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Leopold Unger

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Leopold Unger
Leopold Unger öffnet die Ausstellung "Wo ist Lemberg" in der Berliner Synagoge

Leopold Unger (Decknamen: Paul Mathil, Brukselczyk) (* 12. August 1922 in Lemberg) ist der älteste beruflich aktive polnische Journalist. Er wohnt seit 1969 in Brüssel.

In dem damals polnischen Lemberg in einer jüdischen Familie geboren, flüchtete er mit 17 Jahren am 17. September 1939 nach Rumänien, wo er den 2. Weltkrieg verbrachte.

Im Jahre 1948 wurde er Korrespondent der Polnischen Presseagentur PAP in Bukarest. Nach Warschau heimgekehrt, wurde er Sekretär der Redaktion von der Tageszeitung „Życie Warszawy“. Er war auch Auslandskorrespondent in Kuba.

Nach den März-Unruhen 1968 in Polen wurde Unger 1969 zur Ausreise gezwungen und fand Zuflucht in Belgien. Er wurde ständiger Mitarbeiter von „Le Soir“ unter dem Decknamen „Paul Mathil“. Er schrieb auch für "International Herald Tribune" sowie für Radio Free Europe und Pariser „Kultura“.

Nach der 1989er Wende wurde er ständiger Mitarbeiter der neu gegründeten Warschauer Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“. Trotz des hohen Alters versorgt Unger die Redaktion auch heute mit oft polemischen Artikeln.

Zum 85. Geburtstag 2008 ist das Buch Udało mi się mieć ciekawe życie (Es ist mir ein interessantes Leben gelungen) erschienen, mit den Texten von Władysław Bartoszewski, Bronisław Geremek, Ryszard Kapuściński, Leszek Kołakowski, Bohdan Osadczuk, Adam Daniel Rotfeld, Andrzej Wajda, Lech Wałęsa und Józef Życiński).

Am 30. Juni 2009 wurde Unger Ehrendoktor der Maria-Curie-Skłodowska-Universität Lublin.

Quelle

Commons: Leopold Unger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien