf der Homepage des HSV deren „Spieler der Saison“ gewählt wurde, gelang es Anhängern des Nordrivalen Werder Bremen mit Aufrufen und Ketten-E-Mails, diese zu torpedieren und zum Abbruch zu bringen: Sie sorgten dafür, dass der ehemalige Werderaner Aílton an der Spitze stand. Er war erst zur Rückrunde ausgeliehen worden und hatte wenig überzeugt: Im letzten, über die direkte Qualifikation zur Champions League entscheidenden Saisonspiel der beiden Vereine gegeneinander, traf er 30 Minuten vor Schluss das leere Tor nicht, was für den HSV den Fall auf Rang drei zur Folge hatte.

In den vergangenen Jahren des sportlichen Misserfolges sorgten die Werderfans wiederholt für eine außergewöhnliche Stimmung im Abstiegskampf. So wurde 2013 während des Abstiegskampfs die Aktion „ALLEz Grün“ aus den Reihen der Anhänger gestartet, bei der dazu aufgerufen wurde, Farbe zu bekennen und mit grüner Kleidung ins Weserstadion zu gehen, um die Mannschaft zu unterstützen. Außerdem wurde der Mannschaftsbus bei der Einfahrt zum Stadion am Spieltag von zahlreichen Fans laut singend begrüßt. Als es im Jahr 2016 sportlich noch schlechter lief, und die Stimmung in Bremen zum ersten Mal seit Jahren zu kippen drohte, wurde die Aktion „#greenwhitewonderwall“ von einem Fanclub ins Leben gerufen. Das Motto, das auf ein Testspiel im Sommer 2015 bei [[West Ham United]] zurückging, bei dem Werderfans über weite Strecken des Spiels den [[Oasis]]-Hit ''[[Wonderwall (Lied)|Wonderwall]]'' sangen, startete zunächst als Hashtag auf Twitter, fand aber schnell den Weg in das Stadion. Wie schon 2013 wurde an den letzten drei Heimspielen der Mannschaftsbus auf dem Stadionvorplatz empfangen und die Fans wurden über diese Aktion wieder zu einem Rückhalt der Mannschaft. Keines der letzten drei Heimspiele wurde verloren und durch den Siegtreffer kurz vor Schluss im letzten Heimspiel gegen Frankfurt gelang der direkte Klassenerhalt, der von den Fans anschließend auf dem Rasen des Weserstadions und in ganz Bremen gefeiert wurde wie der Gewinn der Meisterschale. Die Werder-Fans erhielten für diese Fan-Bewegung die Auszeichnung als „Fanaktion des Jahres“ vom Fußballmagazin [[11 Freunde]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.11freunde.de/artikel/unsere-fanaktion-des-jahres |titel=Unsere Fanaktion des Jahres: #greenwhitewonderwall |werk=11freunde.de |datum=2016-08-14 |abruf=2019-10-17}}</ref>

Seit 2002 läuft die Werder-Elf im letzten Spiel vor Weihnachten in einem Trikot auf, dass im Logo statt der Raute einen Tannenbaum aufweist. Die Trikots werden meist für einen guten Zweck versteigert oder – teils in leicht veränderter Form – im Fanshop verkauft.<ref>[https://www.deichstube.de/news/werder-bremen-weihnachtsbaum-trikot-spezial-trikot-gegen-union-berlin-bundesliga-tannenbaum-guter-zweck-kaufen-statistik-so-sieht-spezial-outfit-aus-zr-93481011.html ''Tannenbaum statt Raute: Werder gegen Union Berlin wieder mit Weihnachts-Trikot.''] In: ''deichstube.de'', 21. Dezember 2024.</ref><ref>[https://werderlegends.jimdofree.com/meine-werder-trikots/tannenbaumtrikots/ ''Tannenbaumtrikots.''] In: ''werderlegends.jimdofree.com'', abgerufen am 26. Dezember 2024.</ref>

== Vereinslieder ==
Eines der ältesten heute noch gesungenen Vereinslieder ist eine Abwandlung des [[Weserbogenlied]]es mit dem Refrain ''Wir steh’n für Werder ein''. Neben einigen mit überschaubarem musikalischem Talent eingespielten Songs von Spielern des SVW in den 1970er Jahren, etablierten sich einige Pop-Songs im Umfeld des Vereins. Anlässlich der Meisterschaftsfeier 2004 spielten die [[Original Deutschmacher]] die Vereinshymne ''[[Lebenslang Grün-Weiß]]'' ein, die bis heute vor den Heimspielen im Stadion gespielt wird. Seit September 2018 gibt es das Lied mit neuem Titel ''Levenslang Grön-Witt'' auch in der plattdeutschen Version. Die Coverband [[Afterburner (Band)|Afterburner]] aus dem Bremer Umland spielte die Songs ''Hier regiert der SVW!'' und ''Wir sind Werder Bremen'' ein. Letzterer wurde von [[Bremen Vier|Radio Bremen Vier]] entdeckt und wird bei vielen Spielen im Weserstadion gespielt. Der damalige Werder-Spieler [[Mesut Özil]] spielte mit dem als Werder-Fan bekannten [[Jan Delay]] das Video ''Das Jahr 201Ö'' ein, in dem Özil sich an einer Rap-Einlage versucht. Im August 2018 veröffentlichte Delay die Fan-Hymne ''[[Grün-weiße Liebe]]''.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/sonstiges/interview-jan-delay-23082018/ |titel=Delay: Eine Herzensangelegenheit |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2018-08-24 |abruf=2019-10-17}}</ref> Am 24. Januar 2019 wurde zum 120-jährigen Vereinsjubiläum ein Doppelalbum namens ''[[Lauter Werder]]'' veröffentlicht, auf der Künstler wie Afterburner, die Original Deutschmacher, [[Johannes Strate]], Jan Delay oder [[Heinz Rudolf Kunze]], sowie fünf über einen Wettbewerb ausgewählte Newcomer, größtenteils neue Werder-Songs einspielten.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/sonstiges/lauter-werder-pm-21012018/ |titel=LAUTER WERDER-Release: Unser Jubiläumsalbum ist endlich da! |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2019-01-24 |abruf=2019-10-17}}</ref>

Nach einem Torerfolg des SV Werder ertönt im Weserstadion ein kräftiges [[Typhon (Schiffbau)|Nebelhorn]] sowie (wie bei anderen Vereinen) ein Abschnitt des Stimmungsliedes ''[[I’m Gonna Be (500 Miles)]]'' der Band [[The Proclaimers]].

== Soziales Engagement ==
Neben der 2009 gegründeten Werder Bremen Stiftung, die zur Förderung des Sports, der Bildung und Erziehung, der Völkerverständigung, der Gewaltprävention sowie mildtätiger Zwecke dient, unterstreicht der SV Werder Bremen durch einige selbst initiierte Projekte wie die „Windel-Liga“, den „Kids Club“ oder die Programme „100 % Werder-Partner“, „100 % Werder WorldWide“, „SV Werder goes Ehrenamt“ und „60plus“ sein ausgeprägtes soziales Engagement. Außerdem unterstützt der SV Werder Bremen die 2007 gegründete [[The Football Club Social Alliance|Scort Foundation]], die junge Menschen in schwierigen Lebensumständen durch gezielte Fussballinitiativen und durch den Aufbau nachhaltiger Netzwerke unterstützt.

Seit 2012 gibt es unter dem Motto ''Werder bewegt – lebenslang!'' einen eigenen Bereich für [[Corporate Social Responsibility]] unter der Leitung von Anne-Kathrin Laufmann. Dafür wurde Werder mehrfach ausgezeichnet; der Verein erhielt z.&nbsp;B. für 2012 den Sonderpreis des Integrationspreises des [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]].<ref>{{DFB.de|41418|Typ=News|Linktext=Integrationspreis für Werder Bremen und FC Internationale Berlin|Abruf=2019-10-17}}</ref> Im Dezember 2015 legte der Verein einen Nachhaltigkeitsreport vor, in dem die Aktivitäten im sozialen Bereich zusammengefasst wurden.<ref>{{Kicker|641706|Typ=News|Linktext=„Werder bewegt – lebenslang!“|Abruf=2019-10-17}}</ref>

Mit dem Projekt „Spielraum“ bietet Werder Bremen seit 2012 an sechs Standorten in Bremen Fußballtraining für Flüchtlingskinder an; dafür wurden auf brachliegenden Flächen auch neue Fußballplätze gebaut.<ref>{{Webarchiv |url=http://www.radiobremen.de/sport/fussball/werderfluechtlinge100.html |text=''Hilfe für Flüchtlingskinder'' |wayback=20151231152403}} Radio Bremen, 3. Dezember 2015, abgerufen am 31. Dezember 2015.</ref> Im Jahr 2022 wurde die Partnerschaft neubelebt und Partnervereine, Schulen, Kindergärten sowie soziale Träger hinzugezogen, unter anderem sind die Spielräume Gröpelingen und der Spielraum [[Blumenthal (Bremen)|Blumenthal]] mit dem Spielraumpartner [[Blumenthaler SV]] als Leuchtturmprojekte gestartet. Das Projekt wird in Bremen und Niedersachsen zur Saison 2022/23 verstärkt vorangetrieben.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/spielraum/unser-konzept/ |titel=Unser Konzept |abruf=2022-12-12}}</ref>

2014 wurde gemeinsam mit Traum-Ferienwohnungen und Radio Energy Bremen das Projekt „Ferien mit Herz“ ins Leben gerufen. Zehn Familien, die sich aus finanziellen Gründen oder aufgrund von Schicksalsschlägen keinen Urlaub leisten können, werden jedes Jahr in den Osterferien für zehn Tage in den Urlaub geschickt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/fileadmin/WERDER_BEWEGT/Downloads/CSR-Report2015.pdf |titel=„Werder bewegt – lebenslang!“ |titelerg=Nachhaltigkeitsreport 2015 |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |format=PDF; 4,2 MB |abruf=2019-10-17}}</ref>

Als erster deutscher Profiklub trat Werder Bremen zur Saison der [[Fußball-Bundesliga 2022/23]] der Initiative [[Common Goal]] bei, die weltweit soziale Projekte mit Bezug zum Fußball unterstützt. Gespendet wird ein Prozent der erzielten Ticket- und Sponsoring-Einnahmen.<ref>Tim Lüddecke: [https://www.kicker.de/historischer-moment-werder-bremen-schliesst-sich-common-goal-an-903594/artikel ''„Historischer Moment“: Werder Bremen schließt sich Common Goal an.''] In: ''kicker.de'', 25. Mai 2022.</ref>

== Derbys, Rivalitäten und Fanfreundschaften ==
=== Rivalität zu Bayern München ===
Seit langer Zeit besteht eine über den Wettkampf zweier beliebiger Bundesligisten hinausgehende Konkurrenzsituation zwischen Werder Bremen und dem [[FC Bayern München]]. Dies ist nur zum Teil auf die geographische Lage der beiden Vereine in Nord- und Süddeutschland und die damit verbundenen Vorurteile zurückzuführen. Die Hälfte seiner sechs Vizemeisterschaften erreichte Werder hinter den Bayern, die bei drei der vier Bremer Meisterschaften Zweiter wurden. Während der 1980er und frühen 1990er Jahre, in denen beide Vereine regelmäßig miteinander um den deutschen Meistertitel rangen, wurde dieses Verhältnis zusätzlich durch die starken Antipathien zwischen den Verantwortlichen, [[Uli Hoeneß]] auf Münchener Seite und [[Willi Lemke]] auf Seiten der Bremer, verstärkt. So bezeichnete Lemke Hoeneß als „Totengräber des Deutschen Fußballs“ und sagte im Rückblick, es gäbe „keinen Menschen auf der Welt, der sich immer so negativ über“ ihn „geäußert hat“.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.stern.de/sport/fussball/willi-lemke-attackiert-hoeness--bayern-sind-doch-pappnasen--3067426.html |titel=Willi Lemke attackiert Hoeneß: „Bayern sind doch Pappnasen“ |werk=[[Stern (Zeitschrift)|Stern]] |datum=2004-05-05 |abruf=2019-10-17}}</ref> Der Anfang der Rivalitäten ist für manche<ref name="abendblatt">{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/sport/fussball/1-bundesliga/article107216052/Wir-muessen-die-niedermachen.html |titel="Wir müssen die niedermachen!"|werk=[[Hamburger Abendblatt]] |datum=2007-03-10 |abruf=2019-10-17}}</ref> der 23. November 1985, als der Tabellenerste Bremen beim direkten Konkurrenten in München spielte: Der Werderaner [[Rudi Völler]] hatte den anschließend „nur“<ref name="abendblatt" /> mit der gelben Karte verwarnten [[Klaus Augenthaler]] umspielt, sich den Ball weit vorgelegt und wurde von diesem daraufhin „ohne Erbarmen“<ref name="abendblatt" /> oder durch ein „Allerweltsfoul“<ref name="zeigler_2006_311">Zeigler 2006, S. 311.</ref> (Hoeneß) zu Fall gebracht. Nachdem sich Bayerns damaliger Trainer [[Udo Lattek]] über Werders Verletzungsmisere lustig gemacht und der Kommentator des Bayerischen Rundfunks erklärt hatte, der fünf Monate ausfallende Völler sei „dumm gefallen“<ref name="zeigler_2006_311" />, folgten die ersten medial ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Hoeneß und Lemke.

Hinzu kommt, dass immer wieder Führungsfiguren Werder Bremens, die sich dort sehr gut entwickelt hatten, von der Weser an die Isar zu den finanziell deutlich potenteren Münchnern wechselten (beispielsweise Herzog, Basler, Pizarro, Ismael, Klose, Borowski, Gnabry). Auch der Wechsel des Bremer Erfolgstrainers Otto Rehhagel 1995 nach München verstärkte die Abneigung. Als Bayern während der [[Christoph Daum|Daum]]-Affäre im Jahr 2000 in Bremen spielte, wurde Hoeneß, der die Affäre durch Anspielungen ausgelöst hatte, von Teilen der Bremer Anhänger während des gesamten Spieles wüst beschimpft. Nach erneuten gegenseitigen Provokationen 2004 waren die Verantwortlichen wieder an einer professionellen Beziehung der Vereine interessiert.

=== Das Nord-Derby mit dem Hamburger SV ===
[[Datei:Elia son.JPG|mini|Werder Bremen gegen [[Hamburger SV]] im Jahr 2012]]
Eine traditionelle Rivalität besteht zwischen Werder Bremen und dem [[Hamburger SV]], da beide Vereine um die Rolle des erfolgreichsten Fußballvereins Norddeutschlands streiten. In der Oberliga Nord behielten die Spieler von der Elbe durchgehend die Oberhand, und Werder konnte sich erst in den letzten Jahren vor der Bundesligagründung als dauerhafte Nummer zwei dahinter positionieren. Die Auseinandersetzungen gipfelten am 17. Oktober 1982, als beide Vereine unmittelbar um die Meisterschaft konkurrierten, mit dem Tod des Bremer Fans [[Adrian Maleika]], der auf dem Weg zum Pokalspiel seines Vereins in der Nähe des [[Volksparkstadion]]s war, als er von Mitgliedern der rechtsextrem unterwanderten Hamburger „Löwen“ durch einen Backsteinwurf am Hinterkopf getroffen wurde, das Bewusstsein verlor und dabei und durch nachfolgende Fußtritte so schwer verletzt wurde, dass er einen Tag später im Krankenhaus an den Folgen verstarb. Vorher war die Gruppe, in der sich der Sechzehnjährige befand, bereits mit Gaspistolen und Leuchtmunition beschossen worden.<ref name="zeigler_2006_269">Zeigler 2006, S. 269.</ref> Im Dezember 1982 wurde daraufhin von 200 Fangruppenmitgliedern beider Vereine in [[Scheeßel]], geographisch von beiden Städten gleich weit entfernt, der ''Frieden von Scheeßel'' geschlossen, wobei auch die damaligen Vereinsverantwortlichen [[Günter Netzer]] und [[Willi Lemke]] anwesend waren.<ref name="zeigler_2006_269" />

In der Folge entspannte sich die katastrophale Atmosphäre, wenn auch im normaleren Rahmen eine besondere Beziehung zwischen den beiden benachbarten Hansestädten bestehen bleibt. Der Slogan „Die Nummer 1 im Norden“ ist beispielsweise fester Bestandteil in Werders Marketingkonzept.

Zwischen dem 22. April und dem 10. Mai 2009 kam es mit vier Duellen innerhalb von 19 Tagen zur größten Häufung von Pflichtspielen der beiden Rivalen. Dabei behielt Werder sowohl in den beiden Halbfinals in [[DFB-Pokal 2008/09#Halbfinale|DFB-Pokal]] (4:2 n.&nbsp;E. in Hamburg) und [[UEFA-Pokal 2008/09#Halbfinale|UEFA-Pokal]] (0:1 in Bremen/3:2 in Hamburg) als auch in der [[Fußball-Bundesliga 2008/09|Bundesliga]] (2:0 in Bremen) die Oberhand.

Nach dem Abstieg des Hamburger SV im Jahr 2018 gab es erst durch den Abstieg von Werder Bremen in der [[2. Fußball-Bundesliga 2021/22|Saison 2021/22]] wieder Liga-Nord-Derbys, nun erstmalig in der 2. Bundesliga.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/sport/fussball/Bundesliga-HSV-Werder-Statistik-Ergebnisse,nordderby122.html |titel=HSV - Werder: Die Statistik der Nord-Gipfel |werk=ndr.de |datum=2022-02-27 |abruf=2024-09-06}}</ref>

{{Siehe auch|Rivalität zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen}}

=== Fanfreundschaften ===
Die Fans des SV Werder, insbesondere Personen aus der [[Ultra-Bewegung|Ultra]]-Szene pflegen seit einigen Jahren eine immer größer werdende Freundschaft zum österreichischen Verein [[SK Sturm Graz]].

Zu dem kommt eine seit 2019 offizielle Freundschaft der Ultragruppen Infamous Youth und Ultra Sankt Pauli, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Rivalen [[Hamburger SV|HSV]]. Allerdings bestehen auch Kontakte von L’intesa Verde und UltrA-Team Bremen zu anderen Fangruppen des [[FC St. Pauli]], welche allerdings teilweise eher im gewaltorientierten Bereich der Fanszene des SV Werder liegen.<ref>{{Internetquelle |url=http://forum.ultras-tifo.net/german-ultras-fanscenes-from-a-to-z-t36000-s15.html |titel=German Ultras/Fanscenes from A to Z |sprache=en |abruf=2021-05-27}}</ref>

Es bestand über einen längeren Zeitraum eine intensive Fanfreundschaft zum Fußballverein [[Rot-Weiss Essen]], welche heute jedoch nur noch aus Einzelkontakten besteht.
{{Siehe auch|Rot-Weiss Essen#Fanfreundschaften|titel1=Fanfreundschaften von Rot-Weiss Essen}}

Lange Jahre existierte eine Fanfreundschaft zum [[1. FC Kaiserslautern]].<ref>Günter Rohrbacher-List: ''Im Herzen der Pfalz. Die Geschichte des 1. FC Kaiserslautern.'' Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, S. 308.</ref>

Seit einigen Jahren existiert eine Freundschaft mit dem israelischen Verein [[Hapoel Katamon Jerusalem]].<ref>{{Internetquelle |autor=Laura Piotrowski: |url=http://www.fussball-gegen-nazis.de/beitrag/zehn-jahre-deutsch-israelische-freundschaft-bei-werder-bremen-10375 |titel=Zehn Jahre deutsch-israelische Freundschaft bei Werder Bremen |werk=fussball-gegen-nazis.de |datum=2015-05-27 |abruf=2019-10-17}}</ref>


== Sponsoren ==
== Sponsoren ==
[[Datei:Bwin.svg|mini|War Gegenstand von Gerichtsverhandlungen:<br />Der [[Bwin.party digital entertainment|bwin]]-Aufdruck]]
In der Saison 1971/72 trat Werder erstmals mit einem Trikotsponsor auf. Dabei handelte es sich um das Land [[Freie Hansestadt Bremen|Bremen]], das dem Verein für dessen landesfarbene ''Speckflaggentrikots'', den Schriftzug ''Bremen'' auf dem Rücken sowie den Bremer Schlüssel auf der Brust die [[Vergnügungsteuer (Deutschland)|Vergnügungssteuer]] und Steuerschulden erließ und ihn an den Werbeeinnahmen des Stadions beteiligte.<ref name="zeigler_2006_118" /><ref>{{Internetquelle |autor=Christian Helms, Stefan Appenowitz |url=https://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-trikots-konnten-nur-mit-abgeklebten-brustwarzen-spielen-a-1240451.html |titel=Bundesligatrikots: "Die konnten nur mit abgeklebten Brustwarzen spielen"|werk=Spiegel Online |hrsg= |datum=2018-11-27 |abruf=2019-11-30}}</ref> Nachdem dieses Verhältnis 1974 endete, war der Fischkonservenhersteller [[Heristo|Norda]] zwei Jahre später der erste Sponsor aus der privaten Wirtschaft.<ref>Harald Klingebiel: ''Die Vereinsgeschichte 1899–1987''. In: Norbert Kuntze: ''Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden''. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 295.</ref> Ob der Spottgesang „Was ist grün und stinkt nach Fisch? — Werder Bremen!“ auf den Fischverarbeiter zurückgeht, ist ungeklärt.<ref>Harald Klingebiel: ''Die Vereinsgeschichte 1899–1987'', S. 302.</ref>


Einzig in der Saison 2001/02 liefen die Spieler danach ohne Haupt- und Trikotsponsor auf, da sich mit keinem Unternehmen geeinigt werden konnte und der Verein sich nicht auf der Basis unterdurchschnittlicher sportlicher Ergebnisse jahrelang binden wollte. Da die Sponsoringrechte zudem der Sportmarketingagentur ISPR übertragen waren, ergab sich hieraus kein finanzieller Verlust.
Überblick über alle Trikot- bzw. Hauptsponsoren des SV Werder Bremens:

*[[1981]]-[[1984]] [[Olympia (Foto)]]
Mit Beginn der Saison 2006/07 gab es für Werder Bremen Probleme mit dem damals neu eingestiegenen Trikot- und Hauptsponsor [[Bwin.party digital entertainment|bwin]]. Grund dafür war dessen privatwirtschaftliche Natur, da durch die Landesministerkonferenz beschlossen worden war, mit Hilfe der Ordnungsbehörden ein Werbeverbot privater [[Sportwette]]nanbieter durchzusetzen. Zudem stammt die Lizenz von ''bwin'' noch aus DDR-Zeiten, weshalb ihre Gültigkeit umstritten ist. Nachdem die Mannschaft beim Ligapokalfinale noch unbeanstandet mit dem ''bwin.de''-Schriftzug aufgelaufen war, folgte eine Zeit der Unklarheit: Am 7. Juli 2006 untersagte das Stadtamt Bremen dem Verein mittels Untersagungsverfügung, mit dem Schriftzug ''bwin.de'' aufzulaufen. Das Verwaltungsgericht Bremen hob diese allerdings nach Widerspruch des Vereins im Juli 2006 wieder auf. Das daraufhin vom Stadtamt angerufene Oberverwaltungsgericht Bremen (OVG) bestätigte am 13. September 2006 das Verbot des Schriftzuges.<ref>{{Internetquelle |autor=Frank Lehmkuhl |url=https://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/sportwetten_aid_115395.html |titel=Sportwetten: Richter im Dauereinsatz |werk=Focus Online |datum=2006-09-12 |abruf=2013-05-31}}</ref><ref name="focus.de">{{Internetquelle |autor=Frank Lehmkuhl |url=https://www.focus.de/sport/fussball/werder-bremen_aid_24468.html |titel=Werder Bremen: Bwin muss von der Brust |werk=Focus Online |datum=2006-09-13 |abruf=2013-05-31}}</ref> Der Verein beschloss, gegen das Werbeverbot vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen und lief zunächst mit dem Schriftzug ''we win'' oder blanken Trikots auf, da das OVG eine aufschiebende Wirkung des Widerspruchs verneint hatte und der Schriftzug ''bwin.de'' in den meisten anderen Bundesländern ebenfalls verboten worden war.<ref name="focus.de" /> Das Verwaltungsgericht lehnte einen Eilantrag des Vereins, der das Antreten mit dem Originalschriftzug während der drei letzten Saisonspiele zum Ziel hatte, ab. In dem im März 2007 erfolgten Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu privaten Wettanbietern sah das Gericht, anders als die Vereinsführung, keinen Grund das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes zu korrigieren. Auf Grund dieser Umstände wurde das Sponsorenverhältnis im Mai 2007 vorzeitig gekündigt.
*[[1984]]-[[1986]] [[Trigema]] (Textilien)

*[[1986]]-[[1992]] [[Portas]] (Küchen- und Türen-Renovierung)
Ab dem 1. Juli 2007 war das Finanzdienstleistungsunternehmen [[Citibank]] Werders Haupt- und Trikotsponsor. Der bis zum 30. Juni 2010 geltende Vertrag brachte erfolgsabhängig einen jährlichen Betrag zwischen acht und zehn Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Ligaschnitt von ungefähr 5,75 Millionen Euro.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.presseportal.de/pm/52353/988296 |titel=Citibank neuer Hauptsponsor von Werder Bremen |werk=presseportal.de |hrsg=[[news aktuell]] |datum=2007-05-18 |abruf=2019-10-17}}</ref><ref>kicker Sonderheft – Bundesliga 2007/08, S. 31.</ref> Durch den Verkauf des deutschen Zweiges der Citibank an die französische [[Crédit Mutuel|Crédit-Mutuel-Gruppe]] und die damit einhergehende Namensänderung der deutschen Citibank in [[Targobank]] änderte sich zur Saison 2009/10 der Schriftzug auf den Werder-Trikots. Das neue Logo zierte von Anfang 2010 die Brust der Grün-Weißen, bis dahin wurde mit dem Slogan „So geht Bank heute“ die Umstellung bzw. Neuprägung des Markennamens vorangetrieben. Im Sommer 2012 lief der Vertrag aus.
*[[1992]]-[[1997]] [[DBV]] (Versicherungen)

*[[1997]]-[[1999]] [[o.tel.o]] (Telekommunikation)
[[Datei:Wiesenhof Text.png|mini|Sorgte für Proteste: Der „Wiesenhof“-Schriftzug]]
*[[2000]]-[[2001]] [[QSC]] (Telekommunikation)
Anfang August 2012 vereinbarte der Klub einen Vertrag über zwei Jahre mit der [[PHW-Gruppe]], einem Unternehmen für Geflügelzucht und -verarbeitung, das für seine Marke ''Wiesenhof'' auf den Trikots werben wollte.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/business/importiert/hauptsponsor-wiesenhof/ |titel=WIESENHOF neuer Hauptsponsor des SV Werder |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |datum=2012-08-10 |abruf=2019-10-17}}</ref> Die Auswahl dieses Sponsors, der wegen seiner [[Massentierhaltung]] in der Kritik steht, rief vielseitigen Unmut hervor.<ref name="kicker.de_wiesenhof">{{Kicker|573197|Typ=News|Linktext=Fans protestieren: Werder wirbt mit Wiesenhof|Abruf=2019-10-17}}</ref> In Fanforen und auf [[Facebook]] sprachen sich mehrere tausend Fans gegen den neuen Sponsor aus. Banner wie ''„Kein Blut auf Werder-Trikots“'' wurden geschaltet. Am 11. August 2012 protestierte eine Gruppe von 50 bis 60 Fans und Tierschützern am [[Bremen Hauptbahnhof|Bremer Hauptbahnhof]] gegen den neuen Sponsor. Einige Fans reagierten, indem sie in Fan-Shops der Stadt Trikots ohne Logo kauften. Auch die tierschutzpolitische Sprecherin der [[Bündnis 90/Die Grünen Bremen|Bremer Grünen]], [[Linda Neddermann]], äußerte sich kritisch.<ref>{{Internetquelle |autor=Kristina Läsker |url=https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wiesenhof-bei-werder-bremen-fans-wettern-gegen-moeglichen-trikot-sponsor-1.1437324 |titel=Wiesenhof bei Werder Bremen – Fans wettern gegen möglichen Trikot-Sponsor |werk=[[Süddeutsche Zeitung|sz.de]] |datum=2012-08-10 |abruf=2019-10-17}}</ref> Der damalige Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im [[Deutscher Bundestag|Bundestag]], [[Jürgen Trittin]], legte sein Amt als Botschafter „Lebenslang umweltbewusst“, das er für Werder Bremen übernommen hatte, nieder.<ref>{{Internetquelle |autor=[[Jürgen Trittin]] |url=https://www.trittin.de/2016/06/30/massentierhaltung-und-sexismus-das-passt-einfach-nicht-zu-werder-bremen/ |titel=Brief von Jürgen Trittin an Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer |werk=trittin.de |datum=2012-08-20 |abruf=2019-10-17}}</ref> Nach der Vertragsunterzeichnung kündigte Werder an, die Fans „transparent und umfassend“ zu informieren. Dazu veröffentlichte die Geschäftsführung am 10. August 2012 eine gemeinsame Erklärung und sagte unter anderem zu, sich „auch vor Ort über die Produktionsstätten von Wiesenhof informieren“ zu wollen.<ref name="kicker.de_wiesenhof" /> Seit der Saison 2021/22 wirbt Werder Bremen auf dem Ausweichtrikot alternativ für ''Green Legend'', bei der es sich um die Marke für vegetarische Produkte von Wiesenhof handelt.<ref>{{Internetquelle |autor=Marius Winkelmann |url=https://www.deichstube.de/news/werder-bremen-event-trikot-neu-umbro-green-legend-logo-trikot-bestellen-schwarz-kaufen-preis-sponsor-shirt-saison-2021-22-zr-90911137.html |titel=Geheimnis gelüftet: Werder Bremen präsentiert sein neues Event-Trikot |werk= |hrsg= |datum=2021-10-05 |abruf=2021-11-10}}</ref>
*[[2002]]-[[2004]] [[Reno]] (Schuhdiscount)

*[[2004]]-[[2006]] [[kik|KiK Textil-Discount]] (Textil-Discount)
Ausrüsterverträge bestanden mit dem Textilien- und Sportartikelhersteller [[Nike (Unternehmen)|Nike]], der im Sommer 2009 den bisherigen Ausrüster [[Kappa (Unternehmen)|Kappa]] ablöste, sowie mit dem Ballhersteller ''[[Derbystar]]''. Weitere Verträge mit weniger Finanzvolumen bestehen unter anderem mit der [[Volkswagen AG]], der das „Fanbier“ ''Haake-Beck 12'' herstellenden Brauerei [[Haake-Beck]], [[EWE Tel]], der Schuhhandelskette und ehemaligem Hauptsponsor [[Reno (Schuhhandel)|Reno]] und dem lokalen Energieversorger [[swb AG]].
*ab [[2006]] [[Betandwin]] (Sportwettenanbieter)

Zur Saison 2018/19 übernahm der britische Bekleidungs- und Sportartikelhersteller [[Umbro]] die Ausrüstung der Mannschaft, die Zusammenarbeit war bis zur Saison 2022/23 geplant.<ref>{{Webarchiv |url=http://www.radiobremen.de/sport/fussball/werder/werder-nike-umbro100.html |text=Werder Bremen wechselt den Ausrüster |wayback=20170406022506}}</ref> Der Vertrag wurde im Oktober 2020 vorzeitig bis 2025 verlängert,<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/aktuell/news/business/20202021/umbro-verlaengerung-27102020 |titel=Partnerschaft verlängert: Umbro bleibt Werder-Ausrüster |werk=werder.de |abruf=2021-06-04}}</ref> jedoch im Frühjahr 2023 zum Ende der Saison 2022/23 aufgelöst.

