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Umwelt-Campus Birkenfeld

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Inoffizielles Logo des UCB, findet sich aber auch auf offiziellen T-Shirts oder Ansteckern. In Briefen wird jedoch zusätzlich eine Abwandlung des Logos der FH-Trier genutzt.
Fachhochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld
Motto: ... mehr als eine Fachhochschule
Hochschultyp: Fachhochschule
Vizepräsident: Prof. Dr.-Ing Michael Bottlinger,
zuständiger Vizepräsident
für den Campus
Gründungsjahr: 1996
Ort: Birkenfeld, Rheinland-Pfalz,
Deutschland
Studiengänge: 16
Fachbereiche: 2 am Standort
immatrikulierte Studenten: ca. 1.900 09/2005
flächenbez. Studienplätze: 1.900 09/2005
Betreuungsverhältnis
Professor zu Studierenden:
38:1
Absolventen pro Jahr: ca. 100, Tendenz steigend
Mitarbeiter: 141
davon Professoren: 49
Anschrift: Campusallee
55768 Neubrücke
Website: www.umwelt-campus.de
Karte
Datei:Karte Birkenfeld.png
Birkenfeld

Der Umwelt-Campus Birkenfeld liegt in der Nähe der Stadt Birkenfeld im Hunsrück und ist ein Außenstandort der Fachhochschule Trier mit etwa 1.850 Studenten und 50 Professoren. Organisatorisch gliedert sich der Campus in 2 Fachbereiche, Umweltwirtschaft/Umweltrecht und Umweltplanung/Umwelttechnik. Im ersteren sind die wirtschaftlich und rechtlich orientierten Studiengänge angesiedelt, im letzteren die technisch orientierten Studiengänge. Der Campus versteht sich als Ort der angewandten Forschung, deshalb beherbergt er 6 Institute und 5 Kompetenzzentren (welche ähnlich wie Institute arbeiten), sowie diverse Forschungsprojekte und studentische Initiativen. Das Campusgelände mit 6 Studentenwohnheimen ermöglicht gemeinsames Leben, Lernen und Arbeiten an einem Ort. Der Umwelt-Campus Birkenfeld wird als einzige deutsche Hochschule ausschließlich mit erneuerbarer Energie (Strom und Heizwärme) versorgt.

Studiengänge

Kleine Gruppen, modernste Einrichtungen und internationale Kontakte sind drei von vielen Argumenten, warum bisher über 1800 Studierende am Umwelt-Campus in Birkenfeld studieren. Die Fachhochschule am Umwelt-Campus Birkenfeld bietet in zwei Fachbereichen acht Bachelor- und sieben Master-Studiengänge an, ein weiterer Master-Studiengang ist in Planung.

Bachelor Studiengänge

  • Maschinenbau / Produktentwicklung und Technologiemanagement (Bachelor of Engineering)
  • Bio-, Umwelt- und Prozess- Verfahrenstechnik (Bachelor of Engineering)
  • Physikingenieurwesen (Bachelor of Engineering)
  • Wirtschaftsingenieurwesen / Umweltplanung (Bachelor of Science)
  • Angewandte Informatik (Bachelor of Science)
  • Medieninformatik (Bachelor of Science)
  • Umwelt- und Betriebswirtschaft (Bachelor of Arts)

diese haben eine Regelstudienzeit von 6 Semestern,

  • Wirtschafts- und Umweltrecht (Bachelor of Laws) von 7 Semestern.

Master Studiengänge

Contact, ein Treffpunkt für den Campus
  • Maschinenbau / Digitale Produktentwicklung
  • Business Administration and Engineering
  • Nachhaltige Prozessverfahrenstechnik
  • Energie- und Umwelttechnik
  • Angewandte Informatik
  • International Master of Material Flow Management, gemeinsam mit der Universität Ritsumeikan (Kyoto, Japan). Eröffnet die Möglichkeit eines Doppelabschlusses und steht unter der Schirmherrschaft von Herrn Jürgen Trittin.
  • Umwelt- und Betriebswirtschaft

umfassen 4 Semester.

  • Europäisches Wirtschaftsrecht (geplant ab WS 2006/07)

umfasst 3 Semester.


Studentische Initiative

Eines der Merkmale des UCB ist das überdurchschnittliche Engagement der Studenten. Diese betreiben selbstständig eine eigene Zeitung und stundenweise ein campuseigenes Fernsehprogramm. Ebenfalls wird von studentischer Seite die Zertifizierung des UCB nach ISO 14001, einer Umweltmanagementnorm vorangetrieben. Jedes Jahr sind weltweit Studenten des UCB in Projektarbeit, im Rahmen der Reisenden Hochschule aktiv, was sie schon nach China, Polen oder Brasilien führte. Auch wurde alleine für und durch Studenten eine studentische Unternehmensberatung am UCB gegründet, die Junior Consultants Birkenfeld. Auch das Internet des Standortes steht unter studentischer Regie.

