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„Nierenstein“ – Versionsunterschied

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Bei diesem Verfahren zur Zertrümmerung von in der Niere befindlichen Steinen und/oder anderen Verhärtungen wird versucht mit Hilfe von gebündelten Schallwellen, welche genau auf die betroffene Stelle gerichtet werden ohne einen percutanen Schnitt durchführen zu müssen, den Fremdkörper soweit zu zerkleinern, dass er entweder auf natürliche oder operative Weise entfernt werden kann.
Bei diesem Verfahren zur Zertrümmerung von in der Niere befindlichen Steinen und/oder anderen Verhärtungen wird versucht mit Hilfe von gebündelten Schallwellen, welche genau auf die betroffene Stelle gerichtet werden ohne einen percutanen Schnitt durchführen zu müssen, den Fremdkörper soweit zu zerkleinern, dass er entweder auf natürliche oder operative Weise entfernt werden kann.


==Weblinks==
==Externe Verweise==
*http://www.gesundheit.de/roche/ro25000/r26517.html
*http://www.gesundheit.de/roche/ro25000/r26517.html
*http://www.m-ww.de/krankheiten/nephrologie/nierensteine.html
*http://www.m-ww.de/krankheiten/nephrologie/nierensteine.html

Version vom 22. Oktober 2004, 11:08 Uhr

Nierensteine sind Ablagerungen in den Nierengängen und/oder ableitenden Harnwegen. Sie entstehen, wenn das Löslichkeitsprodukt für bestimmte Salze im Urin unterschritten wird.

Nierensteine entstehen vor allem in Zeiten mit einem vermehrtem Flüssigkeitsbedarf, z. B. im Sommer.

Nierensteine können sich im Nierenbecken bilden, es kann aber auch zu einer Auskristallisation im Nierengewebe kommen zb bei der Uratniere.

Durch Nierensteine kann die Funktion der Niere beeinträchtigt werden und es kann zu einer Nieren-Dysfunktion kommen; z. B. durch Rückstau des Harns in die Nierenkanäle.

Der medizinische Fachausdruck für Nierensteine ist Nephrolithiasis oder Urolithiasis.

Am häufigsten bestehen Nierensteine aus Calcium-Oxalat. Die Bildung von Nierensteinen kann durch erhöhte Oxalsäure-Werte begünstigt werden, die in einigen Nahrungsmitteln wie Rhabarber oder Roter Bete enthalten ist. Die Möglichkeit zur Bildung von Calcium-Oxalat kann durch Aufnahme von Fruchtsäuren (Ascorbinsäure) verringert werden.

Arten von Nierensteinen

  • Calciumoxalat
  • Calciumphosphat
  • Magnesiumammoniumphosphat
  • Urat
  • Cystin

Auch Mischformen sind möglich.

Untersuchungsmethoden beim Verdacht auf Nierensteine

  • Ultraschall
  • Röntgen Kontrastdarstellung der Niere und ableitenden Harnwege (sog. iv-Pyelogramm)
  • Untersuchung des Urins ( zb auf Spuren von Blut = Hämaturie)
  • Retrograde Darstellung der Harnwege
  • Endoskopische Verfahren
  • CT
  • NMR

Am häufigsten werden der Ultraschall, die Urinuntersuchung und das iv-Pyelogramm durchgeführt.

Medizinische Bedeutung

Nierensteine können recht groß werden und müssen dann operativ entfernt werden.

Bei dem Versuch des Körpers die Nierensteine auszuscheiden, werden oft so genannte Nieren-Koliken hervorgerufen. Die Fremdkörper werden durch Muskelkontraktionen der ableitenden Harnwege in Richtung Blase geschoben. Dabei müssen sie durch drei Engstellen, an denen die Nierensteine hängen bleiben können. Die durch die dann verstärkten Muskelkontraktionen hervorgerufenen Schmerzen werden als Koliken (Nierenkoliken) bezeichnet.

Entfernung der Nierensteine

Vor der operativen Entfernung (besonders von Nierenbeckensteinen) wird versucht, die Steine durch vermehrten Urin auszuspülen. Dies wird durch erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und den Harndrang und die Harnproduktion steigernde Medikamente erreicht. Eine weitere Methode stellt die Zeiß'sch-Schlinge dar, bei der ein Katheter mit einer Schlinge über die Harnröhre in den Harnleiter eingeführt. In aller Regel verfängt sich der Stein in der Schlinge und durch ein dann angebrachtes Gewicht wird versucht, den Stein schneller aus den Harnwegen zu entfernen. Eine neue Methode ist die Zertrümmerung der Harnsteine durch Ultraschall. Hierbei kann meist auf einen stationären Eingriff verzichtet werden.

Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL)

Diese Methode kommt vor allem bei größeren Steinen, die ausgeprägte Harnstauungen verursachen, zum Einsatz. Dabei wird durch einen kleinen Hautschnitt ein Endoskop eingeführt, über das anschließend die Zertrümmerung des Steins mit Stoßwellen stattfindet.


Extrakorporale Stoßwellenlytotrypsie (ESWL)

Bei diesem Verfahren zur Zertrümmerung von in der Niere befindlichen Steinen und/oder anderen Verhärtungen wird versucht mit Hilfe von gebündelten Schallwellen, welche genau auf die betroffene Stelle gerichtet werden ohne einen percutanen Schnitt durchführen zu müssen, den Fremdkörper soweit zu zerkleinern, dass er entweder auf natürliche oder operative Weise entfernt werden kann.