Überblick über alle Ausrüster, Trikot- und Hauptsponsoren des SV Werder Bremen:
{| class="wikitable"
! Zeitraum || Ausrüster<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kreiszeitung.de/werder-bremen/werder-bremen-alle-trikot-ausruester-seit-1975-in-der-galerie-umbro-nike-kappa-puma-2022-bundesliga-zr-91890386.html |titel=Von Puma bis Umbro: Das sind alle Ausrüster in der Geschichte des SV Werder Bremen |werk=kreiszeitung.de |sprache=de |abruf=2022-11-03}}</ref>|| Sponsor || Branche
|-
| 1971–1974 || rowspan="2"| ''ohne Ausrüster'' || colspan="2"| Land Bremen
|-
| 1974–1975 || rowspan="2" colspan="2"| ''ohne Sponsor''
|-
| 1975–1976 || [[Puma (Unternehmen)|Puma]]
|-
| 1976–1978 || [[Hummel (Sportbekleidung)|Hummel]] || [[Heristo|Norda]] || Fischkonserven
|-
| 1978–1981 || rowspan="6"| Puma || [[Pentax]] || Fotoapparate
|-
| 1981–1984 || [[Olympia-Werke|Olympia]] || Büromaschinen
|-
| 1984–1986 || [[Trigema]] || Sportbekleidung
|-
| 1986–1992 || [[Portas (Renovierung)|Portas]] || Küchen- und Türen-Renovierung
|-
| 1992–1997 || [[Winterthur Group|dbv-Winterthur]] || Versicherungen
|-
| 1997–2000 || [[O.tel.o communications|o.tel.o]] || Telekommunikation
|-
| 2000–2001 || rowspan="6"| [[Kappa (Unternehmen)|Kappa]] || [[QSC]] || Telekommunikation
|-
| 2001–2002 || colspan="2"| ''kein Trikotsponsor''
|-
| 2002–2004 || [[Reno (Schuhhandel)|Reno]] || Schuhhandel
|-
| 2004–2006 || [[KiK]] || Textil-Discount
|-
| 2006–2007 || [[Bwin.party digital entertainment|bwin]] || Sportwetten
|-
| 2007–2009 || rowspan="2"| [[Citibank]]/<br />[[Targobank]] || rowspan="2"| Finanzdienstleistungen
|-
| 2009–2012 || rowspan="2"| [[Nike (Unternehmen)|Nike]]
|-
| 2012–2018 || rowspan="2"| [[PHW-Gruppe|Wiesenhof]] || rowspan="2"| Geflügelzucht und -verarbeitung
|-
| 2018–2023 || [[Umbro]]
|-
| 2023–2029 || [[Hummel (Sportbekleidung)|Hummel]] || [[Matthäi (Unternehmen)|Matthäi]] || Bauunternehmen
|}

== Wappenhistorie ==
<gallery>
FV Werder Bremen logo 1899.jpg|1900–1902
Logo Werder Bremem 1905-1914.gif|1911–1924
Logo Werder Bremem 1946 - 1962.gif|1924–1929
Logo Werder Bremem 1962 - 1976.gif|alt=|1929–1976
Dfs wl d bremen werder1976 1977.gif|alt=|1976–1977
Logo Werder Bremem 1962 - 1976.gif|alt=|1977–1981
SV-Werder-Bremen-Logo.svg|Seit 1981
</gallery>

== Andere Abteilungen des Vereins ==
=== Leichtathletik ===
1920 erfolgte die Erweiterung vom Fußball- zum Sportverein mit unter anderem einer Leichtathletikabteilung und dementsprechend die Umbenennung in ''Sport-Verein „Werder“ von 1899''. Lediglich in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg konnte diese Abteilung einen ähnlich hohen Status wie die Fußballabteilung verzeichnen. Die erfolgreichste Leichtathletin aller Zeiten des Vereins war [[Marga Petersen]]: Sie gewann 1946 die [[Zonenmeisterschaft]] im [[100-Meter-Lauf]] und wurde 1947, 1948, 1949 sowie 1951 ebenfalls Deutsche Meisterin in dieser Disziplin. Mit ihr stellte der Verein 1947 die [[Sportler des Jahres (Deutschland)|Sportlerin des Jahres]]. Die [[4-mal-100-Meter-Staffel]] der Damen, neben ihr aus Helga Kluge, Hannelore Mikos und [[Lena Stumpf]] bestehend, gewann bei den deutschen Meisterschaften 1949 mit damals neuer deutscher Rekordzeit, 1951 konnte der Erfolg wiederholt werden. Lena Stumpf gewann die deutsche Meisterschaft im [[Fünfkampf (Leichtathletik)|Fünfkampf]] für den Verein 1949, als sie zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, und 1951 sowie im Jahr 1950 im Weitsprung. Bei den [[Olympische Sommerspiele 1952|Olympischen Sommerspielen 1952]] gewann Petersen als Teil der 4-mal-100-Meter-Staffel die Silbermedaille. Die erfolgreiche Mannschaft der Herren setzte sich in dieser Zeit unter anderem aus [[Karl Kluge (Leichtathlet)|Karl Kluge]], Fritz Wever und [[Kurt Bonah]] zusammen.

Weitere große Erfolge blieben in der späteren Geschichte dieser Abteilung aus. Heute setzt die von Christian Schwartin geleitete Abteilung Leichtathletik ihren Fokus größtenteils auf Nachwuchsförderung, wobei im neuen Jahrtausend immer wieder Vereinsmitglieder an nationalen und internationalen Endläufen teilgenommen haben.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/leichtathletik/ |titel=Leichtathletikabteilung des SV Werder Bremen |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-17}}</ref> So wurde 2007 der in der Altersklasse der B-Jugendlichen startende Michael Kass erstmals in die deutsche Nationalmannschaft seiner Altersklasse berufen und Stefan Schink gewann 2007 bei den Speerwerfern den Titel des Norddeutschen Seniorenmeisters.

Darüber hinaus organisiert der Verein jedes Jahr gemeinnützige Veranstaltungen, etwa den ''Run for Help''.

Die größten Erfolge:
* Olympische Spiele 1952: Silbermedaille in der 4-mal-100-Meter-Staffel: Marga Petersen
* Deutsche Meisterschaft in der 4-mal-100-Meter-Staffel 1949, 1951: Marga Petersen, Helga Kluge, Hannelore Mikos, Lena Stumpf
* Deutsche Zonenmeisterin 1946: Marga Petersen
* Deutsche Meisterin 100-Meter-Lauf 1947, 1948, 1949, 1951: Marga Petersen
* Deutsche Meisterschaft im Fünfkampf 1949: Lena Stumpf
* Sportlerin des Jahres: 1947: Marga Petersen, 1949 Lena Stumpf
* Deutscher Meister 1950, 1953, 1954 und 1956: [[Kurt Bonah]] (Mittelstrecke)
* Deutscher Meister 1949, 1950 und 1951: [[Karl Kluge (Leichtathlet)|Karl Kluge]] (Mittelstrecke)

{| class="wikitable"
! Name
! Tätigkeitsbezeichnung
|-
| Enrico Oelgardt
| Abteilungsleiter
|-
| Philipp Mehrtens
| Stellvertretender Abteilungsleiter / Marketing
|-
| Andrei Fabrizius
| Sportwart
|-
| Dagmar Stelberg
| Kassenwartin
|-
| Falko Fichtner
| Wettkampforganisation
|-
| Antje Fichtner
| Kampfrichterorganisation
|-
| Anja Fabrizius
| Jugendwartin
|-
| Axel Mindermann
| Meldewesen / Schriftwart
|-
| Christian Schwarting
| Ehrenvorsitzender
|}

=== Handball ===
Die erste Damenmannschaft ist Bestandteil der SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA und spielt seit 2015 in der [[2. Handball-Bundesliga (Frauen)|2. Liga]]. Außerdem gibt es 15 Jugend- und sieben Seniorenmannschaften.

{| class="wikitable"
! Name
! Tätigkeitsbezeichnung
|-
| Martin Lange
| Vorsitzender
|-
| Elke Humrich
| Jugendwartin
|-
| Wilfried Humrich
| Sportwart
|-
| Christian Schönfelder
| Kassenwart, stv. Vorsitzender
|-
| Yannick Cischinsky
| Beisitzer Medien u. Öffentlichkeitsarbeit
|-
| Thomas Möller
| Beisitzer Passwesen
|-
| Manfred Stark
| Beisitzer Schiedsrichterwesen
|-
| Mareike Kohlmeier
| Beisitzerin
|}


== weitere Sportarten ==
=== Schach ===
=== Schach ===
Die [[Schach]]-Mannschaft von Werder Bremen spielt in der [[Schachbundesliga|Bundesliga]]. Ihr größter Erfolg war neben dem Pokalsieg [[1996]] die Deutsche Meisterschaft [[2005]]. Nachdem Werder Bremen die Saison 2004/2005 punktgleich mit der [[SG Porz]] abgeschlossen hatte, musste ein Stichkampf zwischen den beiden erstplatzierten Schachmannschaften ausgetragen werden. Dieser fand am [[8. Mai]] [[2005]], also genau ein Jahr nach dem Sieg der Profifußballmannschaft von Werder bei Bayern München, der den vorzeitigen Gewinn der Deutschen Meisterschaft [[2004]] sichergestellt hatte, in den Logen des [[Weserstadion]]s statt. Obwohl deutlich schwächer besetzt, gewann Werder Bremen mit 4,5:3,5 gegen den Favoriten.
Die erste Mannschaft der [[Schach]]abteilung Werder Bremens ist Bestandteil der 2003 gegründeten SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA und spielt in der [[Schachbundesliga (Deutschland)|Bundesliga]]. Ihr größter Erfolg war neben dem Pokalsieg 1996 die [[Liste der deutschen Mannschaftsmeister im Schach|deutsche Meisterschaft]] 2005. Nachdem Werder Bremen die Saison 2004/05 punktgleich mit der [[SG Porz]] abgeschlossen hatte, musste ein Stichkampf zwischen den beiden erstplatzierten Schachmannschaften ausgetragen werden. Dieser fand am 8. Mai 2005, also genau ein Jahr nach dem Sieg der Profifußballmannschaft von Werder bei Bayern München, der den vorzeitigen Gewinn der deutschen Meisterschaft 2004 sichergestellt hatte, in den Logen des [[Weserstadion]]s statt. Obwohl deutlich schwächer besetzt, gewann Werder Bremen mit [[Luke McShane]] am Spitzenbrett mit 4,5:3,5 gegen den Favoriten.<ref>{{Webarchiv |url=http://www.chessmeridian.de/bundesliga/bl_t_team.lasso?year=2004&round=15&t_id=38&p_id=0 |text=SV Werder Bremen 2004/05 auf chessmeridian.de |wayback=20070928160517}}</ref> Das beste Ergebnis der Meistersaison erzielte [[Tomi Nybäck]] mit 10 Punkten aus 13 Partien und [[Gennadij Fish]] mit 11,5 aus 13. Die zweite Schachmannschaft spielt in der zweiten Bundesliga. Insgesamt gibt es sieben Mannschaften.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/schach/ |titel=Schachabllabteilung des SV Werder Bremen |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-17}}</ref>

Die zweite Schachmannschaft spielt in der 2. Bundesliga.
Die größten Erfolge:
* Deutsche Meisterschaft: 2005
* Deutsche Vizemeisterschaft: 2015
* Pokalsieg: 1996

{| class="wikitable"
! Name
! Tätigkeitsbezeichnung
|-
| Oliver Höpfner
| Abteilungsleiter
|-
| Stephan Buchal
| Stellvertretender Abteilungsleiter
|-
| Volker Wanschura
| Kassenwart
|-
| Udo Hasenberg
| Turnierleiter
|-
| Irmin Meyer
| Schriftwart
|-
| Caroline Detjen
| Jugendwartin
|-
| Andree Schondorf
| Materialwart
|-
| Andreas Burblies
| Internetbeauftragter
|-
| Jens Kardoeus
| Pressewart
|-
| [[Spartak Grigorian]]
| Manager BL-Mannschaft
|}


=== Tischtennis ===
=== Tischtennis ===
Mit dem Umbau von einem reinen Fußball- in einen Sportverein wurde 1920 im ''SV Werder Bremen'', dem ehemaligen ''FV Werder Bremen'', eine Abteilung für [[Tischtennis]] eröffnet, die heute von Werner Meyer geführt wird.
Die [[Tischtennis]]-Mannschaft der Herren schaffte [[2005]] nach vielen Jahren in der zweiten Liga die Rückkehr in die [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]. Die zweite Herren-Mannschaft spielt derzeit in der [[Oberliga]], die Damen-Abteilung ist in der Landesliga aktiv.

{| class="wikitable" style="float:right; margin-left:1em;"
! colspan="5"| Kader der ersten Mannschaft
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2007/08|2007/08]] || {{NLD|Trinko Keen|Keen}} || {{JPN|Seiya Kishikawa|Kishikawa}} || {{DEU|Lars Hielscher|Hielscher}} || {{ROU|Constantin Cioti|Cioti}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2008/09|2008/09]] || {{NLD|Trinko Keen|Keen}} || {{JPN|Seiya Kishikawa|Kishikawa}} || {{DEU|Lars Hielscher|Hielscher}} || {{ROU|Constantin Cioti|Cioti}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2009/10|2009/10]] || {{SWE|Jens Lundqvist|Lundqvist}} || {{JPN|Taku Takakiwa|Takakiwa}} || {{DEU|Lars Hielscher|Hielscher}} || {{ROU|Adrian Dodean|Dodean}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2010/11|2010/11]] || {{SWE|Jens Lundqvist|Lundqvist}} || {{ROU|Adrian Crișan|Crișan}} || {{DEU|Lars Hielscher|Hielscher}} || {{ROU|Adrian Dodean|Dodean}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2011/12|2011/12]] || {{SWE|Jens Lundqvist|Lundqvist}} || {{ROU|Adrian Crișan|Crișan}} || {{IND|A. Sharath Kamal|Achanta}} || {{ROU|Constantin Cioti|Cioti}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2012/13|2012/13]] || {{TPE|Chuang Chih-Yuan|Chuang}} || {{ROU|Adrian Crișan|Crișan}} || {{ENG|Paul Drinkhall|Drinkhall}} || {{ROU|Constantin Cioti|Cioti}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2013/14|2013/14]] || {{TPE|Chuang Chih-Yuan|Chuang}} || {{ROU|Adrian Crișan|Crișan}} || {{ENG|Paul Drinkhall|Drinkhall}} || {{ROU|Constantin Cioti|Cioti}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2014/15|2014/15]] || {{DEU|Bastian Steger|Steger}} || {{ROU|Adrian Crișan|Crișan}} || {{ROU|Hunor Szőcs|Szőcs}} || {{ROU|Constantin Cioti|Cioti}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2015/16|2015/16]] || {{DEU|Bastian Steger|Steger}} || {{RUS|Kirill Sergejewitsch Skatschkow|Skatschkow}} || {{ROU|Hunor Szőcs|Szőcs}} || {{ROU|Constantin Cioti|Cioti}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2016/17|2016/17]] || {{DEU|Bastian Steger|Steger}} || {{RUS|Kirill Sergejewitsch Skatschkow|Skatschkow}} || {{ROU|Hunor Szőcs|Szőcs}} || {{ROU|Constantin Cioti|Cioti}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2017/18|2017/18]] || {{DEU|Bastian Steger|Steger}} || {{EGY|Omar Assar|Assar}} || {{ROU|Hunor Szőcs|Szőcs}} || {{BEL|Florent Lambiet|Lambiet}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2018/19|2018/19]] || {{DEU|Bastian Steger|Steger}} || {{BRA|Gustavo Tsuboi|Tsuboi}} || {{ROU|Hunor Szőcs|Szőcs}} || {{BEL|Florent Lambiet|Lambiet}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2019/20|2019/20]] || {{SWE|Mattias Falck|Falck}} || {{KAZ|Kirill Gerassimenko|Gerassimenko}} || {{ROU|Hunor Szőcs|Szőcs}} || {{PRY|Marcelo Aguirre|Aguirre}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2020/21|2020/21]] || {{SWE|Mattias Falck|Falck}} || {{KAZ|Kirill Gerassimenko|Gerassimenko}} || {{ROU|Hunor Szőcs|Szőcs}} || {{PRY|Marcelo Aguirre|Aguirre}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2021/22|2021/22]] || {{SWE|Mattias Falck|Falck}} || {{KAZ|Kirill Gerassimenko|Gerassimenko}} || {{ROU|Hunor Szőcs|Szőcs}} || {{PRY|Marcelo Aguirre|Aguirre}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2022/23|2022/23]] || {{SWE|Mattias Falck|Falck}} || {{KAZ|Kirill Gerassimenko|Gerassimenko}} || {{ROU|Cristian Pletea|Pletea}} || {{PRY|Marcelo Aguirre|Aguirre}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2023/24|2023/24]] || {{SWE|Mattias Falck|Falck}} || {{KAZ|Kirill Gerassimenko|Gerassimenko}} || {{ROU|Cristian Pletea|Pletea}} || {{PRY|Marcelo Aguirre|Aguirre}}
|-
| class="hintergrundfarbe5"| [[Tischtennis-Bundesliga 2024/25|2024/25]] || {{SWE|Mattias Falck|Falck}} || {{KAZ|Kirill Gerassimenko|Gerassimenko}} || {{MDA|Andrei Putuntica|Putuntica}} || {{PRY|Marcelo Aguirre|Aguirre}}
|}
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Herrenmannschaft von Werder viele Jahre zu den spielstärksten Klubs in Norddeutschland. Bis zum ersten Abstieg 1975 gehörten die Bremer der [[Oberliga]] Nord an, der damals höchsten deutschen Spielklasse. Im Jahr der Einführung [[Tischtennis-Bundesliga]] 1966 wurde die Mannschaft Vierter der Oberliga und konnte damit an der Bundesliga-Qualifikation teilnehmen, dort erreichte man nur den dritten und letzten Platz in der Gruppe hinter dem [[TSV Milbertshofen]] und dem [[PPC Neu-Isenburg]]. Noch zweimal kamen die Werderaner in die Nähe der Bundesliga: 1968 (hinter dem [[Kieler TTK Grün-Weiß]]) und 1973 (hinter dem [[VfL Osnabrück]]) wurde jeweils die Vizemeisterschaft errungen. Nach drei unterklassigen Jahren gelang schließlich 1978 die Rückkehr in das zweitklassige norddeutsche Oberhaus, bevor man 1982 aus der nunmehr „Zweite Bundesliga Nord“ genannten Klasse erneut absteigen musste. In den 1980er Jahren pendelten die Bremer dann zwischen Zweit- und Drittklassigkeit. Bei der Einführung der zweigeteilten Zweiten Bundesliga gehörten sie zu den Gründungsmitgliedern und spielten bis zum Aufstieg 2005 in dieser.<ref>Zeitschrift [[Tischtennis (Zeitschrift)|tischtennis]], 2005/2 S. 36.</ref> Von 1992 bis 1996 war [[Shi Zhihao]] Spielertrainer, der ab 2005 die chinesische Frauen-Nationalmannschaft trainierte.

Mit der Integration der 1. Herrenmannschaft in die SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA 2003 wurde die organisatorische Voraussetzung für eine Professionalisierung des Spielbetriebes geschaffen. Die Tischtennismannschaft der Herren wurde in der Saison 2002/03 Meister der Zweiten Bundesliga, verzichtete aber aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg. 2005 wurde sie in der Besetzung Yang Hong (CHN), Mads Sörensen (DEN), Claus Rasmussen (DEN), Daniel Fynsk (DEN), [[Lennart Wehking]], [[Frank Sternal]], Colum Slevin (IRL) Tabellenzweiter und erhielt wegen der Disqualifikation des SV Plüderhausen die Möglichkeit, den frei werdenden Platz einzunehmen. Diesmal wagte sie den Aufstieg in die [[Tischtennis-Bundesliga|Bundesliga]], stieg aber nach nur einem Jahr wieder in die Zweite Bundesliga ab. 2007 gelang der direkte Wiederaufstieg in die erste Liga.

Nach einem fünften Platz in der Saison 2011/12 konnte die Mannschaft in der Spielzeit 2012/13 zum ersten Mal an der [[ETTU Champions League|Champions League]] teilnehmen. Mit dem [[Olympische Sommerspiele 2012/Tischtennis|Olympiavierten]] [[Chuang Chih-Yuan]] wurde ein Weltklassespieler verpflichtet.<ref>{{Internetquelle |autor=Jörg Niemeyer |url=https://www.weser-kurier.de/sport/bremen6_artikel,-Chuang-Chih-Yuan-verschafft-Werder-ganz-neue-Qualitaet-_arid,134499.html |titel=Tischtennis-Bundesliga Chuang Chih-Yuan verschafft Werder ganz neue Qualität |werk=Weser Kurier |datum=2012-06-01 |abruf=2019-10-17}}</ref> In der Champions League konnte sich die Mannschaft in der Gruppenphase gegen die russische Mannschaft [[KNT UGMK|UMMC Verkhnaya Pyshma]] und [[AS Pontoise-Cergy TT]] aus Frankreich durchsetzen und erreichte als eine von vier deutschen Mannschaften das Viertelfinale, wo man dann knapp gegen [[Borussia Düsseldorf]] unterlag. Dagegen behielt Bremen im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen den Rekordmeister und Titelverteidiger aus Düsseldorf überraschend die Oberhand und erreichte erstmals das Endspiel, das mit 3:0 gegen den favorisierten Ex-Champion und Hauptrundensieger [[TTF Liebherr Ochsenhausen|TTF Ochsenhausen]] gewonnen wurde.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.berliner-zeitung.de/sport/werder-bremen-erstmals-deutscher-tischtennis-meister-6300074 |titel=Werder Bremen erstmals deutscher Tischtennis-Meister |werk=[[Berliner Zeitung]] |datum=2013-06-02 |abruf=2019-10-17}}</ref>

Die zweite Herrenmannschaft spielt in der Landesliga, die erste Damenmannschaft in der [[Verbandsliga]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/tischtennis/ |titel=Tischtennisabteilung des SV Werder Bremen |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-17}}</ref>

{| class="wikitable"
! Name
! Tätigkeitsbezeichnung
|-
| Werner Meyer
| Abteilungsleiter
|-
| Torsten Mietner
| Sportwart
|-
| Birte Grensemann
| Jugendwartin
|-
| Marc Hackl
| Kassenwart
|-
| Arne Weinert
| Pressewart
|-
| Dieter Morstein
| Materialwart
|-
| Felix Hoffmann
| Beisitzer
|-
| Sascha Greber
| Beisitzer
|}

=== Turnspiele und Gymnastik ===
Die Abteilung ''Turnspiele und Gymnastik'' beinhaltet heute die Sparten [[Korbball]], [[Prellball]], [[Gymnastik]] und Seniorengymnastik. Als erste der genannten Sportarten wurde 1949 die Abteilung Korbball gegründet, nachdem ein Antrag 1946 zunächst abgelehnt worden war. Ab 1951 spielten zwei Frauenmannschaften in der damaligen ''Hallenliga''. Die Frauenmannschaft wurde 1960 norddeutscher Meister und in den Jahren 1961, 1962, 1964 und 1967 in der Halle Vizemeister. Im Bereich Korbball sollte der SV Werder Bremen später vor allem im Jugendbereich erfolgreich sein, so wurden zwischen 1981 und 1990 in verschiedenen Klassen fünf Meisterschaften gewonnen. Im Laufe der Zeit kamen weitere ähnliche Sportarten hinzu: Bereits 1968 war der Versuch eine Abteilung für Prellball ins Leben zu rufen offiziell am Fehlen einer geeigneten Spielanlage gescheitert. Acht Jahre später war ein erneuter Antrag erfolgreich, da mit dem heutigen Vereinspräsidenten [[Klaus-Dieter Fischer]] ein Prellballspieler Mitglied des Vereinspräsidiums geworden war. Daraufhin wurde die Abteilung ''Turnspiele und Gymnastik'' gegründet, in der neben Prell- und Korbball auch Gymnastik und Seniorengymnastik ausgeübt werden. Seit ihrer Gründung wurde diese Abteilung von Meta Finke geführt, bis diese das Amt an den damaligen Sportwart Manfred Jacobi abgab. Mit dem Bau der noch im selben Jahr fertiggestellten Spielstätte ''SV Werder Halle'' wurde 1978 begonnen. 1985/86 und 1987/88 gelang der ersten Prellballmannschaft der Herren der Aufstieg in die erste Bundesliga, dem jeweils ein sofortiger Abstieg folgte. Die Frauen 30 wurden in der Saison 1989/90 Bremer und Norddeutscher Meister.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/turnspiele-und-gymnastik/prellball/historie/ |titel=Von „Maulwurftennisspielern“ zu deutschen Meistern |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-17}}</ref>

Darüber hinaus engagiert sich diese Abteilung hauptsächlich im Freizeitsport für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Von allen Vereinsabteilungen hat sie heute die meisten sportlich aktiven Mitglieder.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.werder.de/de/turnspiele-und-gymnastik/ |titel=Abteilung Turnspiele/Gymnastik des SV Werder Bremen |werk=werder.de |hrsg=SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA |abruf=2019-10-17}}</ref>

Die größten Erfolge der Prellballmannschaften:
* Bremer Meister und norddeutscher Meister, Frauenklasse 30: 1989/90
* Kreis- und Landesmeister, Norddeutscher Meister, Deutscher Meister Männerklasse 40: 1982/83 und 1989/90
* Deutscher Meister Männerklasse 50: 2005

Die größten Erfolge der Korbballmannschaften:
* Norddeutscher Meister Frauen: 1960
* Norddeutscher Vizemeister Frauen (Halle): 1961, 1962, 1964, 1967
* Deutscher Meister Jugend (Halle): 1989
* Deutscher Meister Jugend (Feld): 1990
* Deutscher Meister Schülerinnen (Feld): 1981, 1985
* Deutscher Meister Schülerinnen (Halle): 1985

{| class="wikitable"
! Name
! Tätigkeitsbezeichnung
|-
| Claudia Lasch
| Vorsitzende
|-
| Heike Hoffmeister-Eilts
| Stellvertretende Vorsitzende
|-
| Markus Schmieding
| Sportwart
|-
| Nele Eilts
| Beisitzerin Gymnastik
|-
| Dominic Abasi
| Beisitzer Spiele, Jugendwart
|-
| Cornelia Dehne
| Beisitzerin Korbball
|-
| Sarah Janosch
| Beisitzerin Tanzsport
|-
| Janne Herzog
| Beisitzer Schrift- u. Pressewartin
|-
| Christiane Dürkop
| Kassenwartin
|}

=== E-Sports ===
Werder Bremen besitzt seit 2018 eine [[E-Sport]]-Abteilung. Der alleinige Schwerpunkt liegt hierbei auf der Fußballsimulation ''[[FIFA (Computerspielreihe)|FIFA]]''. Seit Januar 2019 beteiligte sich Werder mit den Spielern [[Mohammed Harkous|Mohammed „MoAuba“ Harkous]], Michael „MegaBit“ Bittner und Eleftherios „Leftinho“ Ilias unter anderem an der ''[[Virtual Bundesliga|VBL Club Championship]]'' mit 22 Teams aus der ersten und zweiten Liga.<ref>{{Internetquelle |url=https://virtual.bundesliga.com/club-championship/club/sv-werder-bremen |titel=Virtual Bundesliga – Werder Bremen |werk=virtual.bundesliga.com |abruf=2019-05-21}}</ref> Werder Bremen gewann hier 2019 die deutsche Meisterschaft sowohl im Teamwettbewerb (Liga-Modus) als auch in der Einzelwertung (Turniermodus). Dort besiegte MegaBit (Xbox) in einem reinen „Werder-Finale“ seinen Teamkollegen MoAuba (PlayStation), beide hatten sich über den Sieg in ihrem jeweiligen Konsolen-Turnierzweig für das Finale qualifiziert. Im April 2019 waren MoAuba und Megabit die ersten Vertreter der neuformierten deutschen eFootball-Nationalmannschaft beim FIFA eNations Cup. Dort schieden sie als Mitfavoriten bereits in der Vorrunde aus. Im August 2019 wurde MoAuba – als erster Deutscher – Sieger des [[FIFA Interactive World Cup]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.sportbuzzer.de/artikel/fifa-19-weltmeister-moauba-harkous-werder-bremen-eworld-cup-sieger-reaktionen/ |titel=Deutscher wird FIFA-19-Weltmeister: Mohammed „MoAuba“ Harkous gewinnt Viertelmillion Dollar |werk=sportbuzzer.de |datum=2019-08-04 |abruf=2019-10-17}}</ref> Kurz darauf verließ dieser Werder Bremen und wurde durch Erhan „Dr. Erhano“ Kayman ersetzt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.escene.de/weltmeister-moauba-verlasst-werder-bremen-ersatz-bereits-gefunden/ |titel=Weltmeister MoAuba verlässt Werder Bremen – Ersatz bereits gefunden |datum=2019-08-17 |abruf=2020-11-12}}</ref>

Im Jahr 2020 gewann Werder mit den Spielern Michael „MegaBit“ Bittner und Erhan „Dr. Erhano“ Kayman erneut die VBL Club Championship.


== Literatur ==
== Literatur ==
* [[Jörn Christiansen]] (Hrsg.): ''Werder Bremen – 10&nbsp;Jahre Sport im Rampenlicht''. NWD Verlagsgesellschaft, Bremerhaven 1998, ISBN 3-927857-97-1.
* Stefan Freye, Heinz Fricke, [[Ulrich Kühne-Hellmessen]]: ''Mein SV Werder – Die größten Momente.'' Die Werkstatt, Rastede 2019, ISBN 978-3-7307-0448-6.
* Norbert Kuntze: ''Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden''. Mit einem Beitrag von Harald Klingebiel zur Geschichte des Vereins. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, ISBN 3-89533-109-0.
* Walter Ludwig Tegelbeckers, Dietrich Milles (Hrsg.): ''Quo vadis, Fußball? Vom Spielprozess zum Marktprodukt''. Die Werkstatt, Göttingen 2000, ISBN 3-89533-298-4.
* Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: ''Neunzig Jahre SV „Werder“ 1899–1989''. Verlag der Bremer Tageszeitungen, Bremen 1988.
* [[Arnd Zeigler]]: ''Das W auf dem Trikot – 40&nbsp;Jahre Werder Bremen in der Bundesliga''. [[Edition Temmen]], Bremen 2003, ISBN 3-86108-695-6.
* Arnd Zeigler: ''Lebenslang grün-weiß''. Edition Temmen, Bremen 2006, ISBN 3-86108-564-X.


