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„VIVA Deutschland“ – Versionsunterschied

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{{Dieser Artikel|behandelt den Fernsehsender. Für die Schauspielerin "Viva" siehe den Artikel [[Susan Hoffman]]}}
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'''VIVA''' ist ein deutscher [[Fernsehsender]] mit Sitz in [[Berlin]], der hauptsächlich [[Musikvideo]]s sendet. VIVA wurde [[1993]] gegründet und trat damals, als zweiter Musiksender in Deutschland, zu MTV in Konkurrenz jedoch heutzutage gehört er mit zu [[Viacom]], der [[MTV]] auch besitzt.
'''VIVA''' ist ein deutscher [[Fernsehsender]] mit Sitz in [[Berlin]], der hauptsächlich [[Musikvideo]]s sendet. VIVA wurde [[1993]] gegründet und trat damals, als zweiter Musiksender in Deutschland, in Konkurrenz zu [[MTV]]. Inzwischen gehören beide Sender zum Medienkonzern [[Viacom]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==

Version vom 29. September 2005, 21:25 Uhr

VIVA ist ein deutscher Fernsehsender mit Sitz in Berlin, der hauptsächlich Musikvideos sendet. VIVA wurde 1993 gegründet und trat damals, als zweiter Musiksender in Deutschland, in Konkurrenz zu MTV. Inzwischen gehören beide Sender zum Medienkonzern Viacom.

Geschichte

Dieter Gorny, derzeitiger Vorstandsvorsitzender, gründete 1993 VIVA, dessen Programm ab dem 1. Dezember 1993 über 24 Stunden hinweg gesendet wurde. Von Anfang an wurde auf ein deutschsprachiges Sendekonzept Wert gelegt, wodurch 1994 zum ersten Mal (laut eigenen Angaben) die Marktführerschaft errungen werden konnte. Nach dem Wiedereintritt von MTV in das Free-TV verlor VIVA zwischenzeitlich die Oberhand, liegt aber mittlerweile (nach Daten von Mitte 2004) bei den Zuschauerzahlen in der werberelevanten Zielgruppe leicht in Führung. Das erste Video war „Zu geil für diese Welt“ von den Fantastischen Vier.

Seit 1995 vergibt der Sender den Musikpreis Comet. Im gleichen Jahr wurde zum 21. März der Ableger VIVA Zwei ins Leben gerufen, der lange defizitär betrieben wurde. Das Hauptaugenmerk von VIVA Zwei lag auf einem alternativeren Musikstil, vornehmlich Rock. Im Zuge der Konsolidierung auf dem Markt wurde VIVA Zwei am 1. Januar 2002 in VIVA Plus umbenannt und auf einen ertragreicheren Weg zurückgeführt. Dazu gehörte auch die Rückführung des musikalischen Stils in Richtung Popmusik.

Ab dem Jahr 2000 setzte VIVA mit seinem Konzept stark auf europäische Expansion mit Tochtersendern in der Schweiz, Österreich und Polen. Dazu kamen diverse Beteiligungen an anderen Sendern.

2003 geriet VIVA in die Kritik, als bekannt wurde, dass bei der Rotation der Musikvideos heimlich Plätze für die Plattenfirma Universal reserviert wurden, die dadurch ihre Titel besser positionieren wollte.

2004 wurde er von Viacom übernommen zu denen auch die internationale MTV Group gehört.

