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Liste der denkmalgeschützten Objekte in Linz-Ebelsberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Linz und der Stadtteil Ebelsberg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Linz-Ebelsberg enthält die 20 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte des Linzer Stadtteils Ebelsberg.[1]

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

  • Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht.
  • Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt verwendet wird. Wird auf der Website der Stadt Linz eine andere Bezeichnung verwendet, ist diese Bezeichnung zusätzlich angeführt.
  • Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist die Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort (Pläne) wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Tipps: Über Bing Maps/Vogelperspektive kann das Objekt in einer hochaufgelösten 3-D-Ansicht, aus vier Himmelsrichtungen betrachtet werden. Durch Klicken von „Zeige alle Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.
  • Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.
  • Weitere Angaben: Es ist die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GStNr.) angegeben. Der Status gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (§2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurde.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Denkmale

Foto Denkmal Standort Beschreibung Weitere
Angaben
Bürgerhaus Ebelsberger Schloßberg 1
Standort (Pläne)
Der Bau wurde 1526 erstmals erwähnt. Während der Franzosenschlacht von 1809 abgebrannt, wurde es danach weitgehend adaptiert. Bis 1890 war es das Ledererhaus und gehörte danach zur Eisengießerei Steininger.

Das dreigeschossige Bürgerhaus hat eine stark klassizistisch geprägte, dem einfachen Altbau vorgeblendete, elegante Biedermeierfassade.

KG: Ebelsberg
GstNr.: .10/1
Status: Bescheid
Schloss Ebelsberg Vorlage:SortKey ist veraltet; bitte verwende Alternativen gemäß Hilfe:Tabellen/Sortierung #Veraltet.Ebelsberger Schloßweg 7
Standort (Pläne)
Die ursprüngliche Anlage wurde 1154 erstmals urkundlich erwähnt. Seit ihrem Bestehen wurde die Burganlage mehrfach aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen und Brandkatastrophen zum Teil völlig zerstört oder schwer beschädigt. Mehrere Jahrhunderte war das Schloss in passauischem Besitz, 1824 wurde es öffentlich versteigert. Meistbietender war Karl Theodor Kast, der 1826 einzog und mit der Sanierung der Brand- und Kriegsschäden begann – damals erhielt Schloss Ebelsberg seine heutige Außenerscheinung. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss durch Bombentreffer beschädigt. Die letzte Generalrestaurierung erfolgte ab 1978.

Der zweigeschossige Komplex mit den glatten, hell gestrichenen Fassadenfronten und flachen Satteldächern ist aufgrund der erhöhten Lage weithin über dem Stadtgebiet zu sehen.

KG: Ebelsberg
GstNr.: .5, .2
Status: Bescheid
Kaserne Ebelsberg Ebelsberger Schloßweg 24, 28
Standort (Pläne)
Die weitläufige Anlage wurde 1938–1940 errichtet und diente in den folgenden Jahren als Unterkunft für Verbände der Waffen-SS, Bedienstete der deutschen Reichsbahn und als Lager für Ostflüchtlinge. Nach dem Kriegsende bis 1950 waren in der Kaserne amerikanische Besatzungstruppen untergebracht. 1951–1956 beherbergte sie die Gendarmerieschule der B-Gendarmerie. Am 15. Mai 1967 wurde die Kaserne nach Johann Freiherr von Hiller „Hiller-Kaserne“ benannt.

Die Gebäude sind, in mehreren Reihen angeordnete, dreigeschoßige Blöcke mit ziegelgedeckten Walmdächern. Die nahezu quadratischen Fenster sind noch originalversprosst. Gaupen und Rauchfänge wurden neu errichtet oder verändert.