== Siehe auch ==
* Hans-Joachim Wallenhorst (Red.): [http://www.s-port.de/werder/buch.html Werder Bremen - 100 Jahre Sport im Rampenlicht.] NWD Verlagsgesellschaft 1998
* [[Sport in Bremen]]
* W. Ludwig Tegelbeckers / Dietrich Milles (Hg.): [http://www.s-port.de/quovadis/buch/inhalt.html Quo vadis, Fußball? Vom Spielprozess zum Marktprodukt.] Verlag Die Werkstatt 2000
* Arnd Zeigler: [http://shop.edition-temmen.de/Kulturgeschichte/Das-%C2%BBW%C2%AB-auf-dem-Trikot::460.html?XTCsid=3f7d527831a8523c93a1bc47c15426f9 Das W auf dem Trikot - 40 Jahre Werder Bremen in der Bundesliga.] Edition Temmen 2003


== Weblinks ==
== Weblinks ==
{{Commonscat}}
* [http://www.werder.de/ Webpräsenz des SV Werder Bremen]
* [http://www.werder-schach.de/ Webpräsenz der Schachabteilung des SV Werder Bremen]
* [https://www.werder.de/de/ Offizielle Webpräsenz des SV Werder Bremen]
* Cordt Schnibben: [https://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-werder-bremen-abstiegskampf-an-der-weser-a-965920.html ''Der grüne Virus – Der mysteriöse Zerfall einer großen Mannschaft''] [[Spiegel Online]], 14. Mai 2014.
* [http://werder.wikicities.com/ WerderWiki bei WikiCities]

* [http://www.gw-griffins.de/ Green White GriffinsDIE Fanorganisation für Baden und Umgebung]
== Einzelnachweise ==
<references responsive />

{{NaviBlock
|Navigationsleiste Vereine der deutschen Fußball-Bundesliga
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{{Navigationsleiste Vereine der deutschen Fußball-Bundesliga}}
{{Navigationsleiste Vereine in der Fußball-Regionalliga Nord}}
{{Navigationsleiste Vereine der deutschen Tischtennisbundesliga Herren}}


{{Lesenswert|3. September 2007|36269453}}
[[Kategorie:Deutscher Fußballverein|Bremen, SV Werder]]
[[Kategorie:Schachverein|Bremen, SV Werder]] <!-- spielt Bundesliga -->
[[Kategorie:Tischtennisverein|Bremen, SV Werder]]
[[Kategorie:Sportverein|Bremen, SV Werder]]
[[Kategorie:Sport (Bremen)]]


[[cs:SV Werder Bremen]]
[[Kategorie:Werder Bremen| ]]
[[en:Werder Bremen]]
[[Kategorie:Fußballverein aus Bremen|Werder, Bremen Sv]]
[[Kategorie:Verein im Bremer Fußball-Verband|Bremen, Sv Werder]]
[[fi:SV Werder Bremen]]
[[Kategorie:Schachverein (Deutschland)|Bremen, Sv Werder]]
[[fr:Werder de Brême]]
[[it:SV Werder Brema]]
[[Kategorie:Tischtennisverein aus Bremen|Werder, Sv]]
[[Kategorie:Handballverein aus Bremen|Werder, Sv]]
[[ja:ヴェルダー・ブレーメン]]
[[Kategorie:Leichtathletikverein aus Bremen|Bremen, Sv Werder]]
[[nds:SV Werder Bremen]]
[[Kategorie:Vereinsgründung 1899]]
[[nl:Werder Bremen]]
[[Kategorie:Östliche Vorstadt]]
[[pl:Werder Brema]]
[[pt:Werder Bremen]]
[[Kategorie:Deutscher Fußballmeister|Bremen, Sv Werder]]
[[sv:SV Werder Bremen]]
[[tr:Werder Bremen]]
[[zh:不来梅沙洲体育俱乐部]]

Aktuelle Version vom 23. April 2025, 12:31 Uhr

Werder Bremen
Vereinswappen
Verein
Vorlage:Infobox Fußballunternehmen/Wartung/Kein Bild
Name Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V.
Sitz Bremen
Gründung 4. Februar 1899
(als Fußball-Verein „Werder“ von 1899)
Farben Grün-Weiß
Mitglieder 60.000 (Stand: 3. März 2025)[1]
Vorstand Hubertus Hess-Grunewald (Präsident)
Claudia Lasch (Vizepräsidentin)
Axel Plaat (Schatzmeister)
VR-Nr. VR 2282 HB (AG Bremen)
Fußballunternehmen
Vorlage:Infobox Fußballunternehmen/Wartung/Kein Bild
Name SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA
Kommanditaktionär SV Werder e. V.
Komplementärin Werder Verwaltungs GmbH
→ 100 %: SV Werder e. V.
Geschäftsführung
(Komplementärin)
Klaus Filbry
(Vorsitzender; kaufmännisch)
Clemens Fritz
(Fußball)
Anne-Kathrin Laufmann
(Sport & Nachhaltigkeit)
Tarek Brauer
(Organisation & Personal)
HR-Nr. HRB 21775 (GmbH & Co. KGaA)
HRB 21538 (GmbH)
(beide AG Bremen)
Website werder.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Ole Werner
Spielstätte Weserstadion
Plätze 42.100
Liga Bundesliga
2023/24 9. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Der Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V.,[2] bekannt als SV Werder Bremen oder einfach nur Werder Bremen oder SV Werder, ist mit über 60.000 Mitgliedern (Stand: 3. März 2025)[1] der größte Sportverein aus der Freien Hansestadt Bremen und der dreizehntgrößte Deutschlands. Sein Profiteam im Fußball ist Gründungsmitglied der Bundesliga und hält gemeinsam mit dem FC Bayern München den Rekord der meisten Spielzeiten in der höchsten Fußballliga Deutschlands.

Mit 14 nationalen Titeln (viermal Deutscher Meister, sechsmal DFB-Pokalsieger, dreimal Supercup- und einmal Ligapokalsieger) zählt Werder zu den erfolgreichsten Fußballvereinen des Landes. International steht der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1992 zu Buche. Sowohl in der Ewigen Tabelle der Bundesliga[3] als auch in der Ewigen Tabelle des DFB-Pokals belegt Bremen den dritten Platz.

Anfang Februar 1899 als Fußball-Verein „Werder“ von 1899 gegründet, bietet er heute neben Fußball auch Handball, Leichtathletik, Tischtennis, Turnspiele, Gymnastik und Schach an. Werder Bremen besteht nach der Ausgliederung profitorientierter und leistungssportlicher Abteilungen des Gesamtvereins am 27. Mai 2003 aus dem für den Amateursport zuständigen gemeinnützigen Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V. und der unter anderem für den Profifußball verantwortlichen SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA.

Der Vereinsname ist vom an der Weser gelegenen Stadtwerder abgeleitet, auf dem sich das erste Trainings- und Spielgelände des Vereins befand. Das Wort Werder bezeichnet eine Flussinsel oder das Land, das von einem Fluss aufgeschwemmt wurde, wie den Peterswerder, auf dem sich das heutige Bremer Weserstadion befindet, in dem Werder Bremens Fußballprofis ihre Heimspiele austragen.

1899 bis 1933: Von der Gründung und den ersten Jahrzehnten

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Anfang Februar 1899 gründeten 16-jährige Schüler aus handelsbürgerlichen Kreisen mit dem Fußball-Verein „Werder“ von 1899, einem reinen Fußballverein, den Vorläufer des heutigen SV Werder Bremen.[4] Sie hatten bei einem Sportwettbewerb – manche Quellen berichten von einem Tauziehen, andere von einem Stafettenlauf – einen Fußball gewonnen und mit diesem erstmals auf dem Stadtwerder gespielt, wodurch der Grundstein für den FV Werder Bremen und dessen Namen gelegt wurde.[5][6] Als Gründungsdatum gilt heute der 4. Februar 1899.[7] Weil kein Protokoll der Gründungsversammlung mehr existiert, beruht diese Angabe maßgeblich auf einer Schilderung des ersten Schriftführers des Vereins, die dieser jedoch erst 62 Jahre später im Oktober 1961 niederschrieb.[5] Werders älteste schriftlich überlieferte Vereinssatzung aus dem Jahr 1912 datierte die Gründung ebenso wie die Satzungen von 1931, 1932 und 1933 hingegen auf den 1. Februar 1899.[8] Noch bis zu einer im September 2021 beschlossenen Satzungsänderung behauptete die Werder-Satzung stattdessen als Gründungsdatum den 5. Februar 1899.[9]

Bereits im Dezember 1899 trat der FV Werder dem Verband Bremer Fußball-Vereine bei. In den ersten Jahren durften nur Männer Mitglied werden, die eine höhere Schulbildung nachweisen oder eine Zweidrittelmehrheit im Vorstand für sich gewinnen konnten.[10] Der FV Werder gehörte im Januar 1900 zu den 86 Gründungsvereinen des Deutschen Fußball-Bundes. Am 30. März 1902 trat der FV Werder Bremen erstmals zu einem Spiel im Ausland an, und zwar in Groningen gegen die Groninger Sport Vereniging Be Quick 1887, das die Gastgeber mit 3:0 gewannen.[11]

1903 wurde der Verein mit drei Mannschaften erstmals in allen drei existierenden Spielklassen Bremer Meister und war 1905 der erste Bremer Klub, der Eintrittsgelder verlangte und sein Spielfeld einzäunte.[12] 1910 erlangte Werder überregionale Aufmerksamkeit, als das Endspiel um die Norddeutsche Fußballmeisterschaft erreicht wurde. Dort unterlag man Holstein Kiel. Der FV Werder Bremen qualifizierte sich 1913 als einziger Bremer Verein für die neu gegründete Norddeutsche Verbandsliga, aus der er 1913/14 aber abstieg (sie wurde dann ohnehin aufgelöst). Der Verein musste sich in dieser Zeit gegen nationalistische Tendenzen, vor allem aus der Turnerbewegung, zur Wehr setzen, die den Fußball für einen „Unsport“ und wegen seiner englischen Herkunft für „undeutsch“ hielten.[13] Trotzdem wurde während des Ersten Weltkriegs der Spielbetrieb weitergeführt und 1916 erneut die Bremer Meisterschaft gewonnen.

Anders als einige andere Vereine überstand der FV Werder trotz vieler gefallener Mitglieder die Kriegsfolgen, was hauptsächlich dem Engagement des damaligen Vorsitzenden Hans Jaburg zu verdanken war.[12] Nach dem Krieg wurde mit der Neustrukturierung des Vereins begonnen. Ab 1919 durften auch Frauen Mitglieder werden; ein Jahr später erfolgte, dem Trend der damaligen Zeit entsprechend, die Erweiterung vom Fußball- zum Sportverein mit unter anderem einer Tennis-, Leichtathletik-, Schach- und damals auch Baseball- und Cricketabteilung.[10][12] Dem entspricht die im selben Jahr durchgeführte Umbenennung in Sport-Verein „Werder“ Bremen von 1899, wobei Fußball weiterhin die wichtigste Sportart innerhalb des Vereins blieb. Ende 1909 hatte der Verein 112 Mitglieder gezählt, bis zum Ersten Weltkrieg stieg die Mitgliederzahl auf fast 300, im Juni 1920 waren es schon 1044 Mitglieder.[14]

Als erster Bremer Verein engagierte er 1922 mit dem Ungarn Ferenc Kónya einen hauptberuflichen „Sportlehrer“ (so die übliche Bezeichnung der Trainer bis in die 1950er Jahre),[15] der aus dem „Sportlehrerfonds“ finanziert wurde. Die damalige Hyperinflation und Werders daraus resultierende Finanzprobleme führten jedoch zur baldigen Trennung. 1924 kehrte Kónya zurück an die Weser.[16] Ab 1921 spielte Werder in der Westkreisliga, der damals höchsten Spielklasse. In der ersten Saison wurde zunächst nur der siebte von acht Plätzen belegt. Als die Liga in der nächsten Spielzeit in die Staffeln Weser und Jade unterteilt wurde, erreichte Werder in letzterer den ersten Rang und wurde nach einem 5:0-Sieg im Entscheidungsspiel gegen den VfB Oldenburg Meister der Westkreisliga. In der Qualifikation zur Endrunde um die norddeutsche Meisterschaft schied der Verein gegen den SV Arminia Hannover aus. Ab der Saison 1924/25 wechselte Werder in die Staffel Weser, in der er 1926 Erster wurde, aber im Entscheidungsspiel gegen den Bremer SV mit 1:6 verlor. Im folgenden Jahr wurde nach einer Endspielniederlage gegen den VfB Komet Bremen erneut die Vizemeisterschaft der Westkreisliga erreicht. Auch 1928 unterlag Werder, nun wieder in der Staffel Jade antretend, diesem Verein im Endspiel. Nachdem die Saison 1928/29 aufgrund der Fußball-Revolution ausgefallen war, konnte Werder im nächsten Jahr die Oberliga Weser/Jade auf Platz vier abschließen. Im Achtelfinale der Endrunde um die norddeutsche Meisterschaft schied der Verein 1931 gegen Altona 93 nach Verlängerung mit 2:3 aus und belegte zwei Jahre später nur den letzten von vier Plätzen.

Die ABTS-Kampfbahn, unten links das Stadionbad (Aufnahme von 1928)

Ein geeigneter Ort für die Spiele und zum Training war auch 1925, also zwei Jahre nach der Westkreisligameisterschaft, noch nicht gefunden, so dass der Verein mit dem Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein (ABTS) um den Bau eines Stadions am Weserufer konkurrierte, wobei sich der ABTS durchsetzte. Wie zu dieser Zeit auch mehrere andere Bremer Vereine, trug Werder seit 1930 die meisten, später alle seine Heimspiele in der nun Weserstadion genannten ehemaligen ABTS-Kampfbahn aus, da sich der ABTS beim Bau finanziell übernommen hatte und das Stadion an den SV Werder verpachten musste.[13][17]

1933 bis 1945: Die Zeit des Nationalsozialismus

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Saisondaten 1933 bis 1945
Saison Liga Platz
1933/34 Gauliga Niedersachsen 1/10
1934/35 Gauliga Niedersachsen 2/11
1935/36 Gauliga Niedersachsen 1/11
1936/37 Gauliga Niedersachsen 1/10
1937/38 Gauliga Niedersachsen 3/10
1938/39 Gauliga Niedersachsen 4/10
1939/40 Gauliga Niedersachsen-Nord 2/6
1940/41 Gauliga Niedersachsen-Nord 2/6
1941/42 Gauliga Niedersachsen-Nord 1/6
Finalrunde 1/6
1942/43 Gauliga Weser-Ems 2/10
1943/44 Gauliga Weser-Ems Gruppe Bremen 4/8
1944/45 Gauliga Weser-Ems Gruppe Bremen abgebrochen

Die NS-Zeit brachte erhebliche Veränderungen auch im deutschen Ligafußball mit sich: Es wurden 16 Gauligen eingeführt, die von nun an die höchste deutsche Spielklasse waren. Werder Bremen gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gauliga Niedersachsen, wo der Verein die ersten überregionalen Erfolge verbuchen konnte. Die Bremer Kampfbahn (Weserstadion) wurde in dieser Zeit oft auch für politische Propagandaveranstaltungen der Nationalsozialisten benutzt.[18] Da sich eine Professionalisierung des Fußballs andeutete, der bis dato reiner Amateursport gewesen war, verstärkte Werder Anfang der 1930er-Jahre seine Mannschaft mit einigen späteren Nationalspielern: 1933 kam Hans Tibulski nach Bremen und bei der Weltmeisterschaft 1934 im Spiel um Platz drei trug der im Januar desselben Jahres verpflichtete Matthias Heidemann als erster Bremer Spieler das Nationaltrikot. Als man versuchte, auch Edmund Conen anzuwerben, gab es jedoch Ärger und eine Sperre u. a. für den Trainer Josef Müller. Unter Trainern wie Josef Müller oder Walter Hollstein wurde die neue Gaumeisterschaft Niedersachsen 1934, 1936, 1937 und 1942 gewonnen. Im Jahr 1935 wurde in der Gauliga Niedersachsen die Vizemeisterschaft erreicht, so wie auch 1943 in der ein Jahr zuvor eingeführten Gauliga Weser-Ems. 1937 wurde Karl Mayer mit zehn Toren Torschützenkönig in der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft.

Der machtzentrierte Aufbau des damaligen Staatsapparates spiegelte sich in der Vereinsführung wider: In dieser Zeit besaß ein Einzelner, ab Mai 1933 als „Vereinsführer“ bezeichnet, alle Machtbefugnisse.[12] Schon früh erwies sich Werder Bremen als nationalsozialistischer Vorzeigeverein, der sich unter dem Vereinsführer Willy Stöver in den Dienst der politischen Ziele des Nationalsozialismus und des Wehrsportgedankens stellte. Anfang 1934 durften Juden nicht mehr Mitglieder beim SV Werder sein.[19] Trotzdem geriet der Verein ab 1937 immer stärker unter Kontrolle des DRL und der lokalen Partei und es wurde bereits im August 1936 ein Dietwart eingeführt.[20] Auf der Bremer Kampfbahn wurden während des Zweiten Weltkrieges zur Flugabwehr drei Flak-Stellungen installiert. So konnten zusammen mit der Luftwaffe bekannte Fußballer bei den Flak-Stellungen stationiert werden, die dann gleichzeitig der Gauligamannschaft zur Verfügung standen. Im März 1945, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, musste der Spielbetrieb eingestellt werden.[21]

Zu den heute noch bekannten Spielern der 1930er- und 1940er-Jahre gehören nach Vereinsangaben neben Heidemann und Tibulski noch Ziolkewitz, Scharmann und Hundt.[22]

1945 bis 1963: Die Nachkriegszeit vor und in der Oberliga Nord

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Saisondaten 1945 bis 1963
Saison* Platz ø Zuschauer[23]
1947/48 5/12 19.000
1948/49 8/13 17.090
1949/50 4/16 11.733
1950/51 6/17 14.687
1951/52 7/16 10.933
1952/53 3/16 12.333
1953/54 5/16 10.466
1954/55 3/16 11.866
1955/56 6/16 7.733
1956/57 5/16 6.933
1957/58 7/16 8.066
1958/59 2/16 11.466
1959/60 2/16 11.466
1960/61 2/16 (P.) 10.200
1961/62 2/16 8.800
1962/63 2/16 12.266
  • Alle Spielzeiten in der Oberliga Nord

Ab September 1945 wurden in der „Exklave“ Bremen (Teil der Amerikanischen Besatzungszone) kommunale Sportgruppen zugelassen; Vereine durften zunächst nicht (wieder-)gegründet werden.[24] Als am 10. November Albert Drewes und andere die Gründungsversammlung einer SG Mitte dazu nutzten, ihren Verein als TuS Werder 1945 aufleben zu lassen – beteiligt waren außerdem die 1933 verbotenen Vereine TV Vorwärts und Freie Schwimmer 1910 – blieb das ohne Bedeutung, weil der Name von den Besatzungsbehörden und dem Sportbeauftragten nicht akzeptiert wurde.[25][26]

Als die SG Mitte wenige Tage später mit zwölf ehemaligen Werder-Spielern[27] beim SSV Delmenhorst antrat, trug das der Mannschaft eine mehrwöchige Sperre ein, weil sie dort als „Werder-Liga“ plakatiert wurde und außerdem Spiele jenseits der Stadtgrenzen noch untersagt waren.[28][29]

Im Jahre 1946 wurde mit SV Grün-Weiß 1899 erneut ein leicht abgewandelter Vereinsname angenommen. Dieser wurde dem Verein einen Monat später ebenfalls verboten, da durch die enthaltene Jahreszahl dessen Tradition deutlich wurde.[12] Inzwischen hatten die Vorgaben des Alliierten Kontrollrats im Dezember 1945 das Weiterbestehen von Vereinen aus der Zeit des Dritten Reiches formal untersagt, gleichzeitig aber Vereins- und Verbands-Neugründungen auf Kreisebene zugelassen. Der spätere Vereinsgeschäftsführer Hansi Wolff und seine Mitstreiter mussten aber noch warten, bis ab dem 23. März 1946 auch in der Exklave die alten Vereinsnamen – inklusive SV „Werder“ v. 1899 – unter Auflagen wieder zugelassen wurden.[12][30] Im selben Jahr wurde bereits eine Bremer Stadtmeisterschaft ausgetragen. Werder gewann diese – siehe: Britische Zonenmeisterschaft (Fußball) – ebenso wie ein Jahr später die Niedersachsenmeisterschaft.

Nachdem mit den Oberligen Süd und Südwest bereits 1945 erste regionale Oberligen gegründet worden waren, geschah dies 1947 auch im Norden und Westen. Werder Bremen gehörte von 1947 bis 1963 der Oberliga Nord an, in der eine norddeutsche Meisterschaft ausgespielt wurde und deren erfolgreichste Mannschaften sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizierten. In der Oberliga trat man unter anderem gegen den FC St. Pauli und Hannover 96 an. Werder Bremen stand deutlich im Schatten des Hamburger SV, der die Oberliga-Meistertitel in 15 von 16 Jahren gewann, und hatte zunächst Mühe, sich gegen Lokalrivalen wie den Bremer SV oder TuS Bremerhaven 93 zu behaupten; immerhin sprangen in dieser Zeit auch zwei dritte Plätze heraus (1952/53 unter Trainer Sepp Kretschmann und 1954/55 unter Trainer Fred Schulz). Werders Situation verbesserte sich mit der Verpflichtung des zwischen 1958 und 1963 tätigen Trainers Georg Knöpfle, eines ehemaligen A-Nationalspielers, der sich durch seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin einen guten Ruf verschafft hatte. Auch die Mannschaft wurde verstärkt: Es gelang Werder 1954, nach einem langen Streit mit dem HSV, den späteren Nationalspieler und Spielmacher Willi Schröder für sich zu gewinnen. Der Versuch des HSV, diesen mit einem verbotenen Handgeld in Höhe von 15.000 Deutschen Mark zu überzeugen, war aufgeflogen und Schröder für ein Jahr gesperrt worden. Später kam Helmut Schimeczek dazu und auch die 1961 erfolgte Verpflichtung der Schalker Willi Soya und Helmut Jagielski erwies sich als positiv. So gelang es Werder in den letzten fünf Spielzeiten der Oberliga, sich hinter dem HSV als zweiterfolgreichste Mannschaft des Nordens zu etablieren: Von 1959 bis 1963 wurde die Mannschaft durchgehend Vizemeister der Oberliga Nord und konnte sich dadurch neben dem HSV und Eintracht Braunschweig als eine von drei norddeutschen Mannschaften für die neu gegründete Bundesliga qualifizieren. Während der Bremer SV aus der Liga abgestiegen war, trennten Werder in der letzten Oberligasaison nur noch zwei Punkte vom Serienmeister HSV.

Sportlicher Höhepunkt der Oberligazeit war der Gewinn des DFB-Pokals 1961 mit einem 2:0 im Endspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern durch Tore von Schröder und Jagielski (→ Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1961).

Im Europapokal der Pokalsieger konnte im folgenden Jahr zwar der dänische Aarhus GF im Hin- und Rückspiel besiegt werden, im Viertelfinale schied Werder Bremen gegen Atlético Madrid aus.

Weil der Verein in dieser Zeit oftmals gegen starke Gegner gewann, aber bei schwachen unterlag, wurde er damals „die Sphinx des Nordens“[12] genannt. Das Einkommen von Fußballspielern war nach dem damaligen Vertragsspieler-Statut des DFB wegen einer vorgegebenen Höchstgrenze von 320 Deutschen Mark für die Bestreitung des Lebensunterhalts nicht ausreichend.[12] Deshalb arbeiteten viele Bremer Spieler zusätzlich bei einem amerikanischen Unternehmen aus der Tabakbranche, das den Verein finanziell unterstützte. Die Mannschaft wurde in dieser Zeit deshalb oft als Texas-Elf bezeichnet.[13]

Namhafte Spielerpersönlichkeiten der Oberligazeit des SV Werder waren nach Vereinsangaben Pico Schütz, Horst Gernhardt, Richard Ackerschott, Horst Stange, Max Lorenz, Willi Schröder und Torwart Dragomir Ilic.[12] Zu nennen sind auch Willi Soya und Helmut Jagielski.

1963 bis 1971: Auf und Ab in der Bundesliga

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Saisondaten 1963 bis 1971
Saison* Platz ø Zuschauer[23] Mitglieder*[31] BL-Kader
1963/64 10/16 20.733 2000 BL-Kader
1964/65 1/16 (M.) 27.267 2000
1965/66 4/18 21.176 2000
1966/67 16/18 17.412 2200
1967/68 02/18 20.824 2350
1968/69 09/18 18.412 2250
1969/70 11/18 15.353 2500
1970/71 10/18 18.382 2500
  • In allen Tabellen zu Saisonbeginn.

Der SV Werder war 1963 einer der Gründungsvereine der Bundesliga. In der ersten Saison kassierte der SV Werder mit Torwart Klaus Lambertz in der ersten Spielminute durch den Treffer des für Borussia Dortmund spielenden Timo Konietzka das erste Tor der neu gegründeten Bundesliga. In dieser Saison musste der eigentlich schon nicht mehr aktive ehemalige Stammtorhüter Dragomir Ilic kurzzeitig reaktiviert werden, da sich vor und nach Saisonbeginn nacheinander sechs Torhüter verletzten. Nachdem man diese Spielzeit im ungefährdeten Mittelfeld auf Platz zehn abgeschlossen hatte, gewann Werder in der Saison 1964/65, im Jahr des 1000-jährigen Stadtjubiläums, „völlig überraschend“[10] erstmals die deutsche Meisterschaft. Die am 17. Spieltag erklommene Tabellenspitze wurde bis zum Saisonende nicht mehr abgegeben. Dies war der „Mannschaft ohne Stars“[32] und ihrem Trainer „Fischken“ Multhaup durch gut integrierte Neuzugänge wie Horst-Dieter Höttges, dem Nationalspieler Heinz Steinmann und Klaus Matischak möglich (→ Kader des Meisterjahres 1964/65). Helmut Jagielski überzeugte als einer der ersten Liberos überhaupt in der Bundesliga.

Das folgende Jahr wurde auf Platz vier abgeschlossen, die Saison 1966/67 nur noch auf Platz 16, vier Punkte vor den Abstiegsrängen. Obwohl die Mannschaft 1967/68 nach einem Marsch von Platz 18 bis auf den zweiten Tabellenplatz die Vizemeisterschaft errang, gelang es Werder Bremen nicht, sich dauerhaft unter den Spitzenvereinen der Bundesliga zu etablieren. Erfolgreichen Jahren folgten immer wieder enttäuschende Platzierungen im grauen Mittelfeld oder sogar nahe den Abstiegsrängen.

Im Spiel beim Tabellenführer Borussia Mönchengladbach am 3. April 1971 kam es zu einer in der Bundesligageschichte einmaligen Situation: Kurz vor Schluss beim Spielstand von 1:1 fielen zwei Spieler bei einer Torszene in das Netz des Bremer Tores, wobei einer der damals noch hölzernen Pfosten durchbrach und das Tor einstürzte. Nachdem die Bremer sich im Gegensatz zu den Mönchengladbachern und deren Ordnern, die aufgrund des Spielstandes auf ein Wiederholungsspiel hofften, vergeblich bemüht hatten, das Tor wieder aufzurichten, um den erreichten Spielstand zu retten, brach der Schiedsrichter das Spiel ab.[33] Bremen erhielt nachträglich beide Punkte, da Mönchengladbach kein Ersatztor bereitgehalten hatte.

Die ersten Bundesligajahre wurden neben den bereits genannten durch Spielerpersönlichkeiten wie Pico Schütz, Günter Bernard, Sepp Piontek oder Max Lorenz mitbestimmt.

1971 bis 1980: Millionenelf und schleichender Niedergang

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Saisondaten 1971 bis 1980
Saison Platz ø Zuschauer[34] Mitglieder[35] BL-Kader
1971/72 11/18 19.618 2.400
1972/73 11/18 15.059 2.300
1973/74 11/18 15.841 2.200
1974/75 15/18 18.765 2.200
1975/76 13/18 20.765 2.100
1976/77 11/18 18.735 2.300
1977/78 15/18 19.947 2.200
1978/79 11/18 17.529 2.350 BL-Kader
1979/80 17/18 17.647 2.270

Nachdem Werder innerhalb von drei Jahren ins Mittelmaß gesunken war, versuchte der Verein in der Saison 1971/72 in einem Kraftakt als so genannte „Millionenelf“[36] mit der finanziellen Unterstützung der Bremer Wirtschaft und der Stadt Bremen sowie Trikots in den Bremer Landesfarben Rot und Weiß an bessere Zeiten anzuknüpfen. Ohne klares Konzept und ohne Absprache zwischen Trainer und Vereinsführung wurden viele Stars aus der Bundesliga mit hohen Gehaltsangeboten an die Weser gelotst. Ein Wechsel von Günter Netzer kam nur deshalb nicht zustande, weil dieser zusätzlich die Übernahme der damaligen Stadionzeitschrift Werder-Echo gefordert hatte.[37] Hintergrund dieser Käufe, unter denen Werder noch Jahre später finanziell litt und die sich in fast allen Fällen nicht auszahlten, war die für die nächste Saison beschlossene Abschaffung der Transferhöchstgrenze von 100.000 D-Mark, die in der Saison 1971/72 noch in den DFB-Statuten verankert war. Der Erfolg, den Werder hatte erzwingen wollen, trat nicht ein. In dieser Saison waren vier Trainer in Bremen tätig und am Ende einer Spielzeit, in der das nicht zueinander passende Starensemble nur in seltenen Ausnahmen glänzen konnte, stand ein enttäuschender elfter Platz.

Danach blieb Werder im Ligamittelmaß und zählte dauerhaft zu den so genannten „grauen Mäusen“, später immer wieder zu den Abstiegskandidaten der Liga. Der Fall in die Zweitklassigkeit konnte in der Saison 1974/75 mit einem Punkt Vorsprung auf Platz 16 noch knapp und in der darauf folgenden Spielzeit erst nach einem späten Trainerwechsel zu Otto Rehhagel verhindert werden, nachdem die nun wieder Grün-Weißen am 29. Spieltag auf Platz 16 abgerutscht waren. Eine Kuriosität war die erste Halbzeit der Partie zwischen Werder Bremen und Hannover 96 am 8. November 1975 (0:0), als der angetrunkene Schiedsrichter Ahlenfelder diese zunächst nach 32 Minuten abpfiff, nach einigen Diskussionen doch weiterspielen ließ und schließlich 90 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit endgültig zur Halbzeit pfiff.[38] Seiner Aussage nach hatte er vor dem Spiel zum Mittagessen ein Bier und einen Malteser-Schnaps zu sich genommen.[39] Wer noch heute in der Bremer Vereinsgaststätte einen „Ahlenfelder“ bestellt, erhält ein Bier und einen Malteser.[39]

Nach der Spielzeit 1979/80 musste als Vorletzter schließlich der Gang in die 2. Bundesliga Nord angetreten werden. War die Heimbilanz mit zehn Siegen und zwei Unentschieden durchaus passabel, wurden neben einem Unentschieden und einem Sieg sämtliche Auswärtspartien verloren, davon zehn mit vier oder mehr Gegentoren. In den kritischen Jahren zuvor hatte der Verein seinen Verbleib in der Bundesliga den im Weserstadion erzielten Punkten zu verdanken, die diesmal aber nicht ausreichten. In dieser Periode der ausbleibenden Erfolge kam es bei Werder von 1971 bis zum Abstieg 1980 zu neun Trainerwechseln. Einige Cheftrainer waren nur wenige Wochen oder Monate tätig.

Zu den wenigen bei Werder herausragenden Spielerpersönlichkeiten der Jahre vor dem Abstieg gehörten Per Røntved und Dieter Burdenski, der zum deutschen Aufgebot zur WM 1978 in Argentinien gehörte.

1980 bis 1987: Wiederaufstieg und Entwicklung zur Spitzenmannschaft

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Saisondaten 1980 bis 1987
Saison Platz ø Zuschauer[34] Mitglieder[40]
1980/81* 1/22 10.524 2.200
1981/82 5/18 24.235 2.200
1982/83 2/18 26.547 2.260
1983/84 5/18 23.182 2.281
1984/85 2/18 21.959 2.355
1985/86 2/18 24.756 2.260
1986/87 5/18 22.860 2.285
*Spielzeit in der 2. Bundesliga Nord
Rudi Völler (2004)

In der Saison 1980/81, der ersten Zweitligaspielzeit von Werder Bremen, gelang unter Kuno Klötzer und Otto Rehhagel trotz eines Einbruchs bei den Zuschauerzahlen der direkte Wiederaufstieg. Dabei erzielte Werder mit 30 Siegen, acht Unentschieden und nur vier Niederlagen einen Rekord nach absoluten Punkten in der Zweitligageschichte. Zudem wurde der bereits 35-jährige Neuzugang Erwin Kostedde mit 29 Toren Torschützenkönig. Klötzer musste im März 1981 aus gesundheitlichen Gründen seinen Trainerposten aufgeben, er wurde durch Rehhagel ersetzt.

Auch im Spiel des SV Werder Bremen war die allgemein zunehmende Spielhärte der Bundesliga festzustellen.[41] Am 14. August 1981 schlitzte Norbert Siegmann den rechten Oberschenkel des für Arminia Bielefeld spielenden Ewald Lienen auf einer Länge von 25 Zentimetern auf, als er seinen Gegenspieler bei einer Grätsche von hinten mit den Stollen traf.[41] Schiedsrichter Medardus Luca ahndete dieses Foul lediglich mit einer Gelben Karte.[41] Bremens Trainer Rehhagel wurde von Lienen vorgeworfen, Siegmann zum vorsätzlichen Foul angestiftet zu haben.[41] Beim Rückspiel trug Rehhagel dann eine beschusshemmende Weste und er erhielt Polizeischutz.[41]

In den folgenden Jahren baute Rehhagel zusammen mit Manager Willi Lemke kontinuierlich eine sportlich starke Mannschaft auf und führte den Club zu dessen Glanzzeit in den 1980er und frühen 1990er Jahren. Werder wurde zum Hauptkonkurrenten des FC Bayern München um die deutsche Meisterschaft, womit die traditionelle gegenseitige Rivalität dieser Vereine ihren Anfang nahm. Im Spiel beider Mannschaften am 21. August 1982 gelang dem Werderaner Uwe Reinders das so genannte Einwurftor: Bayerntorhüter Jean-Marie Pfaff berührte als einziger Reinders kräftigen Einwurf, bevor der Ball die Torlinie passierte, so dass der Treffer zählte. Im selben Jahr verpflichtete Werder Rudi Völler, den besten Torschützen der vorangegangenen Zweitligasaison, als Ersatz für Erwin Kostedde. Der Verein hätte eigentlich die Verpflichtung von Dieter Schatzschneider vorgezogen und nahm Völler nur unter Vertrag, weil der Wunschspieler nicht zu bekommen war. Völler gelang es 1983 als erstem Spieler, nach einer Saison in der 2. Bundesliga auch in der folgenden Spielzeit in der Bundesliga Torschützenkönig zu werden. Zudem wurde er als erster Werder-Spieler Fußballer des Jahres.