VIVA Media AG

Viacom Holdings Germany LLC
VIVA Media AG
VIVA Fernsehen GmbH VIVA Plus Fernsehen GmbH (51 %) Brainpool TV GmbH VIVA Media Enterprises GmbH (70 %)
VIVA Fernsehen GmbH
  • VIVA Plus Fernsehen GmbH (51 %) (Viacom Holdings Germany LLC)
  • The Box, Niederlande (100 %)
  • S Media Vision AG, Schweiz (96 %)
  • VIVA TV Productions Sp. z o.o., Polen (100 %)
  • Z+ Broadcasting Company Ltd., Ungarn
BRAINPOOL TV GmbH
  • Ladykracher TV-Produktion (50 %) (Anke Engelke)
  • Raab TV-Produktion GmbH (50 %) (Stefan Raab)
  • Ronin International Entertainment AG, Schweiz (20 %)
  • Mea Culpa MediaVerwertungsGmbH (100 %)
  • Cape Cross Studio- u. FilmlichtGmbH (51 %)
  • e-tv Internet-Produktions- und VermarktungsGmbH (100 %)
  • Köln Comedy Festival GmbH (66,83 %)
  • Spotting Image GmbH (25,95 %)
  • Stein TV-Produktion GmbH (50 %)
  • Pocher TV GmbH (66,67 % *) (Oliver Pocher)
  • Mario Barth TV ProduktionsGmbH (66,67 % *)
  • Punani Enterprises GmbH (50 %)
  • Elton TV Produktions GmbH (66,67 % *)

Anmerkung: Die Namen in Klammern geben an, wer wahrscheinlich den Rest an dem Unternehmen hält.
*) gehalten von Raab TV-Produktion GmbH

Das Unternehmen VIVA Media AG ist unterteilt in VIVA Fernsehen GmbH, Brainpool TV GmbH, sowie in die VIVA Media Enterprises. Alleiniger Aktionär (seit einem im Juni 2005 endgültig vollzogenen Squeeze-Out) der AG ist das Medienunternehmen Viacom, dem auch der (ehemalige) Konkurrenzsender MTV gehört. Eine marktbeherrschende Stellung auf dem dafür betroffenen Märkten, insbesondere der Markt für Fernsehwerbung sei laut Bundeskartellamt nicht gegeben. Selbst im Hinblick auf die werberelevante Zielgruppe (musikinteressierte Personen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren) sei keine marktbeherrschende Stellung wahrscheinlich, so resumiert das Kartellamt, da Unternehmen auf den Konkurrenzkanälen, vornehmlich SAT.1 und RTL, für die gleiche Zielgruppe ähnlich viel Werbung schalten. Trotzdem fördert diese Konzentration bei Spartensendern mit Musikangeboten zu einer für den Verbraucher marktbeherrschenden Stellung. Dies tut aber bei kartellrechtlichen Überlegungen wenig zur Sache, da der TV-Konsument nur in Form von Zeit und Aufmerksamkeit für das Programm „bezahlt“.

Nachdem sich am 26. November 2004 in deutschen Tageszeitungen die Informationen über eine geplante Schließung von VIVA verdichtet hatten, fand am 14. Januar 2005 die letzte Hauptversammlung statt, auf der Viacom schließlich die Geschäftsführung übernahm. Auf einer außerordentlichen Geschäftsversammlung wurde neben einem Squeeze-Out auch ein Beherrschungsvertrag von Viacom über VIVA Media beschlossen. Dadurch steht VIVA Media unter vollständiger und uneingeschränkter Kontrolle von Viacom. 240 der 300 VIVA-Mitarbeiter werden entlassen. Trotz Widerstand des Landes Nordrhein-Westfalen wird das „Musikfernsehgeschäft“ von VIVA nach Berlin zu MTV ziehen. Der Sender soll aber weiterhin von Köln aus senden. VIVA Plus und Brainpool werden vorerst in Köln bleiben.

Es ist angeblich geplant, demnächst die Gesellschaften „VIVA Fernsehen GmbH“, „VIVA Plus Fernsehen GmbH“ und „VIVA Media AG“ auf die „MTV Networks Germany GmbH“ zu übertragen. Des Weiteren halten sich seit der Übernahme Gerüchte, dass die Brainpool-Gründer um Jörg Grabosch die Brainpool TV GmbH von der VIVA Media AG zurückkaufen wollen.Ferner ist leider anzumerken,dass vom einstigen Musik Fernsehen Viva im Kern nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Moderatoren

Seit 1993

Zurzeit

Vorlage:Tochtergesellschaften von Viacom Inc.