KG: Ufer
GstNr.: 154/7
Status: §2a
Informatik Hauptschule 23,
Schule Ebelsberg
Ebelsberger Schloßweg 26
Standort (Pläne)
Die Schule wurde 1946 erbaut. Bauherr war die Stadtgemeinde Linz, geplant wurde sie von Architekt Fritz Fanta. Die Schule befindet sich im Komplex der Hiller-Kaserne, ist aber vom Kasernenareal durch Umzäunung abgegrenzt. KG: Ufer
GstNr.: 154/11, .146/1, .153
Status: §2a
Kriegerdenkmal, Franzosendenkmal Fadingerplatz
Standort (Pläne)
Das Denkmal – ein Werk des Linzer Bildhauers Karl Hafner – wurde 1890 errichtet, 1909 (?) mit einem Doppeladler bekrönt und im Beisein von Erzherzog Franz Ferdinand am 2. Mai 1909 abermals enthüllt.

Ein Steinobelisk steht auf einem hohen dreiteiligen Sockel. Der Sockel trägt eine Tafel mit der Inschrift: „DEN am 3. Mai 1809 in heldenmütigem Kampf gefallenen österreichischen Soldaten darunter zahlreichen Wiener Freiwilligen gewidmet v. d. Gemeinden Ebelsberg u. Wien.“ Die Einfassung des Denkmals besteht aus drei schweren Eisenketten, die von vier eisernen, senkrecht stehenden, nachgebildeten Kanonenläufen gehalten werden.

KG: Ebelsberg
GstNr.: 866/4
Status: §2a
Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer und ehem. Friedhof Fadingerplatz
Standort (Pläne)
Die Kirche wurde 1263 erstmals erwähnt. Im Mai 1809 brannte sie ab. Erhalten blieben nur ein Teil der Hauptmauern und der Turm. 1811 wurde der Neubau vollendet. 1829 erfolgte die Weihe der Kirche dem heiligen Johannes dem Täufer durch den Linzer Bischof Gregor Thomas Ziegler. KG: Ebelsberg
GstNr.: 101/3; .61, 101/1, 101/2
Status: §2a
Marktbrunnen Fadingerplatz
Standort (Pläne)
Der Brunnen besteht aus einem sechseckigen Brunnenbecken aus Granit. Ein zentraler Brunnenpfeiler trägt einen Obelisk und eine Tafel mit der Inschrift: „Ich bin ein stummer Zeuge der Not und Kriegespein, die Ebelsberg gelitten. Anno 1809“. Ursprünglich stand der Brunnen in Platzmitte. 1965 wurde er abgetragen und 1966 am Vorplatz der Kirche wieder aufgestellt. KG: Ebelsberg
GstNr.: 101/3
Status: §2a
Bürgerhaus
Fadingerhaus
Vorlage:SortKey ist veraltet; bitte verwende Alternativen gemäß Hilfe:Tabellen/Sortierung #Veraltet.Fadingerplatz 5
Standort (Pläne)
Das Gebäude wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet. Seit dem 17. Jahrhundert Gasthaus Zum Goldenen Hirschen. Im 19. Jahrhundert wurde der Bau aufgestockt und 1982 renoviert. Das schmiedeeiserne Hauszeichen stammt aus dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts. Eine Tafel aus rotem Marmor erinnert an Stefan Fadinger. KG: Ebelsberg
GstNr.: .21
Status: Bescheid
Bürgerhaus
Markthaus
Vorlage:SortKey ist veraltet; bitte verwende Alternativen gemäß Hilfe:Tabellen/Sortierung #Veraltet.Fadingerplatz 9
Standort (Pläne)
Erstmals 1526 erwähnt. Ursprünglich ein Gasthaus, ehemaliges Marktrichterhaus, ab 1767 Markthaus.

Aus zwei Häusern, die im 16. Jahrhundert zusammengelegt wurden, bestehendes Gebäude. Am Zusammenstoß der beiden Häuser befindet sich breites, gefastes Rundbogentor aus dem 16. Jahrhundert. Die Fassade wurde im 20. Jahrhundert in einfacher, historisierender Form erneuert.