Zwischen 1982 und 1987 spielte Werder Bremen attraktiven Offensivfußball und erreichte sechsmal hintereinander einen Platz unter den ersten Fünf der Tabelle und damit die Teilnahme am UEFA-Pokal; allerdings blieb diese Zeit ohne bedeutenden Titelgewinn. In den ersten vier Spielzeiten nach dem Wiederaufstieg erzielte Werder Bremen – umgerechnet auf die Drei-Punkte-Regel – durchschnittlich 1,93 Punkte pro Spiel, was einen Bundesliga-Rekord darstellt, der bis in die 2020er Jahre nicht überboten wurde.[42] Die deutsche Meisterschaft wurde mehrfach knapp, 1982/83 und 1985/86 nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz verpasst, 1986 unter für den Verein „traumatischen“[43] Umständen. Am vorletzten Spieltag vergab Michael Kutzop gegen Bayern München in der 88. Minute nach „zweiminütigen“[44] Störmanövern per Pfostenschuss einen Handelfmeter, mit dem der Meistertitel hätte vorzeitig gesichert werden können. Die zweite Chance zur Meisterschaft verspielte Werder vier Tage später; ein Unentschieden hätte dem einunddreißigmaligen Tabellenführer dieser Saison am letzten Spieltag in jedem Fall ausgereicht, doch Werder verlor gegen den in der Hinrunde mit 6:0 besiegten VfB Stuttgart und wurde aufgrund des gleichzeitigen Siegs der Bayern erneut nur Vizemeister. Kutzops Leistungen, der alle anderen seiner 40 Elfmeter verwandelt hatte, wurden danach trotz der durch die Mannschaft vergebenen zweiten Chance oft auf diesen einen Fehlschuss reduziert.

Geprägt wurde diese Phase vor allem durch Rudi Völler, der bei Werder Bremen Nationalspieler, internationaler Star und 1983 Torschützenkönig wurde, aber auch durch Spieler wie Klaus Fichtel, Bruno Pezzey, Jonny Otten, Thomas Schaaf, Wolfgang Sidka, Benno Möhlmann, Norbert Meier, Frank Ordenewitz und Uwe Reinders.

1987 bis 1995: Titel und Erfolge

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Saisondaten 1987 bis 1995
Saison Platz ø Zuschauer[34] Mitglieder[45]
1987/88 1/18 (M.) 22.159 2.430
1988/89 3/18 20.591 2.330
1989/90 7/18 19.263 2.330
1990/91 3/18 (P.) 20.420 2.420
1991/92 9/20 (E.d.P.) 17.388 2.627
1992/93 1/18 (M.) 21.860 2.627
1993/94 8/18 (P.) 24.400 2.627
1994/95 2/18 32.209 2.750

Nachdem sich Werder in den Jahren zuvor in der Spitzengruppe der Bundesliga hatte etablieren können, allerdings ohne einen Titel gewinnen zu können, wurden die nächsten Jahre, die geprägt waren von Rehhagels „kontrollierter Offensive“,[46] zu den titelreichsten der Vereinsgeschichte. Zwischen 1988 und 1995 war Werder Bremen die neben Bayern München erfolgreichste Mannschaft des deutschen Fußballs: In der Saison 1987/88 wurde mit 22 Gegentoren, den bis zur Saison 2007/08 wenigsten der Bundesligageschichte, zum zweiten Mal die deutsche Meisterschaft errungen. Garant hierfür war neben Torwart Oliver Reck die meist aus Rune Bratseth, Uli Borowka, Gunnar Sauer, Jonny Otten und Thomas Schaaf zusammengesetzte Abwehr sowie der Stürmer Karl-Heinz Riedle, der in der Rückrunde 14 Treffer in 17 Spielen erzielt hatte (→ Kader des Meisterjahres 1987/88). 27-mal führte Werder die Tabelle an und stand bereits nach dem 31. Spieltag als Meister fest.

Im folgenden Jahr qualifizierte sich die Mannschaft als Tabellendritter für den UEFA-Pokal. In der dritten Runde traf Werder Bremen auf den Titelverteidiger SSC Neapel, der seinerzeit zu den besten Vereinen Europas gehörte und mit Nationalspielern wie Gianfranco Zola (Italien), Careca, Alemão und Diego Maradona hochkarätig besetzt war. Das Auswärtsspiel, das mit 3:2 gewonnen wurde und das anschließende Heimspiel, das Werder 5:1 gewann, gehören zu Werders besten Spielen überhaupt. 1989, 1990 und 1991 wurde das Finale des DFB-Pokals erreicht, das 1991 im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln auch gewonnen werden konnte (→ Spieldaten der DFB-Pokal-Endspiele 1989, 1990 und 1991).

Ein Jahr später wurde der 9. Platz in der erstmals durch ostdeutsche Vereine aufgestockten Bundesliga durch den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger in Lissabon und damit dem bedeutendsten internationalen Erfolg positiv überstrahlt. Dabei konnten unter anderem mit Galatasaray Istanbul (2:1, 0:0), dem FC Brügge (0:1, 2:0) und schließlich im Finale dem AS Monaco (2:0) mehrere renommierte Mannschaften besiegt werden. Klaus Allofs, Werders späterer Geschäftsführer des Bereichs Fußball, schoss dabei kurz vor der Pause das 1:0 (→ Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger 1992).

In der Saison 1992/93 übernahm Werder erst am 33. Spieltag durch ein 5:0 gegen den HSV die Tabellenführung und gewann mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Bayern die Meisterschaft. Vor allem Wynton Rufer im Sturm sowie der neu erworbene Spielmacher und spätere österreichische Rekordnationalspieler Andreas Herzog stachen positiv hervor (→ Kader des Meisterjahres 1992/93). Für die folgende Saison qualifizierte sich Werder als erster deutscher Verein für die Gruppenphase der Champions League, dort schied man dann hinter dem FC Porto und dem späteren Sieger AC Mailand aus.

Ein erneuter Gewinn des DFB-Pokals gelang 1994 mit einem ungefährdeten 3:1-Finalsieg über den Zweitligisten Rot-Weiss Essen. Drei der vier Viertelfinalspiele wurden in diesem Jahr durch Elfmeterschießen beendet und viele Bundesligisten von niederklassigen Mannschaften aus dem Wettbewerb geworfen (→ Spieldaten des DFB-Pokal-Endspiels 1994).

Im letzten Jahr unter Rehhagels Regie wurde die Meisterschaft durch ein 2:4 beim FC Schalke 04 am 32. und ein 1:3 beim FC Bayern München am letzten Spieltag verpasst.

Geprägt haben diese Zeit neben den bereits erwähnten Spielern auch Dieter Eilts, Thomas Wolter, Miroslav Votava, Günter Hermann, Frank Neubarth, Bernd Hobsch und Marco Bode.

1995 bis 1999: Ende einer Ära

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Saisondaten 1995 bis 1999
Saison Platz ø Zuschauer[34] Mitglieder[47]
1995/96 09/18 27.870 2.900
1996/97 08/18 30.553 2.900
1997/98 07/18 30.213 2.900
1998/99 13/18 (P.) 29.786 2.980

Nachdem Werder Bremen 1995 noch einmal Vizemeister geworden war und Rehhagel nach 14-jähriger Amtszeit den Verein verlassen hatte, waren die Zeiten der Titelgewinne und Erfolge in der Bundesliga zunächst vorbei. Es folgten mittelmäßige Platzierungen und mehrere Trainerwechsel (Aad de Mos, Dixie Dörner, Wolfgang Sidka). Die Saison 1998/99 markierte den Tiefpunkt: Nach einem missratenen Saisonbeginn lag Werder Bremen ebenso am Tabellenende wie kurz vor Saisonende, nachdem unter dem neuen Trainer Felix Magath nur vorübergehend eine Besserung eingetreten war.

Konsequenz dieser Situation war ein Früchte tragender Neuanfang: Das Vereinspräsidium mit Präsident Franz Böhmert, Vizepräsident Klaus-Dieter Fischer und Schatzmeister Manfred Müller, das seit vielen Jahren, im Falle Böhmerts fast 30, amtiert hatte, trat unter dem Eindruck der krisenhaften Entwicklung 1999 geschlossen zurück. Es machte damit den Weg für die spätere Umgestaltung des Vereins frei. Auch Manager Willi Lemke beendete vorerst seine Tätigkeit bei Werder, wobei sich die gesamte Führungsmannschaft Werders anschließend in neuen Funktionen des Vereins oder der GmbH und Co KGaA im Aufsichtsrat, im Vorstand oder in der Geschäftsführung wiederfand. Neuer Präsident und späterer Vorsitzender der Geschäftsführung wurde Jürgen Born. Vor den Rücktritten war die Trennung von Felix Magath beschlossen worden, nachdem das Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Eintracht Frankfurt verloren worden war. In akuter Abstiegsgefahr wurde in der Trainerfrage auf eine vereinsinterne Kraft gesetzt und der als Coach der Amateure erfolgreiche Thomas Schaaf zunächst bis zum Saisonende zum Cheftrainer der Profis befördert. Seit 1972 im Verein, war Schaaf Spieler in Werders titelreichster Zeit unter Rehhagel und hatte vorher noch keine Profimannschaft trainiert. Er, in dem die Medien und wohl auch der Verein zunächst nur eine Übergangslösung sahen, vermied mit drei Siegen in den letzten vier Spielen den Fall in die Zweitklassigkeit, der Werder in arge finanzielle Nöte gebracht hätte. Kurz nach der Rettung gelang Werder im DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München der Sieg im Elfmeterschießen (→ Spieldaten des DFB-Pokal-Endspiels 1999). Schon durch den Finaleinzug qualifizierten sich die Grün-Weißen für den UEFA-Cup, da der FC Bayern München als Meister in die Champions League einzog.

Die nach diesen Erfolgen langfristig angelegte Verpflichtung Schaafs sollte der Grundstein für die Rückkehr in obere Tabellenregionen und das Erreichen weiterer Titel sein.

Auch in dieser Zeit verfügte Werder über gute Spieler, die aufgrund der Umstände meist nicht ihr Potenzial ausschöpfen konnten. Neben langjährigen Stammspielern wie Herzog, Eilts, Votava oder Bode sowie jungen Talenten, die später eine gute Entwicklung nehmen sollten, wie Frank Rost, Raphael Wicky oder Torsten Frings sind hier Nationalspieler wie Hany Ramzy (Ägypten), Jurij Maximow (Ukraine), Mario Basler (Deutschland), Wladimir Bestschastnych (Russland) oder Rade Bogdanović (Serbien und Montenegro) zu nennen.

1999 bis 2004: Neuaufbau und Gewinn des Doubles

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Saisondaten 1999 bis 2004
Saison Platz ø Zuschauer[34] Mitglieder[48]
1999/00 9/18 29.834 2.980
2000/01 7/18 30.341 2.980
2001/02 6/18 30.094 3.058
2002/03 6/18 32.869 3.058
2003/04 1/18 (M./P.) 37.666 5.700

Nach der Verpflichtung von Trainer Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs 1999 etablierte sich der Verein wieder unter den deutschen Spitzenclubs. Von 1999 bis 2003 fand der Aufbau einer spielstarken Mannschaft statt. Im Jahr 2000 erreichte Werder das DFB-Pokalfinale (siehe Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2000) und im Kalenderjahr 2001 erzielte die Mannschaft die meisten Punkte aller Bundesligisten.

Thomas Schaaf
Klaus Allofs

Im Ligaspiel gegen Hansa Rostock am 31. März 2002 gelang es dem Bremer Frank Rost mit dem Treffer zum 3:3 kurz vor Spielende als zweitem Bundesligatorhüter nach Jens Lehmann, ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen. Nachhaltige Erfolge blieben, mit Ausnahme der UEFA-Cup-Qualifikation 2002, vorerst aus. Denn die Phase bis 2003 war zugleich von einem eklatanten Mangel an Kontinuität gekennzeichnet, was dazu führte, dass Werder Bremen nach einigen herausragenden Spielen und Ergebnissen meist gegen Saisonende einbrach und seine Chancen verspielte. Daraus resultierend konnten junge und vielversprechende Spieler oft nicht lange gehalten werden, nachdem sie erfolgreichere und finanzstärkere Vereine auf sich aufmerksam gemacht hatten. Andererseits profitierte Werder von den Erlösen aus den Verkäufen von Wicky (2000), Pizarro (2001) sowie Rost und Frings (2002). Nach den Wechseln von Herzog und Wiedener 2001 verabschiedeten die Bremer mit Bode 2002 altersbedingt den letzten Verbliebenen der „goldenen“ Ära unter Otto Rehhagel. Am Ende der Saison 2002/03 verfehlte Werder zwar als Tabellensechster die Teilnahme am UEFA-Cup, hatte sich aber durch den französischen Nationalspieler und Spielmacher Micoud verstärkt, der zu einer Schlüsselfigur werden sollte. Am 27. Mai 2003 erfolgte die Ausgliederung der Profifußballmannschaft und der anderen leistungssportlich orientierten Mannschaften aus dem nun gemeinnützigen eingetragenen Verein in die SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA.

Die Saison 2003/04 begann zwar mit dem Ausscheiden im UI-Cup-Halbfinale gegen den ASKÖ Pasching ungünstig, wurde aber zur erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte: Die punktuelle Ergänzung der Mannschaft mit erfahrenen Spielern wie Reinke, Davala und Ismaël (→ Kader des Meisterjahres 2003/04) führte dazu, dass sich Werder von Beginn an in der Spitzengruppe der Bundesliga festsetzte. Die am 16. Spieltag übernommene Tabellenführung wurde bis zum Saisonende nicht mehr abgegeben, der Vorsprung in der Rückrunde auf bis zu elf Punkte ausgebaut; 23 Spiele in Folge wurden nicht verloren. Mit einem 3:1-Sieg beim schärfsten Verfolger FC Bayern sicherte sich die Mannschaft schon am 32. Spieltag mit der bis dahin besten Auswärtsbilanz, die ein Bundesligist erzielt hatte, die Meisterschaft. Zudem wurde Werders brasilianischer Stürmer Aílton mit 28 Treffern Torschützenkönig der Liga und als erster ausländischer Spieler Fußballer des Jahres in Deutschland.

Werder gewann zudem mit einem 3:2 gegen Alemannia Aachen den DFB-Pokal und damit zum ersten Mal das Double, was in der Bundesliga zuvor nur dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München geglückt war (→ Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2004).

2004 bis 2010: Etablierung als Spitzenmannschaft

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Saisondaten 2004 bis 2010
Saison Platz ø Zuschauer[34] Mitglieder[49] BL-Kader
2004/05 03/18 39.579 15.000
2005/06 02/18 36.928 21.000
2006/07 03/18 39.715 23.500
2007/08 02/18 40.267 33.500
2008/09 10/18 (P.) 40.375 34.047
2009/10 03/18 36.015 BL-Kader
Frank Baumann mit dem Ligapokal
Torsten Frings
Diego

In der Saison 2004/05 verpflichtete Werder nach dem Weggang von Aílton Miroslav Klose als dessen Nachfolger. Mit dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales sowie des dritten Platzes in der Bundesliga etablierte sich der Verein in der nationalen Spitze. In der Champions League setzte sich Werder in der Vorrunde als Gruppenzweiter unter anderem gegen den damals amtierenden UEFA-Cup-Sieger FC Valencia durch und verlor im Achtelfinale zweimal hoch gegen den französischen Serienmeister Olympique Lyon.

Diese insgesamt positive Entwicklung setzte sich in der darauffolgenden Saison 2005/06 fort, zu deren Auftakt Frings zu Werder zurückkehrte sowie mit Naldo ein neuer Innenverteidiger verpflichtet wurde. Der Verein wurde Vizemeister und stellte mit Klose den Torschützenkönig (25 Tore) sowie Top-Scorer und Fußballer des Jahres. Im DFB-Pokal schied Bremen beim FC St. Pauli in einem wegen winterlicher Platzverhältnisse umstrittenen Viertelfinale aus. Die Champions League endete für Werder im Achtelfinale gegen Juventus Turin. Das Heimspiel hatte Werder durch späte Tore noch mit 3:2 gewonnen, doch ließ Bremens Torhüter Tim Wiese im Rückspiel in der 88. Minute einen schon abgefangenen Ball wieder fallen, als er zur Zeitgewinnung eine Rolle vollführte, was im Tor zum 1:2 resultierte.

Nach dem Weggang des Spielmachers Micoud wurde dieser 2006/07 durch Diego ersetzt und die Mannschaft außerdem durch Almeida, Fritz, Mertesacker, Womé und Rosenberg verstärkt, womit Werder Bremen mehr als je zuvor investierte. Zum Saisonauftakt gewann Werder den Ligapokal und wurde Herbstmeister. Nach einer Schwächeperiode zu Beginn der Rückrunde, Verunsicherungen durch Wechselgerüchte um und eine Formkrise von Klose sowie Verletzungsproblemen endete die Saison nur auf Rang drei. In der „Todesgruppe“[50] der Champions League mit dem FC Chelsea und dem FC Barcelona schied Werder mit zehn Punkten aus sechs Spielen als zu diesem Zeitpunkt bester Dritter aller Zeiten aus. Im UEFA-Cup-Wettbewerb kam das Aus erst im Halbfinale gegen Espanyol Barcelona.

Mesut Özil

Vor der Saison 2007/08 verließ Klose den Verein Richtung München. Neben dem Stürmer Boubacar Sanogo wurde nach einem monatelangen Transferpoker Carlos Alberto, bis zu diesem Zeitpunkt mit 7,8 Millionen Euro teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, verpflichtet, der die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Trotz einer Verletzungsmisere[51] war Bremen zum Ende der Hinrunde punktgleich mit Herbstmeister Bayern München. Am 8. Spieltag landete Werder dabei einen historischen 8:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld. Eine sportliche Krise zu Beginn der Rückrunde kostete Werders Meisterchance, doch wurde Bremen durch eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage zum Saisonende noch Vizemeister. Mit insgesamt 20 verschiedenen Spielern, die ein Tor erzielten, stellte die Mannschaft dabei einen neuen Bundesligarekord auf. In der Champions League erreichte Werder den dritten Vorrundenrang, hinter Olympiakos Piräus und Real Madrid, und schied im UEFA-Cup (0:2 u. 1:0 gegen Glasgow Rangers) wie auch im DFB-Pokal (1:2 gegen Borussia Dortmund) im Achtelfinale aus.

Der Kader für die Spielzeit 2008/09 veränderte sich kaum. Einzig Tim Borowski, Leistungsträger der vergangenen Jahre, verließ den Verein Richtung Bayern. Für den Sturm wurde mit Claudio Pizarro ein ehemaliger Werderaner vom FC Chelsea ausgeliehen. Die Bundesliga-Saison verlief mit Platz 10 so schlecht wie zuletzt zu Beginn von Schaafs Amtszeit bei Werder Bremen. Die Mannschaft schoss in fünf Spielen jeweils fünf Tore, was keinem anderen Bundesligaclub gelang. Dem standen allerdings 13 Niederlagen gegenüber, teilweise gegen Abstiegskandidaten. In der Champions League schied Werder in der Gruppenphase aus, erreichte aber wieder den UEFA-Cup. Nach Siegen über die AC Mailand, den AS Saint-Étienne, Udinese Calcio und den Hamburger SV erreichten die Grün-Weißen das Finale im Şükrü-Saracoğlu-Stadion in Istanbul, wo sie Schachtar Donezk mit 1:2 nach Verlängerung unterlagen. Werder Bremen gewann dafür den DFB-Pokal durch ein 1:0 im Endspiel gegen Bayer Leverkusen und qualifizierte sich damit für die UEFA Europa League.

Vor der Saison 2009/10 erfolgte ein Umbruch im Werder-Mittelfeld. Der langjährige Kapitän Frank Baumann beendete seine Karriere, der Brasilianer Diego wechselte zu Juventus Turin. Torsten Frings wurde zum neuen Mannschaftsführer ernannt und Marko Marin von Borussia Mönchengladbach verpflichtet. Zusätzlich kehrten Tim Borowski vom FC Bayern München sowie Claudio Pizarro vom FC Chelsea zurück. Mesut Özil etablierte sich als neuer Spielmacher in der Bremer Mannschaft, wechselte jedoch noch vor Beginn der Saison 2010/11 zu Real Madrid. In der Europa League 2009/10 scheiterte die Mannschaft im Achtelfinale am FC Valencia. Werder erreichte im DFB-Pokal 2010 wie in der Vorsaison das Finale, unterlag dort jedoch dem FC Bayern München mit 0:4. In der Bundesliga sicherte sich Bremen mit dem 3. Platz die Teilnahme an der Qualifikation für die Champions League, in der man sich gegen Sampdoria Genua durchsetzen und somit für die Gruppenphase qualifizieren konnte.

2010 bis 2021: Niedergang und zweiter Abstieg

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Saisondaten 2010 bis 2021
Saison Platz ø Zuschauer[34] Mitglieder BL-Kader
2010/11 13/18 37.620 39.563 BL-Kader
2011/12 09/18 40.808 40.400 BL-Kader
2012/13 14/18 40.639 40.000 BL-Kader
2013/14 12/18 40.657 40.000 BL-Kader
2014/15 10/18 40.906 40.400 BL-Kader
2015/16 13/18 40.402 40.000 BL-Kader
2016/17 08/18 40.881 BL-Kader
2017/18 11/18 40.253 BL-Kader
2018/19 08/18 40.811 BL-Kader
2019/20 16/18 26.413 BL-Kader
2020/21 17/18 500 BL-Kader

In der Bundesliga-Saison 2010/11 kämpfte Werder gegen den Abstieg und landete am Ende auf Platz 13, die schlechteste Platzierung seit Thomas Schaafs Dienstantritt. Im DFB-Pokal scheiterte Bremen in der 2. Runde am FC Bayern. In der Champions League traf Werder auf Inter Mailand, FC Twente Enschede und Tottenham Hotspur. Mit nur fünf Punkten aus sechs Spielen schied Bremen als Gruppenletzter aus. Das letzte Gruppenspiel am 7. Dezember 2010 gegen Inter Mailand, welches die Werderaner mit 3:0 gewannen, ist bis heute – Stand 10. Juli 2023 – der letzte Europapokalauftritt der Bremer.

In der Saison 2011/12 schied Werder gegen den Drittligisten 1. FC Heidenheim gleich in der 1. Runde des DFB-Pokals aus. In der Bundesliga spielte man jedoch eine erfolgreiche Hinrunde, die auf dem 5. Platz abgeschlossen wurde. Mit sieben Siegen aus acht Spielen stellte man die beste Heimmannschaft der Liga. Dagegen war die Rückrunde mit 13 Punkten die schlechteste des Vereins in der Bundesliga. In der Abschlusstabelle wurde so nur der 9. Platz erreicht und damit die lange Zeit für möglich gehaltene Teilnahme an der Europa-League-Qualifikationsrunde verpasst.[52][53][54] Unter anderem bedingt durch zahlreiche Verletzungen stand am 24. März 2012 die jüngste Startelf der Vereinsgeschichte (Altersdurchschnitt 22,7 Jahre) auf dem Spielfeld.[55] Nach der Saison verließen mit Pizarro, Wiese, Naldo, Borowski, Rosenberg und Marin mehrere langjährige Spieler den Verein. Am 14. November 2012 verließ auch Klaus Allofs nach über 13 Jahren Managertätigkeit den Club und wechselte zum Ligarivalen VfL Wolfsburg.[56] Sein Nachfolger wurde Thomas Eichin. Nach einer Rückrunde mit nur zwei Siegen spielte man zum Saisonende gegen den Abstieg und konnte diesen erst am vorletzten Spieltag abwenden. Der Verein trennte sich noch vor dem letzten Spieltag am 15. Mai 2013 einvernehmlich von Thomas Schaaf. Für den 34. Spieltag übernahmen die Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach.

Werder Bremen verpflichtete als Nachfolger von Schaaf im Mai 2013 Robin Dutt, zuletzt Sportdirektor des DFB und zuvor Trainer bei SC Freiburg und Bayer Leverkusen.[57] Die Co-Trainer von Schaaf, Rolff, Hönerbach und Torwarttrainer Michael Kraft, wurden beurlaubt und verließen den Verein, da Dutt seine Assistenten aus Freiburg und Leverkusen, Damir Burić und Torwarttrainer Marco Langner, mit nach Bremen brachte.[58] Lediglich Athletiktrainer Reinhard Schnittker blieb in Bremen und arbeitete mit Dutt.[59] Dutt erhielt einen Dreijahresvertrag bis 2016. Im DFB-Pokal schied Werder gegen den Drittligisten Saarbrücken zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde aus. Die 0:7-Heimniederlage gegen Bayern München war die höchste in Werders Bundesligageschichte. Die Saison schloss die Mannschaft auf Platz 12 ab. Aaron Hunt verließ nach 13 Jahren den Verein.

Im Oktober 2014 trennte sich Bremen nach dem 9. Spieltag der Saison 2014/15 von Dutt, nachdem Werder seit Saisonbeginn kein Bundesligaspiel gewonnen hatte.[60] Nachfolger wurde mit einem Vertrag bis 2017 Viktor Skripnik, vormals Trainer der zweiten Mannschaft, mit Florian Kohfeldt und den ehemaligen Werder-Profis Torsten Frings und Christian Vander in seinem Trainerteam.[61] Vom 17. bis zum 21. Spieltag erzielte die Mannschaft in der Liga fünf Siege in Folge. Am 29. Spieltag feierte Bremen mit einem 1:0 gegen den Erzrivalen Hamburger SV den 500. Bundesliga-Heimsieg; eine Marke, die zuvor nur der FC Bayern München erreicht hatte. Am Saisonende belegte die Mannschaft, die am 16. Spieltag noch Tabellenletzter war, Platz 10. Im DFB-Pokal schied sie im Achtelfinale gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld aus.

In der Spielzeit 2015/16 stand der SV Werder nach Abschluss der Vorrunde mit 15 Punkten auf dem Relegationsplatz. Die Rückrunde verlief zwar besser, da dies aber auch bei den meisten Mitabstiegskonkurrenten der Fall war, kam es am letzten Spieltag zu einem „Endspiel“ gegen Eintracht Frankfurt. Mit einem Treffer in der 88. Spielminute gewann die Mannschaft 1:0 und verbesserte sich mit 38 Punkten noch auf den 13. Tabellenrang. Im DFB-Pokal wurde nach Auswärtssiegen über Borussia Mönchengladbach (4:3) und Bayer Leverkusen (3:1) nach 2010 wieder einmal das Halbfinale erreicht, in dem man beim FC Bayern mit 0:2 unterlag. Am 19. Mai 2016 wurde die sofortige Ablösung des Sportdirektors und Geschäftsführers Thomas Eichin bekannt gegeben, sein Nachfolger wurde Frank Baumann, der unter Klaus Allofs und Thomas Eichin bis 2015 bereits als Assistent der Geschäftsleitung bei Werder tätig gewesen war.

Nachdem man Abgänge wie die von Jannik Vestergaard und Anthony Ujah hatte kompensieren müssen, gelang unter anderem die Verpflichtung von Max Kruse, der bereits in der Jugend für Werder gespielt hatte und inzwischen zum Nationalspieler aufgestiegen war. Im DFB-Pokal schied die Mannschaft gegen die Sportfreunde Lotte bereits zum vierten Mal innerhalb von sieben Jahren in der ersten Runde aus. Nachdem der Verein die ersten drei Spiele der neuen Saison verloren hatte, trennte man sich von Trainer Skripnik und übertrug dessen Aufgaben an den bisherigen U-23-Trainer Alexander Nouri, zunächst interimistisch, dann als neuen Cheftrainer. In der Rückrunde gelang eine Serie mit elf Spielen ohne Niederlage, darunter neun Siegen, womit man sich der Abstiegssorgen entledigte und bis auf Platz sechs vorrückte. Die letzten drei Saisonspiele gingen wieder verloren, obwohl man jedes Mal drei Tore erzielte. Am Ende wurde mit dem achten Rang die beste Platzierung seit 2010 erzielt. Am 30. Oktober 2017 wurde Nouri nach einem Saisonstart mit zehn Spielen ohne Sieg freigestellt. Der zunächst als Interimslösung eingesetzte U-23-Trainer Florian Kohfeldt wurde am 10. November 2017 zum neuen Cheftrainer ernannt.[62] Am 19. November 2017 erreichte die Mannschaft schließlich ihren ersten Saisonsieg 2017/18 mit einem 4:0 gegen Hannover 96. Mit weiteren Siegen gegen den VfB Stuttgart (1:0) und bei Borussia Dortmund (2:1) erreichte man bis zur Winterpause den Anschluss an das untere Mittelfeld. In einer wieder mal sehr guten zweiten Saisonhälfte – seit der Spielzeit 2014/15 ist die Rückrunde von Werder stets deutlich besser als die Vorrunde – gelang der Klassenerhalt schon einige Spieltage vor Saisonschluss, am Ende landete das Team auf dem elften Rang. Im Pokal schaffte man es bis ins Viertelfinale, wo man bei Bayer Leverkusen mit 2:4 n. V. verlor.

Im Sommer 2018 verließen mit Thomas Delaney und Zlatko Junuzović zwei Leistungsträger den Verein. Neu verpflichtet wurden Martin Harnik von Hannover 96, der bereits von 2006 bis 2010 in Bremen unter Vertrag stand, der Niederländer Davy Klaassen vom FC Everton und Yūya Ōsako vom 1. FC Köln sowie der ehemalige türkische Nationalspieler Nuri Şahin von Borussia Dortmund. Nach acht Spieltagen lag Werder auf dem dritten Tabellenplatz und fiel am Ende der Hinrunde auf den zehnten Rang zurück. In der Rückrunde blieb man 13 Spieltage ungeschlagen. Bis zum letzten Spieltag war der siebte Platz möglich, der die Qualifikation für die Europa League bedeutet hätte. Letztlich wurde es mit 53 Punkten – den meisten seit 2010 – der achte Rang. Im DFB-Pokal behielt das Team im Achtelfinale beim Ligazweiten Borussia Dortmund im Elfmeterschießen die Oberhand und schaffte mit einem Sieg beim FC Schalke 04 den Einzug ins Halbfinale, wo man daheim gegen den FC Bayern durch einen Strafstoß mit 2:3 unterlag. Damit endete eine Serie, bei der man im heimischen Weserstadion 31 Jahre und 37 Spiele in diesem Wettbewerb ungeschlagen blieb.

Zur Saison 2019/20 verließ Max Kruse den Verein und wechselte zu Fenerbahçe Istanbul. Neuzugang war unter anderem der ehemalige Jugendspieler Niclas Füllkrug, der von Hannover 96 verpflichtet wurde und von 2012 bis 2013 bereits 23 Bundesligaspiele für den SV Werder Bremen absolviert hatte. Die Hinrunde schlossen die Bremer nach vier Niederlagen in Folge mit 14 Punkten auf dem 17. Platz ab, was die schlechteste Bundesliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte bedeutete.[63] Als Mitte März die Spielzeit aufgrund der COVID-19-Pandemie unterbrochen wurde, stand Werder nach dem 25. Spieltag noch immer auf dem vorletzten Platz. Nachdem der Spielbetrieb nach rund zwei Monaten mit Geisterspielen wieder aufgenommen worden war, wuchs der Rückstand auf den Relegationsplatz zeitweise auf 5 Punkte an. Vor dem letzten Spieltag betrug der Rückstand auf Fortuna Düsseldorf 2 Punkte und 4 Tore. Durch einen 6:1-Sieg gegen den 1. FC Köln erreichte Werder mit 31 Punkten den 16. Platz und damit die Relegation gegen den 1. FC Heidenheim. Mit einem 0:0 im Hinspiel und dem 2:2 im Rückspiel wurde der Ligaverbleib erreicht. Im DFB-Pokal schaffte man es mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund ins Viertelfinale, wo man bei Eintracht Frankfurt unterlag.