Gründung

Datei:ZN am Tag.jpg
Der Zentrale Neubau des Campus

Die Fachhochschule wurde, auf Initiative des ehemaligen Landrats des Landkreises Birkenfeld, Dr. Ernst Theilen, auf dem Gelände eines ehemaligen US-Militär-Lazaretts errichtet. Der Umwelt-Campus wurde somit zu einem Vorzeige-Konversions-Projekt im Hunsrück, da hier ein altes Kasernengelände durch neue Technologien (Studiengänge) zum Leben erweckt wurde.

Die drei Gründungsprofessoren waren: Prof. Dr. Michael Eulenstein, Prof. Dr.-Ing. Hanns Köhler und Prof. Dr. Marott Bronder.

Geschichte

Militärlazarett

In der Nähe des größeren amerikanischen Standortes Baumholder, wurde das 98th General Hospital in Neubrücke errichtet. Das 44 Hektar große Krankenhausgelände wurde 1952 eröffnet und besaß 1.000 Betten sowie diverse medizinische Fachstationen: Chirurgie, Zahnmedizin, Orthopädie, Radiology, Rehabilitation, Augenheilkunde und vermutlich weitere.

In den 1970er Jahren bis 1984 war das Hospital aus Kostengründen geschlossen, anschließend wurde es zum weiteren Einsatz vorgehalten.

Der Hauptgebäudekomplex verläuft beidseitig kammförmig um einen Mittelgang in Ost-West Richtung, im südlichen Appendix befanden sich Versorgungseinrichtungen (Casino, Supermarkt, Kino, Kirche), im nördlichen, zumindest in den letzten Jahren, die Zahnarztpraxis. Im östlichen Teil befanden sich Mannschaftsquartiere, westlich in den freistehenden Gebäuden eine Grundschule und Wohnblocks. Südlich bei den Bahnschienen gab es Lager-/Güterabfertigungshallen die noch bis tief in die 1990er zum Verschluss des Mobilars des Krankenhauses genutzt wurden.

Interessant sind die umfangreichen Bahninstallationen für "the army hospital trains". Die Gleise bis auf den Campus sind heute entfernt. Der Bahnhof Neubrücke befindet sich allerdings in unmittelbarer Nähe. In der gleichen Ortschaft fand sich ebenfalls das Böhmer Airfield, heute ein Flugfeld mit einem Segelflugsportverein.

1994 gaben die Amerikaner das Hospital endgültig auf, bis 1996 standen die Gebäude leer.

Umwelt-Campus

Datei:UCB Nacht.jpg
Der Campus bei Nacht

Die Gebäude und das Gelände des ehemaligen Krankenhauses der US-Streitkräfte in Neubrücke wurden u.a. mit Hilfe des IB saniert und umgebaut. Anschließend entstand der Standort Birkenfeld der Fachhochschule Trier, genannt Umwelt-Campus an dieser Stelle.

Heute sind noch ein paar amerikanische Wohnblocks und eine Grundschule in Gebrauch. Die von den Amerikanern angelegte Sporthalle mit Tennisplätzen und angeschlossenem Fitness-Studio wird gerade von der Gemeinde Hoppstädten-Weiersbach und der Verbandsgemeinde Birkenfeld umfangreich saniert und soll danach von den Amerikanern, den Studierenden und den ansässigen Vereinen gemeinsam genutzt werden. Die Kirche auf dem Gelände wurde bis Ende des Jahrtausends weiterbetrieben, das Kino ist nun Hörsaal mit studentischen Kinoaktivitäten, der amerikanische Laden existiert noch. Diverse Gebäude in Neubrücke (als Ortsteil der Gemeine Hoppstädten-Weiersbach) sowie der näheren Gemeinden tragen bis heute "amerikanische Hausnummern" (vierstellig).

Forschung

Datei:Wohnheim UCB.jpg
Blick auf eines der Wohnheime

Obwohl der Umwelt-Campus erst seit 1996 besteht, wurden in dieser kurzen Zeit bereits eine Reihe von Instituten und Kompetenzzentren gegründet, um die wissenschaftlichen Aktivitäten zu bündeln und eine bessere Außendarstellung zu gewährleisten.

Diese zum Teil über die Region hinaus auch international bekannten Einrichtungen sind:

Institute

Kompetenzzentren

Siehe auch

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