KG: Ebelsberg
GstNr.: .64
Status: Bescheid
Ehem. Ebelsberger Gemeindehaus Fadingerplatz 14
Standort (Pläne)
Das Gebäude geht in der heutigen Bausubstanz vermutlich auf das 15. oder 16. Jahrhundert zurück. Die erste Nennung erfolgte 1526. Die Hauptfassade des zweiteiligen Bürgerhauses stammt aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts und ist dem Fadingerplatz zugewandt. Das oberste Geschoss ist von einem korbbogigem Giebel bekrönt. Im Giebelfeld die Inschrift: „Zur Erinnerung der Wiederaufbauung nach dem unglücklichen Tag, dem 3. Mai 1809“ (die Datierung kann sich allerdings nur auf den obersten Teil der Fassade beziehen). KG: Ebelsberg
GstNr.: .71
Status: §2a
Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk Vorlage:SortKey ist veraltet; bitte verwende Alternativen gemäß Hilfe:Tabellen/Sortierung #Veraltet.nahe Fadingerplatz 14
Standort (Pläne)
Das Standbild entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts und zeigt den heiligen Johannes Nepomuk, ein Kreuz tragend, begleitet von einem Putto. Auf dem quadratischen Sockel die Inschrift: „1706 B JOANNES NEPOMVCE NVS“. KG: Ebelsberg
GstNr.: 866/9
Status: §2a
Friedhof Florianer Straße
Standort (Pläne)
Der Friedhof ist seit dem 13. Jahrhundert urkundlich nachzuweisen. Er dürfte aber schon seit dem 9. Jahrhundert bestehen, wie neuere Forschungen angeben. 1782 wurde der, neben der Kirche (Fadingerplatz) liegende, Friedhof an den heutigen Standort an der Florianer Straße verlegt. Er wurde mehrmals erweitert; der älteste Teil liegt im nördlichen Bereich (nahe der Wiener Straße). KG: Ebelsberg
GstNr.: 149, 159/2, 937/2, .353, .354, .355
Status: §2a
Kapelle Maria Hilf Florianer Straße, Passianwald
Standort (Pläne)
1717 wurde die Kapelle von Pfleger Johann Wilhelm König gestiftet. Die letzte Renovierung erfolgte 1983.

Vier gemauerte Pfeiler tragen ein Satteldach mit Holzgiebel und Kreuz. In der Rückwand befindet sich eine korbbogige Nische. Darin ein Madonnen-Foto und ein Hinterglasbild des hl. Georg. Die Nische ist durch ein Eisengitter und eine Eisenstange abgesperrt.

KG: Ebelsberg
GstNr.: 852/1
Status: §2a
Bildstock
„Pestsäule“ Brucknerweg
Vorlage:SortKey ist veraltet; bitte verwende Alternativen gemäß Hilfe:Tabellen/Sortierung #Veraltet.südwestl. Florianer Straße 91
Standort (Pläne)
Die „Pestsäule“ datiert aus dem Jahr 1750.

Auf einer toskanischen Säule aus Granit eine vierseitige Laterne, die mit einer Steinkugel bekrönt ist. In den Giebelfeldern befinden sich Blechplatten; die Darstellungen darauf sind nicht mehr erkenntlich. Da sich beim Eingang des Ebelsberger Schlosses eine nahezu idente Säule befindet, handelt es sich bei den beiden Objekten eher um Grenzsteine oder normale Marterl.