Die Bundesliga-Saison 2020/21 begann für den SV Werder Bremen mit einer Heimniederlage gegen Hertha BSC. Zum Ende der Hinrunde belegten die Bremer den 13. Platz. Nach nur einem Punkt aus den letzten neun Spielen wurde Kohfeldt vor dem letzten Spieltag freigestellt und bis zum Saisonende durch Thomas Schaaf ersetzt.[64] Die Mannschaft stand zu diesem Zeitpunkt auf dem Relegationsplatz, wobei die Differenz auf einen direkten Abstiegsplatz und den ersten Nicht-Abstiegsplatz jeweils einen Punkt betrug. Nach einer 2:4-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach am 34. Spieltag und einem gleichzeitigen 1:0-Sieg des Konkurrenten 1. FC Köln gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Schalke 04 stieg Werder Bremen als Tabellenvorletzter zum zweiten Mal nach 1980 in die 2. Bundesliga ab.

Seit 2021: Wiederaufstieg und Konsolidierung

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Saisondaten ab 2021
Saison Platz ø Zuschauer[34] Mitglieder BL-Kader
2021/22* 2/18 26.972 Kader
2022/23 13/18 41.620 42.407[65] Kader
2023/24 9/18 41.721 48.000[66] Kader
*Spielzeit in der 2. Bundesliga

Zur Saison 2021/22 und nach dem Abgang zahlreicher Leistungsträger verpflichtete der Verein Markus Anfang als neuen Cheftrainer[67], mit dem die Mannschaft ordentlich in die Spielzeit startete. Nachdem Mitte November gegen Anfang Vorwürfe erhoben worden waren, sein Impfzertifikat während der zu dieser Zeit grassierenden COVID-19-Pandemie gefälscht zu haben, trat er zusammen mit seinem Assistenten Florian Junge am 20. November 2021 mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurück.[68] Zunächst übernahm Co-Trainer Danijel Zenkovic für eine Begegnung die Mannschaft, ehe er sich mit SARS-CoV-2 infizierte und für ein Spiel durch Christian Brand, Trainer der U-19-Mannschaft der Hanseaten, ersetzt werden musste.[69] Am 28. November 2021 gab der Verein Ole Werner, der bis September noch Cheftrainer beim Ligakonkurrenten Holstein Kiel gewesen war, als neuen Trainer von Werder bekannt.[70] Unter Werner gewann der SV Werder die ersten sieben Spiele und rückte auf einen direkten Aufstiegsplatz vor. Die Saison schloss die Mannschaft mit 63 Punkten auf dem 2. Platz ab und stieg somit direkt wieder in die Bundesliga auf. Dort spielte man mit 21 Punkten und dem elften Platz eine solide Vorrunde – mit dem 3:2-Erfolg in Dortmund nach 0:2-Rückstand in der 88. Minute[71] und einem 5:1-Heimsieg gegen Mönchengladbach[72] als Höhepunkte. Die Rückrunde war durch etliche knappe Niederlagen geprägt, dennoch sicherte man am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt und belegte am Saisonende mit 36 Punkten den 13. Rang. Niclas Füllkrug wurde mit 16 Toren zusammen mit dem Leipziger Christopher Nkunku Torschützenkönig.

Trotz des Abgangs von Füllkrug platzierte Werder sich in der Spielzeit 2023/24 mit dem 9. Rang in der vorderen Tabellenhälfte. Dabei gelangen in der Rückrunde ein 1:0-Auswärtserfolg gegen Bayern München – nach 28 sieglosen Spielen gegen diesen Gegner –,[73] sowie ein 2:1-Sieg gegen den späteren Zweiten VfB Stuttgart.[74]

Historische Spiele und die „Wunder von der Weser“

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Bekannt ist der SV Werder für seine „Wunder von der Weser“. Europapokalspiele, die entweder nach dem Hinspiel bereits verloren schienen oder in denen Werder scheinbar aussichtslos zurücklag, die aber dann noch umgebogen wurden, verschafften dem Verein über Deutschlands Grenzen hinaus hohes Ansehen und begründeten bzw. festigten Werders Ruf als Europapokalmannschaft.

  • Am 1. Mai 1984 fand das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen statt: Mönchengladbach führte zur Pause mit 2:1, in der 76. Minute fiel sogar das 3:1, doch Werder drehte durch drei Treffer in fünf Minuten (77., 80., 82.) das Spiel auf 3:4. In der letzten Minute gelang dem gerade eingewechselten Hans-Jörg Criens zunächst der Ausgleich und in der Verlängerung der Siegtreffer zum 5:4 für Mönchengladbach (107.).
  • Im UEFA-Cup der Saison 1984/85 führte Werder gegen den RSC Anderlecht nach einer 0:1-Niederlage im Heimspiel bereits durch zwei Tore von Wolfgang Sidka mit 2:0, als diesem ein Eigentor unterlief, wodurch Werder ausschied.
  • 1986/87 verlor Werder im UEFA-Cup das Hinspiel bei Atlético Madrid mit 0:2, holte das Resultat im Rückspiel auf und traf kurz vor Schluss die Latte, schied jedoch durch ein Gegentor in der Verlängerung aus.
  • 1987/88 verlor Werder Bremen im UEFA-Pokal bei Spartak Moskau 1:4, egalisierte im Weserstadion zunächst das Hinspielergebnis und gewann in der Verlängerung schließlich 6:2. Dabei drohte wegen starken Nebels ständig ein Spielabbruch und damit eine Neuansetzung.[75]
  • 1988/89 verlor der SVW im Europapokal der Landesmeister beim BFC Dynamo 0:3, gewann jedoch das Rückspiel nach überwiegend offensivem Spiel klar mit 5:0.
  • 1993/94 stand es im Gruppenspiel der Champions League gegen RSC Anderlecht nach 66 Minuten 0:3, doch Werder gewann noch 5:3.
  • Im UEFA-Pokal 1999/2000 verlor Werder zunächst bei Olympique Lyon 0:3, siegte jedoch im Rückspiel mit 4:0. Auch die UEFA-Pokal-Begegnungen gegen SK Brann (1998/99, Hinspiel 0:2, Rückspiel 4:0 n. V.) und Antalyaspor (2000/01, Hinspiel 0:2, Rückspiel 6:0) folgten diesem Muster.
  • Im Achtelfinale der Champions League 2005/06 lag Werder im Hinspiel gegen Juventus Turin nach einer 1:0-Führung nach 82 Minuten 1:2 zurück, durch Tore in der 87. und 92. Minute gelang die Wende und der Sieg. Das Rückspiel verloren die Bremer nach 1:0-Führung mit 1:2 und schieden aufgrund der Auswärtstorregel aus. Das entscheidende Tor für Juventus fiel erst in der 88. Minute, wobei Werder-Torwart Tim Wiese der Ball beim Abrollen nach einer abgefangenen Flanke aus den Händen glitt. Juve-Profi Emerson musste den Ball anschließend nur noch in das leere Tor schieben.
  • Am 18. März 2010 gelang Werder im Rückspiel der Europa League gegen den FC Valencia nach 1:3-Rückstand zur Halbzeitpause und zwischenzeitlichem 3:4 zwar noch ein 4:4-Remis, aufgrund des Hinspiel-Ergebnisses (1:1) schied Werder jedoch aus.
  • In der Qualifikation zur Champions League 2010/11 verschafften sich die Bremer im heimischen Weserstadion gegen Sampdoria Genua mit 3:1 eine gute Ausgangsposition. Im Rückspiel in Genua lag Bremen jedoch bereits nach 13 Minuten 0:2 zurück und wäre damit ausgeschieden. Kurz vor Schluss fiel sogar das 3:0 für die Italiener. In der 3. Minute der Nachspielzeit traf Markus Rosenberg mit einem Fernschuss aus halbrechter Position zum 3:1 und rettete Werder in die Verlängerung. Rosenberg war zuvor für Sandro Wagner eingewechselt worden, weil dessen Trikot nach einer Verletzung mit Blut beschmiert war und es mangels Ersatztrikot nicht, wie im Reglement gefordert, ausgetauscht werden konnte. In der 100. Minute schoss Claudio Pizarro mit seinem Treffer zum 2:3 die Bremer in die Gruppenphase.
  • In der Bundesliga-Hinrunde der Saison 2022/23 lag Werder bei Borussia Dortmund noch in der 88. Spielminute mit 0:2 zurück. Einwechselspieler Lee Buchanan erzielte in der 89. Spielminute den Anschlusstreffer, worauf noch zwei weitere „Joker“-Tore durch Niklas Schmidt (90.+3) und Oliver Burke (90.+5) in der fünfminütigen Nachspielzeit folgten. Werder schaffte damit ein Novum: Noch nie zuvor gelang es in der Bundesliga-Historie einer Mannschaft, einen Zweitore-Rückstand ab der 89. Spielminute oder später in einen Sieg umzumünzen bzw. noch drei Tore zu erzielen.[76]
  • Am 5. Spieltag der Saison 2024/25 lag Werder Bremen bei der TSG 1899 Hoffenheim bereits nach 12 Spielminuten mit 0:3 zurück. Werder schaffte es aber noch in der ersten Halbzeit das Spiel auszugleichen und am Ende mit 4:3 zu gewinnen. Dies war erst die neunte Partie in der Geschichte der Bundesliga, in der eine Mannschaft nach einem Rückstand von mindestens drei Toren Differenz noch gewinnen konnte.[77]

Erfolge und Statistiken

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Ligazugehörigkeit

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Für die beiden Saisons 2019/20 und 2020/21 war Werder Bremen alleiniger Rekordhalter bei der Ligazugehörigkeit zur Bundesliga mit lediglich einer verpassten Spielzeit 1980/81 und wies damit auch die meisten Bundesligaspiele aller bisherigen Bundesligisten auf. Davor war der Hamburger SV Rekordhalter, welcher der Bundesliga 55 Jahre lang ununterbrochen angehört hatte,[78] während Werder Bremen 1979/80 für eine Saison in die 2. Bundesliga abgestiegen war.

Durch den Abstieg in die 2. Bundesliga 2021 hat Bayern München nun ebenso viele Saisons und seit 19. März 2022 mehr Spiele als Werder Bremen absolviert[79], weil die ersten beiden Spielzeiten der Bundesliga mit 16 Mannschaften nur 30 Spiele umfassten.

Meisterschaftserfolge

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Internationale Erfolge

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(Ausführliche Statistiken unter Werder Bremen/Namen und Zahlen#Teilnahme an europäischen Wettbewerben von 1961 bis heute.)

Erfolge der Amateure

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  • Deutscher Amateurmeister (3): 1966, 1985, 1991 (Rekord*)
  • Landespokal-Sieger (20): 1969, 1971, 1976, 1982, 1983, 1987, 1989, 1990, 1992, 1993, 1994, 1995, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2004, 2007 (Rekord)
  • Landespokalfinalist (6): 1978, 1984, 1985, 1986, 1991, 2003
  • Meister der Regionalliga Nord: 2015
  • Vizemeister der Regionalliga Nord: 2014

*0zusammen mit Hannover 96 und dem SC Jülich 1910

Torschützenkönige

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Spieler Saison Bundes-
liga
UEFA-
Pokal
Champions
League
Rudi Völler 1982/83 23
Karl-Heinz Riedle 1989/90 6 1
Wynton Rufer 1993/94 8 2
Mario Basler 1994/95 20 3
Aílton 2003/04 28
Miroslav Klose 2005/06 25
Claudio Pizarro 2009/10 9 4
Niclas Füllkrug 2022/23 16 5

1 
zusammen mit Falko Götz (1. FC Köln)
2 
5 

Fußballer des Jahres

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Spieler Deutschland Ausland
Rudi Völler 1983
Wynton Rufer 1989 (Ozeanien)
Wynton Rufer 1990 (Ozeanien)
Rune Bratseth 1991 (Norwegen)
Rune Bratseth 1992 (Norwegen)
Andreas Herzog 1992 (Österreich)
Wynton Rufer 1992 (Ozeanien)
Rune Bratseth 1994 (Norwegen)
Raphaël Wicky 1998 (Schweiz)
Paul Stalteri 2001 (Kanada)
Paul Stalteri 2004 (Kanada)
Aílton 2004
Miroslav Klose 2006
Petri Pasanen 2008 (Finnland)
Sambou Yatabaré 2016 (Mali)
Yūya Ōsako 2018 (Japan)
Meiste Bundesligaspiele Meiste Bundesligatore Einsatzminuten pro Tor *
1. Dieter Burdenski: 444 1. Claudio Pizarro: 109 1. Rudi Völler: 120
2. Horst-Dieter Höttges: 420 2. Marco Bode: 101 2. Miroslav Klose: 137
3. Dieter Eilts: 390 3. Rudi Völler: 97 3. Aílton: 144
4. Marco Bode: 379 3. Frank Neubarth: 97 4. Claudio Pizarro: 152
5. Werner Görts: 363 5. Aílton: 88 5. Hugo Almeida: 157
6. Karl-Heinz Kamp: 361 6. Werner Görts: 73 6. Nelson Valdez: 168
7. Miroslav Votava: 357 7. Arnold Schütz: 69 7. Boubacar Sanogo: 175
8. Oliver Reck: 345 8. Uwe Reinders: 67 7. Ivan Klasnić: 175
9. Torsten Frings: 326 9. Norbert Meier: 66 9. Markus Rosenberg: 178
10. Frank Neubarth: 317 10. Wynton Rufer: 59 10. Klaus Matischak: 189

Gezählt werden nur Bundesligaspiele und -tore für Werder Bremen.
* Spieler mit zehn oder mehr Toren.

Stand aller Statistiken: Saison 2019/20

Folgende Spieler füllten in der ersten und zweiten Bundesliga das Amt des Mannschaftskapitäns aus[80][81][82]:

Zeitraum Spieler Kommentar
1963 – 1969 Pico Schütz
1969 – 1970 Heinz Steinmann
1970 – 1971 Pico Schütz
1971 – 1976 Rudi Assauer
1976 – 1978 Horst-Dieter Höttges
1978 – 1979 Per Röntved
1979 – 1980 Dieter Burdenski
1980 – 1987 Benno Möhlmann
1987 – 1993 Mirko Votava Votavas Amtszeit als Spielführer war die bisher erfolgreichste. In den sechs Jahren konnte Werder Bremen zwei deutsche Meistertitel, einen Sieg im DFB-Pokal sowie den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger feiern.
1993 – 1994 Rune Bratseth
1994 – 1995 Oliver Reck
1995 – 1996 Dieter Eilts
1996 – 1997 Oliver Reck
1997 – 1999 Andreas Herzog
1999 – 2000 Dieter Eilts Unter Trainer Felix Magath wurde Dieter Eilts zum zweiten Mal Werder-Kapitän.
2000 – 2009 Frank Baumann Baumann war neun Jahre lang Spielführer und durfte 2004 die Meisterschale entgegennehmen.
2009 – 2011 Torsten Frings
2011 Per Mertesacker
2011 – 2017 Clemens Fritz Fritz war als Kapitän sechs Jahre lang unter den Trainern Thomas Schaaf, Robin Dutt, Viktor Skripnik und Alexander Nouri aktiv. 2017 beendete er seine Karriere.
2017 Zlatko Junuzović
2018 Max Kruse
2019 – 2021 Niklas Moisander
2021 – 2022 Ömer Toprak Trainer Markus Anfang überließ es erstmals der Mannschaft, ihren Kapitän zu wählen. In der zweiten Zweitligasaison des Vereins überhaupt fiel die Wahl auf den erfahrenen Ömer Toprak.
seit 2022 Marco Friedl Trainer Ole Werner bestimmte den fünfköpfigen Mannschaftsrat. Die Mannschaft konnte anschließend hieraus ihren Kapitän wählen.

Ehrenspielführer

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In der Geschichte des Vereins wurden bislang zehn Spieler aufgrund ihrer außerordentlichen Verdienste um Verein und Mannschaft mit dem Titel Ehrenspielführer ausgezeichnet. Das sind Richard Ackerschott, Horst-Dieter Höttges, Arnold „Pico“ Schütz, Dieter Burdenski, Dieter Eilts, Marco Bode, Frank Baumann, Clemens Fritz, Mirko Votava und Torsten Frings.[83]

Historische Bundesligaresultate

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  • Seit den 1970er Jahren hält Per Røntved den „Klubrekord“ mit fünf erzielten Eigentoren.[84] Nur Manfred Kaltz und Nikolče Noveski trafen in der Bundesliga häufiger ins eigene Netz, beide jeweils sechs Mal.[85]
  • In der Saison 2006/07 gelang es Werder Bremen als erstem Bundesligaverein, in zwei Auswärtsspielen in Folge jeweils sechs Tore zu schießen. Ein dritter Auswärtssieg mit sechs Treffern folgte drei Auswärtsspiele später.[86] Am Ende standen mit 27 Treffern die meisten Auswärtstore in einer Hinrunde in der Geschichte der Bundesliga zu Buche.[87]
  • Mit Rune Bratseth stellte Werder Bremen dreimal und damit am häufigsten den norwegischen Fußballer des Jahres (1991, 1992, 1994) und mit Wynton Rufer 1989, 1990 und 1992 dreimal Ozeaniens Fußballer des Jahres (Rekordträger zusammen mit Harry Kewell). Rufer wurde zudem zu Ozeaniens Fußballer des Jahrhunderts gewählt.
  • In der Rückrunde der Saison 1992/93 kassierte Werder Bremen in den Heimspielen nur ein einziges Gegentor (durch Christian Ziege, damals FC Bayern München).
  • Werder Bremen ist die erste Mannschaft, die mehr als einen Spieler gleichzeitig in die Wahl zum Fußballer des Monats brachte (Aílton und Johan Micoud im November 2003,[88] Diego und Miroslav Klose im August 2006[89] sowie Diego und Torsten Frings im Oktober 2006[90]). Dieser Rekord hatte bis Oktober 2008 Bestand, als die TSG 1899 Hoffenheim mit Vedad Ibišević, Chinedu Obasi und Demba Ba alle drei Kandidaten stellte.[91] 18-mal hat ein Spieler von Werder Bremen die Auszeichnung zum Fußballer des Monats gewonnen, Diego gewann fünfmal und Klose dreimal.
  • Da Aaron Hunt bei seinem ersten Saisontreffer am 10. Mai der Saison 2007/08 bereits der 20. Werder-Profi war, der in der laufenden Saison ein Tor erzielt hatte, stellten die Bremer einen Rekord für die meisten Torschützen in einer Spielzeit auf.
  • Bis zur Saison 2007/08 war Werder Bremen die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren in einer Bundesligasaison: In der Saison 1987/88 konnten die Gegner nur 22 Tore gegen Oliver Reck erzielen. Genau 20 Jahre später unterbot der FC Bayern München diesen Rekord um ein Tor.
  • Siebenmal erzielte Werder die meisten Saisontore: 1985, 1986, 1995, 2004, 2006, 2007 und 2008. Viermal kassierte Werder die wenigsten Gegentore: 1965, 1988, 1991 und 1993.
  • Mit sieben zweiten Plätzen zum Saisonende (1968, 1983, 1985, 1986, 1995, 2006, 2008) hat Werder Bremen (zusammen mit Borussia Dortmund) nach dem FC Bayern München die zweithöchste Anzahl an Vizemeisterschaften in der Bundesliga zu verzeichnen. 1983 und 1986 verfehlte Werder den ersten Platz punktgleich mit dem jeweiligen Meister nur wegen der schlechteren Tordifferenz.
  • In der Meistersaison 2003/04 erzielte Werder Bremen die bis dahin beste Auswärtsbilanz eines Bundesligisten. Von den 17 Auswärtsspielen wurden elf gewonnen, bei vier unentschiedenen Partien und zwei Niederlagen. Borussia Dortmund stellte den Rekord in der Saison 2011/12 ein, Bayern München überbot ihn ein Jahr später.
  • In der Saison 2008/09 erzielte Werder 17 Treffer von Positionen außerhalb des Strafraums, was seit Beginn der detaillierten Fernschuss-Datenerfassung in der Saison 2004/05 unübertroffen ist.[92]
  • In der Saison 2008/09 gewann Werder als erste Mannschaft den DFB-Pokal, die im Turnierverlauf ausschließlich Auswärtsspiele zu bestreiten hatte. Dabei wurde der Hamburger SV im Halbfinale am 22. April 2009 im Elfmeterschießen besiegt, dem 13. Elfmeterschießen der Bremer in ihrer Pokalgeschichte. Nur der FC Bayern musste häufiger (14-mal) die Entscheidung vom Punkt suchen.
  • Im DFB-Pokal war Werder Bremen zu Hause 31 Jahre (37 Spiele) lang unbesiegt. Die Serie begann nach der Niederlage im Halbfinale am 13. April 1988 gegen den späteren Pokalsieger Eintracht Frankfurt mit 0:1. Bremen wurde damals wenige Wochen später in Frankfurt Deutscher Meister. Am 24. April 2019 verlor Werder 2:3 gegen Bayern München nach einem umstrittenen Foulelfmeter in der Schlussphase.
  • In der ersten Pokalrunde der Folgesaison war am 10. August 2019 Fünftligist SV Atlas Delmenhorst der Gegner, der den Niedersachsenpokal der Amateure gewonnen hatte und Werder Bremen als Gastmannschaft zugelost bekam. Da das Delmenhorster Stadion Düsternort aufwändig hätte umgebaut werden müssen, fand das Spiel mit einer Ausnahmegenehmigung des DFB im 15 km entfernten Weserstadion statt, wo mit 41.500 Zuschauern ein neuer Rekord für die am besten besuchte Erstrundenpartie mit Amateurbeteiligung aufgestellt wurde. Werder gewann 6:1 (4:1).[93]
  • In der ersten Zweitligasaison der Vereinsgeschichte 1980/81 erreichte Werder in der damals noch zweigeteilten Liga umgerechnet auf die 3-Punkte-Regel in 42 Spielen 98 Punkte, was einem Punkteschnitt von 2,33 Punkten pro Partie entspricht. Damit hat Bremen den besten Saison-Punkteschnitt aller Vereine, die jemals in der 2. Bundesliga gespielt haben. Auch nach der zweiten Zweitligasaison 2021/22 hält Werder mit 2,12 Punkten pro Partie den besten Punkteschnitt.
  • Am dritten Spieltag der Saison 2022/23 konnte Werder beim 3:2-Sieg bei Borussia Dortmund als erste Mannschaft in der Geschichte der Bundesliga, die zur 89. Minute mit zwei oder mehr Toren zurücklag, ein Spiel gewinnen. Einen solchen Rückstand gab es zuvor 7.221-mal, wobei es fünfmal noch zu einem Unentschieden kam.[94]
  • Am 1. Oktober 2022 wurde am achten Spieltag der Saison 2022/23 mit der frühen 3:0-Führung nach 13 Spielminuten beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Endstand 5:1) ein Vereinsrekord in der Bundesliga aufgestellt.[95]
  • Am 19. Oktober 2022 wurde mit Fabio Chiarodia im Alter von 17 Jahren und 137 Tagen im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn 07 der jüngste Spieler der Pokal-Geschichte des SV Werder Bremen aufgeboten.[96] Manfred Burgsmüller bestritt am 18. August 1989 ein Pokalspiel gegen den FC St. Pauli im Alter von 40 Jahren und 148 Tagen als ältester Spieler für Werder Bremen.[97]
  • In der Saison 2022/23 stellten die Bremer einen Bundesligarekord in puncto Tore in der Nachspielzeit auf. Durch den Treffer von Niclas Füllkrug zum 2:0-Endstand beim VfL Bochum am 3. September 2022 konnte Werder nach fünf Spieltagen bereits fünf Tore vorweisen, die nach der 90. Spielminute erzielt wurden.[98]
  • Am 22. Oktober 2022 wurde mit Fabio Chiarodia im Alter von 17 Jahren und 140 Tagen bei der Bundesliga-Partie gegen den SC Freiburg der jüngste Bundesliga-Spieler der Geschichte des SV Werder Bremen eingesetzt.[99] Ältester jemals von Werder Bremen in der Bundesliga eingesetzter Spieler ist Claudio Pizarro durch seinen Einsatz bei der Begegnung gegen seinen ehemaligen Club, den 1. FC Köln, am 27. Juni 2020 im Alter von 41 Jahren und 269 Tagen.[100]

Spieler und Trainer

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(Eine Liste ehemaliger wichtiger Leistungsträger findet sich auf Werder Bremen/Namen und Zahlen; außerdem gibt es die Liste der Fußballspieler des SV Werder Bremen, die alle Spieler auflistet, die seit Gründung der Bundesliga im Kader gestanden haben.)

Kader Saison 2024/25

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Stand: 3. Februar 2025[101]

Kapitän der Mannschaft ist Marco Friedl. Sein Stellvertreter ist Miloš Veljković.[102]

Nr. Nat. Spieler Geburtstag (Alter) Bei Werder seit
Tor
01 Deutschland Michael Zetterer 12. Juli 1995 (29) 2015
25 Deutschland Markus Kolke 18. Aug. 1990 (34) 2024
30 Deutschland Mio Backhaus 16. Apr. 2004 (21) 2018
Abwehr
03 Deutschland Anthony Jung 3. Nov. 1991 (33) 2021
04 Deutschland Niklas Stark 14. Apr. 1995 (30) 2022
05 Deutschland Amos Pieper 17. Jan. 1998 (27) 2022
08 Deutschland Mitchell Weiser 21. Apr. 1994 (31) 2022
13 Serbien Miloš Veljković 26. Sep. 1995 (29) 2016
19 Deutschland Derrick Köhn 4. Feb. 1999 (26) 2024
22 Argentinien Julián Malatini 31. Mai 2001 (23) 2024
27 Deutschland Felix Agu 27. Sep. 1999 (25) 2020
29 Burkina Faso Issa Kaboré 12. Mai 2001 (23) 2025
32 OsterreichÖsterreich Marco Friedl (C)ein weißes C in blauem Kreis 16. März 1998 (27) 2018
Mittelfeld
06 Danemark Jens Stage 8. Nov. 1996 (28) 2022
10 Deutschland Leonardo Bittencourt 19. Dez. 1993 (31) 2019
14 Belgien Senne Lynen 19. Feb. 1999 (26) 2023
20 OsterreichÖsterreich Romano Schmid 27. Jan. 2000 (25) 2020
28 FrankreichFrankreich Skelly Alvero 4. Mai 2002 (22) 2024
35 Deutschland Leon Opitz 11. Apr. 2005 (20) 2020
39 Kroatien Patrice Čović U19 25. Juni 2007 (17) 2024
Angriff
07 Deutschland Marvin Ducksch 7. März 1994 (31) 2021
09 Portugal André Silva 6. Nov. 1995 (29) 2025
11 Deutschland Justin Njinmah 15. Nov. 2000 (24) 2021
15 Schottland Oliver Burke 7. Apr. 1997 (28) 2022
17 OsterreichÖsterreich Marco Grüll 6. Juli 1998 (26) 2024
33 Deutschland Abdenego Nankishi 6. Juli 2002 (22) 2014
42 Deutschland Keke Topp 25. März 2004 (21) 2024
U19 
auch spielberechtigt für die A-Junioren (U19, Jahrgang 2006 oder jünger)[103]

Transfers der Saison 2024/25

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Zugänge
Spieler Abgebender Verein
Sommerpause 2024
Mio Backhaus FC Volendam (Leihende)
Oliver Burke Birmingham City (Leihende)
Marco Grüll SK Rapid Wien
Markus Kolke Hansa Rostock
Abdenego Nankishi TSV 1860 München (Leihende)
Dikeni Salifou Juventus Turin U23 (Leihende)
Keke Topp FC Schalke 04
nach Saisonbeginn
Derrick Köhn Galatasaray Istanbul (Leihe)
Januar 2025
Issa Kaboré Manchester City (Leihe)
André Silva RB Leipzig (Leihe)
Abgänge
Spieler Aufnehmender Verein
Sommerpause 2024
Eren Dinkçi SC Freiburg *
Eduardo Dos Santos Haesler FC Viktoria Köln
Christian Groß Karriereende
Dawid Kownacki Fortuna Düsseldorf (Leihe)
Jiří Pavlenka PAOK Thessaloniki
Nick Woltemade VfB Stuttgart
nach Saisonbeginn
Dikeni Salifou SK Austria Klagenfurt (Leihe)
Januar 2025
Isak Hansen-Aarøen Aalborg BK (Leihe)
Olivier Deman Royal Antwerpen (Leihe)
Naby Keïta Ferencváros Budapest (Leihe)
* 
zuvor zurückgekehrt von der Leihe an den 1. FC Heidenheim

Transfers der Saison 2025/26

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Zugänge
Spieler Abgebender Verein
Sommerpause 2025
Abgänge
Spieler Aufnehmender Verein
Sommerpause 2025
Oliver Burke Vertragsende; Ziel unbekannt
Anthony Jung Vertragsende; Ziel unbekannt
Miloš Veljković Roter Stern Belgrad
Funktion Nat. Name Funktion seit
Cheftrainer Deutschland Ole Werner 2021
Co-Trainer Deutschland Patrick Kohlmann 2021
Deutschland Hannes Drews 2022
Deutschland Tom Cichon 2021
Torwarttrainer Deutschland Christian Vander 2014
Athletiktrainer OsterreichÖsterreich Günther Stoxreiter 2016
Athletiktrainer Deutschland Henrik Frach 2020
Rehatrainer Deutschland Marcel Abanoz 2019

Werder-Trainer seit Bundesligagründung 1963

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(Ein zeitlicher Überblick ohne Fließtext ist auf Werder Bremen/Namen und Zahlen zu finden.)

Name Zeitraum[104] Bedeutung
Willi Multhaup 1. Juli 1963 bis 30. Juni 1965 Die erste Saison beendete Werder auf einem unspektakulären zehnten Platz. Bereits in der nächsten Spielzeit führte Multhaup Werder, auch dank der Verpflichtung des Verteidigers Horst-Dieter Höttges und des Stürmers Klaus Matischak, zur völlig unerwarteten Meisterschaft. Trotz dieses großen Erfolges verließ Multhaup nach der Saison den Verein freiwillig und wurde Trainer von Borussia Dortmund.
Günter Brocker 1. Juli 1965 bis 4. September 1967 Brocker trat das schwere Erbe Multhaups an und schied mit Werder Bremen schon in der zweiten Runde des Europapokals der Landesmeister aus. Nachdem er die erste Saison relativ erfolgreich auf Platz vier abgeschlossen hatte, wurde in der folgenden Spielzeit unansehnlicher Fußball geboten und als 16. nur knapp die Klasse gehalten, wobei Werder die wenigsten Zuschauer aller Bundesligisten hatte. Wegen anhaltender Erfolglosigkeit wurde er in seinem dritten Jahr als Werder-Trainer nach drei hohen Auftaktniederlagen entlassen.
Fritz Langner 5. September 1967 bis 30. Juni 1969 Dem bei Schalke 04 entlassenen und wegen seiner harten Trainingsmethoden als „Zuchtmeister“ bekannten Langner gelang die Kehrtwende mit dem Marsch von Platz 18 auf Platz zwei am Saisonende und zuletzt 14 Spielen ohne Niederlage. Nach der weniger erfolgreichen Spielzeit 1968/69, die als 9. mit einer Platzierung im Mittelmaß endete, zog es den „eisernen Fritz“ zum TSV 1860 München.
Richard Ackerschott 19. + 30. Okt. bis 2. Nov. 1968 und 7. Juni 1969 Am 10., 12. und 13. Spieltag der Saison 1968/69 vertrat der ehemalige Werder-Spieler und Ehrenspielführer Ackerschott den erkrankten Langner. Da Langner am 34. Spieltag derselben Saison zu Vertragsverhandlungen zum TSV 1860 München reisen musste, sprang Ackerschott in der zweiten Halbzeit des kuriosen, mit 6:5 gewonnenen Spieles erneut für ihn ein.
Fritz Rebell 1. Juli 1969 bis 16. März 1970 Fritz Rebell kam vom unterklassigen Verein Göttingen 05 zu Werder Bremen, saß jedoch nur in 22 Ligaspielen auf der Trainerbank. Er selbst sagt über diesen kurzen Ausflug in die Geschehnisse der Bundesliga: „Für einen Mann in meinem Alter war die Bundesliga wohl eine Nummer zu groß.“[105] Seine Spieler mussten ihm des Öfteren vor dem Spiel taktische Tipps geben. Nach den Spielen lobte er zum Teil öffentlich Spieler, die nicht auf dem Platz gestanden hatten. Am 14. März 1970 wurde Fritz Rebell entlassen, und Hans Tilkowski trat seine Nachfolge an.
Hans Tilkowski 17. März bis 30. Juni 1970 Hans Tilkowski trat noch in der Saison 1969/70 die Nachfolge von Fritz Rebell an. Werder engagierte Tilkowski als Kurzzeittrainer, der Werder bis zum Ende der Saison betreuen sollte, da Robert Gebhardt schon als Nachfolger für die nachfolgende Saison verpflichtet worden war. Am Ende der Saison gab es einen traurigen Abschied für Tilkowski, der gerne Trainer geblieben wäre, aber Platz für seinen Nachfolger machen musste.[106]
Robert Gebhardt 1. Juli 1970 bis 29. September 1971 Robert Gebhardt kam vom MSV Duisburg zum SV Werder Bremen. Am Ende der Saison stand Werder mit 41:40 Toren und 33:35 Punkten auf Platz zehn. Zur neuen Saison verpflichtete Werder unter anderem die Nationalspieler Peter Dietrich und Herbert Laumen von Borussia Mönchengladbach, Willi Neuberger und Werner Weist von Borussia Dortmund. Mit diesen Spielern erhoffte man sich größere Erfolge als in der Vorsaison. Nach acht Spieltagen stand Werder mit 15:12 Toren und 8:8 Punkten nur auf Platz sieben der Tabelle und trennte sich am 29. September von Gebhardt.
Willi Multhaup 30. September bis 24. Oktober 1971 Werders Meistertrainer aus dem Jahr 1965 trat erneut an, um dem dauerverletzten Spieler Piontek dabei zu helfen, in die Trainerrolle hineinzuwachsen. Nachdem er Piontek eingearbeitet hatte, der sich noch in seiner Trainerausbildung befand, verließ er den Verein wieder.
Josef Piontek 25. Oktober 1971 bis 30. Juni 1975 Josef „Seppl“ Piontek wurde nach seinem Karriereende als Spieler, in der er in 203 Ligaspielen 15 Tore erzielte, in direktem Anschluss Trainer bei Werder Bremen. Nach drei Jahren im Tabellen-Mittelfeld und dem 15. Platz in der Saison 1974/75 verließ er Bremen.
Fritz Langner
(interim)
8. Mai bis 10. Juni 1972 In seiner zweiten Amtszeit vertrat Langner den nicht entlassenen Piontek am 31. und 32. Spieltag der Bundesliga, sowie im Halbfinal-Hin- und Rückspiel des DFB-Pokals. Seine Aufgabe, eine trotz millionenschwerer Investitionen verkorkste Saison mit dem Gewinn des DFB-Pokals versöhnlich abzuschließen, konnte der bei den meisten Spielern unbeliebte Trainer nicht erfüllen: Werder unterlag dem 1. FC Kaiserslautern jeweils 1:2.
Herbert Burdenski 1. Juli 1975 bis 28. Februar 1976 Der Vater des Werder-Torwarts Dieter Burdenski musste den Verein nach nur einem Sieg aus 10 Spielen auf Platz 14 stehend verlassen. Vorher hatte er seiner Mannschaft öffentlich „Landesligaformat“[107] bescheinigt und erklärt, man werde „spätestens zum Saisonende die Quittung“[107] erhalten.
Otto Rehhagel 29. Februar bis 12. Juni 1976 In seiner ersten Amtszeit erhielt Rehhagel einen Vertrag bis zum Tag des letzten Saisonspieles, um den drohenden Bundesligaabstieg zu verhindern, was ihm gelang.
Hans Tilkowski 1. Juli 1976 bis 19. Dezember 1977 Die erste Saison endete im Mittelfeld. Mitten in der zweiten Saison verließ Hans Tilkowski die Mannschaft, keine 24 Stunden vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale, da ein nicht namentlich bekannter Spieler ihm vorher, entgegen der mannschaftsinternen Absprache, das Ergebnis einer Spielerabstimmung mitgeteilt hatte, bei der sich drei Viertel aller Spieler gegen Tilkowskis Verbleib ausgesprochen hatten. Da auch der Vorstand vorher informiert war, wähnte er sich als Opfer einer Intrige und ging, den Verzicht auf ausstehende Gehälter in Kauf nehmend.
Rudi Assauer
und
Fred Schulz
20. Dezember 1977 bis 30. Juni 1978 Nach der Entlassung Tilkowskis übernahm Manager Rudi Assauer bis zum Saisonende zusätzlich das Training. Da er über keine ausreichende Trainerlizenz verfügte, musste mit Fred Schulz ab dem 1. Januar 1978 zusätzlich offiziell ein Strohmann engagiert werden, der nicht in den sportlichen Bereich eingriff und mit 74 Jahren nominell ältester Trainer der Bundesligageschichte wurde. Das alleinige Engagement Assauers war auf starken Widerstand des DFB gestoßen. Vom – den Abstieg bedeutenden – 16. Platz konnte sich Werder noch mit einem Abstand von neun Punkten auf Rang 15 vorschieben.
Wolfgang Weber 1. Juli 1978 bis 29. Januar 1980 Werder war die erste und einzige Trainerstation des ehemaligen Nationalspielers. In seiner zweiten Saison wurde er, mit der Mannschaft auf dem 15. Platz stehend, entlassen.
Rudi Assauer
und
Fritz Langner
29. Januar bis 31. Mai 1980 Nach Webers Entlassung sprang erneut Assauer ein, dem am 20. Februar 1980 Fritz Langner als Strohmann zur Seite gestellt wurde, der sich bereits im Ruhestand befunden hatte. Nach der Saison, in der sich die frühe und lange Sperre des Verteidigers Watson negativ ausgewirkt hatte, stieg Werder mit 93 Gegentoren als Tabellenvorletzter ab.
Kuno Klötzer 1. Juli 1980 bis 30. März 1981 Der langjährige Bundesligatrainer übernahm Werder nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga, musste das Amt jedoch im Frühjahr 1981 mit der Mannschaft auf Tabellenplatz eins stehend aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.
Otto Rehhagel 1. April 1981 bis 30. Juni 1995 Unter Otto Rehhagel gelang Werder der sofortige Wiederaufstieg. Während der vierzehnjährigen Regentschaft König Ottos gewann Werder den Europapokal der Pokalsieger (1992), die deutsche Meisterschaft (1988, 1993), den deutschen Pokal (1991, 1994) sowie den deutschen Supercup (1988, 1993 und 1994). Noch nie blieb ein Bundesligatrainer bis zu diesem Zeitpunkt länger seinem Verein treu als Otto Rehhagel Werder Bremen (14 Jahre, zwei Monate und 29 Tage[108]). 1995 wurde er schließlich vom ärgsten Konkurrenten, Bayern München, abgeworben.
Aad de Mos 1. Juli 1995 bis 9. Januar 1996 Aad de Mos wurde als international namhafter Trainer in der Hoffnung verpflichtet, an die erfolgreiche Ära Rehhagel anknüpfen zu können, und wurde nach einer erfolglosen Halbserie und Turbulenzen hinter den Kulissen sowie Spannungen mit der Mannschaft entlassen. Er führte erstmals die Viererkette in Bremen ein und behielt sie trotz eintretender Misserfolge bei.
Hans-Jürgen Dörner 14. Januar 1996 bis 20. August 1997 Unter Dixie Dörner vermied Werder zunächst den Abstieg und erreichte in der darauffolgenden Saison Platz acht, allerdings ohne nachhaltige Hoffnungen auf neue Erfolge zu wecken. Nach einem misslungenen Saisonstart wurde er 1997 entlassen.
Wolfgang Sidka 21. August 1997 bis 21. Oktober 1998 Sidka war zunächst Co-Trainer von Dixie Dörner und anfangs mit der Mannschaft relativ erfolgreich. Er verpasste nur relativ knapp einen UEFA-Pokal-Platz in der Saison 1997/98, erreichte diesen aber über den UI-Cup. Nachdem sich zu Beginn der Bundesligasaison 1998/99 andeutete, dass auch unter ihm kein sichtbarer Fortschritt in puncto Spielkultur und Erfolg erreicht werden würde, und Werder nach dem achten Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz stand, wurde er ebenfalls entlassen.
Felix Magath 22. Oktober 1998 bis 9. Mai 1999 Magath verordnete Werder eine defensive Spielweise und führte die abstiegsgefährdete Mannschaft bis zur Winterpause immerhin auf Platz neun. Anschließend gerieten seine umstrittenen Trainings- und Menschenführungsmethoden in die Kritik; er überwarf sich mit mehreren langgedienten Spielern, verzichtete auf den Publikumsliebling und späteren Torschützenkönig Aílton und gewann mit Werder nur eines der ersten zwölf Rückrundenspiele, so dass Werder erneut in akute Abstiegsgefahr geriet und vier Spieltage vor Saisonende, punktgleich mit dem Tabellensechzehnten, die Trennung erfolgte.
Thomas Schaaf 10. Mai 1999 bis 15. Mai 2013 Schaaf wurde (nach Otto Rehhagel) der zweiterfolgreichste Werdertrainer. Er verhinderte 1998/99 in kurzer Folge den drohenden Abstieg und gewann den DFB-Pokal. Anschließend entwickelte der ehemalige Spieler und Nachwuchstrainer eine spielstarke Mannschaft und etablierte Werder mit dem Gewinn des Doubles 2003/04 als Höhepunkt in der Bundesligaspitze. Anschließend gelang es ihm, mit Werder auch international erfolgreich zu sein. Zudem gewann Werder mit Schaaf im Jahr 2006 den Ligapokal. In der Saison 2008/09 erreichte er mit Werder das Finale des UEFA-Pokals und gewann zudem den DFB-Pokal. Als Basis des Erfolgs galt besonders seine enge Zusammenarbeit mit dem Sportdirektor Klaus Allofs, seinem ehemaligen Mannschaftskameraden als Werderspieler. Schaaf verlängerte seinen Vertrag im Dezember 2011 bis zum 30. Juni 2014.[109] Bei Erfüllung hätte er den Rekord Rehhagels als Werdertrainer mit der längsten ununterbrochenen Dienstzeit gebrochen. In der Bundesliga war neben Rehhagel lediglich Volker Finke (SC Freiburg) länger ununterbrochen bei einem Verein beschäftigt. Am 15. Mai 2013 trennten sich Thomas Schaaf und Werder Bremen einvernehmlich.[110]
Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach
(interim)
16. bis 25. Mai 2013 Schaafs ehemalige Co-Trainer waren Interimstrainer für den 34. Spieltag der Saison 2012/13.
Robin Dutt 1. Juni 2013 bis 25. Oktober 2014 In seiner ersten Saison erreichte Dutt mit der Mannschaft den 12. Platz. In der Saison 2014/15 wurde er nach neun Spielen ohne Sieg am 25. Oktober 2014 freigestellt.[111]
Viktor Skripnik 25. Oktober 2014 bis 17. September 2016 Skripnik übernahm die Mannschaft als Tabellenletzter und erreichte mit ihr noch den zehnten Platz. Nachdem Werder die ersten vier Pflichtspiele der Saison 2016/17 verlor, wurde er entlassen.[112]
Alexander Nouri 18. September 2016 bis 30. Oktober 2017 Nouri wurde zunächst als Interimstrainer zum Nachfolger Skripniks berufen und nach dem 6. Spieltag zum Cheftrainer befördert. Mit Platz acht am Saisonende wurde die beste Platzierung seit Jahren erreicht. Nachdem es an den ersten zehn Spieltagen der Saison 2017/18 keinen Sieg gab, trennte sich der Verein von ihm.
Florian Kohfeldt 30. Oktober 2017 bis 16. Mai 2021 Kohfeldt wurde nach dem zehnten Spieltag, als die Mannschaft auf dem vorletzten Platz stand, nach der Beurlaubung Nouris als Interimstrainer berufen. Nachdem die Mannschaftsleistungen unter ihm besser geworden waren, bekam Kohfeldt im April 2018 einen langfristigen Vertrag. Für seine Arbeit bei Werder wurde Kohfeldt vom DFB mit dem Trainerpreis des deutschen Fußballs 2018 ausgezeichnet. Am 16. Mai 2021 wurde Kohfeldt einen Spieltag vor Saisonende entlassen und durch Thomas Schaaf als Interimstrainer ersetzt.
Thomas Schaaf
(interim)
16. bis 22. Mai 2021 Schaaf wurde vor dem letzten Spieltag der Saison 2020/21 zum Interimstrainer berufen, als sich die Mannschaft nach nur einem Punkt aus den letzten neun Spielen auf dem Relegationsplatz befand. Die Differenz zu einem direkten Abstiegsplatz und dem ersten Nicht-Abstiegsplatz betrug jeweils einen Punkt. Durch eine 2:4-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach fiel Werder auf den 17. Platz und stieg zum zweiten Mal nach 1980 in die 2. Bundesliga ab.
Markus Anfang 1. Juni bis 20. November 2021 Mit Anfang, der zuvor bereits Holstein Kiel, den 1. FC Köln und den SV Darmstadt 98 in der 2. Bundesliga betreut hatte, startete Werder in die erste Zweitligasaison seit über 40 Jahren. Bis auf Torwarttrainer Christian Vander wurde auch der restliche Trainerstab ersetzt. Mitte November 2021 trat Anfang unmittelbar vor dem 14. Spieltag zurück, da gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Fälschung eines digitalen COVID-Impfzertifikats eröffnet worden war, das später eine rechtmäßige Verurteilung nach sich zog.
Danijel Zenkovic
(interim)
20. bis 22. November 2021 Der vorherige Co-Trainer Zenković übernahm die Mannschaft kurzfristig vor dem 14. Spieltag der Saison 2021/22 als Interimstrainer. Drei Tage später wurde er positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet und musste in häusliche Quarantäne.[113]
Christian Brand
(interim)
23. bis 28. November 2021 U19-Tainer Brand, der Zenković zuvor als Co-Trainer unterstützt hatte, übernahm nach dessen Quarantäne-Anordnung die Aufgaben des Interimstrainers am 15. Spieltag.
Ole Werner seit 29. November 2021 Werner hatte bis September 2021 noch den Ligakonkurrenten aus Kiel trainiert, mit dem er in der Vorsaison in der Relegation um den Aufstieg spielte.[114] Schon in der Sommerpause nach Bremens Abstieg hatte der Verein Kontakt zu Werner gesucht, der Gespräche aus „Loyalität und Verantwortungsbewusstsein“ zu dieser Zeit jedoch noch ablehnte.[115] Werner belegte mit Werder den zweiten Platz und schaffte so den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Amateur- und Jugendfußball

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Werder Bremen II

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Werder Bremen II
Name Werder Bremen II
Spielstätte Weserstadion Platz 11
Plätze 5.500
Cheftrainer Christian Brand
Liga Regionalliga Nord
2023/24 1. Platz   (Bremen-Liga)

Werders zweite Mannschaft spielt in der Regionalliga Nord und trägt ihre Heimspiele zumeist auf Weserstadion Platz 11 aus. Trainiert wurde die Mannschaft von 2019 bis 2023 von Konrad Fünfstück. Die größten Erfolge sind das Erreichen der Amateurmeisterschaften in den Jahren 1966, 1985 und 1991. Werder ist damit zusammen mit Hannover 96 und dem SC Jülich 1910 am häufigsten Amateurmeister geworden. Von 1969 bis 2007 (seitdem keine Teilnahme mehr) gewann Werders U-23 20-mal den Landespokal und qualifizierte sich damit für die erste DFB-Pokalhauptrunde. In dieser besiegte die Mannschaft 2007/08 den Zweitligisten und Aufstiegsanwärter 1. FC Köln nach einem Rückstand von 0:2 noch mit 4:2 nach Verlängerung. Ein weiterer Sieg in der zweiten Runde gegen den klassenhöheren FC St. Pauli brachte die Amateure ins Achtelfinale, in dem sie knapp mit 2:3 am VfB Stuttgart scheiterten. In der Saison 2006/07 spielte die U-23 lange gegen den Fall in die Viertklassigkeit und erreichte schließlich mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge den achten von 19 Tabellenplätzen. Während der Spielzeit 2007/08 wurde der 5. Platz erreicht, womit man sich als eine von drei zweiten Mannschaften (neben Bayern München II und dem VfB Stuttgart II) zur Einstiegsrunde in die neue 3. Liga qualifizierte.[116]

In der Saison 2010/11 stieg Werder Bremen II als Tabellenvorletzter sportlich in die viertklassige Regionalliga ab. Weil die davor platzierten Vereine TuS Koblenz und Rot Weiss Ahlen keine Lizenz erhielten, konnte Werder II dennoch in der 3. Liga verbleiben. In der Folgesaison belegte die Mannschaft den letzten Platz und stieg somit nach 36 Jahren in der Drittklassigkeit in die viertklassige Regionalliga Nord ab. In der Spielzeit 2014/15 wurde man in dieser Liga Meister und es gelang in den Entscheidungsspielen gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach der Wiederaufstieg in die 3. Liga.[117] Dort erreichte man in der Saison 2015/16 mit einem Auswärtssieg beim VfR Aalen am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Auch ein Jahr später war es ein Sieg gegen Aalen im letzten Saisonspiel, diesmal im eigenen Stadion, der den Abstieg verhinderte. In der Saison 2017/18 war Werder Bremen der einzige Profiverein, dessen zweite Mannschaft in der 3. Liga spielte. Am Saisonende musste man wieder in die Regionalliga absteigen.

In der Saison 2022/23 stieg die Mannschaft auf dem 15. Platz in die Bremen-Liga ab.[118] 2023/24 wurde sie Meister der Bremen-Liga und qualifizierte sich damit für die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord, wobei alle 30 Saisonspiele gewonnen wurden und ein Torverhältnis von 213:17 erzielt wurde.[119] In der Aufstiegsrunde gelang der direkte Wiederaufstieg.

Immer wieder schaffen Spieler aus der Jugend und der Amateurmannschaft den Sprung in die Profimannschaft, wie zum Beispiel Thomas Schaaf und Frank Ordenewitz[120] sowie die späteren Europameister Dieter Eilts und Marco Bode.

Werder Bremen III und weitere Amateurmannschaften

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Werders dritte Mannschaft, die U21, spielt in der Landesliga Bremen. In den Jahren von 2004 bis 2007 erreichte sie Platzierungen zwischen dem dritten und fünften Rang. Nachdem im Jahr 2007 den beiden an Rang eins und zwei liegenden Vereinen Bremer SV und FC Bremerhaven die Lizenz für die Oberliga Nord im Gegensatz zu Werders dritter Mannschaft verwehrt worden war, hätte diese stattdessen aufsteigen können, verzichtete aber darauf. Nach der Aufwertung der Spielklasse zur Oberliga war Werder Bremen III von 2008 bis 2017 – bis zum Aufstieg der dritten Mannschaft des Hamburger SV in die Oberliga Hamburg – die am höchsten spielende aller dritten Mannschaften in Deutschland.

In den Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 wurde die Mannschaft Meister der Bremen-Liga, verzichtete aber auf einen Lizenzantrag für die Regionalliga. In der Saison 2012/13 gelang erneut die Meisterschaft, ein Aufstieg war für eine dritte Mannschaft aber nicht mehr möglich. 2021/22 landete das Team auf dem 15. Tabellenplatz und wäre damit sportlich in die Landesliga abgestiegen, wenn der SFL Bremerhaven seine Mannschaft nicht zurückgezogen hätte. In der folgenden Saison 2022/23 wurde die Mannschaft jedoch Tabellenletzter und stieg daher in die Landesliga ab.

Im Amateurbereich gibt es noch eine vierte Mannschaft in der Kreisliga A und eine fünfte Mannschaft in der Kreisliga B, sowie zwei Altherren-Mannschaften, die „Ü32“ und „Ü40“.[121]

Im Jugendbereich stellt Werder bei den männlichen Juniorenmannschaften in allen Altersklassen.

Die A-Junioren spielen in der A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost. Sie wurden 2016 und 2020 Nordmeister, wobei die Saison 2019/20 aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht regulär beendet wurde. 1999 konnte mit dem Gewinn der deutschen Jugendmeisterschaft der bisher größte Erfolg erzielt werden. Von der Meistermannschaft gelang danach einzig Tim Borowski bei Werder der Sprung zu den Profis; andere Teamkameraden kamen nicht über Amateurniveau hinaus bzw. absolvierten für andere Teams ihr Profidebüt.[122] 1994 unterlag die Mannschaft im Finale den Junioren Borussia Dortmunds im Endspiel mit 2:3.

Die B-Junioren spielen in der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost.

Im Finale der U-17-Fußball-Europameisterschaft 2009 erzielten die beiden Werder-Spieler Lennart Thy und Florian Trinks die Tore für Deutschland zum 2:1-Sieg gegen die Niederlande. Thy wurde zudem mit drei Toren zusammen mit dem Niederländer Luc Castaignos Torschützenkönig des Turniers.[123]

Bei der U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2011, die Deutschland als Dritter beendete, standen mit Cimo Röcker und Levent Ayçiçek zwei Werder-Spieler im Kader.

Bei der in Ungarn ausgetragenen U-19-Fußball-Europameisterschaft 2014 wurde der Werder-Spieler Davie Selke mit sechs Toren im Turnier Torschützenkönig und zugleich Europameister mit der deutschen Auswahl. Damit stellte er den Torrekord des Spaniers Álvaro Morata von 2011 ein.

Blindenfußball

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Werder Bremen fördert die Inklusion durch Sportangebote für Menschen mit Behinderung. Dazu zählt auch Blinden- und Sehbehindertenfußball.[124]

Werder Bremen unterhielt von der Saison 2015/16 bis zur Spielzeit 2018/19 auch eine Futsal-Abteilung. Die Mannschaft trat in der Regionalliga Nord wie auch in der BFV-Futsal-Liga (Verbandsliga) an.[125]

Traditionsmannschaft

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Der Traditionsmannschaft um Dieter Burdenski gehören Spieler wie z. B. Johan Micoud, Uwe Reinders, Frank Ordenewitz, Günther Hermann, Ailton, Ivan Klasnic, Torsten Frings, Tim Wiese, Frank Baumann, Dieter Eilts und Andreas Reinke an.[126]

Bereits in den frühen 1970er Jahren bestand beim SV Werder eine Frauenfußballabteilung, die 1974 an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teilnahm. Nachdem die Abteilung zwischenzeitlich aufgelöst wurde, richtete der Verein im Jahre 2007 auf Drängen des Bremer Fußballverbandes eine neue Abteilung ein. Ohne Punktverlust und ohne Gegentor sicherte sich die Mannschaft die Bremer Meisterschaft und schaffte anschließend den Sprung in die Regionalliga Nord. Ein Jahr später gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord. In den Spielzeiten 2010/11, 2011/12 und 2012/13 wurde die Mannschaft jeweils Fünfter, 2013/14 Dritter. In der Saison 2014/15 gelang der Aufstieg in die Bundesliga, jedoch stieg die Mannschaft nach nur einer Saison wieder ab. In der Saison 2016/17 gelang der direkte Wiederaufstieg. Zwei Jahre konnte das Team sich in der ersten Liga halten, stieg dann jedoch erneut ab und spielte die Saison 2019/20 in der Zweiten Liga, die das Team als Tabellenführer beendete. Seit der Saison 2020/21 spielt die Mannschaft wieder in der Bundesliga und konnte dort nach zwei neunten Plätzen in der Saison 2022/23 auf dem achten Tabellenrang abschließen.

Struktur und Organisation

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(Namensangaben zu allen Inhabern der Positionen finden sich auf Werder Bremen/Namen und Zahlen.)

Der Gesamtverein untergliedert sich seit dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 27. Mai 2003 in den gemeinnützigen Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V., der den Amateursportbereich leitet, und das Wirtschaftsunternehmen SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA, zu dem die Profimannschaften aller Abteilungen und Sportarten, soweit vorhanden, gehören. Einziger und damit Komplementärgesellschafter der GmbH ist der e. V., der das gesamte Vermögen einbringt und 100-%-Anteilseigner der Kommanditgesellschaft auf Aktien ist.[127]

Der Umsatz des Unternehmens belief sich 2006 auf die damalige Rekordsumme von 85 Millionen Euro und stellt damit eine Steigerung von gut zehn Prozent gegenüber dem bis dahin umsatzstärksten Vorjahr mit 77 Millionen Euro dar.[128] In der zweiten Hälfte der Saison 2006/07 kam es zu einer weiteren Steigerung, so dass während dieser Spielzeit erstmals die Grenze von 100 Millionen Euro übersprungen werden konnte.[129] In der Saison 2008/09 wurde der Umsatz zum fünften Mal in Folge auf nunmehr 120,7 Millionen Euro gesteigert.[130] Die Kosten des Fußball-Lizenzspielerkaders hatten nach 25 Millionen Euro in der Saison 2004/2005 mit 35 Millionen Euro drei Jahre später einen Höchststand erreicht.[131]

Im Herbst 2019 konnte Werder bei seiner Mitgliederversammlung drei neue Rekordmarken vermelden. Die Mitgliederzahl belief sich auf 40.376 Mitglieder.[132] Der Verein erzielte zudem in der Saison 2018/19 einen Rekordumsatz von 157,1 Millionen Euro. Dies bedeutete eine Steigerung von 40 Millionen Euro gegenüber der Vorsaison, die zum Teil durch einmalige Effekte wie erhaltene Ablösesummen verursacht wurde. Gleichzeitig stiegen die Kosten für den Lizenzspielerkader und Personalaufwand auf die Rekordsumme von 71,9 Millionen Euro. Auch hier wirkten sich Einmaleffekte, wie zum Beispiel Prämienzahlungen für das Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal, aus.[133]

Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V.

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Der Sportverein besteht aus den Organen Präsidium, Ehrenrat, Wahlausschuss und Vereinsjugendvertretung. Der e. V. setzt sich aus den amateursportlichen Abteilungen Schach, Handball, Turnspiele und Gymnastik, Fußball, Tischtennis und Leichtathletik zusammen.

Seit 2002 stieg die Zahl der Mitglieder von 3.000 auf 36.000 im Jahr 2009.

Das geschäftsführende Präsidium, also der Vorstand des Vereins, besteht aus dem Präsidenten (Hubertus Hess-Grunewald), dem Vizepräsidenten (Jens Höfer) sowie dem Schatzmeister (Axel Plaat). Es wird auf Vorschlag des Wahlausschusses von der Mitgliederversammlung gewählt. Mitglieder des Präsidiums sind neben den sechs Leitern der einzelnen Abteilungen auch der Jugend- und der Sportreferent. In den Sitzungen des Gesamtpräsidiums sind außerdem die beiden vom Präsidium in den identischen Aufsichtsrat der GmbH und der KGaA Entsandten sowie ein Mitglied des Ehrenrates anwesend. Zu den durch das Präsidium ausgeführten Gesellschafterrechten des Vereins gehört die Benennung und Delegierung eines Mitgliedes des Vorstandes zum Geschäftsführer des Bereiches „Leistungszentrum Fußball/ andere Sportarten“ (Fischer), die Benennung und Entsendung von zwei der sechs Aufsichtsratsmitglieder sowie die formelle Ernennung der anderen Aufsichtsratsmitglieder, die auf der Hauptversammlung der GmbH & Co. KGaA gewählt werden.[127]

Ehrenrat, Wahlausschuss und Vereinsjugendvertretung

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Die Aufgabe des Ehrenrates ist neben der „Wahrung und Förderung der Tradition und des Ansehens des Vereins“[127] die Annahme von und die Entscheidung über Vereinsausschlüsse, wenn Widerspruch eingelegt worden ist. Der aus den sechs Abteilungsleitern und sieben Mitgliedern des Ehrenrates bestehende Wahlausschuss schlägt auf der Mitgliederversammlung die Kandidaten für den Vereinsvorstand oder dessen Wiederwahl sowie Bewerber für den Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGaA vor. Die Vereinsjugendvertretung besteht neben dem Jugendreferenten aus jeweils einem Jugendwart und Jugendsprecher pro Abteilung. Ihre Aufgabe ist die „Wahrnehmung der Interessen der jugendlichen Vereinsmitglieder“.[127]

SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA

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Zum sportlichen Aufgabenbereich gehören die Profifußballmannschaft, die 1. Herrenmannschaften im Tischtennis und Schach sowie die erste Damenmannschaft im Handball. Außerdem wird das Nachwuchsleistungszentrum Fußball betrieben.

Der Aufsichtsrat für die GmbH und die KGaA ist identisch besetzt und besteht aus sechs Personen, von denen zwei vom Präsidium bestimmt und vier auf der Hauptversammlung der KGaA gewählt werden. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist seit 2014 Werders Ehrenspielführer und ehemaliger Nationalspieler Marco Bode. Zuvor war der frühere Werder-Manager und Bremer Bildungs- und Innensenator Willi Lemke (SPD) von 2005 bis 2014 Vorsitzender des Gremiums. Die weiteren Mitglieder sind Marco Fuchs, Andreas Hoetzel, Thomas Krohne, Axel Plaat und Kurt Zech.[134] Da der Gesamtverein in den Haupt- und Gesellschafterversammlungen die alleinige Mehrheit hat, befinden dessen Mitglieder über den Vorschlag ihres Wahlausschusses. Diese Entscheidung ist für das Präsidium bindend. An eventuelle zukünftige Teilhaber und Investoren dürfen bis zu zwei Sitze im Aufsichtsrat übertragen werden.

Geschäftsführung

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Die Geschäftsführung besteht gegenwärtig aus vier Mitgliedern, namentlich Klaus Filbry, der als Vorsitzender den Bereich Finanzen verantwortet, Clemens Fritz als Geschäftsführer Fußball, Tarek Brauer, zuständig für Organisation und Personal sowie Anne-Kathrin Laufmann, welche für die Bereiche Sport und Nachhaltigkeit zuständig ist.[135]

Stadion und Infrastruktur

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Südseite (2011, nach dem Umbau)
Nordseite mit Wuseum (2007)
Lage der Stadien in Bremen

Seit 1930 tragen die Fußballer Werder Bremens und dessen Vereinsvorläufer ihre Heimspiele im 1909 erbauten Bremer Weserstadion aus. Es wurde 1926, nach dem ersten Umbau, vorübergehend nach seinem Erbauer, dem Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein, in ABTS-Kampfbahn umbenannt und trägt seit 1930 wieder den heutigen Namen, der sich vom Standpunkt des Stadions am Weserufer ableitet. Nach mehreren Erweiterungen und dem Absenken des Spielfeldes liegt das Fassungsvermögen bei insgesamt 42.100 Zuschauern.[136] Für den internationalen Spielbetrieb stehen ca. 37.500 Plätze zur Verfügung. Alle Plätze sind überdacht. Das nahe dem Stadtzentrum gelegene Stadion ist über die A 1 und die A 27, letztlich aber nur über eine einzige Straße, den Osterdeich, zu erreichen. Wegen zahlreicher Anwohnerproteste werden sowohl der Osterdeich als auch alle angrenzenden Straßen im benachbarten Wohngebiet an Spieltagen für den Autoverkehr gesperrt. Auch die zum Weserstadion gehörenden Parkplätze können nur von Inhabern spezieller Parkberechtigungen angefahren werden. Dafür wird ein ausgedehnter Shuttleservice mit zahlreichen Straßenbahnen und Bussen angeboten, der für Inhaber von Eintrittskarten kostenlos ist. Diese von vielen, unter anderem von Franz Beckenbauer dem damaligen Präsidenten des FC Bayern München, als unzureichend kritisierte Stadionanbindung wird oftmals als Begründung dafür angegeben, warum das hochmoderne Stadion bei Länderspielen der Fußballnationalmannschaft übergangen wird und bei der WM 2006 nicht als Austragungsort ausgewählt wurde.