KG: Mönchgraben
GstNr.: 437/2
Status: §2a
Stöttingergut und Nebengebäude Gottschallinger Straße 88
Standort (Pläne)
Das Hauptgebäude ist ein großer Vierkanthof, bei den Nebengebäuden handelt es sich um einen Freistadl und ein Auszugshaus. Das Gut geht auf das Jahr 1162 zurück. Die heutige Erhaltung stammt im Wesentlichen aus den Jahren 1846 (nördlicher Wohntrakt und östlicher Stalltrakt) und 1889 (südliche und westliche Stadeltrakte). KG: Wambach
GstNr.: .25,.26,.27
Status: Bescheid
Flur-/Wegkapelle
Fischerkapelle
Kremsmünsterer Straße
Standort (Pläne)
Zimmermeister Josef Hinterberger und seine Gemahlin, ließen die Kapelle zu Ehren der „Mutter Anna und Maria“ 1870 erbauen. Ursprünglich stand die Kapelle beim Anwesen Hinterberger in der Kremsmünstererstraße 22. Die Kapelle wurde 1989 wegen einer Straßenverbreiterung abgetragen und 2003 an der heutigen Stelle neu errichtet. Anstelle der nicht mehr auffindbaren alten Sakralgegenstände befinden sich nunmehr ein Bronzerelief des Linzer Bildhauers Laszlo Bota und zwei Plastiken des Bildhauers Ägidius Gamsjäger. KG: Ebelsberg
GstNr.: 147/2
Status: §2a
Wasserreservoir Vorlage:SortKey ist veraltet; bitte verwende Alternativen gemäß Hilfe:Tabellen/Sortierung #Veraltet.bei Wambacher Straße 82
Standort (Pläne)
Das späthistorische Wasserreservoir wurde um 1900 in den Hang gebaut. Überhöhter Mittelrist mit einem segmentbogigen Portal, seitlich gebändert. KG: Ebelsberg
GstNr.: .138/5
Status: §2a
Annakapelle Wiener Straße
Standort (Pläne)
Die Annakapelle wurde vermutlich um 1800 erbaut. Sie hat eine begehbare Vorhalle und ein Schopfwalmdach. In den Seitenwänden befinden sich Rundbogenfenster. KG: Ufer
GstNr.: .51
Status: §2a
Ehem. Ebelsberger Schule Wiener Straße 474a
Standort (Pläne)
Die Schule wurde 1788 gebaut. Nach dem Brand von 1809 wurde das Gebäude 1810 wieder hergestellt – die Kosten dafür wurden vom Stift Sankt Florian getragen. Der Bauplan, gezeichnet von Maurermeister Schlagbauer, befindet sich im Pfarrarchiv. 1873 wurde das zweite Obergeschoß durch Maurermeister Breinesberger aufgesetzt. KG: Ebelsberg
GstNr.: .60
Status: §2a
Ehem. Feuerwehrgebäude Wiener Straße 503
Standort (Pläne)
Das zweigeschoßige Gebäude – das an einer exponierten, für das Ortsbild wichtigen Stelle steht – wurde 1897 erbaut und diente als Feuerwehrlokalität und zu Wohnzwecken. Nach dem Auszug der Freiwilligen Feuerwehr wurden Geschäftslokale eingerichtet. An der Nordwest-Seite befindet sich ein runder Eckturm mit einem markanten Kuppeldach. KG: Ebelsberg
GstNr.: .146
Status: Bescheid

Einzelnachweise

Quellen

  • Justus Schmidt: Österreichische Kunsttopographie, Band XXXVI „Die Linzer Kirchen“. Anton Schroll & Co, Wien 1964, herausgegeben von der Stadt Linz und dem Institut für Österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, (keine ISBN)
  • Herfried Thaler, Bernhard Prokisch u. a.: Österreichische Kunsttopographie, Band LV „Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz“, III. Teil: Außenbereiche Urfahr–Ebelsberg. Berger & Söhne, Ferdinand, 2001, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung, ISBN 978-3-85028-343-4
  • Beate Auer, Brigitta Fragner, Ulrike Knall-Brskovsky, Paul Mahringer: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Oberösterreich. Band II, Linz. 1. Auflage. Berger & Söhne, Ferdinand, 2009, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, ISBN 978-3-85028-483-7
  • Website der Stadt Linz
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