Auf dem Gelände des Weserstadions liegen außer den Trainingsbereichen der Profis die Plätze, die von der Amateurmannschaft genutzt werden, sowie das südlich ans Stadion angrenzende Stadionbad. Die Geschäftsstelle und Verwaltung Werder Bremens befinden sich ebenso im Weserstadion, wie das SportHep, eine Arztpraxis und ein Fanshop.

Im Dezember 2004 wurde innerhalb des Stadions das Werder-Bremen-Museum (kurz: Wuseum) eröffnet. Dort sind Replikate der Meisterschale und des DFB-Pokals sowie seltene Plakate, Fotos und andere Ausstellungsstücke zu besichtigen.

Blick von der Westkurve (2006, vor dem Umbau zu einer reinen Fußballarena)

Die Baudeputation Bremens stimmte am 12. April 2007 dem umfangreichen Umbau zur reinen Fußballarena mit drei Zuschauerrängen zu, dessen Kosten anfangs auf 40 bis 50 Millionen Euro veranschlagt wurden. Der Bremer Senat folgte fünf Tage später dieser Entscheidung.[137] Durch die Maßnahme sollte die Kapazität auf etwa 50.000 Plätze erhöht werden. Nachdem im Juli 2007 deutlich wurde, dass die Kosten unter anderem wegen gestiegener Stahlpreise bei über 75 Millionen Euro liegen würden und die logistische Machbarkeit von Geschäftsführer Manfred Müller in Abrede gestellt wurde, beschlossen die Bremer Weserstadion Gesellschaft und Werder Bremen, den Umbau in zwei Schritten zu vollziehen und dabei auf die Errichtung eines dritten Ranges zu verzichten. Dies reduzierte die Kapazität auf 42.500 Plätze. Zur Finanzierung hielt Müller auch einen Verkauf des Stadionnamens an einen Sponsoren für möglich, was allerdings bis 2019 vermieden werden konnte.[138] Der neue Plan, der schließlich auch ausgeführt wurde, sah vor, die Nord- und Südgeraden näher an das Spielfeld heranzuführen und die Ost- und Westkurve direkt an das Spielfeld vorzuziehen und zu begradigen. Der Zuschauerbereich sollte komplett überdacht werden. Der ovale Grundriss sollte beibehalten und die denkmalgeschützten Flutlichtmasten im Dach integriert werden.[139]

Der Bauantrag für die erste Stufe der Umbaumaßnahmen wurde im September 2007 gestellt. Der Ausbau begann im September 2008 mit dem Abdecken und -fräsen des Daches der Nord- und Südtribüne. Im Dezember 2008 war das Dach auf der Nordgeraden vollständig mit Photovoltaik-Elementen eingedeckt und konnte in Betrieb genommen werden. Anfang Januar 2009 wurden die letzten Binderpaare auf der Südgeraden installiert, und es begann die Montage der neuen Fassade an der Südgeraden, die Ende März 2009 abgeschlossen wurde. Die zweite Umbaustufe wurde kurz vor dem Ende der Bundesliga-Spielzeit 2008/09 mit dem Rückbau des Daches der Westkurve eingeleitet. Zum 31. Dezember 2009 wurde das Dach der neuen Tribüne montiert.[140] Als letzter Schritt wurde der Umbau der Ostkurve in der Sommerpause 2010 begonnen und zum Beginn der Bundesliga-Saison 2011/12 abgeschlossen.

Die neue Fassade der Südgeraden beinhaltet Photovoltaik-Zellen, im Vordergrund das Stadionbad mit Sprungturm.
Das neue Dach der Südgeraden (Bild) ist deutlich höher als das alte, ebenso das der Nordgeraden

Die Photovoltaikanlage umfasst Großteile der Fassadenflächen von Südgerade, West- und Ostkurve sowie die gesamte Dachfläche.

Im Sommer 2019 gab Werder bekannt, dass der Stadionname für zehn Jahre gegen ein Entgelt von etwa 30 Millionen Euro an die Wohninvest Holding verkauft wurde.[141]

Die Funktion des Stadionsprechers hat Arnd Zeigler inne.

Zuschauer und Fans

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Saison ø Zuschauer[34] Dauerkarten Logo SV Werder Bremen-Mitglieder[49]
1999/00 29.834 20.125 2.980
2003/04 37.666 20.000 5.700
2004/05 39.579 25.000 15.000
2005/06 36.928 25.000 21.000
2006/07 39.715 25.000 23.500
2007/08 40.267 25.000 30.266
2008/09 40.375 25.000 34.047[142]
2009/10 36.015 25.000
2010/11 37.620 25.000 40.000[142]
2011/12 40.808 25.000 40.400
2012/13 40.639 25.000
2013/14 40.657 25.000
2014/15 40.906 25.000
2015/16 40.402 25.000 36.500[143]
2016/17 40.881 25.000
2017/18 40.823 25.000
2018/19 41.415 25.000
2019/20 26.413 25.000 40.376
2020/21 506 25.000
2021/22 27.000[144]

Seit der Saison 1999/2000 ist ein stetiger Zuwachs der Zuschauerzahlen Werder Bremens bei Heimspielen zu verzeichnen, der lediglich vom Jahr 2005/06 unterbrochen wurde, als Umbaumaßnahmen durchgeführt wurden. Lag der Schnitt 1999/2000 noch bei 29.834 Besuchern, waren es in der Doublesaison 2003/04 bereits 37.666 und 2006/07 39.715. Auch die Zahl der verkauften Dauerkarten stieg deutlich an: Waren es 2003/04 noch 20.000, stoppte der Verein in den folgenden vier Jahren den Absatz vor Ligabeginn bei 25.000 Stück, um die Spiele „nicht zu geschlossenen Veranstaltungen werden“ zu lassen, wie von Geschäftsführer Manfred Müller ansonsten befürchtet.[145] Die Mitgliederzahlen, welche vorher jahrzehntelang zwischen 2000 und 3000 lagen, stiegen mit der Rückkehr des Erfolgs unter Trainer Thomas Schaaf deutlich an und verzehnfachten sich von 2.980 Mitgliedern vor der Saison 1999/2000 über 15.000 im Jahr der Meisterschaft auf 30.266 im Jahr 2007. Dazu trug eine seit 2003 in den öffentlichen Verkehrsmitteln Bremens dauerhaft betriebene Werbekampagne mit den Slogans „Ich will Dich!“ und „Werde Logo SV Werder Bremen Mitglied!“ bei, auf deren Plakaten unter anderem Thomas Schaaf abgebildet ist.[146]

Werder Bremen hat ca. 780 eingetragene Fanclubs, darunter sind unter anderem Fanclubs aus China, Jordanien und den USA. In Bremen gibt es sieben Ultragruppen: „Infamous Youth“[147], „Caillera“[148],„UltrA-Team Bremen“[149], „L' Intesa Verde“[150], Wanderers Bremen[151], „HB-Crew“[152] und „Ultra Boys“.[153] Diese Fans nutzen die Stehplätze in der Ostkurve und sind für die Choreografien in den Stadien verantwortlich. Es gab und gibt in Bremen Probleme mit Hooligans, wie zum Beispiel denen der Standarte, deren Mitglieder dem ehemaligen Bremer Innensenators Röwekamp (CDU) nach teilweise einen rechtsextremistischen Hintergrund aufweisen.[154] Bei den Tätern, die am 20. Januar 2007 eine Feier zum einjährigen Bestehen der sich selbst als „anti-rassistisch“ und ansonsten unpolitisch bezeichnenden Ultra-Gruppe Racaille Verte („Grünes Gesindel“) im Ostkurvensaal überfielen, soll es sich nach Augenzeugenberichten um Mitglieder dieser Gruppierung gehandelt haben.[155]

Fans in der Ostkurve
Werder-Fan-Ecke im Bremer Flughafen

Ihr organisatorisches Talent bewiesen motivierte Werderfans bei zwei Gelegenheiten: Sie wählten die anlässlich der Meisterschaftsfeier 2004 von den Original Deutschmachern veröffentlichte Vereinshymne Lebenslang Grün-Weiß in der ZDF-Sendung Unsere Besten – Jahrhundert-Hits auf Platz 29 der Rangliste. Damit ließ das Lied, das auf Platz 51 in die deutschen Single-Charts eingestiegen war, unter anderem die HSV-Hymne Hamburg, meine Perle, aber auch Lieder wie Stille Nacht, heilige Nacht oder Zehn kleine Jägermeister von den Toten Hosen hinter sich.

Als am Ende der Saison 2005/06 auf der Homepage des HSV deren „Spieler der Saison“ gewählt wurde, gelang es Anhängern des Nordrivalen Werder Bremen mit Aufrufen und Ketten-E-Mails, diese zu torpedieren und zum Abbruch zu bringen: Sie sorgten dafür, dass der ehemalige Werderaner Aílton an der Spitze stand. Er war erst zur Rückrunde ausgeliehen worden und hatte wenig überzeugt: Im letzten, über die direkte Qualifikation zur Champions League entscheidenden Saisonspiel der beiden Vereine gegeneinander, traf er 30 Minuten vor Schluss das leere Tor nicht, was für den HSV den Fall auf Rang drei zur Folge hatte.

In den vergangenen Jahren des sportlichen Misserfolges sorgten die Werderfans wiederholt für eine außergewöhnliche Stimmung im Abstiegskampf. So wurde 2013 während des Abstiegskampfs die Aktion „ALLEz Grün“ aus den Reihen der Anhänger gestartet, bei der dazu aufgerufen wurde, Farbe zu bekennen und mit grüner Kleidung ins Weserstadion zu gehen, um die Mannschaft zu unterstützen. Außerdem wurde der Mannschaftsbus bei der Einfahrt zum Stadion am Spieltag von zahlreichen Fans laut singend begrüßt. Als es im Jahr 2016 sportlich noch schlechter lief, und die Stimmung in Bremen zum ersten Mal seit Jahren zu kippen drohte, wurde die Aktion „#greenwhitewonderwall“ von einem Fanclub ins Leben gerufen. Das Motto, das auf ein Testspiel im Sommer 2015 bei West Ham United zurückging, bei dem Werderfans über weite Strecken des Spiels den Oasis-Hit Wonderwall sangen, startete zunächst als Hashtag auf Twitter, fand aber schnell den Weg in das Stadion. Wie schon 2013 wurde an den letzten drei Heimspielen der Mannschaftsbus auf dem Stadionvorplatz empfangen und die Fans wurden über diese Aktion wieder zu einem Rückhalt der Mannschaft. Keines der letzten drei Heimspiele wurde verloren und durch den Siegtreffer kurz vor Schluss im letzten Heimspiel gegen Frankfurt gelang der direkte Klassenerhalt, der von den Fans anschließend auf dem Rasen des Weserstadions und in ganz Bremen gefeiert wurde wie der Gewinn der Meisterschale. Die Werder-Fans erhielten für diese Fan-Bewegung die Auszeichnung als „Fanaktion des Jahres“ vom Fußballmagazin 11 Freunde.[156]

Seit 2002 läuft die Werder-Elf im letzten Spiel vor Weihnachten in einem Trikot auf, dass im Logo statt der Raute einen Tannenbaum aufweist. Die Trikots werden meist für einen guten Zweck versteigert oder – teils in leicht veränderter Form – im Fanshop verkauft.[157][158]

Eines der ältesten heute noch gesungenen Vereinslieder ist eine Abwandlung des Weserbogenliedes mit dem Refrain Wir steh’n für Werder ein. Neben einigen mit überschaubarem musikalischem Talent eingespielten Songs von Spielern des SVW in den 1970er Jahren, etablierten sich einige Pop-Songs im Umfeld des Vereins. Anlässlich der Meisterschaftsfeier 2004 spielten die Original Deutschmacher die Vereinshymne Lebenslang Grün-Weiß ein, die bis heute vor den Heimspielen im Stadion gespielt wird. Seit September 2018 gibt es das Lied mit neuem Titel Levenslang Grön-Witt auch in der plattdeutschen Version. Die Coverband Afterburner aus dem Bremer Umland spielte die Songs Hier regiert der SVW! und Wir sind Werder Bremen ein. Letzterer wurde von Radio Bremen Vier entdeckt und wird bei vielen Spielen im Weserstadion gespielt. Der damalige Werder-Spieler Mesut Özil spielte mit dem als Werder-Fan bekannten Jan Delay das Video Das Jahr 201Ö ein, in dem Özil sich an einer Rap-Einlage versucht. Im August 2018 veröffentlichte Delay die Fan-Hymne Grün-weiße Liebe.[159] Am 24. Januar 2019 wurde zum 120-jährigen Vereinsjubiläum ein Doppelalbum namens Lauter Werder veröffentlicht, auf der Künstler wie Afterburner, die Original Deutschmacher, Johannes Strate, Jan Delay oder Heinz Rudolf Kunze, sowie fünf über einen Wettbewerb ausgewählte Newcomer, größtenteils neue Werder-Songs einspielten.[160]

Nach einem Torerfolg des SV Werder ertönt im Weserstadion ein kräftiges Nebelhorn sowie (wie bei anderen Vereinen) ein Abschnitt des Stimmungsliedes I’m Gonna Be (500 Miles) der Band The Proclaimers.

Soziales Engagement

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Neben der 2009 gegründeten Werder Bremen Stiftung, die zur Förderung des Sports, der Bildung und Erziehung, der Völkerverständigung, der Gewaltprävention sowie mildtätiger Zwecke dient, unterstreicht der SV Werder Bremen durch einige selbst initiierte Projekte wie die „Windel-Liga“, den „Kids Club“ oder die Programme „100 % Werder-Partner“, „100 % Werder WorldWide“, „SV Werder goes Ehrenamt“ und „60plus“ sein ausgeprägtes soziales Engagement. Außerdem unterstützt der SV Werder Bremen die 2007 gegründete Scort Foundation, die junge Menschen in schwierigen Lebensumständen durch gezielte Fussballinitiativen und durch den Aufbau nachhaltiger Netzwerke unterstützt.

Seit 2012 gibt es unter dem Motto Werder bewegt – lebenslang! einen eigenen Bereich für Corporate Social Responsibility unter der Leitung von Anne-Kathrin Laufmann. Dafür wurde Werder mehrfach ausgezeichnet; der Verein erhielt z. B. für 2012 den Sonderpreis des Integrationspreises des DFB.[161] Im Dezember 2015 legte der Verein einen Nachhaltigkeitsreport vor, in dem die Aktivitäten im sozialen Bereich zusammengefasst wurden.[162]

Mit dem Projekt „Spielraum“ bietet Werder Bremen seit 2012 an sechs Standorten in Bremen Fußballtraining für Flüchtlingskinder an; dafür wurden auf brachliegenden Flächen auch neue Fußballplätze gebaut.[163] Im Jahr 2022 wurde die Partnerschaft neubelebt und Partnervereine, Schulen, Kindergärten sowie soziale Träger hinzugezogen, unter anderem sind die Spielräume Gröpelingen und der Spielraum Blumenthal mit dem Spielraumpartner Blumenthaler SV als Leuchtturmprojekte gestartet. Das Projekt wird in Bremen und Niedersachsen zur Saison 2022/23 verstärkt vorangetrieben.[164]

2014 wurde gemeinsam mit Traum-Ferienwohnungen und Radio Energy Bremen das Projekt „Ferien mit Herz“ ins Leben gerufen. Zehn Familien, die sich aus finanziellen Gründen oder aufgrund von Schicksalsschlägen keinen Urlaub leisten können, werden jedes Jahr in den Osterferien für zehn Tage in den Urlaub geschickt.[165]

Als erster deutscher Profiklub trat Werder Bremen zur Saison der Fußball-Bundesliga 2022/23 der Initiative Common Goal bei, die weltweit soziale Projekte mit Bezug zum Fußball unterstützt. Gespendet wird ein Prozent der erzielten Ticket- und Sponsoring-Einnahmen.[166]

Derbys, Rivalitäten und Fanfreundschaften

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Rivalität zu Bayern München

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Seit langer Zeit besteht eine über den Wettkampf zweier beliebiger Bundesligisten hinausgehende Konkurrenzsituation zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München. Dies ist nur zum Teil auf die geographische Lage der beiden Vereine in Nord- und Süddeutschland und die damit verbundenen Vorurteile zurückzuführen. Die Hälfte seiner sechs Vizemeisterschaften erreichte Werder hinter den Bayern, die bei drei der vier Bremer Meisterschaften Zweiter wurden. Während der 1980er und frühen 1990er Jahre, in denen beide Vereine regelmäßig miteinander um den deutschen Meistertitel rangen, wurde dieses Verhältnis zusätzlich durch die starken Antipathien zwischen den Verantwortlichen, Uli Hoeneß auf Münchener Seite und Willi Lemke auf Seiten der Bremer, verstärkt. So bezeichnete Lemke Hoeneß als „Totengräber des Deutschen Fußballs“ und sagte im Rückblick, es gäbe „keinen Menschen auf der Welt, der sich immer so negativ über“ ihn „geäußert hat“.[167] Der Anfang der Rivalitäten ist für manche[168] der 23. November 1985, als der Tabellenerste Bremen beim direkten Konkurrenten in München spielte: Der Werderaner Rudi Völler hatte den anschließend „nur“[168] mit der gelben Karte verwarnten Klaus Augenthaler umspielt, sich den Ball weit vorgelegt und wurde von diesem daraufhin „ohne Erbarmen“[168] oder durch ein „Allerweltsfoul“[169] (Hoeneß) zu Fall gebracht. Nachdem sich Bayerns damaliger Trainer Udo Lattek über Werders Verletzungsmisere lustig gemacht und der Kommentator des Bayerischen Rundfunks erklärt hatte, der fünf Monate ausfallende Völler sei „dumm gefallen“[169], folgten die ersten medial ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Hoeneß und Lemke.

Hinzu kommt, dass immer wieder Führungsfiguren Werder Bremens, die sich dort sehr gut entwickelt hatten, von der Weser an die Isar zu den finanziell deutlich potenteren Münchnern wechselten (beispielsweise Herzog, Basler, Pizarro, Ismael, Klose, Borowski, Gnabry). Auch der Wechsel des Bremer Erfolgstrainers Otto Rehhagel 1995 nach München verstärkte die Abneigung. Als Bayern während der Daum-Affäre im Jahr 2000 in Bremen spielte, wurde Hoeneß, der die Affäre durch Anspielungen ausgelöst hatte, von Teilen der Bremer Anhänger während des gesamten Spieles wüst beschimpft. Nach erneuten gegenseitigen Provokationen 2004 waren die Verantwortlichen wieder an einer professionellen Beziehung der Vereine interessiert.

Das Nord-Derby mit dem Hamburger SV

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Werder Bremen gegen Hamburger SV im Jahr 2012

Eine traditionelle Rivalität besteht zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV, da beide Vereine um die Rolle des erfolgreichsten Fußballvereins Norddeutschlands streiten. In der Oberliga Nord behielten die Spieler von der Elbe durchgehend die Oberhand, und Werder konnte sich erst in den letzten Jahren vor der Bundesligagründung als dauerhafte Nummer zwei dahinter positionieren. Die Auseinandersetzungen gipfelten am 17. Oktober 1982, als beide Vereine unmittelbar um die Meisterschaft konkurrierten, mit dem Tod des Bremer Fans Adrian Maleika, der auf dem Weg zum Pokalspiel seines Vereins in der Nähe des Volksparkstadions war, als er von Mitgliedern der rechtsextrem unterwanderten Hamburger „Löwen“ durch einen Backsteinwurf am Hinterkopf getroffen wurde, das Bewusstsein verlor und dabei und durch nachfolgende Fußtritte so schwer verletzt wurde, dass er einen Tag später im Krankenhaus an den Folgen verstarb. Vorher war die Gruppe, in der sich der Sechzehnjährige befand, bereits mit Gaspistolen und Leuchtmunition beschossen worden.[170] Im Dezember 1982 wurde daraufhin von 200 Fangruppenmitgliedern beider Vereine in Scheeßel, geographisch von beiden Städten gleich weit entfernt, der Frieden von Scheeßel geschlossen, wobei auch die damaligen Vereinsverantwortlichen Günter Netzer und Willi Lemke anwesend waren.[170]

In der Folge entspannte sich die katastrophale Atmosphäre, wenn auch im normaleren Rahmen eine besondere Beziehung zwischen den beiden benachbarten Hansestädten bestehen bleibt. Der Slogan „Die Nummer 1 im Norden“ ist beispielsweise fester Bestandteil in Werders Marketingkonzept.

Zwischen dem 22. April und dem 10. Mai 2009 kam es mit vier Duellen innerhalb von 19 Tagen zur größten Häufung von Pflichtspielen der beiden Rivalen. Dabei behielt Werder sowohl in den beiden Halbfinals in DFB-Pokal (4:2 n. E. in Hamburg) und UEFA-Pokal (0:1 in Bremen/3:2 in Hamburg) als auch in der Bundesliga (2:0 in Bremen) die Oberhand.

Nach dem Abstieg des Hamburger SV im Jahr 2018 gab es erst durch den Abstieg von Werder Bremen in der Saison 2021/22 wieder Liga-Nord-Derbys, nun erstmalig in der 2. Bundesliga.[171]

Fanfreundschaften

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Die Fans des SV Werder, insbesondere Personen aus der Ultra-Szene pflegen seit einigen Jahren eine immer größer werdende Freundschaft zum österreichischen Verein SK Sturm Graz.

Zu dem kommt eine seit 2019 offizielle Freundschaft der Ultragruppen Infamous Youth und Ultra Sankt Pauli, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Rivalen HSV. Allerdings bestehen auch Kontakte von L’intesa Verde und UltrA-Team Bremen zu anderen Fangruppen des FC St. Pauli, welche allerdings teilweise eher im gewaltorientierten Bereich der Fanszene des SV Werder liegen.[172]

Es bestand über einen längeren Zeitraum eine intensive Fanfreundschaft zum Fußballverein Rot-Weiss Essen, welche heute jedoch nur noch aus Einzelkontakten besteht.

Lange Jahre existierte eine Fanfreundschaft zum 1. FC Kaiserslautern.[173]

Seit einigen Jahren existiert eine Freundschaft mit dem israelischen Verein Hapoel Katamon Jerusalem.[174]

War Gegenstand von Gerichtsverhandlungen:
Der bwin-Aufdruck

In der Saison 1971/72 trat Werder erstmals mit einem Trikotsponsor auf. Dabei handelte es sich um das Land Bremen, das dem Verein für dessen landesfarbene Speckflaggentrikots, den Schriftzug Bremen auf dem Rücken sowie den Bremer Schlüssel auf der Brust die Vergnügungssteuer und Steuerschulden erließ und ihn an den Werbeeinnahmen des Stadions beteiligte.[36][175] Nachdem dieses Verhältnis 1974 endete, war der Fischkonservenhersteller Norda zwei Jahre später der erste Sponsor aus der privaten Wirtschaft.[176] Ob der Spottgesang „Was ist grün und stinkt nach Fisch? — Werder Bremen!“ auf den Fischverarbeiter zurückgeht, ist ungeklärt.[177]

Einzig in der Saison 2001/02 liefen die Spieler danach ohne Haupt- und Trikotsponsor auf, da sich mit keinem Unternehmen geeinigt werden konnte und der Verein sich nicht auf der Basis unterdurchschnittlicher sportlicher Ergebnisse jahrelang binden wollte. Da die Sponsoringrechte zudem der Sportmarketingagentur ISPR übertragen waren, ergab sich hieraus kein finanzieller Verlust.

Mit Beginn der Saison 2006/07 gab es für Werder Bremen Probleme mit dem damals neu eingestiegenen Trikot- und Hauptsponsor bwin. Grund dafür war dessen privatwirtschaftliche Natur, da durch die Landesministerkonferenz beschlossen worden war, mit Hilfe der Ordnungsbehörden ein Werbeverbot privater Sportwettenanbieter durchzusetzen. Zudem stammt die Lizenz von bwin noch aus DDR-Zeiten, weshalb ihre Gültigkeit umstritten ist. Nachdem die Mannschaft beim Ligapokalfinale noch unbeanstandet mit dem bwin.de-Schriftzug aufgelaufen war, folgte eine Zeit der Unklarheit: Am 7. Juli 2006 untersagte das Stadtamt Bremen dem Verein mittels Untersagungsverfügung, mit dem Schriftzug bwin.de aufzulaufen. Das Verwaltungsgericht Bremen hob diese allerdings nach Widerspruch des Vereins im Juli 2006 wieder auf. Das daraufhin vom Stadtamt angerufene Oberverwaltungsgericht Bremen (OVG) bestätigte am 13. September 2006 das Verbot des Schriftzuges.[178][179] Der Verein beschloss, gegen das Werbeverbot vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen und lief zunächst mit dem Schriftzug we win oder blanken Trikots auf, da das OVG eine aufschiebende Wirkung des Widerspruchs verneint hatte und der Schriftzug bwin.de in den meisten anderen Bundesländern ebenfalls verboten worden war.[179] Das Verwaltungsgericht lehnte einen Eilantrag des Vereins, der das Antreten mit dem Originalschriftzug während der drei letzten Saisonspiele zum Ziel hatte, ab. In dem im März 2007 erfolgten Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu privaten Wettanbietern sah das Gericht, anders als die Vereinsführung, keinen Grund das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes zu korrigieren. Auf Grund dieser Umstände wurde das Sponsorenverhältnis im Mai 2007 vorzeitig gekündigt.

Ab dem 1. Juli 2007 war das Finanzdienstleistungsunternehmen Citibank Werders Haupt- und Trikotsponsor. Der bis zum 30. Juni 2010 geltende Vertrag brachte erfolgsabhängig einen jährlichen Betrag zwischen acht und zehn Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Ligaschnitt von ungefähr 5,75 Millionen Euro.[180][181] Durch den Verkauf des deutschen Zweiges der Citibank an die französische Crédit-Mutuel-Gruppe und die damit einhergehende Namensänderung der deutschen Citibank in Targobank änderte sich zur Saison 2009/10 der Schriftzug auf den Werder-Trikots. Das neue Logo zierte von Anfang 2010 die Brust der Grün-Weißen, bis dahin wurde mit dem Slogan „So geht Bank heute“ die Umstellung bzw. Neuprägung des Markennamens vorangetrieben. Im Sommer 2012 lief der Vertrag aus.

Sorgte für Proteste: Der „Wiesenhof“-Schriftzug

Anfang August 2012 vereinbarte der Klub einen Vertrag über zwei Jahre mit der PHW-Gruppe, einem Unternehmen für Geflügelzucht und -verarbeitung, das für seine Marke Wiesenhof auf den Trikots werben wollte.[182] Die Auswahl dieses Sponsors, der wegen seiner Massentierhaltung in der Kritik steht, rief vielseitigen Unmut hervor.[183] In Fanforen und auf Facebook sprachen sich mehrere tausend Fans gegen den neuen Sponsor aus. Banner wie „Kein Blut auf Werder-Trikots“ wurden geschaltet. Am 11. August 2012 protestierte eine Gruppe von 50 bis 60 Fans und Tierschützern am Bremer Hauptbahnhof gegen den neuen Sponsor. Einige Fans reagierten, indem sie in Fan-Shops der Stadt Trikots ohne Logo kauften. Auch die tierschutzpolitische Sprecherin der Bremer Grünen, Linda Neddermann, äußerte sich kritisch.[184] Der damalige Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, legte sein Amt als Botschafter „Lebenslang umweltbewusst“, das er für Werder Bremen übernommen hatte, nieder.[185] Nach der Vertragsunterzeichnung kündigte Werder an, die Fans „transparent und umfassend“ zu informieren. Dazu veröffentlichte die Geschäftsführung am 10. August 2012 eine gemeinsame Erklärung und sagte unter anderem zu, sich „auch vor Ort über die Produktionsstätten von Wiesenhof informieren“ zu wollen.[183] Seit der Saison 2021/22 wirbt Werder Bremen auf dem Ausweichtrikot alternativ für Green Legend, bei der es sich um die Marke für vegetarische Produkte von Wiesenhof handelt.[186]

Ausrüsterverträge bestanden mit dem Textilien- und Sportartikelhersteller Nike, der im Sommer 2009 den bisherigen Ausrüster Kappa ablöste, sowie mit dem Ballhersteller Derbystar. Weitere Verträge mit weniger Finanzvolumen bestehen unter anderem mit der Volkswagen AG, der das „Fanbier“ Haake-Beck 12 herstellenden Brauerei Haake-Beck, EWE Tel, der Schuhhandelskette und ehemaligem Hauptsponsor Reno und dem lokalen Energieversorger swb AG.

Zur Saison 2018/19 übernahm der britische Bekleidungs- und Sportartikelhersteller Umbro die Ausrüstung der Mannschaft, die Zusammenarbeit war bis zur Saison 2022/23 geplant.[187] Der Vertrag wurde im Oktober 2020 vorzeitig bis 2025 verlängert,[188] jedoch im Frühjahr 2023 zum Ende der Saison 2022/23 aufgelöst.

Überblick über alle Ausrüster, Trikot- und Hauptsponsoren des SV Werder Bremen:

Zeitraum Ausrüster[189] Sponsor Branche
1971–1974 ohne Ausrüster Land Bremen
1974–1975 ohne Sponsor
1975–1976 Puma
1976–1978 Hummel Norda Fischkonserven
1978–1981 Puma Pentax Fotoapparate
1981–1984 Olympia Büromaschinen
1984–1986 Trigema Sportbekleidung
1986–1992 Portas Küchen- und Türen-Renovierung
1992–1997 dbv-Winterthur Versicherungen
1997–2000 o.tel.o Telekommunikation
2000–2001 Kappa QSC Telekommunikation
2001–2002 kein Trikotsponsor
2002–2004 Reno Schuhhandel
2004–2006 KiK Textil-Discount
2006–2007 bwin Sportwetten
2007–2009 Citibank/
Targobank
Finanzdienstleistungen
2009–2012 Nike
2012–2018 Wiesenhof Geflügelzucht und -verarbeitung
2018–2023 Umbro
2023–2029 Hummel Matthäi Bauunternehmen

Andere Abteilungen des Vereins

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1920 erfolgte die Erweiterung vom Fußball- zum Sportverein mit unter anderem einer Leichtathletikabteilung und dementsprechend die Umbenennung in Sport-Verein „Werder“ von 1899. Lediglich in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg konnte diese Abteilung einen ähnlich hohen Status wie die Fußballabteilung verzeichnen. Die erfolgreichste Leichtathletin aller Zeiten des Vereins war Marga Petersen: Sie gewann 1946 die Zonenmeisterschaft im 100-Meter-Lauf und wurde 1947, 1948, 1949 sowie 1951 ebenfalls Deutsche Meisterin in dieser Disziplin. Mit ihr stellte der Verein 1947 die Sportlerin des Jahres. Die 4-mal-100-Meter-Staffel der Damen, neben ihr aus Helga Kluge, Hannelore Mikos und Lena Stumpf bestehend, gewann bei den deutschen Meisterschaften 1949 mit damals neuer deutscher Rekordzeit, 1951 konnte der Erfolg wiederholt werden. Lena Stumpf gewann die deutsche Meisterschaft im Fünfkampf für den Verein 1949, als sie zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, und 1951 sowie im Jahr 1950 im Weitsprung. Bei den Olympischen Sommerspielen 1952 gewann Petersen als Teil der 4-mal-100-Meter-Staffel die Silbermedaille. Die erfolgreiche Mannschaft der Herren setzte sich in dieser Zeit unter anderem aus Karl Kluge, Fritz Wever und Kurt Bonah zusammen.

Weitere große Erfolge blieben in der späteren Geschichte dieser Abteilung aus. Heute setzt die von Christian Schwartin geleitete Abteilung Leichtathletik ihren Fokus größtenteils auf Nachwuchsförderung, wobei im neuen Jahrtausend immer wieder Vereinsmitglieder an nationalen und internationalen Endläufen teilgenommen haben.[190] So wurde 2007 der in der Altersklasse der B-Jugendlichen startende Michael Kass erstmals in die deutsche Nationalmannschaft seiner Altersklasse berufen und Stefan Schink gewann 2007 bei den Speerwerfern den Titel des Norddeutschen Seniorenmeisters.

Darüber hinaus organisiert der Verein jedes Jahr gemeinnützige Veranstaltungen, etwa den Run for Help.

Die größten Erfolge:

  • Olympische Spiele 1952: Silbermedaille in der 4-mal-100-Meter-Staffel: Marga Petersen
  • Deutsche Meisterschaft in der 4-mal-100-Meter-Staffel 1949, 1951: Marga Petersen, Helga Kluge, Hannelore Mikos, Lena Stumpf
  • Deutsche Zonenmeisterin 1946: Marga Petersen
  • Deutsche Meisterin 100-Meter-Lauf 1947, 1948, 1949, 1951: Marga Petersen
  • Deutsche Meisterschaft im Fünfkampf 1949: Lena Stumpf
  • Sportlerin des Jahres: 1947: Marga Petersen, 1949 Lena Stumpf
  • Deutscher Meister 1950, 1953, 1954 und 1956: Kurt Bonah (Mittelstrecke)
  • Deutscher Meister 1949, 1950 und 1951: Karl Kluge (Mittelstrecke)
Name Tätigkeitsbezeichnung
Enrico Oelgardt Abteilungsleiter
Philipp Mehrtens Stellvertretender Abteilungsleiter / Marketing
Andrei Fabrizius Sportwart
Dagmar Stelberg Kassenwartin
Falko Fichtner Wettkampforganisation
Antje Fichtner Kampfrichterorganisation
Anja Fabrizius Jugendwartin
Axel Mindermann Meldewesen / Schriftwart
Christian Schwarting Ehrenvorsitzender

Die erste Damenmannschaft ist Bestandteil der SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA und spielt seit 2015 in der 2. Liga. Außerdem gibt es 15 Jugend- und sieben Seniorenmannschaften.

Name Tätigkeitsbezeichnung
Martin Lange Vorsitzender
Elke Humrich Jugendwartin
Wilfried Humrich Sportwart
Christian Schönfelder Kassenwart, stv. Vorsitzender
Yannick Cischinsky Beisitzer Medien u. Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Möller Beisitzer Passwesen
Manfred Stark Beisitzer Schiedsrichterwesen
Mareike Kohlmeier Beisitzerin

Die erste Mannschaft der Schachabteilung Werder Bremens ist Bestandteil der 2003 gegründeten SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA und spielt in der Bundesliga. Ihr größter Erfolg war neben dem Pokalsieg 1996 die deutsche Meisterschaft 2005. Nachdem Werder Bremen die Saison 2004/05 punktgleich mit der SG Porz abgeschlossen hatte, musste ein Stichkampf zwischen den beiden erstplatzierten Schachmannschaften ausgetragen werden. Dieser fand am 8. Mai 2005, also genau ein Jahr nach dem Sieg der Profifußballmannschaft von Werder bei Bayern München, der den vorzeitigen Gewinn der deutschen Meisterschaft 2004 sichergestellt hatte, in den Logen des Weserstadions statt. Obwohl deutlich schwächer besetzt, gewann Werder Bremen mit Luke McShane am Spitzenbrett mit 4,5:3,5 gegen den Favoriten.[191] Das beste Ergebnis der Meistersaison erzielte Tomi Nybäck mit 10 Punkten aus 13 Partien und Gennadij Fish mit 11,5 aus 13. Die zweite Schachmannschaft spielt in der zweiten Bundesliga. Insgesamt gibt es sieben Mannschaften.[192]

Die größten Erfolge:

  • Deutsche Meisterschaft: 2005
  • Deutsche Vizemeisterschaft: 2015
  • Pokalsieg: 1996
Name Tätigkeitsbezeichnung
Oliver Höpfner Abteilungsleiter
Stephan Buchal Stellvertretender Abteilungsleiter
Volker Wanschura Kassenwart
Udo Hasenberg Turnierleiter
Irmin Meyer Schriftwart
Caroline Detjen Jugendwartin
Andree Schondorf Materialwart
Andreas Burblies Internetbeauftragter
Jens Kardoeus Pressewart
Spartak Grigorian Manager BL-Mannschaft

Mit dem Umbau von einem reinen Fußball- in einen Sportverein wurde 1920 im SV Werder Bremen, dem ehemaligen FV Werder Bremen, eine Abteilung für Tischtennis eröffnet, die heute von Werner Meyer geführt wird.

Kader der ersten Mannschaft
2007/08 Niederlande Keen Japan Kishikawa Deutschland Hielscher Rumänien Cioti
2008/09 Niederlande Keen Japan Kishikawa Deutschland Hielscher Rumänien Cioti
2009/10 Schweden Lundqvist Japan Takakiwa Deutschland Hielscher Rumänien Dodean
2010/11 Schweden Lundqvist Rumänien Crișan Deutschland Hielscher Rumänien Dodean
2011/12 Schweden Lundqvist Rumänien Crișan Indien Achanta Rumänien Cioti
2012/13 Chinesisch Taipeh Chuang Rumänien Crișan England Drinkhall Rumänien Cioti
2013/14 Chinesisch Taipeh Chuang Rumänien Crișan England Drinkhall Rumänien Cioti
2014/15 Deutschland Steger Rumänien Crișan Rumänien Szőcs Rumänien Cioti
2015/16 Deutschland Steger Russland Skatschkow Rumänien Szőcs Rumänien Cioti
2016/17 Deutschland Steger Russland Skatschkow Rumänien Szőcs Rumänien Cioti
2017/18 Deutschland Steger Agypten Assar Rumänien Szőcs Belgien Lambiet
2018/19 Deutschland Steger Brasilien Tsuboi Rumänien Szőcs Belgien Lambiet
2019/20 Schweden Falck Kasachstan Gerassimenko Rumänien Szőcs Paraguay Aguirre
2020/21 Schweden Falck Kasachstan Gerassimenko Rumänien Szőcs Paraguay Aguirre
2021/22 Schweden Falck Kasachstan Gerassimenko Rumänien Szőcs Paraguay Aguirre
2022/23 Schweden Falck Kasachstan Gerassimenko Rumänien Pletea Paraguay Aguirre
2023/24 Schweden Falck Kasachstan Gerassimenko Rumänien Pletea Paraguay Aguirre
2024/25 Schweden Falck Kasachstan Gerassimenko Moldau Republik Putuntica Paraguay Aguirre

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte die Herrenmannschaft von Werder viele Jahre zu den spielstärksten Klubs in Norddeutschland. Bis zum ersten Abstieg 1975 gehörten die Bremer der Oberliga Nord an, der damals höchsten deutschen Spielklasse. Im Jahr der Einführung Tischtennis-Bundesliga 1966 wurde die Mannschaft Vierter der Oberliga und konnte damit an der Bundesliga-Qualifikation teilnehmen, dort erreichte man nur den dritten und letzten Platz in der Gruppe hinter dem TSV Milbertshofen und dem PPC Neu-Isenburg. Noch zweimal kamen die Werderaner in die Nähe der Bundesliga: 1968 (hinter dem Kieler TTK Grün-Weiß) und 1973 (hinter dem VfL Osnabrück) wurde jeweils die Vizemeisterschaft errungen. Nach drei unterklassigen Jahren gelang schließlich 1978 die Rückkehr in das zweitklassige norddeutsche Oberhaus, bevor man 1982 aus der nunmehr „Zweite Bundesliga Nord“ genannten Klasse erneut absteigen musste. In den 1980er Jahren pendelten die Bremer dann zwischen Zweit- und Drittklassigkeit. Bei der Einführung der zweigeteilten Zweiten Bundesliga gehörten sie zu den Gründungsmitgliedern und spielten bis zum Aufstieg 2005 in dieser.[193] Von 1992 bis 1996 war Shi Zhihao Spielertrainer, der ab 2005 die chinesische Frauen-Nationalmannschaft trainierte.

Mit der Integration der 1. Herrenmannschaft in die SV Werder Bremen GmbH & Co. KGaA 2003 wurde die organisatorische Voraussetzung für eine Professionalisierung des Spielbetriebes geschaffen. Die Tischtennismannschaft der Herren wurde in der Saison 2002/03 Meister der Zweiten Bundesliga, verzichtete aber aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg. 2005 wurde sie in der Besetzung Yang Hong (CHN), Mads Sörensen (DEN), Claus Rasmussen (DEN), Daniel Fynsk (DEN), Lennart Wehking, Frank Sternal, Colum Slevin (IRL) Tabellenzweiter und erhielt wegen der Disqualifikation des SV Plüderhausen die Möglichkeit, den frei werdenden Platz einzunehmen. Diesmal wagte sie den Aufstieg in die Bundesliga, stieg aber nach nur einem Jahr wieder in die Zweite Bundesliga ab. 2007 gelang der direkte Wiederaufstieg in die erste Liga.

Nach einem fünften Platz in der Saison 2011/12 konnte die Mannschaft in der Spielzeit 2012/13 zum ersten Mal an der Champions League teilnehmen. Mit dem Olympiavierten Chuang Chih-Yuan wurde ein Weltklassespieler verpflichtet.[194] In der Champions League konnte sich die Mannschaft in der Gruppenphase gegen die russische Mannschaft UMMC Verkhnaya Pyshma und AS Pontoise-Cergy TT aus Frankreich durchsetzen und erreichte als eine von vier deutschen Mannschaften das Viertelfinale, wo man dann knapp gegen Borussia Düsseldorf unterlag. Dagegen behielt Bremen im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen den Rekordmeister und Titelverteidiger aus Düsseldorf überraschend die Oberhand und erreichte erstmals das Endspiel, das mit 3:0 gegen den favorisierten Ex-Champion und Hauptrundensieger TTF Ochsenhausen gewonnen wurde.[195]

Die zweite Herrenmannschaft spielt in der Landesliga, die erste Damenmannschaft in der Verbandsliga.[196]

Name Tätigkeitsbezeichnung
Werner Meyer Abteilungsleiter
Torsten Mietner Sportwart
Birte Grensemann Jugendwartin
Marc Hackl Kassenwart
Arne Weinert Pressewart
Dieter Morstein Materialwart
Felix Hoffmann Beisitzer
Sascha Greber Beisitzer

Turnspiele und Gymnastik

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Die Abteilung Turnspiele und Gymnastik beinhaltet heute die Sparten Korbball, Prellball, Gymnastik und Seniorengymnastik. Als erste der genannten Sportarten wurde 1949 die Abteilung Korbball gegründet, nachdem ein Antrag 1946 zunächst abgelehnt worden war. Ab 1951 spielten zwei Frauenmannschaften in der damaligen Hallenliga. Die Frauenmannschaft wurde 1960 norddeutscher Meister und in den Jahren 1961, 1962, 1964 und 1967 in der Halle Vizemeister. Im Bereich Korbball sollte der SV Werder Bremen später vor allem im Jugendbereich erfolgreich sein, so wurden zwischen 1981 und 1990 in verschiedenen Klassen fünf Meisterschaften gewonnen. Im Laufe der Zeit kamen weitere ähnliche Sportarten hinzu: Bereits 1968 war der Versuch eine Abteilung für Prellball ins Leben zu rufen offiziell am Fehlen einer geeigneten Spielanlage gescheitert. Acht Jahre später war ein erneuter Antrag erfolgreich, da mit dem heutigen Vereinspräsidenten Klaus-Dieter Fischer ein Prellballspieler Mitglied des Vereinspräsidiums geworden war. Daraufhin wurde die Abteilung Turnspiele und Gymnastik gegründet, in der neben Prell- und Korbball auch Gymnastik und Seniorengymnastik ausgeübt werden. Seit ihrer Gründung wurde diese Abteilung von Meta Finke geführt, bis diese das Amt an den damaligen Sportwart Manfred Jacobi abgab. Mit dem Bau der noch im selben Jahr fertiggestellten Spielstätte SV Werder Halle wurde 1978 begonnen. 1985/86 und 1987/88 gelang der ersten Prellballmannschaft der Herren der Aufstieg in die erste Bundesliga, dem jeweils ein sofortiger Abstieg folgte. Die Frauen 30 wurden in der Saison 1989/90 Bremer und Norddeutscher Meister.[197]

Darüber hinaus engagiert sich diese Abteilung hauptsächlich im Freizeitsport für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Von allen Vereinsabteilungen hat sie heute die meisten sportlich aktiven Mitglieder.[198]

Die größten Erfolge der Prellballmannschaften:

  • Bremer Meister und norddeutscher Meister, Frauenklasse 30: 1989/90
  • Kreis- und Landesmeister, Norddeutscher Meister, Deutscher Meister Männerklasse 40: 1982/83 und 1989/90
  • Deutscher Meister Männerklasse 50: 2005

Die größten Erfolge der Korbballmannschaften:

  • Norddeutscher Meister Frauen: 1960
  • Norddeutscher Vizemeister Frauen (Halle): 1961, 1962, 1964, 1967
  • Deutscher Meister Jugend (Halle): 1989
  • Deutscher Meister Jugend (Feld): 1990
  • Deutscher Meister Schülerinnen (Feld): 1981, 1985
  • Deutscher Meister Schülerinnen (Halle): 1985
Name Tätigkeitsbezeichnung
Claudia Lasch Vorsitzende
Heike Hoffmeister-Eilts Stellvertretende Vorsitzende
Markus Schmieding Sportwart
Nele Eilts Beisitzerin Gymnastik
Dominic Abasi Beisitzer Spiele, Jugendwart
Cornelia Dehne Beisitzerin Korbball
Sarah Janosch Beisitzerin Tanzsport
Janne Herzog Beisitzer Schrift- u. Pressewartin
Christiane Dürkop Kassenwartin

Werder Bremen besitzt seit 2018 eine E-Sport-Abteilung. Der alleinige Schwerpunkt liegt hierbei auf der Fußballsimulation FIFA. Seit Januar 2019 beteiligte sich Werder mit den Spielern Mohammed „MoAuba“ Harkous, Michael „MegaBit“ Bittner und Eleftherios „Leftinho“ Ilias unter anderem an der VBL Club Championship mit 22 Teams aus der ersten und zweiten Liga.[199] Werder Bremen gewann hier 2019 die deutsche Meisterschaft sowohl im Teamwettbewerb (Liga-Modus) als auch in der Einzelwertung (Turniermodus). Dort besiegte MegaBit (Xbox) in einem reinen „Werder-Finale“ seinen Teamkollegen MoAuba (PlayStation), beide hatten sich über den Sieg in ihrem jeweiligen Konsolen-Turnierzweig für das Finale qualifiziert. Im April 2019 waren MoAuba und Megabit die ersten Vertreter der neuformierten deutschen eFootball-Nationalmannschaft beim FIFA eNations Cup. Dort schieden sie als Mitfavoriten bereits in der Vorrunde aus. Im August 2019 wurde MoAuba – als erster Deutscher – Sieger des FIFA Interactive World Cup.[200] Kurz darauf verließ dieser Werder Bremen und wurde durch Erhan „Dr. Erhano“ Kayman ersetzt.[201]

Im Jahr 2020 gewann Werder mit den Spielern Michael „MegaBit“ Bittner und Erhan „Dr. Erhano“ Kayman erneut die VBL Club Championship.

  • Jörn Christiansen (Hrsg.): Werder Bremen – 10 Jahre Sport im Rampenlicht. NWD Verlagsgesellschaft, Bremerhaven 1998, ISBN 3-927857-97-1.
  • Stefan Freye, Heinz Fricke, Ulrich Kühne-Hellmessen: Mein SV Werder – Die größten Momente. Die Werkstatt, Rastede 2019, ISBN 978-3-7307-0448-6.
  • Norbert Kuntze: Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden. Mit einem Beitrag von Harald Klingebiel zur Geschichte des Vereins. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, ISBN 3-89533-109-0.
  • Walter Ludwig Tegelbeckers, Dietrich Milles (Hrsg.): Quo vadis, Fußball? Vom Spielprozess zum Marktprodukt. Die Werkstatt, Göttingen 2000, ISBN 3-89533-298-4.
  • Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: Neunzig Jahre SV „Werder“ 1899–1989. Verlag der Bremer Tageszeitungen, Bremen 1988.
  • Arnd Zeigler: Das W auf dem Trikot – 40 Jahre Werder Bremen in der Bundesliga. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-695-6.
  • Arnd Zeigler: Lebenslang grün-weiß. Edition Temmen, Bremen 2006, ISBN 3-86108-564-X.
Commons: Werder Bremen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b „60.000 Mitglieder: Werder knackt nächste Marke“. In: Werder.de. Werder Bremen, 3. März 2025, abgerufen am 4. März 2025.
  2. Satzung und Jugendordnung des Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V. (PDF) In: werder.de. 5. September 2021, abgerufen am 27. Dezember 2022.
  3. gem. 3-Punkte-Regel
  4. Harald Klingebiel: Die Vereinsgeschichte 1899–1987. In: Norbert Kuntze: Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 247 und 253.
  5. a b Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: Neunzig Jahre SV „Werder“ – 1899-1989. Verlag der Bremer Tageszeitungen AG, Bremen 1988, S. 8 ff.
  6. Die Gründungsgeschichte erzählt von Dieter Eilts. In: gruendungsort-werder.info. Initiative „Gründungsort Werder Bremen“, 4. Februar 2023, abgerufen am 4. Februar 2023.
  7. Chronik 1899-1932. In: Werder.de. Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V., abgerufen am 5. Januar 2023.
  8. Lukas Bracht: Der SV Werder von der Gründung bis 1945. In: Werder im Nationalsozialismus. 1. Auflage. Verlag Die Werkstatt GmbH, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-7307-0567-4, S. 13.
  9. Satzungsänderungsvorschläge des Präsidiums bzgl. der Satzung des Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V. (PDF; 0,7 MB) In: Werder.de. Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V., 23. August 2021, abgerufen am 5. Januar 2023.
  10. a b c Christoph Seils: Fussball: Lebenslang Grün-Weiß. In: Zeit Online. 11. Mai 2007, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  11. Harald Klingebiel: Die Vereinsgeschichte 1899–1987. In: Norbert Kuntze: Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 256.
  12. a b c d e f g h i 1899-1947. In: werder.de. SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  13. a b c Werder Bremen » Steckbrief. In: weltfussball.de. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  14. Harald Klingebiel: Die Vereinsgeschichte 1899–1987. In: Norbert Kuntze: Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 271.
  15. Harald Klingebiel: Die Vereinsgeschichte 1899–1987. In: Norbert Kuntze: Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 245–302, hier S. 274.
  16. Wallenhorst 1998, 154 f.
  17. Stadion-Historie. In: werder.de. SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  18. Norbert Kuntze: Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 74.
  19. Werder.de: Juden im deutschen Fußball und bei Werder Bremen (Memento vom 13. März 2014 im Internet Archive)
  20. Nils Havemann: Fußball unterm Hakenkreuz: der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz. Campus-Verlag, Frankfurt am Main / New York 2005, S. 213 ff.
  21. Werder.de: 1933-1945 Werder Bremen im Nationalsozialismus. In: werder.de. Abgerufen am 27. Oktober 2023.
  22. Werder.de: Der Mann, der Schalke die Spieler wegholte (Memento vom 3. Februar 2014 im Internet Archive)
  23. a b Hardy Grüne: Werder Bremen. In: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7: Vereinslexikon. AGON-Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9, S. 91–92.
  24. vgl. Weser-Kurier vom 29. September 1945, S. 4: „Der Sportaufbau in Bremen“, und folgende Ausgaben.
  25. Ausführlich vgl. Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: Neunzig Jahre SV „Werder“ 1899–1989. Verlag der Bremer Tageszeitungen, Bremen 1988, S. 203 ff.: „Wiedergründungsphase“; sowie (ungenau) Werder und das Weserstadion. In: spurensuche-bremen.de. 22. Juli 2010, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  26. SV Werder Bremen. In: weltfussballarchiv.com. Abgerufen am 16. Oktober 2019 (englisch).
  27. Uelzmann – Ackerschott, Kraatz – Tibulski, Kaufmann, Behrens – Mohrmann, Fehrmann, Gräf, Heinrich, Emmerich; außerdem Stürmer.
  28. Weser-Kurier vom 20. November 1945.
  29. Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: Neunzig Jahre SV „Werder“ 1899–1989. Verlag der Bremer Tageszeitungen, Bremen 1988, S. 220.
  30. vgl. Hans-Joachim Wallenhorst, Harald Klingebiel: Neunzig Jahre SV „Werder“ 1899–1989. Verlag der Bremer Tageszeitungen, Bremen 1988. S. 216 f.
  31. Zeigler 2006, S. 15 ff.
  32. Zeigler 2006, S. 25.
  33. Zeigler 2006, S. 108 f.
  34. a b c d e f g h i Bundesliga 1963/1964 » Zuschauer » Heimspiele. In: weltfussball.de. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  35. Zeigler 2006, S. 125 ff.
  36. a b Zeigler 2006, S. 118.
  37. Zeigler 2006, S. 119
  38. Werder Bremen vs. Hannover 96 auf fussballdaten.de
  39. a b Bier und Malteser: Bitte einen Ahlenfelder (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchiv archive.today), Nordsee-Zeitung, 11. Februar 2013.
  40. Zeigler 2006, S. 237 ff.
  41. a b c d e Westfälische Nachrichten: Das Foul des Jahrhunderts – 1981/82: Der Fall Lienen/Siegmann – Trainer ohne Lizenz erobert die Liga, Sport, Münster, Harald Pistorius, 20. Juni 2013.
  42. Kicker: Eisernen können sogar in die Fußstapfen des FC Bayern treten – Beste Bundesliga-Aufsteiger nach vier Jahren: Union auf Werders Spuren, Bundesliga, jer, 11. Februar 2023
  43. Andreas Lesch: Hängende Spitze. In: Berliner Zeitung. 6. April 2004, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  44. Zeigler 2006, 313.
  45. Zeigler 2006, S. 339 ff.
  46. Johannes Freytag: Otto Rehhagel: Modern ist, wer gewinnt. In: ndr.de. Norddeutscher Rundfunk, 9. Juli 2015, abgerufen am 10. Oktober 2016.
  47. Zeigler 2006, S. 437 ff.
  48. Zeigler 2006, S. 487 ff.
  49. a b Zeigler 2006, S. 539 ff.
  50. CL-Überraschung Werder Bremen: Gelassenheit in der Todesgruppe. In: Spiegel Online. 1. November 2006, abgerufen am 1. November 2019.
  51. „Werder funkt SOS“, Kicker-Sportmagazin, Bundesliga, S. 8., Hans-Günter Klemm, 26. Juli 2007 Nr. 61.
  52. Große Hoffnungen, große Enttäuschungen. In: Kreiszeitung. 21. Dezember 2011, abgerufen am 28. August 2013.
  53. Huntelaar vermiest Werder das Saisonfinale. In: werder.de. SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, 5. Mai 2012, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  54. „Gott sei Dank ist es vorbei“. In: Kreiszeitung. 5. Mai 2012, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  55. Jüngste Startelf. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  56. Allofs-Wechsel perfekt – Werder wütend. In: welt.de. 14. November 2012, abgerufen am 6. April 2018.
  57. Dutt wird Nachfolger von Schaaf. In: Frankfurter Rundschau. 27. Mai 2013, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  58. Dutt sagt Ja, der DFB noch Jein. In: Kreiszeitung. Kreiszeitung, 24. Mai 2013, abgerufen am 21. September 2013.
  59. „Dutt ist eine gute Entscheidung für Werder“. In: Kreiszeitung. 25. Mai 2013, abgerufen am 21. September 2013.
  60. Der schlechteste Trainer der Vereins-Geschichte. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. Oktober 2014, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  61. Aus für Dutt in Bremen – Skripnik und Frings übernehmen. In: welt.de. 25. Oktober 2014, abgerufen am 6. April 2018.
  62. Kevin Sommer, Maik Hanke: Bisheriger U23-Coach steigt auf – Baumann macht Kohfeldt zum Chef. In: deichstube.de. 10. November 2017, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  63. Werder-Coach Florian Kohfeldt will so weitermachen – aber besser. In: deichstube.de. 1. Februar 2020, abgerufen am 27. Juni 2020.
  64. Kohfeldt muss gehen – Schaaf soll Werder Bremen vor dem Abstieg retten. Werder steht nur noch auf dem Relegationsplatz, jetzt hat sich der Klub doch von Florian Kohfeldt getrennt. Der ehemalige Bremer Trainer Thomas Schaaf übernimmt bis Saisonende. In: Spiegel Online. 16. Mai 2021, abgerufen am 16. Mai 2021.
  65. 42.407! Mitgliederzahl des SV Werder Bremen erreicht neuen Höchststand. In: werder.de. 20. Dezember 2022, abgerufen am 19. Dezember 2024.
  66. Neue Struktur der Mitgliedschaft beschlossen. In: werder.de SV Werder Bremen. 19. November 2023, abgerufen am 19. Dezember 2024.
  67. Neubeginn mit Markus Anfang. In: werder.de, 1. Juni 2021, abgerufen am 28. November 2021.
  68. Markus Anfang und Florian Junge treten mit sofortiger Wirkung von ihren Posten zurück. In: werder.de, 20. November 2021, abgerufen am 28. November 2021.
  69. Zenkovic und Rapp mit positiven Corona-Befunden. In: werder.de, 23. November 2021, abgerufen am 28. November 2021.
  70. Ole Werner wird neuer Cheftrainer von Werder Bremen. In: werder.de, 28. November 2021, abgerufen am 28. November 2021.
  71. Denkwürdige Schlussphase: Werder schockt Dortmund in sechs Minuten. In: kicker.de, 20. August 2022.
  72. Heimfluch besiegt, Gladbach überrollt: Füllkrug und Ducksch drehen auf. In: kicker.de, 1. Oktober 2022.
  73. Und dann kam Weiser! Werder sorgt in München für eine faustdicke Überraschung. In: kicker.de, 21. Januar 2024.
  74. Doppelpacker Ducksch führt Bremen zum Sieg. In: kicker.de, 21. April 2024.
  75. Norbert Kuntze: Werder Bremen. Eine Karriere im kühlen Norden. Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 3. Aufl. 1997, S. 22.
  76. Bremen schaffte etwas, was in den Top-5-Ligen zuletzt 8529-mal nicht gelang. In: Kicker Online, 21. August 2022, abgerufen am 21. August 2022.
  77. Die Bruchweg-Boys und immer wieder Bayern: Sieg nach 0:3-Rückstand: Werders acht Vorgänger, kicker.de, 30. September 2024
  78. Oliver Fritsch: Kommentar: Hamburger SV: Ein Abstieg nach sehr langem Anlauf. In: zeit.de, 12. Mai 2018.
  79. Vjekoslav Keskic: Meiste Spiele in der Bundesliga: Bayern absolviert sein 1.935 Spiel und überholt Werder. In: fcbinside.de. 19. März 2022, abgerufen am 3. September 2024.
  80. „Immer alles gegeben“: Werder-Legende Mirko Votava geht in den Ruhestand. In: werder.de. 29. Juni 2022, abgerufen am 7. Juli 2022.
  81. wk/par: Von Baumann bis Toprak: Werder Bremens Kapitäne seit 1997. In: weser-kurier.de. 27. Januar 2022, abgerufen am 7. Juli 2022.
  82. Werder Bremen - Kapitäne. In: worum.org. Abgerufen am 7. Juli 2022.
  83. Ehrenspielführer. In: werder.de, abgerufen am 25. Juli 2022.
  84. „Bremens Beckenbauer“ verstorben: Werder trauert um ehemaligen Kapitän Röntved. In: Kicker. 16. Mai 2023, abgerufen am 18. Mai 2023.
  85. Mainz-Kapitän Noveski: Der Eigentor-König der Bundesliga. In: Der Spiegel. 18. Februar 2012, abgerufen am 19. Mai 2023.
  86. SV Werder Bremen – 2006/2007 – Spielplan. In: fussballdaten.de. Abgerufen am 16. Oktober 2019.
  87. Timo Schmidt: Vor dem Start der zweiten Saisonhälfte – Auswärts-Torrekord und Traumtor-Alarm: Daten und Fakten zur Hinrunde. In: kicker.de. 17. Januar 2025, abgerufen am 18. Januar 2025.
  88. "Fußballer des Monats": Ailton vor Micoud. In: n-tv.de. 6. Dezember 2003, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  89. Wahl zum Fußballer des Monats August 2006 (Memento vom 10. November 2007 im Internet Archive)
  90. Werder Bremen-Presseservice: Werder dominiert seit 12 Monaten die Wahlen zum „Fußballer des Monats“ Diego Titelträger im Oktober. In: presseportal.de. 2. November 2006, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  91. Wahl zum Fußballer des Monats Oktober 2008 (Memento vom 9. März 2009 im Internet Archive)
  92. Bayerns Fernschüsse, Augsburgs Ballbesitzproblem: Freiburgs merkwürdiger Rekord: Fünf Zahlen zum 27. Spieltag. In: Kicker. 10. April 2023, abgerufen am 10. April 2023.
  93. Björn Knips: Deutlicher Sieg im DFB-Pokal: Werder schlägt Atlas mit dreifachem Rekord. In: deichstube.de. Kreiszeitung, 11. August 2019, abgerufen am 12. August 2019.
  94. Werder Bremen schreibt beim BVB Bundesliga-Geschichte. In: bundesliga.com. Abgerufen am 21. August 2022.
  95. Weiser über Werder: „Das zeichnet uns zurzeit aus“ – Rausch gegen Gladbach statt Hemmungen in der 2. Liga. In: Kicker. 4. Oktober 2022, abgerufen am 5. Oktober 2022.
  96. Marius Winkelmann: Rekord für Werders „Küken“: Chiarodia ist jüngster Bremer DFB-Pokal-Spieler aller Zeiten. In: weser-kurier.de. 21. Oktober 2022, abgerufen am 26. Juni 2023.
  97. DFB-Pokal: Älteste Spieler. In: Der Spiegel. Abgerufen am 26. Juni 2023.
  98. Bundesliga-Rekord: Die Gründe für die späten Werder-Tore. In: kicker.de, 4. September 2022, abgerufen am 4. September 2022.
  99. Werder-Talent Chiarodia: „Nicht drumherum reden, dass Interesse da ist“. In: Kicker. 22. Dezember 2022, abgerufen am 24. Dezember 2022.
  100. Ranking: Werders älteste Spieler in der Vereinsgeschichte. In: weser-kurier.de. 31. Mai 2022, abgerufen am 24. Dezember 2022.
  101. Spieler. In: werder.de. SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, abgerufen am 15. Juli 2024.
  102. Entscheidung gefallen: Marco Friedl ist neuer Werder-Kapitän auf Werder.de, abgerufen am 24. Juli 2022
  103. Fußball | U19 Mannschaft, werder.de
  104. Zeigler 2006, S. 573.
  105. Zeigler 2006, S. 90.
  106. Zeigler 2006, S. 91.
  107. a b Zeigler 2006, S. 169 f.
  108. Allofs und Schaaf verlängern Verträge in Bremen. In: Stern. 19. Dezember 2011, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  109. Vertragsverlängerung für Klaus Allofs und Thomas Schaaf. In: werder.de. SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, 19. Dezember 2011, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  110. Der SV Werder und Thomas Schaaf trennen sich. In: werder.de. SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, 15. Mai 2013, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  111. Werder stellt Dutt frei / Skripnik neuer Chefcoach. In: Werder Bremen. SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, 25. Oktober 2014, abgerufen am 25. November 2022.
  112. kicker.de: Werder zieht die Reißleine: Skripnik entlassen . Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  113. Zenkovic und Rapp mit positiven Corona-Befunden, werder.de, 23. November 2021, abgerufen am 23. November 2021.
  114. Ole Werner wird neuer Cheftrainer bei Werder Bremen. In: werder.de. 28. November 2021, abgerufen am 28. November 2021.
  115. Daniel Cottäus, Björn Knips: Der SV Werder Bremen will Trainer Ole Werner, aber es gibt Probleme. In: deichstube.de. 27. November 2021, abgerufen am 29. November 2021.
  116. 3. Liga – Spielplan 2008/2009. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund e. V., abgerufen am 17. Oktober 2019.
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